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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schluchz!!!



Laurinchen
16.01.2003, 23:00
:(
Mir ist vor fast 3 Jahren eine kleine Mieze namens Laura zugelaufen. Wo sie herkam hat sie nicht verraten, aber sie stand tagelang vor unserer Tür, hangelte sich am Fliegengitter hoch und machte Klimmzüge an den Fensterrahmen. Okay ich mußte sie reinlassen,ihr Futter geben und habe sie behalten. Wir waren oft beim TA, weil sie Probleme mit der Atmung hatte. Der TA war dann leider oft ein Anlaufpunkt, aber sie war bald groß und stark. Bis ein Auto kam. Seitdem war ihr Schwanz gelähmt und sie war absolut inkontinent. Okay - vielleicht wirds ja wieder. Leider nicht! Wir lebten im Ausnahmezustand-Couch etc. alles mit Decken ausgelegt-hat sie sich doch mal ins Schlafzimmer geschlichen haben wir halt die Wäsche gewechselt. 1/2 Jahrspäter, wir kamen gerade aus dem Urlaub,da habe ich den Entschluß gefaßt, den letzten Weg zu gehen. Sie hat mich so angeschaut, als wolle sie sagen - bitte hilf mir! Sie hat gestunken und sich nicht mehr hingesetzt und hat sich in ihrer Haut nicht mehr wohlgefühlt. Der ganze Po war pitschnass und sie hat gefroren. 2 Tage später bin ich dann mit meinem Freund zum TA und haben ihr die Spritze geben lassen. Ich konnte meiner kleinen Maus gar nicht mehr in die Augen schauen! Habe ich eigentlich das Recht dazu? Andererseits wollte ich ihr ja nur helfen! Das Schlimmste war, daß sie sich an ihrem letzten Tag noch auf meinen Schoß gelegt hat und wir geschmust haben-das hat sie sonst nie gemacht! Und als wir die Transportbox geholt haben, ging sie über Tisch und Bänke,da dachte ich wieder ist es richtig? Ein kleiner Trost ist mir, daß die TA meinen Entschluß für richtig gehalten hat, und in einem Katzenbuch habe ich gelesen, daß es der schönste Tod ist, den es gibt.
Aber habe ich das Recht das zu entscheiden?
Zu Hause haben wir sie noch mal angeschaut und sie sah so friedvoll aus, als würde sie schlafen. Jetzt hat sie ein schönes Grab bei uns im Garten! Schluchz-brauche jetzt ein Taschentuch! Danke an meinen Freund, daß er auch gezeigt hat, daß es ihm leid tut um unser Baby. Haben einen Tag später auch eine kleine Trauerfeier abgehalten. Und danke auch an meine Mutti, die sich im Urlaub und auch sonst um ihr Enkelkind rührend gekümmert hat.
Danke fürs zuhören.
Katja

Berglöwe
16.01.2003, 23:10
Hey Katja,

habe ich das jetzt falsch verstanden oder ???

Ich dachte, Deine Katze wär überfahren worden???

Und jetzt habe ich den Eindruck, Du hättest sie einschläfern lassen müssen ???

Was ist denn nun richtig ???

LG Berglöwe

gerdax
16.01.2003, 23:33
Ich hab´s so verstanden, daß sie verletzt wurde, als sie überfahren wurde und danach inkontinent war.

@ Katja

Ich kann gut verstehen, daß dich diese Entscheidung lange belastet. Wenn ein Tier, für das man die Verantwortung trägt, schwer leidet, hat man die Pflicht, es von seinem Elend zu erlösen. Du hast Dir vom Tierarzt kompetenten Rat und Zustimmung geholt und das war gut. Denk´ an die schönen Erlebnisse, die Du mit Deiner Kleinen hattest. In diesem Forum sind einige Beiträge, die sehr tröstend sind. Stöber doch mal herum!

Alles Gute für Dich

Lilly 2002
17.01.2003, 17:26
Hallo Katja,

es ist immer traurig, wenn uns nur noch dieser Ausweg bleibt, aber es war für Deine Laura bestimmt besser so.
katzen sind doch von Natur aus sehr reinliche Tiere und sie hat sich in ihrer Haut bestimmt nicht mehr wohlgefühlt.

Auch mir kamen und kommen immer noch Zweifel, ob ich für Moritz und Lilly das Richtige getan habe, aber es ist besser so, als sie leiden zu lassen.

Quäl Dich nicht so, sondern denke daran das es Laura jetzt, im Land hinter der Regenbogenbrücke, wieder gut geht. Sie wird Dir immer dankabr dafür sein, was Du Gutes für Sie getan hast.

traurige Grüße

Sylvia und ihre Rasselbande

Katzenmammi
17.01.2003, 18:52
Hallo Katja,

unsere Katzen können uns leider nicht sagen, was ihrer Meinung nach das beste für sie wäre. Aber ich bin überzeugt, daß Du das richtige getan hast! Du hast ein fremdes Katzenkind aufgenommen, bist mir ihr zum TA, hast Dich sehr liebevoll um sie gekümmert. Wieviele Menschen hätten ein so krankes Tier einfach abgeschoben oder früher "totmachen" lassen, weil es lästig ist.

Ich habe vor ein paar Jahren mit einem meiner Wellensittiche ähnlich entscheiden müssen. Knöpfchen hatte Probleme mit dem Darm, der hat sich beim Häufchen-machen immer nach außen geschoben. Das hat ihr weh getan. Wir haben über eine Woche rumgedoktert und zum Schluß gab es doch nur die eine Alternative: einschläfern. Es war "nur" ein kleiner Vogel, aber ich habe damals auch sehr weinen müssen.

Du hast Deine Katze verstanden und ihr weiteres Leiden erspart. Abschied nehmen immer sehr schmerzhaft und mit vielen Tränen verbunden. Du hast nicht leichtfertig gehandelt, sondern nur das Wohlergehen Deiner Katze im Kopf gehabt. Und manchmal gehört eben auch dieser letzte und traurige Schritt dazu. Bitte mach Dir keine Vorwürfe - es war richtig, was Du getan hast! Du hast der Kleinen drei schöne und trotz allem lebenswerte Jahre gegeben, das ist das, was am allerwichtigsten ist!

Viele liebe Grüße

Alla
17.01.2003, 20:55
Hi Katja!

Meiner Freundin ihrer Katze ist das selbe passiert. Anfangs dachte sie auch, Mia müsste eingeschläfert werden. Da die Katze auch nicht mehr ins Haus durfte, nur noch in den Keller, hat sie sich nach einem neuen Frauchen umgeschaut und auch eines gefunden. Leider musste man Mia den Schwanz abnehmen (der Kot blieb immer daran hängen, weil der Schwanz wie tot herunter hing ) aber sie fühlt sich dort wo sie nun lebt und mit der Situation ( neue Katzenfreunde )PUDELWOHL.
Lass den Kopf nicht hängen, du hast richtig gehandelt!!

Fühl dich umarmt, Gruß Alla

Sigrid
17.01.2003, 21:53
Liebe Katja,
ich finde es sehr stark und mutig von Dir, dass Du Laura hast gehen lassen. Unter den Umständen, die Du sehr genau beschrieben hast, war es die beste Entscheidung, die Du treffen konntest. Natürlich hattest Du das Recht ihrem Leiden ein Ende zu setzen. Aus Deinen ganzen Worten spricht die Liebe, die Trauer, die Verbundenheit aber auch die Verantwortung und Entschlossenheit. Laura wird den anderen Katzen im Regenbogenland sehr stolz von der grossen Liebe, die sie von Dir und Deinem Freund empfangen hat, erzählen. Sie fehlt Dir natürlich. Welcher Dosi, der schon einen Liebling gehen lassen musste, könnte das nicht nachempfinden, was in Dir jetzt vorgeht. Du hast Dich richtig entschieden.
Ganz liebe Grüsse an Dich
Sigrid

Carola Bräunig
20.01.2003, 21:11
Hallo,ich bin eigendlich nur mal so hier herrein geschneit, weil ich erst jetzt über meine Pinky reden kann und dachte mal lesen wie andere damit umgehen. Ich finde es richtig das man einem Lebewesen das Leiden nehmen kann, und finde alle die diese Endscheidung für ihren 4-Beiner treffen sehr mutig. Es gehört einiges dazu das zu tun was notwendig ist. Meine Pinky war 20 jahre alt geworden und vom Herzkreislauf her noch Top in FormMit 18 konnte sie noch richtig gut sehen und hat dem Nachbarkater so richtig das Fürchten gelernt( der war noch neu hier) aber dann gings bergab, geschlafen hat sie sowieso fast ihr ganzes Leben aber sie wurde taub und erblindete so langsam.Mit 19 wurde sie auch noch Inkontinent und die verdauung klapte´auch nicht mehr so ganz, sie erbrach wenn sie zu hastig gefressen hat. Blindheit und Taubheit machte ihr wohl nicht so viel aus denn sie hat mich immer wieder gefunden und kam zum schmusen, aber die Nieren machten auch nicht mehr so ganz mit und ich mußte Spezialfutter holen, wenn das einmal alle war und ich gab ihr für einen Tag mal normales Futter hate sie gleich wieder probleme. Der Struvitstein wurde immer größer und wenn sie dann pischen mußte konnte sie eben nicht mehr anhalten und es ging daneben. Mit 20 kam dann noch unkontrolliertes Stuhlabsetzen dazu, d.h. sie ging auf ihr klo machte ein Teil ihres Geschäftes und verschwand, kurze Zeit später sah man sie wieder wie sie in eine Dunklere Ecke den Rest ihres Geschäfts machte. Der TA sagte man könne es mit Ältere Menschen vergleichen die zum Pflegefall geworden sind. Pinky nun ein Pflegefall.Es war grausam, ich stand morgens Schlaftrunken auf und stand im Flur mitten drin, egal ob Urin Erbrochenes oder Kot es lag im ganzen Obergeschoß(runter ging sie nicht mehr) verteilt. Nachts bin ich aufgesprungen weil ich hörte wie sie sich anschickte zum klo zu gehen und schob sie an damit sie es schafte.Ein 1/2Jahr habe ich den gewissen Schritt vor mir hergeschoben. Dann konnte ich nicht mehr,ich war am ende meiner kraft und rief meine Freundin an, mit der ich dann zum TA. fuhr.Der TA sagte nur das es richtig sei denn sie würde nur darauf warten, aber ihr Herz ist einfach noch zu kräftig.Ich ließ ihr die Spritze geben und kurze Zeit später habe ich sie bei meiner Freundin im Garten begraben. In der nacht wurde es sehr ungemütlich mit Blitz und donner und am liebsten hätte ich sie wieder reingeholt und alles wieder rückgängig gemacht. Ich kam mir so mieß vor und habe mir eingeredet ich hätte sie umgebracht. Heute weiß ich das es richtig war und jetzt ein 1/2 jahr danach kann ich darüber auch reden. 20 Jahre hat sie mich begleitet,und an diese schöne zeit denk ich jetzt zurück. Ich hoffe für all die anderen die diesen Schritt wählen müssen, das sie Stark sind. Mag sein das meine Worte vielleicht ein bißchen zu Dick aufgetragen sind, aber so empfinde ich. Liebe Grüße Carola

Ps ich habe jetzt einen Hund und bin wieder überglücklich, aber ich mußte einfach auch mal bei den Katzentalk herrein schauen.

gerdax
21.01.2003, 18:17
ich finde nicht, daß Du "zu dick aufgetragen" hast. Nach 20 Jahren ist Deine Pinky doch ein wichtiger Teil Deines Lebens. Meine Güte, 20 Jahre! Meine alte Salmi hat 18 Jahre mit mir durchlebt. Lebensabschnittsbegleiter kamen und gingen, Jobs kamen und gingen, Kinder wurden geboren und gingen aus dem Haus - und sie war immer noch da, meine allerliebste Freundin! Immer hatte ich tierische Angst, eines Tages eine Entscheidung wie Du treffen zu müssen. Sie starb mit 18, nachdem sie fast immer gesund war, immer kleiner, leichter und schwächer werdend, wie eine abbrennende Kerze im Oktober 2001. Soche Berichte wie Deiner und auch die der anderen Fories hier, treiben mir immer noch die Tränen in die Augen - und ich will das auch so, es ist angemessen!

Inzwischen sind neue Wesen wichtig in meinem Leben - aber sie ist mir noch immer außergewöhnlich nah. Viele von uns fühlen und denken in dieser Angelegenheit wie Du!

Berglöwe
21.01.2003, 19:39
Liebe Carola,

schau doch ruhig öfters mal bei den Katzen hier rein, hier sind wirklich nur nette, liebe Menschen, auch wenn Du jetzt einen Hund hast.

Auch ich bin in der Rubrik Trauer & Tost oft von Tränen gerührt und mir kullern die Kügelchen über mein Gesicht.

Mensch, 20 Jahre sind eine sehr lange Zeit, ich hatte mit meiner Katze nur fast 18 Jahre, aber auch immer noch lange. Ich mußte sie dann auch einschläfern lassen, dass ist der größte Liebesbeweiss, wenn man das dann einscheiden muß.

Mein erster Kater ist bereits nach 8 1/2 Jahren verstorben und an einem Samstag abend jämmerlich eingegangen, so etwas möchte ich nie wieder erleben. Kein Tierarzt erreichbar und ich wußte nicht, was ich machen soll. Es war grausam.

Jetzt habe ich eine neue Mietze und hoffe sie wird steinalt.

Traurige, aber liebe Grüße
von Berglöwe

kleinerZoo
21.01.2003, 21:31
Hallo Katja,

ich kann Deine Handlung wirklich nachvollziehen und finde die Entscheidung richtig.
Richtig toll, finde ich es auch, das Du einem kranken Tier ein neues zuhause gegeben hast. Es gibt nicht viele Menschen davon......

Ich habe selber eine Katze zuhause die sehr krank ist und ich habe mir geschworren, das wenn ich sehe wie sie sich quält, wir sie erlösen werden. Nun lebt sie bereits 4 Jahre mit dieser Krankheit und ist Top Fit! Hoffe, das es noch lange so bleibt!

Carola Bräunig
22.01.2003, 10:29
es tat mir gut über den Tod meiner Katze Pinky zu schreiben und freue mich das es so viele Menschen hier gibt die auch schon ältere Tiere haben oder gehabt haben.Ein Tier ist was ganz besonderes, und so sollte man es auch behandeln, ich habe schon viele Situationen erlebt, wo unsere Tiere uns sehr viel Wärme gegeben haben. Sogar die kleinsten wie unsere Meerschweinchen können das. Meiner Tochter und ihrer Freundin ist im Wald bei uns etwas schreckliches passiert, und nach diesem Erlebnis hat sie ihre Meerschweinchen ganz oft bei sich gehabt und mit ihnen geknudelt und geredet. Ihre Freundin hat kein Tier und ist damit nicht so schnell fertig geworden, jetzt hat sie auch eins, nachdem die Eltern gemerkt haben wie wichtig es für sie ist.
Es gibt im Hundeforum eine Rubrik Hunde von A-Z, dort steht ein Brief zum wachrütteln, ich las den" Brief an mein Herrchen"
und vieleicht schaut ihr auch dort mal rein, ich werde mit Sicherheit auch im Katzenforum mal rumschnuppern weil ich jetzt wieder 3 Katzen betreue, allerdings nicht meine, denn mein Murphy hat Katzen leider zum fressen gern. Liebe grüße an alle Carola

gerdax
22.01.2003, 19:08
Die Erfahrung, wie gut ein Tier einem Kind in Krisenzeiten tut, haben wir auch hinter uns. Als Thores(8) lieber Opa starb, entwickelte er vorübergehend tiefe Ängste. Seine Tiere, Zwergkaninchen und besonsers unser Kater Martini waren in dieser Zeit sehr wichtig für ihn. Als Martini einige Monate später überfahren wurde, habe ich seinetwegen SOFORT einen neuen Kater gesucht.