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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rohfleisch für 14W altes Kitten?



Nicole82
13.02.2009, 22:20
Hallo Ihr Lieben,

seit Samstag ist endlich unser Familienzuwachs Honey da! :wd::wd::wd: Sie ist nun 14 Wochen alt, und wir haben sie aus einer Zucht erworben.

Bei der Züchterin wurde sie fast ausschließlich mit Royal Canin Babycat TroFu ernährt und hat abends etwas NaFu von Whiskas bekommen. Seit sie hier ist frisst sie Miamor Kitten Beutelchen und Miamor Milde Mahlzeit für Kitten, manchmal nascht sie auch etwas vom Tigercat und Petnatur der Kater. TroFu von der Züchterin habe ich auch noch angeboten, sie hat es aber gar nicht mehr angenommen.
Viel frisst sie momentan insgesamt (noch) nicht, anscheinend ist es spannender, die Wohnung zu erkunden, und alle Spielsachen auszutesten :)

Neulich hatte ich abends für die beiden Kater jeweils einen rohen Hähnchenschenkel rausgelegt, aber die beiden hatten erstmal keine Lust darauf. Dafür hat Honey den Schenkel aber später begeistert untersucht und ausgiebig angenagt. Soweit ich es gesehen habe, hat sie Fleisch, Haut und weichen Knorpel gefressen, der dicke Knochen war wohl für sie noch nicht zu knacken.

Nun wollte ich kurz nachfragen, ob für so junge Kitten die gleichen Barf-Regeln gelten wie für ältere Katzen? Kann man hier auch bedenkenlos 20% unsupplementiertes Rohfleisch geben? Gibt es Fleischsorten oder bestimmte Teile, die sie in dem Alter noch nicht haben sollte?

Für die Kater hole ich meist 2-3x die Woche Putenschnitzel, Hähnchenfilet, Hähnchenschenkel und Hähnchenflügel (biete ich beides komplett an, mit Knochen und Haut), Rind-Gulaschwürfel, Rinder- oder Putenhack, manchmal ein paar Shrimps. Ist das alles auch für sie okay?

Als Zusatzfrage würde mich außerdem noch interessieren, ob Honey schon Taurin zum Futter dazu bekommen sollte, und ob hier auch eine Messerspitze am Tag die richtige Menge ist? :?:

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten! :bl:

LG, Nicole

Mietz&Mops
13.02.2009, 22:40
bis zu den 20% ist das bei kitten nicht wirklich anders als bei erwachsenen. aber richtiges barfen ist bei kitten schon etwas anders als bei erwachsenen - obwohl da die meinungen auch wieder auseinander gehen... ;)

Taurin würde ich schon noch zusätzlich zum dosenfutter geben.
ob da eine nmesserspitze die richtige menge ist, kann ich schwer einschätzen, da ich nicht weiß, was für dich eine "spitze" ist und was für messer du hast ;)
aber es stimmt schon, das einige leute so taurin dosieren. aber fast überall bekommt man doch diese kleinen messlöffel dazu, damit geht es doch noch viel leichter.


Und zu guter letzt: Viel Speß mit eurem familienzuwachs :D

Nicole82
13.02.2009, 22:49
bis zu den 20% ist das bei kitten nicht wirklich anders als bei erwachsenen. aber richtiges barfen ist bei kitten schon etwas anders als bei erwachsenen - obwohl da die meinungen auch wieder auseinander gehen... ;)

Taurin würde ich schon noch zusätzlich zum dosenfutter geben.
ob da eine nmesserspitze die richtige menge ist, kann ich schwer einschätzen, da ich nicht weiß, was für dich eine "spitze" ist und was für messer du hast ;)
aber es stimmt schon, das einige leute so taurin dosieren. aber fast überall bekommt man doch diese kleinen messlöffel dazu, damit geht es doch noch viel leichter.


Und zu guter letzt: Viel Speß mit eurem familienzuwachs :D

Vielen Dank! :bl: Dann kann sie ja den zwei Großen getrost alle Leckereien
wegklauen :p:wd:

Ich glaube, ich gebe immer zu wenig Taurin, also eher eine Finger-Prise :?: Einen Messlöffel hab ich bisher nicht, aber ich werde bei der nächsten Bestellung mal einen dazukaufen, ist dann wohl einfacher :tu:

Katzenzahn
13.02.2009, 23:02
Ich empfehle dir mal eine Seite, da kannst du 3 Katzen sehen, die von anfang an bzw, ab 12. Woche gebarft wurden:
http://blaue-samtpfote.de/

Und schöne Fotos gibts auch noch,:D

Nicole82
22.02.2009, 19:29
Ich empfehle dir mal eine Seite, da kannst du 3 Katzen sehen, die von anfang an bzw, ab 12. Woche gebarft wurden:
http://blaue-samtpfote.de/

Und schöne Fotos gibts auch noch,:D

Hab mir vorhin endlich mal ausgiebig die Seite angeschaut und durchgelesen :sporty: Sind ja wirklich tolle Katzen!!

Ach, irgendwann gibt's bei uns auch mal richtige Barf-Mahlzeiten!:wd: Schmalz als Zugabe würde unseren bestimmt auch gut schmecken :?:

Drottning
22.02.2009, 19:32
O wie schön, ein weiteres Barf-Kitten! :D In dem Alter sind sie noch sooo lernfähig!

Nicole82
22.02.2009, 20:17
O wie schön, ein weiteres Barf-Kitten! :D In dem Alter sind sie noch sooo lernfähig!

Klein-Honey musste gar nicht angelernt werden :) Inzwischen müssen die Großen sich beeilen, wenn sie noch was von den Rohfleisch-Portionen abbekommen wollen :D Und TroFu und sogar trockene Leckerlies werden von ihr ganz brav verweigert :kraul::kraul: Obwohl sie ja von der Züchterin gar nichts anderes kannte :?:

Drottning
22.02.2009, 20:42
Das war hier aber so ähnlich. Ich fing mit Barfen an, als Krümel noch nicht lange hier war - und er war damals so ca. 20 Wochen. Der musste gar nicht "angelernt" werden - und heute ist er der erste, der bei Dosenfutter streikt!

Katzenzahn
22.02.2009, 21:52
Ich würde auch denken, dass es bei Kitten am einfachsten ist.

Die leiden noch nicht unter Geschmacksverirrung vom Trofu her.
Und fressen einem die Haare vom Kopf :D

pixi
22.02.2009, 21:57
Die Katzenmutti in der Wildnis heizt ja auch nicht erst den Herd (oder - siehe Werbung - den "Dampfgarer") an, bevor sie den Kleinen die erste Maus zum Kosten bringt *lach*

Katzenzahn
22.02.2009, 21:58
Wer schreibt denn hier von Kochen.

'Barf ist rohes Fleisch.

pixi
22.02.2009, 23:23
Kleinen Menschen muss man Obst erstmal püriert zufüttern. Kleine Menschen dürfen zB kein Salz, keinen Zucker. Und keinen Honig, weil Honig für sie sogar tödlich sein kann. Kuhmilch, Weizen und Soja können für kleine Menschen problematisch werden. Bei Gemüse empfehlen viele, es Babys zur Einstimmung der Verdauung erstmal nur gegart und ohne Gewürze zu geben.

Aber bei (halb)wilden Katzen steht kein Dampfgarer für die Katzenbabys im Wald/in der Scheune. Ich denke, das hat einen guten Grund. Daher machen mein Freund und ich uns über die neue "Whiskas dampfgegart"-Werbung lustig. War nur sarkastisch gemeint Katzenzahn. :cu:

Yanniksdosi
22.02.2009, 23:43
Kleinen Menschen muss man Obst erstmal püriert zufüttern. Kleine Menschen dürfen zB kein Salz, keinen Zucker. Und keinen Honig, weil Honig für sie sogar tödlich sein kann. Kuhmilch, Weizen und Soja können für kleine Menschen problematisch werden. Bei Gemüse empfehlen viele, es Babys zur Einstimmung der Verdauung erstmal nur gegart und ohne Gewürze zu geben.


Mit kleinen Menschen meinst du Kleinkinder im Breialter?

Na gut, das wir vor 1975 geborenen damals noch nicht lese konnten und das dies auch niemand unseren Müttern erzählt hat.

Ich wär glatt nicht mehr am Leben!

Es gab zwar damals schon Spezialbabybreie aber meistens wurde einfach das normale Essen das auch die Erwachsenen aßen nur für zahnlose klein gemacht und wir aßen von Mamas Teller mit.

Übrigens die Babykost die, bis auf die letzten 30 Jahre, unsere ganze Menschheitsgeschichte vorherrschte...

LG

pixi
23.02.2009, 00:09
Tja, da die Zivilisationskrankheiten zunehmen, mussten sich die Ernährungswissenschaftler dazu etwas überlegen. Man weiß ja auch noch nicht lange, dass Honig für Babys tödlich sein kann. Bis man da draufkam, mussten erst einige Babys sterben. Der Mensch lernt dazu, gottlob.

pixi (1964 geboren)

Nicole82
23.02.2009, 12:16
Das war hier aber so ähnlich. Ich fing mit Barfen an, als Krümel noch nicht lange hier war - und er war damals so ca. 20 Wochen. Der musste gar nicht "angelernt" werden - und heute ist er der erste, der bei Dosenfutter streikt!


Ich würde auch denken, dass es bei Kitten am einfachsten ist.

Die leiden noch nicht unter Geschmacksverirrung vom Trofu her.
Und fressen einem die Haare vom Kopf :D

Ich erinnere mich gerade, dass auch die beiden Kater anfangs keine Leckerlies wie z.B. Dreamies mochten und TroFu nur mit langen Zähnen gefressen wurde. Damals hab ich aber nachts immer noch TroFu rausgestellt, und inzwischen haben sie Gefallen daran gefunden! :man:

Aber als Kitten folgen sie wohl noch eher ihrem Katzeninstinkt :?: Und natürlich ist so ein riesiges Hähnchenteil auch spielerisch viel spannender als langweilige Pampe im Napf :p



aber meistens wurde einfach das normale Essen das auch die Erwachsenen aßen nur für zahnlose klein gemacht und wir aßen von Mamas Teller mit.


War bei uns auch so, obwohl ich noch etwas jünger bin! :tu: Aber Pixi hat recht...kleine Kinder sollte man bspw. nicht dazu zwingen, Kohl zu essen, weil dieser für Menschen im jungen Alter noch giftig sein kann und das Verweigern somit einen sinnvollen Hintergrund hat.

Honig, Salz, Zucker gibt es ja erst, seit der Mensch es künstlich herstellt, hat also mit "artgerechter" und natürlicher Ernährung des Menschen gar nichts mehr zu tun :?:

Katzenzahn
23.02.2009, 12:43
Naja, das mit den blähenden Speisen haben unserer Großmutter aber auch schon gewusst.
Die bekamen Kleinkinder gar nicht oder nur in kleiner Menge, je nachdem, wie lange sie schon feste Kost aßen.

Was man in dieser richtung allerdings auch noch betonen muss, unsere Mütter haben uns 6 Monate oder länger gestillt. :cu:

Yanniksdosi
23.02.2009, 22:44
War bei uns auch so, obwohl ich noch etwas jünger bin! :tu: Aber Pixi hat recht...kleine Kinder sollte man bspw. nicht dazu zwingen, Kohl zu essen, weil dieser für Menschen im jungen Alter noch giftig sein kann und das Verweigern somit einen sinnvollen Hintergrund hat.

Honig, Salz, Zucker gibt es ja erst, seit der Mensch es künstlich herstellt, hat also mit "artgerechter" und natürlicher Ernährung des Menschen gar nichts mehr zu tun :?:

Die Giftigkeit von gut durchgekochten Kohl wage ich mal zu bezweifeln.
Aber die blähende Wirkung, ist für die Lütjen und ihre Umgebung nicht so angenehm.
Deswegen wird er in der Kleinkindernährung weggelassen.

Honig wird von Bienen hergestellt und wird vom Menschen schon seit der Altsteinzeit zum Süßen und Naschen verwendet.(Teilweise auch als Wundmittel, da der darin enthaltene Zucker leicht desinfizierend wirkt.)
Salz begleitet uns auch schon unsere gesamte Menschheitsgeschichte.
Salz wurde entweder als Steinsalz(und das richtig rote naturbelassene Steinsalz enthält noch fast alle Mineralien die Mensch so braucht) abgebaut
oder durch Meeerwasserverdunstung gewonnen. Und wir brauchen Salz zum Leben.(Wie alle anderen Tiere auch!) Zucker wurde in arabischen und afrikanischen Ländern schon sehr früh aus Zuckerrohr gewonnen.
Kam hier als verbreitetes Süßungs und Haltbarkeitsmittel erst ab dem 19.Jhd in allgemeinen Verbrauch. Als hier die Zuckerrübenextraktion erfunden wurde.
Vorher war er ein teueres Vergnügen da er einen elends langen Transportweg hatte. Dafür gab es hier dann den Honig.

LG

Yanniksdosi
23.02.2009, 22:47
Tja, da die Zivilisationskrankheiten zunehmen, mussten sich die Ernährungswissenschaftler dazu etwas überlegen. Man weiß ja auch noch nicht lange, dass Honig für Babys tödlich sein kann. Bis man da draufkam, mussten erst einige Babys sterben. Der Mensch lernt dazu, gottlob.

pixi (1964 geboren)

Dafür hätte ich jetzt gerne mal die Quelle!
Auf welchen Artikel beziehst du dich?

Wie wir in der Mittelalterszene so gerne sagen:

Belege, Belege, Belege!

pixi
23.02.2009, 23:01
Das hab ich auf die Schnelle aus wikipedia "Honig" entnommen:

Gefahr für Säuglinge durch Honig [Bearbeiten]

Einige Bakterien können im Honig überleben. Besonders gefährlich ist der Krankheitserreger Clostridium botulinum, der das Botulinumtoxin freisetzt, welches zu Lähmungserscheinungen führen kann (Botulismus). In geringen Mengen wurde dieser Erreger auch in einzelnen Honigen nachgewiesen. Vermutlich wegen der noch nicht voll entwickelten Darmflora sind Säuglinge stärker von bakteriellen Infektionen gefährdet als Erwachsene.[5] Trotz Intensivmedizin ist bei einer Infektion bei Säuglingen mit diesem Bakterium meist mit einem bleibenden Schaden zu rechnen. Die Ärztekammer Baden-Württemberg empfiehlt aus diesem Grund, bei Säuglingen unter 12 Monaten ganz auf die Gabe von Honig zu verzichten.[6] Jedoch ist der vom Honigverzehr hervorgerufene Säuglingsbotulismus sehr selten. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist keine Gefahr mehr vorhanden.

noch ein Link: http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=355824
oder: http://www.ohrgesicht.de/kinderwelt/artikel/151-Duerfen-Babys-Honig-essen.html

oder mit "Säuglingsbotulismus Honig" googeln.. da gibts genug darüber im Internet.

Hoffe gedient zu haben und gute Nacht!

pixi

Yanniksdosi
23.02.2009, 23:47
Das hab ich auf die Schnelle aus wikipedia "Honig" entnommen:

Gefahr für Säuglinge durch Honig [Bearbeiten]

Einige Bakterien können im Honig überleben. Besonders gefährlich ist der Krankheitserreger Clostridium botulinum, der das Botulinumtoxin freisetzt, welches zu Lähmungserscheinungen führen kann (Botulismus). In geringen Mengen wurde dieser Erreger auch in einzelnen Honigen nachgewiesen. Vermutlich wegen der noch nicht voll entwickelten Darmflora sind Säuglinge stärker von bakteriellen Infektionen gefährdet als Erwachsene.[5] Trotz Intensivmedizin ist bei einer Infektion bei Säuglingen mit diesem Bakterium meist mit einem bleibenden Schaden zu rechnen. Die Ärztekammer Baden-Württemberg empfiehlt aus diesem Grund, bei Säuglingen unter 12 Monaten ganz auf die Gabe von Honig zu verzichten.[6] Jedoch ist der vom Honigverzehr hervorgerufene Säuglingsbotulismus sehr selten. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist keine Gefahr mehr vorhanden.

noch ein Link: http://www.parents.at/forum/showthread.php?t=355824
oder: http://www.ohrgesicht.de/kinderwelt/artikel/151-Duerfen-Babys-Honig-essen.html

oder mit "Säuglingsbotulismus Honig" googeln.. da gibts genug darüber im Internet.

Hoffe gedient zu haben und gute Nacht!

pixi

Die Googlesuche werde ich morgen anwerfen.
Fragen die sich mir stellen:
Diese Erreger werden durch kochen abgetötet.
Seit wann wird Kleinkindernahrung nicht mehr gekocht?
Wie häufig ist diese Vergiftung wirklich?

In den 70ern wurde Müttern empfohlen die Kleinkindnahrung nicht mit Zucker(weil Zucker böse...) sondern mit Honig zu süßen.
Wenn das wirklich so häufig auftreten würde, dann wären damals schon die Kinder reihenweise umgekippt.
Und der Schutz durch langes Stillen war oft nicht gegeben, weil viele Mütter damals garnicht stillen durften. Oft war durch die langjährige Verwendung von DDT die Muttermilch so kontaminiert, das Stillen unmöglich war.

Wenn ich mir viele junge Mütter heute so ansehe, denke ich das die mit "Das darfste nicht und das ist böse..." richtiggehend kirre gemacht werden.

Fedora
24.02.2009, 05:21
Die Googlesuche werde ich morgen anwerfen.
Fragen die sich mir stellen:
Diese Erreger werden durch kochen abgetötet.
Seit wann wird Kleinkindernahrung nicht mehr gekocht?
Wie häufig ist diese Vergiftung wirklich?

In den 70ern wurde Müttern empfohlen die Kleinkindnahrung nicht mit Zucker(weil Zucker böse...) sondern mit Honig zu süßen.
Wenn das wirklich so häufig auftreten würde, dann wären damals schon die Kinder reihenweise umgekippt.
Und der Schutz durch langes Stillen war oft nicht gegeben, weil viele Mütter damals garnicht stillen durften. Oft war durch die langjährige Verwendung von DDT die Muttermilch so kontaminiert, das Stillen unmöglich war.

Wenn ich mir viele junge Mütter heute so ansehe, denke ich das die mit "Das darfste nicht und das ist böse..." richtiggehend kirre gemacht werden.

Honig sollte aber nicht gekocht werden, da dann die gesundheitlich wertvollen Enzyme kaputt gehen. Dann bleibt nur noch Zucker und Aroma, dann kann man gleich normalen Zucker nehmen. Allerdings können die Enzyme eine Bienenallergie mit Schwellungen im Rachenbereich auslösen.
Bakterien und Bakteriengifte können immer mal in einem falsch behandeten/gelagerten Lebensmittel vorkommen. Die Botulismusbakterien werden zwar durch Erhitzen abgetötet, aber das Botulin bleibt wie das Afflatoxin in Nüssen dadurch unberührt. Mit der Gefahr muss man einfach leben.

Die blähende Wirkung von Kohl kann man durch richtiges Kochen verhindern. Die Blätter im Kochwasser ankochen bis sie etwa halb durch sind, dann das Kochwasser wegschütten und die Blätter in neuem Kochwasser zuende kochen. Dabei gehen allerdings auch andere, wertvolle Inhaltsstoffe mit dem ersten Kochwasser verloren. Auch der typische Kohlgeschmack verschwindet dadurch weitgehend.

Drottning
24.02.2009, 11:36
Wenn ich das hier so lese... man kann sich auch verrückt machen!

Nicole82
24.02.2009, 13:24
Die Giftigkeit von gut durchgekochten Kohl wage ich mal zu bezweifeln.


:?: Da hab ich was anderes gelesen...wenn ich mich recht erinnere, hängt das mit irgendwelchen Bitterstoffen zusammen, die im Kohl mehr enthalten sind als in anderen Gemüsesorten. Kinder mögen oft diesen typisch bitteren Geschmack von Kohl nicht, das hat die Natur so eingerichtet, um sie zu schützen.

Auch spannend fand ich, dass in Kulturen, in denen übermäßig viele Kartoffeln verspeist werden, mehr Spina Bifida bei Neugeborenen auftritt. Glaube, das stand im gleichen Artikel :)

Wenn du magst, such ich's mal raus! :tu:


Mit Salz, Honig und Zucker meinte ich, dass man das gaaaaanz früher eher in Form von Früchten bspw. zu sich genommen hat und noch keiner künstlich ein weißes Pülverchen dazu hergestellt hat. :?:

Nicole82
24.02.2009, 13:25
Wenn ich das hier so lese... man kann sich auch verrückt machen!

:D:D:D Aber man lernt immer wieder was dazu! :tu::)

pixi
24.02.2009, 19:13
zur Honigsache und den Äußerungen, man müsse das wohl nicht so ernst nehmen.

Honig ist ein Rohprodukt. Honig wird in vielen Teilen der Welt hergestellt und - weil für den Verbraucher billiger als einheimischer - zu uns importiert. Die Kontrollen sind nicht zu 100 % gegeben.

Wenn der Babybrei samt Honig gekocht wurde, besteht keine Gefahr. Auch Honig in Fertigprodukten ist unbedenklich. Es gibt aber sicher viele Möglichkeiten, Babynahrung mit ungekochtem Honig zuzubereiten. Muttern denkt möglicherweise, hmmmm... Honig ein Naturprodukt, das gebe ich meinem Baby am besten unverfälscht, damit tu ich ihm was Gutes. Oder: Früher wurde den Müttern empfohlen, zum Stillen ihre Brustwarzen mit Honig einzuschmieren. Es wird vor solchem Gebrauch vor Honig gewarnt, nicht mehr und nicht weniger. Die Chance, an Honig mit diesem Erreger zu kommen, mag nicht groß sein. Andererseits, die Chance, Katzen mit rohem Schweinefleisch zu vergiften, ist ebenso minimalst. Trotzdem, wer füttert trotzdem seinen Katzen absichtlich rohes Schweinefleisch? Ich nehme an, nicht viele hier oder? :?:

Kleinkindernahrung muss gar nicht zugesüßt werden. Kleinkinder haben noch höchst empfindliche Geschmacksknospen. Nur weil die Erwachsenen Salz und Zucker im Essen gewöhnt sind und weil für ihren Geschmack ungezuckertes Obst oder ungesalzenes Gemüse fad ist, ist es für ein Kleinkind nicht genauso. Warum soll schon Kleinkindern von Anfang an der pure Geschmack von Obst und Gemüse vorenthalten werden? Zucker und Salz sind für Babys nicht nur bedenkllich, sondern verbiegen auch die Geschmacksnerven für den Rest des Lebens.

lg, pixi

Drottning
24.02.2009, 19:14
Doch, ich!! :D Bin halt immer ein kleiner Querschläger.... ;)

pixi
24.02.2009, 19:45
@uschi: Nachdem das Kind 1 Jahr alt ist, kann es all die "tollen Enzyme" (na ob die so wichtig sind?) des Honigs bedenkenlos genießen. Davor erhält das Kleinkind über die Muttermilch alles was es braucht, in genau der richtigen Zusammensetzung.

Fedora
24.02.2009, 21:56
@uschi: Nachdem das Kind 1 Jahr alt ist, kann es all die "tollen Enzyme" (na ob die so wichtig sind?) des Honigs bedenkenlos genießen. Davor erhält das Kleinkind über die Muttermilch alles was es braucht, in genau der richtigen Zusammensetzung.

Keine Sorge, ich halte auch Muttermilch für Kinder für das Beste! Und Zucker muss in der Babynahrung nicht sein. Damit programmiert man die späteren Zahnprobleme schon vor. So wie mit dem Dauernuckeln von gesüßtem Kindertee, durch den schon die vorderen Milchzähne total zerstört wurden.

Aber ich hab halt auch die Zeit miterlebt, als Öko-Selbstversorgung das non plus ultra war und man alle Leute am liebsten zu Vegetariern gemacht hätte. Wie gesagt, das fing dann schon bei vegetarischen Muttermilchersatz an. Und zum Süßen wurde eben nur Honig akzeptiert. Ich hab noch Kochbücher aus der Zeit, danach schmeckte alles irgendwie nach Honigkuchen. Bei Erhitzen verliert der Honig eh alle Qualitäten und ist nur noch reines Kohlehydrat.

Man muss immer bedenken, daß Honig früher ein teurer oder nur selten zu findender Luxus war. Wilde Bienenstöcke halten einen ziemlichen Abstand zum nächsten ein und um an den Honig zu kommen muss man sie ausräuchern, also töten. Und auch Imker ohne Zufütterung können nur eine begrenzte Anzahl Stöcke pro Hektar halten. Außerdem konnte man den Bienen max. die Hälfte des Honigs wegnehmen, denn den Rest brauchten sie ja selbst zum Überwintern.

Die Inhaltsstoffe von Honig sind durchaus gesundheitsfördernd, aber die alten Empfehlungen liegen so bei 1 Löffel pro Tag. Qualitativ erstklassiger Honig ist immer noch teuer und die heißgeschleuderte, auf Zuckerfütterung basierende Massenware kann man von den Inhaltsstoffen her vergessen!

Insgesamt ist das Leben einfach risikobehaftet. Wie viel er bereit ist zu riskieren, muss jeder für sich entscheiden. So wie eben auch Leute kein rohes Huhn füttern aus Angst vor Salmonellen.