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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : penisamputation bei 5,5 jahre altem kater??



Zicke
04.01.2003, 13:05
Hallo !
Habe mal wieder ein Problem mit Harnsteinen bei meinen 5,5 jahre alten Kater Snoopy.
Als ich heute morgen aufgestanden bin saß er in seinem Katenklo und versuchte vergeblich Urin abzusetzen . Also rein in die Kiste und nix wie ab zum Tierarzt( das ist jetzt das 3 mal in 10 Monaten ). Hatte gehofft das es nur eine Blasenentzündung ist und ich ihn wieder mit nach hause nehmen kann. Leider sitzt wieder ein Stein davor und er kann gar nichts mehr machen. Die Blase war voll. Jetzt bekommt er wieder einen katheder gelegt und muss bis Montag in der Praxis bleiben.
Wenn ich ihn dann abhole ist er wieder völlig verstört und lässt sich wochenlang nicht mehr von mir anfassen.Sonst ist er der grösste Schmuser dern man sich vorstellen kann.
Die Tierärztin wo ich bisher hingefahren bin hat mir von einer Penisamputation abgeraten,der Kater sei zu dick und die infektionsgefahr nach der Op sei zu gross.Die Ärztin die ich grade aufgesucht habe ( ich wollte mal eine andere meinung hören ), rät mir die Op machen zu lassen. Was ist denn eure meinung dazu ? Hat jemand diese Op bei seinem Tier durchführen lassen und wie ging es dem Kater danach ?
Ich weiss langsam nicht mehr weiter. der kleine tut mir so leid ,das ist jedesmal so schlimm für ihn und für mich wenn ich ihn da lassen muss.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Gruss Tanja

Renate W.
04.01.2003, 14:09
Hallo Tanja,

persönliche Erfahrungen habe ich keine, habe aber schon von Tieren gelesen, bei denen der Penis amputiert wurde.
Innerlich sperrt sich bei mir alles gegen die OP.

Gibt es denn nicht die Möglichkeit, ihm dauerhaft magnesiumarmes Diätfutter (Nassfutter!!!) zu geben.?? Könntest du ihm nicht zusätzlich täglich mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) Wasser einflößen, dass die Flüssigkeitszufuhr erhöht wird?? Abends mit ihm noch mehr spielen als sonst, so dass er mehr Bewegung macht???

Leonie
04.01.2003, 14:26
Hallo

Mein Kater hat auch Harnsteine,
es hat im Juni 2001 angefangen mit den Problemen,
die TÄ hat mir auch von der OP erzählt,
meinte aber man solle schon erstmal min. 1/2 Jahr warten ob sich das Problem nicht durch das spezialfutter und die Tabletten beheben läßt.
Also wurde meinen Kater alle vier wochen die Blase per Katheter geleert
weil die Harnröhre immer wieder dicht war.
Nach einen halben Jahr hat mit die TÄ dann doch zur OP geraten.
Im Dezember 2001 wurde die OP gemacht und es war für meinen Kater die beste Entscheidung die ich treffen konnte.
Er hat eine leichte infektion bekommen was aber mit Antibiotika schnell wieder besser wurde und das AB mußte er wegen der Blasenentzündung sowieso nehmen.
Mein Kater war zum Zeitpunkt der OP 6 Jahre alt
und mit seinen 7 Kilo auch zu dick,
das hat aber nichts ausgemacht.

Tschüß Susi

Zicke
04.01.2003, 14:28
Hallo!
Ich bin mir bei der sache mit der penisamputation auch nicht so sicher. Nur so wie es im moment ist geht es auch nicht mehr weiter. Das ist echt eine ziemliche Quälerei für ihn.
Diätfutter vom Tierarzt bekommt er. Leider mag er es überhaupt nicht und klaut ständig bei den anderen beiden das Futter. Er wird schon seperat gefüttert. Aber eine sekunde nicht aufgepasst und er sitzt vor dem anderem Futternapf und überlässt seinen Kumpels das Diätfutter.
Bewegung hat er eigentlich obwohl er nur in der Wohnung ist ausreichend.Sein Hundefreund Balou ( 9 monate alter Hovi
-Münsterländer Mix Rüde ) jagt mit ihm eigentlich ständig durch die Wohnung.

Renate W.
04.01.2003, 17:37
Hallo Tanja,

und wie denkst du jetzt über die OP, nachdem Susi (Leonie) ihre positiven Erfahrungen geschrieben hat??

petra carmen
08.01.2003, 19:56
hallo tanja, bei meinem max wurde im april 2001 die so genannte penisamputation durchgeführt, es wird aber der penis nicht amputiert sondern eine harnröhrenfistel in höhe der ehemals vorhandenen hoden gelegt, das heißt er macht jetzt pippi wie eine katze, seine harnröhre war so eng das der tierarzt kaum mit einem 1-ner katheter hineinkam, er machte zwar die blase immer komplett leer, aber durch diese blöden harnsteine bildete sich immer wieder eine blasenentzündung,
heute bin ich froh das ich die op habe durchführen lassen, aber das schlimme dabei war, das max 3 tage stationär beim tierarzt war , er hat mir schon sehr gefehlt.
aber er kann heute prima pippi machen und hat großen spaß wenn unsere unkastrierte katze rollig ist!!!!!!!!!!
mit lieben grüßen und gute besserung wünscht
petra c.

Zicke
13.01.2003, 16:02
Hallo!
Erst mal danke für eure Antworten.
Snoopy ist jetzt seit ein paar Tagen wieder zu hause und im moment gehts im "toi,toi,toi" wieder gut.
Die Tierärztin meint wir sollten es diesesmal noch mal mit Diätfutter ( Zur zeit frisst er es ) versuchen.Falls sich die Harnröhre wieder zusetzt werde ich mit ihm zur Klinik fahren und ihn operieren lassen.Es bringt ja nichts wenn ich ihn alle 3 bis 4 Monate für ein paar Tage beim Tierarzt lassen muss (ausser viel Geld für den Arzt ). Das ist jedesmal eine ziemliche Quälerei für ihn. Danach ist er tagelang völlig verstört und lässt sich nicht mehr anfassen.Das mache ich jetzt nicht mehr mit ihm.Dann doch lieber die OP.


Gruss Tanja

Flöckchen
15.01.2003, 17:06
Hallo Tanja,

hast Du es mal mit einer Heilpraktikerin versucht? Meine zwei kastrierten Kater haben auch immer mal wieder Probleme mit zu hohen PH-Wert, was ja letztendlich zu Harngries führen kann.

Ich bin von Ihrem Haartest total überzeugt. Mein jüngerer Kater hat überall in die Wohnung gepinkelt, auf´s Fensterbrett, ins Bett, auf den Tisch usw. Ich hab dann den Haartest bei Frau Esch machen lassen (einfach im Umschlag mit kleinem Briefchen versehen) und ihn mit den von ihr empfohlenen Mitteln therapiert.

Mann muss halt ein bißchen Geduld haben mit den planzlichen Mitteln aber das ist jetzt fast 2 Jahre her und seither ist bei ihm alles in Ordnung.

Sie kann Deinem Katerchen bestimmt auch helfen und vor allem muß der arme Kerl nicht transportiert werden, weil alles postalisch geht.

Falls Dir die Idee gefällt, hier mal der Link zum einlesen.

http://members.aol.com/PraxisEsch/

Und hier noch einer von ihrer Seite, der sich speziell mit diesem Test befasst:

http://members.aol.com/PraxisEsch/pet.html

Vielleicht hilft Dir das ja weiter - viel Glück!

LG
Conny

Jenni X
16.01.2003, 16:29
Hallo Tanja,

mein Dicker (2 1/2) hat seine Penisamputation vor ca. 1/2 Jahr gut überstanden. Keine Infektion. Und besonders schlank ist er auch nicht gerade...

Nachdem er wie deiner den 3. Verschluß innerhalb von 8 Monaten hatte und wir auf den Tod keinen Katheter legen konnten, habe ich ihn mitten in der Nacht in der Tierklinik abgegeben. Nachdem ich mit verschiedenen Tierärzten gesprochen hatte und meine Haus-TÄ auch mit ihrem Ausbilder gesprochen hat, und alle mir sagten, eine Penisamputation müsse in jedem Fall gemacht werden, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen.

Katerchen hat alles gut überstanden. Er hat zwar ein bißchen geschmollt, dass er ein paar Tage nicht zu hause war, aber gleich am ersten Tag, den er wieder da war (also noch in der Heilungsphase), hat er sich wieder neben mich gelegt und mir den Bauch hingehalten, damit ich ihn kraule. Natürlich etwas vorsichtiger als sonst, wegen der Fäden, aber es hat ihm gefallen.

Und ich denke auch, es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Durch die Entfernung des Penis und der Vorsteherdrüse (die beiden Engstellen beim Harnabfluss) und dem Legen eines künstlichen Ausgangs zwischen ehemaligem Penis und After besteht jetzt wohl keine Gefahr mehr, dass er einen Verschluss hat. Die Kristalle/Steine müssen zwar weiterhin bekämpft und verhindert werden, aber wenigstens muss ich mir keine Sorgen mehr machen, ob ich rechtzeitig merke, dass er nicht pinkeln kann, bevor es zum Rückstau in die Nieren kommt und zu einer Vergiftung....

Er hat sich auch weder äußerlich (Gewicht etc.) noch mental (Verhalten etc.) verändert.

Such Dir einen guten Kleintierchirurgen, der die OP macht, dann kann gar nichts passieren und Du kannst hinterher wieder ruhig schlafen.