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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : trauer um meinen hund



tine
12.04.2002, 23:51
hallo
wir mußten letztes jahr am 13.oktober meinen mischlingshund chap einschläfern lassen. er hatte analtumore, außen- und innenliegende. er wurde mit hormonspritzen behandelt. festgestellt habe ich es durch einen dummen zufall am 24.märz letzten jahres. (die daten bleiben wahrschinlich für den rest meines lebens in meinem kopf) da habe ich meinen geburtstag nachgefeiert und war mit ihm gassi. als ich wiederkam, hat er sich auf den boden gesetzt und sein hinterteil daran gerubbelt... alles war dann blutig. ich bin sofort mit ihm zum tierarzt, der mir sagte, daß es ein tumor ist, der operabel ist. als ich jedoch am nächsten werktag bei meinem haustierarzt war, konnte er dieses nicht bestätigen. er hat mir von einer operation eher abgeraten, da dieses nur noch qualen für ihn mitsich bringen würde. wir konnten ihn mit den spritzen beahndeln, das ich geren in kauf genommen habe. er hatte zwei außenliegende tumore, die dann nach monaten immer mehr gewachsen sind. dann ging es auf einmal alles sehr schnell. die sind soweit gewachsen, daß erst einer aufgeplatzt ist und dann der andere. ich konnte nichts gegen die blutung machen. es gnig ihm bestimmt nicht gut, das habe ich an seinen traurigen augen gesehen. dennoch mache ich mir vorwürfe. ich weiß nicht, was ich machen soll. er fehlt mir so. es ist jetzt so leer hier. keiner bellt, keiner begrüßt einen schwanzwedelnd. mein armer chap wurde nur 9 jahre alt. ich bin totunglücklich
liebe grüße tine

Bibbilotta
17.04.2002, 21:08
Hallo Tine!

Es ist furchtbar, wenn wir einen lieben Freund loslassen müssen. Aber seien wir froh, dass unsere Tiere nicht leiden müssen und wir sie erlösen können. Ich selber habe meinen Dobermann mit 2,5 Jahren einschläfern lassen müssen. Es war die Hölle und ich vermisse ihn immer noch. Das war am 3.7.2000 (!). Ich denke auch heute noch oft an ihn, obwohl ich seit letztem Jahr (August) eine Hündin habe. Die liebe ich auch über alles, aber meinen Jacky vergesse ich nie. Es ist schwer jemanden trösten zu wollen, ja eigentlich unmöglich. Du wirst immer traurig sein, wenn Du an Chap denkst, aber irgendwann denkst Du nur noch an die schönen Zeiten.

Hast Du einen Neuen ? Dann sei nur so fair und vergleich die beiden nicht miteinander. Es wird nie einen neuen Chap geben. Jeder Hund hat etwas eigenes, etwas faszinierendes. Kopf hoch und nach vorn schauen, es geht weiter (auch wenn es schwer fällt).

Ich wünsch Dir alles Gute.

Bibbi mit Tessi (aus dem Tierheim, suopersüüüüß)

tine
17.04.2002, 21:22
hallo
danke schön für deine antwort.
das tut mir leid, daß du deinen hund schon so früh einschläfern lassen mußtest. was hatte er denn?
es ist wirklich schrecklich, wenn man jemanden verliert.
leider habe ich keinen neuen hund. ich kann mir leider keinen anschaffen, weil ich berufstätig bin. als ich chap gekauft hatte, wohnte ich noch bei meinen eltern. als ich ausgezogen bin, hatte ich ihn hier, wenn ich am nächsten tag frei hatte.... also meistens an wochenenden. oder wenn ich ihn vor der arbeit am nächsten morgen zu meinen eltern gebracht hatte.
leider wollen sie keinen hund mehr, sonst hätte ich mir schon längst einen gekauft. denn nur so, wie es mit chap war (ich meine damit, daß auch meine eltern ihn haben) würde es gehen. im moment macht mein freund zibvildienst und er hat immer nachtschicht. also könnte ich jetzt bis oktober auch einen hund haben,... aber was dann???
ich finde es total schade, denn, wer weiß vielleicht würde ich so etwas abgelenkt sein. ich liebe hunde und gehe total gerne mit einem spazieren und beschäftige mich gerne mit einem hund. kurz gesagt, ich habe wirklich total gerne einen hund um mich.
mir fehlt mein chap. es hört sich jetzt vielleicht dumm an, aber ich sage mir immer wieder, daß er noch bei mir ist.... er sieht mir bestimmt noch zu....
ich würde auch niemals einen anderen hund mit chap vergleichen. chap war und ist für mich noch immer ein besonderer hund. ein anderer hund wäre wieder ein anderer.
chap wird immer in meinem herzen bleiben.
liebe grüße tine

Topsy
18.04.2002, 10:52
Hallo Tine,

vielleicht kannst Du Dich im Tierschutz arrangieren und z.B. Tierheimhunde ausführen. Es ist zwar nicht so, als wenn es der eigene Hund ist, aber es ist Balsam für die Seele, etwas für arme Tiere zu tun und Du bist zumindest für eine kurze Zeit abgelenkt.
Die Trauer wird gewiß noch eine Zeit dauern, aber Du hast das Richtige getan und Chip nicht leiden lassen, da kann ich mich dem anderen Beitrag nur anschließen.
Eine Bekannte von mir, führt den Nachbarshund aus, weil sie arbeitet und keine Zeit für einen eigenen hat. Für den Hund ist es ideal, denn sein Frauchen ist alt und kann dem Hund keinen richtigen Auslauf geben und die Kleine freut sich riesig, wenn meine Bekannte kommt. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für Dich...
Aber egal was Du machst, Chap wird immer seinen Platz in Deinem Herzen behalten und kein Hund wird ihn jemals ersetzen können, weil jeder Hund einmalig ist und das ist auch gut so...

Ich wünsche Dir viel Kraft und vor allem wünsche ich Dir, dass die Trauer vergeht und nur glückliche Erinnerungen bleiben.

Liebe Grüße

Elke :)

Paris
18.04.2002, 20:48
Hallo Tine.
Das mit Chap tut mir sehr leid. Ich habe es selbst erlebt. Mein Husky Bonifazius musste mit 8 Jahren wegen Krebs eingeschläfert werden. Man hätte ihn operieren können und ihm alle 4 Wochen spritzen müssen. Aber er hätte sich nur gequält. Deshalb entschied ich mich für den "Gnadentot". Ich bereue das noch heute nicht. Ich weiß dass es richtig war.
Dies war im November 2000.
Ich wollte keinen neuen Hund. Ich habe noch vier Pferde, damals war es noch ein Fohlen dazu, die haben mich sehr abgelenkt. Das tat richtig gut. Deshalb kann man ja im Tierheim nach Pflegehunden fragen. Die Angestellten, und vor allem die Tiere, freuen sich sehr darüber.
Aber jedenfalls, es waren 3 Tage vor Heiligabend 2000, sitze ich so in der U-Bahn nach Hause, da steigt ein kleiner Hund ein. Sein Aussehen ist echt genial. Rehbeine, Schmetterlingsohren, die Farben eines Schäferhundes. Man kann ihn kaum beschreiben. Er schien seinen Herrn verloren zu haben, dennoch sah er gepflegt aus. Mein erster Gedanke: Ausgesetzt. Ich hasse sowas. Alle Leute drehten sich weg, wollten nicht mit dem Problem konfrontiert werden. Der Hund, damals ein Dreivierteljahr alt, setzte sich vor mich und sah mich an. Ich fragte noch rum, wem er gehöre, aber niemand sagte Ja, der gehört mir.
Er wich mir nicht mehr von der Seite. Ich musste ihn notgedrungenermaßen mitnehmen. Unser Butler öffnete zuhause die Tür und sah mich verwundert an. Ich erzählte ihm die ganze Story und meine Eltern kamen vorbeigerauscht. Die mussten auf einem Empfang. Als sie den Hund sahen, hielten sie inne. Auch ihn erzählte ich alles haarklein. Meine Mutter meinte, ich solle erst mal ein Foto von ihm machen und ins Internet stellen. Und in Frankfurt auf Vermisstenplakate achten. Nichts.
Ich ging natürlich mit ihm zum Tierarzt und es stellte sich herraus, dass es eine Hündin ist. Sie erhielt den Namen Sárga, das ist ungarisch und heißt Fuchs. Sárga hat Angst, wieder allein gelassen zu werden und verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Sie hört auf alles was ich sage. So etwas wird es nie wieder geben.
Warum ich das erzähle? An dem Tag, bevor ich Sárga fand, wollte ich auch erst mal noch keinen Hund. Und ich mochte so kleine auch nicht. Aber es hat sich etzwas verändert. Ich fühle mich verantwortlich, egal ob mein Hund oder irgendein Tierheimhund.
Howgh, Noëlle alias Paris hat gesprochen!!!

tine
18.04.2002, 22:44
danke schön für eure beiträge.
daran habe ich anfangs auch g edacht, ein tier aus dem tierheim zu nehmen und mit ihm spazieren zu gehen. aber ich bin wieder von dem gedanken abgewichen, da ich weiß, daß es mich dann nur traurig machen wird, weil mir dann der hund leid tut und ich kann ihm nicht ein neues zu hause geben. auch wenn es ihm in dem moment gut geht, wenn ich mich mit ihm beschäftige.... nach ein paar stunden muß ich ihn wieder ins tierheim bringen:-(
ich bin schon mal mit den beiden hunden meiner freundin spazieren gegangen, das war besser, denn diese haben ein guten zu hause. aber es ist trotzdem nicht das richtige.
ich bin wirklich ziemlich traurig, vielleicht würde mich auch ein neuer hund ablenken, aber leider geht es nicht. ich kann ihn ja nicht ende des jahres, wenn mein freund wieder arbeite geht, den halben tag alleine lassen, während ich auf der arbeit bin. ist alles ziemlich blöd.
ich habe schon sehr schöne hunde im internet (tierheime und private anzeigen) gesehen... sogar bei mir in der nähe.

sowas wie dir, paris, müßte mir auch mal passieren..... das mir ein herrenloser hund zuläuft. ich denke, da würden meine eltern vielleicht nicht darauf bestehen, daß ich das arme tier ins tierheim bringe. aber wann passiert denn schon sowas?
andererseits ist es auch gut, daß nicht so viele herrenlose hunde hier rumlaufen, denn viele leute würden wegsehen (wie du es schon sagtest) und die tiere würden im tierheim landen oder wohlmöglich noch vor ein auto....
leute, die sich tiere anschaffen und es dann aussetzen, weil sie es nicht gebaruchen können und es sie wahrscheinlich noch dabei behindert in den urlaub zu fahren, die könnte ich..... schrecklich finde ich sowas. wenn man sich ein tier anschafft, dann sollte man es sich gründlich überlegen, ob man auf einige sachen auch verzichten kann usw.
liebe grüße tine

ich freue mich über jeden beitrag, denn das tröstet mich schon.

Topsy
19.04.2002, 11:33
Hallo Tine,

vielleicht überlegen es sich Deine Eltern ja noch. Es haben schon oft Leute gesagt, sie wollen keinen Hund mehr, aber sie hielten es nur ein paar Wochen ohne Hund aus und holten sich dann doch wieder einen.
Du könntest Deinen Eltern ja auch einen Tierheimhund vorstellen und vielleicht erweicht sein Schicksal dann ihr Herz. Allerdings weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist und ob es klappen würde, es war nur so ein Gedanke von mir.
Dass Du den Tierheimhund nach dem Gassigehen wieder zurückbringen müsstest ist hart, da stimme ich Dir zu, aber immerhin sind ein paar schöne Stunden für den Hund besser als keine.

Gruß

Elke

tine
20.04.2002, 01:34
ich denke, das mit meinen eltern kann ich vergessen. meine mama könnte sich vielleicht noch überreden lassen, aber nicht mein papa. der ist total dagegen. ich weiß nicht genau warum, habe nicht so mit ihm darüber gesprochen, möchte es auch nicht. meine mama sagte mir nur, daß ihm noch die sache mit chap naheliegt. klar, uns auch. er fehlt uns allen. und ich will auch nicht durch einen neuen hund, meinen chap vergessen. niemals. ich denke nur einfach, daß man vielleicht damit besser klar kommt, wenn man einen neuen hund hat. ich weiß es auch nicht so genau.

klar, dem hund aus dem tierheim würde ich bestimmt diese paar stunden etwas schönes g eben, aber dann...... ich müßte ihn wieder abgeben und ich wäre wieder traurig, vor allem auch wenn mich dann diese traurigen augen anschauen. ich glaube das kann ich nicht. ich weiß nicht, ob das jetzt ein egoistisches denken von mir ist, aber ich denke ich wäre dann nur noch trauriger. die tiere im heim tun mir einfach nur schrecklich leid. einerseits könnte ich ihm dann ein super zuhause bieten aber anderer seits ja nicht auf dauer, da es aufgrund der berufstätigkeit nicht ginge. ich kann doch einen hund nicht zmunten solange alleine zu bleiben.

es ist wirklich schrecklich. man steckt da in so einem teufelskreis. und egal wie man sich dreht und wendet, man kommt da einfach nicht raus.

liebe grüße, tine