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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gargamel der Pechvogel- Verdacht auf Borreliose



summersoul
04.05.2009, 18:56
Vorneweg:
tut mir leid für den Monsterbeitrag gleich :o:sporty:

Hallo zusammen,

Mein kleiner Pechvogel Gargamel bereitet mir wieder Sorgen.
Vor über einem Monat hat er Blut an der rechten Pfote abgenommen bekommen (zwecks Nierenwerten- er hatte im letzten Jahr enorm Probleme mit den Nieren, Verdacht auf Leukose bei einem TA, ein anderer TA hat ihn wieder aufgepeppelt und der Verdacht auf Leukose konnte sich nicht erhärten). Ein Paar Tage später fiel mir auf, dass Gargamel stark auf der rechten Pfote humpelt. Vorangig an Tagen, an denen das Wetter von gut auf schlecht umschwingt- vielleicht auch nur Zufall

Als sich das nicht gelegt hat, bin ich mit Gargamel zum TA und die Pfote wurde abgetastet und geröngt. Es stellte sich nur eine kleine kugelförmige Verdickung heraus (vielleicht bilde ich es mir ein, aber da, wo ihm Blut genommen wurde- was er sich nicht wirklich hat gefallen lassen- sicher bin ich mir aber nicht!), die laut TA ihm auf eine Sehne druckt und das würde ihm die Schmerzen bereiten. Er gab mir ein Mittel (ich weiß den Namen leider nicht) gegen Schmerzen mit, das ich wie eine Therapie vollständig aufbrauchen soll und dem Kater mit einer Spritze täglich zweimal einflösen sollte. Gesagt, getan.

Allerdings wurde es mit Gargamel immer schlechter, er fing an, sich zu verkriechen und jaulte richtig herum, er humpelte zusehends immer mehr. Gefressen hat er ganz normal und Kot abgelassen ebenso. Allerdings hat er recht wenig getrunken (Wasser ist immer frisches da, normalerweise fülle ich mehrmals auf, weil ich zwei Katzen habe und die gerne trinken).
Vor etwas über einer Woche war's dann so schlimm, dass er die Hinterpfoten merkwürdig beim Laufen hinterhergezogen hat, wie wenn er nicht genug Kraft hätte. Er schwankte auch etwas und verkroch sich die meiste Zeit unter meiner Bettdecke. Wenn ich ihn mal aufgedeckt habe, gab es laute Protestschreie.

Also ging es wieder zum TA...diesmal meinte er, dass die Symptome typisch für eine Borreliose sind. Es gab ein Breitbandantibiotikum (einmal hat er es gespritzt und das weitere Antibiotikum, allerdings mit einem anderen Wirkstoff hat er mir in Tablettenform für zu Hause mitgegeben, damit ich den Kater nicht dauernd mit TA-Besuchen stressen muss und er sich ausruhen kann). Ein Schmerzmittel war auch in der Spritze dabei.
Gargamel ging es noch am gleichen Tag besser, ich war richtig happy
Er hat sich zwar immer wieder bei der Medgabe gesträubt und am sichersten fuhr ich mit Tablette in ein wenig Wasser auflösen und ins Mäulchen mit einer Aufziehspritze einflösen.

Ich hatte aber den Eindruck, dass es ihm vieeeeeel besser geht.
Gestern hat er seine letzte Tablette bekommen und Gargamel gefiel mir gestern schon nicht wirklich. Das Humpeln fing wieder ein, das Jaulen heute nacht- ich habe KEIN Auge zugetan, weil ich mich wirklich nur im Bett umdrehen musste, ohne den Kater zu berühren und er gejault hat. Heute früh ist er wieder am Schwanken gewesen. Er frisst zwar noch gut, aber das Trinken ist momentan nicht so seins
Heute nachmittag gehts auf jeden Fall zum TA.

Ich bin langsam mehr als verzweifelt, weil ich
a) mir nur wünsche, dass der Kleine endlich wieder gesund wird, er hat eh so eine Pechsträhne
b) keine bisherige Diagnose mich wirklich überzeugt hat (das mit der Borreliose z.B.... ich frage mich wie Gargamel als reine Wohnungskatze an eine Zecke kam...?! mein Misstrauen liegt aber vielleicht auch eher an den echt schlechten Erfahrungen, die ich mit den vielen, vielen TÄ gemacht habe).

Mittlerweile versuche ich mir wirklich zu überlegen, was er haben könnte.
Ich habe auch auf einen Tumor getippt, eine andere Erklärung wäre für mich aber auch Rheuma!... für mich spricht folgendes für Rheuma:

- auf Wetterumschwung reagiert Gargamel in letzter Zeit (kann aber auch Zufall sein?!)
- er humpelt nicht regelmäßig, es ist mal besser, mal schlecht, mal auf den Hinterpfoten, mal auf der Vorderpfote
- dass er Schmerzen hat ist offensichtlich, weil er sehr aggressiv ist (vorhin saß er auf dem Schreibtisch und ich habe nur im Internet recherchiert, da holte er aus und krallte sich an meiner Hand fest ) er faucht auch oft die Dicke an
- dass er nichts bis sehr wenig trinkt kann die Harnsäurewerte in die Höhe jagen, was Rheuma begünstigen kann
- seine Gelenke scheinen mir leicht angeschwollen zu sein (er stellt die Pfote immer so komisch auf, dass es schwer ist, das zu beurteilen)

Vielleicht habt ihr für mich noch ein Paar Tipps??

Gargamel ist 2,5 Jahre alt, Wohnungskater und kastriert

Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus

P.S.: Ich komme gerade vom TA, er hat Gargamel untersucht (abgetastet, abgehorcht, Zahnfleisch angesehen usw.) Gargamel hat entgegen seiner Art tapfer zu sein, viel gejault, aber hauptsächlich an der Wirbelsäule. Der Arzt tippt weiterhin auf Borreliose. Da er Gargamel letzte Woche beim Arztbesuch einmal Breitbandantibiotikum gespritzt hat, das zwei oder drei Tage hielt (weiß ich nicht mehr so genau) und ich für zu Hause weiteres Breitbandantibiotikum in Tablettenform allerdings mit einem anderen Wirkstoff bekommen habe, vermutet er, dass das Antibiotikum in der Spritze angeschlagen hat, das in Tablettenform dagegen nicht. Ich persönlich kann’s nicht ausschließen, weil Gargamel im vergangenen Jahr echt viel Antibiotikum bekommen hat… vielleicht ist er auf eine Sorte resistent geworden.

Blutergebnisse sollen Mittwoch da sein. Dann wird auch entschieden, ob ein Röntgenbild nötig sein wird (der Arzt hat es mir überlassen, meinte aber, dass die Wirbelsäule nur 1 Grund sein könnte, warum es Gargamel nicht gut geht, die Ursache aber eine andere sein dürfte). Bis dahin hat er Gargamel ein Schmerzmittel gegeben. Jetzt heißt es Mittwoch abwarten.

summersoul
04.05.2009, 19:03
Da ich das ganze schon in einem anderen Thread gepostet habe und da schon einige Fragen gestellt wurden, möchte ich sie hier im folgenden beantworten.


Hierzu fällt mir auf, dass ausgerechnet an der Blutabnahmestelle eine Verdickung aufgetreten sein soll und diese anscheinend schmerzt und das Humpeln verursacht. Möglicherweise hat er dort etwas (Gewebedisplasie???), was durch den Einstich der Kanüle verschlechtert wurde oder die Schmerzsymptome ausgelöst wurden. Zur genauen Untersuchung durch einen TA solltest Du Deine Vermutungen und das Auftreten der Schmerzen unter bestimmten Gegebenheiten dem TA genau erklären.

>>kann ich nicht sagen, es ist nur eine Vermutung meinerseits, sicher bin ich mir nicht. Den TA habe ich darauf angesprochen und er meinte, dass kleinere Verletzungen wohl zu solchen kleinen Verdickungen führen können- sorry, Fachnamen habe ich nicht behalten. Ich selbst hatte in Folge einer Verletzung mal sowas am Unterarm und angenehm war das nicht, aber es ging irgendwann von selbst weg.


Beim Röntgen werden vorrangig Sachen sichtbar, die verknöchert oder verknorpelt sind. Tumore o.ä. werden dabei eigentlich nicht sichtbar (?) Wenn an der Blutabnahmestelle eine Verdickung sichtbar war, .. wo hat der TA denn da reingepickst, um das Blut abzunehmen? Ich weiß, die Frage ist etwas böse. Ich habe schon erlebt, dass weil an der falschen Stelle untersucht wurde, völlig falsche Befunde erfolgten (Hoden als Tumor identifiziert .. also bitte )
Zu den Schmerzmitteln: hast Du diese in Kombination oder exklusive Doxycyclin gegeben? Wenn Du beide Mittel gleichzeitig gibts, weißt Du u.U. nicht, aufgrund welcher Medikation die Symptome zurückgehen. Dabei sollten die Schmerzmittel ca. eine Woche versetzt gegeben werden, um die Wirkung des Doxy einschätzen zu können. Hast Du das Schmerzmittel anwendungsgemäß in Absprache mit dem TA ausschleichen lassen? Das Ausschleichen von Schmerzmitteln ist entscheidend für die Gesundheit der Katze und den Behandlungserfolg.

>>Auf einem Röntgenbild kann man auch anderes erkennen. Wasser in der Lunge z.B. ist auf dem Röntgen sichtbar (ich hatte das mal und hab das Röntgenbild mit eigenen Augen gesehen). Lungenkrebs sieht man auch auf Röntgenbildern.
Das Schmerzmittel habe ich versetzt mit dem Doxycyclin geben. Das Schmerzmittel habe ich vor dem Antibiotikum bereits gegeben. Alles, was gemacht wurde, war in Absprache mit dem TA…jetzt soll ich es z.B. nicht geben. Es war laut TA auch homöopatisch… .



Wenn die Katze sich verkriecht ist das kein gutes Zeichen! Ich will Dir keine Angst machen, Du weißt bestimmt selbst, dass sterbende / kranke Katzen sich oft zurückziehen. Hast Du den Eindruck Dein Gargamel "will" die Behandlung? Ist er motiviert und macht bei der Medikamentengabe mit? Was sagt Dein TA über den Charakter Deines Katers? Ist der TA zuversichtlich? Hast Du das Gefühl, Dein Kater lässt vieles bis alles mit sich machen, solange Du es tust und seiner Gesundheit zugute kommt?

>>Gargamel sträubte sich schon gegen die Antibiotikumtabletten aber das lag wohl daran, dass sie bitter waren. Grundsätzlich lässt er aber alles über sich ergehen. Auch nach einem anstrengenden TA-Besuch kommt er kurz zu mir und „gibt Köpfchen“. Er ist definitv eine Kämpfernatur. Letztes Jahr stand er mit zwei Katzenpfoten im Katzenhimmel und mir haben mehrere TÄ bestätigt, dass der Kater einen ungeheuer großen Kampfgeist hat… andere Katzen hätten wohl schon aufgegeben. Ich denke schon, dass Gargamel mir „vertraut“.



Wenn es nicht nur die Vorderpfote (Blutabnahmestelle), sondern auch die Hinterpfote betrifft (einseitig oder überkreuzt?) besteht die Möglcihkeit, dass ein Tumor bereits metastasiert hat. ODER wie Du sagst, dass es sich um beispielsweise Rheuma handeln könnte. Mit Rheuma kenne ich micht nicht gut aus, da weißt Du besser bescheid, welche Symptome auftreten. Wenn Du da einen genauen Verdacht bzgl dieser Erkrankung hast, musst Du Deinen TA bei den Untersuchungen auch darauf ansprechen. Wenn er dahingehend zurückhalten ist, frag besser nochmal und nochmal nach. Du kennst Deinen Kater und hast Dich ja anscheinend auch etwas schlau gemacht.

>>ich will jetzt ehrlich gesagt auch nicht den Teufel an die Wand malen. Sollte etwas metastasiert haben, dann kann ich vermutlich ohnehin nichts mehr für ihn tun. Das schließe ich allerdings aus. Eine wirklich sterbenskranke Katze verhält sich in meinen Augen anders.
Es ist hauptsächlich die rechte Vorderpfote, auf die Hinterpfoten tritt er normal auf, läuft aber sehr breitbeinig und etwas „betrunken“. Auch nicht immer.


Trinkverhalten: Bei Nierenproblemen wird vorrangig sehr viel Wasser getrunken. So viel, dass schon kaum noch vom Wassernapf gewichen wird. Ob sich das Trinkverhalten während der Symptomatik verändert hat, oder gleich blieb, kannst nur Du beurteilen. Möglicherweise liegen aber auch zwei Sachen vor, die einander nicht zwingend bedingen oder verknüpft sind. Geh die Sache differenziert an.


>> Gargamel hatte im vergangenen Jahr akute und lebensbedrohliche Nierenprobleme. Er hat anfangs noch sehr sehr viel getrunken, später aber fast gar nichts mehr. Momentan trinkt er auch eher wenig, aber nicht gar nichts.


Wenn Dein TA so häufig seine Meinung ändert, hat er entweder nicht viel Ahnung oder er macht gerade eine Menge Kohle mit Deinem Kater. Du solltest zugunsten Deines Katers vielleicht den TA doch noch mal wechseln? Borreliose zeigt meines Wissens nach recht eindeutige Symptome. generell sollten Entzündungserscheinungen im Blut nachgewiesen werden können. Wurde die Blutuntersuchung (diesmal bitte woanders pieksen) wiederholt? Manche Entzündungen treten erst nach zwei Wochen im Blutbild sichtbar auf.

>> da muss ich meinen jetzigen TA verteidigen. Ich habe definitiv nicht den Eindruck, Geld aus der Tasche gezogen zu bekommen. Er bemüht sich adäquat zu behandeln und mich nicht arm zu machen. An seinem Borreliose-Verdacht hält er im Moment fest. Dass er vorher schwankte…ich kann’s ihm nicht verübeln. Bei uns lag noch zu der Zeit Schnee, Gargamel ist eine reine Wohnungskatze. Ein Zeckenbiss ist da schon sehr ungewöhnlich und die Symptome waren beim ersten Besuch nicht wie jetzt. Er hinkte lediglich etwas auf der Vorderpfote.
Ein komplettes Blutbild wird jetzt erstellt, der TA hat heute Blut genommen.


Was die Schmerzen anbelangt: Wenn er so stark jault ... Kannst Du ihn denn inzwischen gar nicht mehr anfassen, ohne dass er jault? Quält er sich? Geh zu nem anderen TA, besser Tierklinik. Ich bin misstrauisch. Du bestimmt sowieso.

>> er lässt sich schon anfassen, er beobachtet mich genau scheint mir und guckt mir in die Augen, lässt sich ein Kraulen unterm Kinn oder zwischen den Ohren gern gefallen. Manchmal will er aber auch lieber seine Ruhe haben. Na ja, quälen ist relativ. Er hat definitiv Schmerzen, er fühlt sich definitiv unwohl. Gequält hat er sich im letzten Jahr, da habe ich gedacht, ich zerbreche, weil er so leidet, aber im Moment ist es in einem Rahmen, wo ich zwar Respekt vor der Situation habe, aber nicht völlig panisch und hoffnungslos bin.



Das er gut frisst, ist ein gutes Zeichen! Kannst Du ihm die Medikamente nicht über das Futter geben? Oder vielleicht als Vorspeise (angerührt in Babybrei beispielsweise)? Damit der Kater weiterhin motiviert an dei Behandlung rangeht.

>> ich kann ihm die Medikamente schlecht über’s Futter geben, weil die Katze auch an das Futter rangeht zuden frisst Gargamel immer nur kleine Portiönchen und oft nicht alles auf. Im letzten Jahr habe ich das noch über Leckerlis versucht, aber die hat er verweigert. Es ist leichter, wenn ich ihm die Medikamente verweigere und er danach eine kleine Belohnung bekommt.

>>dein angesprochener TA-Wechsel ist für mich insofern problematisch, weil ich im letzten Jahr bereits alle erdenklichen TÄ in der Gegend abgeklappert habe, sehr oft enttäuscht wurde (letztes Jahr habe ich an einer Fehldiagnose eines Arztes meinen Hund verloren- dabei habe ich und der Rest der Familie diesem TA mittlerweile vertraut). Desweiteren kann ich zur Zeit auch kein Auto unterhalten und habe das meiner Eltern nur dann, wenn mein Vater frei hat. Ich brauche also einen TA, den ich gut erreichen kann, auch mal einen Nachbarn fragen kann, ob er mich fährt.
Als ich die Katzen angeschafft habe, war ich Gutverdiener, seit über einem Jahr bin ich allerdings arbeitssuchend (selbst mit meinem Minijob ist nicht viel getan). TÄ, die einem nur das Geld aus der Tasche ziehen habe ich hier in der Gegend zu Genüge. Ich frage mich, wo die Tierärzte mit Herz geblieben sind. Ich hoffe, dass Gargamel diesmal bei dem TA etwas besser dran ist. Skeptisch bleibe ich trotzdem.

schnutefreddy
04.05.2009, 19:05
Hi,

die Wirbelsäule tut weh? Hat der TA einen Bandscheibenvorfall in Betracht gezogen? Vielleicht drückt auch ein Tumor auf eine Stelle entlang der Wirbelsäule. Vielleicht ist es aber auch ein Symptom, das zusammen mit den anderen auftritt.

Einen Bandscheibenvorfall sollte man mit Röntgen sichtbar machen können, man kann die Katze ja von verschiedenen Seiten ablichten. Einen Tumor kann man nicht mit Röntgen erkennen (?) Den kann man u.U. (solange er unter der Haut "zugänglich" ist) ertasten, glaube ich. Da weiß jemand anderes aber bestimmt mehr zu.

Bist Du jetzt zum selben TA gegangen wie das vorige Mal?

schnutefreddy
04.05.2009, 19:17
....
Das Schmerzmittel habe ich versetzt mit dem Doxycyclin geben. Das Schmerzmittel habe ich vor dem Antibiotikum bereits gegeben. Alles, was gemacht wurde, war in Absprache mit dem TA…jetzt soll ich es z.B. nicht geben. Es war laut TA auch homöopatisch… .
...
>> da muss ich meinen jetzigen TA verteidigen. Ich habe definitiv nicht den Eindruck, Geld aus der Tasche gezogen zu bekommen. Er bemüht sich adäquat zu behandeln und mich nicht arm zu machen. An seinem Borreliose-Verdacht hält er im Moment fest. Dass er vorher schwankte…ich kann’s ihm nicht verübeln. Bei uns lag noch zu der Zeit Schnee, Gargamel ist eine reine Wohnungskatze. Ein Zeckenbiss ist da schon sehr ungewöhnlich und die Symptome waren beim ersten Besuch nicht wie jetzt. Er hinkte lediglich etwas auf der Vorderpfote.
Ein komplettes Blutbild wird jetzt erstellt, der TA hat heute Blut genommen.
...
ich kann ihm die Medikamente schlecht über’s Futter geben, weil die Katze auch an das Futter rangeht zuden frisst Gargamel immer nur kleine Portiönchen und oft nicht alles auf. Im letzten Jahr habe ich das noch über Leckerlis versucht, aber die hat er verweigert. Es ist leichter, wenn ich ihm die Medikamente verweigere und er danach eine kleine Belohnung bekommt.
....


homöopathisch??? Meint der TA in "homöopathischen Mengen" oder ein "homöopathisches Schmerzmittel"?
Zecken sind trotz sehr kaltem Winter erstaunlich früh dran. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es so ist. Freddy hat schon Anfang März die ersten Zecken angeschleppt, und da hatte ich das Gefühl, der Schnee wär grad erst geschmolzen :?:
Gut, dass ein Blutbild gemacht wird. :tu:

Tipp: Wir lösen die Medikamente in wenig Wasser und mischen dann etwas Babybrei unter -Rind oder Geflügel pur! = hat viel Geschmack zum Überdecken:tu: Das Mischen wir bereits in einem ganz kleinen Schälchen an und servieren es Freddy als Vorspeise. Er schlabbert das begeistert. Schmeckt ja schön nach Rind. Und erst danach gibt es für beide Mietzen Futter. Schnute halten wir solange von Freddy fern, damit er in Ruhe seine Medis genießen kann. Vielleicht klappt das bei Gargamel auch?

summersoul
05.05.2009, 07:10
Hi,

die Wirbelsäule tut weh? Hat der TA einen Bandscheibenvorfall in Betracht gezogen? Vielleicht drückt auch ein Tumor auf eine Stelle entlang der Wirbelsäule. Vielleicht ist es aber auch ein Symptom, das zusammen mit den anderen auftritt.

Einen Bandscheibenvorfall sollte man mit Röntgen sichtbar machen können, man kann die Katze ja von verschiedenen Seiten ablichten. Einen Tumor kann man nicht mit Röntgen erkennen (?) Den kann man u.U. (solange er unter der Haut "zugänglich" ist) ertasten, glaube ich. Da weiß jemand anderes aber bestimmt mehr zu.

Bist Du jetzt zum selben TA gegangen wie das vorige Mal?

Guten Morgen,

beim Abtasten der Wirbelsäule hat Gargamel bizzel mehr gemeckert, als an anderen Stellen. Einen Tumor konnte der Arzt nicht ertasten. Einen Bandscheibenvorfall schließt er trotzdem eher aus und wenn ich ehrlich bin- ich auch. In meinem Bekanntenkreis kenne ich einige mit drohendem oder tatsächlichem Bandscheibenvorfall. Da nützen nicht mal mehr Schmerzmittel etwas, da geht man fast die Wände hoch vor Schmerzen. Eins mit Entzündungshemmer könnte ggf. u.U. ein wenig Erleichterung bringen. Dagegen spricht auch, dass die Gliedmaßen nicht wechselnd schmerzen oder versagen. Ein Bandscheibenpatient wird nicht munter fröhlich durch die Gegend hüpfen auch wenn er Schmerzmittel bekommt.

Ich war jetzt beim selben TA. Ich bin zwar skeptisch, nach wie vor, aber ein anderer kommt für mich erstmal nicht in Frage, weil ich zu den anderen jegliches Vertrauen verloren habe. Und ich habe schon das Gefühl, dass er Gargamel helfen will und nicht dick und fett die Eurozeichen in den Augen stehen hat, sondern wirklich am Tier interessiert ist.


homöopathisch??? Meint der TA in "homöopathischen Mengen" oder ein "homöopathisches Schmerzmittel"?
Zecken sind trotz sehr kaltem Winter erstaunlich früh dran. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es so ist. Freddy hat schon Anfang März die ersten Zecken angeschleppt, und da hatte ich das Gefühl, der Schnee wär grad erst geschmolzen
Gut, dass ein Blutbild gemacht wird.

Tipp: Wir lösen die Medikamente in wenig Wasser und mischen dann etwas Babybrei unter -Rind oder Geflügel pur! = hat viel Geschmack zum Überdecken Das Mischen wir bereits in einem ganz kleinen Schälchen an und servieren es Freddy als Vorspeise. Er schlabbert das begeistert. Schmeckt ja schön nach Rind. Und erst danach gibt es für beide Mietzen Futter. Schnute halten wir solange von Freddy fern, damit er in Ruhe seine Medis genießen kann. Vielleicht klappt das bei Gargamel auch?

Ich denke, er sagte "Homöopatisches Schmerzmittel".
Mir sind diese Mistviecher echt zuwider. Gargamel hatte eine Zecke...trotz täglichem Bürsten ist mir nichts aufgefallen und ich habe auch keine Überbleibsel gefunden. Vermutlich hat er sie selbst rausgerissen, weil die Stelle zugänglich ist und sie aufgefressen :-(0).
Unser Welpe Charly hatte auch eine unterm Schlappohr. Ich habe schon überlegt, ob er vll eine Zecke im Fell hochgetragen hat zu den Katzen. Hund und Katzen verstehen sich nämlich suuuuper :love:

Ich bin auch froh, dass jetzt das Blutbild gemacht wird, dass man dann ein "Katzenprofil" hat und damit weiter arbeiten kann. Ich versuche mich jetzt nicht weiter verrückt zu machen. Es kommt, wie es kommen muss denke ich. Ich hoffe einfach nur das beste.

Den Tipp mit dem Babybrei werde ich mal bei Gelegenheit ausprobieren. Ich hab nur etwas Angst, dass er es nicht annimmt. Zur Zeit muss ich eh abwarten, weil ich ihm im Moment gar keine Medikamente selbst verabreiche.

Kurz der Stand der Dinge:
Gargamel ging es gestern nach dem Arztbesuch schon besser. Er ist durch die Gegend getrippelt und ist auch wieder zur Tür gelaufen, wenn er jemanden die Treppe hochkommen hörte. :)
Als ich im Bett lag, kam er zu mir gekuschelt und geschnurrt und ist bei mir um den Hals gewickelt eingeschlafen :love: War zwar etwas unbequem für mich *g* aber ich war soooo froh darüber. Gerade steht er da und gibt "Köpfchen" und rollt sich auf meinem Schoß zusammen.:love:
Gefressen hat er heute auch und hat jedes Familienmitglied einzeln begrüßt. :tu:
Er schwankt noch bizzel beim Laufen, hat's aber immer so eilig, dass er darüber hinweg sieht.

UlliLili
05.05.2009, 15:41
Hallo, Summersoul, prima, dass es besser geht. Ich habe heute in der Zeitschrift dogs gelesen (obwohl ich nur Katzen habe, aber die Zeitschrift ist einfach schön), dass die Diagnose Borreliose bei Hunden sehr oft falsch ist. Katzen könne zwar theoretisch auch Borreliose bekommen, aber sehr, sehr selten. Gruß, Ulli

Grizabella
06.05.2009, 00:35
Katzen könne zwar theoretisch auch Borreliose bekommen, aber sehr, sehr selten. Gruß, Ulli

Dieser Meinung sind die Tierärzte hier auch, und zwar alle. In erster Linie wird hier daher nach anderen Krankheitsursachen gesucht.

Auch unser Kater Ulli begann im Frühjahr 2005, kurz nach seiner Ankunft aus Spanien zu humpeln und hatte offensichtlich Schmerzen, da war er erst 1 1/2 Jahre alt. Die Tierärztin tippte auf ein rheumatisches Geschehen und dürfte damit recht gehabt haben. Er wurde nach Injektionen bei der Ärztin zu Hause mit Rimadyl weiterbehandelt (wurde einmal rückfällig, daraufhin durch längere Zeit derart behandelt). Das Leiden ist nicht mehr aufgetreten; leider weiss ich seit zwei Jahren, dass er FIV-positiv ist. Das kann mit seiner damaligen Krankheit zusammenhängen, muss aber nicht. Das soll auch nicht heissen, dass jede Katze mit einem rheumatischen Leiden FIV-positiv ist.

summersoul
08.05.2009, 11:23
rheumatische Beschwerden schließt mein TA nicht aus...zumal im vorigen Jahr die Harnsäurewerte neben Ceratinwerten usw. sehr sehr sehr hoch waren. Ich weiß nur vom Menschen, dass erhöhte Harnsäurewerte Rheuma bedingen können. Deswegen habe ich daraufhin den Arzt angesprochen.

Am Mittwoch standen noch zwei Blutwerte aus: Borreliose und Katzenaids

heute kriege ich sie.

Gargamel wurde schonmal auf Katzenaids getestet (ich weiß, dass die Katze den Virus in sich haben kann, er noch nicht ausgebrochen ist, es nicht angezeigt wird, die Katze es trotzdem haben kann usw. ... letztes Jahr damit sehr lang beschäftigen müssen :( ) ... damals war der Test negativ. Der vorhergehende Arzt meinte aber, der Kater hat 100%ig Katzenaids und wollte ihn am liebsten gleich einschläfern. Nachdem gut ein Jahr rum ist, weiß ich, dass die Entscheidung, eine zweite Meinung einzuholen goldrichtig war und eine sterbenskranke Katze nicht so viel Unsinn machen würde, wie mein Kater ;)

Das mit der Seltenheit von Borreliose habe ich auch gehört... ich frage mich nur, inwieweit Katzen, die wirklich jeden Mist aufschnappen auch eher an Borreliose erkranken können. Hat das war mit den Abwehrkräften einer Katze zu tun oder überhaupt nicht???

Gargamel habe ich aus dem Tierheim geholt. Ich glaube, hätte ich eine Woche noch gewartet, wäre er da längst tot.

summersoul
09.05.2009, 08:35
waren gestern wieder beim TA.
Leukose-Titter ist sehr grenzwertig und irgendwo hatte Gargamel Kontakt mit dem Corona-Virus... :(
"Borreliose-Werte" waren noch immer nicht da. Der Arzt ruft mich zurück, wenn etwas mit den anderen Werten nicht in Ordnung sein sollte.

Gargamel humpelt immer noch und heute brummelt er auch ab und zu. Sucht immer meine Nähe, hat heute Nacht aber nicht bei mir geschlafen.

Beim TA gestern hat er sich wieder auf die Hinterbeine gestellt und die Vorderpfoten auf meine Schultern gelegt und mir ganz fest in die Augen geschaut. Ohne Murren oder auch nur einem Zucken hat er sich so die Spritze geben lassen. Die letzten beiden Male war es schon so und der Arzt war davon ziemlich angetan.

Trotzdem bin ich traurig wegen den Blutergebnissen :(
Ich war jetzt so froh, dass wir ihn wieder halbwegs stabil hatten, was seine Nierenwerte anging... .

Grizabella
09.05.2009, 21:38
rheumatische Beschwerden schließt mein TA nicht aus...zumal im vorigen Jahr die Harnsäurewerte neben Ceratinwerten usw. sehr sehr sehr hoch waren. Ich weiß nur vom Menschen, dass erhöhte Harnsäurewerte Rheuma bedingen können. Deswegen habe ich daraufhin den Arzt angesprochen.

Am Mittwoch standen noch zwei Blutwerte aus: Borreliose und Katzenaids

Gargamel wurde schonmal auf Katzenaids getestet (ich weiß, dass die Katze den Virus in sich haben kann, er noch nicht ausgebrochen ist, es nicht angezeigt wird, die Katze es trotzdem haben kann usw. ... letztes Jahr damit sehr lang beschäftigen müssen :( ) ... damals war der Test negativ. Der vorhergehende Arzt meinte aber, der Kater hat 100%ig Katzenaids und wollte ihn am liebsten gleich einschläfern. Nachdem gut ein Jahr rum ist, weiß ich, dass die Entscheidung, eine zweite Meinung einzuholen goldrichtig war und eine sterbenskranke Katze nicht so viel Unsinn machen würde, wie mein Kater ;)

Das mit der Seltenheit von Borreliose habe ich auch gehört... ich frage mich nur, inwieweit Katzen, die wirklich jeden Mist aufschnappen auch eher an Borreliose erkranken können. Hat das war mit den Abwehrkräften einer Katze zu tun oder überhaupt nicht???

Ein negativer Bluttest auf FIV ist eindeutig negativ; Ausnahme: das Tier hat sich in den letzten sechs Wochen mit FIV infiziert. Gleich einschläfern - warum? Cynthis Kater ist eindeutig FIV-positiv und ist 16 Jahre alt. FIV muss über die Lebensdauer einer Katze nicht unbedingt ausbrechen. Na, sicher schnappt eine FIV-positive Katze viel leichter alles Mögliche auf als eine gesunde. Darum müssen ja Sekundärinfektionen gleich und massiv behandelt werden.


waren gestern wieder beim TA.
Leukose-Titter ist sehr grenzwertig und irgendwo hatte Gargamel Kontakt mit dem Corona-Virus... :(
"Borreliose-Werte" waren noch immer nicht da. Der Arzt ruft mich zurück, wenn etwas mit den anderen Werten nicht in Ordnung sein sollte.

Trotzdem bin ich traurig wegen den Blutergebnissen :(
Ich war jetzt so froh, dass wir ihn wieder halbwegs stabil hatten, was seine Nierenwerte anging... .

Es ist bei Tieren wie bei Menschen - manche haben halt einen oder mehrere Webfehler. Gargamel weiss nichts von Laborergebnissen und ist bei dir glücklich, versuch es mal so zu sehen.

UlliLili
09.05.2009, 21:48
Hallo, ich glaube, der Corona-Titer sagt nicht wirklich was (Kontakt mit dem Virus hatten die meisten Katzen ja, dass er FIP hat, kann ich mir nicht vorstellen) und Leukose ist grenzwertig. Also noch nicht schlimm. Leukose lässt sich so weit ich weiß behandeln. Gruß, Ulli

Drottning
09.05.2009, 23:13
Leukose lässt sich so weit ich weiß behandeln.
Soweit ich mich erinnere, war/ist hier jemand im Forum, dessen Katze Leukose hatte. Ist behandelbar.

Katzenzahn
10.05.2009, 00:12
Leukose (FeLV).
ein erhöhter Titer kann auch bedeuten, dass die Katze gerade dagegen kämpft.
Und es gibt bei den Tests falsch-positive Ergebnisse.

http://www.laboklin.de/frame.php?lang=de
Hier mal bitte unter Vetinfo ins Jahr 2004 gehen.

summersoul
10.05.2009, 08:08
Danke euch allen.
Der Link hat mir ein wenig Aufschluss über FIP gegeben.
Zwecks Leukose werde ich später noch im Forum suchen.

Gestern ging es Gargamel schlechter: sind dann zum Notdienst gefahren- war ein anderer Arzt vor Ort. Er hat sich die ganze Vorgeschichte von Gargamel erzählen lassen, hat sehr viele Fragen gestellt, hat ihn wirklich eingehend untersucht, ihn auch im Behandlungsraum rumlaufen lassen um ihn etwas beobachten zu können.

Damit ihr euch ein Bild machen könnt: Gargamel rutscht jetzt mit der rechten Vorderpfote nach vorne und das rechte Hinterbein (das ist seit gestern neu) schleift er ein wenig (die Pfote setzt er dabei nicht ganz auf dem Boden auf, sondern schleift sie wirklich- man hört immer die Krallen auf dem Boden kratzen).
Er hat große Mühe zu springen und Probleme, gerade zu laufen.

Er frisst super- nach wie vor und darüber bin ich wirklich dankbar- er schläft auch bei mir im Bett und sucht meine Nähe.

Schmerzen hat er wohl überhaupt keine (das Meckern ist wohl eher aus Verzweiflung, weil die Gliedmaßen nicht so wollen, wie er).

Der Arzt bat mich, mich an einen Tierneurologen zu werden, weil er da etwas in die Richtung vermutet. Er könnte zwar einige Untersuchungen selbst vornehmen, die in der Tierneurologie wären aber genauer und eben fachlich besser orientiert. Das ist ehrlich wahr eine Premiere, dass mich ein Arzt an einen FAcharzt weiter geben will und das spricht in meinen Augen schon für den Arzt.

Er hat mir einen Tierneurologen in Würzburg empfohlen. In den nächsten ein bis zwei Wochen sollte ich dort besser hingehen (keine Frage, ich will ja Gargamel helfen!).

Hab jetzt etwas Bauchweh, weil das einzige Auto, das ich zur Verfügung hab mein Vater für die Arbeit braucht und an seinen freien Tagen muss ich wiederum arbeiten. Ich hoffe, ich kann Gargamel die Behandlung finanzieren- habe leider ja nur einen Minijob :(:(:(

Ich will dem Kleinen einfach nur helfen...

Homer + Lilli
10.05.2009, 12:20
Das scheint ja wirklich ein guter TA zu sein.
Kanntest Du den schon?
Zu dem würd ich jetzt immer gehen.

Das Gargamel gut frisst, spricht für ihn. Da würd ich auch nicht aufgeben.

Kann den nicht ein Familienmitglied alleine mit Gargamel nach Würzburg fahren?
(ich weiss, ich würde auch gerne dabei sein, aber wenn es nicht anders geht?)

Ich hab grad gesehen, das Gargamel mal unterschiedlich große Pupillen hatte. Hat er das jetzt wieder?

summersoul
10.05.2009, 16:00
Das scheint ja wirklich ein guter TA zu sein.
Kanntest Du den schon?
Zu dem würd ich jetzt immer gehen.

Das Gargamel gut frisst, spricht für ihn. Da würd ich auch nicht aufgeben.

Kann den nicht ein Familienmitglied alleine mit Gargamel nach Würzburg fahren?
(ich weiss, ich würde auch gerne dabei sein, aber wenn es nicht anders geht?)

Ich hab grad gesehen, das Gargamel mal unterschiedlich große Pupillen hatte. Hat er das jetzt wieder?

Den Tierarzt habe ich erst durch den Notdienst "entdeckt". Ich habe ihn auf jeden Fall im Hinterkopf!

Aufgeben ist auch nicht drin im Moment. Solange er mir Zeichen gibt, dass er noch kämpfen will, werde ich alles mir mögliche unternehmen, um ihm zu helfen.

Grundsätzlich ginge es evtl.. Es ist nur so...der Tierneurologe wird trotz eigener Untersuchungen auch die Vorgeschichte von Gargamel wissen wollen. Da die leider schon sehr umfangreich ist, wäre ich aus diesem Grund lieber dabei, um sie selbst erzählen zu können. Ich meine...ok, notfalls würde ich auch was schriftlich aufsetzen und meinem Vater z.B. mitgeben und versuchen für Rückfragen telefonisch erreichbar zu sein. Es ginge wohl schon... . Wie du schon schreibst, man wäre halt lieber auch dabei... .

Die unterschiedlich großen Pupillen hat er seitdem nicht mehr gehabt.
Dies habe ich allerdings dem Notdienst-Arzt auch erzählt- der Vollständigkeit halber.
Die Vermutung, dass das vll am Frontline gelegen haben könnte (Gargamel hat wohl nachts die Dicke geputzt, die auch Frontline im Nacken hatte) hat dieser allerdings bestritten (die vorherigen TÄ konnten dazu fast gar nix sagen :()

summersoul
11.05.2009, 07:55
Gleich einschläfern - warum? Cynthis Kater ist eindeutig FIV-positiv und ist 16 Jahre alt. FIV muss über die Lebensdauer einer Katze nicht unbedingt ausbrechen.


Es ist bei Tieren wie bei Menschen - manche haben halt einen oder mehrere Webfehler. Gargamel weiss nichts von Laborergebnissen und ist bei dir glücklich, versuch es mal so zu sehen.

die Idee mit dem Einschläfern kam vom damaligen TA, nicht von mir. Er hätte am liebsten gleich eingeschläfert und hat auf mich eingeredet, den Kater nicht mehr nach Hause zu nehmen. Da aber der Rest der Familie völlig aus den Wolken gefallen wäre, weil KEINER mit so einem Schritt gerechnet hat, habe ich ihn letztes Jahr über Ostern noch nach Hause genommen und eine zweite Meinung eingeholt.

Du hast Recht-ich bin auch kein Mensch, der ein Tier irgendwie wegstößt, bloß, weil es krank ist. Im Gegenteil. Man soll vll keine Lieblingskatze haben, aber Gargamel liebe ich anders, als die Dicke, obwohl die auch lieb ist. Gargamel ist halt mein Sorgenkind und wenn ich ehrlich bin, hänge ich an ihn mein Herz viel mehr. Klingt voll fies, und natürlich wär ich traurig, wenn die Dicke was hätte.

Heute geht's Gargamel wieder schlechter. Gestern abend ist er aufs Katzenklo und hat seine zwei Geschäftchen verrichtet, wollt's ordentlich zuscharren, was schon nicht so richtig gehen wollte und ist dann aus dem Katzenklo gefallen. Er kam dann auch allein nicht hoch, lag hilflos auf der Seite. Auf's Bett kommt er auch nicht mehr, hing gestern an der Bettdecke und hat gejault, da hab ich ihm raufgeholfen. Überall hab ich Teppiche hingelegt, damit er besser laufen kann und vor's Bett hab ich einen Bettkasten hingestellt, dass er kleinere "Stufen" hat, um doch auf's Bett zu kommen. Oben drauf hab ich ihm ein Lammfell gelegt, dass er dort auch liegen kann. Er versucht sich halt doch durch die ganze Wohnung zu bewegen und ich möchts ihm eigentlich auch nicht verwehren, solang es ungefährlich für ihn ist.

Gleich versuch ich den TA zu erreichen... den Termin in der Tierneurologie krieg ich auch nicht von heut auf morgen...

schnutefreddy
11.05.2009, 20:20
Hi, wie geht's Gargamel heute abend? Hast Du den TA erreicht und konntest Du beim Tierneurologen einen Termin machen? Ich drücke die Daumen, dass Du einen "schnellen" Termin bekommst!
Es ist seltsam, das Gargamel mal gute und mal schlechte Tage zu haben scheint. Hört sich an, wie ein Tauziehen, mal ist er am Zug, mal die Krankheit. Ich drücke fest die Daumen, dass Gargamel gewinnt! :kraul:

Alles Gute,
schnutefreddy

summersoul
13.05.2009, 17:57
Hallo,

ich habe den TA gewechselt. Allein in dieser Woche sind beim alten TA Dinge passiert, bzw. wurden Dinge gemacht und unterlassen, über die ich jetzt besser kein weiteres Wort verlieren möchte, sonst spuke ich Feuer :mad: :man:

Der Notruftierarzt ist mit einigem Abstand betrachtet auch mit Vorsicht zu genießen. Diesen werde ich auch nicht mehr aufsuchen, denn - egal ob er mich zum Neurologen "überweist" oder nicht- wenn ein Tier Schmerzen hat, kann und muss er auch als Notfallarzt etwas tun, damit das Tier sich nicht quält. Schließlich kriegt man einen Termin auch nicht gerade super zügig.

Nach den ganzen Ärgernissen beschloss ich, zu einem ehemaligen TA zu gehen. Eigentlich wollte ich dort nicht mehr hinmüssen- dort wurde unser erste Hund Johnny im letzten Oktober eingeschläfert und das tat entsetzlich weh- aber in den letzten Tagen ging mir der TA im Kopf rum und ich meine, dass eine 2. Meinung (sprich auch fundiert auf Fakten und nicht nur auf "Beobachtung") sinnvoll ist, bevor man wirklich zum Neurologen geht.

Wir haben den gesamten gestrigen Tag dort in der Praxis verbracht.
Gargamel wurde endlich vernünftig geröngt (Wirbelsäule z.B., aber insgesamt ein Überblick über Gargamel). Es wurde nur eine leicht vergrößerte Leber festgestellt, alles andere wirkte völlig unauffällig. Sie haben gleich Blut genommen (die Blutwerte vom Vorgänger-TA waren größtenteils milde gesagt für den Allerwertesten- hier hole ich aber nicht weiter aus). Gargamel hat hierfür eine ...hm,... "Sedierspritze" gekriegt (verzeiht, falls der Name falsch ist). Jedenfalls sagte der Arzt "Fall wir schlechte Befunde kriegen, könnte man ihn so sanft einschlummern lassen" (wirklich für den Fall der Fälle).
Gargamel konnte so aber auch ein wenig ausruhen, lag völlig entspannt im Körbchen, verfolgte mich mit dem Blick, aber sah wirklich friedlich und dankbar aus.
Blutwerte sollen vll noch heute kommen oder spätestens morgen. Mit den vom Vorgänger-TA übernommenen Blutwerten besprach der TA mit mir das weitere Vorgehen (seid nicht böse, wenn ich nicht alles völlig genau erkläre, bzw. sage, warum und wieso, aber zum Teil hat es eben mit der Behandlung vom Vorgänger-TA zu tun bzw. der Nichtbehandlung...).
Es wurde Vitamin B, Antibiotikum, Cordison, ein homöopatisches Schmerzmittel und wenn es mich nicht täuscht noch ein Mttel, das Leber und Niere entgiften hilft gespritzt. Für zu Hause habe ich drei Cordison-Tabletten bekommen. Allerdings sollte ich mit dem TA telefonisch in Verbindung bleiben und ihm berichten, wie sich Gargamel zu Hause verhält.

Daheim angekommen robbte Gargamel erstmal munter durch die Gegend und wollte von allen Aufmerksamkeit. Er hatte ordentlich Hunger (kann durch das Vitamin B etwas unterstützt worden sein) und fraß in aller Ruhe und auf allen Vieren stehend(!) *juhu*. Dann tappste er ins Bettchen und sprang dort alleine hoch(!!!). Als ich mich dazulegte, kam er gleich zu mir gekrochen und legte sich auf den Schoß und schaute mir fest in die Augen und schnurrte. Er machte sogar ein bißchen Milchtritt!!! :love:
Dann schlief er fast durch, ging nur noch einmal abends auf die Katzentoi, ging wieder ins Bett, flitzte einmal schnell zur Flurtüre um zu gucken, wer da kommt und dann ging's wieder ins Bettchen.

Heute verlief es ähnlich, allerdings war er insgesamt viel mehr in Bewegung, wechselte sogar die Zimmer, wenn er wollte (zuerst hatte ich ihn in einem Zimmer, dann maunzte er aber vor der Türe, also machte ich ihm auf und dann flitzte er wieder durch die Gegend, zwar etwas unsicher und taumelnd, tritt auf den rechten Pfoten noch etwas unbeholfen auf oder schwankt hin und wieder, aber die Hinterpfote benutzt er fast wieder normal, tritt auf die Zehenballen auf), hatte wieder ordentlich Hunger und verdrückte soviel, wie schon lange nicht mehr. Wenn ich mit aufgefülltem Wassernapf zurückkam maunzte er mich in seine Richtung und gab mir zu verstehen, wenn er Durst hatte. Natürlich hat er wieder sehr viel geschlafen zwischenzeitlich, genoß es aber, unter der warmen Heizung zu liegen oder das Fell gebürstet zu bekommen.
Nach Absprache mit dem Arzt gab es eine Cordison-Tablette mit seinem Leckerli.

Morgen geht es wieder zum TA und das weitere Vorgehen wird genau durchgesprochen.

Also Daumen drücken... ... ... Gargamel jedenfalls gibt nicht auf!

Liebe Grüße,

summersoul

P.S.: der TA hat allerdings nicht ausgeschlossen, dass ein Aufenthalt in der Neuroklinik nötig sein wird.
Hat jemand Erfahrung mit der Uniklinik in Leipzig?

UlliLili
13.05.2009, 20:10
Oh je, da machst Du ja was durch. Aber schön, dass es dem Kater etwas besser geht. Ich drücke die Daumen, dass die Blutwerte in Ordnung sind. Liebe Grüße, Ulli

Katzenzahn
13.05.2009, 20:16
Also da bin ich jetzt aber auf die Blutwerte und die Aussagen des neuen/alten TA dazu gespannt.

Ich drücke die Daumen.

schnutefreddy
13.05.2009, 20:41
Hi summersoul,

das hört sich richtig gut an. Gut, dass Du nochmal zu dem TA gegangen bist. Wer weiß, was der andere noch gepfuscht hätte. Ich drücke die Daumen, dass jetzt weiterhin positives bei den Untersuchungen raus kommt und Gargamel voll genesen kann!:tu:

summersoul
14.05.2009, 09:40
danke euch!

Gargamel scheinen die letzten Tage ganz schön verängstigt zu haben. Jedes Mal, wenn ich ins Zimmer komme, guckt er mich mit tellergroßen Augen an. Auch die Dicke ist etwas durch den Wind. Wie liebevoll sie sich aber um ihn kümmert! Wenn er gefressen hat, putzt sie ihm das Fell und ist wirklich immer im gleichen Zimmer wie Gargamel! Wenn ich daran denke, wie oft die beiden sich gefetzt haben ;)

Gargamel schläft nach wie vor recht viel, versucht sich aber so gut es geht zu bewegen. Mir ist aufgefallen, dass er auf allen Vieren stehen kann. Beim Leckerli geben habe ich das Leckerli etwas höher gehalten, damit er sich aufrichten muss und siehe da, er stand auf allen Vieren.

Wenn er läuft, dann robbt er manchmal, aber wenn er halbwegs ausgeruht ist und ich seine zwei Pfoten beim Aufstellen "korrigiere", dann läuft er zwei drei Schritte normal und aufrecht.

Beim Katzenklo hat er Probleme, werde jetzt gleich so eine Plastikschale nehmen, die wir normalerweise als Schuhunterlage (zum Abtropfen für den Winter) genommen haben und sie zum Katzenklo umfunktionieren. Dann kann er alleine reingehen.

schnutefreddy
14.05.2009, 19:20
zum Katzenklo: entweder wie Du sagst, eine flache Schale zum Klo umfunktionieren, oder (so haben wir es gemacht) die flache Schale mit Streu vor das Klo stellen, damit das, was drüber geht aufgefangen wird. Hat gut funktioniert.

summersoul
15.05.2009, 07:27
Hallo zusammen,

Gargamel findet die flache Schale zu doof ;) Er hat vll dreimal reingepieselt, ansonsten versucht er es, ins normale Katzenklo zu kommen. Klappt auch schon ganz gut :tu: Nur mit dem Zuscharren noch nicht so ganz. Aber da steht schon meine Dicke immer parat und erledigt das ;)

Gestern war der TA wirklich seeeehr zufrieden mit Gargamel und man sah ihm echt an, dass er überrascht war, dass sich der Zustand von Gargamel sooo verbessert hat. Die Reflexe sind wieder da, auch in der rechten Vorderpfote :)
Beim TA hat er sich auch wie immer (bis auf letztes Mal) auf die Hinterpfoten gestellt, mir die Vorderpfoten auf die Schultern gelegt und sich so festgehalten :love: Ich war sooo froh, dass ich Pippi in den Augen hatte :o

Die Blutwerte sind leicht verschoben, der TA ist sie mit mir durchgegangen und hat hier und da was erklärt.

Gargamel hat gestern vier Spritzen gekriegt. Ein Langzeit-Cortison, Vitamin B, Eisen, Antibiotikum. Das homöopatische Schmerzmittel wurde diesmal weggelassen. Für zu Hause habe ich Vitamin B Tabletten bekommen.

Heute früh (ich bin Frühaufsteher :o) ist Gargamel mir überall hin hinterher getappst. Zwar noch unbeholfen, aber der Wille ist da und solang er es so emsig versucht, wird er es auch packen.

Achso,...eine Diagnose ist bei den Blutwerten nicht wirklich einfach. Der TA ist sich aber nach dem, was ich erzählt habe und was die Blutwerte anzeigen relativ sicher, dass der vorherige TA nichts richtig zu Ende behandelt hat, vor allen Dingen nicht gescheit und jetzt muss er Gargamel noch vorhandene "Infekte austreiben". Klingt vll komisch, aber es schlägt ja an und die Blutwerte sind schon besser geworden (haben ja die Vergleichswerte vom vorherigen TA). Von daher ist es mir lieber, keine richtige Diagnose zu haben, dafür eine gute Behandlung, als eine mehr als fragwürdige Diagnose mit schlechter bzw. mangelhafter Behandlung.

Danke euch für's Daumen drücken :bl:

LG,
summersoul

schnutefreddy
15.05.2009, 21:09
:tu:

Viele Grüße an Dich und Gargamel!
schnutefreddy