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Dara
07.01.2003, 18:58
Da ich das Gefühl habe, daß die meisten Nutzer dieses Forums Besitzer großer Hunde sind, möchte ich die "Kleinhund"-Besitzer (vielleicht ab 10 kg abwärts) bitten, sich doch mal zu melden. Ganz besonders würde ich mich über Meldungen von Westi-Besitzern freuen.

Dara:p

Thomas
07.01.2003, 20:13
*MELD*

Gruß
Thomas (Westi-Bändiger)

PS. Hast Du ein konkretes Anliegen?

Sofia
07.01.2003, 21:51
Hallo Dara,

ich habe auch einen Kleinhund einen Havaneser in Westigröße wird auch oft mit ihm verwechselt von Laien.

Gruß
Astrid

Dagi
08.01.2003, 15:29
Hallo Dara,

HIIIEEER bin ich! Ich = Amy = Rauhaardackel = 7,8 kg!!!!

Liebe Grüße von
Amy der Kleinen und Frauchen Dagi die mit ihren kurzen Beinen bestens zum Dackel paßt :D

kaviar1
08.01.2003, 17:46
Hallo Dara,
ich heiße Tobi, bin ein Malteser und auch klein, aber mein Freund, Bobby, ein Tibet-Terrier, ist etwas größer.
Also hier tummeln sich noch mehrere kleine Hunde.
Liebe Grüße von Tobi, Bobby und Frauchen Maria

Dara
08.01.2003, 18:03
Schön, daß sich einige mit Kleinhunden gemeldet haben und alles ganz süße Hunde.

@ Thomas, na ja, inwieweit bist Du denn ein "Westi-Bändiger", ich hätte da schon ein Problem(chen).

Dara:D

andy
08.01.2003, 18:17
Hallo, hier sind wir Taffy, Amely und Biene, ein kleines Rudel von Jack-Russell-Terrier-Mädchen.

Thomas
08.01.2003, 21:20
Hallo Dara!

@ Thomas, na ja, inwieweit bist Du denn ein "Westi-Bändiger", ich hätte da schon ein Problem(chen).
Na dann raus mit Deinen Problem(chen) - dafür gibt´s ja dieses Forum ;). Sind die Probleme irgendwie Westie-typisch/spezifisch? Kann mir so spontan ein solches gar nicht vorstellen....?

Gruß
Thomas

marlin
08.01.2003, 23:51
ich habe eine möpsin 6,4 kg. und eine franz-möpsin mischung 7,0 kg. , ist deas vielleicht nichts????
marlin

Dara
09.01.2003, 17:41
Erst einmal allen, die sich gemeldet haben, herzlichen Dank. Da fühle ich mich doch mit meiner Westi-Dame nicht mehr so allein. Aber ich glaube, die großen Hunde sind schon in der Überzahl.

@Thomas, na ja, ich weiß nicht was westitypisch ist. Meine ist meiner Meinung nach ein Hund voller Widersprüche.
Also, wir haben sie wirklich aus einer guten Zucht, der Züchter hat sich alle erdenkliche Mühe mit seinen Hunden gegeben, auch was die Prägung betrifft.
Wir haben unsere dann mit 10 Wochen bekommen, genau am 2. Dezember 2000.
Das größte Problem waren Kinder. Darauf war sie auch nicht geprägt. Wir haben dann alle möglichen Kinder eingeladen, den Hund zu besuchen. Sie hat sie auch nach kurzer Zeit ganz furchtbar über Kinder gefreut. Das ist auch so geblieben. Sie rennt allen Kindern hinterher, aber wehe wenn sie laut sind, rennen oder gar "geballt" auftreten, dann ist Panik angesagt. Am Kindergarten mag sie gar nicht vorbeigehen, wenn die Kinder draußen sind - dabei wird sie heiß und innig von allen Kindern geliebt.
Als Welpenbesitzer ist man natürlich immer Mittelpunkt und sie hatte auch ganz viel Kontakt zu Erwachsenen, die sie alle streicheln mußten und sie hatte keine Angst.
Obwohl sie nie schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist sie heute mißtrauisch und manchmal (das hängt aber von den Leuten ab) ängstlich.
So, das ist alles aber noch kein Problem. Ein wirkliches Problem sind _große_ Hunde. Erst hatte sie als Welpe angst vor großen Hunden, dann irgendwann fing sie an, sie richtig "anzugiften" und jetzt beißt sie - wenn sich die Gelegenheit bietet - auch mal zu.
Am schlimmsten ist aber das Gebelle, echt hysterisch.
Die meisten Besitzer der großen Hunde lachen und meinen, daß sie das kennen und die meisten Hunde sind auch souverän und gehen entweder darüber hinweg oder kommen einfach, um sich diese Katastrophe anzusehen - und dann ist ihr der Wind aus den Segeln genommen und sie flüchtet.
Ich werte das Ganze auch als Angst, aber es ist eine schwierige Situation. Anfangs habe ich sie einfach von der Leine gelassen, aber nachdem sie zugebissen hat, getraue ich mich das nicht mehr, zumal der Besitzer das nicht lustig fand - dem Hund war das wurscht.
So, das war ein langer Beitrag, hast Du ein Rezept?
Hundeschule ist nicht, wir wohnen sehr abgelegen und haben kein Auto und in der Nähe gibt es keine Hundeschule.
Wir haben auch nicht sehr oft "Hundebegegnungen" hier im Ort, mehr dann im Urlaub.

Grüße
Marianne:confused: :confused:

Thomas
10.01.2003, 00:16
Hallo Marianne,

das was Du schreibt, vorallem die Ängstlichkeit gegenüber großen Hunden ist mit sehr gut aus eigener Erfahrung bekannt. Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann weißt Du evtl. das wir Jackie erst sehr spät, mit knapp 1 1/2 Jahren vom Züchter übernommen haben. Leider hatte sie während der Zeit in ihrem alten Rudel kaum Kontakte zu anderen großen Hunden - sie dachte halt, das die Welt aus kleinen, weißen Fiffis besteht. Du kannst Dir sicherlich leicht ausrechnen, das wir anfangs enorm mit einer großen Unsicherheit ihrerseits zu kämpfen hatten. Allerdings ist die Unsicherheit nie in Aggressivtät (Angstbeissen) umgesetzt worden da wir Gottseidank sehr schnell eine sehr fähige Hundetrainerin gefunden haben. Das war wirklich ein Glücksfall - denn sonst wäre gerade bei uns, als Hundeneulinge, eventuell einiges den Bach runter gegangen und wir hätten jetzt auch einen dieser unverträglichen Wadenbeißer (überspritzt ausgedrückt - aber ein bisserl Wahrheit steckt da schon drinn...). Wir haben also ganz gezielt Fremdkontakte zu großen Hunden gesucht und trainiert. Sie ist auch heute (3 1/2 Jahre) noch eher ein recht vorsichtiger Hund, was mir allerdings garnicht so unrecht ist (ich hab also nicht das hier ebenfalls oft diskutierte Problem, das mein Fiffi zu allem und jedem gleich hinrennen will....angenehm). Erschwerend kam leider noch dazu, das sie mittlerweile bereits 3 mal von einem großen Hund angegriffen wurde - danach war logischerweise jedesmal ein gewisser Rückfall zu beobachten, der dann wieder mühsam "abgearbeitet" werden mußte (Ich könnte mich immer noch über diese 3 Idioten von Hundehaltern aufregen - nicht über deren Hunde...).

So nun zu Deinem Problem: Es tut mir leid wenn ich das so direkt sage - aber das ließt sich schon ein bisschen wie ein "klassischer Fall" wo nach und nach eins zum anderen kommt mit dem Ergebnis, welches Du selbst geschildert hast:

1. So wie Du schreibst, war Dein Hund wahrscheinlich nicht in einer Welpen(spiel)gruppe und hat somit den Umgang mit großen Rassen, gerade in dieser wichtigen Phase, nicht lernen können/dürfen.
2. Dein Hund wurde als Welpe des öfteren von ungestümen Kiddies gegen ihren freien Willen bedrängt. Das sog. "Ach-ist-das-ein-süßer-Westie-Syndrom". Es verwundert von daher nicht, das sie Meideverhalten zeigt - wenn es ihr "zuviel" wird.
3. Dein Hund hat/hatte auch nach der Welpenzeit - viel zuwenig entspannte "Fremdkontakte" zu anderen Hunden, jeglicher Größe.
4. Keine Hundeschule. Hmmm - und auch sonst keine kompetenten Hilfen für Dich als Halter?

Also, wie Du ja bereits richtig erkannt hast, resultiert die schlechte Verträglichkeit Deines Hund nicht aus einem latenten Aggressionspotential sondern ist auf Unsicherheit und Angst zurückzuführen. Die Hündin hat nicht gelernt, bestimmte Situationen zu "handlen", bekommt weiche Knie, und entschließt sich deshalb lieber selbst zum Angriff - bevor sie angegriffen wird, was natürlich garnicht der Fall wäre. Auch das hyterische Rumgebelle ziehlt in die selbe Richtung und soll aus ihrer Sicht natürlich ein "...Ich hab Schiss vor Dir - also bleib mir bloss vom Leib, sonst..." rüberbringen.
Am wichtigsten erscheint mir, das Du lernst Deinen Hund besser zu lesen. Du schreibst, das sie für Dich voller Widersprüche steckt. Versuche zu ergründen, was die Ursachen für diese scheinbaren Widersprüche sind. Erst dann wirst Du in der Lage sein richtig zu reagieren und somit für Deinen Hund ein guter, vertrauenswürdiger Chef zu sein, der das nötige Mass an Souveränität und Sicherheit dem Hund gegenüber ausstrahlt.

Das von Dir erhoffte (Pauschal-)Rezept gibt es leider nicht. Dafür sind unsere lieben 4-Beiner (zum Glück) zu unterschiedlich. Ich hoffe dennoch, das ich evtl. einen Denkanstoss geben konnte. Wenn Du der Meinung bist, das Du noch einen Dosis therotisches Hundewissen vertragen könntest, dann sieh dir bitte mal folgende Bücher an. Mir haben sie weitergeholfen (als Mosaikstein, ergänzt durch Hundeschule und natürlich tägliches Beobachten).

"Positiv berstärken, sanft erziehen" von Karen Pryor klick hier (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3440076954/qid%3D1026214962/sr%3D2-1/ref%3Dsr%5F2%5F3%5F1/302-0648077-6056865)
"Hunde sind anders" von Jean Donaldson kick hier (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3440082229/qid%3D1026214975/sr%3D2-1/ref%3Dsr%5F2%5F3%5F1/302-0648077-6056865)
"Calming Signals" von Turid Rugas klick hier (http://www.pfotenversand.de/darstellung.php?&Kategorie=Bücher%20/%20Videos&Warengruppe=Verhalten) und hier für den entspr. Forums-Thread (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=6852)

Gruß
Thomas

Dara
13.01.2003, 20:00
Hallo Thomas, danke für die Ratschläge. Da ist sicher was dran und eine Hundeschule wäre schon ganz gut. Ich habe aber jetzt Kontakt zu einer Frau gefunden, die 2 Collis hat, mit der ich jetzt erst einmal öfter spazieren gehen werde (natürlich ist unser Hund dabei) und wenn sie dann doch mal ihre Unischerheit verliert, werde ich an den Wandertagen des Tierheimes teilnehmen, damit sie noch mehr Kontakt zu fremden Hunden bekommt.
Übrigens ist es nicht so, daß sie ständig die anderen Hunde kneift, aber es kann eben mal passieren.
Nur bei den Kindern gehe ich nicht ganz mit. Sie ist nie bedrängt worden, hat keinerlei schlecht Erfahrungen und geht ja auch immer unbedingt hin, aber eben in Demutshaltung.
Mit Erwachsenen ist es manchmal so. Im Welpenalter ist sie zu _jedem_ Erwachsenen hin und jetzt kann es eben auch passieren, daß, wenn sie gestreichelt wird, die Demutshaltung einnimmt. Man könnte meinen, das ist die typische Haltung für einen Hund, der Schläge bekommt. Das war aber _ n i e _ der Fall. Weder wir, noch sonst irgendjemand hat sie geschlagen.

Herzlichst Marianne

Dagi
14.01.2003, 12:44
Hallo Dara,

ich konnte ein ähnliches Phänomen bei Amy entdecken. Diese Demutshaltung nimmt sie allerdings nur bei zwei ganz speziellen Personen ein (auf den Rest der Menschheit hat sie es zum Glück nicht übertragen), und zwar bei meiner Nachbarin und bei einem Nachbarsjungen.
Natürlich haben die sie auch nie geschlagen, aber mir ist etwas eingefallen: Das waren die einzigen beiden, die sich immer extrem über sie gebeugt haben und sie mit ihrer Ach-die-ist-ja-so-süß-Knuddelei inklusive "jauliger" Stimme besäuselt haben, worauf sie bei den beiden (waren auch die einzigen!) auch bis zu einem gewissen Alter dann immer gepinkelt hat (Beschwichtigung?)
Das hat sie bei niemand anderem gemacht!

Es ist aber auch ein "grausames Schicksal" für die Halter von den ach-so-niedlichen Kleinhunden. Uns ging es da genauso wie uns. Allerdings hab ich schon versucht, den meisten Kindern sozusagen "Verhaltensregeln" im Umgang mit meinem Hund mitzugeben. Ich habe ihnen oft erklärt, daß der Welpe Angst bekommen kann, wenn alle so auf sie zustürmen und sich über sie beugen. Nur leider bei diesen beiden war nix zu machen - irgendwann hab ich den Kontakt dann untersagt, weil's mir gereicht hat!

Also könnte ich mir vorstellen, daß das auf Deine Hündin (falls es auch so wie bei uns war) bedrohlich gewirkt hat? Und sie nun von vornherein in Demutshaltung geht um zu beschwichtigen und zu zeigen, daß sie nichts tut? Nur allein durch das über sie drüber beugen? Jeder Hund hat da ja auch eine andere Empfindlichkeit, ein anderes "Nervenkostüm".

Nur so ne Überlegung...

Grüße
Dagi + Amy

Dara
14.01.2003, 17:31
Hallo Dagi und Amy, das kann schon sein, so unrecht hast Du vielleicht gar nicht. Als unsere mit 10 Wochen zu uns kam, kam als erstes ein Junge aus dem Haus und wollte mit ihr spielen. Da sie Kinder abe so gut wie nicht kannte (der Züchter hatte nur ein Enkelchen von 2 Jahren, das selten dort war), hatte sie erst einmal Angst. Eine Woche später kam dann Besuch von einem recht lebhaften Mädchen und unsere Maus hat sich nur versteckt. Als dann nur einen Tag später unser Enkel kam, der ganz sehr ruhig ist, ist sie sofort hin zu ihm. Und draußen die Kinder, die alle ganz lieb mit ihr sind, sind aber eben auch laut und stürmisch.
Und die meisten Erwachsenen haben ja sowieso die Angewohnheit, gleich von oben her zu grapschen, was jeder Hund (und dann noch ein etwas ängstlicher besonders) als Bedrohung ansieht. Wenn ich fremde Hunde treffe, halte ich erst einmal meine Hand zum Schnuppern hin und dann wird der Hund von unten am Hals gekrault. Später, wenn man dann vertrauter ist, kann man ja auch über den Kopf streicheln.
Sobald ich den Leuten sage, sie sollen unterhalb der Schnauze streicheln entspannt sie sich auch.

Herzliche Grüße Marianne

FlowerMoon
17.01.2003, 02:49
Das kommt mir auch alles irgendwie bekannt vor....
Wir haben auch ein kleines Westi-Mädchen, fast 1,5 Jahre alt.
Bei Baffy ist es so, dass sie Kinder über alles liebt, je kleiner desto besser. Mußte auch schon Kinderwagen hinterher rennen. Zu fast allen Menschen ist sie zutraulich, fast schon zu sehr!
Wenn sie einen anderen Hund sieht, wird auch erstmal kräftig gekläfft. Größeren Hunden begegnet sie zuerst mit vorsicht, tobt und spielt dann aber auch mit ihnen nach einiger Zeit. Und mit eben so Großen sowieso.
Mich nervt ab und zu (besonders abends) das Gebelle wegen anderen Hunden oder einfach wegen nichts. Das kann ich ihr 1000 mal verbieten, trotzdem stoße ich nur auf taube Ohren.

Es grüßen Franzi und die laute Baffy

melanie77
29.01.2003, 00:29
schaut mal unter www.westie-welt.de oder www.kunkel-onlineweb.de

grüssle melanie