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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bitte helft mir mit meinem pferd



Dancing love
08.03.2009, 10:20
:0(hallo leute ,
ich bin eine reitbeteiligung auf einem wunderschönen und eleganten vollblut ,aber auf dem putzplatz ist er die hölle .er bettelt dauernd ,sein huf geht ständig nach vorne ,ich komme kaum noch dazu die gamaschen ab zu machen und einmal hat er mir auch mit seinem huf beim betteln gegen mein schienbein gedonnert:0(.er dreht sich auch immer mit dem po nach rechts und links ,das ist mir so peinlich:man: denn er nimmt dadurch den gesammten putzplatz ein und er macht das ja auch wenn ein anderes pferd da steht .ich verzweifle und ich will nicht das mir oder einem anderen pferdebesitzer wegetan wird .

lg und bitte helft mir eure anne:easter:

lammi88
08.03.2009, 12:00
Hallo Anne!
Kenne ich! So ein Nervhotti stand bei uns. Einfach schlecht erzogen....und die Besitzerin fand das auch noch "süß" :rolleyes:, daß ihr 750kg Holsteiner Wallach sich nicht anbinden ließ, alles umrannte, einem den Huf gern mal auf dem Oberschenkel plaziert hat, etc....
Mach Bodenarbeit. Du mußt ihn letztlich konsequent umtrainieren. Positives Verhalten belohnen, negatives "bestrafen" - aber nicht mit schlagen, sondern in Pferdesprache. Natural Horsemanship ist das Zauberwort. Da gibt es Bücher, aber letztlich solltest Du Dich mal zu einem Grundkurs durchringen. Ich schicke mal Astrid her (Wiassi) die ist echt gut da drin (ich übe noch mit meinem Sturkopf Nonny :D). Ich denke, sie wird Dir gute Tipps geben können oder auch gute Kurse empfehlen können (auch da gibts so Möchtegern-Trainer, die sich selbst zum Papst erheben und letztlich nix können;)).

Bastet210584
08.03.2009, 15:50
Hallo Anne,

Mein Hafitier war auch lange Zeit so ein "Zappelphilipp" am Putzplatz. Bestrafen hat nicht geholfen - darum habe ich einfach angefangen, sämtliche Putzkästen, die er potentiell kaputtreten könnte :cool: aus dem Weg zu räumen und das Gescharre und Gezappel zu ignornieren. Und siehe da: Mein Pferd steht nun ruhig am Anbindeplatz, döst sogar manchmal vor sich hin und schiebt keinen Terror mehr! :wd:

Etwas anderes ist es natürlich, wenn Dein Pflegepferd anfängt, Dich zur Seite zu drängen oder sogar das Bein wegreißt, wenn Du ihm die Gamaschen anlegen willst. Das deutet auf ein großes Dominanzproblem hin - Dein Pferd scheint Dich nicht als Respektperson anzuerkennen. Du scheinst für ihn eine Art "Halbranghoher" zu sein: Mal macht er, was Du willst - aber eigentlich ist er sich nicht sicher, dass Du wirklich der Chef bist. Unter uns gesagt: Bei den meisten Pferde-Reiter-Paaren ist das so... :p Grundsätzlich ist das also gerade in der Anfangszeit kein Beinbruch, ich würde aber wie schon von Lammi gesagt konsequent zum Beispiel mit Bodenarbeit an Eurem Verhältnis und der "Rangordnung" in Eurer Zweierbeziehung arbeiten. Meine Reitbeteiligung hat gerade das gleiche Problem mit meinem Sveni, ich habe ihr das Buch "Be strict" von Michael Geitner empfohlen. Dort werden sehr gute Tipps zum Umgang mit dem Pferd gegeben, die Dir bestimmt auch helfen! :tu:

Nicht verzagen, das wird schon... :tu:

Dancing love
08.03.2009, 19:53
oh cool dann werde ich es von jetzt an so machen :in der woche reiten und am wochenende bodenarbeit.
bloß ich weiß nicht was man in der bodenarbeit macht...
könnt ihr mir dA tipps geben ???
lg anne

Bastet210584
08.03.2009, 20:11
Du kannst einfache Lektionen wie Rückwärtsrichten oder Seitengänge an der Hand üben, Zirkuskunststücke oder eben Dominanzübungen... Am besten schaust Du Dich mal im Internet oder im Buchhandel um (Amazon ist auch gut... :D), damit Du ungefähr eine Vorstellung davon bekommst, was Du machen willst und was Deine Ziele sind.

Dancing love
08.03.2009, 20:18
dankeee schööön

wiassi
09.03.2009, 08:58
Hallo Anne,

Ich schließe mich an: Bodenarbeit wird euch beiden helfen. Zunächst solltest du aber die Besitzerin fragen, ob es ihr recht ist, wenn du dich mal in Richtung natural horsemanship informierst. Bis dahin kannst du aber schon einige „allgemeingültige“ Übungen machen.

Das Schlüsselwort dabei lautet: Konsequenz und Timing.

Das bedeutet: wenn du ihn heute für etwas bestrafst und morgen das gleiche durchgehen läßt, wird er nichts begreifen.

Das bedeutet z.B. für das Betteln: wenn er das Bein hebt kommt schon im Ansatz ein scharfes "Nein" oder "lassdass" ( wirkt eindringlicher durch die scharfen S-Laute) und so er denn nicht reagiert ein deutlicher Klaps an die Schulter. Setzt er das Bein dann überrascht ab, kommt sofort! (Timing) ein Lob, als hätte er das Stillstehen neu erfunden. Macht er beim Putzen auch nur einen winzigen Schritt nach vorn, wird er kommentarlos an den vorherigen Platz zurückgerichtet. Solange, bis er mal - je nach dem wie lange er es kann- sagen wir 1-2 min still steht, dann lobst du ihn überschwänglich, bindest ihn los und gehst eine Runde, damit er seine Füße bewegen kann.

Eine Startübung die du auch machen kannst ist z.B. manierliches Führen üben.
Ziel ist ein Pferd, das mit dem Kopf an deiner Schulterhöhe willig mitkommt. Brav anhält und willig wieder antritt.
Dazu brauchst du nichts weiter als eine mittellange nicht zu weiche Gerte, ein gut sitzendes Halfter ( am besten wäre natürlich ein Knotenhalfter) und einen Strick, der so 3,5 m lang sein sollte. Warum so lang? Nun wenn du dein Pferd überzeugen willst, das es von sich aus gern bei dir ist, auf dich achtet und von sich aus willig mitkommt, dann hast du schon sehr viel erreicht.
Am besten übt man zunächst auf dem Reitplatz an der Bande. Der Strick soll leicht durchhängen, das Pferd auf knapp Armlänge von dir entfernt an der Bande stehen und du bist innen. Die Gerte nimmst du in die innere Hand und fasst sie mittig, den Knauf nach oben. Beim Losgehen richtest du dich energisch auf, gibst das Kommande "Scheeritt" und gehst zielstrebig los. Bleibt das Pferd nun zurück, führst du die Gerte hinter deinem Rücken herum und touchierst es leicht. Leicht! Die Gerte dabei nicht zu hoch führen, damit du es nicht versehendlich am Kopf triffst. Die Gertenspitze muss immer nach unten zeigen und im Gehen darf man auch nicht mit dem Gertenarm schlenkern, damit man nicht unabsichtlich das Pferd trifft. Man kann das auch gut mal ohne Pferd am Zaun üben.
Stürmt das Pferd aber lieber vorweg und will dich überholen, dann biegst zu rechtwinkelig ab und gehst zum Hufschlag gegenüber. Durch das Überholen hat das Pferd nun nichts erreicht und ist wieder hinter dir.
Du änderst nun jedes Mal die Richtung, sobald es dich überholen möchte und zwar so energisch, als hättest du schon immer gerade dringend dorthin gewollt. Guck dahin wohin du gehst.
Ist das Pferd nun mal gerade brav mit dem Kopf an deiner Schulter kommt das Anhalten: du lehnst dich im Gehen leicht zurück, gibst das Kommando „Haaalt“ und drehst dich dann mit deiner inneren Schulter leicht vor das Pferd Richtung Hufschlag. Die Gerte führst du dabei in Kopfhöhe vor das Pferd. Wenn es immer noch nicht anhält bewegst du die Hand mit der Gerte vor seinem Kopf hoch und runter.
Sobald es steht loben als hätte es das Stillstehen neu erfunden!

Auf diese Weise kannst du ohne Gewalt und groß Donimanz erreichen, dass dein Pferd dich ernst nimmt und darauf achtet, was du vorgibst. Ein sehr ignorantes Pferd braucht viel Konsequenz.
Wenn das Führen, anhalten und antreten gut klappt, dann weite die Stehzeit dazwischen ganz allmählich aus. Dabei kannst du das Pferd mit dem Gertenknauf streicheln und kraulen, wo es das gern hat. Bevor es unruhig wird Stehübung beenden und wieder losgehen. So lernt das Pferd 2 Dinge: 1. stehen ist angenehm, 2. Die Übung hat immer auch ein Ende. Die Übungen für den Tag immer dann beenden, wenn es besonders gut geklappt hat.


LG
Astrid

Dancing love
10.03.2009, 08:27
ach so nur mal sone frage ic habe nicht bei der anmeldung drauf geachtet .ist das eig. alles kostenlos hier???

lammi88
10.03.2009, 09:47
:D Wenn Du das Forum meinst: Ja, ist es. Sonst würde hier wohl keiner mehr schreiben. :D

Dancing love
10.03.2009, 18:22
hehe ^^ gut danke

Laurea
11.03.2009, 13:54
die beschreibung ist super wiassi :tu:

so haben wir auch angefangen lauro und ich ... jetzt folgt er mir ohne strick und trabt auch an wenn ich schnell werde, bleibt stehen oder richtet rückwärts wenn ich rückwärts gehe....

uns hat dabei geholfen ihn bei einer gut gemachten übung ein kleines stück möhre und einen ton dazuzugeben (ich schnalze auf eine bestimmte art). die möhren gibts jetzt nur noch bei besonders guten aktionen. hab ich mit der zeit etwas abgesetzt...
bei schlechtem verhalten mach ich auch einen ton in dem fall sage ich einfach nein.

das hat sich lauro gemerkt und das arbeiten fällt leichter weil du schon die kleinsten sachen belohnen kannst oder ihm auch klarmachst so willst du das aber grade nicht!!!!

musst aber konsequent bleiben... dein großer wird öfters mal testen ob du auch noch wirklich chef bist.....:D