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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diabetes, HCM und Pankreatitis



Coco_Nrw
22.05.2009, 20:54
Hallo zusammen!

Seit ca. drei Jahren ist bei uns der Wurm drin, 4 unserer 5 Fellflusen bereiten uns immer wieder Sorgen.

Ganz akut dreht es sich momentan um Tigerchen; sie begann viel zu trinken, schied entsprechend viel Urin aus. In der Tierklinik wurde dann Diabetes diagnostiziert (Fructosaminwert 348). Seitdem spritzen wir 2x tgl Insulin und betreiben fleissigst Hometesting (Blutzuckerwerte), um die Insulinmenge regulieren zu können und nicht eine Unterzuckerung zu spritzen - ziemlich viel Lesestoff, aber das bekommen wir hin.

Leider hat unsere Ärztin in der Tierklinik Herznebengeräusche festgestellt. Zur Sicherheit sollten ein Abdomen- und Herz-Schall gemacht werden, bei deren Kardiologin.

Termin war dann am Dienstag. Ergebnis: Die Herzscheidewand habe eine Dicke von 7,3mm und damit fiel die Diagnose HCM.
Zur Entlastung des Herzens käme bei Tigerchen nur ein ACE Hemmer in Frage.
Man müsse nun abwarten, wie schnell das HCM fortschreite, es könnten wenige Monate aber auch noch gute 3 Jahre sein.
Tigerchen ist nun 13 Jahre.

Der Schall des Abdomen zeigte Veränderungen an Leber, Galle und Gallenweg, dort wo Magen und Zwölffingerdarm "münden", sind beide Stellen verdickt. Auch die Bauchspeicheldrüse sei verändert. Es fiel dann das Wort "chronische oder tumoröse Pankreatitis".

Zur Bestimmung könnte man die Bauchdecke öffnen und von allen betroffenen Organen Biopsien nehmen - wir sind darauf nicht weiter eingegangen, das wäre zuviel für mich gewesen. :(
Die Kardiologin rät erst einmal zu einem Versuch mit Medikamenten. Beginnen möchte sie mit den beiden wichtigsten: einem Mittel für das Herz und einem krampflösenden Schmerzmittel.
(Die Einnahme klappt bereits bestens, fein versteckt in einem Leckerchen)

All das hat aber gesessen. :(

Ich habe heute erst einmal einen Termin bei Dr. Kresken ausgemacht, zur Kontrolle der Diagnose HCM - denn leider (bzw vielmehr zum Glück) hatte sich selbe Kardiologin vor 2 Jahren bei Jeany vermessen (leider gibt es in unserer Tierklinik nur diese Kardiologin).
Die bei Jeany vermeintliche HCM war somit gar keine, das stellte Dr. Kresken damals direkt fest (leider hat dafür ihre Schwester, unsere Lissa, die wir zur Sicherheit gleich mit schallen ließen, eine verdickte Herzwand von 5,0mm Stärke; weiterhin unter Beobachtung).

Leider ist der Termin für Tigerchen bei Dr. Kresken erst im August. Ich könnte jederzeit vorher mit einer Wartezeit von 3 Stunden vorbeikommen. Tja, das würde ich gerne, aber wie soll ich das mit einer Insulin-Katze machen. Einmal die Aufregung mit der langen Wartezeit wird ihr nicht gut bekommen, zum anderen wird sie bei ihrer Wasseraufnahme so lange nicht aushalten können. Ich weiss gerade noch nicht was ich tun soll. :(

Bezüglich der Pankreatitis schwimme ich, denn irgendwie passen die Symptome die ich nachgelesen habe, nicht zu Tigerchen; es fiel ebenfalls das Wort "Trias", aufgrund der Verdickungen an Magenwand, Zwölffingerdarm und Gallengang.
Therapie derzeit ist 1/4 Tablette Buscopan morgens.
(Ein Blutbild wurde ebenfalls angefertigt, und ein Parameter deute auf Entzündungen hin).

In 10 Tagen möchte die Kardiologin wieder mit uns reden.

Ich bin so etwas von aufgewühlt.

Hat jemand Erfahrungen damit, im speziellen mit einer vermeintlichen Pankreatitis?
Eigentlich möchte ich meinen, dass sich die Kardiologin nicht ein zweites Mal bei uns vermessen haben wird, und ob somit der Termin bei Dr. Kresken im August ausreichend ist. :confused:

Viele Grüsse!
Steffi

Katzenzahn
23.05.2009, 00:13
Hallo Steffi,
da sind keine guten nachrichten.

Mit HCM kenne ich mich nicht aus, weiß nur, dass es diese Krankheit gibt, MaineCoone sind davon verstärkt betroffen.

Eigentlich kenne ich mich mit Diabetes und Pankreatitis auch nicht aus.
aber ich weiß dass im dubarfst Forum einige Katzen mit Diabetes dadurch gebessert werden konnten, dass sie gebarft wurden.
Willst du da mal drüber nachdenken??
http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=16162

Bei Pankreatitis werden doch Enzyme gefüttert, was meint die Ärztin dazu?
http://dubarfst.eu/forum/thread.php?threadid=13824

Coco_Nrw
23.05.2009, 21:46
Hallo Katzenzahn :)

Zum Thema Barfen habe ich mich schon einmal eingelesen, wir hatten vergangens auch schon versuchsweise und mit Kleinmengen (zu Beginn mit normalem Futter vermischt) damit begonnen - 2 unserer Katzen haben es mehr oder weniger angenommen, die anderen 3 leider gar nicht. Tigerchen war eine der Verweigerinnen - ich hatte mir sogar extra einen Fleischwolf zugelegt, welcher nun sein unbenutztes Dasein in der Küche fristet.
Der Wille war definitiv da. Seitdem gibt es bei uns als Kompromiss immer mal Rindergulasch, Hühnerherzen, Hälse und dergleichen, aber die üblichen 3 Verdächtigen rühren nichts davon an. (ich weiss nicht ob Tigerchen mangels Bezahnung das Rohe verschmäht, ich weiss nur dass sie es nicht anrührt; selbst meine damals liebevoll zubereitete Leber - als Versuch sogar auch noch extra weichgekocht - ist gescheitert; das nur als Information, das wir diesen Bereich bereits in einigen Varianten getestet haben).

Bezüglich der Diabetes bin ich sehr zuversichtlich, ich habe per Zufall eine absolut tolle Seite samt zugehörigem Forum entdeckt; absolut viel Lesestoff, aber auch ebenso viel Information und Hilfe - hätte ich nur auf das vertraut was mir die Klinik-Ärztin (eine Vertretung unserer Ärztin) mit auf den Weg gegeben hat, wir hätten Tigerchen schon längst in die Unterzuckerung gespritzt...

Ich habe auch bereits hier gestöbert bezüglich Pankreatitis, bin unter anderem auch auf Enzyme gestossen. Nur zweifele ich irgendwie an, dass es sich wirklich bei Tiger um eine Pankreatitis handelt.
Ich habe nun die Idee, einfach bei unserer "Standard"-Klinik-Ärztin einen Termin auszumachen um das Thema mit ihr zu besprechen. ich möchte natürlich der Kardiologin nicht auf die Füsse treten, aber Tigerchen hat nur eine Gesundheit. Zuerst einmal will ich abwarten, bis sie ihren Bericht erstellt hat und ihn mir noch einmal genau durchlesen, aber irgend etwas stimmt da nicht.

Hilft es, wenn ich hier einmal Tigerchens Blutbild eintippsele?:confused:

Denn was mich so beunruhigt: Tigerchen riecht nahe ihres Mäulchens eigenartig, so "chemisch". Da sie Diabetikerin ist, schrillen erstmal alle Alarmglocken: Ketone. Nein, weder Blut- noch Urin-Ketone sind messbar. Das kann es also nicht sein, das messen wir seit vielen Tagen täglich - Blutketone erst seit heute. Zudem frisst sie ordentlich, trinkt viel und der Blutzucker ist auch okay - wir betreiben Hometesting.

Daher frage ich mich, ob dieser chemisch-artige Geruch auch von einer anderen Krankheit kommen kann? Weiss dieses jemand?

Mein Freund nimmt diesen Geruch überhaupt nicht wahr, ich allerdings kenne Tigerchen "vorher - nacher". So hat sie vor wenigen Wochen noch nicht gerochen. Es ist auch nicht stark, aber eben so dass ich es bemerke. Die Ärztin hat es auch nicht riechen können...

Katzenzahn
23.05.2009, 22:10
Tigerchens Zähne sind in Ordnung?

Das wäre noch eine mögliche Ursache für anderen Geruch aus dem Mäulchen.
Aber den Geruch würde ich nicht mit "chemisch" beschreiben.

pc.lieschen
23.05.2009, 22:28
Hallo

ich habe eine Katze mit schwerster HCM und mit Diabetes kann ich nur von mir selber sagen.
Am Anfang verändert sich durch die Insulingabe viel am Körper, auch der Eigengeruch kann sich ändern, denn durch den zu hohen Blutzucker war er, hm wie soll ich sagen, "negativ beeinflusst" was sich jetzt umwandelt und du es als unangenehm empfindest.
allerdings können auch andere ursachen für den geruch sein, falls er noch zähne hat dort oder im zahnfleisch selber bzw. irgendeine entzündung die du nicht siehst.
der Ärztin würde ich aber auch misstrauen, denn so einen urteil muss man ja vertrauen können.
sollte sie irgendwann mit Betablockern anfangen, die vertragen sich nicht mit Diabetes (Insulin) nur so zur info (meine Katze bekommt ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Aspirin und Wassertabletten und wird demnächst 7 Jahre)

Coco_Nrw
25.05.2009, 15:32
Hallo Ihr Zwei,

lieben Dank für Eure Antworten!

Hallo Katzenzahn,

Tigerchens Zähne sind seit Dezember in Ordnung - sie hat nur noch 3 oder 4 Stück. Jahrelang gingen wir zu unserem damaligen Tierarzt jährlich zur Zahnreinigung und als wir letztes Jahr komplett zu unserer Klinik-Ärztin wechselten, stellte sie bei der Zahnreinigung fest, dass alles im Argen war. Es wurden 12 oder noch mehr Zähne gezogen bei Tigerchen (Bericht habe ich daheim). Danach konnten wir sehen, wie es Tigerchen besser ging, sie war auf einmal vitaler, kaute wieder richtig, und die vermeintlich chronische Augenentzündung durch den damaligen Katzenschnupfen war mit einem Schlag weg.
Zähne schließe ich also aus.


Hallo PC.Lieschen,

Habe ich es richtig verstanden: Man darf keinen Beta-Blocker geben, wenn die Katze Insulin erhält? Oder meintest Du damit, dass dieses die Ärztin sagen könnte und dieses nicht unbedingt korrekt sein muss?

Ich habe heute früh direkt in der Klinik angerufen und um einen Termin bei meiner Stamm-Ärztin dort gebeten (also weder bei ihrer Vertretung noch bei der Kardiologin oder bei noch einem der anderen Ärzte dort; ich wollte nur zu ihr).

Dort waren wir heute vormittag direkt.
Denn gestern machte Tigerchen keinen guten Eindruck. Sie atmete unheimlich schwer pumpend und bauchig. Mir wurde anstrengend vom bloßen Zuschauen.

Die Kardiologin hat leider überhaupt nicht Tigerchens Lunge auf Wasser geröngt. Das hat unsere Ärztin somit direkt vorhin nachgeholt. Es waren leichte Schatten darauf.

Tigerchen soll nun täglich 2x 1/4 Tablette Dimazon 10 bekommen.
Ich möchte das nicht in Frage stellen, und leider fällt mir die Frage erst jetzt ein: ist das in Ordnung bei gerade mal leichten Schatten?

Ich habe unsere Ärztin auch gefragt ob es wirklich eine Pankreatitis sein könnte, denn der Amylase Wert von Tigerchen liegt absolut im Referenzbereich.
Unsere Ärztin schaute in den Bericht und stellte fest, dass überhaupt kein TLI geprüft wurde.
Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen. Ich habe über´s Woen gelesen, dass TLI zwingend geprüft werden müsse, ohne lasse sich überhaupt keine Pankreatitis diagnostizieren - welche im übrigen bei Katzen überaus selten vorkommt!

Es wurde also Blut abgenommen und in 2-3 Tagen wissen wir den TLI Wert. Dann soll auch entschieden werden, ob Tigerchen Enzyme benötigt.

Weiters kam noch einmal die grosse Bauch-OP auf. Sollte Tigerchen weiterhin abnehmen (sie hat seit Mitte April 700 Gramm Gewicht verloren, ist runter auf 3,7 kg), sollte sich ihr Zustand nicht bessern, so müsste man über eine Operation nachdenken.

Man würde den Bauch öffnen, und von den betroffenen Organen Biopsien entnehmen. Entdecke man direkt einen Tumor, ließe man Tigerchen gar nicht erst aus der OP aufwachen...

Ich frage mich nur, ob eine fast 14jährige Katze im derartigen Zustand - sie ist total geschwächt - dazu mit Diabetes und HCM so etwas überhaupt verkraften kann? :confused:
Und was diese Operation bringt? Heilung kann mir niemand garantieren.

Ich habe gesehen, wie schwer Jeany (sie wird jetzt 5) letztes Jahr an der Blasen-OP zu knabbern hatte. In Summe war diese OP die einzig wahre Entscheidung, aber so leicht steckt man sowas ja nciht weg, zumindest auch nicht das 14tägige Kragen tragen... Und so eine Bauch OP wäre ja eine immens riesige Narbe.
Mir ist ganz elendig.

In einer Woche sollen wir wieder vorstellig werden. Meine Frage nach dem verfügbaren Zeitrahmen bis zur Entscheidung ob oder ob keine OP beantwortete sie mit "Kurzfristig".

Das Gewicht von 3,7kg hält Tigerchen immerhin seit einer Woche konstant bei.

Sorry für den Roman!

pc.lieschen
25.05.2009, 16:02
[QUOTE=Coco_Nrw;1608473]Hallo Ihr Zwei,

Hallo PC.Lieschen,

Habe ich es richtig verstanden: Man darf keinen Beta-Blocker geben, wenn die Katze Insulin erhält? Oder meintest Du damit, dass dieses die Ärztin sagen könnte und dieses nicht unbedingt korrekt sein muss?

sagen wir es mal so, man kann sie geben ABER Beta Blocker führen dazu das die Zuckersenkende Wirkung vom Insulin sehr verstärkt wird, was schnell zu Unterzucker führen kann. Wir als Menschen merken dieses meistens an schwindel, schwitzen etc. aber deine Katze kann es dir schlecht sagen :D

Aber er bekommt doch ACE Hemmer und keine Beta-Blocker also steht es ja nicht zur frage.

Dort waren wir heute vormittag direkt.
Denn gestern machte Tigerchen keinen guten Eindruck. Sie atmete unheimlich schwer pumpend und bauchig. Mir wurde anstrengend vom bloßen Zuschauen.

Das hört sich schwer nach Wasser in der LUnge an, ich kenne das von Jessy, sie hatte es bisher 5 mal, das letzte mal gerade vor einer Woche:0(

Tigerchen soll nun täglich 2x 1/4 Tablette Dimazon 10 bekommen.
Ich möchte das nicht in Frage stellen, und leider fällt mir die Frage erst jetzt ein: ist das in Ordnung bei gerade mal leichten Schatten?

Ich würde es "erstmal" geben und schauen ob es was bringt. Denn Luft brauch dein Tigerchen und je weniger er Luft bekommt desto mehr wird das Herz belastet (es ist ein Teufelskreis)

Wenn du feststellst so nach einigen Tagen das es besser wird, würde ich in zur Not kontrollröntgen dann sieht man ob es besser wurde bzw. die Tablette mit Absprache deiner TA auf einmal herabsetzen


Weiters kam noch einmal die grosse Bauch-OP auf. Sollte Tigerchen weiterhin abnehmen (sie hat seit Mitte April 700 Gramm Gewicht verloren, ist runter auf 3,7 kg), sollte sich ihr Zustand nicht bessern, so müsste man über eine Operation nachdenken.

Jessy ist in der Zeit von Ende Dez. bis vor einer Woche von 6,2 kg auf 4,5 kg runter, jede Woche war es weniger, aber oh freude, jetzt sind es das erste mal mehr und sie hat 4,85 kg wieder :wd:

Und was diese Operation bringt? Heilung kann mir niemand garantieren.

Garantien gibt es bei sowas nie, aber ich würde auch stark zweifeln, weil er ja nun sehr krank ist und mit HCM und Narkose ist auch so eine Sache, Jessy hat damals 3 Tage gebraucht bis sie einigermaßen wieder wach war, da war sie ers 2,5 Jahre und HCM im Anfangstadium, mit nun knapp 7 und schlimmst HCM die man haben kann würde ich sie NIE in Narkose legen, das wäre ihr sicherer tot

Ich drücke deinen Tigerchen ganz doll die Daumen, das er sich irgendwie wieder aufrappelt :tu:

Katzenzahn
25.05.2009, 16:12
Hallo steffi.
zähne ist ein bissel mein Hobby.
Da hätte auch schon eher was getan werden können.
Aber nun musst du/ihr wohl das beste aus der jetzigen Situation machen.:hug:

Also das mit der OP ist wirklich eine schwere Entscheidung.
Ich weiß auch nicht, ob ich die machen lassen würde. Vor allem, wenn die Chancen nicht so gut stehen.
Vllt. doch eher versuchen, Tigerchen ein paar relativ beschwerdefreie Wochen oder Monate zu verschaffen und sie dann gehen zu lassen.

Nicht alles was die Medizin machen kann, muss man auch machen lassen :?:

Es ist schwer, sehr schwer.
Nimm dir Tigerchen und besprich es mit ihr.
Ich bin sonst nicht so mit Tierkommunikation, aber ich denke, wenn ich mit MEINEM Tier im Arm die Lage in aller Ruhe mal bespreche/durchdenke, dann bekomme ich auch eine Antwort oder finde eine Lösung, die für beide Seiten gut ist.

:cu: :hug:

Coco_Nrw
25.05.2009, 22:51
Vielen Dank für Euren Zuspruch! :hug: :hug:

Hallo Tina,

Nein, das stimmt, Beta Blocker stehen bei uns nicht zur Debatte; ich habe nur nachfragen wollen, da Du es erwähnt hattest. Vielen Dank für die Information dazu!

Ich werde die Wassertabletten vorerst wie verordnet geben, in einer Woche sind wir ja eh wieder in der Klinik und können die weitere Medikation besprechen.

Es liest sich, als ob dieses Wasser-Problem öfter auftreten kann?

Tigerchen ist übrigens eine Sie ;) Als wir sie im Alter von 7 Jahren bekamen, war sie ein vermeintlicher Kater. Namenslos. Wir beschlossen dass sie Tiger heissen sollte. Bis wir dann natürlich bemerkten: uppsala, es ist ein Mädchen :rolleyes: Also wurde Tigerchen daraus.

Knuddeln einmal Deine Jessy von uns :kraul:


Hallo Katzenzahn,

"zähne ist ein bissel mein Hobby" *schmunzel* und ich überlegte schon den Zusammenhang zu Deinem Nick. Zähne allgemein oder speziell bei Katzen?

Tja, da hätte wirklich schon eher etwas getan werden können - wir haben unserem Tierarzt vertraut, jedes Jahr die Kontrollen und Zahnsanierungen. Wir als Laien wussten ja nicht was dort los ist. Es macht mich im Nachinein wütend, aber es ist nicht rückgängig zu machen. Ich bin umso erleichteter dass wir komplett zur Klinik wechselten und dass im Dezember letzten Jahres alle Schädlinge herauskamen. Wir sind von dem üblichen Zahnstein entfernen ausgegangen, und waren umso geschockter über unsere zahnlose Omi. Zum Glück jedoch war sie neben Momo (ihr wurden 6 Zähne entfernt) die einzige, bei allen anderen Katzen sind die Zähne in Ordnung.

"Vllt. doch eher versuchen, Tigerchen ein paar relativ beschwerdefreie Wochen oder Monate zu verschaffen und sie dann gehen zu lassen.
Nicht alles was die Medizin machen kann, muss man auch machen lassen"

So sehe ich es eigentlich auch, so schwer es mir auch fällt (Tigerchen ist neben Jeany mein kleiner Liebling, zu beiden habe ich ein besonders inniges Verhältnis. Hätte mir jemand vor einigen Jahren gesagt, wie sehr man an Katzen hängen kann... )
Ich genieße nun jede freie Minute die ich mit Tigerchen verbringen kann; da sie sich schon sehr zurück gezogen hat, sind unsere Momente weniger geworden - üblicherweise folgte sie mir vor einiger Zeit noch wie ein Schatten auf Schritt und Tritt; egal ob beim Zubettgehen oder Zähneputzen oder Kaffee kochen, Duschen... Tigerchen war da :)
Das fehlt mir.

Mein Lebensgefährt sieht es anders, so kontra ich gegen diese OP bin, so befürwortet er sie. Scheint aber nicht zu bedenken, was es an Leiden für Tigerchen bedeuten könnte. Nichts wäre schlimmer als eine sinnfreie OP mit dem Ergebnis, dass man ihre Organe eh nicht heilen kann...

Ich frage mich einfach: wozu möchte man ihr den Bauch öffnen und Proben entnehmen, wenn dann die Gefahr besteht dass irreparable Organ-Schädigungen vorliegen. Was bringt dann solch eine OP für einen Sinn.

Er möchte nächste Woche zu unserem Termin dazukommen und Details/ Prognosen/ mehr Informationen von der Ärztin erhalten.

Ich hoffe, dass die Medikamente doch ihre Wirkung zeigen und Tigerchen wieder Lebensqualität bekommt.

:kraul: an Felix und Janek

Falls noch jemand diesen Beitrag lesen sollte, hat jemand Erfahrung mit solch einer Operation? Oder mit diesem Krankheitsbild?

Katzenzahn
26.05.2009, 00:34
Hallo Katzenzahn,

"zähne ist ein bissel mein Hobby" *schmunzel* und ich überlegte schon den Zusammenhang zu Deinem Nick. Zähne allgemein oder speziell bei Katzen?

Bei Katzen, weil mein verstorbener Pitti fast 9 Jahre immer Zahnsteinentzündung hatte und sie erst los war, als alle Zähne gezogen waren.





Mein Lebensgefährt sieht es anders, so kontra ich gegen diese OP bin, so befürwortet er sie. Scheint aber nicht zu bedenken, was es an Leiden für Tigerchen bedeuten könnte. Nichts wäre schlimmer als eine sinnfreie OP mit dem Ergebnis, dass man ihre Organe eh nicht heilen kann...

Ich frage mich einfach: wozu möchte man ihr den Bauch öffnen und Proben entnehmen, wenn dann die Gefahr besteht dass irreparable Organ-Schädigungen vorliegen. Was bringt dann solch eine OP für einen Sinn.

Er möchte nächste Woche zu unserem Termin dazukommen und Details/ Prognosen/ mehr Informationen von der Ärztin erhalten.



Vllt. ist es bei deinem Lebensgefährten auch die Hilfslosigkeit, nichts unternehmen zu können. Das kann ich mir vorstellen.
Und dieses Wozu solltest du unbedingt auch den Arzt fragen.

Schreib dir alle Fragen auf, dabei ordnest du deine Gedanken und vergisst nicht was Wichtiges.

Weißt du, es macht mich ganz traurig, dass ich in den letzten Tagen von so vielen ungünstigen Diagnosen lese.

Mima
26.05.2009, 07:02
Hallo Steffi:cu:

Ich drücke Dir sämtliche Daumen für Dein Tiger-Mädchen.
Dein Bericht ist für mich sehr wertvoll.
Die Bedenken gegen die OP kann ich gut verstehen, aber wie Katzenzahn schon sagt: irgendwas muss man doch tun - könnte die Einstellung Deines NG´s sein.
Man gewöhnt sich einfach nur schlecht an den Gedanken, dass abwarten auch eine Form des Tuns ist.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag,

Miriam

Coco_Nrw
29.05.2009, 22:04
Hallo zusammen!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt... wider Erwarten konnte ich noch diesen Mittwoch zu Dr. Kresken :wd:

Dr. Kresken hörte sich unsere Geschichte an, sah sich auch die mitgebrachten Laborwerte an und schallte Tigerchens Herz - Tigerchen war so entspannt und ruhig wie noch nie, kein Vergleich zu der stressigen Situation die wir in RE erlebten...

Ergebnis: Die Kardiologin der Klinik in RE hatte sich nicht nur vor 2 Jahren bei Jeany vermessen, nein, auch wieder dieses Mal. Tigerchen´s Septum ist zwar verdickt, aber nicht 7,3mm sondern nur 5,4mm. Die Hinterwand fasst 4,8mm. somit liegen wir im oberen Rahmen.
Weiters erklärte Dr. Kresken, dass Tigerchen in dem Sinne keine genetisch bedingte HCM hat, denn diese Form würden keine Katzen im Alter von 13 Jahren entwickeln. Er garantierte mir, dass Tigerchen nicht an ihrer Herzmuskelverdickung sterben wird. ACE Hemmer sollen wir weiterhin nehmen, allerdings nicht das von RE verordnete Enacard - was ohnehin zu niedrig dosiert war - sondern nun Fortekor.

Er sagte, Tigerchens Verdickung sei eine Folge-Erkrankung. Man müsste nun herausfinden, was der Auslöser dafür war; er zählte verschiedene Krankheiten auf, neben den Nieren war auch der Diabetes dabei...

Weiters machte er noch einen Bauch-Schall. Letzte Woche diagnostizierte RE noch eine verdickte Leber, Galle, Magenwand, Zwölffingerausgang und Bauchspeicheldrüse.
Am Mittwoch bei Dr. Kresken lag keine Schwellung oder Stauung der Galle vor, Leber und Pankreas waren nahezu normal. :bow:
Er sagt, man könne natürlich nicht ausschließen, dass es noch letzte Woche etwas anders aussah, aber es gibt keinen Grund für diese angedrohte Bauch-OP (er sagte: "aufschneiden kann ja jeder..." :rolleyes:).

Er empfahl mich direkt intern zu einer Spezialistin für Inneres weiter, dazu mussten wir dann gestern wieder anreisen, am Mi. war es bereits zu spät. Tigerchen war schwer "begeistert"...
Sie besprach sich zuvor mit Dr. Kresken und auch sie rat von so einer Bauch OP ab. Sie hätte überhaupt keinen therapeutischen Nutzen für Tigerchen, einzig und allein für die Chirurgen... Na das sagt doch alles :?:

Der einzige Grund für eine OP wäre eine Stauung der Galle, Warnzeichen wären Gewichtsverlust, Apathie und Erbrechen.

Nun sollen wir in 3 Wochen zur Kontrolle kommen, dann wird entschieden ob nochmal ein Blutbild gefertigt wird um die Primär-Ursache für Tigerchens Herz-Verdickung herauszufinden.
Gestern hat sie darauf verzichtet, mit Begründung dass die derzeitigen Blutwerte natürlich erhöht sein werden, aufgrund der frischen Diabetes. Wir befinden uns erst noch in der Einstellungsphase, da sei es normal dass die Werte - insbesondere der Leber - erhöht sind - eben so wie es bei uns auch der Fall ist.

Es keimt also wieder Hoffnung für Tigerchen auf! Sie räumte zwar ein, dass es sich auch um eine zunehmend stärker werdende chronische Entzündung des Darms, Magens und :confused: handeln könnte, "Triaditis" war der Fachbegriff dafür. Aber das müsste man nun erst einmal abwarten; wichtig wäre, dass es Tigerchen derzeit unter dem Herzmittel und Entwässerungsmittel besser geht.

Nun warten wir ab und trinken :cup:, ich bin aber nun deutlich entspannter und zuversichtlicher.

Katzenzahn
30.05.2009, 01:08
Oh ja, da freue ich mich auch.

Bei solchen Sachen ist es wohl wirklich angebracht, eine zweite Meinung einzuholen.

Also ist es jetzt erst mal wichtig, die Diabetes richtig einzustellen, dann wird das Gesamtsystem Katzenkörper wieder etwas besser arbeiten können.

Eine gute Nachricht zum Wochenende.
Und dass aus Tigerchen wieder ein junger Hüpfer mehr werden kann, erwartet ja keiner,:cu:

Coco_Nrw
07.06.2009, 18:25
Und leider kommt mal wieder alles anders, als man denkt.

Nachdem es Tigerchen am Pfingstwoen noch fantastisch ging - sie ist sogar erstmalig nach irre langer Zeit eine grössere Distanz gesprungen, bei der ich baff war - kam schon wenige Tage später die Wende.

Die Blutzuckerwerte gingen drastisch in die Höhe, so dass wir das Furosemid absetzten. Kontroll-Röntgen der Lunge zeigte auch nur minimalste Schatten, so dass das Absetzen ok war.

Seit Donnerstag ist Tigerchen stationär in der Klinik in RE, Verdacht auf diabetische Ketose/ Ketoazidose. Die Blutketone schossen seit Mittwoch von 2.5 auf Donnerstag früh 3.7 hoch. Und Donnerstag abend lagen sie gar bei 4.1.

Sie erhält Infusionen, ein leichtes AB und bekam kontrolliert Alt-Insulin gespritzt, um die orbitant hohen Blutzuckerwerte einzudämmen. Diese liegen nun im Bereich 200-300, was immer noch zu hoch ist.

Die Ketone sanken gestern auf 0.7, liegen leider aber heute schon wieder bei 1.1, so dass wir uns entschlossen sie weiterhin auf Station zu lassen.

Mir ist vor Sorgen ziemlich elend, und natürlich vermisse ich meine Süsse abartig. :(

Laut Ärztin sind die Nierenwerte in Ordnung, auch die Blutgas-Analyse ist okay, und der TLI Wert - der nun endlich eingetroffen ist - war auch in Ordnung, somit keine Pankreatitis.

Allerdings zeigt das Sono der Leber Rundherde - ziemlich tief in der Leber.

Nun müssen wir herausfinden, ob die Leber entzündet sein kann, oder aber was den Blutzucker trotz Insulin dermaßen hochtreibt (sie erhält Caninsulin 2x tgl je 2.0 IE).

*seuf*

Viele Grüsse,
Steffi

pc.lieschen
08.06.2009, 21:53
Hallo
wieviel wiegt eigentlich dein Tigerchen?
und seine Furosemid/Dimazon Tabletten haben sie die Stärke 10?
also pro 1/4 Tablette 2,5 mg?

ich antworte hier, weil in meinen Tread keine Antwort kam. kannst aber gerne hier oder bei mir antworten, weil ich wollte das mal näher mit der Dosierung wegen meiner Jessy wissen ob es bei mir zu wenig ist?
Oder ich evt. was ändern kann.

Ich hoffe du hast sie bald wieder zu hause und es geht ihr dann wieder gut.
Ein Diabetes einzustellen ist nicht immer einfach (kenne es vo n mir selber)

Drücke euch ganz fest die Daumen

Mima
09.06.2009, 17:50
Hallo Steffi,

es tut mir leid, dass es Tigerchen schlechter geht :hug::hug:
Ist sie wieder zu Hause?
Wir drücken die Daumen. Halt uns bitte auf dem Laufenden.

Miriam