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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : grosse Sorge um Mimmy



ovariane
14.04.2009, 16:19
Also unsere Mimmy ist eine stinknormale Hauskatze, allerdings schon 15 Jahre alt. Soweit sogut, das ganze Disaster hat im Laufe des letzten Jahres begonnen.
Die Mimmy hat sich fast täglich erbrochen. Ausser, dass es nicht gerade appetitlich ist (alle Tepiche versifft), hatte ich mir nicht weiter Gedanken darüber gemacht, Katzen erbrechen öffter mal. Sie war wie immer gut drauf, hat gut gegessen und getrunken und ist so richtig schön im Futter gestanden. Doch plötzlich hatte sie Blut beim Erbrochenen dabei. Das war Anfang Januar und ich sofort mit ihr zum Tierarzt, dort wurde unsere alte Dame auf Herz und Nieren untersucht, Blutentnahme, Röntgen usw., alles unaufällig. Der TA hat gemeint, es wäre eine Entzündung im Magen und das andauernde Erbrechen reizt halt alles und dann kann schon mal Blut dabei sein.
Der TA hat sie dann gespritzt (Antibiotika, Cortison und Vitamin B, MCP und Infusion). Zuhause haben wir dann Antibiotika, Cortison, MCP-Tropfen gegen das Erbrechen und Lactulose für den Stuhgang weitergegeben. Daraufhin hörte das Erbrechen auf, bis auf ein oder zweimal. Es ging ihr gut bis Ende Januar.
Da wir sehr tierlieb sind, haben wir auch noch Hunde, die sich mit uns die Menschenhütte teilen. Unser Timmy (12 Jahre), ein Labradormischlingsrüde, stellte plötzlich das Fressen ein und weil es grad so schön war, gingen wir mit dem auch gleich mal zu TA, dann der Schock er hatte Porstatakrebs im Endstadium. Man kann das ja nicht operieren, selbst wenn wir es eher bemerkt hätten. Der hat auf ein paar Tage so abgebaut, dass wir uns schweren Herzens dazu entschlossen haben, dass wir ihn "gehen lassen".
Ich weiss nicht wie ich es sagen soll, aber ab dem Zeitpunkt, wo der Timmy nicht mehr da war, entgleiste auch mit der Katze alles immer mehr. Ich habe das Gefühl, dass die trauert, und das setzt sich bis zum heutigen Tage fort.
Wir haben mittlerweile schon unzählige Tierarztbesuche hinter uns mit ihr, alles mögliche ausprobiert von Magen-Darmpassage, über Futterumstellung, täglicher Gabe von Cortison, Infusionen, Zahnsteinentfernung, Blutentnahmen, ach ich weiss nicht mehr was noch alles.
Jedesmal, wenn wir beim TA waren und sie so 3 Tage wieder ihren Cocktail gespritzt bekommen hat, frisst sie wieder. Aber sobald irgendeine Veränderung vor sich geht(z.B. wenn ich oder mein Mann mal ein paar Tage nicht daheim sind, weil wir bei den Enkelkindern sind, das geht ja eh nur getrennt, wegen unserer Tiere), ist es schon wieder vorbei mit der Freude und sie will einfach nichts mehr fressen. Dieses Wochenende war es so, zu Ostern war halt mein Mann ein paar Tage bei den Enkelchen und am Montag hat sie schon wieder den ganzen Tag nichts gefressen.
Wir sind beide ganz schön verzweifelt, denn wir haben die Befürchtung, dass wir die Mimmy gehen lassen müssen. Erst der Hund und nun noch die Katze.
Ich könnte nur noch heulen, wenn ich mein Murle anschaue........:0(.

sunnysu
14.04.2009, 16:34
Erstmal :hi: hier im Forum,

es tut mir sehr leid, was Euch mit Eurem Hund wiederfahren ist, fast jeder hier kann es nachvollziehen, was es heißt, ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen.

Was Eure Katze betrifft drängt sich mir der Gedanke auf, daß der TA auch nicht so genau weiß, auf was er behandeln muß, denn Antibiotikum UND Cortison UND MCP erscheint mir unheimlich viel für so einen Katzenkörper und im Endeffekt "drauflos" behandelt. Gibt es eine Tierklinik in der Nähe, wo ihr mal hingehen könntet ? Das ständige und tägliche Erbrechen kenne ich von meinem Kasi, der 18 Jahre alt wurde und zum Schluß an CNI gestorben ist, das ist eine Chronische Niereninsuffizienz. Dazu ist ein großes Blutbild nötig, um die Werte feststelln zu können und das kann sich auch im Laufe von Wochen ändern, also würde ich in jedem Fall noch einmal zu einem großen Blutbild raten. CNI betrifft oft ältere Katzen, weil die Nieren irgendwann mal nicht mehr richtig arbeiten und so die Giftstoffe nicht mehr ausgeschieden werden, das geht häufig mit Erbrechen einher. Auch Verstopfungen sind oft eine Folge. Man kann CNI nicht heilen, aber den Prozess verlangsamen, da gibt es auch homöopathische Mittel.

Aber bevor ich hier Ratschläge zur CNI gebe, solltet ihr Euch überlegen, einen anderen TA oder eine TK aufzusuchen und nochmla alles genau checken lassen.

ovariane
14.04.2009, 17:32
Hallo Susanne,
lieben Dank für Deine Antwort.
Glaubst Du, dass ich im Moment nicht mehr weiss, wo es lang geht.
Wir doktern jetzt schon so lange rum, wollen immer nur das Beste für unser Viecherl, und alle Bemühungen sind umsonst. Jedesmal, wenn ich gedacht habe, so jetzt geht es unserer Maus wieder gut, sie frisst, sie putzt sich, die Verdauung klappt, patsch am nächsten Tag ist schon wieder alles ganz anders.
Ja, ich glaube, wir haben hier in der Nähe eine Tierklinik, mal schauen, wann die Sprechstunde haben.
LG
Anita

sunnysu
14.04.2009, 17:49
Hallo Anita,

ich kann mir gut vorstellen, daß du verzweifelt bist. :hug: Deshalb finde ich es umso wichtiger, daß es endlich eine eindeutige Diagnose gibt, damit man die Katze richtig behandeln kann. So wie du es geschrieben hast, hatte ich eben den Verdacht, daß auch der TA mit seinem Latein am Ende ist. Eine Tierklinik hat meist mehr Diagnosemöglichkeiten als ein normaler TA und eine zweite Meinung wäre sicherlich in diesem Fall sehr ratsam.
Ich hoffe, daß die Tierklinik endlich eine Diagnose stellen kann, aber der ganze Krankheitsverlauf, das Erbrechen, die Appetitlosigkeit, etc. hört sich für mich wirklich nach CNI an. Mein Kater erkrankte im Alter von 16 Jahren daran und mit 18 Jahren mußte ich ihn dann gehen lassen, er hatte die Nahrungsaufnahme komplett eingestellt und war nur noch apathisch und war auch abgemagert.

Katzenzahn
14.04.2009, 18:29
Ich würde auch eine zweite Meinung einholen.
Und eine Klinik wär das fast besser als ein anderer TA.
Die Kliniken sehen doch meist mehr verschiedene Fälle.

Und wenn es jetzt auch hart klingt, selbst wenn ihr nur ne Möglichkeit findet, eurer Mimmy, die letzten Wochen oder hoffentlich Monate etwas entspannter zu gestalten und zu erreichen, dass sie noch etwas Freude am Leben und Fressen hat.

Mein 'Felix wird 14, und ist momentan immer noch gesund, aber ich freue mich über jeden Tag, den er bei mir ist, auch wenn ich ihm manchmal sage, er soll sein reifes Alter nicht ausnutzen um mich zu scheuchen. :cu:

ovariane
14.04.2009, 20:04
Hallo ihr Lieben, danke nochmal, dass ihr mir geantwortet habt.
Unsere Mimmy ist nun im Regenbogenland, auch die in der Tierklinik konnten nicht mehr helfen. Sie hatte kaum noch rote Blutkörperchen, wahrscheinlich Leukose.
Gemeinsam haben wir uns dann entschieden, die kleine Maus nicht mehr länger mit Gewalt am Leben zu halten. Sie war uns eine treue Gefährtin und sie hat es nicht verdient, länger zu leiden.
LG Anita

UlliLili
14.04.2009, 20:10
Liebe Anita, wie traurig! Erst Euer Hund und dann Mimmy. Aber es war sicher das beste für die Katze. Sie hatte sicher ein ganz glückliches Leben bei Euch. Und Ihr ward bei ihr, als sie ihre Reise in ein anderes Dasein angetreten hat. Sei ganz lieb gegrüßt, Ulli

Drottning
14.04.2009, 20:14
:hug: Das tut mir aber sehr, sehr Leid. :hug:

Katzenzahn
14.04.2009, 20:47
So schnell...

Das tut mir sehr sehr leid.:hug:
Andererseits hast du ihr wohl unnötige Quälerei erspart.

Es ist so schwer, ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen.
Doch es ist auch ein Liebesbeweis, es zu tun :hug:

ovariane
14.04.2009, 20:58
Ja, das ist ziemlich schnell gegangen, sie hat am Sonntag noch gefressen, gestern und heute den ganzen Tag nicht. Dann hat sie meines erachtens so einen Schwindel gehabt, das Köpfchen ist immer so im Kreis gegangen......ich weiss jetzt nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Wir haben sie mit nach hause genommen und werden sie neben unseren anderen Tieren begraben, die schon im Regenbogenland sind und mit denen sie ein Stück ihres Lebens gegangen ist.
Sie sieht jetzt so friedlich aus.
Jetzt haben wir nur noch zwei Hunde von unseren ehemals 7 Tieren (2 Katzen und fünf Hunde). Ist schon traurig.
Na, ja, es muss weitergehen.
Gruss
Anita

Polli
14.04.2009, 21:10
Das tut mir unendlich leid ... fühl Dich gedrückt :hug:

thelmich
14.04.2009, 22:05
Hallo Anita,

haben gerade alles gelesen.

Auch von uns fühl' Dich gedrückt!:hug:

Es ist einfach nur sehr traurig ein geliebtes Tier gehen zu lassen, aber Ihr habt es richtig gemacht. Im entscheidenden Moment loszulassen, ist wahre Tierliebe.

Jetzt geht es ihr gut!!!:)



Leihe mir ein Tier


"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen",
hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen,
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?"

Mein Herz antwortete:
“Mein Herr, dies soll geschehen!
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.

Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben."

sunnysu
15.04.2009, 13:11
Ich habe grade erst wieder reingeschaut und mußte nun das lesen. :0(

Anita, das tut mir so leid, daß es nun doch so schnell ging :hug:, aber ich denke, es wird wohl das Beste für Eure Mietz gewesen sein. Es ist der letzte Liebesdienst, den man seinem Tier erweisen kann, daß es nicht unnötig leiden muß.

ovariane
15.04.2009, 14:26
Hallo ihr Lieben,
ich finde es total schön, dass ihr solchen Anteil nehmt.
Es schmerzt wahnsinnig, gegen den Lauf der Natur nicht anzukommen. Aber wir hatten so viele schöne Jahre zusammen. Und userer Mimmy geht es nun bestimmt viel, viel besser. Ich kann sie zwar nicht mehr sehen und streicheln, aber ich fühle sie ist immer in meiner Nähe, so wie jedes andere liebe Tier, dass nun nicht mehr "greifbar" ist.
Ich hätte sie euch gerne gezeigt, da Ihr ja fast alle so schöne Bilder von euren Schnurlies habt, aber ich weiss nicht, wie das geht. Vielleicht könnt ihr mir helfen!

LG
Anita

jetzt nur noch mit den Hunden Tim und Hexe:0(

UlliLili
15.04.2009, 15:46
Hallo, Anita, bei Erweiterter Ansicht (wenn Du auf einen Beitrag antwortest) gibt es die Möglichkeit, einen Link zu setzen (wenn Du die Bilder auf einem Server hast). Ansonsten kannst Du mir sie auch schicken (info@jagdschloss-fasanerie.de), dann packe ich sie bei mir drauf. Gruß, Ulli

UlliLili
15.04.2009, 19:43
Hier noch ein Bild dieser wunderbaren Katze:
http://www.jagdschloss-fasanerie.de/katzen/mimi.jpg