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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Maine Coone Hüftdysplasie - Wer kann seine Erfahrungen mit uns teilen?



Falfa
30.01.2009, 02:34
Hallo,

wir haben zwei süße Maine Coones Mädchen (Geschwister). Die beiden sind 18 Monate alt und knuffig ohne Ende. Da bei einer eine beidseitige HD festgestellt wurde, hoffe ich, hier ein paar Erfahrungsberichte bekommen zu können.

Eine kurze Vorgeschichte, bevor meine eigentlichen Fragen kommen.

Leider waren sie beiden von Anfang an gesundheitlich nicht wirklich fit. Mittlerweile sind wir in der Tierklinik schon VIPs und werden von den Ärzten und Helferinnen schon von weitem erkannt :)

Bei beiden wurde schon relativ früh eine lt. Tierklinik vererbte Blutkrankheit festgestellt. Verzögerte Thrombinaktivierung nennt sich das, glaub ich (hab aber den Befund grad nicht zur Hand). Im Endeffekt etwas ähnliches wie ein Bluter beim Menschen. Klar, dass OPs da nicht gerade Freude machen und bspw. bei der Kastration dann auch gleich passendes Blutplasma bereitgestellt (und verwendet) wurde.

Eine der beiden hat dann allerdings auch noch eine "höchstgradige proliferativen Gingivitis" bekommen. Die Interferonbehandlung hat leider nicht richtig angeschlagen, so dass dann nach einiger Zeit eine Kortisontherapie begonnen wurde. Die Entzündung ist seither erheblich besser geworden. Ganz weg ist sie noch nicht aber ca. 90% besser als vorher.

Die Cortisontherapie hat aber leider auch dazu geführt, dass sie viel mehr gefressen hat als vorher. Da das in den ersten 13-14 Monaten nie das Problem war, steht bzw. stand das Trockenfutter durchgängig bereit (Asche über mein Haupt, haben wir jetzt auch umgestellt). Dadurch, dass die beiden doch extreme Wirbelwinde sind (allerdings keine Freigänger) hat sich das aufs Gewicht nie ausgewirkt.

Das ist nun leider komplett anders. Was wir leider viel zu spät bemerkt haben, ist die starke Gewichtszunahme. Coonies werden eh groß und schwer aber die Gewichtszunahme sollte maßvoll vonstatten gehen. Sie wiegt jetzt 7,9 kg, die Schwester (ohne HD, zumindest hat sich bisher nichts dementsprechendes gezeigt) knapp 6 kg (und eigentlich ist die noch ein wenig größer, kann aber auch am Ultralangen Schwanz hängen, Prachtstück kann man da nur sagen :). Sie hat in kurzer Zeit mehr als 2 kg zugenommen. Man hat das aber so gar nicht wirklich gesehen, lediglich der Bauch sieht aus, als hätte sie eine mittelgroße Kugel verschluckt. Alleine schon deswegen wollten wir ihr zur Tierklinik, zusätzlich kamen dann aber auf einmal noch "Lähmungserscheinungen" (anders kann ich das nicht ausdrücken) an den Hinterbeinen dazu. Sie hat (hab ich erst später erfahren) ab und an schon mal ein Bein nachgezogen. An dem Abend, bevor ich wegen des Bauchs zur Klinik wollte, hatte sie aber plötzlich Probleme beim Aufstehen und ist ein paarmal hinten weggesackt. 30 Sekunden später gings dann wieder. Beim Laufen schaukelte sie aber, als ob sie den Hintern hin und her bewegen würde und ein paarmal knickte sie dann auf einem Bein ein (kennt man ja selbst, wenn einem ein Bein einschläft). Also direkt noch zum Notdienst mit allen schlimmsten Befürchtungen, die man so haben kann.

Verschiedene Untersuchungen, auch ab zum röntgen und eine beidseitige Hüftdysplasie diagnostiziert (lt. der Nottierärztin zwar schlimm genug aber doch das kleinere Übel, weil sie bei meinem Anruf und meiner Kurzbeschreibung am Telefon zuerst auf was anderes getippt hatte)

Am nächsten Tag sind wir dann wieder hin, da der Chef dann auch da war und der orthopädisch besser bewandert sei. Diagnose wurde dann bestätigt, zusätzlich noch ein Problem mit der Kniescheibe, die springt ab und zu raus. Irgendwo stand noch was mit "Luxation", hab aber, wie gesagt, den Befund grade nicht zur Hand.

Im Moment geht es eigentlich ganz gut, sie bewegt sich nur verständlicherweise nicht wirklich viel und muss jetzt geregelt Gewicht reduzieren. Beim gehen kommt ab und zu nochmal so ein "Wegknicker", gestern hatte sie noch einmal kurz Probleme beim aufstehen. Zumindest kommt Sie aber noch auf alle Tische und die Küche. Springen geht also scheinbar schon noch. Nur ist die Gefahr halt groß, dass dabei dann irgendwann mal was rausspringt.

Sooo, das war mal die Vorgeschichte. Danke schon mal allen, die bis hierher gekommen sind, ich hoffe, es war nicht zu nervig.

Aufgrund der Probleme mit der Blutgerinnung ist eine OP lt. Tierarzt ziemlich heikel. Man sollte das also nur im Fall der Fälle machen, derzeit würde er aber so oder so noch warten, da die Probleme momentan nur vereinzelt und für kurze Zeit auftreten und, was am wichtigsten wäre, die Katze keine Anzeichen davon zeigt, dass sie mit der derzeitigen Problematik Schmerzen hätte. Gut, so genau weiß man das bei Miezies ja nie.

Worüber wir uns sehr freuen würde, wären Erfahrungsberichte HD geplagter Katzen bzw. von deren Besitzern. Welche Fragen ich da stellen könnte, weiß ich gar nicht so genau, da ich mich zwar bereits ein wenig mit dem Thema befasst habe, mir aber doch noch viele Grundlagenkenntnisse fehlen (die ich mir natürlich noch anlesen werde).

Wichtiger für uns wäre wirklich die Praxis, also kommen die Katzen gut oder schlecht damit zurecht, sind Operationen durchgeführt worden, wie sind die verlaufen, brachten die wirklich eine Verbesserung, .............................

Danke nochmal fürs Lesen.
Liebe Grüße, Falfa

Falfa
31.01.2009, 03:57
Hallo nochmal,

da uns die Problematik doch sehr am Herzen liegt, wollte ich nachfragen, ob jemand evtl. ein anderes Forum oder einfach ein "Nachschlagewerk" bzgl. HD bei Katzen kennt. Falls hier niemand seine Erfahrungen austauschen kann (bzw. keine Erfahrungen damit hat) würden wir es gerne zusätzlich auch woanders probieren.

Danke für jede Antwort.
Liebe Grüße, Falfa.

GabiLE
31.01.2009, 08:34
Guck mal hier http://forum.zooplus.de/katzen-gesundheit-medizin/t-huftdysplasie-63848.html