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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundebegegnungen-Unsicher oder Agressiv?



Mobby
26.07.2009, 12:46
Hallo Ihr Lieben,

hab da mal eine Frage.....

Mein Mobby ist nun 3 Jahre alt, kastriert seit Januar.

Wir waren von anfang an in der Welpenschule, sind regelmäßig im Hundeverein. Er hört, folgt super, bleibt allein, macht nix kaputt usw. Eigentlich ein super Hund, ABER.....

Neuerdings möchte er nicht mehr angefasst werden. Also von Fremden. War eigentlich nie ein Problem da ich ihn immer zum Kindergarten usw mitnehme. Wenn jemand auf ihn zu kommt, schaut er nur, streckt man aber die Hand in seine Richtung, springt er auf und bellt. Beisst nicht, aber bellt halt. Ich habe das Gefühl, er möchte den anfang machen, kann das sein? Wenn er auf jemand Fremdes zugeht, klappt das eigentlich. ich habe nun angefangen, anderen Leuten Leckerlies zu geben um sie dem Hund zu geben.
Das klappt ganz gut, aber ist das richtig?

Nun das andere:
Er hatte noch nie Probleme mit Hunden, ausser manchmal mit Rüden, aber ok. Wir hatten bis Januar eine Hündin in Pflege. Sie war ein Jahr bei uns, und total unsicher Hunden gegenüber, so wie man sich kleine Kläffer eben so vorstellt. Ein riesen Theater an der Leine, ohne Leine mal fix auf andere Hunde los usw. Das volle Programm eben. Haben da aber gut dran gearbeitet, und es wurde immer besser....
Seit gut nem halben Jahr allerding macht mein Mobby nun die gleichen Sperenzchen, kann er sich das "abgeschaut" haben?
Wir arbeiten fleissig daran, Hundebegegnungen klappen immer besser, kann an der LEine ausser an 2 Hunden hier bei uns ohne Probleme vorbei gehen. Bin voll Stolz das wir das geschafft haben, obwohl er das früher ja schon so toll machte.
Nun ist das aber so, das wenn wir anderen Hunden begegnen, er schnüffelt, aber angespannt ist. Kurz drauf knurrt er, und "verscheucht" den andern Hund.
Was soll ich tun? Ihn machen lassen, oder nicht zu anderen lassen?
Die begegnungen fanden bisher meist an der (lockeren) Leine statt.

Es ist auch egal ob Rüde, Hündin oder Junghund. Letztens war es bei ner 14 Wochen alten Hündin, bei nem 12 Wochen alten Rüden war aber nix.

Kann das sein, das er das "wilde" nicht mag? Die Hündin kam gleich wild an, wie Welpen halt so sind. Der andere Welpe saß brav bei Frauchen und rührte sich nicht.....

Soll ich mit den Begegnungen warten, bis er noch souveräner ist? Also noch mehr üben?

Wir haben nun nen 1 Jahr alten Schäfi bei uns, die Besi ist ganz locker und meinte, wir versuchen das mal ohne Leine auf der Wiese. Soll ich das wirklich tun??

Viele Fragen auf einmal, vielleicht weiss jemand Rat?

Liebe Grüße und bis bald
:cu:

Alana_Delia
26.07.2009, 16:04
Hallo Ina

meine Hündin Bella ist ebenfalls drei, hat sich von Ihrem Bruder mit dem sie bevor sie bei uns lebte auch so einges angeschaut. Sie läuft angespannt auf Hunde zu. Die anderen Hund schauen sich das Brett an der Leine auch sehr seltsam an. Da sie eindeutig die falschen Signale gibt. Bisher hatten wir glück und keiner versuchte Bella anzugreifen trotz Ihres Verhaltens.

Aber, ich denke man schaut sich das als Hund ab. Ist wie bei Menschen ab und zu haben wir die Macken unserer Ex Freunde *grins*.

Das mit den Leckerlis finde ich persönlich super. Denke so kann es gehen

Zu anderen Hunde immer los und fragen ob sie sich Hallo sagen dürfen. Nur so kann es besser werden mache ich bei Bella auch.

Alana

Mobby
27.07.2009, 11:52
hm, ich habe da halt immer Angst um die anderen Hunde, net das sowas doch mal eskaliert. Mein Dicker ist kein Leichtgewicht mit ca 35 kg, und klein ist er auch net.
Und die meisten Hunde die wir treffen sind ihm nicht "ebenbürtig", wenn Ihr versteht was ich mein.

Komischerweise kann ich halt kein System dahinter erkennen, mal ist was, mal ist es ok.....:?:

Seine Hundefreundin zwickte ihm immer ins Ohr, er hat sich net einmal gewehrt, kam immer zu mir und hat sich "versteckt".
Ich habe sie dann ein paar mal verscheucht und "Nein" zu ihr gesagt, seitdem ist es gut. Warum hat er sich das aber gefallen lassen, andere dürfen ihn nicht mal anstupsen.

Vielleicht braucht er einfach bissle zum "warm werden"? Also erst mal nur sichtkontakt, dann erst schnüffeln?

Mobby ist übrigens ein Mix, Papa Schäfer-Husky-Mix, Mama Altdeutscher Hütehund-Berner-Mix.

Vom Charakter her eigentlich Berner, also das ruhige gemütliche. Kann aber auch aufdrehen, und liebt Gerätesport, also wie für Turnierhunde.

Sabiba
05.08.2009, 19:37
Ich denke, Dein Hund ist nun erwachsen. Und erwachsenen Hunde neigen dazu, ihr Revier und ihre Ressourcen zu verteidigen. Sie mögen auch nicht mehr unbedingt von jedem angefasst oder gestreichelt werden. Müssen sie auch nicht, finde ich. Ich finde es auch keineswegs unnormal, dass ein Hund sehr wachsam wird, wenn jemand schnell auf ihn zukommt oder seine Individualdistanz überschreitet. Deiner Beschreibung nach verwahrt sich Dein Hund durch Bellen gegen solche Übergriffigkeiten. Das sehe ich als positiv.
Davon abgesehen: Natürlich lernen Hunde von Artgenossen. Und wie! Nämlich all die arteigenen Verhaltensweisen, die wir Menschen ihnen nicht beibringen können und die wir oft „pfui“ finden oder die uns ratlos machen.
Meiner Ansicht nach musst DU Deine Einstellung überprüfen – ich sehe nämlich eigentlich nicht, dass Dein Hund ein Problem hat.
Pass halt einfach auf, dass er niemanden gefährdet. Und hindere andere Menschen daran, ihm zu nahe zu kommen.

Mobby
05.08.2009, 21:17
hmmm, das ein Hund seinen Distanzradius hat weiss ich, den gestehe ich ihm ja auch ein. Aber manchmal......es ist eben das unberechenbare.

Ich denke auch nicht, das es Sinn der Sache ist, meinen Hund von allem und jedem fern zu halten. Irgendwann läuft es darauf hinaus, das er dann gar nicht mehr mit darf. Dazu möchte ich es ja nicht kommen lassen, deswegen frage ich ja, wie ich verhindern kann, das sein Verhalten eventuell schlimmer und ausgeprägter wird? Ich möchte keinen Hund, vor dem andere Angst haben. Schon gar keine Kinder, weil er mit denen zwangsläufig immer zu tun haben wird.

Er muss mich und seine Ressourcen auch nicht verteidigen, da das mein Job ist.

Und ganz ehrlich, wenn ich da so andere Posts lese, denke ich, das meine Einstellung ganz ok ist....;)

Hundeschweiger
05.08.2009, 22:16
ich denke rudelfremde zu begrüßen oder abzulehnen ist deine aufgabe.wenn du deinem hund gegenüber führungspersönlichkeit bist sollte er deine entscheidungen akzeptieren.schaue wo du deine autorität verbessern kannst.

Stina
05.08.2009, 22:55
Bernhard?????

Lilofee
05.08.2009, 23:20
Stina,
kennst Du den auch???

Stina
05.08.2009, 23:23
du auch??

Mobby
06.08.2009, 00:15
Bernhard?????

:confused::confused::confused: :confused::confused:

Mobby
06.08.2009, 00:24
ich denke rudelfremde zu begrüßen oder abzulehnen ist deine aufgabe.wenn du deinem hund gegenüber führungspersönlichkeit bist sollte er deine entscheidungen akzeptieren.schaue wo du deine autorität verbessern kannst.

ich bin mir langsam echt unsicher, ob es wirklich aggressiv ist.......oder unsicherheit. Aber wie unterscheidet man das?

Ich bin ihm gegenüber "höhergestellt", wenn man es so ausdrücken will. Er gehorcht super und richtet sich immer nach mir, egal was wir machen. Ich befolge ja schon die ganzen tipps. Gehe als erster durch die Tür, begrüße als erstes andere Menschen oder Hunde, ich könnte ihm ohne Probleme sein Fressen unter der Nase klauen (hab ich aber nie trainiert, ehrlich), ein Kommando von mir, und er hört. Ist aber nicht so, das wir übermäßig viel oder hart üben, auch trainiere ich selbstverständlich mit bestätigung, nicht mit Strafe oder Zwang.
Deswegen ist mir das alles ja so unverständlich, naja, aus der Ferne ist das immer schwer zu beurteilen, ich weiß....ich denke, ich werde so weitermachen wie bisher. Hat sich ja schon etwas gebessert.

Ist vielleicht echt so, das er den anfang machen will und sich seine "Freunde" aussucht....

Sabiba
06.08.2009, 11:00
...Ist vielleicht echt so, das er den anfang machen will und sich seine "Freunde" aussucht....

Klar. Er ist schließlich eine dreijährige Hunde-Persönlichkeit. Was für Dich unberechenbar erscheint (mal ist er lieb, mal aggressiv) hat sicher etwas mit der jeweils unterschiedlichen Wahrnehmung der Situation zu tun. Was für Dich als Mensch völlig harmlos erscheint, ist für den Instinkt Deines Hundes womöglich eine tendenziell bedrohliche Situation.
Beobachte ihn noch genauer, finde heraus, wie er wann wo im Umgang mit Menschen reagiert und überlege, warum (aus Hundesicht, versteht sich). Du musst ihn besser verstehen - dann bleibt sein Verhalten auch nicht unberechenbar. Lies Fachliteratur und sprich mit Experten. Die Konsequenz muss überhaupt nicht sein, dass Dein Hund zuhause bleiben oder weggesperrt muss. Nicht er, sondern die Menschen müssen erzogen werden. Auch von Kindern kann man verlangen, dass sie den Hund in Ruhe lassen und Distanz wahren. Das ist für Dich vielleicht nicht schön, weil Du einen Hund haben willst, der lieb zu allen ist, aber dies entspricht womöglich nicht dem Charakter Deines Mobby.
Die "tierischen" Begegnungen soll Mobby meiner Ansicht nach so gestalten dürfen, wie er will. Er wird manche Hunde mögen, andere nicht, manchmal unsicher sein und manchmal aggressiv. Selbst ein kleines Kämpfchen hier und da mit einem anderen Rüden ist aus meiner Sicht völlig normal für einen ausgewachsenen Hund.
Wir Menschen möchten Hunde (und oft auch Kinder ;-) so formen, dass sie in unser Konzept passen. Da aber wird die Rechnung ohne den Wirt gemacht :D

Mobby
06.08.2009, 11:29
ich war von Anfang an in der Welpenschule, im Junghunde-Kurs, usw.....hab wirklich alles so gemacht wie es immer geraten wird. Viele verschiedene Situationen geübt, Kinder, andere Leute usw....

Wie gesagt, eigentlich ist er ein Traumhund......:tu:

Ich bin wahrscheinlich immer davon ausgegangen, so wie ich mit ihm arbeite, so "wird" er dann auch, und hab wohl doch seinem eigenen Charakter nicht genug beachtung geschenkt.
Ich les wie blöd, das kannst mir glauben, unterhalte mich mit vielen anderen Hundebesitzern, auch bei uns im Verein.
Seit ich versuche, mehr in meinem Hund zu lesen, klappt das alles auch viel besser. Ein ganz großes Problem von mir war, das ich in manchen Situationen einfach zu angespannt war. So nach dem Motto, "da war was, da könnt wieder was passieren", wenn Du verstehst was ich mein. Meine Trainerin sagt immer, locker bleiben und trau Deinem Hund mehr zu. Vor allem da er arg auf mich fixiert ist und sich nach mir richtet. Bin ich freundlich ist er´s auch, bin ich abweisend, ist er´s auch. Klar das sich meine Anspannung auch auf Mobby überträgt.
Wie gesagt, es wird immer besser. Ich verlange ja gar nicht, das er mit allen gut auskommt. Aber er sollte sie dann wenigstens ignorieren, und daran arbeiten wir ja.

Und von wegen, mit den Kindern ist das gleiche.......stimmt, ich hab selber 3. Egal was Du machst, die werden halt so wie sie wollen. Jeder ist anders von ihnen, obwohl alle gleich behandelt und erzogen werden. Dein Vergleich bringts auf den Punkt.:bow:

Sabiba
06.08.2009, 12:57
Mobby (sorry! Ina) - was glaubst Du, wie lange und geduldig meine Hunde-Madame MICH erziehen musste, bis ich kapiert habe, dass sie kein süßes kleines Schnuckelchen mehr ist, das überall Entzücken hervorruft, sich von jedem bereitwilligst abknutschen lässt und mit allen Artgenossen fröhlich herumtollt :D ...

NinaV
07.08.2009, 12:44
Stina,

falls Du den "Hundeschweiger" tatsächlich kennst:

Ist vielleicht der Name Programm? Auf Rückfragen schweigt man sich aus?

;)

Ist aber echt unpraktisch in einem DISKUSSIONSforum. :D

LG
Nina

Stina
07.08.2009, 13:00
Nina, du bist abba auch unwissend, tststs
Alpha gibt nur kurze knappe Äusserungen und ignoriert das lästige Gequängel der Rangniederen :cool:
gibt auch kein "hallo" ähm Begrüssung oder gar Vorstellung

:D Stina

NinaV
07.08.2009, 13:06
Pfffft.. das gilt nicht.
Ohne eigenes Rudel hier ankommen, bei Ansicht von anderen nur kurz die Rute heben und Ansätze von Dominanzstreben zeigen und dann wieder verschwinden. Sooo wird man aber kein Alpha. :D

*kicher*
Nina

P.S. Sorry, Mobby, für das OT in Deinem Thread, aber das geht manchmal nicht anders. :)