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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was war mit der Pute los?



Katzenmiez
01.03.2010, 13:36
Seit Othello vor 3 Wochen Putengulasch gefressen hat, erbricht er fast täglich:eek::(. Das Gulasch roch noch gut und sah auch gut aus (sonst hätte ich es ja nicht verfüttert). Ich hatte es vorher -wie immer- eingefroren. Schon beim Verfüttern stellte ich fest, dass das Fleisch sehr zögerlich gefressen wurde. Othello und Antonio haben auch etwas von dem Putengulasch übrig gelassen. Das passiert bei Rohfleisch sonst nie, außer bei sehr fettigem Fleisch (mögen se nich;)).

Der Kot ist soweit in Ordnung, vielleicht ein bisschen weicher als normal. Othello verträgt seitdem auch nicht mehr alle Futtersorten, Bozita und Schmusy gehen z.B. gar nicht und die abendlichen Trofu-Leckerlis kommen sofort wieder raus. Von Petnatur, Miamor Milde Mahlzeit/Ragout Royale, Lux und Rohfleisch (seither füttere ich erstmal nur Rind) muss Othello in der Regel nicht erbrechen.

Ansonsten ist er fit wie immer und hat auch gut Appetit. Er erbricht nicht immer Futter, sondern manchmal auch nur Flüssigkeit (viele Stunden nach der Futteraufnahme). Antonio hat keine Beschwerden, was ich aber auch darauf zurückführe, dass Othello zur Zeit ein angeschlagenes Immunsystem hat (vor kurzem Herpesschub, aktuell Flöhe/Flohbehandlung).

Ich versuche es diese Woche jetzt noch mal mit einer Symbiopet-Kur, um die "guten" Bakterien zu stärken, aber wenn das nicht funktioniert, werde ich wohl Kot ins Labor nach Gießen schicken. Ähnliche Symptome hatten wir hier im September/Oktober letzten Jahres (da war aber eher der Kot "betroffen"), als die Katzen eine Darmflora-Verschiebung mit zu vielen E. Colis und Clostridien hatten, die sich letztendlich von selbst wieder gegeben hat.

Sabine
01.03.2010, 13:49
Nach 3 Wochen fast täglichen Erbrechens ist die Zeit für Versuche abgelaufen. Geh zum TA und das noch heute!

Katzenmiez
01.03.2010, 13:53
Nein, das tue ich nicht, weil ich meine Katzen grundsätzlich selbst behandle und nur in Notfällen den TA aufsuche, vor allem mit meinem Herpes-Kater Othello:). Ich habe damals auch erst nach 8 Wochen weichem Kot eine Probe eingeschickt. Der TA macht in solch einem Fall nichts als sinnlos auf Verdacht AB spritzen und MCP-Tropfen verschreiben.

Sabine
01.03.2010, 14:20
Dann hast du einen schlechten Tierarzt!

Drottning
01.03.2010, 14:38
Drei Wochen fast täglich erbrochen und du gehst nicht zum Tierarzt?! :eek: Sorry, dafür habe ich KEIN Verständnis. Es gibt im Übrigen nicht nur einen einzigen TA auf der Welt - und sicher auch bei dir.

Suse23
01.03.2010, 15:56
also, wenn du nicht zufällig selbst ein Tiermediziner bist, versteh ich nicht warum du TAs verweigerst. Und was soll denn das mit dem selbstbehandeln, wie soll das denn gehen, meinst du so naturheilkundliche Behandlungen? Ich unterstütze die heutige Medizin bestimmt nicht bedingungslos, aber sich komplett von ihr abzuwenden, sei es beim Menschen oder beim Tier halte ich für fahrlässig! :mad:

Katzenmiez
01.03.2010, 18:34
Es handelt sich um 4 TA-Praxen hier in der Umgebung, zwei davon sind Tierkliniken. Ich habe dort in den letzten Jahren 3000€ gelassen, überwiegend für Fehlbehandlungen und Falschdiagnosen. Ein TA ist leider kein Hellseher und kann durch Anschauen der Katze nicht den Erreger bestimmen. Da braucht auch der TA eine Kotprobe, die ich auch selbst einschicken kann, zumal die Tests in den Praxen sehr unsicher sind. Othello hat das schon häufiger gehabt, dass er erbrochen hat, weil er ein Futter/Fleisch nicht vertragen hat. Ich bin deshalb noch nie zum TA gegangen. Ich gehe auch nicht zwangsläugig zum TA, wenn meine Katzen vereiterte Augen haben, solange ich Medikamente dagegen hier habe:eek::rolleyes:. Mir ist an besagten 4 Stellen nämlich bis jetzt immer ein Augenabstrich verweigert worden. Seit ich meine Katzen seit 2 Jahren selbst behandle (ja, u.a. homöopathisch und mit Hilfe von Antonios Züchterin), sind meine Katzen deutlich gesünder als vorher. Komisch, oder? Und als ich damals erst nach 2 Monaten Durchfall eine Kotprobe habe untersuchen lassen, weil ich erstmal mit Heilerde und Perenterol gearbeitet habe, hat sich hier auch keiner beschwert.

Drottning
01.03.2010, 19:20
Na, dann poste doch nicht, wenn du eh alles besser weißt.... :rolleyes: Ich finde dein Verhalten sträflich. Punkt.

absinth
01.03.2010, 19:49
Ehrlich gesagt weiß ich diesmal auch nicht, was ich Dir antworten soll.
Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du keinen TA hast dem Du vertraust. Wir haben von der Sorte zum Glück 5 in der näheren und weiteren Umgebung. Ohne die könnten wir niemals züchten.
Ist bei Züchtern übrigens so ne Unsitte mit dem selbst doktorn, die ich nicht mitmachen würde. Was da manchmal für Hausapotheken bestehen ist erschreckend :-/

Ohne Laboruntersuchung wird Dir keiner sagen könne, was Othello hat.Aber wenn Du eh alles selbst bedoktorst...
Wenn bei uns ne Katze so rumkötzelt, dann machen wir uns allerdings nicht ins Hemd, wenns mal ein AB gibt, weil ne Gastritis vermutet wird. Es ist und bleibt ne Ausnahme.
3 Wochen wären mir einfach zu lang, wenn Hausmittel nicht greifen.

Elia
01.03.2010, 20:13
Hm,

ich würde da auch nicht mehr herumdoktern, drei Wochen sind wirklich sehr lang, und an der Pute wird das nicht liegen...
Wenn du wirklich nur schlechte TAs bei dir in der Nähe hast, dann würde ich an deiner Stelle weiter fahren. Vielleicht kommt ja jemand aus deiner Gegend und kann dir eine Empfehlung geben?
Und, ganz ehrlich, wenn ICH als Patientenhalter eine Untersuchung gemacht haben will, dann wird sie auch gemacht werden, spätestens dann, wenn ich nachdrücklich darauf bestehe. ;)

Nebenbei: Ein TA hat einfach mehr Diagnosemöglichkeiten als du als Halter. Und schließlich kannst du die deiner Meinung nach unsinnigen Behandlungen ablehnen, denn du bist die, die die Rechnung zahlen wird.

Was mir aber generell auffällt: Du fütterst sehr viele verschiedene Qualitäten und Futtersorten durcheinander, Trocken, Roh und Naß, Hochwertig wie Fleisch oder Petnatur, unteres Segment wie Bozita, Trockenfutter und Lux. Bei einem Sensibelchen würde ich das vermeiden, weil die ständig wechselnden Ansprüche an Magen und Verdauungstrakt eben Erbrechen begünstigen können.
Füttere zwei-drei Wochen lang nur eins davon, ohne Wechsel oder Leckerli und schau, wie es sich entwickelt.

Katzenmiez
13.03.2010, 18:46
Da ich die Hausmittelchen anfangs nie konsequent gegeben habe (sondern eher mal etwas Heilerde hier, mal etwas Perenterol da) hat es wohl nicht geholfen. Dann habe ich angefangen, jeden Tag Symbiopet zu geben, also konsequent "gute" Bakterien (Lactobazillen) zuzuführen und habe unser Hauptfutter Bozita (auf das er ja besonders heftig "reagiert" hat) erstmal komplett weggelassen. Schon nach wenigen Tagen hörte das Bauchgluckern und das Erbrechen auf. Jetzt hat Othello bereits seit über einer Woche nicht mehr erbrochen und alles ist wieder super. Es ist ja so: Ich selbst kenne meine Katzen am besten und Othello hat in der Vergangenheit ja schon einmal genauso (mit "Langzeiterbrechen" und Bauchgluckern) auf nicht einwandfreies Futter reagiert.

Außerdem hatte ich ja danach gefragt, was mit der Pute los war, nicht mit Othello;).

Antonio war übrigens gerade ganz dolle erkältet, mit bis zu 30 Niesern am Tag, aber ohne Fieber und ohne sonstige Krankheitszeichen. Das habe ich auch selbst wieder in den Griff bekommen (Stichwort "Euphorbium"):).

Elia
13.03.2010, 21:04
Irgendwie witzig, du fragst nach dem Zustand der Pute, lehnst absolut jeden Tipp ab und am Ende war es das Dosenfutter???

Ohne Fieber kann er gar nicht "ganz dolle" erkältet gewesen sein. Oder du hast eine Definition von "ganz dolle", die sich mit meiner absolut nicht deckt.

Aber ich frage mich, warum du überhaupt gefragt hast...

Drottning
13.03.2010, 21:54
Aber ich frage mich, warum du überhaupt gefragt hast...
Das frag ich mich bei Katzenmiez öfter.... :?: :man:

GabiLE
13.03.2010, 22:06
Katzenmiez, ich kann Dein Mißtrauen nachvollziehen und man muss auch nicht wegen jedem Huster zum TA rennen. Wenn man als Mensch eine Erkältung hat, helfen Bettruhe und Schlaf auch am besten und nach ner Woche ist die Sache gegessen. Bei Katz ist das nicht anders. Aber es gibt auch Krankheitsbilder die bedürfen einen Arzt. Er hast nun mal die besseren Diagnosemöglichkeiten.

Wenn ich mich recht erinnere, ist der Othellomann doch nun auch schon ein paar Jährchen, oder? Häufiges Erbrechen kann ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Mir fallen da z.B. die Nierchen ein und da muss Blut und Urin untersucht werden. Die Behandlung gehört dann einfach in Fachhände.

Katzenmiez
14.03.2010, 19:36
Irgendwie witzig, du fragst nach dem Zustand der Pute, lehnst absolut jeden Tipp ab und am Ende war es das Dosenfutter???


Nach der Geschichte mit der Pute (die ja schon sehr zögerlich gefressen wurde und die erstmal mehrmals tägliches Erbrechen ausgelöst hat usw., siehe oben) gab es einige Futtersorten (Bozita und Schmusy), die Othello überhaupt nicht mehr vertragen hat, andere waren okay (Miamor MM, Petnatur). Deshalb habe ich die "verdächtigen" Nafus dann weggelassen. Die Ursache für das Erbrechen und Bauchgluckern waren sicher irgendwelche Keime im Fleisch, die sich bei Othello prima ansiedeln konnten, weil er zur Zeit durch Flöhe/Flohbehandlung und einen Herpesschub ein ziemlich geschwächtes Immunsystem hat(te).



Ohne Fieber kann er gar nicht "ganz dolle" erkältet gewesen sein. Oder du hast eine Definition von "ganz dolle", die sich mit meiner absolut nicht deckt.


Für mich sind um die 30 Nieser am Tag schon eine dolle Erkältung. Wenn Fieber u.ä. vorhanden ist, spricht man eigentlich von einem grippalen Infekt oder, wenns ganz schlimm kommt, von Grippe.

Katzenzahn
15.03.2010, 13:42
Grippaler Infekt und Grippe sind aber zwei verschiedene paar Schuhe.

Grippaler Infekt wird durch Bakterien ausgelöst und heißt gripp. I., weil er grippeähnlich ist.

Grippe wird von Viren verursacht.

Beides wird in der Umgangssprache leider immer wieder miteinandern verwechselt. :D