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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kater fällt um



leokater
17.10.2009, 12:21
Hallo,

vor ca. 5 Wochen lag mein Kater neben mir auf dem Sofa, er ist dann aufgestanden und runtergesprungen. Beim Weglaufen torkelte er plötzlich mit den Hinterbeinen und ist umgefallen. Ich bin natürlich furchtbar erschrocken, weil ich dachte, dass er einen Schlaganfall hat. Ich habe sein Köpfchen etwas angehoben und mit ihm gesprochen, und da war er auch schon wieder bei sich. Er lief ganz normal in die Küche, hat etwas gefressen und ging dann aufs Klo, als ob nie was gewesen wäre.

In der TK wurde er untersucht und da die TÄ ein Herzgeräusch feststellte, hat er einen Herz-Ultraschall gemacht bekommen, der jedoch ohne Befund war. Die TÄ sagte mir, dass es auch eine leichte Form von Epilepsie sein kann und ich solle beobachten, ob und wie oft es nochmals vorkommt.

Da keine Blutuntersuchung gemacht wurde, habe ich dies 8 Tage später bei einem anderen TA machen lassen. Alle Blutwerte sind in Ordnung. Dieser TA hat aber auch ein Herzgeräusch festgestellt.

Am Dienstag, also ca. 4 Wochen nach dem ersten Anfall, ist er wieder umgefallen. Ich war gerade im Flur, als er vor seinem Kratzbaum seitlich zusammengesackt ist. Er ist dann ganz schlapp, also nicht verkrampft, wie man sich das bei Epilepsie vorstellt. Ich habe sein Köpfchen in die Hand genommen, weil er mit der Nase in sein Spielzeugkörbchen gesunken war, er war wie ohnmächtig. Aber im nächsten Moment, als keine 5 Sekunden später, ist er wieder aufgestanden, so nach dem Motto "war was?"

Mein Kater war im Juni 9 Jahre alt und ist ein Exotic-Shorthair.
Hat jemand so was schon mal erlebt und kann mir sagen, was das sein könnte?
Ich mache mir schon große Sorgen, zumal ich ihn ja nicht rund um die Uhr beobachten kann. Ansonsten verhält er sich ganz normal, er frißt gut und spielt, also schlecht fühlt er sich bestimmt nicht.

Danke schon im voraus.

oska
17.10.2009, 14:23
Hallo Leokater,

von Katzen kenne ich die Symptome nicht, aber von dem Hund meiner Eltern. Er ist des öfteren (z.B. beim Spazieren gehen) einfach umgekippt, war kurz weg (ohnmächtig) und ist dann wieder aufgestanden als sei nie etwas gewesen. Es wurde auch ein Herzgeräusch und ein extrem vergrößertes Herz festgestellt. Der Hund bekommt Tabletten, und man merkt ihm nichts mehr an.

Wie gesagt, bei Katzen hab ich das noch nicht gehört, aber ich denke, wenn ein Herzgeräusch festgestellt wurde, daß sein Verhalten daraufhin zurückzuführen ist.

Gute Besserung an den Patienten :kraul:

Katzenzahn
17.10.2009, 14:57
Und an ein Problem mit der Rückenwirbelsäule wurde nicht gedacht?

Wie du das mit den Hinterbeinen beschreibst, lässt mich dran denken?

Mausefurz
17.10.2009, 15:04
Bekommt der Kater nun Herztabletten? Es könnte doch sein, dass durch das nicht richtig arbeitende Herz, das Gehirn kurzzeitig nicht mit Blut versorgt wird (Kreislaufkollaps) und er daher ohnmächtig wird. Das würde ich nochmal mit dem TA besprechen.

leokater
17.10.2009, 16:03
Zunächst mal danke für Eure Antworten.

Die TÄ in der TK meint ja, dass es leichte epileptische Anfälle sein könnten. Um das aber genau sagen zu können, müßte man ihm Gehirnwasser entnehmen, was man aber bei der leichten Form nicht machen würde. Wegen dem Herzgeräusch hat sie nichts gesagt, da ja der Ultraschall nichts ergeben hat.

Der TA, der das Blut untersuchte, meinte, dass es wohl vorkommen kann, dass Herzgeräusche hörbar sind, aber der Ultraschall nichts ergibt.

Vor ca. 2 Jahren lag er auf seinem Kratzbaum und schlief. Plötzlich hörte ich ein plumpsendes Geräusch und sah ihn auf dem Boden mit den Hinterpfoten torkelnd wegschleichen. Mein Gedanke war, dass er sich wohl umgedreht hat und vom Baum fiel. Ich habe ihm dann einen Teppich-Kratzbaum mit 2 Säulen gekauft, die eine Säule 60 cm hoch mit einem Podest, die andere Säule 110 cm hoch mit einer großen runden Liegefläche mit 10 cm hohen Rand. Diesen Kratzbaum hat er geliebt bis im Frühjahr d.J. Er hatte sich übergeben - was ich von ihm nicht kenne - und sein ganzes Fressen lag auf der runden Liegefläche. Da ich nicht zuhause war, weiß ich leider nicht, ob noch was vorgefallen ist. Ich hab alles geputzt, aber er ist bis zum heutigen Tag nicht mehr reingelegen. Wenn ich ihn reinsetze, geht er sofort wieder raus. Er war noch nie der große Springer und Turner und ich überlege jetzt, ob er wirklich was mit der Wirbelsäule haben könnte, weil er nicht mehr auf den Baum will. Aber kann er da kurz ohnmächtig werden?

Herztabletten hat er keine bekommen, da ja der Ultraschall nichts ergeben hat.
Ich bin am überlegen, ob ich nicht bei einem anderen TA nochmals einen Ultraschall machen lassen soll.

RaveSchneckerl
17.10.2009, 17:05
Hallo!
An der Wirbelsäule laufen sämtliche Nervensträge entlang. Diese führen natürlich zum Gehirn und das kann alles Mögliche auslösen, auch Ohnmacht.
Würde aufjedenfall mal seine Wirbelsäule komplett durchchecken lassen. Und das bitte von einem TA der sich auf Nervensachen und/oder Orthopädie spezialisiert hat und nicht beim normalen Haus-TA.

LG
Cari

leokater
17.10.2009, 17:44
Vielen Dank Cari. Werde gleich mal nach einem Tier-Orthopäden suchen.

Puschlmietze
17.10.2009, 18:19
Unser Sunny hatte damals auch ganz furchtbare Anfälle, die nie länger wie 5 Sekunden gedauert haben. Er fiel plötzlich um, starrte in die Luft und zappelte mit allen Vieren. Ich dachte jedesmal ich verliere ihn, es war wie ein Schlaganfall. Aufgrund von anderen Vorkommnissen ( schlechteres Sehen ) wurden Untersuchungen gemacht und es wurde auch das Herz geschallt, allerdings bei einem Tierkardiologen, da die viel mehr sehen als "normale" TÄ. Sunny ist schwer herzkrank und bekommt Tabletten. Seitdem er die einnimmt ( über ein Jahr ) hatte er keinen einzigen Anfall mehr. Wir nehmen an, das durch den verminderten Sauerstofftransport des Herzens, das Gehirn nicht mehr ausreichend versorgt war und er daraufhin diese Anfälle hatte. Nun kann das Herz wieder etwas ruhiger arbeiten.

steinienchen
18.10.2009, 12:57
Ich kenn einen Kater, der öffters umgefallen ist,dann musste man ihn in den Arm nehmen und kuscheln, kurz daruf kam er dann wieder zu sich und alles war ok.

Es wurde dann später festgestellt, dass er ein zu großes Herz hat und dieses zuviel Blut braucht und somit das Gehirn nicht mehr voll versorgen kann und deshalb er ohnmächtig wurde.

Mit den richtigen Herztabletten geht es jetzt gut.

leokater
18.10.2009, 16:14
Gestern habe ich zufällig einen Bekannten getroffen, der Orthopäde ist und habe ihm die Geschichte mit meinem Kater erzählt. Beim Mensch kommt es nicht vor, dass man bei Wirbelsäulenbeschwerden ohnmächtig werden kann, bei Tieren kennt er sich nicht aus, hält es aber für unwahrscheinlich.

Beide TÄ haben ja beim Abhören ein Herzgeräusch festgestellt, aber der Ultraschall hat nichts ergeben. Soll ich nicht doch nochmal einen Ultraschall machen lassen, auch wenn es für meinen Kater sehr stressig ist?

Puschlmietze
18.10.2009, 16:28
Habt Ihr einen Kardiologen in der Nähe ? Die Tierpraxis bei uns hat zwar eine Kardiologin im Haus, die verwies mich aber sofort an den richtigen Spezialisten, um mir eine zweimale Untersuchung zu ersparen. Sie sagte damals, das sie zwar schon viel sehen kann, der Spezi sich aber noch besser auskennt, der macht das Tag täglich. Wir müssen auch ca. eine Stunde zu dem Kardiologen fahren, zweimal im Jahr.

Maddi
22.10.2009, 14:28
Hast Du schonmal getestet, ob deine Katze richtig sieht, also da richtig reagiert, meine ich? Und funktioniert ihr Gleichgewichtssinn grundsätzlich?

Die Katze von meinem Freund hatte so etwas auch mal. Blutbild gab bei ihr keine besonderen Werte, andere Untersuchungen etc. ohne Ergebnis... ein Tieraugenarzt (!) hat auch nichts feststellen können und dann hat man bei einem CT festgestellt, dass sie einen Tumor im Kopf hatte :(

Aber bei ihr war das ganze auch mehr ausgeprägt und hat sich gesteigert. Anfangs nur gelegentliches Umfallen oder irgendwo gegenlaufen, und zuletzt konnte die Arme nicht mal mehr aufs Sofa springen.