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Nandu
19.01.2003, 18:02
Ich hab hier jetzt mal eine Frage an euch:

Wie seht ihr das denn. Wie hat man ein Pferd zu behandeln. Ich bin derzeit bei zwei Reithöfen da ich mich noch nicht richtig entschieden hab wo ich bleiben soll. Es geht mir hier jetzt um die Bestrafung von Pferden. Beim einen Hof wo ich bin sagen die Lehrer wenn das Pferd nicht angallopieren wil, oder buckelt usw. ich soll die Zügel nehmen und dem Tier einen Klaps geben. Auch wenn der Klaps nicht fest ist und ich echt nicht glaub dass das dem Pferd schmerzen verursacht finde ich das nicht fair. Ich habe meinen Reitlehrer darauf angesprochen. Ich habe mit ihm geredet dass ja das Pferd den Dienst eigentlich für UNS macht und wir das Pferd dann nicht dazu zwingen sollten. Egal in welcher Form. Der Lehrer meinte darauf nur dass es wichtig sei dem Pferd zu zeigen wer der Boss. Ansonsten wenn eine Gefahr ist geht das Pferd durch und wenn es kapiert dass ich der Boss bin bleibt es ruhig weil dann ich das "Alphatier" bin. Das leuchtete mir schon ein, aber in freier Wildbahn wird ja die Leitstute und der Hengst auch von den anderen ausgewählt und die anderen werden nicht von ihm gezwungen unterwürfig zu sein oder ? Sie sind das freiwillig weil ihnen das sinnvoll vorkommt und sie auch Vertrauen in den Führer haben. Eigentlich wäre die einzige Reitweiße die dann den "wilden" Pferden am meisten entspricht "das sanfte reiten" oder ? Also ohne Sattel und Trense. Da ist das Pferd ziemlich frei und wenn dem Pferd der Reiter nicht als gut genug für den "Leithengst (oder Stute) " ist dann hat es immernoch die Freiheit davon zu sausen und selbst zu bestimmen wohin es will und wann gefahr ist. Was meint ihr dazu ??????:confused:

Aramishexe
19.01.2003, 21:21
Hallo,
erst mal ist es schon gut wenn man sich Gedanken darüber macht ob man bestraft oder nicht. Wobei es immer noch ein Unterschied ist ob man gerecht bestraft oder einfach nur grob ist. Aber hast Du schon mal einen Leithengst gesehen der seinen Willen nicht bekommt? Der ist alles andere als zimperlich, deswegen laufen ihm aber die Damen nicht weg. Auch Pferde untereinander sind manchmal recht ruppig zueinander, deswegen sind sie aber nicht gemein oder ungerecht. Man muß für sich selbst rausfinden wie man seinem Pferd klarmacht was Sache ist ohne sich selbst dabei zu gefährden. Also wenn mein Pferd meint er müsse mir Ärger machen, arbeite ich mit ihm am Boden nach dem Monty Roberts und alles ist wieder geklärt. Und wenns akut ist kriegt er auch mal eine auf die Mütze. Er ist aber nicht nachtragend und oft kommt das auch nicht vor. Respekt ist sehr wichtig, egal mit welchem Lebewesen es man zutun hat.
Gruß Aramishexe

AnnaS
20.01.2003, 12:10
Hi

Also ich persönlich finde es gut, dass du dir darüber Gedanken machst, da es leider viel zu wenig Menschen gibt, die auch mal ihrem Reitlehrer widersprechen.

Pferde verstehen nur die Strafe, die sie sich untereinander auch erteilen. Unsere vermenschlichte Meinung, man müsse ein Pferd mit Gerte (oder Zügel??? :confused: ) schlagen und somit strafen, ist für Pferde absolut unverständlich.

Zum Thema "mit dem Zügel einen Klaps geben" - wie stellt man das an, ohne dem Pferd auch gleichzeitig im Maul zu rucken??? Denn wenn ich mir überlege, dass eine Reiterhand ruhig gehalten werden soll, aber man dennoch mal "ausholen" muss, um so einen Klaps überhaupt erteilen zu können, geht das wohl kaum mit ruhiger Hand, oder?

Beobachte mal Pferde auf der Weide. Wenn ihnen irgendwas nicht passt, verscheuchen sie die anderen Pferde. Entweder akzeptiert das gescheuchte Pferd, dass es weg bleibt, oder aber es provoziert einen "Machtkampf". Erst wenn es einem höher gestellten Pferd zu bunt wird, schlägt es oder beisst es. Aber niemals wird ein Pferd dieses ohne Vorwarnung tun.

Schlägst du dein Pferd nun (ob als richtiger Schlag oder als Klaps) tust du es mehr oder minder ohne Vorwarnung.

Dein Reitlehrer bringt da einiges durcheinander. Alpha zu sein ist richtig und wichtig. Doch so bekommst du das nie im Leben hin, sondern brichst entweder den Willen deines Pferdes, mißbrauchst sein Vertrauen und zerstörst es auf Dauer, oder du machst dein Pferd ängstlich. Und wenn du dann als Mensch das "Pech" hast, ein dominantes Pferd zu erwischen, kannst du dich auf viele Probleme einstellen, denn so ein Pferd wird dir was husten, wenn du ihm so kommst.

Solltest du dich wirklich für das Beziehungstraining interessieren, dann schreib mir eine Mail und ich schreibe dir gerne was dazu. Die Frage ist nur, ob du das dann auch mit Pferden eines Reitstalles durchziehen kannst.

Auf jeden Fall rate ich dir, dich dieser Methode des Reitlehrers nicht anzuschließen, egal was dein Reitlehrer sagt. Denn wie gesagt, so erreichst du gar nichts.

Liebe Grüße
Anna

Nandu
20.01.2003, 14:42
Ja wir reiten dort mit Westernzügeln. Also die hinten getrennt sind. Die sond voll eeeeeeewig lang, dass sie fast am Boden schleifen. Und wenn man nun beide Zügel in einer Hand hält und sich ein Ende vom Zügel schnappt dann schafft man das auch ohne dass das Pferd irgendwas im Maul spürt.

AnnaS
20.01.2003, 15:54
Naja ist wohl trotzdem keine wirklich tolle Methode. Aber ich hab meine Meinung ja nun dazu gesagt.

Anna

gudrun
21.01.2003, 22:10
da ich auch westernreite hab ich da mal eine frage
sagt dein reitlehrer gleich wen das pferd bei deiner galopphilfe nicht anspring das du ihm einen klapps mit den zügeln geben sollst oder wie macht ihr das ?
gudrun

Nandu
22.01.2003, 20:02
Nein, ich meine so richtig "prutal" ist es dort auch nicht. Nur wenn das Pferd wild herum buckelt. Mit dem Pferd "Bessy" gibt es da ein problem beim angallopieren. Das ist wie gefolgt:

Sobald ich das äußere Bein zum angallopieren nach hinten gebe und sie somit bemerkt dass sie nun gallopieren soll, gallopiert sie in die Mitte vom Ruond-Pen und buckelt dort wild rum. Dann soll ich ihr einen Klaps geben. Wenn sie nicht angallopiert, einfach das innere Bein(das man ja zum angallopieren weggnimmt) nochmal an den Bauch geben und wieder wegnehmen.

gudrun
22.01.2003, 21:08
du reitest in einem roundpen ?warum ?kannst mir das mal erklären.
ich hatte mal ein ähnliches problem .wenn ich die hilfe zum galopp gab hat sie auch ganz leicht gebuckelt war aber meine eigene schuld .ich hab nicht bedacht das bei einem hafi ,mit mehr bauchumpfang als mein anderes schulpferd ,die sporen rankammen das hatt sie gestört .als ich dan auspasste hat es gut geklappt .ich würde mal ein anderes pferd nehmen bis du etwas sicherer im umgang bist .oder täusche ich mich und du reitest schon länger western ?wenn nein nehmt doch mal ein pferd das wie soll ich sagen über die fehler die ein anfänger macht grosszügig hinwegsieht .
gudrun;)

Inge1810
25.01.2003, 14:17
Hallo Nandu, bevor ich viel dazu schreibe, möchte ich Dir erstmal ein paar Fragen stellen, wenn ich darf ;)
- wie alt bist Du?
- wie lange reitest Du?
- was sagen die Reitlehrer der anderen Reitschule denn?
- hast Du Einzelunterricht oder auch in der Gruppe?
- ist es üblich, dass Du im Roundpen unterrichtet wirst?
- wie weit sind die Schulpferde ausgebildet und in welchen Bereichen werden sie eingesetzt? Also nur Anfängerpferde oder Fortgeschrittenenpferde...... (wenn Du es weißt)
So, das war jetzt erstmal denke ich.
Ich hab nun gar keine Ahnung vom Westernreiten, da ich Freizeit gemixt mit Dressur zur Gymnastizierung vorziehe, aber Du erwähntest etwas von "Bein zurücklegen" und weißt Du, was passiert, wenn ich bei meinem Pferd das äußere Bein zurücklege? Gar nix, denn dazu bedarf es ein bißchen mehr. Deshalb finde ich es auch unverantwortlich, dem Pferd mit der Gerte nachzuhelfen. Ich weiß wie verwirrend das alles ist, wenn man noch in den Anfängen steckt, aber dafür gibt es ja tolle Schulpferde, die meine absolute Hochachtung haben. Dazu würde ich Dir auch erstmal raten, stand glaub ich schon weiter oben. Du wirst erst langsam lernen müssen richtige Hilfen zu geben. Einem Anfänger etwas von Rangordnung zu erzählen führt erstmal zu weit, denn der Boss sollte der Reitlehrer sein und die Pferde, die ich aus dem Schulbetrieb kenne, reagieren sehr gut auf Stimme und verzeihen somit auch Fehler in der Hilfengebung. Je mehr Praxis Du hast, desto sicherer wirst Du werden und die Führung des Pferdes selbst übernehmen können. Mist, ich hab schon wieder zuviel geschrieben und bevor ich hier erzähle und daneben liege, wäre es prima, wenn Du kurz antworten könntest ;)
Grüßle

gudrun
25.01.2003, 16:33
hallo inge
ich wollte dir nur schnell sagen das wenn man bei einem gut ausgebildeten westernpferd das äusere bein zurücklegt ist das für ihn das signal oder zeichen zum galopp meine macht das auch schon und die ist erst 3 1/2 jahre alt.manche pferde werden aber noch so trainiert das sie erst auf küsschen angaloppieren was ich noch übe.
gruss gudrun

Inge1810
25.01.2003, 16:55
Hallo Gudrun, gut, dass ich mich grad noch gebremst hab und dazu sagte, dass ich von Western null Ahnung hab :D Bei uns löst nunmal erst der innere Schenkel aus, vorher macht mein "Dicker" nix, bei Schenkel etwas zurück weiß er nur, dass es gleich soweit ist. Besser ich sag nix zu Westernunterricht, wie gesagt..... keinen Plan ;)

Inge1810
25.01.2003, 16:57
Bin etwas durchfroren, also schreib ich wieder hirnrissig, "etwas zurück"... naja, Ihr wißt ja, was ich mein, handbreit hinter Gurt etc..
Also macht mal schön weiter hier im Thread :cool:

gudrun
26.01.2003, 18:45
macht doch nix man lernt nur aus dummen fragen stellen .ich wuste nicht das es beim englisch reiten so gemacht wird.man lernt ja nie aus.
gudrun:D ;)

Supermaus
28.01.2003, 19:45
also mir wäre es auch völlig neu, daß man in einem round-pen reitet! so was hab ich ja noch nie gehört! und das mit dem klaps... also ich weiß ja nicht! meine trainerin hatte da irgendwie andere methoden. :D wenn du mich fragst ist das nicht westernreiten, sondern ein vergeblicher versuch desgleichen!

übrigens: "brutal" wird mit "b" geschrieben! :D

und nun mal zu aramishexe: "Aber hast Du schon mal einen Leithengst gesehen der seinen Willen nicht bekommt?"
der satz ist schon von grundauf falsch. es gibt keinen LEIThengst! hengste sind geduldet in der stutenherde und haben nix zu melden. daher laufen sie auf grundsätzlich immer hinten. angeführt wird eine herde IMMER und OHNE AUSNAHME von der leitSTUTE. meist eines der ältesten tiere und die ranghöchste. aber NIE, NIE, NIE führt ein hengst die herde an! der darf sich nähern wenn die stuten rossig sind und sonst hat er sich in gebürendem abstand zu einer stute zu halten. *g* er ist eben nur geduldet.

schöne welt, in der die frauen das sagen haben, oder? :D :D :D :D

Ford Prefect
13.02.2003, 16:38
dföjlbdflöbödflö