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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinn und Unsinn von Massentierhaltung, Bio usw.



schnutefreddy
07.02.2009, 18:19
Da es im Preisthread anscheinend doch noch Diskussionsbedarf über die Herkunft von Fleisch und gesunde Tierhaltung / gesunde Ernährung gab, habe ich Gabis Idee aufgegriffen und hier einen neuen Thread eröffnet.

Wenn ihr barft, woher bezieht ihr Euer Fleisch / Fisch? Achtet ihr für Eure eigene Ernährung auf die Herkunft des Fleisches (regionaler Bezug, Massentierhaltung, Bio)? Und tut ihr das beim Futter Eurer Katzen ebenso?

Die Diskussion ist hiermit eröffnet.

Grüße,
schnutefreddy

Kerdin82
07.02.2009, 18:27
Als richtiger Barfer würde ich mich zwar nicht bezeichnen, doch bei uns gibts dreimal die Woche Rohfleisch. Ich selbst esse nur Rind und NG isst einfach alles.
Wenn wir Fleisch kaufen, dann fahren wir zu Südfleisch. Dort kommt das Fleisch aus der Region. Manchmal kaufe ich auf dem Markt Fleisch. Ist dann auch meist Bio.

schnutefreddy
07.02.2009, 18:53
Ich barfe selbst auch nicht regelmäßig. Wir essen selbst ausschließlich Bio-Fleisch und aufgrund der Preise entsprechend wenig davon. Wenn wir uns selbst Steaks o.ä. holen, bekommen die Katzen auch was. Ich plädiere für Bio-Fleisch, weil ich Massentierhaltung ablehne. Ich finde es grundsätzlich schonmal gut, bei Metzgern zu kaufen, die ihr Fleisch regional beziehen.

Regional wäre für mich z.B. aus dem Landkreis oder selbst aus dem eigenem Bundesland. Denn die Fahrtwege bspw. in die Türkei ohne Pause für die Tiere zum Schlachter und dann wieder zurück nach D in die Fleischtheke finde ich widerlich. Genauso Hühner die sich tothacken oder Schweine die auf engstem Raum aus Stress heraus ihren Artgenossen die Ohren abbeißen. Wer will denn dieses Fleisch essen? Rein biologisch betrachtet kann so ein Leben nicht gesund sein. Langzeitstress macht krank!

Dazu kommt noch ein weiteres Argument: kauft man Fleisch aus regionaler Haltung und Schlachtung unterstützt man auch regionale Arbeitskräfte und sichert so die wirtschaftliche Lage seines Bundeslandes und damit die Deutschlands (siehe auch Milchbauernproblematik). Gerade heutzutage finde ich das wichtig.

Zugegebener Maßen sind wir keine Heiligen: Wir füttern Dosenfutter, da ist Bio nicht garantiert. Aber irgendwo muss man ja anfangen - und wir fangen eben beim Fleisch an.

GabiLE
07.02.2009, 19:44
Eine Frage: Kann man bei Schlachtung in der Region davon ausgehen, dass die Tiere auch der Region kommen? Ich erinnere mich an einen Kunden (Schlachthof), der Zahlungen aus den Niederlanden bekam. Ich vermute, für Schlachtung von holländischem Vieh.
Wie stelle ich nun sicher, dass die Schlachtabfälle, die ich mir vom Schlachthof um die Ecke hole, Rester von Nachbars Kuh sind?

wailin
08.02.2009, 11:59
Eine Frage: Kann man bei Schlachtung in der Region davon ausgehen, dass die Tiere auch der Region kommen?

Nein, kannst Du idR nicht. Insbesondere die grossen kaufen dazu.
Grundsätzlich kann man fragen und man könnte sich theoretisch mal einen Tag vor die Werkseinfahrt stellen und Nummernschilder gucken ;) Allerdings muss es eine Kennzeichnung geben, wo geboren, wo geschlachtet.
Wenn es einem gar nicht drauf ankäme, könnte man auch 'Freibankfleisch' kaufen (ging zumindest vor BSE), d.h. nicht durch die Fleischbeschau gekommen und daher für menschlichen Verzehr nicht geeignet und daher spottbillig.

Es gibt hier verschiedene Metzger, die sozusagen die 'Kuh bzw Schwein in der Theke' mit Namen, Foto und kompletten Daten 'vorstellen' und ich kenne einen Hofladen, die die eigenen Tiere ins Schlachthaus quasi 'begleiten' und dann das Fleisch nur im eigenen Laden verkaufen. Da muß man sich allerdings anmelden, wenn man Fleisch haben will, da nicht regelmässig geschlachtet wird und das Fleisch auch sofort ausverkauft ist. Es ist allerdings irrwitzig teuer.

Bei Rind kaufen wir eher argentinisches TK (günstig bei Schiffsausstattern) in der Hoffnung, dass die Tiere es in der weitläufigen Pampa relativ gut getroffen hatten und auch relativ ortsnah geschlachtet wurden. Allerdings dürfte man das in Anbetracht der aktuellen Dürreperiode und hunderten elendiglich verhungerten und verdursteten Tiere dort auch nicht mehr tun.
Und Fisch und Garnelen aus kalten Gewässern sind übrigens meist weniger AB belastet.

Wir versuchen drauf zu achten - angefangen bei Eiern mindestens aus Bodenhaltung, aber immer geht das nicht und ich will es auch nicht. Wenn man es ganzheitlich sieht müsste man sich auch Gedanken darüber machen, wie die Milchkuh gehalten wird oder wieviele Schlangen bei der Ernte von Zuckerrohr ihr Leben lassen müssen (übrigens auch eher qualvoll, da entweder über vergiftete Futtertiere oder durch Feuer) und schwubbs ist man nicht mal als Veganer völlig tierschutzgerecht.

.... vG Catrin

Fedora
08.02.2009, 12:56
In München gibt es leider keine Freibank mehr. Aber früher war das Fleisch dort durchaus für den menschlichen Verzehr gedacht und eine Fleischbeschau fand ganz normal statt. Allerdings stammten die Tiere nicht aus regulären Schlachtungen, sondern aus sog. Notschlachtungen z. B. wegen Beinbruch, schwerer Verletzungen durch Stacheldraht usw.

Als Tierfutter wurden meist Schlachtabfälle und Reststücke verkauft, aber selbst das Fleisch für den menschlichen Verzehr kostete höchstens 1/4 vom normalen Ladenpreis, wenn überhaupt. In den 60er und 70er Jahre war die Freibank gerade für ältere Menschen oft die einzige Möglichkeit sich mal ein Stück Fleisch leisten zu können. Dank EU-Verordungen darf dieses Fleisch heute nicht mehr für den menschlichen Verzehr verkauft werden, obwohl es für viele wieder dringend notwendig wäre.

Ich kaufe mein Fleisch nach Angebot, anders kann ich es mir nicht leisten, zumindest nicht für meine Katzen. Für mich kaufe ich gerne auf dem Bauernmarkt, eben regional. Biofleisch würde ich nur von einem mir persönlich bekannten Erzeugerbetrieb holen. Bei bestimmten Leuten z. B . "gut zum Leben" würde allerdings _NIE_ kaufen.

Olle Ziege
08.02.2009, 14:45
Wenn ihr barft, woher bezieht ihr Euer Fleisch / Fisch? Achtet ihr für Eure eigene Ernährung auf die Herkunft des Fleisches (regionaler Bezug, Massentierhaltung, Bio)? Und tut ihr das beim Futter Eurer Katzen ebenso?


Als Vegetarier kaufe ich für mich selbst kein Fleisch, höchstens so 2-3 Mal im Jahr. Die Katzen werden zwar nicht gebarft, bekommen aber ab und zu Rohfleisch, insbesondere Hähnchenherzen.
Ich habe hier in der Nähe einen Bio-Metzger mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, gelegentlich hole ich auch mal Biofleisch aus dem Supermarkt. Wenn das "normale" dort allerdings 50% reduziert ist, greife ich da auch schonmal zu. :floet:

Massentierhaltung etc. lehne ich ab, deshalb gibt es hier auch keine Käfigeier. Wenn ich voll arbeite, wird der Biokonsum ausgeweitet, momentan muss ich dafür noch zu sehr aufs Geld achten.

Mietz&Mops
08.02.2009, 16:30
ich kaufe mein rind- und lammfleisch aus einem regionalen schlachthof. dies ist ein sehr kleiner schlachthof und man kann immer an einem schild ablesen aus welchem betrieb die geschlachteten tiere gerade stammen.
dies sind grundsätzlich betriebe aus der umgebung (maximal 120km, meist aber unter 30).
Die geschlachteten Tiere sind nicht BIO aber sie erfüllen Grundkriterien, die mir wichtig sind:
- freilandhaltung bzw. stall mit auslauf
- kein chemisches kraftfutter
- kälber bleiben einige wochen oder länger bei der mutter

bei geflügelfleisch kann ich diese kriterien leider meist nicht erfüllen. es gibt hier keine schlachterei in der nähe und außer bio-suppenhühner wird in den läden auch nichts dergleichen verkauft :(
ich versuche so gut es geht wenigstens auf begriffe wie "freiland" zu achten - aber zugegeben, das ist nicht immer möglich....

schnutefreddy
08.02.2009, 16:40
Wie stelle ich nun sicher, dass die Schlachtabfälle, die ich mir vom Schlachthof um die Ecke hole, Rester von Nachbars Kuh sind?

Das kannst Du nicht sicherstellen :( Es sei denn Du weißt sicher dass in diesem Betrieb nur Tiere aus deutscher Haltung geschlachtet werden. Genauso, wie wir Deutschen unsere Schlachttiere preiswert ins Ausland schicken, machen das andere auch - und dann ist das Ausland eben D. Ich finde dieses ganze hin und her Gekarre von Schlachtvieh sowieso irre. :mad:



Wenn es einem gar nicht drauf ankäme, könnte man auch 'Freibankfleisch' kaufen (ging zumindest vor BSE), d.h. nicht durch die Fleischbeschau gekommen und daher für menschlichen Verzehr nicht geeignet und daher spottbillig.


Davon rate ich dringend ab! Dank Fleischbeschau ist der Trichinenbefall bei Menschen stark zurückgegangen! Für sich selbst das Fleisch eines gewissen Qualitätsstandards kaufen, aber was die Katzen fressen ist schnurps? Und an anderer Stelle wird sich aber über die ganzen Abfälle im Dosenfutter aufgeregt. Das kann ich nicht nachvollziehen.



In den 60er und 70er Jahre war die Freibank gerade für ältere Menschen oft die einzige Möglichkeit sich mal ein Stück Fleisch leisten zu können. Dank EU-Verordungen darf dieses Fleisch heute nicht mehr für den menschlichen Verzehr verkauft werden, obwohl es für viele wieder dringend notwendig wäre.

Das ist aus gesundheitlichen Gründen auch gut so! Allerdings wären gesicherte Preise für Lebensmittel des Grundbedarfs schon sinnvoll.



Biofleisch würde ich nur von einem mir persönlich bekannten Erzeugerbetrieb holen. Bei bestimmten Leuten z. B . "gut zum Leben" würde allerdings _NIE_ kaufen.

Diese Sätze verstehe ich nicht. :o Fehlt da ein Wort?



Massentierhaltung etc. lehne ich ab, deshalb gibt es hier auch keine Käfigeier. Wenn ich voll arbeite, wird der Biokonsum ausgeweitet, momentan muss ich dafür noch zu sehr aufs Geld achten.

Bei uns wird der BioKonsum auch noch am Geldbeutel gemessen. Geht ja leider z.Zt. auch nicht anders. Aber bei Fleisch sind wir strikt! Da gibt es keine Ausnahmen.

Hier wurde auch noch gesagt, dass Fleisch in einigen Läden auf Bestellung gekauft werden kann - dort wäre das Fleisch aber entsprechend teuer. Dazu: Aber dafür wird auch nicht mehr Vieh geschlachtet als benötigt wird. Wenn ich manchmal die Massen an runtergesetzten Fleischwaren sehe (weil das MHD naht), dass alles liegenbleibt, wird mir ganz anders.

Fedora
08.02.2009, 16:51
Warum sollte es gut sein, daß Freibankfleisch nicht mehr für Menschen verkauft wird. Das Fleisch war top Qualität, nur halt nicht normal geschlachtet. Es stammte z. B. von einem Rind, das sich im Stacheldraht verheddert und sich bei dem Versuch sich zu befreien schwer verletzt hatte. Also wurde der für die Fleischbeschau zuständige TA gerufen und das Tier unter seiner Aufsicht erschossen. Dann wurde das Tier oft noch auf dem Hof zerlegt, die Fleischbeschau durchgeführt und das Fleisch entweder für den Eigenbedarf behalten oder eben in der Freibank verkauft. Ebenso Tiere, die sich auf dem Transport verletzt hatten und nicht mehr regulär vermarktet werden durften.

Der Unterschied zum Fleisch beim Metzger war halt, daß Rinderlende in der Freibank so etwa 6 DM gekostet hat, beim Metzger aber über 20 DM.

Fleisch welches nicht für dem menschlichen Verzehr freigegeben war, wurde eingefärbt und als Tierfutter verkauft.

Heute müssen notgeschlachtete Tiere in der Regel entsorgt werden.

Fedora
08.02.2009, 16:54
"Gut zum Leben" ist die Verkaufsmarke von "Universelles Leben", einer bekannten Sekte.

schnutefreddy
08.02.2009, 19:15
...Allerdings muss es eine Kennzeichnung geben, wo geboren, wo geschlachtet.
Wenn es einem gar nicht drauf ankäme, könnte man auch 'Freibankfleisch' kaufen (ging zumindest vor BSE), d.h. nicht durch die Fleischbeschau gekommen und daher für menschlichen Verzehr nicht geeignet und daher spottbillig.


Warum sollte es gut sein, daß Freibankfleisch nicht mehr für Menschen verkauft wird. Das Fleisch war top Qualität, nur halt nicht normal geschlachtet. Es stammte z. B. von einem Rind, das sich im Stacheldraht verheddert und sich bei dem Versuch sich zu befreien schwer verletzt hatte. Also wurde der für die Fleischbeschau zuständige TA gerufen und das Tier unter seiner Aufsicht erschossen. Dann wurde das Tier oft noch auf dem Hof zerlegt, die Fleischbeschau durchgeführt und das Fleisch entweder für den Eigenbedarf behalten oder eben in der Freibank verkauft. Ebenso Tiere, die sich auf dem Transport verletzt hatten und nicht mehr regulär vermarktet werden durften.


Ich hatte bei Verwendung Deines Zitats auch den oben genannten im Kopf. Hab den Fleischbeschau - Satz bei Dir anscheinend überlesen, tut mir leid. Ich kannte den Begriff "Freibankfleisch" nämlich bisher auch in Bezug auf fehlende Fleischbeschau. Ich wollte ausdrücken, das Fleischbeschau für die Einhaltung eines bestimmten Qualitätsstandards eine Minimumanforderung ist.

schnutefreddy
08.02.2009, 19:33
"Gut zum Leben" ist die Verkaufsmarke von "Universelles Leben", einer bekannten Sekte.

Jetzt fällt der Groschen :man: Stimmt, die Marke gibt es z.B. bei REWE zu kaufen, richtig? Jaja, und die Plakate von der Sekte fallen mir jetzt auch wieder ein. An die hab ich schon gar nicht mehr gedacht, denn wir gehen bei REWE so gut wie nie einkaufen. Dann kann man es eigentlich auch gleich bleiben lassen...

Stimmt, solche Produktionshintergründe sollte man auch bedenken. Also am besten direkt zum Bauern. Leider nicht immer möglich.

Fedora
08.02.2009, 20:06
Jetzt fällt der Groschen :man: Stimmt, die Marke gibt es z.B. bei REWE zu kaufen, richtig? Jaja, und die Plakate von der Sekte fallen mir jetzt auch wieder ein. An die hab ich schon gar nicht mehr gedacht, denn wir gehen bei REWE so gut wie nie einkaufen. Dann kann man es eigentlich auch gleich bleiben lassen...

Stimmt, solche Produktionshintergründe sollte man auch bedenken. Also am besten direkt zum Bauern. Leider nicht immer möglich.

Ne, bei REWE gibt es das nicht. Die vermarkten alles selber, über eigene Läden oder über Stände auf Wochenmärkten.

Hier in München weiß ich einen Laden im Motorama und einen Stand auf dem Bauernmarkt Di und Fr auf dem Hans-Seidl-Platz. Ich denke mal, sie haben hier auch noch andere.

Fedora
08.02.2009, 20:18
Ich kannte den Begriff "Freibankfleisch" nämlich bisher auch in Bezug auf fehlende Fleischbeschau. Ich wollte ausdrücken, das Fleischbeschau für die Einhaltung eines bestimmten Qualitätsstandards eine Minimumanforderung ist.

Soviel ich weiß, ist das seit einigen Jahren durch eine neue EU-Verordnung auch so. Das Fleisch darf nur noch als Tierfutter verwertet werden.

Damals haben die Leute oft schon 2 Stunden vor Öffnung der Freibank angestanden, um nur ja was zu ergattern. Den im Gegensatz zu regulärer Ware, war das Sortiment immer nur in Auswahl vorhanden und davon auch keine großen Mengen. So viele Tiere sind im Einzugsbereich unseres Schlachthofs denn doch nicht verunfallt.

Es wird halt inzwischen immer mehr weggeworfen anstatt verwertet. Betrifft zwar kein Fleisch sondern Brot, aber trotzdem: Am Freitag war in der tz ein großes Bild von einem Schuttcontainer gefüllt mit Brot. Der Artikel dazu besagt, daß dieses Brot in eine Biogas-Anlage transportiert wird, um noch etwas Restenergie daraus zu ziehen. Die Bäckerei bei der der Container entdeckt wurde gab an, daß sie jeden Tag bis Geschäftsschluss alle im Sortiment angebotenen Brotsorten vorrätig haben müßte, damit die Kunden nicht zur Konkurrenz wechseln. Da auch Butterbrezeln und andere mit tierischen Produkten vermischte Waren weggeworfen würden, dürften sie den Containerinhalt nicht als Viehfutter verwerten lassen. Ausnahme: einige Privatleute die eine kleine Schweinehaltung hätten. Nur große Bäckereien hätten die personelle Möglichkeit hier die erforderliche Trennung in Waren ohne tierische Produkte und andere zu vollziehen.
Mit Fleisch dürfte es ähnlich sein.

wailin
08.02.2009, 21:13
...
Hier wurde auch noch gesagt, dass Fleisch in einigen Läden auf Bestellung gekauft werden kann - dort wäre das Fleisch aber entsprechend teuer. Dazu: Aber dafür wird auch nicht mehr Vieh geschlachtet als benötigt wird. Wenn ich manchmal die Massen an runtergesetzten Fleischwaren sehe (weil das MHD naht), dass alles liegenbleibt, wird mir ganz anders.

Es stimmt natürlich, dass nur soviel geschlachtet wie abgesetzt wird, aber ich hab da z.B. mal eine Pute für Weihnachten bestellt/gekauft. Es war ein grosses Tier, aber kostete fröhliche €80. Selbst im Bio-Supermarkt wär ich da nur mit €30 dabei gewesen. Wer kann sich das auf Dauer leisten ? Ich nicht.

schnutefreddy
08.02.2009, 21:20
Ne, bei REWE gibt es das nicht. Die vermarkten alles selber, über eigene Läden oder über Stände auf Wochenmärkten.


Dann schmeiße ich da anscheinend ein paar Sachen durcheinander?:o

schnutefreddy
08.02.2009, 21:23
Es stimmt natürlich, dass nur soviel geschlachtet wie abgesetzt wird, aber ich hab da z.B. mal eine Pute für Weihnachten bestellt/gekauft. Es war ein grosses Tier, aber kostete fröhliche €80. Selbst im Bio-Supermarkt wär ich da nur mit €30 dabei gewesen. Wer kann sich das auf Dauer leisten ? Ich nicht.

Für 80 € hätte ich die Pute dann nicht gekauft. Ich kenne es auch aus unserem Supermarkt, dass man zu Feiertagen Gans und Co vorbestellen kann. Da werden die Kilo Preise aber zuvor auf Flyern bekannt gegeben und auch Angaben zum ungefähren Gewicht der Tiere, damit man weiß, was auf einen zukommt.

Oriental Cats
09.02.2009, 07:53
Hallo zusammen,

muss mich doch auch mal zu Wort melden. :D

BIO ? - ja, für mich eine Frage der Einstellung und des leckeren Geschmacks.

Wir sind in der glücklichen Lage in einer Region zu wohnen, die ein regelrechtes Bionest ist (Landkreis Freising). Egal ob nun Gemüse, Obst oder Fleisch wie Geflügel, Rind, Schaf, Ziege, Schwein etc. alles bekommt man bei uns aus regionalem Anbau oder Haltung direkt vom Erzeuger. Entweder auf dem Wochenmarkt in Freising oder direkt ab Hof. :tu:

Sicher, man kann nicht jeden Tag einkaufen, meist nur am Wochenende und man bekommt z.B. Fleisch auch nur sporadisch, denn es ist ja keine Massentierhaltung, und es gibt nicht soooo viele schlachtfähige Tiere. Wenn es Fleisch gibt, kaufen wir größere Mengen und frieren es portionsweise ein. :t: bin mir bewusst, Gefrierbeutel stellt man unter Verwendung von Erdöl her, ist also ökologisch auch nicht so 100%ig, aber anders geht es leider nicht. :t:

:kraul: Unsere Katzen bekommen 2x die Woche rohes Fleisch .... von dem, was wir auch essen, Biofleisch. :kraul:

Teuer?
Ja, es ist teurer als konventionell hergestelltes Fleisch. Aber wir essen bei weitem nicht mehr so viel Fleisch wie früher. Auch mit Gemüse kann man sehr schmackhafte Gerichte ohne Fleisch kochen. Wenn es jedoch Fleisch gibt, ist es von hervorragender Qualität und geschmacklich ein gewaltiger Unterschied zu früher. Es ist auch erstaunlich, wie unseren Katzen das Biofleisch mundet :tu:, ein Schelm, der jetzt da was hineininterpretiert :D

Wenn man sich mit Bioprodukten ernährt, muss man Einschränkungen machen. Es gibt halt nicht zu jeder Jahreszeit jedes Produkt. Doch jede Jahreszeit hat ihre besonderen Produkte, das muss man akzeptieren. Ich jedenfalls brauche im Winter keine Weintrauben die aus Chile kommen und den halben Erdball umrundet haben. :sn: Wer sich jedoch mit Bioprodukten ernährt, wird sehr bald den Unterschied zwischen Nahrungsmitteln und Lebensmitteln erkennen. In Deutschland wird übrigens wesentlich weiniger Geld für die eigene Ernährung ausgegeben als in vergleichbaren Ländern wie Frankreich, Spanien, Italien ..... Tendenz noch weiter in die falsche Richtung.

Sorry, das war jetzt fast ein Exkurs in die menschliche Ernährung :?: aber wir achten die Kreatur und versuchen unser kleines Schärflein dazu beizutragen, dass die zum Verzehr bestimmten Tiere eine artegerechte Haltung und ein "würdiges" Leben haben können. Auch wenn es im Geldbeutel weh tut, aber man kann an vielen Ecken sparen, bei Sachen die bei weitem nicht so wichtig sind wie vernünftige Lebensmittel. Und was für uns gilt, gilt selbstverständlich auch für unsere Katzen, sind sie doch vollwertige Familienmitglieder. :kraul:

K2008
10.02.2009, 09:40
Meine Meinung:

Tierfreunde sehen weiter als bis zum Futternäpfchenrand ihrer eigenen Tiere.

Wer seine Tiere artgerecht ernähren möchte, muß auch wollen, daß die Tiere, die er
verfüttert, artgerecht gehalten wurden.

Billigstes Supermarktfutter aus der Massentierhaltung sollte daher ein 100%-iges No-Go
für jeden Barfer und jeden Tierfreund sein. :tu:

Catheart
10.02.2009, 09:42
Und wieder andere müßen aber auch in ihren Geldbeutel schauen.

Aber DAS wollen einige ja nicht begreifen :rolleyes:

K2008
10.02.2009, 09:54
Und wieder andere müßen aber auch in ihren Geldbeutel schauen.

Aber DAS wollen einige ja nicht begreifen :rolleyes:

Zitat von GabiLE, Barfer:

"Ein Vorurteil ist ja, dass es teuer ist."

Und Drottning, Barfer schreibt:

"Ich liege so, wie ich es im Moment mache, unter dem Preis von Wh.iskas, wenn ich mal hochrechne."

Dann würde das Verfüttern von Fleisch aus artgerechter Haltung laut Adam Riese ein bißchen mehr kosten als Wh.iskas.

Also?

Catheart
10.02.2009, 09:58
Ich füttere kein W.hiskas sondern bleibe beim Preis je 100gr. darunter weils eben momentan nicht anders geht.

Ich betreibe Tierschutz, kann und will aber die Futterkosten nicht über die meiner Familie stellen und wenn ich nur teuer füttern würde könnte ich den Tierschutz abhaken ;)

Achja und auch für uns ist kein Bio drin.

Stell dir vor, es gibt tatsächlich Menschen die wenig haben, aber versuchen sovielen wie möglich zu helfen.

K2008
10.02.2009, 10:06
Tierschutz

?! Wahnsinns Tierschutz, der von 12 bis Mittag reicht. :-(0)

Sind die Tiere, die man verfüttert oder selbst ißt nicht auch Tiere, wie
Deine oder meine auch?!
Haben sie nicht auch wenigstens eine artgerechte Haltung verdient?!

Natürlich hat nicht jeder viel Geld, aber dann sollte auch nicht jeder viele
Katzen haben - irgendwo ist dann eben die individuelle Schmerzgrenze
erreicht.

GabiLE
10.02.2009, 10:06
GabiLE, kein Barfer aus Überzeugung, sondern Not:
Mein Kater bekommt Rohfleisch, weil er momentan nichts anderes frisst und nicht, weil ich denke, mit Barf mache ich ideell alles richtig und halte ihn dadurch besonders artgerecht. Somit dürfte zumindest in meinem Fall die Argumentationskette Barf-artgerechte Haltung-aber Ignoranz ggü. Futtertieren eine Lücke aufweisen.

Ein Vorteil der Rohfleischfütterung ist für mich zumindest, dass ich sehe WELCHES Fleisch in die Katz kommt. Das sehe ich bei Dose nämlich überhaupt nicht. Somit kann ich den Preis von Dose und Rohfleisch nicht vergleichen, denn ich weiß nicht, was in der Dose ist.

Mal eine Gegenfrage an Katja, weißt Du, was Du an Deine Tiere verfütterst?

Catheart
10.02.2009, 10:10
Hör mir mal gut zu Katja....

ICH für mich persönlich betreibe Tierschutz den ich sehen kann, wo Ergebnisse folgen.

Wie du es machst ist mir völlig Schnuppe, aber versuch nicht mir ans Bein zu pinkeln weil ich es anders handhabe.

Du solltest dich schämen, denn du verurteilst gerade JEDEN der nicht barft, der barft und kein Bio kauft und der selbst eben kein Bio isst.

Übrigens barfe ich nicht, ich füttere Dose und das auch noch billig :floet::rolleyes:

K2008
10.02.2009, 10:14
GabiLE, kein Barfer aus Überzeugung, sondern Not

Aha - das ist interessant, Danke.


Ein Vorteil der Rohfleischfütterung ist für mich zumindest, dass ich sehe WELCHES Fleisch in die Katz kommt...Mal eine Gegenfrage an Katja, weißt Du, was Du an Deine Tiere verfütterst?

Oberflächlich betrachtet, ja, ist das Dein Vorteil und nein, ich barfe selbst
nicht, aber wenn ich es könnte, wenn das mit meinen Jungs klappen würde,
würde ich nur zu gerne den Chance ergreifen und mich von der ekelhaften
Futtermittelindustrie abseilen.
Genau DAS ist ja die Chance und - meiner Meinung nach - Pflicht des Barfers,
bei seinem kiloweise Fleischverbrauch. Hier kann er richtig was bewirken! :tu:

GabiLE
10.02.2009, 10:17
Ähm, in Dose verbauchst Du auch kiloweise Fleisch, nur zur Pampe gekocht. Der Agrumentation kann ich nicht folgen.

Und kann man es denn nicht einfach mal dabei belassen, dass Andere andere Meinungen zu Thema haben? Man wird niemanden mit der Rundumkeule von einer Einstellung überzeugen können, aber das versuchst Du hier gerade.

K2008
10.02.2009, 10:20
Hör mir mal gut zu Katja....

ICH für mich persönlich betreibe Tierschutz den ich sehen kann, wo Ergebnisse folgen.

Wie du es machst ist mir völlig Schnuppe, aber versuch nicht mir ans Bein zu pinkeln weil ich es anders handhabe.

Du solltest dich schämen, denn du verurteilst gerade JEDEN der nicht barft, der barft und kein Bio kauft und der selbst eben kein Bio isst.

Übrigens barfe ich nicht, ich füttere Dose und das auch noch billig :floet::rolleyes:

Nicki,

ich wollte Dich nicht anpissen, aber Tierschutz fängt eben für mich schon
dort an, wo man ihn nicht sehen kann - in den Mastställen und Tierfabriken
nämlich.
Für mich paßt Tierliebe und Ignoranz diesbezüglich nicht zusammen.

Ich wollte Dich aber nicht persönlich beleidigen. Du siehst es anders. Du
stehst dazu und dann ist das okay und natürlich werde ich Dich leben
lassen. ;)
Ich mag eben nur die Scheinheiligkeit so mancher nicht...

K2008
10.02.2009, 10:26
Und kann man es denn nicht einfach mal dabei belassen, dass Andere andere Meinungen zu Thema haben? Man wird niemanden mit der Rundumkeule von einer Einstellung überzeugen können, aber das versuchst Du hier gerade.

Eigentlich will ich nur Antworten haben - von Dir habe ich sie
jetzt:

"GabiLE, kein Barfer aus Überzeugung, sondern Not..."

Und dabei belasse ich es auch. Ich will Dich gar nicht überzeugen.
Nein - ich danke Dir für eine klare, ehrliche Ansage.

Ich habe nur noch unterschrieben, wie ich es persönlich sehe:

"Genau DAS ist ja die Chance und - meiner Meinung nach - Pflicht des Barfers,
bei seinem kiloweise Fleischverbrauch. Hier kann er richtig was bewirken!"

Meiner Meinung nach = Du mußt diese Meinung nicht auch haben.

GabiLE
10.02.2009, 10:30
Meiner Meinung nach = Du mußt diese Meinung nicht auch haben.

Aus Sicht des Gegenübers: So kommt es nicht rüber. Deine Post klingen eher als Anklage und nicht als Diskussionsbeitrag. So kommt es zumindest bei mir an. Typsiches Sender-Empfänger-Problem würde ich sagen.

Aber nochmal zurück zum kiloweise Fleischverbrauch. Den hast Du doch mit Dose auch, oder? Ich sehe da keinen Unterschied.

lammi88
10.02.2009, 10:32
Mir kommt hier immer mehr die Meinung, daß einige Leute der Meinung sind, wenn man sich kein Biofleisch für die Katzen leisten kann, dann ist man ein schlechter Mensch und darf keine Katzen halten... ehrlich: bei soetwas kommts mir hoch.

Es gibt genug Menschen, die sich das Futter und die TA Kosten für ihre Lebensgefährten vom Munde absparen. Die ihren Tieren mehr bieten als sich selbst. Sind diese Menschen etwa minderwertig??? Ich finde nicht. GELD ALLEIN macht keinen guten Dosi. Und Geld braucht man, wenn man Bio füttert.

Ich selbst esse kein Fleisch, keinen Fisch und meide auch Milchprodukte so gut ich kann. Aber meine Katzen müssen Fleisch haben. Mir wäre es lieber, ich könnte hier zu einem guten Schlachter gehen, aber die, die es hier gibt, kaufen auf irgendwelchen Schlachthöfen, da kann ich gleich im Supermarkt kaufen gehen. Da habe ich wenigstens die Garantie, daß das Fleisch frisch ist (kann man hier bei dem einen "Fleischerfachbetrieb" nicht immer sagen :( Ich könnte natürlich nach Lübeck fahren...aber ist der hohe Spritverbrauch dann auch nicht eine Umweltsünde???
Mir ist es wichtig, daß das Fleisch keine Antibiotika enthält - und die Sicherheit habe ich in großen Ketten eher, als bei unseren "Fachbetrieben".:rolleyes:
Man mag mich als böööööösen Dosi steinigen - ich kaufe im Supermarkt 1x die Woche und bin damit glücklich. Ich betreibe Tierschutz in meinem Rahmen und das ist mehr als die meisten tun. Basta.

siamori
10.02.2009, 12:11
:?: Ich halte es für völlig unmöglich, jeden Hund und jede Katze in Deutschland, und das dürften Millionen sein, von Biofleisch ernähren zu können. Denn woher sollten dann die Millionenen Nutztiere dafür herkommen? Dann wären wir ja wieder bei Massentierhaltung, da beißt sich quasi die Katze in den Schwanz. :?:

Oder was meint ihr? :confused:

GabiLE
10.02.2009, 12:17
Oder was meint ihr? :confused:

Ist es nicht generell so, dass man in D die Bio-Nachfrage gar nicht decken kann und deswegen importieren muss, was ja nun wiederum den Bio-Grundgedanken widerspricht.

siamori
10.02.2009, 12:29
Ist es nicht generell so, dass man in D die Bio-Nachfrage gar nicht decken kann und deswegen importieren muss, was ja nun wiederum den Bio-Grundgedanken widerspricht.

:tu: Ja, zumindest bei Gemüse ist das definitiv so. Versuch mal, im Kaufland Bio - Gemüse (Möhren, Gurken, Zwiebeln) aus D zu bekommen :schmoll:

Bei Fleisch weiß ich es jetzt nicht, kauf ich nicht so oft, wir essen sehr wenig Fleisch.
Aber ich hab es schon oft gehört, dass Bio-Fleisch recht knapp ist, man immer vorbestellen muss.
Wäre also durchaus denkbar, und wenn man schon den menschlichen Bedarf an Biofleisch nicht decken kann, was ist dann, wenn noch jeder seinen Hund oder seine Katze mit Bio-Fleisch ernähren würde? :?:

K2008
10.02.2009, 12:47
Aus Sicht des Gegenübers: So kommt es nicht rüber. Deine Post klingen eher als Anklage und nicht als Diskussionsbeitrag. So kommt es zumindest bei mir an. Typsiches Sender-Empfänger-Problem würde ich sagen.

Sorry - da wo es an mir liegt.


Aber nochmal zurück zum kiloweise Fleischverbrauch. Den hast Du doch mit Dose auch, oder? Ich sehe da keinen Unterschied.

Der Unterscheid liegt darin, daß ich als Barfer die Wahl habe; das Trocken- und Naßfutterangebot jedoch bekannter Maßen sehr eingeschränkt ist.

GabiLE
10.02.2009, 12:59
das Trocken- und Naßfutterangebot jedoch bekannter Maßen sehr eingeschränkt ist.

Aber gibt es doch, oder? Bilde mir ein, bei Sandra Bio-Dose gesehen zu haben :?:

K2008
10.02.2009, 13:01
Mir kommt hier immer mehr die Meinung, daß einige Leute der Meinung sind, wenn man sich kein Biofleisch für die Katzen leisten kann, dann ist man ein schlechter Mensch und darf keine Katzen halten... ehrlich: bei soetwas kommts mir hoch.

"Dann kannst Du Dir keine Katze leisten", liest man hier oft, wenn jemand postet, daß er sich die Kastration nicht leisten kann, den Tierarztbesuch, was anderes als Brekkies, etc.
Wo fängt es an? Wo hört es auf?
Scheinbar veräuft die Grenze dort wo sich die Herde befindet, die größte Anzahl der Forumsmitglieder.


Es gibt genug Menschen, die sich das Futter und die TA Kosten für ihre Lebensgefährten vom Munde absparen. Die ihren Tieren mehr bieten als sich selbst. Sind diese Menschen etwa minderwertig???

Das sag ich doch gar nicht.

Nochmal ganz klar: Es geht mir um diejenigen, die von artgerechter Tierhaltung sprechen, wenn sie barfen. Das gleiche aber den Tieren, die sie verfütterten nicht zugestehen.
Das empfinde ich als höchst widersprüchlich und es verlangt mir nach einer Erklärung.


Ich selbst esse kein Fleisch, keinen Fisch und meide auch Milchprodukte so gut ich kann.

Das finde ich persönlich sehr vernünftig. ;) :tu:


Aber meine Katzen müssen Fleisch haben.

Yep.


Mir wäre es lieber, ich könnte hier zu einem guten Schlachter gehen, aber die, die es hier gibt, kaufen auf irgendwelchen Schlachthöfen, da kann ich gleich im Supermarkt kaufen gehen. Da habe ich wenigstens die Garantie, daß das Fleisch frisch ist (kann man hier bei dem einen "Fleischerfachbetrieb" nicht immer sagen :( Ich könnte natürlich nach Lübeck fahren...aber ist der hohe Spritverbrauch dann auch nicht eine Umweltsünde???

Bist Du nicht die aus Hamburg?
Ich hatte Dir an anderer Stelle einen tollen Tip gegeben und eine Bezugsadresse genannt; guck mal im anderen Thread nach, dort, wo Du Dich beschwert hast, daß es in Hamburg nichts gäbe.



Mir ist es wichtig, daß das Fleisch keine Antibiotika enthält - und die Sicherheit habe ich in großen Ketten eher, als bei unseren "Fachbetrieben".:rolleyes:

Das Fleisch von den großen Ketten ist Fleisch aus der Massentierhatung und das enthält Antibiotika!!!

foisseur
10.02.2009, 13:02
Wenn Bio, dann direkt vom Bauern ;). Dann weiß man mit Sicherheit was man bekommt. Bei uns schreiben die Bauern immer aus, wann sie wieder was schlachten. Und dann muß man sich anmelden.
Ich mache das gerne bei Geflügel, Lamm und Ziege.
Wobei ich mir die Tiere nicht aussuchen will :floet::floet:
Karpfen und Forellen hole ich mir beim Fischer in der nächsten Ortschaft.
Aber ich barfe ja nicht ;)

K2008
10.02.2009, 13:03
:?: Ich halte es für völlig unmöglich, jeden Hund und jede Katze in Deutschland, und das dürften Millionen sein, von Biofleisch ernähren zu können. Denn woher sollten dann die Millionenen Nutztiere dafür herkommen? Dann wären wir ja wieder bei Massentierhaltung, da beißt sich quasi die Katze in den Schwanz. :?:

Oder was meint ihr? :confused:

Wie überall bestimmt die Nachfrage das Angebot - wenn immer mehr Leute Bio-Fleisch kaufen, wird auch mehr davon produziert.

wailin
10.02.2009, 13:04
...Der Unterscheid liegt darin, daß ich als Barfer die Wahl habe; das Trocken- und Naßfutterangebot jedoch bekannter Maßen sehr eingeschränkt ist.

Aber es gibt es und zwar von mehreren Anbietern, in- und ausserhalb des www und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Also, bei einem so eindeutigen Standpunkt wäre es nur konsequent, es auch da durchzuziehen.

lammi88
10.02.2009, 13:06
Aber gibt es doch, oder? Bilde mir ein, bei Sandra Bio-Dose gesehen zu haben :?:
Petnature, Auenland, Biopur, Miamor Bio, Defu, Hermanns, Terra Pura, Number One, ...um mal ein paar zu nennen :rolleyes: Gibts also genug....

siamori
10.02.2009, 13:10
Wie überall bestimmt die Nachfrage das Angebot - wenn immer mehr Leute Bio-Fleisch kaufen, wird auch mehr davon produziert.

Das ist schon klar. Ich meine was anderes.

Die Nachfrage würde so enorm steigen, dass sie ohne Massentierhaltung nicht mehr gedeckt werden könnte.
Ein Teufelskreis sozusagen. ;)

K2008
10.02.2009, 13:10
Wenn Bio, dann direkt vom Bauern ;). Dann weiß man mit Sicherheit was man bekommt. Bei uns schreiben die Bauern immer aus, wann sie wieder was schlachten. Und dann muß man sich anmelden.
Ich mache das gerne bei Geflügel, Lamm und Ziege.
Wobei ich mir die Tiere nicht aussuchen will :floet::floet:


Na - das klingt doch ganz toll, Angelika! :)

siamori
10.02.2009, 13:12
Petnature, Auenland, Biopur, Miamor Bio, Defu, Hermanns, Terra Pura, Number One, ...um mal ein paar zu nennen :rolleyes: Gibts also genug....

:tu: Genau, kann ich bestätigen. Und ist nicht über Maßen teurer als andere Nicht-Bio-Marken.

K2008
10.02.2009, 13:13
Das ist schon klar. Ich meine was anderes.

Die Nachfrage würde so enorm steigen, dass sie ohne Massentierhaltung nicht mehr gedeckt werden könnte.
Ein Teufelskreis sozusagen. ;)

Ja - aber nur, wenn über Nacht plötzlich jeder eine Erleuchtung gehabt hat, ;)

K2008
10.02.2009, 13:15
:tu: Genau, kann ich bestätigen. Und ist nicht über Maßen teurer als andere Nicht-Bio-Marken.

Nichts anderes sage ich ja! Und genau so ist es mit Bio-Fleisch - das ist auch nicht viel teurer als herkömmliches (wenn man clever kauft). :tu:

GabiLE
10.02.2009, 13:15
Ja - aber nur, wenn über Nacht plötzlich jeder eine Erleuchtung gehabt hat, ;)

Aber wir müssen doch jetzt schon importieren-auch ohne Erleuchtung.

K2008
10.02.2009, 13:16
Aber es gibt es und zwar von mehreren Anbietern, in- und ausserhalb des www und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Also, bei einem so eindeutigen Standpunkt wäre es nur konsequent, es auch da durchzuziehen.

Mach ich ja - wo es nur geht! :tu:

siamori
10.02.2009, 13:16
Ja - aber nur, wenn über Nacht plötzlich jeder eine Erleuchtung gehabt hat, ;)


:?: Auch wenn es ein langsamer Prozess wäre, ist es meiner Meinung nach unmöglich, die benötigte Menge an Tieren unter Bio-Bedingungen zu halten.

Dazu sind die Ressourcen an Platz und Wiedeflächen einfach zu gering.

Oriental Cats
10.02.2009, 13:17
:tu: Ja, zumindest bei Gemüse ist das definitiv so. Versuch mal, im Kaufland Bio - Gemüse (Möhren, Gurken, Zwiebeln) aus D zu bekommen :schmoll:


Sorry, aber was diese Ketten verkaufen ist Bio light :D man will halt einen "Trend" bedienen und auch mitverdienen.

Die Auflagen an die Erzeuger die z.B. Demeter, Bioland, Naturland etc. machen, gehen wesentlich weiter ohne wenn und aber. Da wird auch Ökologie groß geschrieben und die Waren nicht über den halben Erdball geschippert. :sn:

GabiLE
10.02.2009, 13:18
Mach ich ja - wo es nur geht! :tu:

Und was fütterst Du denn nun? Scheinst meine Frage überlesen zu haben :?:

lammi88
10.02.2009, 13:19
:?: Auch wenn es ein langsamer Prozess wäre, ist es meiner Meinung nach unmöglich, die benötigte Menge an Tieren unter Bio-Bedingungen zu halten.

Dazu sind die Ressourcen an Platz und Wiedeflächen einfach zu gering.

Theoretisch müßte man einfach die gesamte "Produktion" umstellen....überlegt mal WIE VIEL Fleisch für den Müll produziert wird..... Tiere, die getötet werden, nicht verkauft werden und auf der Kadaververwertung landen... Das sind TONNEN....
Aber solange die Menschen auf tägliches Fleisch bestehen, wird das sich nie ändern...Bio hin oder her...

K2008
10.02.2009, 13:21
Aber wir müssen doch jetzt schon importieren-auch ohne Erleuchtung.


Vielleicht bis die hiesigen Bauern eine Erleutung bekommen? ;)

siamori
10.02.2009, 13:21
Sorry, aber was diese Ketten verkaufen ist Bio light :D man will halt einen "Trend" bedienen und auch mitverdienen.

Die Auflagen an die Erzeuger die z.B. Demeter, Bioland, Naturland etc. machen, gehen wesentlich weiter ohne wenn und aber. Da wird auch Ökologie groß geschrieben und die Waren nicht über den halben Erdball geschippert. :sn:

Deshalb kaufe ich es ja auch nicht! :sn: ;)

Genauso konsequent kaufe ich aber auch keinen südamerikanischen, afrikanischen oder australischen Wein, weil ich es für ökologisch bedenklich halte. :s:

Nehme lieber einen guten aus deutschen Landen. ;)

siamori
10.02.2009, 13:25
Vielleicht bis die hiesigen Bauern eine Erleutung bekommen? ;)

:rolleyes: Selbst wenn jeder Bauer die Erleuchtung bekäme und in D nur noch Biofleisch produziert würde, würde die angebotene Menge an Fleisch nicht ausreichen, um jeden Menschen, jeden Hund und jede Katze ausreichend mit Fleisch zu versorgen. Mein Meinung :?:

Wobei wir Menschen als Allesfresser unseren Fleischkonsum durchaus einschränken können, Hunde und Katzen eben nicht. ;)

foisseur
10.02.2009, 13:27
Na - das klingt doch ganz toll, Angelika! :)

Ich esse eben gerne gutes Fleisch ;), wie meine Katzen auch ;)
Aber das Rindfleisch beim Bauern ist meist nur Suppenfleisch. Das Gute behält er scheinbar selber :schmoll::schmoll:
Da muß man dann ausweichen.
Aber man kennt seine Ecken, wo man Gutes bekommt und man sieht es auch am Fleisch.

Oriental Cats
10.02.2009, 13:30
Aber wir müssen doch jetzt schon importieren-auch ohne Erleuchtung.

Ja, leider :t: die Österreicher waren da cleverer :tu:

Es müssten halt die Landwirte, die bisher konventionellen Anbau und konventionelle Tiermast betreiben überzeugt werden, dass sich ein Umsatteln lohnt.

Man müsste keine Prämien mehr bezahlen für Brachflächen (Verhinderung von Überproduktion) mit dem gesparten Geld könnte man Starthilfen geben, würde erzeugernah vermarkten (das senkt die Kosten da der Zwischenhandel entfällt) und die vielen Wege und Verpackungen sparen, würde unsere Böden nicht mehr derartig riunieren und und und .... letztlich auch neue Arbeitsplätze schaffen.

Oh ja, es gäbe Möglichkeiten :?:
Wenn 3 Hähnchen im Supermarkt unter 10 € kosten, man will ja auch was verdienen - da kann man sich leicht vorstellen, wie mit der armen Kreatur umgegangen wird. Und vor allem, was diese zu fressen bekommt. :o

foisseur
10.02.2009, 13:30
Theoretisch müßte man einfach die gesamte "Produktion" umstellen....überlegt mal WIE VIEL Fleisch für den Müll produziert wird..... Tiere, die getötet werden, nicht verkauft werden und auf der Kadaververwertung landen... Das sind TONNEN....
Aber solange die Menschen auf tägliches Fleisch bestehen, wird das sich nie ändern...Bio hin oder her...

Man könnte jeden Tag viel Fleisch essen und es müßte nicht halb soviel produziert werden. Was alles nur weggeschmissen wird :man::man::man:
Ich finde das immer schrecklich!!!!!!

Sheratan
10.02.2009, 13:32
Ich finde, das ist ein interessanter Denkanstoß. Wer sich als "Tierfreund" bezeichnen will, sollte zumindest nicht die Augen vor dem Leid anderer Tiere verschließen. Das Huhn, das qualvoll in Massentierhaltung gelitten hat, um dann für 3 Euro /500 g irgendwo verschachert zu werden, sollte meiner Meinung nach zumindest im Bewusstsein jeder Person sein, die es eben futtert oder verfüttert. Nur weil Leid anonym ist und weit weg, heißt das noch lange nicht, dass man es ignorieren kann!

Allerdings kann man natürlich auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln, dabei sollte man es sich aber meiner Meinung nach nicht zu einfach machen. Dass die Bio-Erzeugung nicht für alle ausreicht und man deswegen erst gar keins kauft, kann ich so nicht nachvollziehen.

Oriental Cats
10.02.2009, 13:33
Deshalb kaufe ich es ja auch nicht! :sn: ;)

Genauso konsequent kaufe ich aber auch keinen südamerikanischen, afrikanischen oder australischen Wein, weil ich es für ökologisch bedenklich halte. :s:

Nehme lieber einen guten aus deutschen Landen. ;)

:tu::tu::tu:

auch :tu::tu::tu:

:t: oh, da könnte ich dir Stories erzählen :eek: die Chemie lässt grüßen :floet:

siamori
10.02.2009, 13:37
Dass die Bio-Erzeugung nicht für alle ausreicht und man deswegen erst gar keins kauft, kann ich so nicht nachvollziehen.

Das hat doch keiner gesagt, ich kauf doch Bio. Nur denke ich, wenn es wirklich jeder machen würde und dann auch noch für sein fleischfressendes Haustier, würde die Bioproduktion nicht ausreichen, weil sich die Menge durch Bio eben selbst begrenzt.

Oder seid ihr anderer Meinung? :?:

Wird denn wirklich soviel Fleisch weggeschmissen? :confused: Bin da, ehrlich gesagt, total uninformiert :s:

siamori
10.02.2009, 13:38
:t: oh, da könnte ich dir Stories erzählen :eek: die Chemie lässt grüßen :floet:

:t: Ich auch! Hab aus beruflichen Gründen im Raum Koblenz sehr viel mit Weinerzeugern zu tun gehabt! :t: :floet: :floet:

Oriental Cats
10.02.2009, 13:38
Man könnte jeden Tag viel Fleisch essen und es müßte nicht halb soviel produziert werden. Was alles nur weggeschmissen wird :man::man::man:
Ich finde das immer schrecklich!!!!!!

Ganz meine Meinung.

Nimm nur mal als Beispiel ein Schwein ......
Was wir angeboten?
Schnitzel, Kotelett, Filet, Braten ...... der Rest ist für viele :-(0)

:t: wird aber dann in die Wurst vermanscht :D

Fett? nein danke, wir brauchen nur Magerschweine :sn: da wird hingezüchtet und manipuliert ohne Ende :rolleyes: Ergebnis: trocken, zäh und geschmacksneutral :-(0)

Ja, wir Verbraucher hätten es in der Hand. :tu:

foisseur
10.02.2009, 13:44
Das hat doch keiner gesagt, ich kauf doch Bio. Nur denke ich, wenn es wirklich jeder machen würde und dann auch noch für sein fleischfressendes Haustier, würde die Bioproduktion nicht ausreichen, weil sich die Menge durch Bio eben selbst begrenzt.

Oder seid ihr anderer Meinung? :?:

Wird denn wirklich soviel Fleisch weggeschmissen? :confused: Bin da, ehrlich gesagt, total uninformiert :s:

:t: Massenweise, oder das Etikett wird erneuert :man:

foisseur
10.02.2009, 13:45
Ganz meine Meinung.

Nimm nur mal als Beispiel ein Schwein ......
Was wir angeboten?
Schnitzel, Kotelett, Filet, Braten ...... der Rest ist für viele :-(0)

:t: wird aber dann in die Wurst vermanscht :D

Fett? nein danke, wir brauchen nur Magerschweine :sn: da wird hingezüchtet und manipuliert ohne Ende :rolleyes: Ergebnis: trocken, zäh und geschmacksneutral :-(0)

Ja, wir Verbraucher hätten es in der Hand. :tu:

:t: Ein ordendliches Schwein hat auch Speck auf den Rippen und ist überhaupt nicht trocken und zäh ;)
Hatte erst ein leckeres saftiges Kotelett mit Fettrand :)

Oriental Cats
10.02.2009, 13:48
Wird denn wirklich soviel Fleisch weggeschmissen? :confused: Bin da, ehrlich gesagt, total uninformiert :s:

Ich habe in der angeheirateten Sippe jemanden der konventionelle Schweinemast im großen Stil betreibt. :s: In den Stall wenn du gehst, kannst du mehrer Monate kein Schweinefleisch mehr essen. :s: Allein schon wenn du als Unbekannter plötzlich den Stall betrittst, fallen mehrer Schweine vor Schreck tot um, Herzinfarkt. Das Risiko kennt man, also Onkel Doktor mit der Spritze muss her. Massentierhaltung ist sehr gefährlich was den Ausbruch von Seuchen betrifft, also vorbeugen vorbeugen vorbeugen :sn: die Pharmaindustrie will auch verdienen. :sn:

Hast du schon mal über die Verluste auf den extrem langen Wegen zu den Schlachthöfen nachgedacht. Man muss ja zu einem Schlachthof in der Tschechei, ist ja billiger dort, bleibt mehr hängen und der Verbraucher will billig billig billig :sn:

An die arme geschundene Kreatur denkt kein Schweinemäster. :(

Sheratan
10.02.2009, 13:51
@ siamori: Sorry, das hatte ich dann missverstanden!

Mir persönlich geht es weniger um diese "abstrakten" Sachen wie Umweltverschmutzung durch Import etc. (klar, auch wichtig..), sondern mehr ums Konkrete, JEDES EINZELNE Nutztier, das sein Leben lässt, um von sonstwem (Mensch, Katz oder sonstwer) verzehrt zu werden und dabei kein artgerechtes Leben hat, sollte dem Käufer im Bewusstsein sein. Wie kann ich denn meiner Katze Putenfleisch geben von Puten, denen die Beine brechen, weil sie fett gezüchtet sind, die nie die Sonne sehen etc. etc., und mich dann "Tierfreund" nennen? Das ist auch für mich persönlich ein Problem, das ich für mich und meine Kater (ich esse selbst seit dem 13. Lebensjahr kein Fleisch mehr) noch nicht wirklich so gelöst habe, dass ich ein ruhiges Gewissen haben könnte.

Oriental Cats
10.02.2009, 13:52
:t: Ein ordendliches Schwein hat auch Speck auf den Rippen und ist überhaupt nicht trocken und zäh ;)
Hatte erst ein leckeres saftiges Kotelett mit Fettrand :)

Komm her :hug: du sprichst mir aus der Seele :D

Ein artgerecht gehaltenes und gefüttertes Schwein hat ein Fett, das eine regelrechte Delikatesse sein kann. Unsere Großeltern kannten das noch, wir suchen mit der Lupe danach. :o

foisseur
10.02.2009, 13:54
Komm her :hug: du sprichst mir aus der Seele :D

Ein artgerecht gehaltenes und gefüttertes Schwein hat ein Fett, das eine regelrechte Delikatesse sein kann. Unsere Großeltern kannten das noch, wir suchen mit der Lupe danach. :o

:hug::hug::hug:
Ein paar Ecken weiter laufen Schweine und Rinder auf der Weide rum und die haben noch ein gutes Fleisch.
Da werden die Kälber noch auf der Wiese geboren ;)

siamori
10.02.2009, 13:55
Also ich hab mal gegoogelt :o

Der Durchschnittsverbrauch an Fleisch liegt in den Industrieländern bei 70 kg pro Jahr und pro Person.

Das wären für Deutschland bei 80 Mio Menschen insgesamt 5,6 Milliarden kg Fleisch im Jahr! :eek: :eek:

Selbst wenn man den Konsum halbieren würde, wären es immernoch 2,8 Milliarden kg Fleisch! :eek:

Wie soll denn so eine Menge in Bio produzeirt weren? :confused:

Und ich vermute mal, dass da der Konsum unserer Fellingers noch nicht mit drin ist :s:

foisseur
10.02.2009, 13:55
Schau mal so http://picasaweb.google.de/steffiharriet/UrlaubInRoth2008#5220981907763 618258
Das ist keine fünf Minuten von mir weg!

Oriental Cats
10.02.2009, 14:00
Vorher erwähnte jemand auch die Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Ich habe sie besucht, habe mehrere Vorträge von Herrn Schweisfurth gehört - er war früher der Eigentümer von Herta, der größten europäischen Wurstfabrik, die wöchentlich 25.000 Schweine und 5.000 Rinder schlachteten. Er wurde über Nacht vom Saulus zum Paulus. Es fiel auch mir wie Schuppen von den Augen. :o

Wenn dort ein Tier geschlachtet wird, hörst du nie die verzweifelten Schreie. Es geht "menschlich" zu, man hat Ehrfurcht vor der Schöpfung. Ich habe dort gelernt, dass die Stresshormone der Tiere vor der Schlachtung das Fleisch regelrecht verderben kann. Oh ja, es gibt viele Wege seine Einstellung zu überdenken. :o

Oriental Cats
10.02.2009, 14:02
Schau mal so http://picasaweb.google.de/steffiharriet/UrlaubInRoth2008#5220981907763 618258
Das ist keine fünf Minuten von mir weg!

Ja, so sieht eine artgerechte Viehhaltung aus. :tu:

siamori
10.02.2009, 14:02
@ siamori: Sorry, das hatte ich dann missverstanden!

Mir persönlich geht es weniger um diese "abstrakten" Sachen wie Umweltverschmutzung durch Import etc. (klar, auch wichtig..), sondern mehr ums Konkrete, JEDES EINZELNE Nutztier, das sein Leben lässt, um von sonstwem (Mensch, Katz oder sonstwer) verzehrt zu werden und dabei kein artgerechtes Leben hat, sollte dem Käufer im Bewusstsein sein. Wie kann ich denn meiner Katze Putenfleisch geben von Puten, denen die Beine brechen, weil sie fett gezüchtet sind, die nie die Sonne sehen etc. etc., und mich dann "Tierfreund" nennen? Das ist auch für mich persönlich ein Problem, das ich für mich und meine Kater (ich esse selbst seit dem 13. Lebensjahr kein Fleisch mehr) noch nicht wirklich so gelöst habe, dass ich ein ruhiges Gewissen haben könnte.

;) Schon gut, habs ja richtiggestellt! :)

Gabi hat oben schon einige Futtersorten genannt, die Bio sind und ich finds sie auch nicht so extrem teuer. Damit kann man schon einen kleinen Beitrag leisten! :tu: Wenns Katzies es denn auch mögen :rolleyes:

Ich selbst mag Fleisch eh nicht so gern, ess es nur ab und an, Schwein mag ich sowieso nicht :b :b

foisseur
10.02.2009, 14:03
Ja, so sieht eine artgerechte Viehhaltung aus. :tu:

:t: Das schmeckt man aber auch ;)
Aber ich woh ja auch JWD :floet::floet:

GabiLE
10.02.2009, 14:04
Ein paar Ecken weiter laufen Schweine und Rinder auf der Weide rum und die haben noch ein gutes Fleisch.
Da werden die Kälber noch auf der Wiese geboren ;)

Find ich gut, aber was mache ich in der Großstadt? Im Stadtpark steht keine Kuh :( Ich kann z.B. in Innenstadtlage nur auf Supermärkte zurückgreifen. Was anderes gibt es hier nicht und da sind einige Ketten zumindest schon soweit, dass sie von regionalen Schlachtern beziehen, aber wo das Tier herkommt, weiß ich trotzdem nicht. Und da fehlt für den Verbraucher die Kennzeichnung. Ich würde ja gerne mündiger sein und entscheiden wollen, ob ich lieber Liesl oder Vieh Nr. 21257884 esse, nur stehts nirgens. Andererseits stellt sich mir die Frage, woher ich weiß, was Liesl ins Kraftfutter gekippt bekommt.


Und ich vermute mal, dass da der Konsum unserer Fellingers noch nicht mit drin ist :s:

Ach, die bekommen doch eh nur die Reste in die Dose gekippt ;)

Oriental Cats
10.02.2009, 14:08
Also ich hab mal gegoogelt :o

Der Durchschnittsverbrauch an Fleisch liegt in den Industrieländern bei 70 kg pro Jahr und pro Person.

Das wären für Deutschland bei 80 Mio Menschen insgesamt 5,6 Milliarden kg Fleisch im Jahr! :eek: :eek:

Selbst wenn man den Konsum halbieren würde, wären es immernoch 2,8 Milliarden kg Fleisch! :eek:

Wie soll denn so eine Menge in Bio produzeirt weren? :confused:

Und ich vermute mal, dass da der Konsum unserer Fellingers noch nicht mit drin ist :s:

Silvia,

diese riesige Menge Fleisch wird nur konsumiert, weil es billig ist. Früher, d.h. bei unseren Großeltern gab es nicht jeden Tag Fleisch :sn: das gab es nur am Sonntag und zu besonderen Anlässen, denn es war teuer, viele konnten sich einen guten Braten fast nicht leisten. Heute muss es bei vielen jeden Tag Fleisch geben :o ist ja manchmal schon billiger als gutes Gemüse. Das und nur das treibt die Fleischproduktion in immer größere Höhen.

Die Qualität bleibt dabei auf der Strecke :sn: aber dazu wurden wir ja schon von Kindesbeinen an erzogen. :0( Wer kann denn heute noch wirklich gutes Fleisch von Massenware unterscheiden :eek: es gibt ja Zartmacher und Geschmacksverstärker. :schmoll:

Oriental Cats
10.02.2009, 14:11
:t: Das schmeckt man aber auch ;)
Aber ich woh ja auch JWD :floet::floet:

:t: ich bin doch auch von einem echten Münchner Gwachs zu einem Landei mutiert :t: :eek:

:wd: hier rennen die Wildschweine keine 500 Meter am Haus vorbei :D

foisseur
10.02.2009, 14:11
Find ich gut, aber was mache ich in der Großstadt? Im Stadtpark steht keine Kuh :( Ich kann z.B. in Innenstadtlage nur auf Supermärkte zurückgreifen. Was anderes gibt es hier nicht und da sind einige Ketten zumindest schon soweit, dass sie von regionalen Schlachtern beziehen, aber wo das Tier herkommt, weiß ich trotzdem nicht. Und da fehlt für den Verbraucher die Kennzeichnung. Ich würde ja gerne mündiger sein und entscheiden wollen, ob ich lieber Liesl oder Vieh Nr. 21257884 esse, nur stehts nirgens. Andererseits stellt sich mir die Frage, woher ich weiß, was Liesl ins Kraftfutter gekippt bekommt.


Bei uns im E-Center hängt immer aus woher die Tiere stammen. Dort wird auch regional verkauft :tu:

Oriental Cats
10.02.2009, 14:14
http://www.naturnah-einkaufen.de/naturnah/konzept.cfm

Hier ist mal eine Liste mit Quellen :)

:o leider fast nur Bayern .... aber sowas gibt es bestimmt auch für andere Bundesländer :?:

foisseur
10.02.2009, 14:15
:t: ich bin doch auch von einem echten Münchner Gwachs zu einem Landei mutiert :t: :eek:

:wd: hier rennen die Wildschweine keine 500 Meter am Haus vorbei :D

Ich war schon immer ein Landei mit Milchkännle zum Milchholen ;)
:t: Könnte gar nicht in die Stadt, da wäre es mir zu laut ;)
Bei uns rennt auch alles Mögliche rum :floet::floet:. Die Rehe haben eine Zeitlang immer meine Rosen abgefressen und die neuen Triebe von den Obstbäumen :rolleyes:. Aber seitdem ich Hundhaare aufgehängt habe ist Ruhe ;)

GabiLE
10.02.2009, 14:24
http://www.naturnah-einkaufen.de/naturnah/konzept.cfm

Wir nicht :schmoll: Mir würde es ja schon reichen, wenn es dem Viech gut geht. Es muss ja kein Bio sein.

Oriental Cats
10.02.2009, 14:31
Wir nicht :schmoll: Mir würde es ja schon reichen, wenn es dem Viech gut geht. Es muss ja kein Bio sein.

Ja :hug:, es scheint wirklich regional sehr unterschiedlich zu sein :?:

In Bayern, speziell in meiner Gegend, ist die Auswahl riesig. :s:
Bei vielen unserer Bauern z.B. kannst du deine Weihnachtsgans schon früh im Jahr bestellen und sie immer wieder rumrennen sehen. Die haben da echt eine Marktlücke entdeckt und haben kein Risiko mit der Vermarktung.

lammi88
10.02.2009, 14:38
Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber bei uns gab es einen Bauern im Nachbardorf meiner Eltern, der seine Schweine auf der Wiese hielt. Wurde vom Amtsvet verboten wegen Gefahr von Schweinepest... Er hat seinen Hof aufgegeben, weil er keine Lust mehr dadrauf hatte...
Ein Bekannter hat eine Schweinemast: wenn Du da in den Stall willst, mußt Du Dir komplett einen Schutzanzug anziehen und Schuhe desinfizieren... Auflage vom Amt... das ist doch hohl! :( Auch er darf seine Schweine noch nicht mal zum Ausmisten auf den Hof lassen...
In einem Dorf ca. 50km von mir entfernt, wohnt eine Bekannte. Bis dato hatte sie glückliche Hühner, die - weil freilaufend - ab und zu mal Opfer eines Fuchses oder auch Bussards wurden. War eben so. Sie hat vor 3 Monaten nun die entgültige Auflage bekommen die Tiere in einem eingezäunten Bereich zu halten MIT regenfestem Dach!!! Auch ohne Vogelgrippe oder Tollwut :(
Ach so..UND sie ist verpflichtet worden die Tiere alle 3 Monate mit Antibiotika impfen zu lassen :man:

Ist das nur der Irrsinn des Nordens oder gibt es in anderen Bundesländern solche Auflagen auch???

Oriental Cats
10.02.2009, 14:47
Ist das nur der Irrsinn des Nordens oder gibt es in anderen Bundesländern solche Auflagen auch???

:?: mir ist da nichts bekannt :?:

Unser Stamm-Bauer musste lediglich vor 2 Jahren als die Vogelgrippe grassierte seine Hühner, Enten und Gänse in der Scheune halten. :s:

Diejenigen, die Schweine halten (haben ja meist nur 10 Tiere) lassen sie draußen rumlaufen, die dürfen sich suhlen und sehen dementsprechend aus. Wenn die Eicheln von den Bäumen fallen sind sie nicht mehr zu halten. :D

lammi88
10.02.2009, 14:51
Diejenigen, die Schweine halten (haben ja meist nur 10 Tiere) lassen sie draußen rumlaufen, die dürfen sich suhlen und sehen dementsprechend aus. Wenn die Eicheln von den Bäumen fallen sind sie nicht mehr zu halten. :D
So wars vorher im Nachbarsort auch... Muttersäue und viele, viele süße Ferkelchen rannten im Schweinsgalopp über die Hauskoppel oder suhlten sich im Trog :love:....und dann kam die Auflage....:(

Oriental Cats
10.02.2009, 14:59
So wars vorher im Nachbarsort auch... Muttersäue und viele, viele süße Ferkelchen rannten im Schweinsgalopp über die Hauskoppel oder suhlten sich im Trog :love:....und dann kam die Auflage....:(

:?: wenn man jetzt fies wäre könnte man fast annehmen, dass da die Lobby der Schweinebarone hintersteckt :?: :s:

K2008
10.02.2009, 15:07
Ich finde, das ist ein interessanter Denkanstoß. Wer sich als "Tierfreund" bezeichnen will, sollte zumindest nicht die Augen vor dem Leid anderer Tiere verschließen. Das Huhn, das qualvoll in Massentierhaltung gelitten hat, um dann für 3 Euro /500 g irgendwo verschachert zu werden, sollte meiner Meinung nach zumindest im Bewusstsein jeder Person sein, die es eben futtert oder verfüttert. Nur weil Leid anonym ist und weit weg, heißt das noch lange nicht, dass man es ignorieren kann!

Allerdings kann man natürlich auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln, dabei sollte man es sich aber meiner Meinung nach nicht zu einfach machen. Dass die Bio-Erzeugung nicht für alle ausreicht und man deswegen erst gar keins kauft, kann ich so nicht nachvollziehen.

Ein sehr schönes Posting - Danke! :tu:

(...und auch ein sinniger Ausspruch des Vegetariers Albert Schweitzer in Deiner Signatur) :t:

K2008
10.02.2009, 15:14
Und was fütterst Du denn nun? Scheinst meine Frage überlesen zu haben :?:

Sorry Gabi - hab ich das nicht gesagt?! Häh?! Wo ist denn mein Posting hin?! :confused:

Na ja - ich füttere wo es geht Yarrah (da hauptsächlich naß), Defu (da hauptsächlich trocken) und neuerdings auch Herrmanns Beutelchen (was erfreulicher Weise gut ankommt).

Barfen lassen sich meine Jungs - leider - nicht.

GabiLE
10.02.2009, 15:29
ich füttere wo es geht Yarrah

Aaaah, kenn ich gar nicht. Wäre vielleicht ein Kannidat für die Nafu-Liste :?:

foisseur
10.02.2009, 15:30
Unser Stamm-Bauer musste lediglich vor 2 Jahren als die Vogelgrippe grassierte seine Hühner, Enten und Gänse in der Scheune halten. :s:

Diejenigen, die Schweine halten (haben ja meist nur 10 Tiere) lassen sie draußen rumlaufen, die dürfen sich suhlen und sehen dementsprechend aus. Wenn die Eicheln von den Bäumen fallen sind sie nicht mehr zu halten. :D

So ist es bei uns auch :tu::tu:
Nur bei der Vogelgrippe mußte eingsperrt werden ;)
Die Suggel freuen sich auch über runzlige Äpfel, Kastanien und so.

siamori
10.02.2009, 16:15
Silvia,

diese riesige Menge Fleisch wird nur konsumiert, weil es billig ist. Früher, d.h. bei unseren Großeltern gab es nicht jeden Tag Fleisch :sn: das gab es nur am Sonntag und zu besonderen Anlässen, denn es war teuer, viele konnten sich einen guten Braten fast nicht leisten. Heute muss es bei vielen jeden Tag Fleisch geben :o ist ja manchmal schon billiger als gutes Gemüse. Das und nur das treibt die Fleischproduktion in immer größere Höhen.

Die Qualität bleibt dabei auf der Strecke :sn: aber dazu wurden wir ja schon von Kindesbeinen an erzogen. :0( Wer kann denn heute noch wirklich gutes Fleisch von Massenware unterscheiden :eek: es gibt ja Zartmacher und Geschmacksverstärker. :schmoll:

Ja, das mag sehr weit verbreitet sein :s:

Bei uns ist und war es nie so, schon als ich noch ein Kind war, gabs Fleisch nur am Wochenende. War vielleicht in der DDR auch ein bißchen anders. :?:

Was ich mich frage:

Nur mal angenommen, jeder Deutsche würde nur 2x die Woche Fleisch essen statt jeden Tag, könnte man den Bedarf dann allein durch Biofleisch decken?

Und zusätzlich den Bedarf der Miezies und Hunde durch Biofleisch decken? :?:

Also von mir aus kann Fleisch ruhig sauteuer sein, ich kann gut darauf verzichten...aber wenn die Dose Katzenfutter statt2 Euro auf einmal 6 € kosten würde, hätt ich schon ganz schön zu schlucken, und es gibt sicher genug Menschen, die weniger verdienen als ich :s:

Und Carnivore vegatrisch ernähren halte ich für Tierquälerei! :mad:

foisseur
10.02.2009, 16:36
Ja, das mag sehr weit verbreitet sein :s:

Bei uns ist und war es nie so, schon als ich noch ein Kind war, gabs Fleisch nur am Wochenende. War vielleicht in der DDR auch ein bißchen anders. :?:

Was ich mich frage:

Nur mal angenommen, jeder Deutsche würde nur 2x die Woche Fleisch essen statt jeden Tag, könnte man den Bedarf dann allein durch Biofleisch decken?

Und zusätzlich den Bedarf der Miezies und Hunde durch Biofleisch decken? :?:

Also von mir aus kann Fleisch ruhig sauteuer sein, ich kann gut darauf verzichten...aber wenn die Dose Katzenfutter statt2 Euro auf einmal 6 € kosten würde, hätt ich schon ganz schön zu schlucken, und es gibt sicher genug Menschen, die weniger verdienen als ich :s:

Und Carnivore vegatrisch ernähren halte ich für Tierquälerei! :mad:

Das hat nix mit der DDR zu tun. Bei uns war es ähnlich. Wobei wir Geflügel und Hasen selber hatten.
Solchen Kettenboom gabs doch früher nie. Zumindest nicht am Land ;)

siamori
10.02.2009, 16:38
Na ja - ich füttere wo es geht Yarrah (da hauptsächlich naß), Defu (da hauptsächlich trocken) und neuerdings auch Herrmanns Beutelchen (was erfreulicher Weise gut ankommt).


Also Y.ARRAH in Dosen hat aber nur 37 % Fleischanteil, der Rest ist Getreide.

Mag zwar schön sein, dass das Getreide Bio ist, aber das wäre mir persönlich zuviel Getreide für einen Fleischfresser :?:

Und dann schreiben sie noch: die HAUPTSÄCHLICHE Verwendung....also nicht ausschließlich Bio...:?:

Kein Angriff auf dich, nur meine Meinung ;)

GabiLE
10.02.2009, 16:44
Also Y.ARRAH in Dosen hat aber nur 37 % Fleischanteil, der Rest ist Getreide.

Daher wird dann wohl der recht günstige Preis rühren. Hatte mich schon gewundert.

siamori
10.02.2009, 17:02
Wir nicht :schmoll: Mir würde es ja schon reichen, wenn es dem Viech gut geht. Es muss ja kein Bio sein.

Schau mal, ist das nicht nahe Leipzig? :?:

http://www.bio-rittergut.de/

GabiLE
10.02.2009, 17:04
Schau mal, ist das nicht nahe Leipzig? :?:
http://www.bio-rittergut.de/

Ja, "nahe". Halbe Stunde weg von hier.

siamori
10.02.2009, 17:07
Ja, "nahe". Halbe Stunde weg von hier.

:schmoll: :schmoll: Dresden ist auch nicht besser! :rolleyes: :hug:

K2008
10.02.2009, 17:40
Also Y.ARRAH in Dosen hat aber nur 37 % Fleischanteil, der Rest ist Getreide.

Mag zwar schön sein, dass das Getreide Bio ist, aber das wäre mir persönlich zuviel Getreide für einen Fleischfresser :?:

Und dann schreiben sie noch: die HAUPTSÄCHLICHE Verwendung....also nicht ausschließlich Bio...:?:

Kein Angriff auf dich, nur meine Meinung ;)


Kein Problem; ich habe ja doch auch selbst gesagt, daß die Futtermittelindustrie
keine tollen Alternativen bereithält.
Darum find ich's ja so gut zu barfen - da hat man die Chance etwas RICHTIG anders
und gut zu machen.
Man muß sie natürlich nutzen.

K2008
10.02.2009, 17:45
Daher wird dann wohl der recht günstige Preis rühren. Hatte mich schon gewundert.

Also ich hab die Schälchen mit 49% Fleisch; ist zwar auch nicht viel mehr..., aber - wie gesagt...

Oriental Cats
10.02.2009, 18:04
Also Y.ARRAH in Dosen hat aber nur 37 % Fleischanteil, der Rest ist Getreide.

Mag zwar schön sein, dass das Getreide Bio ist, aber das wäre mir persönlich zuviel Getreide für einen Fleischfresser :?:

Und dann schreiben sie noch: die HAUPTSÄCHLICHE Verwendung....also nicht ausschließlich Bio...:?:

Kein Angriff auf dich, nur meine Meinung ;)

Nun, da gibt es schon noch andere Futtersorten:

Bio Pur (Fleischanteil setzt sich zusammen aus z.B. Geflügelfleisch und Geflügelleber)

Bio Fit (Fleischanteil 73%)

Defu Nassfutter (Fleischanteil 90%) leider sehr teuer

Habe bisher nur Bio Pur gefüttert, ist Pate - Bio Fit wurde abgelehnt - Defu will ich erst noch testen.

Edit:
:man: Terra pura von Bioland habe ich noch vergessen.

K2008
10.02.2009, 18:08
Nun, da gibt es schon noch andere Futtersorten:

Bio Pur (Fleischanteil setzt sich zusammen aus z.B. Geflügelfleisch und Geflügelleber)

Bio Fit (Fleischanteil 73%)

Beides kenne ich nicht - wo gibt's das?



Defu Nassfutter (Fleischanteil 90%) leider sehr teuer

Habe bisher nur Bio Pur gefüttert, ist Pate - Bio Fit wurde abgelehnt - Defu will ich erst noch testen.

Defu NASS kommt hier leider gar nicht an.

Oriental Cats
10.02.2009, 18:12
Beides kenne ich nicht - wo gibt's das?




Defu NASS kommt hier leider gar nicht an.

:t: äääh, räusper www Punkt pfotino Punkt de :t:

:?: hmm, dann habe ich wahrscheinlich auch wenig Chancen bei meinen :?:

Joe Black
10.02.2009, 18:18
WOW!!! :eek::eek::eek:

Paßt ja jetzt nicht gerade hier rein, aber hast DUUUUUU tolle Katzen, Oriental Cats! :o:love::love::love:

Joe Black
10.02.2009, 18:20
Tschuldigung! :o:o:o

Nachtrag: alle anderen natürlich auch! :hug:

Becky
10.02.2009, 18:20
:?: Aber die Preise für´s BIOfutter sind schon sehr hochgestochen.
Für ein 200g-Döschen (ab) 2,-- ......... nein, da führt bei drei Katzen kein Weg dran hin; höchstens mal als Leckerlie :kraul:

Becky
10.02.2009, 18:21
WOW!!! :eek::eek::eek:

Paßt ja jetzt nicht gerade hier rein, aber hast DUUUUUU tolle Katzen, Oriental Cats! :o:love::love::love:


Tschuldigung! :o:o:o

Nachtrag: alle anderen natürlich auch! :hug::D:D:D:D:D

Oriental Cats
10.02.2009, 18:22
WOW!!! :eek::eek::eek:

Paßt ja jetzt nicht gerade hier rein, aber hast DUUUUUU tolle Katzen, Oriental Cats! :o:love::love::love:

:t: danke :bow:

K2008
10.02.2009, 18:24
:?: Aber die Preise für´s BIOfutter sind schon sehr hochgestochen.
Für ein 200g-Döschen (ab) 2,-- ......... nein, da führt bei drei Katzen kein Weg dran hin; höchstens mal als Leckerlie :kraul:

Ja, Renate - das ist nicht billig; bio barfen ist im Vergleich ganz deutlich günstiger.

Oriental Cats
10.02.2009, 18:26
:?: Aber die Preise für´s BIOfutter sind schon sehr hochgestochen.
Für ein 200g-Döschen (ab) 2,-- ......... nein, da führt bei drei Katzen kein Weg dran hin; höchstens mal als Leckerlie :kraul:

Ja, besonders das von Defu :o
Hatte es noch nie in der Hand, aber so wie die Aufmachung aussieht, könnte es von Demeter sein und die sind die teuersten. :o

K2008
10.02.2009, 18:31
Ja, besonders das von Defu :o
Hatte es noch nie in der Hand, aber so wie die Aufmachung aussieht, könnte es von Demeter sein und die sind die teuersten. :o

Bin mal gespannt, ob es Deinen - ja - wirklich - extrem schönen - Knalltüten schmeckt.
Es hat eine ganz merkwürdige, fast zähe und trockene Konsistenz...

Becky
10.02.2009, 18:32
Ja, besonders das von Defu :o
Hatte es noch nie in der Hand, aber so wie die Aufmachung aussieht, könnte es von Demeter sein und die sind die teuersten. :o

:s::s: Ist es auch....

Nein, ich wäre schon bereit, einen etwas höheren Preis für BIO zu bezahlen, wenn sie´s auch wirklich gern aufessen; aber bei DEM Preis ist es als Hauptmahlzeit nicht drin. Und ehrlich gesagt, möchte ich solche Preise, wie von DEFU Nassfutter, nicht unterstützen. Lächerlich, diese Beutelchen... am SA nehme ich aber als Versuchs-Leckerlie mal eins mit :rolleyes:

Oriental Cats
10.02.2009, 18:34
Bin mal gespannt, ob es Deinen - ja - wirklich - extrem schönen - Knalltüten schmeckt.
Es hat eine ganz merkwürdige, fast zähe und trockene Konsistenz...

:bow: :bl:

Ich werde es bald mal bestellen und dann berichten. :tu:

K2008
10.02.2009, 18:34
Ja, besonders das von Defu :o
Hatte es noch nie in der Hand, aber so wie die Aufmachung aussieht, könnte es von Demeter sein und die sind die teuersten. :o

Ach ja - und - ja - es ist defu/Demeter.

K2008
10.02.2009, 18:35
:bow: :bl:

Ich werde es bald mal bestellen und dann berichten. :tu:

Supi! :tu:

Oriental Cats
10.02.2009, 18:39
Bei uns in der Nähe ist ein Biobauer der selber Katzenfutter herstellt und in Dosen verpackt. Hat mir mein TA empfohlen.

ABER :?::?: :o hat der wirklich Ahnung vom artgerechten Katzenfutter :?::?: :o (der Biobauer natürlich :D) :floet:

Becky
10.02.2009, 18:43
Bei uns in der Nähe ist ein Biobauer der selber Katzenfutter herstellt und in Dosen verpackt. Hat mir mein TA empfohlen.

ABER :?::?: :o hat der wirklich Ahnung vom artgerechten Katzenfutter :?::?: :o (der Biobauer natürlich :D) :floet:

:s::s: Man(n) müsste ihm dann aber dringend mal einen Besuch abstatten... ein bissi (aus)fragen, ein bissi dort umgucken :floet::floet:

Mietz&Mops
10.02.2009, 18:53
Aha - das ist interessant, Danke.



Oberflächlich betrachtet, ja, ist das Dein Vorteil und nein, ich barfe selbst
nicht, aber wenn ich es könnte, wenn das mit meinen Jungs klappen würde,
würde ich nur zu gerne den Chance ergreifen und mich von der ekelhaften
Futtermittelindustrie abseilen.
Genau DAS ist ja die Chance und - meiner Meinung nach - Pflicht des Barfers,
bei seinem kiloweise Fleischverbrauch. Hier kann er richtig was bewirken! :tu:


also ich finde es ein wenig dreißt, von den Barfern mehr Verantwortung zu verlangen, als vom gemeinen Dosenfütterer.
Ich meine, wieviele brauchbare Bio-Dosenfutter-sorten gibt es denn?

ich denke daher, es verfüttern sicherlich mehr leute Biofleisch beim barfen, als auch nur ansatzweise bei dosenfütterung....

und ja, ich kann auch verstehen, wenn es sich einige nicht leisten können!

Was meinen Fleischkonsum angeht, esse ich halt selten Fleisch und dafür dan Bio. Bei meinen Katzen habe ich das Glück über einen schlachthof an fleisch aus artgerechter haltung zu günstigen preisen zu kommen.

da man beim barfen aber eh oft auf Innereien und fleischabschnitte für die katzen zurückgreift, finde ich das auch noch lange nicht verwerflich. dies sind im allgemeinen "Abfälle" der menschl. lebensmittelindustrie. dafür wird kein tier extra geschlachtet.

viel bedeutender ist, doch was die menschen verzehren: Putenbrustfilets, die so groß sind, dass es der pute damit schon zu lebzeiten nicht mehr gut geht...
schweinekoteletts von schweinen, die durchs halbe land gekarrt werden usw.

K2008
10.02.2009, 19:18
also ich finde es ein wenig dreißt, von den Barfern mehr Verantwortung zu verlangen, als vom gemeinen Dosenfütterer.
Ich meine, wieviele brauchbare Bio-Dosenfutter-sorten gibt es denn?

ich denke daher, es verfüttern sicherlich mehr leute Biofleisch beim barfen, als auch nur ansatzweise bei dosenfütterung....

und ja, ich kann auch verstehen, wenn es sich einige nicht leisten können!

Was meinen Fleischkonsum angeht, esse ich halt selten Fleisch und dafür dan Bio. Bei meinen Katzen habe ich das Glück über einen schlachthof an fleisch aus artgerechter haltung zu günstigen preisen zu kommen.

da man beim barfen aber eh oft auf Innereien und fleischabschnitte für die katzen zurückgreift, finde ich das auch noch lange nicht verwerflich. dies sind im allgemeinen "Abfälle" der menschl. lebensmittelindustrie. dafür wird kein tier extra geschlachtet.

viel bedeutender ist, doch was die menschen verzehren: Putenbrustfilets, die so groß sind, dass es der pute damit schon zu lebzeiten nicht mehr gut geht...
schweinekoteletts von schweinen, die durchs halbe land gekarrt werden usw.

Ich verlange gar nichts. Höchstens Konsequenz und eine Erklärung.
Ich frage nämlich nach, weil ich es nicht verstehe und ich es selbst anders machen würde, wenn ich barfen könnte.

Alles andere was Du schreibst kann auch ich nur unterschreiben.

siamori
10.02.2009, 22:56
also ich finde es ein wenig dreißt, von den Barfern mehr Verantwortung zu verlangen, als vom gemeinen Dosenfütterer.


Find ich auch :tu:

Wenn man schon konsequente Verantwortung verlangt, dann auch konsequent von Allen.

schnutefreddy
11.02.2009, 20:31
Hab ja anscheinend eine Menge "nachzulesen" in meinem Thread. Hier mal der erste Schlag:



Ich selbst esse kein Fleisch, keinen Fisch und meide auch Milchprodukte so gut ich kann.

Mir ist es wichtig, daß das Fleisch keine Antibiotika enthält - und die Sicherheit habe ich in großen Ketten eher, als bei unseren "Fachbetrieben".:rolleyes:

Du hast nie eine Garantie darauf, dass Fleisch aus Massentierhaltung keine Antibiotika oder Wachstumshormone enthält. Leider. Die Höfe werden zwar kontrolliert, aber nur selten (ich habe mal was von einer Kontrolle pro Jahr gehört - muss aber nicht stimmen). Weil die Auflagen für Bio - Produkte so streng sind, wird hier auch öfter kontrolliert.


Ist es nicht generell so, dass man in D die Bio-Nachfrage gar nicht decken kann und deswegen importieren muss, was ja nun wiederum den Bio-Grundgedanken widerspricht.

In der Tat, vieles Bio - Gemüse kommt aus dem europäischen Ausland. Ich finde es auch seltsam, dass der Nachfrage nicht mehr nachgekommen werden kann. Vor einigen Jahren habe ich eine öffentliche Diskussion von Bauern in Brandenburg verfolgt. Es gab Bauern die sich von Subventionen eingelullt für genteschnisch veränderten Mais stark gemacht haben, und auf der anderen Seite viele Bauern, die Ökogemüse anbauen, die nun befürchten, dass sie deswegen bald keine Garantie mehr auf ihre Bio- Waren geben können (Pollenverbreitung)




Nochmal ganz klar: Es geht mir um diejenigen, die von artgerechter Tierhaltung sprechen, wenn sie barfen. Das gleiche aber den Tieren, die sie verfütterten nicht zugestehen.
Das empfinde ich als höchst widersprüchlich und es verlangt mir nach einer Erklärung.

-----

Das finde ich persönlich sehr vernünftig. ;) :tu:


Ich sehe diesen Widerspruch auch. Ich finde es vernünftig, Bio - Produkte zu kaufen, weil es gesund ist. Die hohen Preise machen es mir z.Zt. schwer meinem eigenen Prinzip nachzugehen. Wenn man aber wirklich Interesse daran hat, sich gesund zu ernähren, findet man auch die Lebensmittel, die man dazu benötigt :tu: Hier in Hessen (Und Thüringen) gibt es eine Supermarktkette (tegut...) die Bio-Produkte zu erschwinglichen Preisen anbietet:tu: Sie verkaufen in einem ausgewogenen Angebot Bio- und konventionelle Produkte. Das finde ich super.

Zu dem "das finde ich vernünftig" (bezog sich auf Lammis Auspruch oben): Ich halte es nicht für vernünftig, gänzlich auf tierische Produkte zu verzichten. Ist ungesund - aber auch jedem selbst überlassen.


Wie überall bestimmt die Nachfrage das Angebot - wenn immer mehr Leute Bio-Fleisch kaufen, wird auch mehr davon produziert.

Genau! Übrigens ist Biofleisch gesünder, nicht nur weil es keine Medikamente oder ähnlichen Müll enthält, das Massentierhaltungsvieh zu sich nehmen muss, sondern es ist auch gehaltvoller. (ob es besser schmeckt, lässt sich streiten) Ich persönlich finde Deutschland "frisst" mehr Fleisch, als es braucht. Weshalb sich hier Massentierhaltung sicherlich auch so stark etabliert hat. Deshalb sage ich: Zurück zum Sonntagsbraten!:tu: Einmal die Woche gesundes Fleisch macht auch satt und ist gesund.
Für Katzen gilt das natürlich nicht...

schnutefreddy
11.02.2009, 20:56
In der zeit stand vor zwei Wochen ein interessanter Artikel drin: "Abschied von der Natur: Milch verspricht Reinheit und Gesundheit. Doch sie ist zum synthetischen Produkt geworden - wie andere Lebensmittel auch. Der Verbraucher ahnt nichts davon" - Zeitartikel vom 29. jan ´09. Gibt es bestimmt auch online zu lesen :tu:



:?: Auch wenn es ein langsamer Prozess wäre, ist es meiner Meinung nach unmöglich, die benötigte Menge an Tieren unter Bio-Bedingungen zu halten.

Dazu sind die Ressourcen an Platz und Wiedeflächen einfach zu gering.

Um Bio Tierhaltung flächendeckend zu realisieren, müsste sich auch das Konsumverhalten ändern, ja.


Theoretisch müßte man einfach die gesamte "Produktion" umstellen....überlegt mal WIE VIEL Fleisch für den Müll produziert wird..... Tiere, die getötet werden, nicht verkauft werden und auf der Kadaververwertung landen... Das sind TONNEN....
Aber solange die Menschen auf tägliches Fleisch bestehen, wird das sich nie ändern...Bio hin oder her...

Es wird ja genau deswegen soviel Müll produziert, damit die Produktion durch die Masse billiger wird. Und dieser Schwachsinn wird auch noch subventioniert :man:


Ja, leider :t: die Österreicher waren da cleverer :tu:

Es müssten halt die Landwirte, die bisher konventionellen Anbau und konventionelle Tiermast betreiben überzeugt werden, dass sich ein Umsatteln lohnt.

Man müsste keine Prämien mehr bezahlen für Brachflächen (Verhinderung von Überproduktion) mit dem gesparten Geld könnte man Starthilfen geben, würde erzeugernah vermarkten (das senkt die Kosten da der Zwischenhandel entfällt) und die vielen Wege und Verpackungen sparen, würde unsere Böden nicht mehr derartig riunieren und und und .... letztlich auch neue Arbeitsplätze schaffen.



Wird das in Österreich so gemacht? Wusste ich nicht, ist interessant. :tu:



Vorher erwähnte jemand auch die Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Ich habe sie besucht, habe mehrere Vorträge von Herrn Schweisfurth gehört - er war früher der Eigentümer von Herta, der größten europäischen Wurstfabrik, die wöchentlich 25.000 Schweine und 5.000 Rinder schlachteten. Er wurde über Nacht vom Saulus zum Paulus. Es fiel auch mir wie Schuppen von den Augen. :o

Wenn dort ein Tier geschlachtet wird, hörst du nie die verzweifelten Schreie. Es geht "menschlich" zu, man hat Ehrfurcht vor der Schöpfung. Ich habe dort gelernt, dass die Stresshormone der Tiere vor der Schlachtung das Fleisch regelrecht verderben kann. Oh ja, es gibt viele Wege seine Einstellung zu überdenken. :o

Wie werden die Tiere dann getötet? Werden sie totgestreichelt? Ich war einmal Gast in einem Schlachthof. Dort wurden sowohl "konventionelle" Schweine als auch Bio - Schweine per Elektroschock getötet. Vom Bolzenschuss wurde Abstand genommen, weil die Tiere dabei wohl nicht immer sofort tot waren, sondern eine Weile gelitten haben.

Zu dem Fleischkonsum noch mal was: Es wird doch gar nicht jeden Tag Fleisch gegessen - an manchen Tagen auch nur ein Wurstbrot :rolleyes:

Bin ja froh, dass die Diskussion so gut angenommen wurde. :tu:

Gute Nacht schnutefreddy

Fedora
11.02.2009, 21:18
Na ja, Hauptsache Bio! Ich bezweifle bei vielen Produkten inzwischen, daß sie gesünder sind als konventionelle. Nudeln aus Bio-Auszugsmehl, teilweise muss man die Vollkornnudeln schon suchen, Gries aus geschältem Bio-Weizen, haltbar = ultrahocherhitzte Bio-Milch, Bio-Drinks mit einem hohen Zuckergehalt, halt nur aus biologischem Anbau......

Den Wahnsinn mache ich nicht mit. Der eigentliche Sinn von Bio ist längst verloren gegangen und auch beim Fleisch können die Mengen für die Supermärkte nur noch bei einer der konventionellen ähnlichen Haltung erzeugt werden. Ob jetzt für den Soja-Anbau oder für die Haltung von Bio-Rindern in Argentinien und Brasilien der Regenwald abgeholzt wird, macht keinen Unterschied.

Nur wer wirklich ausschließlich regionale, sinnvolle Bio-Produkte kauft, der lebt wirklich den Öko-Gedanken.
Leider kann ich mir dies Art zu leben im Augenblick nicht leisten.

Mietz&Mops
11.02.2009, 21:25
Ich denke auch echte und sinnvolle Bioprodukte gibt es nicht zum Supermarktpreis.

Viele Bioprodukte sind ein Witz. Auch müssen z.B. Bio-Tomaten nicht 100% Bio sein, sondern nur eine bestimmte Prozentzahl der in der schale befindlichen Tomaten muss Bio sein, die anderen können aus anderem Anbau stammen....


Wer wirklich richtig Bio will, der kauft nicht beim Discounter. Der kauft Bioprodukte direkt vom Erzeuger oder aus kleinen Bio-Läden, deren Bio-Tomaten kosten zwar nicht selten doppelt so viel wie die vom Discounter, deren 100%tige "Bio-Zertifizierung" wird aber in der Regel gleich von mehreren Kontrolleuren beobachtet.

Auch finde ich, was ist an griechischen Tomaten Bio, wenn man sie 1. quer durch Europa schippern muss und 2. damit sie das halbwegs überstehen, sie auch noch unreif ernten????

Ich denke das ist ein Bio-Trend um sich ein gutes Gewissen zu machen. Aber man bekommt dafür keine bessere Qualität und Umweltschutz bzw. Tierschutz sind nach meinem Verständnis auch etwas anderes....

Und wenn man "echtes" BIO kaufen will, wird sich wohl leider kaum jemand hier eine 100%tige Bioernährung für sich und sein Tier leisten können. Nicht mal wenn man auf Urlaub und Auto verzichtet....

Oriental Cats
12.02.2009, 07:07
Wie werden die Tiere dann getötet? Werden sie totgestreichelt?

:D Nein, das nun wieder auch nicht :D es entfallen jegliche Transportwege, die Tiere gehen ihren letzten Gang in ihrer gewohnten Umgebung.

Ich will hier keine Werbung machen, aber mal den Link zu den Herrmannsdorfern reinstellen. Es ist ein Ansatz in eine, in meinen Augen, richtige Richtung. Ein Ansatz, der funktioniert und bereits in mehreren Projekten in Deutschland, Spanien, Italien und auch Russland fortgeführt wird.

http://www.herrmannsdorfer.de/content.php

Oriental Cats
12.02.2009, 07:18
Na ja, Hauptsache Bio! Ich bezweifle bei vielen Produkten inzwischen, daß sie gesünder sind als konventionelle. Nudeln aus Bio-Auszugsmehl, teilweise muss man die Vollkornnudeln schon suchen, Gries aus geschältem Bio-Weizen, haltbar = ultrahocherhitzte Bio-Milch, Bio-Drinks mit einem hohen Zuckergehalt, halt nur aus biologischem Anbau......

Den Wahnsinn mache ich nicht mit. Der eigentliche Sinn von Bio ist längst verloren gegangen und auch beim Fleisch können die Mengen für die Supermärkte nur noch bei einer der konventionellen ähnlichen Haltung erzeugt werden. Ob jetzt für den Soja-Anbau oder für die Haltung von Bio-Rindern in Argentinien und Brasilien der Regenwald abgeholzt wird, macht keinen Unterschied.

Nur wer wirklich ausschließlich regionale, sinnvolle Bio-Produkte kauft, der lebt wirklich den Öko-Gedanken.
Leider kann ich mir dies Art zu leben im Augenblick nicht leisten.

Bitte werfe nicht Bio-light aus den Supermarktketten mit Bio (Demeter, Bioland, Naturland, ....) in einen Topf. Es gibt wie überall Trittbrettfahrer und geschickte Werbestrategen die einen beginnenden "Trend" ausnützen und ihr Geschäft damit machen wollen. Du wirst Bioprodukte von den genannten Organisationen nie in Supermarktketten finden, denn das widerspäche total deren Philosophie von vernünftiger Ökologie. Was haben Produkte die vom anderen Ende der Welt kommen, auch wenn sie Bio sein sollten (:?:) in den Regalen zu suchen?

Der Begriff Bio ist nicht geschützt und wird schamlos ausgenützt. Nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin. :D

GabiLE
12.02.2009, 08:01
Der Begriff Bio ist nicht geschützt und wird schamlos ausgenützt. Nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin. :D

Da wären wir wieder bei Kennzeichnung und Information des Verbrauchers. Für mich muss es nicht ungedingt Bio sein, wenn ich weiß, dass das Tier/Pflanze unter würdigen Umständen (auf)gewachsen/gehalten wurde, würde mir das persönlich schon reichen. Jedoch erkenne ich das nirgens auf den Packungen.

Und seien wir doch mal ehrlich, der Großteil von uns muss auf Supermärkte zurückgreifen, weil es kein anderes Angebot gibt. Nun stehe ich im Supermarkt und halte 2 Packungen Milch in der Hand, eine 20Cent teuer als die andere. Wofür entscheide ich mich? Woher kommt die Preisdifferenz? Begründet sie sich in den Haltungsbedinungen der Milchkühe, den Kosten für Transportwege, den Lohnniveaus der Milchhofes, dem Verhaltungsgeschick des Einkäufers, der Großmengenabnahme des Unternehmens? Was ist es? Ich kann es als Verbraucher einfach nicht erkennen. Ich persönlich entscheide mich für den regionalen Milchhof -support local business- schlicht und einfach aus Lokalpatriotismus, da ich möchte, dass hier im Osten noch ein paar Arbeitsplätze bleiben, aber über die Kuh erfahr ich nichts, denn die Milch könnte von Regionalbauern kommen, was mein Favorit wäre, aber auch von der Kuh 500km weg.

Tja, und so geht es mir bei vielen Produkten :( Denn der Preis ist nicht immer nur in den Haltungsbedingungen begründet. Ich würde es gern wissen wollen, aber sterbe als Verbraucher mal wieder dumm :rolleyes:

Oriental Cats
12.02.2009, 08:36
Da wären wir wieder bei Kennzeichnung und Information des Verbrauchers. Für mich muss es nicht ungedingt Bio sein, wenn ich weiß, dass das Tier/Pflanze unter würdigen Umständen (auf)gewachsen/gehalten wurde, würde mir das persönlich schon reichen. Jedoch erkenne ich das nirgens auf den Packungen.

Und seien wir doch mal ehrlich, der Großteil von uns muss auf Supermärkte zurückgreifen, weil es kein anderes Angebot gibt. Nun stehe ich im Supermarkt und halte 2 Packungen Milch in der Hand, eine 20Cent teuer als die andere. Wofür entscheide ich mich? Woher kommt die Preisdifferenz? Begründet sie sich in den Haltungsbedinungen der Milchkühe, den Kosten für Transportwege, den Lohnniveaus der Milchhofes, dem Verhaltungsgeschick des Einkäufers, der Großmengenabnahme des Unternehmens? Was ist es? Ich kann es als Verbraucher einfach nicht erkennen. Ich persönlich entscheide mich für den regionalen Milchhof -support local business- schlicht und einfach aus Lokalpatriotismus, da ich möchte, dass hier im Osten noch ein paar Arbeitsplätze bleiben, aber über die Kuh erfahr ich nichts, denn die Milch könnte von Regionalbauern kommen, was mein Favorit wäre, aber auch von der Kuh 500km weg.

Tja, und so geht es mir bei vielen Produkten :( Denn der Preis ist nicht immer nur in den Haltungsbedingungen begründet. Ich würde es gern wissen wollen, aber sterbe als Verbraucher mal wieder dumm :rolleyes:

:s: Das Problem kenne ich nur zu gut :s: ich weiß, in dieser Beziehung bin ich ein Utopist, vielleicht sogar ein Spinner. :D

Aber, und jetzt nicht unbedingt nur Bio, meine Wünsche gehen in Richtung lokaler Produktion UND Vermarktung. In den Ballungszentren auch auf Märkten, die z.B. 2x in der Woche stattfinden.
Die Bauern jammern über niedrige Milchpreise, lassen ihre kostbare Milch abholen, diese wird sonstwohin gekarrt und dann in riesigen Molkereien "versaut", von Lebensmitteldesignern mit ach so wertvollen Zusatzstoffen versehen, da die Natur ja so "unperfekt" ist. Warum nicht selber verkaufen, auch Käse selber produzieren. Das Fleisch der Tiere selber anbieten, selber Wurst machen. Die Feldfrüchte selber verkaufen, auch selber Brot herstellen. Dem alten Handwerk wieder Raum zum Überleben geben. Auch das schafft Arbeitsplätze. In den großen Nahrungsmittelbetrieben wird die meiste Arbeit von Maschinen gemacht.

Nimm nur mal unser Getreide und das daraus entstehende Mehl. Warum brauchen wir neuerdings Mehlverbesserer :eek:. Waren unsere Großeltern doof :confused: sie konnten ihr Brot auch ohne all diese Zusatzstoffe backen, merkwürdig, gell :eek:

Unsere Vorfahren kannten nur das, was wir heute als Bio bezeichnen. :o
Ganze Schulklassen gingen auf die Felder um Kartoffelkäfer abzusammeln. :eek: Aber heute hat man "Normkartoffeln" die nur 1x keimfähig sind, selber Saatkartoffeln beiseitelegen geht nicht :sn: Monsanto will auch verdienen. :o
Ein Segen, dass die Agrarchemie uns jegliche Arbeit erspart. :man:
Hast du schon mal gesehen, wie man Frühkartoffeln erntet? Die sollen ja früh im Jahr auf den Markt kommen. Aber man hat gedüngt wie verrückt. Nun ist das blöde Kraut aber noch grün. Da haut man doch mal schnell Herbizide drauf und in 2 Tagen ist das Kraut schwarz, liegt auf dem Boden und man kann mit dem Vollernter die Kartoffeln aus dem Boden holen. :-(0)

Entschuldigung :bow: ich komme vom Thema ab, das gehört hier alles nicht her. :man:

schnutefreddy
12.02.2009, 08:42
Na ja, Hauptsache Bio! ....
Den Wahnsinn mache ich nicht mit. Der eigentliche Sinn von Bio ist längst verloren gegangen und auch beim Fleisch können die Mengen für die Supermärkte nur noch bei einer der konventionellen ähnlichen Haltung erzeugt werden. Ob jetzt für den Soja-Anbau oder für die Haltung von Bio-Rindern in Argentinien und Brasilien der Regenwald abgeholzt wird, macht keinen Unterschied.




Ich denke das ist ein Bio-Trend um sich ein gutes Gewissen zu machen. Aber man bekommt dafür keine bessere Qualität und Umweltschutz bzw. Tierschutz sind nach meinem Verständnis auch etwas anderes....

Und wenn man "echtes" BIO kaufen will, wird sich wohl leider kaum jemand hier eine 100%tige Bioernährung für sich und sein Tier leisten können. Nicht mal wenn man auf Urlaub und Auto verzichtet....

Viele Menschen haben solche Ansichten und sie werden durch schlechte Informationspolitik für den Verbraucher letztendlich noch geschürt. Aber sind das dann Ausreden dafür, sich bewusst gegen ökologische und ökonomische Landwirtschaft zu entscheiden? Ich hoffe nicht. In den obigen Zitaten wurde auch geschrieben, dass "echtes" Bio letztendlich nur vom regionalen Bauern kommen kann, da weite Transportwege den Bio-Gedanken wieder revidieren. Dem stimme ich zu. Weshalb es ja durchaus praktikabel und auch sehr wünschenswert ist, im Supermarkt eher auf regionale Produkte zurückzugreifen - wobei sicherlich bei Fleischwaren auf den Transportweg zum Schlachter (Ausland oder D) geachtet werden sollte. Man muss und kann sich also schon selbst informieren!


:D Nein, das nun wieder auch nicht :D es entfallen jegliche Transportwege, die Tiere gehen ihren letzten Gang in ihrer gewohnten Umgebung.

Ich will hier keine Werbung machen, aber mal den Link zu den Herrmannsdorfern reinstellen. Es ist ein Ansatz in eine, in meinen Augen, richtige Richtung. Ein Ansatz, der funktioniert und bereits in mehreren Projekten in Deutschland, Spanien, Italien und auch Russland fortgeführt wird.

http://www.herrmannsdorfer.de/content.php

Danke, das schaue ich mir mal an.


Da wären wir wieder bei Kennzeichnung und Information des Verbrauchers.

Und seien wir doch mal ehrlich, der Großteil von uns muss auf Supermärkte zurückgreifen, weil es kein anderes Angebot gibt. Nun stehe ich im Supermarkt und halte 2 Packungen Milch in der Hand, eine 20Cent teuer als die andere. Wofür entscheide ich mich? Woher kommt die Preisdifferenz? ... Was ist es? Ich kann es als Verbraucher einfach nicht erkennen. Ich persönlich entscheide mich für den regionalen Milchhof -support local business- schlicht und einfach aus Lokalpatriotismus, da ich möchte, dass hier im Osten noch ein paar Arbeitsplätze bleiben, aber über die Kuh erfahr ich nichts, denn die Milch könnte von Regionalbauern kommen, was mein Favorit wäre, aber auch von der Kuh 500km weg.

Tja, und so geht es mir bei vielen Produkten :( Denn der Preis ist nicht immer nur in den Haltungsbedingungen begründet. Ich würde es gern wissen wollen, aber sterbe als Verbraucher mal wieder dumm :rolleyes:

Mir geht es bei vielen Produkten auch so. Ich finde es nervig, dass man die Information oftmals suchen muss. Ich habe vorerst auf regionale Haltung und Schlachtung der Tiere geachtet, deren Fleisch ich kaufe. Deshalb habe ich an der Fleischtheke im Supermarkt nach der Herkunft gefragt; glücklicherweise sind "Fleischhändler" dazu verpflichtet über Herkunft des Fleisches zu informieren. Es hängt dann an irgendeiner Tür so ein Plakat ... Man muss schon danach suchen. Aber dann fragt man eben nach.
Ganz ehrlich: Bei IAMS weiß man doch hier auch bescheid, dass die Tierversuche machen, weshalb dieses Futter von den meisten hier gemieden wird. Genauso kann man sich über regionale Produkte schlau machen. Und schon steht einem die miese Informationspolitik der Supermärkte nicht mehr im Weg :tu:

Apropos schlau machen. Ich bin auf der Suche nach Information mal auf eine Website von und für Veganer gestoßen. Dort wurde u.a. argumentiert, man solle keinen Honig kaufen/essen, sondern lieber raffinierten Zucker .. und Bienenwachskerzen müssten auch nicht sein, da kann man auch Parafinkerzen nehmen. Finde ich ehrlich gesagt schwachsinnig. Denn Zucker zu raffinieren und Parafinkerzen herzustellen kostet viel Energie und verdreckt unsere geliebte Umwelt. Wo kommt denn das Parafin her? Auf dieser Website wurde propagiert man solle die Ölindustrie unterstützen, weil dann keine Bienchen zu schaden kämen. Halte ich persönlich für Schwachsinn. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: es ergibt nur schwach Sinn, was da geschrieben stand.

Noch was: Es geht nicht darum auf Biegen und Brechen sein ganzes Kaufverhalten sofort umzustellen. Man wird dadurch nicht heilig. Aber ein Umdenken bringt uns in die richtige Richtung. Man kann ja mit einem Produkt (oder einer Produktgruppe) anfangen. Sich über die Herstellung (z.B. Kerzen oder Fleisch oder Lederwaren oder...) Gedanken machen und man wird schnell merken, was alles dahinter steckt. Wir haben mit Fleisch begonnen. Aber ein Tier bringt ja mehr auf den Tisch als sein Fleisch... Weniger als Freilandhaltungs - Eier ist für uns z.B. auch nicht drin. Man geht einen Weg stets in einzelnen Schritten!

K2008
12.02.2009, 08:51
Der Begriff Bio ist nicht geschützt und wird schamlos ausgenützt. Nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin. :D

Moin,

das ist - zum Glück - nicht (mehr) so. Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse, die mit 'Bio' gekennzeichnet sind, müssen es auch sein. Nähere Infos:

http://www.oekolandbau.de/erzeuger/grundlagen/gesetzliche-regelungen/

Das ist bereits seit 14.07.2005 so - da entschied der Europäische Gerichtshof, dass die Qualitätsbezeichnung 'Bio' in allen Amtssprachen des europäischen Raumes als Garant für ökologisch erzeugte Ware gilt. Besonders in Spanien hatte es in der Vergangenheit immer wieder 'falsche Bios' gegeben, doch auch in Deutschland gibt es ein bekanntes Beispiel: so musste der Milchriese Danone das BIO auf einem seiner probiotischen Joghurts von der Verpackung nehmen.

Oriental Cats
12.02.2009, 08:54
Noch was: Es geht nicht darum auf Biegen und Brechen sein ganzes Kaufverhalten sofort umzustellen. Man wird dadurch nicht heilig. Aber ein Umdenken bringt uns in die richtige Richtung. Man kann ja mit einem Produkt (oder einer Produktgruppe) anfangen. Sich über die Herstellung (z.B. Kerzen oder Fleisch oder Lederwaren oder...) Gedanken machen und man wird schnell merken, was alles dahinter steckt. Wir haben mit Fleisch begonnen. Aber ein Tier bringt ja mehr auf den Tisch als sein Fleisch... Weniger als Freilandhaltungs - Eier ist für uns z.B. auch nicht drin. Man geht einen Weg stets in einzelnen Schritten!

Du sprichst mir aus der Seele :bow:

Es geht hier nicht darum, Menschen zu Puristen zu "erziehen", nix läge mir ferner. :s:
Man sollte öfter mal drüber nachdenken, was wir täglich so zu uns nehmen, schließlich funktioniert unser Motor nur durch Nahrungszufuhr (auch der unserer Katzen :kraul:). Ich würde mich nie so weit aus dem Fenster lehnen, um zu sagen, dass Biokost gesund macht oder gesund erhält. Wir müssen uns aber nun mal ernähren und sollten uns Gedanken darüber machen, woher unsere Nahrung kommt und wie mit dem Ursprungsprodukt umgegangen wird.

Jeder Schritt in Richtung Bio, sei er auch noch so klein, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich sollen unsere Kinder, Enkel und Urenkel auch noch eine halbwegs intakte Natur vorfinden.

Oriental Cats
12.02.2009, 09:05
Moin,

das ist - zum Glück - nicht (mehr) so. Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse, die mit 'Bio' gekennzeichnet sind, müssen es auch sein. Nähere Infos:

http://www.oekolandbau.de/erzeuger/grundlagen/gesetzliche-regelungen/

Das ist bereits seit 14.07.2005 so - da entschied der Europäische Gerichtshof, dass die Qualitätsbezeichnung 'Bio' in allen Amtssprachen des europäischen Raumes als Garant für ökologisch erzeugte Ware gilt. Besonders in Spanien hatte es in der Vergangenheit immer wieder 'falsche Bios' gegeben, doch auch in Deutschland gibt es ein bekanntes Beispiel: so musste der Milchriese Danone das BIO auf einem seiner probiotischen Joghurts von der Verpackung nehmen.
Ja, du hast damit recht, jedoch gehen die freiwilligen Auflagen von Demeter usw. wesentlich weiter.

Ein Beispiel:
In einem Bioladen in Freising sah ich letztens Bio-Limonen aus der Domrep :eek:
verstehst du, was ich meine .... das ist in meinen Augen Schwachsinn ... allein die CO2-Emission des Frachtflugzeuges :rolleyes:

Ich brauche im Winter keine frischen Tomaten die von sonstwo her kommen, da greife ich auf Dosentomaten oder getrocknete zurück (:t: die schmecken eh intensiver).

K2008
12.02.2009, 09:20
In einem Bioladen in Freising sah ich letztens Bio-Limonen aus der Domrep :eek:
verstehst du, was ich meine ....

Das verstehe ich total.
Die Menschen sind eben gewohnt immer alles zu bekommen, wissen auch gar nicht, wann es was eigentlich gibt.
Hier sind Leute, die im Bio-Laden einkaufen auch nicht besser als andere.

Da soll es eben z.B. am Wochenende Moussaka geben und es fällt niemandem
ein, daß im Februar keine Zeit für Auberginen ist.

Ich versuche immer möglichst saisonal + regional zu kaufen.
Das zählt - auch bei mir - sogar noch vor 'bio'
(mit Ausnahme von tierischen Produkten - da führt, für mich, kein Weg an bio vorbei).

GabiLE
12.02.2009, 09:25
Aber, und jetzt nicht unbedingt nur Bio, meine Wünsche gehen in Richtung lokaler Produktion UND Vermarktung.

*abklatsch* Genauso sehe ich das auch.

Wir haben hier sogar einen Vorreiter in der Supermärktelandschaft. Unser KONSUM, aus der DDR-Verkaufsgesellschaft hervorgegangen, eine Genossenschaft, an der man sich beteiligten kann, nimmt bewußt lokale Anbieter ins Sortiment :tu:


Nimm nur mal unser Getreide und das daraus entstehende Mehl. Warum brauchen wir neuerdings Mehlverbesserer :eek:. Waren unsere Großeltern doof :confused: sie konnten ihr Brot auch ohne all diese Zusatzstoffe backen, merkwürdig, gell

Ach, Bäcker ist auch so ein Thema :( Ich wohne in der Innenstadt, aber alle Bäcker in der näheren Umgebung gehören irgendwelchen Ketten an. Seltsamerweise vertrage ich deren Brot nicht. Woran das wohl liegen mag :rolleyes:

Wenn ich mich an die Backwaren meiner DDR-Kindheit zurückerinnere, sehe ich da heute nur selten Übereinstimmungen. Jeder Ossi kann ein Lied davon singen, dass mit dem Westen die Watte-Luft-Brötchen Einzug hielten, die eigentlich nur aus "Hülle" bestehen und nach nichts schmecken. Meine Kindheitsbrötchen waren gefüllt mit schönem, festen Teig.



man solle keinen Honig kaufen/essen, sondern lieber raffinierten Zucker .. und Bienenwachskerzen müssten auch nicht sein, da kann man auch Parafinkerzen nehmen. Finde ich ehrlich gesagt schwachsinnig. Denn Zucker zu raffinieren und Parafinkerzen herzustellen kostet viel Energie und verdreckt unsere geliebte Umwelt. Wo kommt denn das Parafin her? Auf dieser Website wurde propagiert man solle die Ölindustrie unterstützen, weil dann keine Bienchen zu schaden kämen.

:eek: Ausgemachter Blödsinn! Mal von der Umweltbelastung abgesehen, unsere Obstbauern haben doch heute schon das Problem, dass sie zu wenig Bienen für ihre Plantagen haben.

foisseur
12.02.2009, 09:33
*Ach, Bäcker ist auch so ein Thema :( Ich wohne in der Innenstadt, aber alle Bäcker in der näheren Umgebung gehören irgendwelchen Ketten an. Seltsamerweise vertrage ich deren Brot nicht. Woran das wohl liegen mag :rolleyes:

Wenn ich mich an die Backwaren meiner DDR-Kindheit zurückerinnere, sehe ich da heute nur selten Übereinstimmungen. Jeder Ossi kann ein Lied davon singen, dass mit dem Westen die Watte-Luft-Brötchen Einzug hielten, die eigentlich nur aus "Hülle" bestehen und nach nichts schmecken. Meine Kindheitsbrötchen waren gefüllt mit schönem, festen Teig.


:sn::sn::sn:
In Franken gibt es sehr gutes Brot und richtige Weggla. Man muß halt zum Bäcker gehen. Besonders gut ist auch das Gewürzbrot aus dem Holzofen, oder Sechspfünder :tu::tu:
Wenn man nicht rechtzeitig da ist, dann gibts nichts mehr :sporty::sporty:

K2008
12.02.2009, 09:36
:eek: Ausgemachter Blödsinn! Mal von der Umweltbelastung abgesehen, unsere Obstbauern haben doch heute schon das Problem, dass sie zu wenig Bienen für ihre Plantagen haben.

Darum geht es Tierschützern doch gar nicht!

Es geht darum, den Tieren dann nicht ihren Honig zu klauen.
Überleg mal:
Die brauchen den doch - das ist ihre natürliche Nahrung.
Der Imker, der den Honig - sozusagen raubt - ersetzt diesen mit
billigem 'Zuckerwasser'. Das ist aber nicht sehr nahrhaft und
darum sterben Bienen viel schneller, als sie es eigentlich müßten.

Ich bin zwar auch nicht für raffinierten Zucker und nicht für
Tierschutz auf biegen und brechen (gegen die Umwelt), aber
es lohnt sich schon hier und da mal ein bißchen tiefer zu blicken...

GabiLE
12.02.2009, 09:37
Man muß halt zum Bäcker gehen.

Die wurden leider von den Ketten zumindest im Innenstadtbereich verdrängt :( Ich ess halt einfach kein Brot/Brötchen mehr.

siamori
12.02.2009, 09:40
.. Dort wurde u.a. argumentiert, man solle keinen Honig kaufen/essen, sondern lieber raffinierten Zucker .. und Bienenwachskerzen müssten auch nicht sein, da kann man auch Parafinkerzen nehmen. ... Auf dieser Website wurde propagiert man solle die Ölindustrie unterstützen, weil dann keine Bienchen zu schaden kämen.

:man: :man: Also echt! Welche Biene kommt denn zu Schaden, wenn sie ihrer ureigensten Aufgabe, bei der als Nebenprodukt Honig abfällt, nachgeht, zu Schaden? :confused:

Wohl eher kommen sie durch Umweltverschmutzung, an der die Ölindustrie beteiligt ist, zu Schaden.

Wieder mal ein Beispiel von "nicht über den Tellerrand schauen" :man: :man:

Übrigens haben wir als Endverbraucher gerade bei den Eiern schon viel erreicht, habe letztens in der Zeitung gelesen, dass Bio-Eier der Nachfrage nicht mehr nachkommen können und Käfig-Eier Ladenhüter sind! :tu:

siamori
12.02.2009, 09:41
Die wurden leider von den Ketten zumindest im Innenstadtbereich verdrängt :( Ich ess halt einfach kein Brot/Brötchen mehr.

Warum backst du denn selbst kein Brot? :D

K2008
12.02.2009, 09:41
Die wurden leider von den Ketten zumindest im Innenstadtbereich verdrängt :( Ich ess halt einfach kein Brot/Brötchen mehr.

Und was ißt Du dann?
Vielleicht ein kleiner Tip: Warum backst Du Dein Brot nicht selbst?
Dann weißt Du genau was drin ist, es ist billig und es geht mit einer
Brotbackmaschine sehr schnell und problemlos.
Kannst ja mal darüber nachdenken...

foisseur
12.02.2009, 09:41
Die wurden leider von den Ketten zumindest im Innenstadtbereich verdrängt :( Ich ess halt einfach kein Brot/Brötchen mehr.

Das ist schade, denn es gibt so viele gute alte Brotsorten. Die möchte ich auch nicht missen.

Ist aber häufig auch beim Gemüse so, daß die neuen Sorten nicht mehr schmecken.
:t: Drum nehme ich meistens alte Sorten :tu::tu: und der Überflüss im Sommer wird eingeweckt ;)

siamori
12.02.2009, 09:43
Es geht darum, den Tieren dann nicht ihren Honig zu klauen.
Überleg mal:
Die brauchen den doch - das ist ihre natürliche Nahrung.
Der Imker, der den Honig - sozusagen raubt - ersetzt diesen mit
billigem 'Zuckerwasser'. Das ist aber nicht sehr nahrhaft und
darum sterben Bienen viel schneller, als sie es eigentlich müßten.



:?: Achso? :?:

Ich dachte immer, Bienen ernähren sich vom Nektar der Blüten? :?:

Da muss ich mich nochmal genauer informieren! :tu:

foisseur
12.02.2009, 09:43
:man: :man: Also echt! Welche Biene kommt denn zu Schaden, wenn sie ihrer ureigensten Aufgabe, bei der als Nebenprodukt Honig abfällt, nachgeht, zu Schaden? :confused:

Wohl eher kommen sie durch Umweltverschmutzung, an der die Ölindustrie beteiligt ist, zu Schaden.

Wieder mal ein Beispiel von "nicht über den Tellerrand schauen" :man: :man:

Übrigens haben wir als Endverbraucher gerade bei den Eiern schon viel erreicht, habe letztens in der Zeitung gelesen, dass Bio-Eier der Nachfrage nicht mehr nachkommen können und Käfig-Eier Ladenhüter sind! :tu:

Die Bienen in der USA. Die werden von einem Feld zum anderen gefahren :man::man::man:

foisseur
12.02.2009, 09:44
:?: Achso? :?:

Ich dachte immer, Bienen ernähren sich vom Nektar der Blüten? :?:

Da muss ich mich nochmal genauer informieren! :tu:

Man kann eigendlich nur einen Teil entfernen, aber die Menschen müssen doch immer gleich alles haben :rolleyes::rolleyes:
Noch schlimmer ist allerdings, daß viele Pflanzen durch Züchtung mitlerweile für Bienen nutzlos geworden sind!!!!

K2008
12.02.2009, 09:45
:man: :man: Also echt! Welche Biene kommt denn zu Schaden, wenn sie ihrer ureigensten Aufgabe, bei der als Nebenprodukt Honig abfällt, nachgeht, zu Schaden? :confused:

HALT HALT HALT - das stimmt nicht. :sn: Bienen machen den Honig nicht einfach so
oder für uns oder er bleibt übrig - nein - Bienen ernähren sich von ihrem Honig!

Und natürlich haben es Bienen nicht einfach - kaum mehr bunte, wilde Felder, etc.,
aber das ist ein anderes Thema.

K2008
12.02.2009, 09:47
:?: Achso? :?:

Ich dachte immer, Bienen ernähren sich vom Nektar der Blüten? :?:

Da muss ich mich nochmal genauer informieren! :tu:

Guck z.B. mal hier, sehr übersichtlich und verständlich, wie ich finde:

http://www.die-tierfreunde.de/index.html?http://www.die-tierfreunde.de/inhalte/info/schutz/honig/honig.htm

siamori
12.02.2009, 09:49
:?: Also Wikipedia schreibt es so:

Honig entsteht generell erst dann, wenn eine ausreichende Menge pro Zeiteinheit von den Sammelbienen in den Bienenstock heimgebracht wird. Diese muss über dem laufenden Eigenverbrauch, der zur Ernährung des Bienenvolks und zur Aufzucht der Brut notwendig ist, liegen. Der Imker spricht dann von einer Blüten- oder Honigtautracht. Es werden also nur Überschüsse zur Bevorratung weiterverarbeitet und schließlich eingedickt als Honig gelagert.

Klingt logisch :?:

K2008
12.02.2009, 09:52
Überschüsse[/b] zur Bevorratung weiterverarbeitet und schließlich eingedickt als Honig gelagert.

Klingt logisch :?:

Nein - was vorerst übrig bleibt ist der Wintervorrat der Bienen.
Wozu sollte sonst der Imker, wenn er Honig entnimmt, Ersatz einfüllen?!

foisseur
12.02.2009, 09:52
:?: Also Wikipedia schreibt es so:

Honig entsteht generell erst dann, wenn eine ausreichende Menge pro Zeiteinheit von den Sammelbienen in den Bienenstock heimgebracht wird. Diese muss über dem laufenden Eigenverbrauch, der zur Ernährung des Bienenvolks und zur Aufzucht der Brut notwendig ist, liegen. Der Imker spricht dann von einer Blüten- oder Honigtautracht. Es werden also nur Überschüsse zur Bevorratung weiterverarbeitet und schließlich eingedickt als Honig gelagert.

Klingt logisch :?:

So war es früher auch und gute Imker halten sich daran. Dieser Honig ist aber auch anders, als jener im Supermarkt. Er kristallisiert viel schneller ;)

foisseur
12.02.2009, 09:53
Nein - was vorerst übrig bleibt ist der Wintervorrat der Bienen.
Wozu sollte sonst der Imker, wenn er Honig entnimmt, Ersatz einfüllen?!

Weil er zuviel wegnimmt :rolleyes:

foisseur
12.02.2009, 09:54
HALT HALT HALT - das stimmt nicht. :sn: Bienen machen den Honig nicht einfach so
oder für uns oder er bleibt übrig - nein - Bienen ernähren sich von ihrem Honig!

Und natürlich haben es Bienen nicht einfach - kaum mehr bunte, wilde Felder, etc.,
aber das ist ein anderes Thema.

Das gehört aber dazu!!!!
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man für Fütterpflanzen für Bienen und Co. sorgen ;)

siamori
12.02.2009, 09:55
Guck z.B. mal hier, sehr übersichtlich und verständlich, wie ich finde:

http://www.die-tierfreunde.de/index.html?http://www.die-tierfreunde.de/inhalte/info/schutz/honig/honig.htm

Aha! Sorry, aber das ist mir echt zu heftig. Veganer sind mir zu radikal.

Dann dürfte man auch soviele Pflanzen (Getreide, Gemüse) nicht essen, weil man durch den Anbau anderen Tieren den Lebensraum wegnimmt :rolleyes:

Es kommt docha uf das Gleichgewicht der Natur an, es soll ein Geben und ein Nehmen sein.

Gerade Honig ist schon soooo lange ein Bestandteil der menschlichen Ernährung, und früher haben sie den Honig nicht durch Zuckerwasser ersetzt...

Also ich weiß nicht, das geht mir dann zu weit. Sorry! :bl:

siamori
12.02.2009, 09:56
Weil er zuviel wegnimmt :rolleyes:

;) :tu:

K2008
12.02.2009, 09:56
Das gehört aber dazu!!!!
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man für Fütterpflanzen für Bienen und Co. sorgen ;)

Selbstverständlich - keine Frage; das wollte ich damit nicht sagen.

GabiLE
12.02.2009, 09:56
Und was ißt Du dann?

Flocken zum Frühstück und die sind dann Bio :D, Mittag meist Rester vom Vortag, da es abends entweder irgendwas gemüsiges-auflaufiges gibt oder Salat.

siamori
12.02.2009, 09:57
So war es früher auch und gute Imker halten sich daran. Dieser Honig ist aber auch anders, als jener im Supermarkt. Er kristallisiert viel schneller ;)

:t: ich kaufe Honig nur beim Imker :t:

GabiLE
12.02.2009, 09:58
Warum backst du denn selbst kein Brot? :D

Hatte ich überlegt, aber ich ess so oder so kaum Brot.

siamori
12.02.2009, 09:59
:bow: Zumindest habe ich heut schon was gelernt! :tu: :D

Oriental Cats
12.02.2009, 09:59
Ach, Bäcker ist auch so ein Thema :( Ich wohne in der Innenstadt, aber alle Bäcker in der näheren Umgebung gehören irgendwelchen Ketten an. Seltsamerweise vertrage ich deren Brot nicht. Woran das wohl liegen mag :rolleyes:


:t: selbst kleine Bäckereien verwenden für ihre Brote schon fertige Backmischungen - nur noch aufreißen und schon geht's los :o - Individualität ? nee, der Kunde frisst auch diese Brote :sn: so hat es mir die Ehefrau des Bäckers verraten, als ich mich über diese eigenartigen Gebilde beschwerte :o

:tu: zum Glück gibt es in München und Umgebung die Hofpfisterei, die schreiben Tradition, Handwerk und Ökologie noch auf ihre Fahnen :tu:

foisseur
12.02.2009, 09:59
Selbstverständlich - keine Frage; das wollte ich damit nicht sagen.

Solltest diese Buch einmal lesen http://bookview.libreka.de/retailer/urlResolver.do?id=978380016625 1&retid=100003#X2ludGVybmFsX1Bya W50RmlkZWxpdHk/eG1saWQ9OTc4MzgwMDE2NjI1MS82Jm ltYWdlcGFnZT02 ;). Da kannst du auch weiterblättern!

K2008
12.02.2009, 09:59
Weil er zuviel wegnimmt :rolleyes:

Klar - wenn er nur wenig wegnimt, haben weniger Bienen zu wenig für den Winter.

schnutefreddy
12.02.2009, 10:00
*abklatsch* Genauso sehe ich das auch.

Wir haben hier sogar einen Vorreiter in der Supermärktelandschaft. Unser KONSUM, aus der DDR-Verkaufsgesellschaft hervorgegangen, eine Genossenschaft, an der man sich beteiligten kann, nimmt bewußt lokale Anbieter ins Sortiment :tu:

Wenn ich mich an die Backwaren meiner DDR-Kindheit zurückerinnere, sehe ich da heute nur selten Übereinstimmungen. Jeder Ossi kann ein Lied davon singen, dass mit dem Westen die Watte-Luft-Brötchen Einzug hielten, die eigentlich nur aus "Hülle" bestehen und nach nichts schmecken. Meine Kindheitsbrötchen waren gefüllt mit schönem, festen Teig.


Echt mal!!! Wo ist die gute alte Schrippe hin? :mad:


... Man muß halt zum Bäcker gehen. ...

Wenn die "Bäcker" in der Stadt aber vorrangig "Backfactory" und "BackWerk" heißen und deren Waren für sehr wenig Geschmack sehr hohe Preise hat? Auch hier wird Qualität vorgegauckelt, aber lediglich Masse angeboten.


Darum geht es Tierschützern doch gar nicht!

Es geht darum, den Tieren dann nicht ihren Honig zu klauen.
Überleg mal:
Die brauchen den doch - das ist ihre natürliche Nahrung.
Der Imker, der den Honig - sozusagen raubt - ersetzt diesen mit
billigem 'Zuckerwasser'. Das ist aber nicht sehr nahrhaft und
darum sterben Bienen viel schneller, als sie es eigentlich müßten.

Ich bin zwar auch nicht für raffinierten Zucker und nicht für
Tierschutz auf biegen und brechen (gegen die Umwelt), aber
es lohnt sich schon hier und da mal ein bißchen tiefer zu blicken...

Ja richtig, tiefer blicken. Aber die Verfasser dieser Website haben anscheinend nicht in die Tiefen eines Ölbohrloches geguckt :rolleyes:



....

Übrigens haben wir als Endverbraucher gerade bei den Eiern schon viel erreicht, habe letztens in der Zeitung gelesen, dass Bio-Eier der Nachfrage nicht mehr nachkommen können und Käfig-Eier Ladenhüter sind! :tu:

Mir ist im Supermarkt ein "Hühnergroßbetrieb" aufgefallen, der sowohl Käfigeier, als auch Bio - Eier verkauft hat. Das war mir etwas suspekt. Nur mal angenommen (ich weiß nicht, ob es so ist) er stockt seinen Bio - Eier Kontingent mit Käfigeiern auf, weil er der inzwischen hohen Nachfrage nach Bio - Eiern nicht mehr nachkommen kann. Dazu ein Tipp: Eier aus Freilandhaltung und Bio- Eier haben eine kräftigere Schale. Bei Käfigeiern bricht die Schale sehr leicht; das liegt am Langzeitstress und der geringen Futterqualität der Hühner.

K2008
12.02.2009, 10:01
Solltest diese Buch einmal lesen http://bookview.libreka.de/retailer/urlResolver.do?id=978380016625 1&retid=100003#X2ludGVybmFsX1Bya W50RmlkZWxpdHk/eG1saWQ9OTc4MzgwMDE2NjI1MS82Jm ltYWdlcGFnZT02 ;). Da kannst du auch weiterblättern!

Interessant, Danke, aber ich habe schon jetzt einen Hummel-Garten. :-) :tu:

Oriental Cats
12.02.2009, 10:02
Das gehört aber dazu!!!!
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man für Fütterpflanzen für Bienen und Co. sorgen ;)

Richtig :tu:

:t: Auch wenn der Nachbar mit seinem super gepflegten, sterilen Garten sagt: "Schau dir doch mal diese S.chlamper an" :floet: :p

foisseur
12.02.2009, 10:03
Interessant, Danke, aber ich habe schon jetzt einen Hummel-Garten. :-) :tu:

Super :tu::tu:
Bei mir kreucht und fleucht auch alles mögliche :wd::wd:

foisseur
12.02.2009, 10:06
Richtig :tu:

:t: Auch wenn der Nachbar mit seinem super gepflegten, sterilen Garten sagt: "Schau dir doch mal diese S.chlamper an" :floet: :p

:t: Bei mir wird nur noch gelächelt :rolleyes:
Im Frühjahr bekommen die Blindschleichen und Zauneidechsen einen neuen Steingarten zum Sonnen ;) und die Bienchen eine echte Quitte, eine Apfelbeere und eine rote Nuss ;)

siamori
12.02.2009, 10:29
Mir ist im Supermarkt ein "Hühnergroßbetrieb" aufgefallen, der sowohl Käfigeier, als auch Bio - Eier verkauft hat. Das war mir etwas suspekt. Nur mal angenommen (ich weiß nicht, ob es so ist) er stockt seinen Bio - Eier Kontingent mit Käfigeiern auf, weil er der inzwischen hohen Nachfrage nach Bio - Eiern nicht mehr nachkommen kann. Dazu ein Tipp: Eier aus Freilandhaltung und Bio- Eier haben eine kräftigere Schale. Bei Käfigeiern bricht die Schale sehr leicht; das liegt am Langzeitstress und der geringen Futterqualität der Hühner.

Das ist natürlich die andere Seite. :s: Aber als Verbraucher muss ich mich erstmal darauf verlassen können, dass das, was auf den Eiern steht, auch in den Eiern drin ist. ;)

Wie soll ich denn beim Kauf sehen, ob die Schale kräftig ist oder nicht? :?:

Ehrlich gesagt, wir kaufen ja nur Bio-Eier, und bislang hatte ich immer den Eindruck, dass die Schale brüchig ist...sind jetzt alle Eier, die ich gekauft habe, Betrug? :cofused:

Oriental Cats
12.02.2009, 10:30
:floet: soll ich euch mal den Appetit auf Forelle, Karpfen und Co. verderben :floet: bin Angler :floet:

:o nein, das mache ich nicht :sn: das wäre gemein :eek: :sn:

GabiLE
12.02.2009, 10:32
:floet: soll ich euch mal den Appetit auf Forelle, Karpfen und Co. verderben

Na, los! Ich ess die eh nicht :D

Oriental Cats
12.02.2009, 10:35
Das ist natürlich die andere Seite. :s: Aber als Verbraucher muss ich mich erstmal darauf verlassen können, dass das, was auf den Eiern steht, auch in den Eiern drin ist. ;)

Wie soll ich denn beim Kauf sehen, ob die Schale kräftig ist oder nicht? :?:

Ehrlich gesagt, wir kaufen ja nur Bio-Eier, und bislang hatte ich immer den Eindruck, dass die Schale brüchig ist...sind jetzt alle Eier, die ich gekauft habe, Betrug? :cofused:

Im Winter haben auch die Eier der ECHTEN Mistkratzer eine dünnere Schale als im Frühjahr, Sommer, Herbst.

:?: Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe einen Bauern, dessen Hennen frei rumlaufen können? Der verkauft auch geschlachtete Hühnchen ..... dann magst du nie wieder welche von Wiesenhof und Co. :D :eek:

siamori
12.02.2009, 10:43
Im Winter haben auch die Eier der ECHTEN Mistkratzer eine dünnere Schale als im Frühjahr, Sommer, Herbst.

:?: Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe einen Bauern, dessen Hennen frei rumlaufen können? Der verkauft auch geschlachtete Hühnchen ..... dann magst du nie wieder welche von Wiesenhof und Co. :D :eek:

Ah, dann kann es daran liegen (hofentlich) :o

Naja, ich wohne mitten in der Stadt :) Da muss ich sicher ein Stück fahren :?:

Muss mal googeln, ob es sowas in unserer Nähe gibt :?:

foisseur
12.02.2009, 10:49
Im Winter haben auch die Eier der ECHTEN Mistkratzer eine dünnere Schale als im Frühjahr, Sommer, Herbst.

:?: Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe einen Bauern, dessen Hennen frei rumlaufen können? Der verkauft auch geschlachtete Hühnchen ..... dann magst du nie wieder welche von Wiesenhof und Co. :D :eek:

:tu::tu::tu:
Du kennst auch nur gutes Essen ;)

Oriental Cats
12.02.2009, 10:53
Na, los! Ich ess die eh nicht :D

Wie gesagt, es gibt rühmliche Ausnahmen .....
Nehmen wir mal die Forellenzucht ....... :0(

Es werden extrem viele Tiere auf engstem Raum gehalten, der Stress bringt sie so weit, dass sie sich gegenseitig die Brustflossen anknabbern. Wo viele Tiere eingepfercht sind, gibt es die Gefahr von Krankheiten. Also ABs und zwar in Massen und "Spezialfutter". Eine Zuchtforelle braucht z.B. zum Erreichen von 350 g nur noch 1/3 der Zeit wie eine frei lebende.

Das alles bekommt der Konsument nicht mit, kauft er doch lieber die fertigen Filets ohne Haut, geräuchert und schick in Folie eingeschweißt. Er wundert sich, warum die leckeren Forellen so trocken sind. :D Vielleicht hat es ja auch den Vorteil, dass die Fischesser dank der ABs nicht mehr so schnell krank werden. :floet:

Es ist ein unsagbares Schindluder, was da mit der Kreatur Fisch getrieben wird. :mad: Und meines Wissens ist noch nie eine Verbraucherschützer-Organisation dieser Sache nachgegangen. :?:
:0( jeden Tag holen die Züchter Dutzende verendeter Tiere aus ihren Teichen, fahren sie mit dem Schubkarren weg - wohin? ich weiß es nicht. :0(

GabiLE
12.02.2009, 10:58
jeden Tag holen die Züchter Dutzende verendeter Tiere aus ihren Teichen, fahren sie mit dem Schubkarren weg - wohin?

Schweinemast? ist doch praktisch, brauch ich der Sau weniger AB zu spritzen :rolleyes:

foisseur
12.02.2009, 11:00
Wie gesagt, es gibt rühmliche Ausnahmen .....
Nehmen wir mal die Forellenzucht ....... :0(

Es werden extrem viele Tiere auf engstem Raum gehalten, der Stress bringt sie so weit, dass sie sich gegenseitig die Brustflossen anknabbern. Wo viele Tiere eingepfercht sind, gibt es die Gefahr von Krankheiten. Also ABs und zwar in Massen und "Spezialfutter". Eine Zuchtforelle braucht z.B. zum Erreichen von 350 g nur noch 1/3 der Zeit wie eine frei lebende.

Das alles bekommt der Konsument nicht mit, kauft er doch lieber die fertigen Filets ohne Haut, geräuchert und schick in Folie eingeschweißt. Er wundert sich, warum die leckeren Forellen so trocken sind. :D Vielleicht hat es ja auch den Vorteil, dass die Fischesser dank der ABs nicht mehr so schnell krank werden. :floet:

Es ist ein unsagbares Schindluder, was da mit der Kreatur Fisch getrieben wird. :mad: Und meines Wissens ist noch nie eine Verbraucherschützer-Organisation dieser Sache nachgegangen. :?:
:0( jeden Tag holen die Züchter Dutzende verendeter Tiere aus ihren Teichen, fahren sie mit dem Schubkarren weg - wohin? ich weiß es nicht. :0(

Es wird doch normalerweise genau berechnet, wieviele Fische Platz haben :?::?: und sie leben doch frei in den Weihern :?::?:. Auch mit Zu und Ablauf.
Ab und zu holt sich allerdings der Reiher ein paar.
Bei den Karpen sind manchmal auch Krebse mit im Weiher. Die zeigen noch ein gutes Wasser an, oder :?::?:

Oriental Cats
12.02.2009, 11:01
:tu::tu::tu:
Du kennst auch nur gutes Essen ;)

:t: es soll hier Menschen geben, die behaupten ich sei ein Feinschmecker :eek: :sn: :floet:

siamori
12.02.2009, 11:02
Zum Glück ess ich keinen Süßwasserfisch! :s: :o

Und sonst auch nur Fisch, der vom WWF als unbedenklich eingestuft wurde.

http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/ueberfischung/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/annehmbar-gute-wahl/

foisseur
12.02.2009, 11:03
:t: es soll hier Menschen geben, die behaupten ich sei ein Feinschmecker :eek: :sn: :floet:

:t: Kann ich nur bestätigen :tu:. Gehörst auch zu den Gschlegerten ;)

Oriental Cats
12.02.2009, 11:10
Schweinemast? ist doch praktisch, brauch ich der Sau weniger AB zu spritzen :rolleyes:
:D :sn:

Es wird doch normalerweise genau berechnet, wieviele Fische Platz haben :?::?: und sie leben doch frei in den Weihern :?::?:. Auch mit Zu und Ablauf.
Ab und zu holt sich allerdings der Reiher ein paar.
Bei den Karpen sind manchmal auch Krebse mit im Weiher. Die zeigen noch ein gutes Wasser an, oder :?::?:

Der Karpfen benötigt mehr Fläche, wird 1x im Jahr "geerntet", die Weiher werden anschließend gesäubert. Ein Karpfenweiher ist sehr flach, da die Tiere Wärme brauchen. Ja, Krebse zeigen hohe Wasserqualität an :tu: aber was die Karpfen zu fressen bekommen steht auf einem anderen Blatt. :s:

Die Forelle benötigt frisches, fließendes Wasser und vor allem tiefere Weiher, damit die Erwärmung im Sommer nicht zu groß wird und der Sauerstoffgehalt stimmt. Viele Züchter haben Sprudler in ihren Becken. Es werden stets nur Tiere gleicher Größe gehalten (sie sind Raubfische) und das ganze Jahr über kann "geerntet" werden. Je mehr Fische ich im Weiher habe, desto größer der Reibach.

foisseur
12.02.2009, 11:16
Die Forellenbecken sind bei uns häufig in kleinen Waldstücken versteckt und werden durch die Bäche mit ständig frischem Wasser gefüllt.
Karpfen kann man doch erst nach drei Jahren essen.
Viele Bauern füttern das übrig gebliebene Brot, Brötchen vom Bäcker den Karpfen :o. Das freut die Enten immer sehr ;)

K2008
12.02.2009, 11:24
Aha! Sorry, aber das ist mir echt zu heftig. Veganer sind mir zu radikal....Also ich weiß nicht, das geht mir dann zu weit. Sorry! :bl:

Kein Problem... und die Blume wäre doch auch gar nicht nötig gewesen. ;)

Ich bin selbst kein 100%iger Veganer, auch wenn ich persönlich leicht
auf Honig verzichten kann und dies größtenteils auch mache, und selbst
wenn ich Veganer wäre bin ich ein toleranter und friedliebender Mensch.



Gerade Honig ist schon soooo lange ein Bestandteil der menschlichen Ernährung...

Es gibt viel, was schon lange irgendwie ist und darum trotzdem nicht gut
geheißen werden kann.
Wie schön, daß z.B. irgendwann das Frauenwahlrecht eingeführt wurde.
Wenn das immer so geblieben wäre wie es war... :)

Aber - egal - in dem Link wird eben, wie ich finde, sehr gut verständlich
erklärt, was die Biene macht und braucht. Das hattest Du ja nicht gewußt.

Liebe Grüße... & einfach auch mal ein Blümchen zurück: :bl:

Oriental Cats
12.02.2009, 11:38
Die Forellenbecken sind bei uns häufig in kleinen Waldstücken versteckt und werden durch die Bäche mit ständig frischem Wasser gefüllt.
Karpfen kann man doch erst nach drei Jahren essen.
Viele Bauern füttern das übrig gebliebene Brot, Brötchen vom Bäcker den Karpfen :o. Das freut die Enten immer sehr ;)

Das ist natürlich der Idealzustand :tu:

Ja, in der Regel sind Karpfen 2- oder 3-sömmrig bevor sie verkauft werden. Man arbeitet hier wie in einer 3-Felder-Wirtschaft oder setzt sie in größere Teiche um. :)

foisseur
12.02.2009, 11:49
Das ist natürlich der Idealzustand :tu:

Ja, in der Regel sind Karpfen 2- oder 3-sömmrig bevor sie verkauft werden. Man arbeitet hier wie in einer 3-Felder-Wirtschaft oder setzt sie in größere Teiche um. :)

Genauso ist es bei uns ;). :t: Anders kenn ich das gar nicht ;)

siamori
12.02.2009, 12:11
Es gibt viel, was schon lange irgendwie ist und darum trotzdem nicht gut
geheißen werden kann.
Wie schön, daß z.B. irgendwann das Frauenwahlrecht eingeführt wurde.
Wenn das immer so geblieben wäre wie es war... :)



Ich bin auch kein Befürworter von "alles soll so bleiben, wie es ist und schon immer war" :sn: Im Gegenteil, aber man muss da schon ein wenig differenzieren.

Der Mensch lebt nunmal von der Natur, und das wird auch immer so bleiben.
Und dazu gehören nunmal auch z.B. Bienen.

Unsere Aufgabe ist es, die Natur zu achten und zu erhalten. Trotzdem werden wir nicht umhin kommen, sie zu nutzen.

:t: Ich verteile gern mal ein Blümchen:t: :bl: :D

Katzenzahn
12.02.2009, 12:25
Weil ihr so schön beim Essen seid.

Ich empfehle mal ein Buch:
Wo die glücklichen Hühner wohnen; Vom richtigen und vom falschen Essen, Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer von Lübbe (Gebundene Ausgabe - 14. Oktober 2008)


Massentierhaltung ist schlimm genug.
Wenn dann aber die Produkte daraus auch noch nach der Schlachtung schlecht behandelt werden, ist das mindestens genau so schlimm.

schnutefreddy
12.02.2009, 12:27
Zum Glück ess ich keinen Süßwasserfisch! :s: :o

Und sonst auch nur Fisch, der vom WWF als unbedenklich eingestuft wurde.

http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/ueberfischung/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/annehmbar-gute-wahl/

:tu:

Hier ist mein Steckenpferd der Lachs aus dem nordameriaknischen Pazifik. Die regionale Fischerei wurde durch Lachsfarmen derart in Bedrängnis gebracht, dass nun der lokale Lachsbestand in großer Gefahr ist. Deshalb schauen wir gerade beim Kauf von Lachs darauf, wo er herkommt. Lachsfarmen (überhaupt Fischfarmen) an sich sind schon kritisch zu betrachten. Denn die Farm befindet sich ja in Küstengewässern, und dort hinein gelangen dann die ganzen Antibiotika, und von dort ins offene Meer. Danke nochmal dafür, liebe Lachsfarmen!

Schaut mal hier: http://www.raincoastresearch.org/home.htm Und dort besonders: "salmon farming". Ich habe das Buch von Alexandra Morton gelesen - sehr empfehlenswert, hier schreibt sie auch, wie sie darauf kam, sich für ihre regionalen Lachsfischer und gegen die örtlichen Lachsfarmen einzusetzen.:
http://www.amazon.de/Sinfonie-Wale-Leben-Riesen-Meere/dp/349224291X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1234437833&sr=8-1

Oriental Cats
13.02.2009, 07:07
:tu:

Hier ist mein Steckenpferd der Lachs aus dem nordameriaknischen Pazifik. Die regionale Fischerei wurde durch Lachsfarmen derart in Bedrängnis gebracht, dass nun der lokale Lachsbestand in großer Gefahr ist. Deshalb schauen wir gerade beim Kauf von Lachs darauf, wo er herkommt. Lachsfarmen (überhaupt Fischfarmen) an sich sind schon kritisch zu betrachten. Denn die Farm befindet sich ja in Küstengewässern, und dort hinein gelangen dann die ganzen Antibiotika, und von dort ins offene Meer. Danke nochmal dafür, liebe Lachsfarmen!

Schaut mal hier: http://www.raincoastresearch.org/home.htm Und dort besonders: "salmon farming". Ich habe das Buch von Alexandra Morton gelesen - sehr empfehlenswert, hier schreibt sie auch, wie sie darauf kam, sich für ihre regionalen Lachsfischer und gegen die örtlichen Lachsfarmen einzusetzen.:
http://www.amazon.de/Sinfonie-Wale-Leben-Riesen-Meere/dp/349224291X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1234437833&sr=8-1

:tu::tu::tu:

Ein Problem der Lachsfarmen speziell in den norwegischen Fjorden ist auch, dass durch die enorme Fütterung dieser Fische, die frei lebenden Lachse angelockt werden. Sie infizieren sich dort mit allen möglichen Krankheiten und tragen diese dann in die natürliche Population. Es ist eine Schande, wie mit diesen Aquakulturen der frei lebende norwegische Lachsbestand ruiniert wird. :(
In Norwegen kostet 1 kg Lachs aus diesen Kulturen deutlich weniger als z.B. 1 kg Schweinefleisch :s: mehr muss man wohl nicht sagen. :o

schnutefreddy
13.02.2009, 12:00
:tu::tu::tu:

Ein Problem der Lachsfarmen speziell in den norwegischen Fjorden ist auch, dass durch die enorme Fütterung dieser Fische, die frei lebenden Lachse angelockt werden. Sie infizieren sich dort mit allen möglichen Krankheiten und tragen diese dann in die natürliche Population. Es ist eine Schande, wie mit diesen Aquakulturen der frei lebende norwegische Lachsbestand ruiniert wird. :(
In Norwegen kostet 1 kg Lachs aus diesen Kulturen deutlich weniger als z.B. 1 kg Schweinefleisch :s: mehr muss man wohl nicht sagen. :o

Das ist ein generelles Manko: Das Problem ist ja gerade, dass ortsfremde Lachse in diesen Farmen gehalten werden (also atlantischer Lachs in Pazifischen Gewässern z.b.), weshalb wiederum die Antibiotikagabe so ein Problem darstellt und regionale Lachse an mitgebrachten Parasiten und Krankheiten erkranken. :man:

Aber zurück zum Thema: Somit hat jeder ein "Sorgenkind" auf das er aufmerksam geworden ist (Massentierhaltung - Biofleisch / Katzennot - Kastration / Farmfische - regionale Fischerei / Pelzmäntel,Robbenjagd - PETA ...). Meiner persönlichen Meinung nach wird es deshalb immer wichtiger, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Problemen zu sehen! ... Und zu handeln, z.B. indem man sein Konsumverhalten bedenkt und gegebenenfalls anpasst. Deshalb habe ich überhaupt bei der Preisaufstellung für Fleisch auf das Thema Massentierhaltung hingewiesen, denn artgerechte Fütterung betrifft nicht nur unsere Haustiere sondern auch unsere Futtertiere. Ich denke hier schließt sich der Kreis.

schnutefreddy
13.03.2009, 11:45
Moin,

Eines meiner liebsten Bücher ist von Alexandra Morton ("Sinfonie der Wale"). Sie ist Biologin und erforscht die Orcas in ihrer Bucht in British Columbia (Kanada). Über diese Forschungsarbeit ist sie auf das Problem der lokalen Lachsfarmen gestoßen. Davon schrieb ich hier auch bereits.

Diese Farmen setzen im großen Maßstab Antibiotika für ihre Farmfische ein, um sie vor Seeläusen zu schützen. Das Problem: Diese hartnäckigen Seeläuse haben sie selbst aus ihren eigenen Gewässern eingeschleppt (Es handelt sich hier um atlantischen Lachs, der im Pazifik gezüchtet wird!). Ihre "Hausparasiten" machen jetzt aber dem wilden Lachs zu schaffen, weshalb die Wildlachspopulation dort immer weiter zurückgeht.

Hier in Deutschland essen wir ja so gerne Lachs. Die meisten Lachse aus dem Supermarkt sind aus Farmen (vor allem Kanada und Skandinavien). Überall dort wo es Lachsfarmen gibt, besteht das Problem, das wilde Fische in Mitleidenschaft geszogen werden.

Lange Rede, viel Sinn! Hier mal ein Film, für die die es interessiert, wo ihr Lachs herkommt.

http://www.callingfromthecoast.com/ (der Film heißt: In a Nutshell- the problems with salmon farming in BC)

und ebenso:

http://www.callingfromthecoast.com/video-test-page/medevacing-salmon/?tubepress_id=gHOkeEYGPUs