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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cholesterinwert



eddiemama
28.02.2009, 14:07
Hallo zusammen,

ich hab eja bei meinen beiden Katerchen vorsorglich ein Blutbild machen lassen, schließlich werden die beiden acht Jahre alt, nur im sicher zu sein, dass alles okay ist. Vor allem wegen der Nieren, man liest ja so viel
Jetzt kam heute das Ergebnis von Eddies Test:
- Der Cholesterinwert ist bei 359 mg/dl!!!!!!!!!!!:eek::eek::eek:
- Der Leberwet ALT (GPT) bei 216
- Und die Segmentkernige bei nur 26%.
Ich mache mir vor allem wg. des Cholesterins und dem ALT Sorgen. Habe schob gegoogelt aber nichts aussagekräftiges gefunden. Machne sagen, der Chol.wert bei Katzen sagt gar nicht aus, evtl Diabetes...:(:(
Ich bin total ratlos und verunsichter. Alle anderen Werte sind im Normalbereich (oder zumindes fast). Meinen TA kann ich erst am Montag anfufen. Vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen?
Ich war davon ausgegangen, dass alles bestens ist, die Kater werden hochwertig ernährt und sind putzmunter (zumindest wenn das Wetter gut ist :D) Und jetzt so was...

Katzenzahn
28.02.2009, 14:10
Da die Labor von recht unterschiedlichen Messdaten ausgehen, wäre es gut, wenn du die Referenzen dazu mit schreiben würdest.

Bei dem einen Labor kann das nämlich vollig in Ordnung sein, bei dem anderen erheblich außerhalb der Referenzen.

Die Referenzen stehen meist direkt nach dem getesteten Wert als von- bis-Werte.

Mietz&Mops
28.02.2009, 14:50
Erst mal zum Cholesterinwert, ich hab mir nun schon von mehreren TAs bestätigen lassen, dass dieser bei katzen uninteressant ist, weil mind. 2/3 der jungen, gesunden Katzen dort einen erhöhten Wert aufweisen.
Warum dieser Wert noch immer angegeben wird, konnte mir keiner sagen, aber dass er zu vernachlässigen ist, war ihnen sicher.

Ansonsten kann ich mich nur katzenzahn anschließen, gib doch bitte Referenzen an.

Mietz&Mops
28.02.2009, 14:59
Hab hier mal was zu den Werten rausgesucht:



Cholesterin (Referenzwert: 2,0 - 4,0 mmol/l)
Achtung andere Einheit!!!

Cholesterin bei Katzen hat grundsätzlich nicht die Aussagekraft wie beim Menschen. Es ist weit verbreitet in tierischen Geweben und besonders reichlich im Nervensystem. Die Herstellung erfolgt in der Leber und ist in der Leber von der Aufnahme mit dem Futter abhängig.
Erhöhter Wert
Diabetes mellitus, Hypothyreose, akute Pankreatitis, Glukokortikoidtherapie,
Gallengangsobstruktion, Hungern, Proteinverlust-Nephropathie



Alanin-Aminotransferase - ALT (Referenzwert: bis 70 U/l)
oder auch Glutamat-Pyruvat-Transaminase - GPT
Gehört zu der Gruppe der Enzyme. Enzymreich sind Leber, Herz und Skelettmuskulatur. Ein Anstieg dieses Enzyms liebt bei Erkrankungen einer dieser Organe vor. Die ALT ist bei der Katze leberspezifisch und reagiert empfindlich auf Leberirritationen.
Erhöhter Wert
Hepatitis (infektiöse Hepatitis - z.B. im Zusammenhang mit FIP, FeLV, FIV oder Toxoplasma sp., toxische Hepatitis, lymphozytäre Cholangitis, feline Cholangiohepatitis), Hepatose (Stauungsleber, feline hepatische Lipidose, Diabetes mellitus, Hyperthyreose, Lebertumoren/Leberzysten, Gallengangsobstruktion (intra- oder extrahepatische Gallenstauung (Steine, Tumoren)),
akute Pankreatitis, Schock, Fieber, Arzneimittel (z.B. Glukokortikoide, Phenobarbital, Primidon, Mebendazol)

Quelle:
http://www.catgirly.de/Krankheiten/laborwerte.htm

dort steht auch noch folgendes:


Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung bei der Katze sind folgende Untersuchungen empfehlenswert:

Blutabnahme - Parameter: ALT, AST, LDH und

Urinuntersuchung - Parameter: Urin-Bilirubin

Lässt sich anhand dieser Ergebnisse eine Lebererkrankung vermuten, dann wird die folgende Untersuchung notwendig:

Blutabnahme - Parameter: Blutbild, Bilirubin (gesamt und sekundär), Ammoniak

Darüber hinaus können folgende Untersuchungen sinnvoll sein und sollten mit dem Tierarzt besprochen werden:

Röntgen
Das Röntgenbild gibt Hinweise auf Lage, Grässe, Form und Umfangsvermehrungen der Leber.

Ultraschall
Die Sonographie zeigt ausser den bei einer Röntgenuntersuchung ersichtlichen Veränderungen der Leber zusätzlich auch Strukturveränderungen, Form und Inhalt der Gallenblase sowie die Situation der Gefässe.

Die Notwendigkeit von weiterführenden Untersuchungen, die weiteren Aufschluss über die Art der Leberkrankheit, ihre Ursachen und Auswirkungen auf den übrigen Organismus, geben - wie z.B. die Leberbiopsie, Ammoniumchlorid-Belastungstests und weitere - sollten ebenfalls mit dem Tierarzt besprochen werden.

Suse
28.02.2009, 16:58
Erst mal zum Cholesterinwert, ich hab mir nun schon von mehreren TAs bestätigen lassen, dass dieser bei katzen uninteressant ist, weil mind. 2/3 der jungen, gesunden Katzen dort einen erhöhten Wert aufweisen.
Warum dieser Wert noch immer angegeben wird, konnte mir keiner sagen, aber dass er zu vernachlässigen ist, war ihnen sicher.


Das sagte mir die Internistin der TK im letzten Jahr auch.

Es gibt sogar rassespezifische Abweichungen - bei Siamkatzen ist es wohl normal, daß dieser Wert erhöht ist.

:cu: Suse

eddiemama
01.03.2009, 17:03
Danke für die Antworten.
Hier noch die Refferenzwerte:
Cholesterin bei 359 (70-150 mg/dl)
ALT 216,1 (bis 175 U/l)
Segmentkernige 26% (50-75%)

Ich bin aber doch erst mal ruiger, werde morgen noch mal den TA anrufen und fragen, was er davon hält.

Suse
01.03.2009, 18:33
Danke für die Antworten.
Hier noch die Refferenzwerte:
Cholesterin bei 359 (70-150 mg/dl)
ALT 216,1 (bis 175 U/l)
Segmentkernige 26% (50-75%)

Ich bin aber doch erst mal ruiger, werde morgen noch mal den TA anrufen und fragen, was er davon hält.

Von den Segmentkernigen habe ich keine Ahnung .... habe deswegen mal gegoogelt.

"Granulozyten

Die Granulozyten werden zunächst in Neutrophile, Eosinophile und Basophile unterteilt, wobei diese Unterscheidung auf der Anfärbbarkeit mit bestimmten chemischen Substanzen beruht.

Die Neutrophile wiederum können nochmals aufgeteilt werden, und zwar in die stabkernigen und die segmentkernigen; dabei sind die stabkernigen eine Entwicklungsvorstufe der Zelle zum segmentkernigen reifen Granulozyten.

Die Aufgabe der Granulozyten bei der körpereigenen Abwehr besteht in der Bekämpfung von Bakterien, Viren und Pilzen, allerdings haben sie auch eine gewisse Bedeutung bei allergischen Reaktionen.

Erhöhte Granulozytenanzahl
ist ein Anzeichen für akute Infektionskrankheiten, akute Vergiftungen, Allergien oder auch Leukämie.

Verminderte Granulozytenanzahl
Ist die Granulozytenanzahl stark vermindert, so kann man auf eine beginnende Infektionskrankheit schließen, auf Grund derer der körpereigene Granulozyten"verbrauch" stark angestiegen ist. Auch eine Knochenmarksschädigung, die eine verminderte Granulozytenproduktion nach sich zieht, oder eine Medikamentennebenwirkung sind mögliche Ursachen.

Ganz interessant. Da sollte man wohl bei Eddie nochmal genauer nachgucken.
Aber Dein TA kennt sich damit sicher hundertmal besser aus ;)

:cu: Suse

Mietz&Mops
01.03.2009, 18:49
ahja, zu den neutrophilen steht in obigem link noch dies:

Erniedrigter Wert
Septikämie/Endotoxämie, Infektionserkrankungen (v.a. viral), Anaphylaxie,
Lupus erythematodes, toxische Ursachen (Urämie, Arzneimittel, Vergiftungen, Östrogen (Hodentumoren) Bestrahlung), Knochenmarkinsuffizienz