PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zungentumor - gibt es Chancen??



Christina2012
09.06.2009, 14:12
Hallo allerseits,

normalerweise tummel ich mich im Hundeforum, habe heute aber den Weg hier her gesucht, weil meine Freundin ganz schrecklich unglücklich ist.

Sie hat eine Katze (fragt bitte nicht welche Rasse :rolleyes: ) die 13 Jahre alt ist. Suse hat seit einigen Wochen einen Zungentumor, der nun mittlerweise die halbe Zunge einnimmt. Dass er bösartig ist, wurde abgeklärt, jedoch sagt die Ärztin, dass er nicht operabel ist, weil er eben schon die Hälfte der Zunge einnimmt.

Suse frisst und mautzt, sie ist aktiv und geht auch noch raus. Sie hat bereits wieder zugenommen und ich grundsätzlich ganz fiedel. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass das an den Schmerzmitteln liegt.

Kennt sich jemand mit sowas aus? Kann man nicht die halbe Zunge entfernen?

Würde man diese komplett entfernen, dann muss man sie über einen Schlauch ernähren oder?

Das wäre natürlich grauslig, vorallem ist sie ja "schon" 13.

Ich wollte einfach mal hier nachfragen, ob jemand eine gute Idee oder einen Ratschlag hat. Vielleicht auch homöopathisch? Wie können wir der Suse helfen??

Traurige Grüße

Christina

s4rah
09.06.2009, 14:17
zuerst würde ich mal einen anderen TA fragen. denn solch eine diagnose zu bekommen ist schlimm und sicher gibt es einen TA der etwas anderes sagt.
mit tumoren kenne ich mich leider nicht aus aber ich denke mit einer halben zunge kann eine katze auch leben. freunde hatten eine katze,die keine zähne mehr hatte. hat wunderbar geklappt.
ohne zunge wird es schwierig zu trinken. mh.
einfach so zu erlösen wenn es dem tier gut geht würde ich nicht. wenn es tatsächlich keine möglichkeit gibt, sollte sie die zeit genießen,die sie mit ihrer katze hat.
ales gute wünsche ich.

Tigerentchen
09.06.2009, 15:41
Ich selber habe eine Katze mit Lymphdrüsenkrebs die seit über 3 Jahren erfolgreich alternativ therapiert wird, obwohl sie laut Schulmedizin keinerlei Überlebenschance hatte.

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß es mit Tumoren im Mundraum immer schwierig ist. Es gibt Möglichkeiten für Therapien, aber oft ist es so, daß der Tumor die Tiere so sehr stört, daß sie aufhören zu fressen.

Wie das mit einer Amputation der halben Zunge ist, weiß ich leider nicht...das muß ja aber der TA sagen können. Wenn das möglich wäre, würde ich auf jeden Fall zu einer alternativen Therapie raten, denn durch eine OP wird ja nur der Primärtumor entfernt, nicht die Tumorzellen, die sich im Körper tummeln und gerne Rezidive bilden.

Und wichtig ist, daß bei Krebs schnell gehandelt wird - jeder Tag zählt, denn im kleinen Katzenkörper breiten sich die Tumorzellen rasend schnell aus und wüten.

Christina2012
09.06.2009, 19:48
Vielen Dank für eure Antworten...


einfach so zu erlösen wenn es dem tier gut geht würde ich nicht. wenn es tatsächlich keine möglichkeit gibt, sollte sie die zeit genießen,die sie mit ihrer katze hat.

ja das steht außer Frage. Suse wird erst erlöst, wenn es für sie eine Qual ist und sie ihren Lebensmut verliert. Ich glaube aber, dass sie zur Zeit nur so fit ist,weil sie eben unter Schmerzmitteln steht. Sicher - im Endeffekt ist es ja egal, hauptsache sie leidet nicht, aber gewöhnt sich ein Körper nicht auch an Schmerzmittel und braucht dann immer höhere Dosen??


@Tiegerentchen
richtig, stören tut es sie. Daher ist es überhaupt erst aufgefallen. Allerdings frisst sie etc. Vielleicht merkt sie ihn gar nicht, wg der Schmerzmittel??

Wie therapiert ihr den alternativ?

Die Tierärztin sagt, dass eine Operation nicht möglich ist, da der Tumor zu groß ist... Ich muss meiner Freundin mal nahe legen, ggf.eine zweite Meinung einzuholen. Obwohl sie sehr überzeugt von den Fähigkeiten der Ärztin ist.

Jedoch, wie du schon schreibst, die Zeit arbeitet gegen uns. Vor man gerade 6 Wochen begannen die Beschwerden, und nun ist er schon so gewachsen...


Warum nur müssen Tiere (und auch Menschen) immer auf solche Art und Weise leiden. Können nicht einfach alle im gesegneten Alter friedlich einschlafen? :(

Tigerentchen
10.06.2009, 08:12
Meine Dicke wird mit der Horvi-Enzym-Therapie behandelt:
http://members.aon.at/akummer/Horvi-Reintoxine.htm

Katzenzahn
10.06.2009, 11:58
Vielleicht findest du hier was:
http://www.kritische-tiermedizin.de/

Sabine
10.06.2009, 13:31
Hallo,
die Frage bei einer OP ist ja auch um welchen Tumor handelt es sich. Wie weit muss ins Gesunde Gewebe geschnitten werden, das heißt wieviel Zunge, evtl. sogar Kiefer muss wirklich weg.

Christina2012
10.06.2009, 15:53
Vielen Dank für die Links.

Ich habe mich durchgefuchst und werde ihr das alles mal ausdrucken.

Leider habe ich nun auf der Seite kritische-tiermedizin.de nichts passendes gefunden, jedoch ist die Klinik bei uns in der Nähe, so dass sie dort ja evtl. mal vorstellig werden kann.

@Sabine
hmm, da bin ich wirklich überfragt. Ob der Tumor überhaupt im Kiefer ist. Und vorallem, ob er nicht schon Metastasen gebildet hat. Daran muss man ja auch immer denken.

Eine wirklich schwere Situation.

Sie sollte wirklich noch mal einen 2. TA aufsuchen. Ja - ich denke das ist das Beste...

schnutefreddy
10.06.2009, 16:12
Hallo,

Du stellst hier eine recht schwierige Frage. Du sagst der Tumor nimmt bereits die halbe Zunge ein? Sind noch andere Tumore im Körper der Katze bekannt? Einen Tumor zu entfernen ist immer eine schwierige Sache bei Katzen (und anderen Haustieren). Oftmals ist der Operationsaufwand und der Stress, der dabei für das Tier entsteht, größer als der Nutzen, den es letztendlich hat.

Du hast wohl recht, durch die Schmerzmittel kann Suse den Tumor ertragen, deshalb stört er sie wahrscheinlich auch beim Fressen nicht. Die Frage wäre, wie geht es ihr mit dem Turmor, der ja inzwischen wohl gewachsen ist, wenn sie keine Schmerzmittel erhält. Jedoch vorsicht: Schmerzmittel nur mit Absprache des TA absetzen und wenn dann auch ausschleichen lassen (falls Deine Freundin überhaupt die Mittel absetzen will).

Ich würde versuchen abzuwägen - was immer sehr schwer ist - zwischen den Kosten, dem Stress für die Katze und den postoperativen Behandlungschancen für die Katze gegen ihr jetziges Wohlbefinden und Behandlungsmöglichkeiten ohne OP. Außerdem: OP abwägen gegen Einschläfern (wenn das Stadium schon weit fortgeschritten ist).

Du sagst, Deine Freundin will die Katze solange leben lassen, bis sie merkt, dass es ihr merklich schlecht geht. Allerdings ist es sehr schwer festzustellen, ob es ihr schlecht oder gut geht, wenn die Schmerzen unterdrückt werden. Warum wurden denn überhaupt Schmerzmittel gegeben? Hatte die Katze denn schon Schmerzen mit dem Zungentumor?

Ich wünsche Dir und Deiner Freundin starke Nerven und Kraft und natürlich eine schöne Zeit mit Suse! Vielleicht hilft ein alternativer Behandlungsweg und verlangsamt das Tumorwachstum. Zurückbilden kann sich der Tumor ja leider nicht.