PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Danke und noch ne frage



Melhase
01.01.2003, 19:34
also als allererstes möchte ich mich bei denen bedanken die wirklich versucht haben, mir weiter zu helfen.

aber am allermeissten möchte ich mich bei ilona bedanken. hast mir wirklich sher geholfen. ich werde versuchen deine ratschläge so zu befolgen wie du sie mir gesagt hast. ab morgen wird das ganze konsequent durchgezogen.


so jetzt zu meiner frage (meinen fragen)

1. wenn ich nicht möchte, dass mein jango zieht.
dann bleibe ich ja jedesmal stehen, wenn er zieht und warte bis er ihn meine richtung zurück kommt. aber wie ist das wenn ich wo hingeh wo ich weiß dass er trotz stehen bleiben nicht aufhört zu ziehen? wie zum beispiel in nem cafe (wenn wir reingehen) oder bei der post oder im obi oder so. soll ich ihn dann leiber daheim lassen? dort habe ich ja nicht die möglichkeit immer stehen zu bleiben. oder soll ich ihn trotzdem mitnehmen?

2. was soll er zuerst lernen?
also er weiß ja was sitz und platz ist. er führt diese komandos auch meisstens brav aus. nur leider hat er nie gelernt, dass er erst wieder aufstehen darf, wenn er die erlaubnis dazu bekommt. wie soll ich ihm das denn beibringen, dass er erst aufstehen darf wenn ich es sage? fuß auf die leine stellen? oder irgendwie anders?

und was soll ich ihm zuerst lernen? fuß gehen(nicht ziehen besser gesagt) oder platz (bleib)?

oder kann ich ihm beides auf einmal lernen? das eine geht ja sowieso nur draussen und mit platz werd ich eh erst in der wohnung anfangen müssen, da er da nicht so sehr abgelenkt ist.

sorry dass ich momentan so nerve, aber mir ist es echt wichtig dass mein hund bis ende märz gut erzogen ist. zumindest dass er bis dahin um einiges besser hört. es muss ja nicht perfekt sein bis dahin.



(PS: ich hab mir ein hundegeschirr bestellt)


mel

sony
01.01.2003, 20:47
Hallo Melhase!
Zu Frage 2:
1.) Lass deinen Hund sitz bzw. Platz machen

2.) Sag "bleib!" und zeig deine Hand wie ein Halt-Signal

3.)Geh einen Schritt zurück.

4.) Wenn er sitzen bleibt, gehe zu ihm, Lobe ihn (Leckerlis!) und entlasse ihn mit "okay" aus dem Befehl.
Wenn er nicht sitzen bleibt, und davon muss man am Anfang ausgehen, sag schnell "nein!", bring ihn zurück in die "Sitz" Position und versuch es ganz geduldig noch ein mal.
Irgendwann hat er dann kapiert was du von ihm willst.

5.) Wenn er dass soweit kapiert hat kannst du den Abstand und die Zeit immer länger werden lassen.

Und noch was:
-Zuerst sitz und dann platz bleib üben(Platz wird dann leichter weil er ja schon bleib beim sitz-bleib kennt)
- Du kannst auch andere Befehle Benutzen, musst nur dann immer bei dem Befehl bleiben.
- Dass ganze Braucht Zeit! Am besten Du übst mermals täglich ca. 5-10 Minuten
-Du kannst ihm zuerst beibringen was du für wichtiger hälst

Wir wünschen dir noch ganz viel Glück und viel Spaß beim üben!:)

sony&Rocky

Ilona
02.01.2003, 09:15
Hallo liebe Mel,

danke für Dein nettes Lob. Wenn ich mir was wünschen darf, so wäre das, dass Du die Nerven behältst und konsequent Deine Ziele mit Deinem Eselchen vefolgst:)

Nun zu Deinen Fragen:

Ja, wenn Jango zieht, bleibst Du stehen. Bis dahin richtig;) Der kleinste Schritt für Jango, um ein Lob von Dir für das Nichtziehen zu bekommen wäre, er dreht sich nach Dir um und schaut, wo Du bleibst. DAS ist schon wie ein Sechser im Lotto und sollte entsprechend belohnt werden. Dann kann man den Hund zu sich rufen, um ihm ein Leckerchen zu geben und wieder eine lockere Leine zum Weiterüben zu haben. Aber das hab ich Dir ja schon geschrieben.

Und Sony hat genau dasselbe Kommando wie ich, um eine Übung zu beenden. Mein Okeh kommt immer fröhlich und sagt dem Hund: "Hey, wir zwei haben jetzt aber toll geübt. Und wenn Du Lust hast, machen wir nachher weiter. Bis dahin darfst Du spielen oder machen, was Du magst".

Mel, und wenn Du jetzt übst, dass Jango nicht an der Leine ziehen soll, dann würd ich das mit dem Okeh (oder anderes Wort, was Dir gefällt und den gleichen Zweck erfüllt) nicht anwenden, sondern nach einem fröhlichen "Fein gemacht (gleich Leckerchen), komm" weiter gehen. Hier beendest Du die Übung ja nicht wirklich, sondern es kann ja durchaus sein, dass Ihr gleich wieder stehen bleiben müsst. Und da wäre das Okeh vielleicht nicht ganz richtig.

Noch ein Tipp zum Üben von "Sitz, bleib" und "Platz, bleib": Ich würde die Übungen möglichst zeitlich weit trennen. Damit meine ich, dass ich morgens das "Sitz, bleib" übe und zum Beispiel nachmittags oder abends erst das "Platz, bleib". Beide Übungen sind ja ähnlich aufgebaut, lediglich die Körperstellung des Hundes ist etwas anders. Und um dem Hund das Üben zu erleichtern, trenne ich diese zeitlich voneinander. Zwischendurch kann man natürlich jederzeit noch viel anderes üben. Aber immer zunächst schöne kleine Übungseinheiten, ne?

Ach und ein letztes Mel:

Ich persönlich würde den Hund in der nächsten Zeit nirgendwo mit hinnehmen, wo ich genau weiß, die Versuchung zu ziehen ist einfach zu groß. Geht lieber raus Gassi, übt und übt und übt. Wenn Du ihn mitnimmst ins Café oder in ein Geschäft, machst Du Dir nur selber Stress und der Übungseffekt wird stark gefährdet. Weißt, was ich meine?

Ich würd es erst einmal lassen. Ist doch nicht so dramatisch, oder? Ein Café, ein Geschäft und überhaupt jede Begleitung beim Spaziergang sind in der ersten Phase des Übens schon ein absolut extremes Maß an Ablenkung.

Lieben Gruß, Illi

P.S: Freu mich, dass Du Dir ein Geschirr bestellt hast:) Bin gespannt, wie Jango sich machen wird.

Thomas
02.01.2003, 11:01
@ Melhase

Es freut mich ebenfalls, das Du Dich zu dem Geschirr entschieden hast. Hoffentlich sitzt es das Bestell-Teil gut - aber keine Bange, die Dinger lassen sich ja einstellen. Ich hätte in diesem Zusammenhang noch ein Anmerkung für Dich:
Jango merkt ja natürlich, das er jetzt plötzlich beim rausgehen etwas "anderes trägt". Nutze diese Gelegenheit des Wechsels bitte eindeutig dazu, das Du Dich ab sofort anders verhälst. Also kein Leine zupfen/rucken mehr, sondern genau so wie von Ilona beschrieben. Er soll ruhig merken das andere Zeiten anbrechen, und mit einer äußeren Veränderung -nämlich dem neuen "Kleidungsstück"- kannst Du ihm das noch mehr verdeutlichen. Lass Dich also nicht dazu hinreißen, das Jango das Geschirr mit etwas negativem verknüpft, Du also in "alte Gewohnheiten" zurückfällst. Achja, das Stachelhalsband wirst Du sicher als Andenken an die Vergangenheit aufgeben - in der Kiste ganz unten ist es gut aufgehoben und wird Dich irgendwann, in ein paar Monaten, daran erinnern wie stressig früher alles war. Was mir auch noch wirklich wichtig erscheint ist, das Dein Freund nicht gegen Dich arbeitet. Ich würde mich wirklich wünschen, das Du genügen Überzeugungskraft und Durchsetzungvermögen ihm gegenüber hast, um ihm Deinen und somit auch Jangos Weg klarzumachen, im Interesse des Hundes und damit im Interesse aller Beteiligten.

Ansonsten möchte ich noch meinen Respekt gegenüber Ilona aussprechen *malrüberzwinker*

Gruß
Thomas

Ilona
02.01.2003, 19:13
Ooooooch Mönsch,

da hatte ich vor Stunden schon ein "Dankeschön" an Thomas für sein nettes Kompliment gepostet und ihm alles, alles Gute für das Jahr 2003 gewünscht....und nun ist nix davon zu lesen:( Hab mich wohl zu blöd angestellt.

Also noch ein Versuch:

Lieber Thomas, ich fand die Idee von Dir genial, den Neuanfang von Mel mit einem neuen Geschirr zu verknüpfen. Bin ich selber nicht drauf gekommen.

Ich denke, liebe Mel, das ist genau die Motivation, die Dir noch ein wenig mehr Sicherheit bringen könnte auf Eurem Weg:):)
Du siehst also, dass es hier im Forum nicht nur Prügel gibt (<ggg>), sondern auch echt hilfreiche Hinweise!!

Und was meint Ihr dazu, dass Mels Freund immer genau das Gegenteil von dem tut, was Mel machen will?

Ich hab Mel Mut gemacht, weil ich meine, dass Hund mit der Zeit genau einschätzen lernt, bei wem er was darf und bei wem nicht. Und im günstigsten Fall ist Jango so klug, dass er auch bei Herrchen nicht mehr zieht. Ich wünsch es Jango (nicht unbelehrbarem Herrchen) und Mel (die sich sicherlich alle Mühe geben wird)!!!

In diesem Sinne tschüssi,

Eure Illi mit Benji

Hovi
04.01.2003, 18:38
Hallo Illi,

wenn Mels Freund immer genau das Gegenteil von dem tut, was Mel tut - dann merkt das der Hund sehr schnell. Er weiß auch ganz genau, mit wem er "Krabben fangen" kann und mit wem nicht. Hunde sind da gar nicht so doof.

Auch ich war mal mit einem Freund beglückt, der glaubte, in der Hundeerziehung querschießen zu können. Ergebnis: AUF MICH hören die Hunde, auf ihn nicht :D .Wenn ich meine Hunde mit aller Konsequenz erziehe, brauche ich mir gar keine Sorgen zu machen, dass sie von jemand anderem "verdorben" werden.

Liebe Grüße
Claudia

Ilona
05.01.2003, 11:58
Genau, Claudi,

so sehe ich das auch. Deshalb hab ich auch keine Sorgen um Mel und ihren Jango. Wenn sie ihr schwieriges Vorhaben konsequent durchzieht, wird sie viel Freude mit Jango haben. Tja, und was ihren Freund betrifft...der kann sicher noch eine Menge von dem guten Beispiel "Mel und Jango - ein Team" lernen. Oder eben nicht. Jedem so, wie er es braucht, gell? Hauptsache, er vergreift sich nicht am Hund, weil der nicht auf ihn hört. Da würde bei mir JEDE Freundschaft aufhören!!


Grüße, Illi