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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe, mein Hund hat Blasenprobleme...



Susann25
30.12.2002, 19:19
Hallo liebe Hundefreunde,

kennt sich jemand mit Blaseninkontinenz oder evtl. sogar Blasenkrebs bei Hunden aus?

Mein Hund ist jetzt fast 9 Jahre alt und vor einem halben Jahr hat sie das erste Mal plötzlich Pfützenweise Urin verloren, ohne das sie es merkte! Daraufhin war ich beim Tierarzt und der hat nur gesagt, ist manchmal halt so und hat Tabletten bekommen zur Festigung der Blase und dann war auch kurzfristig wieder Ruhe! Nur jetzt verliert sie immer wieder Urin.

Vorhin auch ganz viel in ihrem Körbchen. Ich bin dann sofort raus mit ihr und dann hat sie gepinkelt als ob ihr die Blase geplatzt sei. Und da kam so viel! Danach hat sie sich noch einmal kurz hingesetzt, aber da kam nicht mehr viel.

Nun wirkt sie auch so, als ob sie sich nicht fühlt. Ich merk das ja. Was kann ich nur tun? Meint ihr es ist was schlimmes? Ich gehe morgen auf jeden Fall zum Arzt, nur ich mach mir jetzt solche Sorgen!

Hat jemand Erfahrung damit? Ein Hinweis noch, der evtl. wichtig ist! Sie wurde Kastriert als sie 5 Jahre alt war!

Ich danke Euch für schnelle Antwort!

:confused:

Dodo H
30.12.2002, 20:12
Hallo Susann
Konnte der TA Nierenversagen ausschließen, hat er eine Blutuntersuchung gemacht? Trinkt dein Hund mehr als sonst, ist dein Hund lustlos, schlapp oder frißt nicht mehr richtig? Laß deinen Hund gut durchchecken und nicht mit solch Aussagen, "ist nun manchmal so" abspeisen.
Dodo
Wäre nett, wenn du mir/uns mitteilst, was bei der Untersuchung herausgekommen ist, Danke

Susann25
30.12.2002, 20:26
Also Blut wurde nicht abgenommen und all das andere was du sagst auch nicht.

Sie ist halt jetzt voll schlappi und nicht so wie sonst. Heute kann ich nicht unbedingt behaupten, daß Sie viel getrunken hat.

Naja, ich werd sehen! Ich werde auf jeden Fall berichten!

Vielen Dank schon mal!

Dagi
31.12.2002, 11:14
Hallo Susann,

also: noch mal ab zu einem anderen TA, der euer Problem ernster nimmt. Und auch Blut nehmen lassen (Harnpflichtige Stoffe im Blut bestimmen lassen), wenn dabei nix gescheites herauskommt würde ich Ultraschall machen lassen (Nicht Röntgen, da man beim Röntgen einige Steine nicht sehen kann, und dann muss man eh schallen lassen und man zahlt doppelt!). Das kann von Harnwegsverkrümmungen, über Struvitsteine oder Calciumoxalatsteinen bis hin zu einem Infekt einfach alles mögliche sein. Vielleicht auch einfach nur ne Blasenschwäche.

Ist denn eigentlich wenigstens eine Urinprobe untersucht worden?

Wenn wirklich nix zu finden ist, und es eben jetzt einfach eine "Schwachstelle" des älter werdenden Hundes ist, können sehr gut homöopathische Mittel unterstützen. Gerade in solchen Bereichen werden damit gute Erfolge erzielt. Guck Dich einfach mal nach einem Tierhomöopathen um.

Aber erst lass noch mal alles abchecken.

Liebe Grüße
Dagi + Amy

Sally+Biggi
01.01.2003, 16:21
Erst mal würde ich vom Tierarzt die genaue Ursache untersuchen lassen. Bei einer Blasenentzündung macht sie draussen häufig Pippi. Bei einer Blasenschwäche merkt sie es gar nicht und macht auch in ihr Bettchen (ohne es zu wollen).
Meine Sally hat eine Blasenschwäche auf Grund der Kastration.
Der damit zusammenhängende Hormonabfall löst das aus.
Sie selbst hat es gar nicht gemerkt, wie sie tropft. Beim Tierarzt im Wartezimmer war regelrecht eine Pfütze unter ihr, so ist sie ausgelaufen. Der Tierarzt verschrieb Tabletten. Da ich aber im Grunde gegen Tabletten bin, weil diese wieder irgendetwas anderes auslösen können, bin auf Kürbiskerne umgestiegen. Ich gebe Sally morgens und abends einen Eßl gemahlene Kürbiskerne unters Futter und habe keine Probleme mehr.
Ich mach das jetzt schon fast 4 Monate und mit tollen Erfolg.
Viele Grüße von Sally+Biggi

Susann25
02.01.2003, 18:36
Ich war beim Tierarzt, da ihr Körbchen heute morgen schon wieder voll war.

Die kleine süße hat Blaseninkontinenz, so wie schon vermutet wurde.

Es wurde Ultraschall gemacht und ich soll noch eine Urinprobe reinreichen, wegen der Urindichte oder sowas!

Dann hat der Arzt mir einen Saft gegeben. Mit dem sollte es besser werden. Zur letzten Methode könnte man es operativ den Schließmuskel enger machen, aber das will ich nicht!

Das mit den Kirbiskernen werde ich mal probieren. Ist das speziell gegen sowas? Das wäre ja klasse, wenn das hilft!

Vielen Dank Euch allen noch mal für den Rat!

Liebe Grüße

Susann und Joy

Dodo H
02.01.2003, 21:08
Hallo Susann
Danke für deine Info und alles Gute, hoffe ihr bekommt es in den Griff.
Dodo

Sally+Biggi
02.01.2003, 23:29
http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.js p/76418.html
Lies dir mal diesen Artikel über Kürbiskerne durch. Da steht alles wesentliche drinnen. Ich hoffe ich habe ihn richtig eingefügt. Lass es mich wissen wenn es nicht klappt.
Ich brauch für meinen Hund keine weiteren Medikamente und komme mit den Kernen gut zurecht. Man muss sie halt immer frisch mahlen und zwar sehr fein, damit der Hund sie gut aufnehmen kann. Ich habe eine Moulinette, damit gehts prima.
Viele Grüße Sally +Biggi

Ulla
03.01.2003, 00:06
Hallo Sally+Biggi,

ich hab mir grade den Link angeschaut und frage mich ob man denn nicht einfacher das Kürbiskernöl zum Futter geben könnte, oder helfen nur frisch gemahlene Kürbiskerne?

Vielleicht kannst Du mich ja aufklären.

Liebe Grüße
Ulla

Sally+Biggi
03.01.2003, 15:46
Leider weiß ich darauf keine Antwort. Ich habs bis jetzt nur mit den gemahlenen Kernen probiert. Ich denke, dass da die Wirksamkeit am Höchsten ist, da das Produkt nicht weiter verarbeitet ist. Bei jeden Verarbeitsungschritt gehen ja wichtige Bestandteile verloren. Gruß Sally+Biggi

Susann25
04.01.2003, 10:52
...an Euch noch mal für die Tips und Ratschläge.

Ich werde das sofort mal ausprobieren mit den Kürbiskernen. Kann ich ja auch gleich welche nehmen. :-) Ist ja richtig gesund!

Okay, hoffen wir mal, das es bald wieder besser ist!

Liebe Grüße

Manuela

Susann25
04.01.2003, 11:04
Wollte mal sehen, ob das Foto von meinem Hund nun zu sehen ist.:rolleyes:

etzel
06.01.2003, 17:54
Hallo zusammen,

hört sich echt interessant an, was so alles in Kürbiskernen steckt! Aber muss ich die denn mahlen, bevor ich sie "weiterverabreiche"? Meine chronisch von Blasennetzündung geplagte Beagle-Hündin hätte sicherlich auch ihre Freude am Knabbern der Kerne.
Vielleicht probiere ich das dann auch mal, da sie wirklich alle paar Wochen 'ne Blasenentzündung hat und mir die TÄ auch nicht weiterhelfen kann bzw. vermag!

Gruß etzel

Sally+Biggi
06.01.2003, 19:08
Hallo Etzel,
ja die Kürbiskerne muss man fein mahlen, so wie man Haselnüsse oder Mandeln auch mahlt. Ich mach das mit einer Moulinette. Sally wiegt über 20kg und ich gebe ihr morgens und abends einen gehäuften Eßl ins Futter. Sie hat allerdings eine Blasenschwäche. Blasenschwäche und Blasenentzündung sind zwei verschiedene Sachen. Bei einer Blasenentzündung würde ich auf alle Fälle immer einen Tierarzt zu Rate ziehen.
Viele Grüße von Biggi

Dagi
06.01.2003, 21:24
Hallo Etzel,

wie alt ist denn Deine Hündin? Unsere Amy hat das doch auch ne zeitlang pünktlich jeden Monat gehabt. Hat Deine Beagelin auch Kristalle im Urin? Was sagt der TA?

Schreib mal noch ein wenig dazu, vielleicht kann ich Dir helfen...

Liebe Grüße
Dagi + Amy (die die ständigen Blasenentzündungen total ätzend fand)

etzel
07.01.2003, 08:14
Hallo Dagi,

meine Hündin ist jetzt 17 Monate alt. Sie hat schon so oft Blasenentzündungen gehabt...und überhaupt zieht sie alles was krak machen kann an wie ein Magnet...bin also Stammgast beim TA.
Du hast diese Kristalle erwähnt. Was hat's damit auf sich?

Gruß etzel

Dagi
08.01.2003, 14:54
Hallo etzel,

unsere Amy hatte so ca. mit 5 Monaten ihre erste Blasenentzündung: Antibiotika drei Wochen lang. Kurz darauf wieder Blasenentzündung: Antibiotika-Spritzen, aber Kristalle im Urin. 4 Wochen später wieder Blasenentzündung: Antibiotika - aber wieder Kristalle im Urin, als sie dann wieder ne Blasenentzündung bekam: TA gewechselt, damit endlich mal genauere Untersuchungen gemacht wurden, denn mit der Situation WOLLTE ich nicht leben, sie nicht so hinnehmen!

Also, jetzt mal zur Erklärung: Ihr müßt ja sicherlich auch immer ne Urinprobe zum TA bringen? Von dieser Probe wurde bei uns immer ein sogenanntes Sediment erstellt, also durch eine Zentrifuge gejagt. Dieses Sediment wird dann unter dem Mikroskop untersucht. Dort kann man dann erkennen, daß sich z.B. zu viele rote und weiße Blutkörperchen im Urin befinden, evtl. auch Blasen- oder Nierenzellen und auch, ob es diese "Kristalle" im Urin gibt.
Auch der pH-Wert vom Urin sollte per Teststreifen gemessen werden.
Wir hatten also diese Struvit-Kristalle im Urin. Jedes mal! Diese entstehen durch unterschiedliche Möglichkeiten: einmal ist der Urin nicht sauer genug (bei uns war der pH-Wert so bei 8-9, viel zu basisch!). Amy hat dann ein harnsäuerndes Mittel bekommen, aber es kam IMMER wieder, sobald Mittel (Uropet-Paste) abgesetzt wurde. Also lag der Verdacht unseres TA nahe, daß es an der Ernährung läge. Dazu kam noch, daß Amy nicht sonderlich viel getrunken hat. Mit der Ernährung kann das so zusammenhängen: zuviel Eiweiß, Calcium-Phosphat zu viel. Da muss man nämlich echt aufpassen, vor allem, wenn der Hund eine solche "Schwäche" zum basischen Urin hat.
Das hieß bei uns folgendes: erst mal selber kochen, KEINE Zusatzmittel um zu sehen, ob die Entzündung/Kristalle ausbleibt. Blieb sie nach Behandlung auch erst mal. Nach vier Wochen wieder normales Futter: wieder Blasenentzündung. Diese Kristalle sind aus bestimmten Bestandteilen zusammengesetzt, sie werden größer, klumpen zusammen. Das reizt die Blase zusätzlich!

Nachdem wir den TA gewechselt hatten, hat dieser dann erst mal genauere Untersuchungen angestellt: Ultraschall der Nieren, Blase, Harnleiter, ob DA alles i.O. ist. Da war eindeutig alles i.O.!!! Desweiteren hat sie veranlaßt, daß ein Labor eine Bakterienkultur von dem Urin angelegt hat, dann kann man feststellen, mit welchem Bakterium (wenn die wiederkehrenden Entzündungen dadurch verursacht werden) man es GENAU zu tun hat. Nur DANN kann man das wirklich geeignete Mittel finden. Da war bei Amy allerdings nur ein Bakterium herausgekommen, was aber das Labor als nicht so dramatisch bewertet hat.

Kurzum, auch der Ultraschall- und Ernährungsspezialist war dann der Meinung, daß es sich bei Amy um eine "Schwäche" handelt, die mal homöopathisch behandelt werden sollte, und nicht weiter mit Antibiotika. Und, was soll ich sagen? Die TÄ ließ eine homöopathisches Mittel aus allerlei Substanzen anfertigen, das bekam Amy gespritzt, nach einer Woche nochmal und seitdem haben wir RUHE! Allerdings wurde uns eh propehzeit, daß es sich entweder nach der ersten Läufigkeit gibt, bzw. mit Auswachsen der Hündin. Das käme schon manchmal vor.

Was ich an Deiner Stelle jetzt machen würde: auf jeden Fall eingehendere Untersuchungen! Laß wirklich mal nen Ultraschall machen. Bei uns wurde dabei untersucht ob:
- Evtl. eine Blasenwandverdickung vorliegt
- Harnleiter nicht i.O. sind
- Evtl. ein Blasenstein vorliegt, denn das kommt auch bei jungen Hunden mal vor
- die Nieren o.k. sind.
- auch die Kristalle hätte man auf dem Ultraschall sehen können, da hatte sie aber schon keine mehr

Desweiteren wurde mir empfohlen, mit diesen Teststreifen aus der Apotheke immer mal wieder den pH-Wert zu überprüfen, und je nachdem die Fütterung ausrichten. Äpfel z.B. säuern natürlich den Urin an!

Auch würde ich evtl. so eine Harnkultur anlegen lassen! Es können z.B. Staphylokokken sein, die das immer wieder verursachen.

Alles in allem würde ich mich mit dieser Situation NICHT zufrieden geben an Deiner Stelle, und lieber noch mal zu einem anderen TA. Guck auch, ob Du homöopathisch Hilfe bekommst, wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind! Gerade in solchen Fällen erzielt die Homöopathie wirklich gute Erfolge.

Falls Du jetzt noch mal Fragen hast, frag mich ruhig. Ich weiß nicht, ob ich jetzt an alles gedacht habe...

Ich hoffe, daß ihr die Ursache findet, und Deine Hündin keine Schmerzen mehr erleiden muss (denn das tut ihnen seeeehr weh!). Wer einmal selbst eine Blasenentzündung hatte, weiß das!

Liebe Grüße
Dagi + Amy

etzel
09.01.2003, 09:11
Hallo Amy,

die Urinprobe von vorgestern hat ergeben, dass die Werte nur leicht erhöht waren. die TÄ wollte nicht schon wieder Antibiotilum geben und hat mir wieder Cantharis-Tropfen mitgegeben. Diese Tropfen haben wir schon mal in einer 5 Wochen Kur gegeben...war ganz gut, glaube ich. Ich habe nur das Gefühl, dass man sie immer geben muss. Sobald man sie absetzt, setzten die Symptome bald weider ein!
Aber vielleicht sollte ich doch noch mal den TA wechseln?

etzel

P.S.: Die Läufigkeit hat net so viel gebracht!!!

Dagi
09.01.2003, 13:01
Hallo Etzel,

auf jeden Fall würde ich mal ne Ultraschalluntersuchung machen! Ich habe dafür 60,-€ bezahlt, aber es war wichtig, um organische Erkrankungen auszuschließen! Nur so konnte der TA ganz sicher sein, daß weder die Nieren, noch die Harnleiter (Stichwort Harnwegsverlagerungen), noch die Blasenwände, noch ein Blasenstein die Probleme verursacht haben!

Wenn Dein TA nicht bereit ist, weitere Untersuchungen (Urinsediment, Harnkultur, Ultraschall) vorzunehmen - dann wechseln! Lieber einmal die Kosten für die Untersuchungen bezahlen, als ein Lebenlang Medikamente geben!!!

Wie gesagt, die homöopathischen Spritzen haben es gebracht. Zusätzlich bekam Amy noch 3 x tägl. 5 Tropfen Berberis, ebenfalls ein homöopathisches Mittel. Aber nicht jedes Mittel schlägt bei jedem Hund gleich an. Das Grundproblem muss gefunden werden, bzw. die Wahl des hom. Mittel muss auf die Grundkonstitution und den Typen des Hundes abgestimmt sein!

Liebe Grüße
Dagi + Amy

etzel
09.01.2003, 14:28
Hallo,

ich glaube, ich werde wohl doch mal 'ne Ultraschalluntersuchung machen lassen...wahrscheinlich hast du recht und man kann dann weinigsten das eine oder andere ausschließen.
ich halte euch auf dem laufenden...

Frostige Grüße

etzel

Heidi 38
10.01.2003, 16:44
Hallo Susann
Genau das gleich was du schreibst habe ich mir meiner Beagle Hündin auch erlebt.Sie ist auch kstriert und ich war der Meinung sie hätte eine Blaseninkontinenz.Darauf wurde Sie auch behandelt.Es ging auch eine Weile ganz gut und dann ging das Ganze wieder von vorne los.Du schreibst Sie verliert Pfützenweise war bei Biene genauso.Ich hab dann mal den TA gewechselt der mir erklärte das bei der Inkontinez nur Tröpfchenweise abgeht und meist auch nur beim Schlafen.Biene wurde dann auch Blut abgenommen und was rauskam war eine ganz dicke Blasenentzündung.Sie hat Medikamente bekommen und seitdem ist Ruhe.Sie hatte auch sehr dünnen Urin dich Dichte kaum messbar.
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen
Tschüssi Heidi und Biene