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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vielleicht ist es ja doch nicht FIP!!!



Füchsle
23.10.2009, 15:13
hallo,

ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll.
wir haben uns im juli eine kleines maine coon mädchen zu unseren 3 hauskatzen und unserem coonikater geholt.
ende september ging es der kleinen lea aufeinmal ganz schlecht und sie hatte 41,5° fieber, sie bekam keine gelben augen keinen großen bauch und hatte auch sonst keine anzeichen für fip wie das im internet beschrieben wird. da ließt man immer durchfall,erbrechen und das alles. da war nix außer fieber das wir durch egal welche medikamente nicht in den griff bekommen haben. und sie hat nur geschlafen. zum schluß hat sie sehr schwer geatmet und ist bei uns zu hause am 6. 10.09 gestorben. das ging alles so schnell. von heut auf morgen. selbst der ta war überrascht das alles so schnell ging.

seit einer woche hat unser coonikater auch total hohes fieber und wir bekommen es wieder überhaupt nicht in griff. seit gestern hat er jetzt auch noch einen bauch der sich wie eine wärmflasche anfühlt. er ist schlapp und schläft sehr viel. der ta hat uns gesagt das es auch fip sei, wie bei lea und das max sich wohl bei ihr angesteckt hat.

aber das kann doch nicht sein,das man 2 katzen innerhalb von ein paar wochen verliert!

ich find im internet keinen fall wo sich 2 katzen in so kurzer zeit angesteckt haben sollen. max hat einen titer von 1:1600 aber die blutwerte sind nicht sehr erhöht, liegt aber auch daran das er unter cortison steht. lea hatte zum schluß einen titer von 1:100.
ich weiß der titer sagt nur das die katze mit coronaviren in kontakt war, aber ich versteh die welt nicht mehr. bei einer katze ist das schon schwer zu verkraften und jetzt noch eine?

gibts denn vielleicht irgendeine chance? hat bei euch auch mal ein ta fip diagnostisziert und der katze ging es auch schlecht, aber sie hat es doch noch geschaft?

ich bin dankbar über jede antwort.

grüße
simona

Paemi
23.10.2009, 16:16
hallo, das tut mir sehr leid. auch wir hatten schon mal verdacht auf fip. aber ich glaube, fip ist tödlich und kann nicht behandelt werden. wie das mit der ansteckung ist weiß ich nicht genau. ich weiß nur, dass 80% mit coronaviren infiziert sind. und dass der virus mutieren muss zu fip. wart ihr bei einem TA oder einer Tierklinik. in letzterer haben sie oft mehr möglichkeiten und einfach mehr erfahrung. würd ich mal hinfahren. ganz viel glück und alles gute!! paemi

Füchsle
23.10.2009, 16:25
ja waren beim tierarzt. ich könnte schon ein feldbett in der praxis aufstellen so oft wie ich da bin und eine standleitung fürs telefon einrichten. aber der sagt eben nur das wirs ihm jetzt noch so schön wie möglich machen sollen und das es keine heilung mehr gibt. ich bin echt am ende.

Elia
23.10.2009, 17:12
Ohje,

das ist furchtbar!

Aber wollt ihr keine zweite Meinung einholen? Oder in eine echte Tierklinik fahren?
So ganz aus heiterem Himmel gesunde Katze zu todkranker Katze mag ich gar nicht glauben. Vielleicht steckt da doch etwas ganz anderes dahinter?

*Daumendrück*

Füchsle
23.10.2009, 17:39
hallo elia,
das ist schon die 2. meinung. als das mit lea war sind wir abends um halb neun in eine tierklinik bei uns gefahren. aber die ärztin dort hat nichts besseres gewußt als lea mit dem hohen fieber mit homöopatischen mitteln zu behandeln. wir mußten sie damals gleich über nacht dalassen und als ich erfahren hab das sie ihr nur so kügelchen und so ein zeug geben hab ich sie gleich wieder geholt und wir sind zu einem anderen tierarzt gefahren. das unverschämte an der ganzen sache ist noch das ich beim ersten ta eine rechnung von 300 euro bekommen hab für nicht mal einen tag behandlung. mir ist das geld hier natürlich auch wurst aber das ist wirklich unterste schublade.

heute mittag hat ich irgendwie noch solche hoffnung, aber irgendwie so langsam schwindet die... ich wills aber nicht wahr haben.

Mietz&Mops
23.10.2009, 17:47
FIP ist eigentlich nicht ansteckend, weil es eine Mutation des Coronavirus ist. Daher bringt auch die Titer Bestimmung dahingehend wenig.

Hat er als einziges Symptom hohes Fieber?

Blutwerte alle in Ordnung? Frisst er noch? Was für Medikamente bekommt er denn?

Wohlmöglich ist es "nur" eine schwere Infektion, die ein Kitten einfach z.T. sehr schlecht wegsteckt, daher würde ich einem älteren tier da auch mehr überlebnschance einrechnen.

Alles Gute!

Mietz&Mops
23.10.2009, 17:48
hallo elia,
das ist schon die 2. meinung. als das mit lea war sind wir abends um halb neun in eine tierklinik bei uns gefahren. aber die ärztin dort hat nichts besseres gewußt als lea mit dem hohen fieber mit homöopatischen mitteln zu behandeln. wir mußten sie damals gleich über nacht dalassen und als ich erfahren hab das sie ihr nur so kügelchen und so ein zeug geben hab ich sie gleich wieder geholt und wir sind zu einem anderen tierarzt gefahren. das unverschämte an der ganzen sache ist noch das ich beim ersten ta eine rechnung von 300 euro bekommen hab für nicht mal einen tag behandlung. mir ist das geld hier natürlich auch wurst aber das ist wirklich unterste schublade.

heute mittag hat ich irgendwie noch solche hoffnung, aber irgendwie so langsam schwindet die... ich wills aber nicht wahr haben.

Man mag von Homöopathie halten was man will, aber ein akut krankes Tier nur mit Homöopathie zu behandeln finde ich erschrecken :eek:

Füchsle
23.10.2009, 18:02
Bis jetzt haben die anderen noch gar nichts und ich hoffe das bleibt so.
er hat ein langzeit-cortison gespritzt bekommen und deshalb waren die blutwerte auch nicht stark erhöht. fressen tut er auch wie ein scheunendrescher aber das liegt auch am cortison.
der ta hat mir auch gesagt das er weiter so viel fressen wird auch wenns ihm schlecht geht. ist bei cortison halt so das man immer hunger hat.
er hat halt auch diesen riesen bauch der immer dicker wird und richtig prall ist.

Mietz&Mops
23.10.2009, 18:06
hm, wenn es eine Infektion ist, dann ist Cortison natürlich contraindiziert....

Kann es sein, dass ihr euch Leukose eingeschleppt habt?
Leider ist leukose ansteckend und ebenfals nicht heilbar, jedoch im gegensatz zu fip kann man wohl z.T. noch Jahre rausholen.
Allerdings ist wohl FIP wohl nicht selten eine Folge Leukose (weshalb wohl z.T. auch so erscheint als wäre FIP ansteckend, was aber nicht so zu sein scheint)

Allerdings drückt das Cortison das ganze Immunsystem runter, ich kann nicht ganz verstehen, warum man das gegeben hat.
Nachvollziehbarer wäre es gewesen dem Tier ein Antibiotikum zu geben....

Cortison ist ja Entzündungshemmend in dem es das Immunsystem runterdrückt, aber es spricht doch eigentlich nichts dafür, dass es eine Autoimmunerkrankung ist :?:

oska
23.10.2009, 18:19
Ich kann leider nicht weiterhelfen. Aber ich drücke deiner Katze ganz, ganz fest die Daumen daß sie es schafft :hug::hug::hug:

Füchsle
23.10.2009, 18:20
leukose konnte lt. labor ausgeschlossen werden.
baytril hat er am anfang bekommen aber das hat überhaupt nix gebracht und das fieber blieb bei 41°!

wailin
23.10.2009, 18:43
Bei FIP lässt sich das Fieber meist kurzfristig unterdrücken, es entwickelt sich 'wellig', d.h. direkt nach der AB Gabe sinkt es, am nächsten Morgen ist es wieder voll da.

Eine Ansteckung von FIP an sich gibt es m.W. nicht, aber sehr wohl die Ansteckung über die oft im akuten Schub ausgeschiedenen Corona Viren. Das wäre dann zunächst eine Erstinfektion mit Corona, die zu FIP mutieren kann, aber nicht mutieren muss. Auch bei der Erstinfektion sind die Symptome ähnlich, aber schon deutlich schwächer ausgeprägt.

Man kann grundsätzlich versuchen, ihn mit Immunstimulanzien zu unterstützen. Es gibt z.B. eine Kur, die 3x in bestimmten Abständen gespritzt wird.

Zwar schon lange nicht mehr aktualisiert, aber immer noch gut ist www/catgirly/de.

Wir drücken Euch alle verfügbaren Daumen und Pfötchen....:hug:

Tuuli
23.10.2009, 18:47
Ich kann leider nicht wirklich viel beitragen nur das unser Pflegekater Simon, bei dem auch FIP im Raum stand, einen sehr hohen Titer hatte, der heute wieder völlig i. O. (1:100) ist.

Wir drücken alle Daumen und Pfötchen das euer Katermann es schafft und bald wieder OK ist.


:tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu: :tu:

Mietz&Mops
23.10.2009, 18:47
Bei FIP lässt sich das Fieber meist kurzfristig unterdrücken, es entwickelt sich 'wellig', d.h. direkt nach der AB Gabe sinkt es, am nächsten Morgen ist es wieder voll da.

Eine Ansteckung von FIP an sich gibt es m.W. nicht, aber sehr wohl die Ansteckung über die oft im akuten Schub ausgeschiedenen Corona Viren. Das wäre dann zunächst eine Erstinfektion mit Corona, die zu FIP mutieren kann, aber nicht mutieren muss. Auch bei der Erstinfektion sind die Symptome ähnlich, aber schon deutlich schwächer ausgeprägt.

Man kann grundsätzlich versuchen, ihn mit Immunstimulanzien zu unterstützen. Es gibt z.B. eine Kur, die 3x in bestimmten Abständen gespritzt wird.

Zwar schon lange nicht mehr aktualisiert, aber immer noch gut ist www/catgirly/de.

Wir drücken Euch alle verfügbaren Daumen und Pfötchen....:hug:

momentan wird aber eben gerade das Immunsystem runtergedrückt und nicht gestärkt :(

Mietz&Mops
23.10.2009, 18:48
leukose konnte lt. labor ausgeschlossen werden.
baytril hat er am anfang bekommen aber das hat überhaupt nix gebracht und das fieber blieb bei 41°!

aber nach der Cortisongabe ist das Fieber dann runter gegangen? :?:

Mietz&Mops
23.10.2009, 18:55
Wurde mal eine Probe aus dem Bauchraum untersucht??

Füchsle
23.10.2009, 21:15
ja das fieber ist durch das cortison runter gegangen aber immer wieder in schüben aufgetaucht. nein aus dem bauchraum habe ich keine probe entnehmen lassen. hab heute den ta gefragt ob wir es entnehmen können damit er auch sich besser bewegen kann. er meinte er könne es schon machen wenn ich das unbedingt will, aber in 2 tagen wer der bauch dann wieder genauso.

Mietz&Mops
23.10.2009, 21:18
darum geht es nicht!
Aber man muss ja herausfinden was da im Bauch ist! Und dazunmuss man eine Probe nehmen, diese kann man dann auch bezüglich FIP untersuchen lassen.
Man kann feststellen ob es Blut, Wasser oder Lypfflüssigkeit ist, man kann es auf keime untersuche lassen usw.

Ich verstehe nicht so ganz, was hat dein TA eigentlich gemacht??
Was vermutet er denn, wenn das Cortison wirkt?
Ich meine bei FIp gibt man kein Cortison :?:

Wartet dein Tierarzt jetzt einfach ab? Sorry, aber ich sehe dahinter keine klare Therapie oder Diagnostik.
Mir erscheint es so, als gäbe er auf gut Glück erst mal Antibiotika, schlägt es nicht an, eben Cortison und das wars...
Wurde mal eine Blutkultur ins Labor geschickt und auf erreger untersucht usw.

Mietz&Mops
23.10.2009, 21:24
Ähm und ist es nicht eigentlich logisch, dass das Fieber erst mal sinkt, wenn man das Immunsystem runter drückt??? :?:

Ich finde diese Behandlung weiterhin mehr als merkwürdig...

wailin
23.10.2009, 22:09
Ähm und ist es nicht eigentlich logisch, dass das Fieber erst mal sinkt, wenn man das Immunsystem runter drückt??? :?:


Ja, aber bei FIP - so es denn FIP sein sollte - ist das typische und tückische, dass das Fieber nach Gabe zunächst deutlich runter geht und dann wieder deutlich hoch geht.

Man kann bei Verdacht auf FIP mit aus dem Bauchraum entnommener Flüssigkeit eine so genannte Rivalta-Probe durchführen und dadurch Klarheit erlangen. Sollte die positiv sein, hättest Du zusammen mit den anderen Symptome und Werten traurige Gewissheit. Aber ehrlich gesagt, ich weiss nicht, ob es das wert ist.

Halte allen Stress von ihm fern, verwöhn ihn und geniesse die Zeit mit ihm....

Meine Susi starb an trockener FIP, Rony durchlief nach ihrem Tod die Corona Erstinfektion mit einem Titer von 1:800 (heute 1:100). Es war einfach schrecklich, aber Rony hatte Glück.

:hug: liebe Grüsse Catrin

Mietz&Mops
23.10.2009, 22:13
Aber man gibt doch bei verdacht auf FIP kein Cortison, oder?

wailin
23.10.2009, 22:28
Ggfs doch, allein schon um auszutesten, wie das Fieber reagiert. Ausserdem gibt es je nach Höhe des Fiebers dem Körper die Chance sich ein wenig zu erholen. Cortison hat übrigens bei Katzen nicht derart dramatische Nebenwirkungen wie bei Menschen.

Im Falle einer echten FIP: Cortison bringt Zeit. (es tut mir leid, dass das so hart klingt, aber so habe ich es bei Susi empfunden)

Mietz&Mops
23.10.2009, 22:40
ne, es geht mir nicht um die nebenwirkungen, aber cortison bei Infektionskrankheiten ist für mich einfach ein widerspruch.

klar kann ich 2-3 Tage "gewinnen" wenn ich FIP als Ursache sehe, weil ich durchs herrabsenken des Immunsystems zwischenzeitlich das befinden verbessere, die infektion schnellt dabei aber noch schlimmer voran.

Aber wie kann man von FIP ausgehen und nicht mal ne Probe aus dem Bauchraum entnehmen? :?:
Fals es kein FIP ist, dann senkt man mögliche chancenmit den cortison schon deutlich.

Meer
27.10.2009, 09:07
Hallo liebe Foris,

ich möchte gerne auf die Frage warum der Tierarzt Cortison gab antworten. Eine meiner Katzen hat seit 2 Jahren eine chronische Darmentzündung durch Corona Viren, dadurch habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Cortison ist in der Tat das Mittel der Wahl wenn die Diagnose FIP gesichert ist, da es die Symptome unterdrückt und dem Tier Erleichterung verschafft. Der Grund dafür ist dass bei FIP der Corona Virus mutiert, den Darm verlässt (wo es "nur" Durchfall auslöst) und mit dem Immunsystem interagiert. Jedoch muss ich leider auch sagen, dass ich nicht einen Fall kenne, bei dem die Katze in dieser Phase noch überlebt hat. Aus Liebe zum Tier sollte man daher genau hinsehen wann die Katze zu sehr leidet und sie einschläfern.

Da hier schon die zweite Katze in einem Haushalt betroffen ist rate ich wie einiger meiner Vorredner dringend dazu die Diagnose 100% abzusichern. Dazu kann man die Rivalta Probe durchführen, sicherer ist jedoch ein großes Blutbild und die Interpretation der Werte. FIP hat absolut charakteristische Auffälligkeiten im großen Blutbild und lässt sich so zweifelsfrei diagnostizieren.

Wasser im Bauchraum dagegen bedeutet keineswegs automatisch FIP, es gibt neben Leukose andere Möglichkeiten welche Infektionskrankheit das verursacht haben kann, auch eine Vergiftung würde in Frage kommen (bei der das Fieber und die Flüssigkeit im Bauchraum durch eine Zerstörung der Leber entsteht).

Die großen Labore wie Laboklin interpretieren eine Blutprobe bei FIP Verdacht auf die typischen Parameter, so muss der Tierarzt nicht diese Kenntnisse haben (auch wenn das mehr eher traurig ist). Ein solcher Test kostet 80 Euro und sollte ok sein um Gewissheit zu bekommen, nichts ist schlimmer als Ungewissheit. Liebe Simona, ich weiß wie du dich fühlst, man fühlt sich zerissen vor Hilflosigkeit und Angst um das Tier. Ich wünsche dir viel Kraft.

LG
Meer

Meer
27.10.2009, 09:33
Noch ein Nachtrag: Viele denken wenn man die Werte 1:1600 und 1:100 sieht, dass 1:1600 ein hoher Titer ist. Das ist aber genau anders herum!

Titer ist ein Messgröße für die Konzentration von Antikörpern im Blut. Viren lassen sich nur sehr aufwändig und kostspielig direkt nachweisen, daher verzichtet man in der Regel auf den direkten Nachweis und nimmt statt dessen die Titer Bestimmung. Alle Tiiter Werte beziehen sich darauf wie stark eine Probe verdünnt werden musste, damit der Antikörper nicht mehr nachweisbar ist, denn das zeigt die Konzentration.

Folglich bedeutet ein Titer von 1:100 -> die Probe musste 100-fach verdünnt werden, damit kein Antikörper mehr nachweisbar ist.

1:1600 -> die Probe musste 1600-fach verdünnt werden, damit kein Antikörper mehr nachweisbar ist.

Deshalb ist 1:100 ein unbedenklicher, 1:1600 ein sehr hoher Wert. Bei einer aktiven FIP Infektion ist der Titer > 1:500. Das ist aber kein alleiniges, sondern nur ein Begleitkriterium. Relevant sind die charakterisches Veränderungen im großen Blutbild. Im letzten Stadium von FIP gehen die Titer Werte auch wieder runter, sind teilweise sogar gar nicht nachweisbar, weil das Immunsystem zerstört ist und keine Antikörper mehr bilden kann. Der Titer Wert ist also nur bedingt aussagekräftig und muss immer in Kombination mit anderen Kriterien gesehen werden.

LG
Meer

lammi88
28.10.2009, 12:30
Ich bekam grad den Tipp von jemandem, der sich gut auskennt: Laß sie auf Bartonellen untersuchen!!!! Die Verläufe sind ähnlich von FIP und ebenfalls tödlich! Jedoch gibt es 2 Antibiotika, die helfen können!!! Wird von TÄ in Deutschland nicht häufig erkannt und sehr oft als FIP diagnostiziert!!!

Füchsle
03.11.2009, 14:09
Bartonellen sind ja mehr die sog. "Katzen-Kratz-Krankheit" und die Symptome passen auch nicht...

Er hat jetzt einen sehr, sehr dicken Bauch und die Flüssigkeit wurde gestern abgenommen.
Der Rivalta-Test war Positiv und die Probe geht noch ins Labor, um Leukozyten und etc. zu Untersuchen.
Aber es spricht alles dafür, dass es die feuchte FIP ist...
Er ist sehr abgemagert und hat diesen dicken Bauch. Seit letzter Woche Di hat er kein nennenswertes Fieber mehr gehabt, aber ist durch die fehlenden Muskeln immer sehr schnell erschöpft.
Er bekommt von uns allerdings ca. alle 48h Metacam, dass er keine Schmerzen und kein Fieber mehr hat.
Durch das Langzeitcortison hat er noch sehr grossen Hunger und das Langzeitantibiotikum wirkt auch noch.

Der Ausbruch war ca. vor 3 Wochen und den Umständen entsprechend geht es ihm noch gut. Er frisst, wenn er ausgeschlafen ist spielt er auch ein bischen. Er ist fast den ganzen Tag im Garten (wir haben ein 500qm grosses Grundstück als Katzensicheren Garten) liegt im Gras oder in seiner kleinen Hütte. Morgends holt er mich wie immer vom Bad ab und schläft noch eine runde auf dem badewannenrand, während ich mich fertig mache. danach gibts frühstsück... was er dann kaum erwarten kann! er frisst nicht mehr so viel wie früher aber immerhin.

das beste war neulich nachts, da lag ich seitlich im bett und er kam an und legte sich mit dem rücken an meinen bauch und liess sich kraulen.
normalerweise schnurrt er immer wie wild, aber ich vermute, dass der bauch gegen das zwerchfell druckt und er es einfach nicht mehr kann.
er geniesst seine streicheleinheiten aber sehr - immer!

er bekommt von uns noch so lange medikamente, wie er noch lebensmut hat und kämpft. wenn er nur noch vor sich hin vegetiert, dann werden wir ihm helfen. So lange werden wir die zeit mit ihm noch geniessen und es ihm so schön wie möglich machen. Es gibt immerhin Katzen, die noch Monate leben nach Ausbruch der Krankheit...


für mich war das schlimmste in den letzten wochen, dass man immer wieder hoffnung hatte, es wäre doch nicht FIP und war dann "HimmelHochJauchzend" und dann wieder "zuTodeBetrübt"... dieses auf und ab hat uns alle hier verdammt fertig gemacht. Das ist auf jeden fall die erfahrung, die wir jetzt dabei gemacht haben!

Trotzalledem... Vielen dank, für eure Hilfe.

kleinebaerin
03.11.2009, 14:25
Lies das mal durch!
http://forum.zooplus.de/katzen-gesundheit-medizin/t-hamobartonella-viren-wichtig-an-alle-68220.html
Ich würde mal darauf untersuchen lassen!

Füchsle
03.11.2009, 14:43
Vielen Dank, aber wie schon gesagt.
Die ganzen Symptome passen überhaupt ganz und gar nicht zu Bartonellen.

Ausserdem wurde das grosse Blutbild schon ganz am Anfang gemacht...

wailin
03.11.2009, 22:48
Geniest die Zeit......:hug:

UlliLili
03.11.2009, 23:06
Im großen Blutbild wird in der Regel nicht auf Hämobartonellen getestet. Wenn das Labor das Blut hat, können die einen Test nachschieben. Dann musst Du die Katze nicht noch mal zum TA bringen. Und Hämobartonellen sind nicht die Katzen-Kratzkrankheit sondern Blutparasiten. Geht mit meist hohem Fieber einher (muss aber nicht). Und die Katzen haben eine Anämie. Das allerdings ist beim Blutbild ja dann sichtbar. Aber bei Dir sieht ja nun alles nach FIP aus. Ich kann es gut nachfühlen, wie Dir zumute ist. Und das nun zum zweiten Mal. Wie furchtbar!
Versuche, bei ihm zu sein, wenn er stirbt. Es ist eine Erfahrung, die schmerzlich aber auch schön ist. Ganz viele Grüße, Ulli

Ronsche1970
11.04.2010, 00:49
Hallo,

habe mich hier angemeldet, nachdem ich lange hier im Forum gestöbert habe......

Suche dringend Kontakt zum Forum-Mitglied: "Meer",- es sieht so aus als hätte ich endlich Jemanden gefunden, der bzw. die das gleiche Problem hat wie ich...

Habe eine 4 jährige Norw. Waldkatze mit Kotuntersuchung Corona positiv-Ausscheidung, mit Dauerdurchfall, etc. (näheres später.... die Geschichte und Behandlung ist unsagbar lang)......ab heute beginne ich mit einer Cortison-Therapie und möchte mich gerne einmal mit Jemanden darüber unterhalten.........

Wenn Du dies liest, würde ich mich freuen, wenn Du Dich melden würdest.........

LG Marion

GabiLE
11.04.2010, 11:54
Meer war das letzte Mal im Oktober 2009 aktiv. Ich denke, die Chance ist gering, dass sie das hier liest.

Mach doch mit Deinem Problem ein neues Thema auf, da geht das nicht unter.