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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verlustangst oder Kontrollverlust?



Donnanoble
28.05.2009, 23:16
Hallo ihr.
Ich habe seit 4 Wochen einen fast 2 jährigen Hund. Wir sind die 3. Besitzer. Er klebt die ganze Zeit an mir, wenn mein Mann was sagt interessiert ihn das selten, wenn ich was sage klappt es meistens. Liegt wohl auch dran, das ich z.Zt arbeitslos und somit immer zu hause bin. Ich habe ihn schon so weit, dass er unten bleibt wenn ich nach oben in die 2. Etage gehe, manchmal kommt er nach, lässt sich aber dann runterschicken.
Wenn er alleine bleiben musste, dann sabbert, fiept und hechelt er total wenn wir wiederkommen und ist sehr unterwürfig. Er macht eigentlich nix kaputt, nur neulich mal eine Baguettstange, das war aber das einzige Mal. Er steht also deutlich unter Stress.
Wie finde ich jetzt raus ob es Kontrollverlust oder Verlustangst ist? Ich weiß dass er nach 4 Wochen noch nicht angekommen ist, ich muss aber ja auch mal wegkönnen. Ach ja, er jault und bellt wenn wir nicht da sind, das habe ich mit Handy aufnehmen können. Und er macht Türen auf... Ich bin schon mit ihm am Üben, wüsste aber nun gerne woran es liegt, da man ja beides Unterschliedlich händeln muss, oder?
Ich danke euch. :)

der dicke hund
28.05.2009, 23:29
hallo du
der hund hat in kürzester zeit 2x sein zuhause verloren.......... das prägt. er braucht vertrauen zu euch.
ich finde dieses problem sehr komplex weil man sollte noch mehr über euch wissen.
wie Z.b. euer tagesablauf auschaut.
ich würde zu einem trainer raten der sich alles vor ort anschaut bei solchen hunden kann man leider viel falsch machen wenn das timing nicht stimmt.
und du schreibst ja selbst er hat stress..............es ist viel arbeit einen traumatisierten hund wieder hinzubekommen. weil viele baustellen offen sind die alle stück für stück geschlossen werden müssen.
da helfen die normalen tips oftmals nicht. weil es viel zusammenspiel braucht.
als erstmassnahme denke ich sollte nur noch dein mann den hund füttern.........um vertrauen aufzubauen.
er sollte sich auch mit ihm beschäftigen.....aber sachte nicht übervordern....und immer schön einen schritt nach dem anderen.............der hund muss viel ertragen..........es ist alles neu er muss erstmal vertrauen aufbauen......das meine ich damit.
du kannst auch gerne bei uns mal vorbeischauen.......linkunter der sig.

Donnanoble
28.05.2009, 23:38
Alles klar, danke. Ich schaue mir den Link gleich mal an.
Ansonsten ist er ein total lieber Hund der gerne zu jedem hinrennt, von jedem gestreichelt werden will und auch alle Tiere gerne mag. Er ist nicht schreckhaft, schussfest, also einfach perfekt. :wd:
Nur ist es natürlich furchtbar für uns ihn leiden zu sehen. Mein Mann beschäftigt sich leide rnich soo rasend viel mit ihm, er hat z.B. keine Lust auf den Hundeplatz und so. Das ist aber auch ok, wir hatten das vorher abgesprochen. Tja, auch er muss erst lernen, dass es nicht geht sich nicht groß zu beschäftigen und trotzdem anerkannt zu werden. :sn:

Lastrami
29.05.2009, 08:06
Hi,

als Sofortmaßnahme würde ich dem Hund Bachblüten geben. Die könnten ihm zumindest Helfen den Schock des erneuten Umzugs zu überwinden.
Ich schreibe extra "könnte" da nicht alle Hunde darauf ansprechen. Bei meinem hat es damals wunderbar geholfen.

Wenn Du dazu fragen hast, einfach melden.

Ansonsten hat Vanessa schon ds wichtigste geschrieben: ein Trainer, der sich das ganze vor Ort anschaut.

LG Pia:bl:

0401
29.05.2009, 09:23
Hallo,

den Trainer bitte sorgfältig auswählen!

Unser Luke hatte anfangs Angst vor dem Autofahren, hat gesabbert und schob Panik.

Da wir deswegen nicht so weit fahren wollten gingen wir in der Nähe auf nen Hundeplatz! Ein einziges Mal waren wir da :mad:

Jedenfalls ein Tipp vom "Trainer" (der das schon 35 Jahre lang macht ! ) war, daß sich einer von uns auf den Rücksitz setzen soll, Leine an das Kettenhalsband und beim ersten Fiepen kräftig dran ziehen. :mad:

Jo, solche Trainer gibts tatsächlich auch noch (hoffentlich sterben sie bald aus)...

Schreib doch mal wo du wohnst, vielleicht kann dir hier jemand nen guten Trainer empfehlen.

Donnanoble
29.05.2009, 09:39
Solche Leute werden glaube ich nie aussterben, da es immer wieder Leute gibt die darauf reinfallen und alles für bare Münze nehmen.
Ich wohne in der Nähe von Bruchhausen-Vilsen, das ist zwischen Bremen und Hannover.Bachblüten werde ich mal probieren. Soll ich da die Rescue nehmen?
Gibt es ja als Pastillen sogar für Hunde.

Rustymaus
29.05.2009, 11:19
Hallo Donnanoble,

ich komm auch aus der Nähe von Bruchhausen, da kann ich dir ne gute HuSchu empfehlen, dort bin ich mit meinen beiden auch. Wenn du Interesse hast, schick ich dir gerne ne PN dazu.

Donnanoble
29.05.2009, 12:03
Ja, das wäre total lieb von dir.

Rustymaus
29.05.2009, 12:25
PN ist unterwegs.

Luna's Herrchen
29.05.2009, 13:09
Hi,

das gleiche Problem hatten wir auch mit unserem Hund, wir haben sie mit 7 Monaten bekommen und dachten halt auch, dass die arme ja total traurig ist und haben ihr viel durchgehen lassen (d.h. Kommandos mehrmals sagen bzw. auch mal nachgeben)
Sie hat am Anfang auch gebellt wenn wir weggingen & irgendwann hat sie auch mal angefangen unsere Türe zu bearbeiten.

Bei uns war es ganz klar ein Fehler, dass wir nicht von Anfang an sehr streng zu ihr waren, da wenn ich jetzt zurückblicke, es ganz klar Kontrollangst war.
Es gibt ja ein paar Vertrauensübungen, die du mal testen könntest in wieweit das Vertrauen schon vorhanden ist.

Man kann sowas schlecht sagen, ohne HF und Hund zu sehen, aber normalerweise müsste er sich ganz schnell an das neue "Rudel" gewöhnt haben und ich würde eher auf Kontrollverlust tippen, aber wie gesagt kann man sehr schlecht beurteilen.
Bei uns hat auch eine sehr gute Hundetrainerin die Wendung gebracht und jetzt ist unsere Luna in zwischen 1 Jahr und hört wirklich ganz gut, aber es war viel mehr Arbeit als es nötig war, wenn wir von Anfang an Konsequent gewesen wären.

Du kannst ja sowas auch testen, es gibt sehr viele Übungen um zu schauen ob der Hund dich als Rundelchef aktzeptiert!

LG

Mausefurz
30.05.2009, 19:32
@Donnanoble:

so wie Du es schilderst ist es bestimmt Trennungsangst... Nun mußt Du Dich darauf vorbereiten, dass Du viele Wochen, wenn nicht gar Monate in ganz vielen, kleinen Babyschrittchen das Alleinsein üben mußt. Während diese Übungsphase darf der Hund nie länger allein gelassen werden, als der momentane Trainingstand ist - sonst fängst Du bei Null an (oder Du verschlimmerst es sogar). Das muß Dir bewußt sein!

Anfangs nur eine Minute allein lassen (dafür aber ca. 20 Mal am Tag!!!). Erst jeweils eine Minute dazu, wenn Du merkst, dass das vorherige Limit gut überstanden wurde.

Es ist sehr, sehr aufwendig und muss unbedingt nach Plan gearbeitet werden. Anderen Falls kannst Du noch mehr kaputt machen. Wenn Du es durchziehen kannst und willst wirst Du Erfolg haben. Ansonsten lass es lieber gleich und suche Dir eine verantwortungsvolle Betreuungsperson, die den Hund in Deiner Abwesenheit hütet...

Viel Glück :)

Donnanoble
31.05.2009, 15:02
Zum Glück bin ich momentan arbeitslos, so kann ich mit ihm üben. Leider muss ich ja auch mal einkaufen oder zu Feiern, es ist echt schwierig ihn immer mitzunehmen. Ich bin jetzt schon so weit, dass ich ihn teilweise ignoriere. Ich habe sonst den ganzen Tag mit ihm rumgeknuddelt. Nun bleibt er auch mal liegen wenn ich nach oben gehe. Ist ja schonmal was.
Ich weiß halt auch nicht ab wann ich wieder Arbeit habe, das war ja alles etwas anders geplant.
Laut Abgabestelle bleibt er alleine...
Was sind denn das für Übungen mit denen man das testen kann @ Luns´s Herrchen?