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Nachtkatze
13.01.2003, 22:21
Seit wir uns entschlossen haben, Missy ein zweites Kätzchen hinzuzugesellen, werde ich immer verwirrter. Auf annähernd jeder Katzenseite steht etwas anderes...

Mal lese ich, ein Kätzchen von 3-6 Monaten sollte es sein, damit der "Mutterinstinkt" geweckt wird. Danach sehe ich, dass eine Katze empfohlen wird, die höchstens 2 Jahre Altersdifferenz hat. Zu allem Überfluss gab eine Seite gar keine Altersangabe, sondern riet nur dringend von einem Mini-Tiger ab. Manche raten sogar ganz von einer Zweitkatze zu einem älteren Tier ab, wärend andere dabei schon auf die "Tierquäler-Schiene" geraten.

(Missy sitzt gerade neben der Tastatur und tröstet mich...) :)

Genauso viele Meinungen gibt es mit der Eingewöhnung. Ein paar Tage Gerüche anhand von Papiertüchern austauschen. Einzelzimmer für die Zweitkatze, nach einem Tag soll dann stundenweise getauscht werden dürfen. Die Futternäpfe sollen sich im Abstand von je 6cm pro Tag annähern. Gott, dann fliegen wir ja alle über Katzenfutter... :confused:
Und man soll die "Neue" nicht selbst in die Wohnung tragen. Und die Tür muss "beiläufig" geöffnet werden. Und, und, und...

Bin vollständig aufgeschmissen. Soooo kompliziert hätte ich mir das nicht gedacht. Les ich nur zuviel oder habt Ihr das auch so gemacht bei Euren Neuzugängen?? Tu ich unserer Süssen wirklich was Gutes oder bringe ich uns beiden bloss einen Nervenkoller???

Bitte, liebe Katzenprofis, beruhigt mich!

Hihiii... Missy liegt auf der Lauer auf dem Schreibtisch und jagt den Cursor :D
Gut, dass ich keinen Touchscreen hab... :p

thaikatze
13.01.2003, 22:47
Hallo Claudia,

vielleicht liegt es wirklich am vielen lesen....

Ich habe mir gar nicht so große Gedanken gemacht habe, als zur 1. noch eine 2 Katze dazu kam.

Als Fabi gestorben und Tom so alleine war, mußte ganz klar wieder eine neue Katze her. Tom war 5 Jahre und Jeanny ein winziges Kätzchen von 6-7 Wochen.

Am Anfang wurde etwas gefaucht (beidseits) und gespuckt, aber so nach 2-3 Tagen war alles vergessen.

Ein Jahr später kam dann Romy und noch zwei Jahre später Lee.

Die Integration hat immer wunderbar funktioniert. Alle verstehen sich bestens. Keiner wurde oder wird bevorzugt. Leckerlis und Streicheleinheiten gibt es für alle gleich. Auch Hund und Katzen vertragen sich prima.

)Lee knabbert mir übrigens gerade an den Fingern... schreibt sich so schlecht...:) )

Also nicht verrückt machen lassen - es klappt ganz bestimmt alles bestens!

Viel Spaß Monika

Waldfee
13.01.2003, 23:30
Hallo Claudia,

ich gebe meiner Vorrednerin völlig recht - mach Dich nur nicht verrückt ! Eine Garantie ob es klappt oder nicht, gibt es nicht. Man muss vor allem eines haben: Geduld, Geduld, Geduld - es sei denn, es ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick; die ist aber eher die Ausnahme. Ich habe mich auch verrückt gemacht; tausend Leute befragt und so ziemlich alles über Zusammenführungen gelesen, was mir in die Quere kam. Zum guten Schluss war ich dann völlig verwirrt und nervös und genau so schlau wie vorher. Natürlich war ich dann total überdreht, als mein kleiner Kater zu den beiden anderen kam und musste mich dauernd dabei erwischen, dass ich anfing ihn zu beglucken und vor den anderen beiden zu schützen (was überhaupt nicht nötig war). Es werden halt am Anfang Rangordnungsdinge geklärt und das kann schon mal gefährlicher aussehen als es ist. Ich würde die Tiere keinesfalls anfangs trennen - auch wenn es Dir schwerfällt. Es braucht wirklich seine Zeit. Sicherlich mag es auch Härtefälle geben, die einen an die Grenze der Belastbarkeit bringen; aber meistens klappt es im Endeffekt immer. Natürlich gibt es auch die berühmten Einzelgänger, wobei ich mir da nicht so sicher bin. Du musst aber damit rechnen, dass die Tiere sich nicht unbedingt lieben werden, sondern lediglich akzeptieren bzw. tolerieren. Wichtig ist, dass die Tiere auch vom Charakter her zusammenpassen bzw. sich ergänzen. Für den Anfang kannst Du die Tiere mit einem Pheromonspray (Felifriend) oder Babypuder "präparieren" um vor allem bei dem Neuzugang den Fremdgeruch zu übertünchen. Wenn man selbst eine eher sensible Natur ist, kann eine Zusammenführung schon für alle Beteiligten recht anstrengend sein; ich würde es aber jederzeit wieder tun. Man kann anfangs viel mit den Katzen spielen (z.B. mit der Angel), dann vergessen sie nämlich oft, dass sie sich doch eigentlich gar nicht so grün sind...wichtig ist auch, den Neuzugang nicht zu bevorzugen - damit das alteingesessene Tier nicht eifersüchtig wird. So, mehr fällt mir dazu erst mal nicht mehr ein. Ich wünsche Dir viel Optimismus in der Sache und : es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird - da ist was wahres dran...

VG, Susanne und ihre 3 Racker

Gabi
14.01.2003, 08:20
Meine erste Zusammenführung ist gründlich daneben gegangen. ICH habe die neue Katze in die Wohnung getragen. Lucy wurde für zwei Wochen GETRENNT gehalten. Ob es nun daran lag, dass es nicht geklappt hat mit Tommy oder ob sie eine absolute Einzelkatze ist oder einfach zu alt war, weiß ich nicht.

Auf jeden Fall habe ich bei meinen nachfolgenden Eingliederungen komplett anders gehandelt. Die neuen Katzen wurden gebracht und gleich mitten im Wohnzimmer aus dem Kennel gelassen. Wir haben kein Aufhebens gemacht, einfach so getan, als wäre alles ganz normal. Alles so laufen lassen, wie es jeden Tag war.

Natürlich war ich megamäßig aufgeregt. Das merken die Katzen auch. Dennoch hat alles gut geklappt, sogar ohne Kämpfe und Beissereien. Es wurde nur Gefaucht und Getatzt.

Die Futterplätze hatte ich in verschiedenen Zimmern Aber nach zwei oder drei Tagen haben die Katzen eh quer durcheinander gefressen.

Handel einfach aus dem Bauch heraus und mache Dir nicht so viele Gedanken, sonst wirst Du verkrampft und das überträgt sich auf die Miezen, die dann merken, dass etwas nicht stimmt.

samtpfote5
14.01.2003, 09:04
Liebe Claudia,

Gabi hat vollkommen recht. Je nervöser du bist, desto mehr überträgst du deine Nervosität auf Missy.

Eine Faustregel kann man bezgl. Alter und Geschlecht einer Zweitkatze kaum aufstellen, da ja auch jede Katze anders ist.

Missy ist ganz sicher keine unsoziale Katze. Sie war ja auch in Dortmund mit all den anderen Katzen im Katzenhaus und hatte auch bei uns keine Probleme mit unseren Katzen. Von daher würde ich mir nicht so viele Gedanken vorab machen.

Sucht euch ein süsses Kätzchen oder Katerchen und freut euch darüber. Ein bisschen Gefauche, Geknurre und kleine Eifersüchteleien sind in den ersten Tagen ganz normal, aber da Missy ja sehr auf Katzenminze anspringt, kannst du sie damit sicher schnell beruhigen.

Wir haben hier ja schon sooo viele Zusammenführungsgeschichten gelesen und bislang kann ich mich an keine erinnern, wo die Katzen sich nicht letztlich doch wunderbar verstanden haben.

Liebe Grüße

Heike

threecats
14.01.2003, 09:47
Hallo Claudia,
meine Vorrednerinnen habe zwar schon alles gesagt, aber je öfter Du es hörst, desto mehr beruhigt es Dich hoffentlich!
Ich kann Deine Bedenken gut verstehen, die hatten wir auch. Zuerst hatten wir Sarah, sie war gut ein Jahr alleine bei uns und das hat ihr auch sehr gut getan. Dann wollten wir eine kleine katze dazu tun, damit Sarah nicht so alleine ist, wenn ich mit der Arbeit anfange. Wir hatten genaus das gleiche problem wie Du, zu viel gelesen, zu viel nachgedacht! ;)
Dann hatte uns die Frau vom Tierheim auch versichert, daß Ronja eine ruhige Katze ist, klar, sie ist jung und spielt gern, ansonsten aber ruhig. Hey, da dachten wir, das ist es doch! Pustekuchen! Ronja war jung, Ronja war verspielt, Ronja war auf gar keien Fall ruhig! Sie kam mit ein paar Wochen von der Mutter weg, damit der Bauer sie nicht doch noch umbringt und kam auf eine private Pflegestelle, wo sie sich ewig nur gegen ältere Katzen durchsetzen mußte. Unser kleiner Wildfang (okay, sie hat wirklich einen kleinen Schaden) kam rein und hat die Wohnung übernommen! Da hat Sarah aber geschaut! am Anfang gab es nur fauchen, kloppen und spucken! Wir haben sie nämlich einfach zusammen gepackt und sie es dann unter einander ausmachen lassen. Es war uns dann nämlich mit all den Tipps zu doof. Ronja hat zwar den Mutterinstikt bei Sarah irgendwann geweckt, wollte aber Sarahs Bemühungen in dieser Richtugn auf keinen Fall annehmen. So ging es immer hin und her und nun get es gut. Sie akzeptieren sich, mögen sich, lieben sich zwar nicht, aber kommen gut klar. Dann kam Melissa dazu und es ging wieder los! Aber nicht so schlimm wie bei Ronja, weil Melissa ruhiger war als sie (jetzt nicht mehr, jetzt sind alle Hemmungen gefallen!). Alle drei kommen gut klar, die große Liebe ist es immer noch nicht, aber sie sind zu dritt und somit nie alleine. Sie spielen zusammen oder auch nicht, es geht aber gut mit ihnen.
Aber es stimmt schon, Du brauchst viel Geduld und da müßt ihr halt dann alle einfach durch.
Kopf hoch, wird schon werden!
Susanne