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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wir wollen einen Hund aus dem Tierheim holen sind aber absolute Neulinge!



Hummelchen72
07.11.2009, 09:16
Hallo und guten Morgen,

bin Neu hier und habe eine Frage an euch.

Wir bekommen morgen einen Mischlinghund aus dem Tierheim zur Probe.

Sie ist ein Mädchen 1,5 Jahre alt kennt noch keine Kommandos, kommt aus einer assozialen Familie die sie ignorierten, sagt die Tierpflegerin. Wir müssen auf jeden Fall zur Hundeschule.

Jetzt meine Frage: Können wir das schaffen, als unerfahrene?

Grimi
07.11.2009, 10:20
Ohje, das ist eine Frage die man, glaube ich, nicht einfach so beantworten kann. Vielleicht erzählt ihr noch ein bisschen was zu euch?

Gemein, aber ich schätze es kommt ganz darauf an, was ihr bereit seid zu tun. Seid ihr konsequent genug? Könnt ihr u.U. das Geld für einen Trainer ausgeben? Habt ihr die Zeit und die Nerven evtl. einen kleinen Heimterroristen auszuhalten?
Ich will euch keine Angst machen, aber das kann kommen.

Ich hab so einen Fall gerade im Freundeskreis. Der kleine schüchtern-ängstliche "Labbi-mix" ist inzwischen zu einem dominant-unsicheren-Monster-Hütehund (Australien Kelpie) mutiert. Hat schon gebissen, kann nicht von der Leine, kläfft. Meine Freundin ist bereit sich kompetente Hilfe zu suchen, deswegen geh ich davon aus dass sie das schaffen kann.


Ich denke, ihr müsst euch auf Überraschungen einstellen und vorher überlegen, ob ihr bereit seid dass mit dem Hund durchzustehen. Alles andere empfinde ich als unfair dem Tier gegenüber.

LG und viel Glück mit dem Hund

Mia

Emma1978
07.11.2009, 10:23
Hallo.

Wie sieht denn Eure Vorstellung von einem Leben mit Hund aus? Ihr müßt Euch im Klaren sein, daß ein Hund mit ungewisser Vorgeschichte immer ein Überraschungsei ist...
Welche Rassen stecken denn in der Hündin?
Erzähl doch mal bissl mehr über Euch, so pauschal kann man nicht sagen ob Ihr mit der Hündin zusammenpaßt....
Habt Ihr sie schon öfter besucht im Tierheim, wart mit ihr gassi usw.?

Stina
07.11.2009, 10:38
ja schwieriges Thema.
welchen Rassen stecken drin? Wie verhält sich die HÜndin bisher? Ist sie ein Anfängerhund oder hat sie einen etwas schwierigen Charakter? Was seid ihr bereit zu tun, zu lernen? Was habt ihr bisher z.B. für Bücher gelesen oder wieviel Umgang mit Hunden hattet ihr?
viele Hunde zeigen erst nach einigen Wochen ihre Macken.

dann Hundeschule. ein absoluter Laie kann eine schlechte nicht von einer guten HuSchu unterscheiden. sind die Methoden gut die dort angewendet werden. wie arbeitet die HuSchu?

auch ist es bei Hunden wichtig wie man sich ab der ersten Sekunde im neuen Heim ihnen gegenüber verhält. Sie schliessen umgehend daraus wen sie vor sich haben.

LG, Stina

Leni
07.11.2009, 11:23
Also erstmal grundsätzlich: Jeder hat mal als Anfänger angefangen! ;) Keiner ist als "Hundeprofi" vom Himmel gefallen, jeder hier hatte irgendwann seinen "ersten Hund" - und sicherlich nicht wenige hatten den auch aus dem Tierschutz (ich zum Beispiel :D).

Wenn ihr euch nicht gerade ein absolut schwieriges Kaliber ausgesucht habt, kann das mit ziemlicher Sicherheit klappen! :tu:

Aber ihr werdet vermutlich einiges dafür tun müssen, dessen solltet ihr euch vorher bewusst sein. Denn ist der Hund einmal da und hat euch angenommen, wäre es für ihn eine absolute Katastrophe wieder zurück ins Tierheim zu müssen - gerade weil er schon einmal seine Familie verloren hat. Ich habe leider schon Hunde im Tierheim gesehen, die sich irgendwann völlig aufgegeben haben weil sie immer wieder abgeschoben worden sind... :(

Macht euch darauf gefasst, dass sie vielleicht nicht stubenrein ist, ev. gelernt hat ihr Futter zu verteidigen, nicht alleine bleiben kann, mal etwas kaputt knabbert, bellt, versucht euch zu dominieren o.ä.

Kann sein, dass sie einige Sachen schnell begreift - kann aber auch sein, dass ihr lange und hart daran arbeiten müsst - und sehr konsequent. Genau wissen kann das vorher keiner.... wie gut kennt ihr die Hündin denn schon? Und, wie schon häufiger gefragt, weiß man, welche Rassen mitgemischt haben?

Wenn ihr ein bisschen hier im Forum stöbert, findet ihr bestimmt auch ein paar ganz gute Hundebücher, die euch auch weiterhelfen können. Ansonsten ist es sicherlich auch sinnvoll schonmal vorher im Internet nach kompetenten Trainern zu suchen. Zeigen sich Auffälligkeiten im häuslichen Bereich, kann man mit einem Trainer der zu einem nach Hause kommt oft mehr anfangen, als mit einer Hundeschule.

Und denkt dran: In Sachen Konsequenz bei erlaubten und verbotenen Dingen... überlegt euch gemeinsam vorher, was sie darf, und was nicht - und setzt das auch konsequent um! Und zwar alle und vom ersten Tag an. Nicht heute etwas erlauben, was dann morgen verboten ist - oder der eine erlaubts, der andere nicht.

Und wenn die Hündin z.B. nicht aufs Sofa soll, dann hat sie unten zu bleiben - basta. Kein "aber sie ist doch noch neu hier" oder "nur dieses eine mal". Wenn sie raufspringt, konsequent wieder runterschicken, immer mit dem gleichen Kommando, etc.

Wie bereits gesagt wurde, viele Hunde merken sehr schnell, wenn sie jemandem auf der Nase herumtanzen können, das ist wie mit kleinen Kindern! :D

Auch verbotene Räume (Kinderzimmer vielleicht?) sollten gleich von Anfang an verboten sein und auch bleiben. Die Hündin muss die Regeln in eurem Haushalt erst kennenlernen, und feste Regeln geben auch einem Hund Sicherheit.

Überlegt euch Kommandos für die verschiedenen Dinge und achtet dabei darauf, dass sie nicht zu ähnlich klingen. "Sitz" und "Platz" können in Hundeohren fast gleich klingen, genauso wie "Fein" und "Nein"... Verwendet alle die gleichen Kommandos, so vermeidet ihr Verwirrung beim Hund.

Und auch wenn alles vielleicht von Anfang an super klappt: überfordert sie am Anfang nicht! Sicherlich wollen alle das neue Familienmitglied kennenlernen, streicheln oder "nur mal vorbeischauen". Gönnt eurer Hündin ein paar Tage Zeit zum Ankommen, schleppt sie nicht gleich mit in die Stadt, zu Freunden, auf den Martinsumzug o.ä..

Zum Abschluss noch eine Kleinigkeit: Ich ganz persönlich würde die Hündin nicht mit aufs Sofa und ins Bett lassen- auch wenn es vielleicht gemütlich und kuschelig ist. ;) Ein so erhöhter Liegeplatz der mit euch auf einer Stufe ist, kann einen zur Dominanz neigenden Hund "beflügeln" aufzumucken... :rolleyes:
Um ihm die Sicherheit seines Rudels zu geben, wäre es aber für die Hündin sicherlich schön, wenn sie die Möglichkeit hätte, bei euch mit im Schlafzimmer zu schlafen, wenn sie möchte... die meisten Hunde fühlen sich dadurch sicherer und nicht so allein.


So, jetzt aber genug gelabert! Ich wünsche euch viel Spaß mit eurem neuen Familienmitglied, ihr werdet das schon hinkriegen. Und falls spontan noch Fragen auftauchen, ist das Forum ja auch noch da! :D

Stina
07.11.2009, 11:36
Also erstmal grundsätzlich: Jeder hat mal als Anfänger angefangen! ;) Keiner ist als "Hundeprofi" vom Himmel gefallen, jeder hier hatte irgendwann seinen "ersten Hund" - und sicherlich nicht wenige hatten den auch aus dem Tierschutz (ich zum Beispiel :D).


wir auch, eben genau deswegen ja Leni :o
wir hatten das Modell "Katastrophe auf vier Pfoten"
ziemlich so wie Mia den Hund ihrer Bekannten beschreibt, eher noch einen Hauch schlimmer :o

LG, Stina

Lastrami
07.11.2009, 15:30
Hallo Hummelchen,

ich denke JA, Ihr könnt es schaffen, wenn ihr die o.g. Ratschläge beherzigt.

Ich bin mit meinem ertsen Hund sofort in die HuSchu gegangen, da war er erst 3 Tage bei uns.

Wenn und wenn Ihr wirklich mit allen Konsequenzen, die ein Hund forert, leben könnt, dann versucht es. Und zwar mit ganzem Herzen und nicht mit: wir gucken mal.

Wenn ihr meint ihr schafft es nicht, dann tut dem Hund einen Gefallen und versuhct es garnicht erst. Dann sucht Euch einen anderen aus, bei dem die Vorgeschichte bekannt ist.

Mein Hund war grademal 2 Wochen in D als er bei uns eingezogen ist. Viel konnte er auch noch nicht... aber wir haben hinter ihm gestanden. Egal was war. Oft mit viel Schweiß und manchmal bei mir auhc mit Tränen verbunden. Dafür kann ich jetzt sagen: Marlo ist MEIN Hund, er ist das, was ich aus ihm gemacht habe! (naja...ein bischen eigenen Kopf hat er immer noch:D)

Die Worte von uns allen klingen vielleicht hart, aber lieber einmal zu viel überlegt, als einmal zu wenig;)

LG Pia

hutzl
07.11.2009, 16:57
hoi,

aber sicher könnt ihr das - mit viel liebe und geduld schafft man fast alles....wichtig ist halt, dass ihr euch bewusst seid, was auf euch zukommen *kann*....es kann auch ganz anders kommen und euer hund ist das liebste und bravste überhaupt.
wichtig ist einfach, dass ihr wisst, wo ihr hilfe bekommt, wenns wirklich nicht laufen sollte.........

ich hab leo mit gut 5 monaten von einem bauernhof geholt - er kannte nichts - kein halsband, keinen befehl, keine menschenmengen, keine strassen oder autos und was soll ich sagen? es hat zu 99% alles geklappt von anfang an......es kommt doch auch viel auf den charakter des hundes an.......

konsequent sein ist wichtig, wie schon oben beschrieben - wenn mal was einreisst, bekommt man es schwer wieder raus........

wär super, wenn du was von euch erzählen würd - wer seid ihr, wie wohnt ihr, was macht ihr beruflich, wieviel zeit habt ihr für den hund, was erwartet ihr von einem hund usw..............

wünsch euch ganz viel glück und spass - einen hund an seiner seite zu haben, kann einen unheimlich glücklich machen........

lg claudia

Asyax
10.12.2009, 23:53
Hallo , viel Arbeit und Gedult . Mein Hund war 22 Monate. Als ich ihn gekauf habe er war auch nicht zu Hundeschule gewesen er zerrte an der Leine. Er wollte nur zu anderen Hunden. Ich konnte ihn nicht halten . Ich mußte ihn zurückgeben, weil er ein Schafgetrieben hat. Bin immer noch traurig. Ich wünsche ,daß Du Erfolg hast mit dem Hund.
Frohes Fest!

VelvetKitty
25.03.2010, 23:20
Hallo , viel Arbeit und Gedult . Mein Hund war 22 Monate. Als ich ihn gekauf habe er war auch nicht zu Hundeschule gewesen er zerrte an der Leine. Er wollte nur zu anderen Hunden. Ich konnte ihn nicht halten . Ich mußte ihn zurückgeben, weil er ein Schafgetrieben hat. Bin immer noch traurig. Ich wünsche ,daß Du Erfolg hast mit dem Hund.
Frohes Fest!
:eek::eek::eek: Schade, dass hier ein Tier zurückgegeben wurde wg. fehlender Disziplin, Konsequenz u. Geduld. *kopfschüttel*:(