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Sabrina Meinert
08.01.2003, 06:09
Hallo!!!

Vielleicht kann mir jemant einen Rat geben?
Ich habe einen Hoverwart Rüden er ist 11/2 Jahre alt und ich weiß nicht ob ich ihn Kastrieren lassen soll.Da meine Eltern
einen Rauhaardackel 16 Wochen alt haben(Rüde)und wir im
selben Haus Wohnen.Ich habe angst das es später Probleme
geben könnte.Wenn mir einer Pro und Contra sagen könnte wäre ich froh!

Tschau Sabrina Meinert

:confused: :confused: :confused:

edda
08.01.2003, 09:57
Hallo Sabrina,

dein Rüde ist über 11 Jahre alt, wenn du ihn jetzt kastrieren läßt ändert das überhaupt nichts mehr an seinem Verhalten anderen Rüden gegenüber. Um durch eine Kastration Verhaltensänderungen evt. zu bewirken, darf der Hund das Verhalten noch garnicht erlernt bzw. verinnerlicht haben.

Es grüßen Edda & Waro

Cockerfreundin
08.01.2003, 12:44
@ Edda

Da haste aus dem Hovi aber nen alten *Knacker* ;) gemacht... Ich lese, dass er 1,5 Jährchen auf dem Buckel hat ....

@ Sabrina

Wenn Dein Hovi sonst keine extremen Verhaltensauffälligkeiten z.B. läufigen Hündinnen gegenüber hat und auch mit Rüden alles in allem gut klar kommt, gibt es m.E. keinen Grund, ihn vorzeitig/ sozusagen prophylaktisch kastrieren zu lassen...

Schaut doch erstmal, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden entwickelt... Noch ist der Rauhaardackel ja ein Welpe/ bald Junghund und also noch einige Monate lang überhaupt keine *Konkurrenz* für Deinen Hovi.

Annette + Basti :)

Hovi
08.01.2003, 12:51
Hallo Sabrina,

wenn ich richtig gelesen hab, ist Dein Hovawart eineinhalb Jahre alt, gell? (Auf den ersten Blick hatte ich aber auch eine 11 gelesen :)).

Wohnt Dein Rüde denn nur im gleichen Haus oder auch in derselben Wohnung?

Ich selbst bin absolut gegen das "vorbeugende" Kastrieren, weil irgendwann vielleicht eventuell ja mal was passieren KÖNNTE.

Wenn ihr ohnehin nicht in derselben Wohnung wohnt, ist das Kastrieren ja völlig überflüssig, da die Hunde ja immer unter Aufsicht sind, wenn sie sich begegnen. Aber auch wenn ihr in derselben Wohnung wohnen würdet: Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Rüden sich vertragen, wenn sie sich bisher auch vertragen haben, liegt bei mindestens 90 %. Dass es möglicherweise irgendwann zu einem kurzen Gerangel kommen könnte (sicher nicht zu einem Beschädigungskampf!), rechtfertigt m. E. nicht einen so schweren Eingriff.

Meine beiden Rüden leben auch völlig friedlich miteinander. Es gibt mal eine kurze Kabbelei, wenn es um Futter geht, aber die bereinigt man mit einem beherzten Griff und lauter Stimme. Verletzt haben die beiden sich gegenseitig noch nie!

Liebe Grüße
Claudia

edda
08.01.2003, 13:02
Hallo,

da habe ich ja wirklich total falsch gelesen, sorry!

Ich stimme in dem Fall Annette zu, erst einmal abwarten und schauen wie sich das ganze entwickelt.

Es grüßen Edda & Waro

Sabrina Meinert
08.01.2003, 14:01
Danke für eure ratschläge.

Die beiden Hunde wohnen zusammen und ich habe gelesen

das sie nicht älter als 2 Jahre sein dürfen.Und all zu gut kann er

mit anderen Rüden auch nicht .Außerdem verliert er Eitertropfen

und mir wurde gesagt das es damit auch besser wird.

Tschau Sabrina:)

Hovi
08.01.2003, 18:12
Hallole Sabrina,

wer macht denn solche unqualifizierten Äußerungen, von wegen "Hund darf nicht älter als 2 Jahre sein"??? Was passiert denn an seinem 2. Geburtstag? Mutiert er da zu einem Säbelzahntiger?

Sorry, dass ich Dir das so forsch schreibe, aber diese alten Binsenweisheiten ärgern mich einfach, weil sie ewig und ewig weitererzählt werden, obwohl sie weder Hand noch Fuß haben. Fakt ist: Dein Hund ist nicht aggressiv. Und prophylaktisch soll er kastriert werden? Was soll denn das? Übrigens gibt es auch kastrierte Hunde, die ausserordentlich dominant sind.

Dass sich eure zwei Hunde vertragen, dafür könnt ihr mit einer stabilen Rangordnung sorgen. Das ist wirksamer, als einfach herzugehen und - in diesem Fall TIERSCHUTZWIDRIG!!!! - den Hund zu kastrieren. Ein medizinischer Grund liegt nämlich nicht vor!!!

Liebe Grüße
Claudia

Bernerfreundin
09.01.2003, 09:25
Hallo Sabrina,

habe einen 11 jährigen Pflegehund und einen 9 Monate alten
Berner. Obwohl Teddy ( nicht kastriert ) nur von Mittag bis späten Abend, an 5 Tagen in der Woche bei uns ist, gibt es keine Probleme. Sind die zwei Hunde oft zusammen?
Ich würde unbedingt dafür sorgen, das sie zusammen spielen, spazieren gehen und auch gemeinsam fressen.

Ich mußte meinen ersten Berner mit 5 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen. Dies hat sein Wesen aber nicht verändert. Außer das der Streß mit läufigen Hündinen nicht mehr vorhanden war. Mit anderen Rüden hat er sich immer verstanden.

Gruß von Edith + Hugo

Sabrina Meinert
10.01.2003, 21:08
Danke für den Rat!!!

Dann ist es ja in Ordnung dann lasse ich es so wie es ist.
Hätte ja sein können das es was hilft. Weil bei Weibchen ist es ja so (Krebsvorsorge).

Danke :)

braveheart
10.01.2003, 22:02
Also,das solltest du dir von deinem Tierarzt erklären lassen(vorteile/nachteile),wegen einer Kastration!Also,unser Collie hatte ständig Vorhautentzündung/Katarr,wir haben ihn vor 2 Jahren kastrieren lassen und es nie bereut!!!Das eitertpöpfeln ist weg und unsere Tierärztin sagte auch,das es dem Prostatakrebs vorbeugt!Wenn ihr aber vorhabt euern Rüden zu kastrieren,würde ich den kleinen auch kastrieren,weil ihr gedenkt ja den Ranghöheren zu'entmannen',ich würde alle beide kastrieren,schließlich schlägt man 2.Fliegen mit einer Klappe,es gibt nicht so starke Rangkämpfe+man beugt dem Krebs vor.Das ist meine Meinung dazu.......Das einzige,was mir auffiel,das jetzt vermehrt Rüden an unserem Rüden interessiert sind(kastrierte sollen wohl gut riechen),also,wie gesagt,am besten mit dem Tierarzt besprechen!!!!!Und nach dem Gefühl gehen.......Viel Glück bei der Entscheidung und alles gute für eure Dogs!!!!!!!!!!!!!

Hovi
13.01.2003, 16:49
Richtig, und wenn der kastrierte Rüde Pech hat, springen alle anderen Rüden auf ihn drauf, weil er eben so gut riecht. Da der kastrierte Rüde für sowas aber in der Regel sehr wenig Verständnis hat (er weiß ja nicht, dass er verlockend riecht), gibt es dann erst recht Keilereien. Man erreicht also das, was man eigentlich vermeiden wollte.

Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der Bandit sich in einen kastrierten Rüden verliebt hatte. Er lies dem armen teufel keine Ruhe, weil der so supertoll roch. Es blieb mir nix anderes übrig, als den Liebestollen anzuleinen. Auf dem gemeinsamen Spaziergang begegneten uns dann aber noch zahlreiche andere Rüden, und jeder wollte den kastrierten rammeln... also, für den Hund ist das bestimmt nicht schön!

Liebe Grüße
Claudia

Liebe Grüße
Claudia

braveheart
13.01.2003, 17:04
Also,jetzt müßte ich ja fragen....was ist besser?Sich von Rüden berammeln zu löassen oder Krebs kriegen?Nein,ohne Mist,die Entscheidung sollte jeder für sich und seinen Rüden in Zusammenarbeit mit seinem Tierarzt treffen......Der eine sagt das,der andere was anderes.......so hat jeder seine Meinung und das ist auch gut so!Also,ich sagte ja auch nur,das unsere Erfahrungen positiv sind!Fly ist selten mit anderen Rüden zusammen,weil er schon 2 mal doll gebissen wurde(vor der Kastration),deswegen bin ich sehr vorsichtig mit dem sogenannten Rüden-Spiel!!!!Schon zu oft sah ich schlimme Beißereien und ich denke,das in unseren Köpfen ein Ideal rumspuckt,nämlich Frieden unter allen Hunden,nur leider gibt es das viel zu wenig,und grundsätzlich erwischte es allzu oft unsere Hunde,weil deren Besitzer meinten'MEIN HUND TUT ABER DOCH NICHTS',und zu oft verließ ich mich darauf,LEIDER!!!!!!!Ich akzeptiere auch andere Meinungen,aber ich bleibe bei meiner,WIR BEREUEN NICHTS UND FLY GEHTS SUPI.........und ich denke,das ist für uns das wichtigste!!!Er hat sich vom Wesen garnicht verändert,o.k.mit dem Futter muß ich etwas aufpassen,aber das geht in Ordnung!Und Fly kann kein Prostatakrebs mehr bekommen und das sehe ich auch als Vorteil.Zum Abschluß nochmal,geht nach eurem Gefühl,es sagt euch das Richtige(ist zumindest meine Erfahrung)!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!

Hovi
13.01.2003, 17:37
Hallo Braveheart....

hmmmm... was müßte ICH mir Deiner Logik zufolge dann alles schon mal wegoperieren lassen, damit ich keinen Krebs kriege????

Bei Frauen gibt´s ja einiges, was sie nicht zum Überleben brauchen, aber ich kenn keine, die sich freiwillig die Brust abnehmen lies (obwohl Brustkrebs ja eine der häufigsten Krebsarten ist)....

Letzendlich steht im Tierschutzgesetz, dass einen Tier nur bei medizinischer Indikation (NICHT zur Vorbeugung) Organe entnommen werden dürfen! Und schon dreimal nicht, um damit die Erziehung einfacher oder das Tier "ruhiger" zu machen.

Übrigens: Jeder Tierarzt wird zur Kastration raten! Warum?

Er verdient ne Menge Geld damit!

Liebe Grüße
Claudia

hrafnketill
13.01.2003, 20:23
DAS IST EIN HEIKELES THEMA. DA GIBT ES GANZ VIELE UNTERSCHIEDLICHE MEINUNGEN.
MAN KANN ZWAR EINE MEINUNG HABEN UND AUCH VERTRETEN ABER SOLLTE MAN AUCH DIE MEINUNG EINES ANDEREN AKZEPTIEREN.
WAS IST DENN MIT DEN GANZEN PRERDEN, KATZEN ODER DEN ANDEREN TIEREN BEI DENEN EINFACH KASTIERT WIRD? AUCH FÄLLE FÜR DEN TIERSCHUTZ?


IM ÜBRIGEN BESITZE ICH AUCH EINEN KASTRIERTEN UND EINEN UNKASTRIERTEN RÜDEN. ICH WÜRDE IMMER WIEDER ZUM KASTRIEREN NEIGEN.

MFG GABI

P.S.WENN DIE PROSTATA NICH ARBEITET KANN AUCH KEIN KREBS KOMMEN(VORTEIL DER KASTRATION). ES WERDEN GENÜGEND ALTE HUNDE NOTOPERIERT EGAL OB RÜDE ODER HÜNDIN. PROSTATA VERÄNDERUNGEN SIND IMMER BÖSARTIG

igelchen
13.01.2003, 20:52
Hallo @ all!

Folgende Übersicht habe ich im Netz gefunden:

Bei Rüden kastriert größeres Risiko
- Übergewicht (Risiko 2x erhöht)
- Prostatakrebs
- Nieren / Blasengeschwüre
- Diabetes
- Schilddrüsenüberfunktion
- Osteosarcoma
- Sterben während der OP

Bei Rüden unkastriert größeres Risiko:
- Leukämie
- Hodenkrebs
- Analfisteln (Risiko 6x erhöht)
- bei Lymphoma kürzere krankheitsfreie Intervalle

(aus dem Internet von S. Dierauer)

LG Igelchen

Brana
13.01.2003, 22:02
Also ich stimme für 'kastrieren', nachdem ich einige unkastrierte Rüden hatte und dnach einen kastrierten.
Der umgangssprachlich 'Rüdentripper' , Austritt der eitrigen Flüssigkeit, entfällt.
Dem Krebsrisiko ist vorgebeugt.
Die Verträglichkeit mit anderen Rüden ist besser - sehr wichtig.
Die läufigen Hündinnen interessieren nicht mehr, was sehr problematisch werden kann.
Und das 'Berammeln' durch andere Rüden tritt meiner Erfahrung nur während der Hormonumstellung, nach der OP, etwa 6 - 9 Monate lang auf und das auch nicht bei jedem Rüden.
Es kann eine stärkere Behaarung vorkommen, die meistens auch nur einmal nach der OP extrem auftritt und das 'Dickwerden' hat meine alte TÄ so interpretiert, tritt bei einem guten TA nicht auf. Bei ihr sind alle Hunde und Katzen schlank geblieben und haben keinen verstärkten Appetit gezeigt.
Das Zusammenleben mit fremden Rüden in der Umgebung, mit einem kastrierten Rüden, ist auf alle Fälle w e s e n t l i c h leichter als mit einem nicht kastrierten.
Es sollte allerdings auch der Dackel kastriert werden, damit ein harmonisches Miteinander gegeben ist.

Gruß Brana mit der kastrierten Shiva

Hovi
14.01.2003, 13:19
Hallole Brana,

Verträglichkeit mit anderen Rüden ist besser???

Ähm - was willst Du verbessern, wenn Du einen gut sozialisierten Rüden hast, der sich mit fast jedem anderen Hund verträgt?

Ich kenne einen Kastraten, der derart dominant ist, dass er sämtliche Rüden angreift. Das Kastrieren hat an seinem Verhalten NICHTS, aber auch gar nichts geändert. Das einzig Fiese ist nun: Die anderen Rüden lassen sich erst ein paarmal beißen (weil sie den Gegner nicht als Rüden einordnen), bis sie kapieren, dass sie sich wehren müssen.

So viel zur Verträglichkeit:confused: .

Liebe Grüße
Claudia

braveheart
14.01.2003, 14:19
Ist ja echt heiß,was so ein Thema auslösen kann!!!!So hat jeder seine Meinung und jeder hat seine Erfahrung.......Wer beurteilt,was richtig ist und was falsch!?!Jeder muß seine Erfahrung machen....Der eine sagt,Kastration ist gut und zählt die Vorteile auf,der andere sagt,Katration isr nicht gut und zählt die Nachteile auf........Es kann niemand sagen,was das richtige ist,man kann nur seine Erfahrungswerte mitteilen!!!!!Ich besitze seit 12 Jahren Hunde(3Rüden),der 1.(Charlie)mußte kastriert werden,weil ein Hoden nicht runterkam und er in der Leistengegend schmerzen hatte,unser 2.Rüde(Jamie)Hatte bauchspeichelunterfunktion und Magerte immer mehr ab und am schlimmsten,wenn läufige Hündinnen in der Nähe waren und unser jetziger Rüde Fly hatte ständig Eitertröpfeln und Vorhautkatharr,seit der Kastration ist es verschwunden......Sein Wesen hat sich nicht verändert,er wurde ein wenig ruhiger,ich denke,man nimmt dem Hund auch sehr viele Streßfaktoren,Fly lassen läufige Hündinnen kalt und er steht nicht mehr unter Stom und Streß!!!!!!Doch nichts desto Trotz,jeder macht seine Erfahrungen,machmal gute,manchmal nicht so gute......jeder muß seinen Weg finden,ob es der richtige ist,das sieht man meistens erst hinterher......Für uns!!!!!war es der richtige Weg....mehr kann ich dazu nicht sagen........

tomcatmerlin
14.01.2003, 21:00
hallo sabrina,

mein nun10 jahre alter golden retriever, nicht kastriert, anderen rüden gegenüber nicht dominant, lässt sich von anderen aber auch nicht nieder machen, hat es ohne kastration sehr gut überstanden, das natürlichste der welt.

sein verhalten gegenüber kleinen hunden z.b. dackeln, ist sowieso problemlos, auch wenn die ihn ärgern, bei größeren hunden wehrt er sich eben, aber auch nur wenn sie ihn angreifen, es ist aber noch nie etwas passiert. ich denke gerade wenn es so unterschiedliche hunde sind, klappt es bestimmt, wobei es nie eine versicherung gibt, bei tieren nicht, und schon gar nicht bei uns menschen.
kastrierte rüden sind der horror für mich beim spazieren gehen, ich brauche zwar nicht angst haben, dass mein hubd bösartig reagiert, aber die kastrierten rüden versuchen immer meinen hund zu schnappen u.s.w. und mein hund denkt es sind weibchen, oder sonst etwas, und wehrt sich nicht, das ist alles total unnormal, nur weil man seine ruhe haben will.
ich war mir am anfang auch unsicher, ob man seinen hund kastrieren lassen soll oder nicht, aber oim nachhinein bin ich froh es nicht gemacht zu haben, ich kenne so viele hunde die kastriert wurden, das ist wirklich nicht nötig. vor allem nicht um VORSORGE zu betreiben, vielleicht muss man sich da auch von anfang an klar machen, was es bedeutet bei uns tiere zu halten, mit allem drum und dran. und wenn der tierarzt nicht aus irgendeiner erkrankung heraus sagt, es muss operiert werden, gibt es für mich keinen grund. ich bin auch froh, dass ich seit 10 jahren so eine tolle tierärztin habe, die im leben nie auf den gedanken kommen würde aus vorsorge zu kastrieren.

bin froh, das du es erst mal so probieren willst, viel glück.

bin ganz der meinung von hovi, du hast völlig recht.

grüße

renate

Brana
14.01.2003, 21:26
Hallo Hovi,

ZITAT:

Ich kenne einen Kastraten, der derart dominant ist, dass er sämtliche Rüden angreift. Das Kastrieren hat an seinem Verhalten NICHTS, aber auch gar nichts geändert. Das einzig Fiese ist nun: Die anderen Rüden lassen sich erst ein paarmal beißen (weil sie den Gegner nicht als Rüden einordnen), bis sie kapieren, dass sie sich wehren müssen.

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Es gibt doch immer die Ausnahmen.

Ganz ehrlich, im Grunde meines Herzens bin ich auch gegen eine Katration, aber ich kann nun aus meiner Erfahrung heraussagen, daß das Leben mit einem 'Kastraten' wesentlich problemloser ist. Vor allen Dingen wenn man hier so eng mit vielen anderen Hunden zusammen wohnt wie in München. Die Gassigehplätze sind rar. Es gibt viele läufige Hündinnen und noch mehr revierneidische Rüden. Da ist Ärger einfach vorprogrammiert.

Bei uns in der Gassirunde läuft morgens ein einziger nicht kastrierter Pudelrüde mit. Was der arme Kerl schon verprügelt und gebissen wurde von anderen 'nicht kastrierten' Rüden. Er ist extrem gut sozialisiert und absolut nicht dominant,aber immer wieder wird er angegriffen. Unsere anderen Rüden dagegen interessieren fremde 'nicht kastrierte' Rüden kaum. Die Meute besteht aus 11 Rüden und etwa 8 - 9 Hündinnen, die ebenfalls alle kastriert sind.

Das Herrchen von dem Pudel ist nun auch schon am Überlegen, ob er nicht doch noch seinen 7 Jahre alten Hund kastrieren läßt, nachdem er vor 14 Tagen wieder schwer von einem 'nicht kastri' Schäferhund schwer verletzt wurde.

Gottseidank mußte ich mich bisher nur einmal dafür entscheiden, die anderen Male habe ich bereits kastrierte Rüden aus dem Tierheim übernommen und so kam es zu dieser Entscheidung nicht mehr.

Ich hoffe, Sabrina trifft die richtige Entscheidung.

Liebe Grüße
Brana

Hovi
15.01.2003, 10:26
Hallo Brana,

mein Sternzeichen ist Stier, ich muß Dir leider schon wieder widersprechen:D :

Dieser Kastrat ist ein Extrem, da hast Du zwar recht. Aber auch andere kastrierte Rüden, die ich kenne, sind in höchstem Maße rüdenunverträglich. Die Besitzer lassen ihre Hunde kastrieren in der Hoffnung, das Leben mit ihnen würde dadurch bequemer und einfacher. Und das ist in meinen Augen die falsche Motivation.

Bei den Rüden, die ich eben erwähnte, wurde zwar keine Aggressionssteigerung beobachtet, aber genausowenig eine Verbesserung des Verhaltens. Das Einzige, was sich natürlich in Grenzen hält, ist der Sexualtrieb. Meine Meinung ist nach wie vor: Man soll seine Hunde zur Sozialverträglichkeit erziehen, anstatt einfach an ihnen herumzuschnippeln, in der Hoffnung, sie würden dann weniger Arbeit machen!

Meine beiden Rüden sind unkastriert, bleiben es auch, und vertragen sich blendend mit anderen Hunden. Und das, obwohl diese Rasse doch angeblich so "dominant" und "unverträglich" ist.

Das Einzige, was für mich eine Kastration rechtfertigt, sind tatsächlich medizinische Gründe (aber nicht zur Vorbeugung, sondern wenn tatsächlich etwas vorliegt!).

Mir tun die Heerscharen an Hunden leid, die aus Bequemlichkeit ihrer Besitzer heraus einen solchen tiefgreifenden Eingriff über sich ergehen lassen müssen!

Liebe Grüße
Claudia

Brana
15.01.2003, 19:21
Hallo Claudia,

wie schon erwähnt, Du hast vollkommen recht, aber überleg Dir mal das arme Heer an Rüden, das niemals seine sexuellen Triebe ausleben darf (hoffentlich sind keine Jugendlichen unter ........) im Forum. Das ist doch Tierquälerei hoch zehn oder nicht?

Das mit Deinen beiden Hovis ist einfach toll. Ich keine nur zwei, und beide sind absolut ungenießbare Gesellen auch gegen Hündinnen. Die Besitzer sind allerdings auch nicht ganz koscher. Wie heißt es immer ' wie der Herr so des Gscherr'!

Gruß Brana, der Stier - stimmt absolut!

Hovi
15.01.2003, 23:18
Hallo Brana,

hihihi.... also neeeeeeee, unter Tierquälerei versteh ich schon ein bissel was anderes:D ..... ("Unnötige Schmerzen oder Leiden dauerhaft zufügen").

Ich denke, an dieser Stelle sei es erlaubt, den Vergleich zum Wolfsrudel zu ziehen. Was glaubst Du, was da mit den Rüden passiert, die dem Alphawolf seine Wölfin streitig machen wollen ;) ? Es ist für einen Hund keine "Quälerei", wenn er niemals "darf"... denn in seinen Genen liegt das schon verankert.

Was natürlich NICHT heißen soll, dass er gern mögen würde, wenn er dürfen täte:D

Liebe Grüße
Claudia

Brana
16.01.2003, 11:26
Hallo Claudia,

ich bin übrigens auch Sternzeichen STIER.

Zur Zeit lese ich ein, schon etwas älteres Büchlein über was, natürlich über Hunde, und da steht, daß der Hund nicht unbedingt mit dem Wolf verglichen werden kann. Da es Wölfe wie Hunde bereits seit 100.000 Jahren gibt ,während es uns den homo sapiens noch gar nicht gab, damals war es noch der Neandertaler, gibt es doch einige graphierende Unterschiede zwischen Wölfen und Hunden. So auch im Rudel- oder Familienverband. Während es bei den Wölfen Alpha- und Omegahunde und was alles so dazwischen dazwischen liegt gibt, gibt es beim Familienverband der Hunde nur Alttiere, Helfer und Jungtiere. Auch ansonsten sind die zwischenhundlichen Beziehungen etwas anders als die der Wölfe. So auch das Sexualleben und genau deshalb haben wir ja immer den Ärger zwischen unseren 'nika' Rüden. Und ich habe schon zwei ältere 'nika' Rüden regelmäßig mit Hormonen usw. behandeln lassen müssen, weil sie aus dem 'Liebesföhn' nicht mehr von alleine herauskamen und immer 'liebeskranker' wurden. Das äußerte sich von nicht mehr fressen (starkes Abnehmen) über tags und nachts fiepend bis heulend in der Wohnung umherstreifen, unterwegs nur noch den Duftspuren läufiger Hündinnen folgend, jeden Menschen und Artgenossen besteigen wollen bis zum Tür durchnagen, durch die Fensterscheibe springen usw. Ein Rüde lief jedemal 49 km weit zum nächsten Tierheim, weil da eine Hündin so gut roch.
Wenn das nicht 'Leiden' für einen Hund bedeutet, dann weiß ich nicht. Wer das 4 - 6 Monate lang über das Jahr verteilt mit zunehmenden Macken des Hundes mitmacht ist glücklich über einen kastrierten Rüden. Ehrlich!

So, nun einen schönen Tag von Stier zu Stier - Brana

Hovi
16.01.2003, 12:34
*Lach* Brana,

so unterschiedlich können die Erfahrungen sein ;).

Mag sein, dass einem Rüden mit übersteigertem Sexualtrieb dadurch tatsächlich geholfen wird...

Aber ich finde es gar net so schlecht, wenn meine zwei Monster zweimal im Jahr nicht fressen wie die Scheunendrescher und ein, zwei Pfund abnehmen :D... schaden tut sowas nie.

Ansonsten kommen sie gut über die "Läufigen-Hündinnen-Zeit" weg, sie kriegen halt die Nase nicht mehr vom Boden, aber das war´s eigentlich schon....

Liebe Grüße
Claudia

Kerstin Kobelt
17.01.2003, 17:07
@all,

also leute, ihr könnt einem richtig zum grübeln bringen....

prinzipiell geb ich hovi recht, sei gegrüsst claudia... wir leben noch, tut vor lauter renovieren nur alles weh *grins*

ich hab schon öfter darüber nachgedacht, wie es ist, wenn leo mit seinem gewicht und seiner kraft vor lauter heissen mädels ausflippt...... ich glaub ich kann ihn dann nicht wirklich halten... zur zeit weiss er noch nicht, dass er ein mann ist wird ja auch erst 8 monate alt am montag....

unser labiopa musste kastriert werden, weil er krank war, aber sonst seh ich da keinen grund zu.... in heidelberg auf der gassiwiese treffen sich hündinnen kastriert und und unkastriert genauso wie beiderlei hunde... stress gibt es unter den hunden selten, hab bis jetzt nur bemerkt dass viele menschen den zoff machen. da wird ein rüde sofort angeleint, nach der frage, ob leo kastriert ist.... kann man das net erst mal testen?

man kann doch nicht voraussetzen, dass es streit gibt?!
leo versteht das nie, wenn einer schwanzwedelnd kommt und dann angeleint wird, weil es stress gegen könnte???!!!!

Also wartet erst mal ab, wie eide beiden sich vertragen.....

viel erfolg und LG an alle kerstin mit leo der jetzt endlich ins we darf.....