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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verknöcherungen im Rücken



s' Maja
03.03.2009, 17:02
Hallo liebe Zoopluser, :hi:

seit genau einem Jahr habe ich meine Stute (heute 8) nun, alles bestens verlaufen bisher, wir haben uns prächtig gemeinsam entwickelt und nun stände unsere erste Turniersaison (E-Niveau versteht sich *ggg*) bevor. Wenn, ja wenn da nicht gestern der TA-Besuch gewesen wäre. Hier mal die Zusammenfassung der Diagnose und bei 2 davon brauche ich Euren Rat/Hilfe:

1. Sie hat Husten (war der eigentliche Auslöser für den TA Besuch) - wird mit Antibiotika und SChleimlöser behandelt...sollte danach wieder gut sein

2. Der Rüpcken wurde geröngt, da sie immer mal wieder (eigentlich seit Beginn an...) sehr empfindlich im Rücken reagierte und akut aktuell sogar wenn sie kalt ist extrem klemmt bis taktunrein geht (ist sie warm: alles weg). Das letzte Mal hatte sie das vor 8 MOnaten, damals diagnostizierten wir den falschen Sattel und die fehlende Muskulatur...und nun seit 2 Wochen ist es wieder ganz akut...
Diagnose: (und nun bitte nicht schlagen, ich habe mir die Fachausdrücke nicht merken können): sie hat KEINE Kissing Spines - sogar ganz im Gegenteil, sehr schöne, weite Abstände; aber man sieht im Übergang Sattellage-Lendenwirbel Entzündungen in den Wirbeln, die von (angefangenen?) Verknöcherungen an Knorbeln (kleine Gelenkswirbel?) unterhalb der Wirbelsäule verlaufen. Sorry, ich kann es nicht besser beschreiben. Mein TA erklärte mir, dass das, sobald die Verknöcherung komplett abgeschlossen ist, kein Schmerzpol mehr sei, sie höchstens etwas steifer wird (egal: ich brauche kein S-Dressur Pferd), aber solange dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, sie hier nun behandelt wird, danach viel gearbeitet werden muss (Vo-Ab, aufgewölbter Rücken) und das auch immer wieder kommen kann.

Dazu kommt, dass sie asymetrisch gebaut ist, linke Schulter und Vorderhand deutlich stärker bemuskelt ist und schief ist...was die Ursache für die nächste Diagnose sein kann:

3. Sie vorne links unrein läuft (nur auf weichem Boden und nur unter Belastung) - hier wird nächste Woche eine genaue Untersuchung des Beins durchgeführt unter Abspritzen des Beins. Gut ist: weicher Boden heisst wohl Muskeln, Sehnen, Bänder - was besser wäre als etwas in den Gelenken oder Knochen...:?:

ABER: alles in alem war das ein echter Schock - bis auf die Rückenprobleme einfach gar nichts gehabt und nun geballt...macht einem doch ein ungutes Gefühl. Husten und Bein ist für mich ok, das verstehe ich, da kann ich mich drauf einstellen - aber hat jemand schonmal die Probleme mit Nr. 2 gehabt - die Rückenthematik? Hier würden mich Erfahrungen oder alles andere an Feedback wirklich interessieren.

Sorry für die Länge....:sporty:
Liebe Grüßle,

Maja

lammi88
04.03.2009, 09:24
Hi!

1) Husten würde ich gleich wenn Du ihn bemerkst mit Thymian und Efeu Hustensaft (für Kinder) behandeln. Dann ist er meist in 2-3 Tagen besser bis weg ;) Billiger und gesünder als TA und Antibiotika ;)

2)
KEINE Kissing Spines - sogar ganz im Gegenteil, sehr schöne, weite Abstände; aber man sieht im Übergang Sattellage-Lendenwirbel Entzündungen in den Wirbeln, die von (angefangenen?) Verknöcherungen an Knorbeln (kleine Gelenkswirbel?) unterhalb der Wirbelsäule verlaufen
Wenns am Übergang Sattellage/ Lendenwirbel ist, kannst Du davon ausgehen, daß entweder der Sattel dort Druck auf die vorherigen Wirbel ausübt oder Du beim Reiten dort zu unruhig sitzt und durch die ja wohl nicht so kräftige Muskulatur gibt es dort ein Reibungspotenzial... Die Verknöcherungen entstehen durch die Entzündungen in dem Bereich. Ist bei Hufrolle auch nicht anders. Es bilden sich Zuwüchse... Ich würde auf die 2. Variante tippen, da sie ja auch recht ungleich steht.
Was ich Dir raten würde: Geb ihr Muschelextrakt (Knorpel und Sehnenaufbau) und Teufelskralle (entzündungshemmend, blutverdünnend) und baue durch Bodenarbeit verstärkt den Rücken und die "verkümmerte" ;) Seite wieder auf. Ich würde ihr und dem Rücken gute 3 Monate Reitverbot, dafür aber Gymnastizierung erteilen, wäre ich der TA ;)
Desweiteren arbeite mal mit Videoaufzeichnungen von Deinen Reitstunden. Dann kannst Du ganz genau sehen, wann sie für Dich ausgleichen muß, weil Du nicht richtig sitzt ;) Ist eine geniale und effektive Methode :tu:

s' Maja
04.03.2009, 14:20
Hallo zurück,

danke für die Hinweise
Husten: habe die Kräuterpalette schon durch - ist zwar besser geworden, aber der Schleim löste sich dadurch nicht, deshalb TA.

Rücken: die Entzündungen sind ausserhalb der Sattellage, deshalb hat der TA auch kein Reitverbot erteilt, weil weder Sattel noch Gewicht etwas ausmachen. Das ist allerdings ein Thema für s Bein. Nun habe ich aber bereits ohne Videanalyse das Problem, dass ich sie sicherlich vom Sitz nicht optimal reiten kann. Sie hat einen sehr schwungvollen Trab, den habe ich nun in langsamer Arbeit mit ihr gelernt zu sitzen, aber sobald sie sich "normal" bewegen darf. störe ich nur. Deshalb ist klar, dass ich viel leichttraben muss. Der Rücken war vor einem Jahr so gut wie gar nicht bemuskelt - nun haben wir diesen aufgebaut und er hat sich prächtig entwickelt. Merin problem wird dnatürlich meine reiterliche Kunst bleiben. Ich werde sie nicht optimal für ihren Rücken reiten können - trotz jeglicher Bemühung. Aber soll ich deshalb sie nicht mehr reiten? :eek:

lammi88
04.03.2009, 15:23
Versuchs das nächste mal mit 100g Thymian 2xtgl und Efeuhustensaft (für Kinder wegen Alks) 2x 50mltgl. Die Mischung machts ;) Damit ist sogar Nonnys Bronchitis weggegangen :tu: Gut ist auch Schwarzkümmelöl. 2x 50ml tgl.

Auch wenn die Entzündungen außerhalb der Sattellage sind, würde ich sie (wie heißt sie eigentlich??? :?:) bis zum Abklingen nicht mehr reiten. Die Wirbelsäule wird komplett belastet beim Reiten - nicht nur das Stück, wo Du sitzt.
Nur mal so nebenbei: kaum ein Reiter sitzt 100% im Gleichgewicht. Die Pferde gleichen das normalerweise aus. Auch Pferde sind IMMER "einseitig schief". Nur grad, wenn ein Hotti einseitig sichtliche Probs hat, ist regelmäßige Bodengymnastik sehr wichtig. Immer wieder dehnen und die schwache Seite stärken.
Es gibt Reitlehrer, wo man lernen kann aus der Körpermitte zu reiten. Auch damit wird man nicht perfekt (da bin ich selbst weit von weg :D), aber es erleichtert dem Pferd ungemein einen Reiter zu tragen.
Reitest Du ab und zu ohne Sattel? Laß Dich mal von jemanden an die Longe nehmen - ohne Sattel. Groove Dich ein paar Runden ein und dann schließe dir Augen. Spüre die Bewegung des Pferderückens unter deinem Po, verlagere Dein Gewicht mal zur linken, mal zur rechten Fußspitze (alles mit geschlossenen Augen). Strecke Dich mal (Arme in den Himmel, versuche Dich so zu strecken, daß Du mit den Fingerspitzen die Wolken berühren kannst), denke, Du hast schwere Eisenketten an den Fersen kleben, die Deine Beine runterziehen... alles mit geschlossenen Augen. Du wirst schnell merken, wo Du falsch sitzt. Wenn Du diese Übung regelmäßig machst, wird sich auch Dein Sitz verbessern und Dein Pferd schneller und gleichmäßiger ausschreiten. Meine Lamour war ein guter Lehrmeister. Durch ihre kaputte Hufrolle mußte ich immer so sitzen, daß ich viel die Hinterhand aktiviere und sie kaum behindere ;)
Geb Deiner Maus mal für 1 Monat Neuseeland-Muschelextrakt (8g/Tag) und Teufelskralle (45g/Tag) - ich bestelle meines immer bei Makana.de ;) :tu: und arbeite mal diesen Monat verstärkt an Longe und an der Hand. Das wird ihr gut tun. Dann langsam wieder mit Reiten beginnen. :tu: