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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vitamin E-Bedarf der Katze



Katzenmammi
18.03.2010, 17:40
Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage, die beim Thema Barf ziemlich ins Detail geht:
Wieviel Vitamin E braucht eine Katze pro Tag bzw. umgerechnet auf 1 kg. Fleisch (Pute + Huhn)?

Spaßeshalber habe ich mir mal im Shop bei diversen Futterherstellern die Angaben rausgesucht, die Spanne geht von 15 mg bis 180 mg. pro Kilo Futter. Das finde ich enorm! Im Internet variieren die Angaben von 2mg pro Tag bis zu 2mg pro Tag UND Kilo Körpergewicht.

Der Hintergrund meiner Frage ist folgender - unser Allergiekater verträgt kein einziges Präparat, mit dem ich besagtes Vitamin E ergänzen könnte, wir haben die Palette quasi durch. Nun mache ich mir Gedanken, ob und was passieren kann, wenn ich auf Dauer nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht die Versorgung mit Vitamin E gewährleisten kann.

Kann mir jemand hier weiterhelfen?

Elia
18.03.2010, 18:29
Hi,

ich würde mich da am Wert im db-Kalki orientieren, er liegt, wenn ich richtig nachgeschaut habe, bei 2 IE je kg Katze je Tag.

Welche Suppis habt ihr denn schon ausprobiert?

Hast du die Möglichkeit, ganze Beutetiere zu verfüttern? So etwas würde ich regelmäßig geben, wenn wirklich jedes Vitamin E-Präparat unverträglich ist. Und nachforschen, welche Innereien und Fleische einen besonders hohen Vitamin E-Gehalt haben.

Katzenzahn
19.03.2010, 01:03
http://www.pahema.com/
hat eine recht umfangreiche Datenbank, da kannst du auch speziell nach Vitamin-E-Gehalt sortieren.

Katzenmammi
19.03.2010, 19:20
Vielen Dank für Eure Antworten!

Mit dem db-Kalki rechne ich bereits, Pahema kenne ich auch. Leider ist es so, dass Sammy keinerlei Saaten verträgt, pflanzliche Öle also komplett ausscheiden.

Insgesamt verträgt er an Suppies nur Meersalz, Eierschale, Dicalciumphosphat und Bierhefe. Wir haben wirklich alles durchprobiert, aber es hat keinen Sinn. Eisen und Taurin erhält er ausreichend über das Fleisch (Blutwerte waren im Sommer alle top!), hier brauche ich mir also keine Sorgen zu machen.

Und Beutetiere ... :(... ich tue wirklich fast alles für meine Tiere, aber hier ist eine Grenze. Und ich bin mir nicht sicher, ob Sammy so was Totes Kaltes überhaupt ansehen würde.

Ich überlege die ganze Zeit, wie ein Freigänger seinen Vitamin E-Bedarf deckt. Nur über den Mageninhalt der Beutetiere? Und selbst wenn ich den geringen Gehalt in der Leber berücksichtige - ich glaube kaum, dass da 2mg pro Kilo Körpergewicht am Tag zusammenkommen.

Gruß

Elia
19.03.2010, 19:37
Umrechnung: Vitamin E: 1 mg = 1.49 IE
Ich denke, daß die Beutetiere selbst ihren Vitamin E-Bedarf über die pflanzliche Nahrung decken und dadurch selbst Vitamin E-Lieferanten sein können. Jetzt wäre interessant zu wissen, welche Körperorgane welche Mengen dieses Vitamins speichern können bzw. enthalten. Daß Tiere selbst kein Vitamin E herstellen können, heißt ja nicht, daß sie es nicht trotzdem enthalten.
In manchen Futtershops bekommt man gewolfte Küken, die sehen nicht mehr nach Küken aus. Vielleicht wären sie eine nette Abwechslung.

Katzenzahn
19.03.2010, 22:16
Ich denke, Elia hat da schon fast den Punkt getroffen.

Und was noch zur Versorgung beiträgt, der angedaute Mageninhalt der Futtertiere.

Katzenmammi, wenn du den Kalkulator hast, dann guck mal in der Datenbank unter den Fleischsorten nach, welche einen höheren Gehalt an Vitamin E haben.
Vllt. solltest du diese Sorten, soweit möglich, öfter mal füttern.

Katzenmammi
20.03.2010, 12:58
Hallo zusammen,

ich kann Sammy nur Pute und Huhn geben, Rind, Lamm usw. verträgt er nicht.
Von daher bin ich nicht sehr flexibel, was die diversen Fleischsorten angeht. Lt. Datenbank von db bekommt er zuwenig Vitamin E. Insgesamt sehe ich den Kalki inzwischen etwas entspannter. Fortain z.B. kann ich auch nicht geben und ich sah meinen Kater schon anämisch werden. Nach der Blutuntersuchung im Sommer zeigte sich aber, dass sein Eisenwert top ist. Er holt sich das, was er braucht, aus seinem Futter.

In der Zwischenzeit habe ich mit der Tierärztin eines Futtermittelherstellers gesprochen. Ich habe nämlich hier einfach mal Nassfuttersorten auf deren Vit. E-Gehalt durchgesehen soweit überhaupt angegeben und festgestellt, dass die Mengen sehr, sehr unterschiedlich sind. Nach ihrer Auskunft wird dieses Vitamin hauptsächlich zur Konservierung benutzt (Thema kennen wir ja) und da gibt es gesetzliche Vorgaben, die ein Hersteller einhalten muss, um Futter überhaupt auf den Markt bringen zu dürfen. Sie hat etliche Wälzer durchgesehen und meinte, zu einer Unterversorgung bei Rohfütterung kann es eigentlich nicht kommen. Sammy bekommt jetzt einfach einmal die Woche ein Eigelb (findet er eher zum :-(0)), damit decke ich auch noch etwas ab. Dafür wird die Leber etwas reduziert.



Vielen Dank, dass Ihr Euch mit mir den Kopf zerbrochen habt!

Gruß