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Christina2012
16.07.2009, 11:57
Hallo zusammen,

ich habe doch mal eine Frage, wie ihr "die Sache" haltet.

Des öfteren erlebe ich auf der Straße, dass andere Hundehalter nicht mal die Grundlagen der Hundeerziehung beherrschen. Nicht dass ein falscher Eindruck entsteht, ich maße mir nicht an, allwissend zu sein oder der Profi in Sache Hundeerziehung, aber ein fundiertes Grundwissen habe ich dann doch...

Nun treffe ich oft Herrchen oder Frauchen, die so wirklich 100% daneben liegen und ihren Hund beruhigen (somit bestärken), wenn er einen anderen Hund angeht "ist ja gut, alles ok. Der tut dir nix. Sei schön lieb" etc.

Oder aber sie reagieren gar nicht. Hund (meist klein) liegt in der Leine, Vorderpfoden hoch, knurrt und bellt und der Besitzer grinst mich nur an. Keine Reaktion auf den Hund.

Mischt ihr euch bei sowas ein? Sprecht ihr die Besitzer dann an?


Ich persönlich wäre wirklich froh, wenn ein erfahrener Hundebesitzer einen Tipp für mich hätte, wenn er merkt "da läuft was schief".

Natürlich gilt "der Ton macht die Musik"...

Was denkt ihr darüber? Wie haltet ihr die Sache im Alltag.

Interessierte Grüße

Christina

Biene Maja
16.07.2009, 12:05
Das ist eine ganz schwierige Frage.
Manche reagieren ganz agressiv darauf, wenn man ihnen eigentlich was gutes will.
Ich mache das immer Situationsabhängig. Wenn es passt sage ich was - ansonsten halte ich meine klappe und freue mich, dass mein Hund so lieb ist.

peanutsnorfolks
16.07.2009, 12:17
Ich geh vorbei und sage dabei: Ich würd´ja vielleicht mal einwirken.
Und lass sie dann mit dem Fragezeichen im Gesicht stehen.
Die, die wissen wollen, wie das gemeint ist, können fragen, für die anderen ist meist sowieso jedes Wort verschwendet.

Gruß
Jutta

Stina
16.07.2009, 12:20
ja seh ich so ähnlich wie Kerstin.
WEnn ich merke der Gegenseite ist es peinlich wie sich der Hund aufführt und sie würden es gern ändern, wissen aber nicht wie, sag ich was.
Oder wenn ich am Verhalten/Körpersprache des Besis merke, der hat Ahnung vom Hund entsteht ein Gespräch.

Bei den meisten (Klein-)Hundbesitzern allerdings ist ohnehin Hopfen und Malz verloren (eben die "schööön brav sein, der tut dir doch auch nix, guck wie lieb der iss, nimm dir mal ein Beispeil :rolleyes::rolleyes:) und sie wollen nichts hören dann halt ich meinen Mund.
Da Andy keiffende Kleinhunde eh komplett ignoriert soll es nicht mein Problem sein :D

LG, Stina

rocky1
16.07.2009, 12:32
Huhu!

Ich schließe mich Stina an. Wenn ich merke, dass mein Gegenüber offen für ein paar nette Tipps ist, helfe ich gern (wenn ich kann, bin ja auch nicht allwissend ;) ). Ansonsten und das ist in den meisten Fällen so, halte ich die Klappe und denke mir meinen Teil.
Hab übrigens auch die Erfahrung gemacht, dass bei vielen kleinen Hunden nicht so viel Wert auf die Erziehung gelegt wird. Sind ja klein und tun nicht viel...

Lastrami
16.07.2009, 13:03
Also ich mache das auch immer Situationsabhängig...

Meist merkt man ja ob der ander HuHa hilflos innen Seilen hängt und einfach nicht weiter weiß...

Ich versuche aber auch zu helfen, wenn ich ohne Möpp unterwegs bin.

Hatt mal so nen Fall in der Strassenbahn wo ein kleiner Hund vor Angst geschlottert hat und FRauchen hat ihm die Strin grad gestreichelt... hab ihr dann ein paar Tips gegeben...:D

LG Pia

s4rah
16.07.2009, 13:06
die meisten fühlen sich im recht und werden dann immer gleich agressiv.
hab mal eine frau angesprochen,dass sie bitte ihren hund anleinen soll.
war wohl ein großer fehler höflich zu fragen

Lilofee
16.07.2009, 13:16
Ich bin neu im Forum und möchte zu dem Thema aus eigener Erfahrung etwas sagen. Ich gehöre zu den Kleinhunde-Besis und mein Hund ängstlich aus dem
Tierheim war leider so ein Kampfdackel. Ich habe mich gerne an andere Hundehalter mit mehr Erfahrung gehalten. Mal bekam ich gute Ratschläge, mal
weniger Gute,bzw.für meine Hündin nicht geeignet. Jedenfalls ist meine Hündin
jetzt absolut verträglich. Nur bei anderen Hündinnen bin ich immer noch vorsichtig.
Man muss halt unterscheiden,wer gibt wirklich einen Ratschlag,der einen
weiterbringt,oder gibt er nur an. Ist mir auch passiert. Hundeschulen gab es noch nicht so häufig, ausserdem ohne Auto ist es schwer auf den Hundeplatz
zu kommen.
Damit keine falschen Schlüsse gezogen werden, Fee habe ich jetzt 9 Jahre und sie ist 11.
Liebe Grüsse Annette

Christina2012
16.07.2009, 14:35
Ja ihr habt wohl recht, man muss es von der Situation abhängig machen. Ich hätt nur irgendwie immer die Befürchtung, dass der Gegenüber oder Belehrung das als Angriff sieht...

Ich mein - sagt ihr "Entschuldigung, darf ich Ihnen mal einen Tipp geben"

Aber gut, dann hat man es wenigstens versucht. Zum Wohle des Hundes :rolleyes:

Grimi
16.07.2009, 14:55
Zum einen, ich gehöre zu den Kleinhundbesis und wollte vermeiden, dass mein Hund genau dieses Klischee bedient. Ich glaub zu einem guten Teil gelingt uns das, an anderen Sachen müssen wir noch arbeiten. Ich hab mich aber von Anfang an bewusst an Leute gewand, deren Hunde gut hören und jeden Tipp dankbar aufgesogen.
Heute helfe ich gerne mal, soweit ich kann, allerdings primär beim gemeinsamen Gassi-gehen mit Freunden. Fremde spreche ich selten an, wenn dann eigentlich immer noch um selbst vom Wissen anderer zu profitieren. "Entschuldigen sie, ich übe xy schon, aber habe gerade gesehen wie gut es bei Ihnen funktioniert. Darf ich mal fragen, wie sie das geschafft haben?" So ist schon der ein oder andere nette Kontakt zu Stande gekommen.

der dicke hund
16.07.2009, 22:42
hi meine liebe, ich mische mich nur noch selten ein.
hundebesitzer die das kleine einmaleins nicht beherschen..........ich kann es nicht ändern.
ich höre immer wieder.mensch hört deine gut.....das war aber ne menge arbeit?.......jein........aber dafür ahbe ich einen hund um arbeit reinzustecken.
und mein hund hört so wie ich es verlange.sie soll kommen wenn ich pfeiffe.sitz platz fuss.können........
viele sind leider völlig beratungsresistent.
falls aber einer mich anspricht bin ich gerne bereit was dazu zu sagen. was mir so auffällt........
ich kann aber nicht alle retten oder therapieren...das meine ich noch nicht mal eingebildet :floet::floet::floet:

Alana_Delia
21.07.2009, 17:36
Hey,

es tut manchmal richtig weh. Besitzer zu sehen. Bieni der Nachbars Hund bellt, knurrt und macht Theater. Bella findet das intressant und hüpft schwiegend und freudig mit. Bieni flippt dann mehr aus. Frauchen von Bieni: "Aus hör doch auf Bieni!"Bieni intressiert das nicht wirklich.

Stöhn.

Dann ist da noch der prachtvolle Schäferhund. Der weder angefasst noch in die Nähe von anderen Hunden darf. beschnüffeln verboten. Der schmeißt seine Oma bald um und läuft auf 2m hin, 2m zurück. "Gassi".

Dann ist das Nachbarskind ca 12 mit dem 10Wochen alten Bordercolli. " Machst Du mal bitte sitz Hund. Mensch jetzt setz Dich doch mal hin." Irgendwann sagt sie nix mehr.

Wer wundert sich dabei noch über was????

GinaXY
22.07.2009, 10:49
"ist ja gut, alles ok. Der tut dir nix. Sei schön lieb" etc.
Also ich denke, dass die Leute so etwas weniger zu ihrem Hund sagen, sondern indirekt zu dem anderen Hundehalter.
Ihnen ist das Vehalten ihres Hundes in dem Moment peinlich und dann sagen
sie so etwas oder auch gerne "Schau mal, wie lieb der andere Hund ist!"
Sie wollen dir vermitteln, dass sie es gut finden, dass DEIN Hund so gut erzogen ist.

Ich sage da nichts zu.
Ausnahme: Extreme Fälle, wenn z.B. der andere HuHa seinen Hund gleich
auf den Arm nimmt, der von dort aus natürlich wild am Kläffen ist.:man:
Dann sage ich schonmal freundlich, dass es nicht richtig ist, seinen Hund hoch zu nehmen, nur weil ein anderer Hund - der nicht einmal was macht -
entgegenkommt.
Aber das ist eher selten:tu:

Ich bin immer froh, wenn ich meine Ruhe habe und möglichst nur Leuten begegne, die Hunde haben, die mit meinem spielen können (wenn Ort + Zeit es erlauben).:wd:

Aber es werden einem immer wieder auch mal die anderen begegnen, die so extrem reagieren aber denen ist meist eh nicht zu helfen.

Die haben wahrscheinlich noch nie in ein Hundebuch geschaut oder eine
entspr. Sendung, die es ja mittlerweile (für Lesemuffel) im TV auch gibt dazu gesehen.

Die lassen sich dann auch eh nix sagen und müssen dann so :confused: bleiben, wie sie sind.

Den Stess haben ja sie und nicht ich:t:

Christina2012
22.07.2009, 13:47
Also ich denke, dass die Leute so etwas weniger zu ihrem Hund sagen, sondern indirekt zu dem anderen Hundehalter.
Ihnen ist das Vehalten ihres Hundes in dem Moment peinlich und dann sagen
sie so etwas oder auch gerne "Schau mal, wie lieb der andere Hund ist!"
Sie wollen dir vermitteln, dass sie es gut finden, dass DEIN Hund so gut erzogen ist.

Das das denke ich auch... Ich muss gestehen, dass ich das früher auch gemacht habe, aber in Bezug darauf, dass Jonny alle Fremden auch auf der Straße "angegangen" ist. Er zog, hechelte dementsprechend und wollte die Fremde Person anschnüffeln und wahrscheinlich abwehren... Was hab ich da gern gesagt, damit die anderen meinen Hund nicht für gefährlich halten "nein Jonny, dass ist nicht ... (Mama, Lena etc.)" :man: total dämlich, aber ich wusst mir nicht anders zu helfen. War mir ja voll peinlich. Gott sei Dank haben wir das nun mit Konsequenz und Erziehung hinbekommen :D



Die lassen sich dann auch eh nix sagen und müssen dann so bleiben, wie sie sind.

Den Stess haben ja sie und nicht ich

Naja, in gewisserweise habe ja auch ich den Stress, nämlich dann wenn Jonny darauf reagiert. Klar bin ich dann gefordert, meinen Hund "unter Kontrolle" zu haben, aber ersteinmal ist es eine Stresssituation für Jonny und mich.

Außerdem ärgert mich das irgendwie total. Weiß nicht warum. Vielleicht, weil ich weiß, dass es nicht schwer ist sich mal ein paar grundlegende Infos anzueignen...

GinaXY
22.07.2009, 16:27
Naja, in gewisserweise habe ja auch ich den Stress, nämlich dann wenn Jonny darauf reagiert. Klar bin ich dann gefordert, meinen Hund "unter Kontrolle" zu haben, aber ersteinmal ist es eine Stresssituation für Jonny und mich.
Außerdem ärgert mich das irgendwie total. Weiß nicht warum. Vielleicht, weil ich weiß, dass es nicht schwer ist sich mal ein paar grundlegende Infos anzueignen...
Da haste natürlich auch wieder Recht;)
Aber mir reicht dann schon der "Stress", meinen Hund wieder unter Kontrolle zu bringen und dann habe ich keine Lust mehr, mich mit den Leuten
abzusabbeln, sondern bin froh, wenn ich schnell wieder aus der Situation
raus bin.
Aber es ist doch gut zu wissen, dass man nicht die Einzige ist, die sich
über solche Leute ärgert, oder?:rolleyes:
Oft ärgere ich mich dann noch mehr über mich selbst, weil ich mich überhaupt so lange nach einer solchen "unheimlichen Begegnung" in Gedanken damit beschäftige.
Mir fallen dann tausend Dinge ein, die ich noch hätte sagen können...
Aber besser wäre es doch, einfach drüber zu stehen und keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden:t:
Leider gelingt mir das aber höchst selten:o