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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leb wohl kleines Wackelnasen-Mäuschen...



Rumkandis
06.01.2009, 21:22
Unser "Mäuschen" Miyu ist heute um 16 Uhr im zarten Alter von 5 Monaten viel zu früh von uns gegangen.

♥ 23.07.2008 -
† 06.01.2009 (~16 Uhr)
Gewicht: 805g

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Das Ganze begann gestern und endete heute tragisch. Noch vorgestern war unsere Maus wie immer - hyperaktiv, verschmust, anhänglich und frech wie nichts. Keinerlei Anzeichen irgendeines Wehwehchens, geschweige denn einer handfesten Krankheit.

Gestern gegen 11 Uhr am Morgen der erste Schok: Das rechte Auge unserer Kleinen war geschwollen und aufgequollen, wirkte beinahe, als wäre die Hornhaut sackartig aus der Höhle getreten. Kaum entdeckt ging es natürlich sofort ab zur Tierärztin... diagnostiziert wurde - viel zu schnell, für meinen Geschmack - eine Augenenzündung. Es gab Augentropfen, fertig.

Da ich dem Braten bereits zu dem Zeitpunkt nicht getraut habe (ich weiß immerhin sehr gut, wie Augenentzündungen bei kleinen Wackelnasen aussehen und dabei treten definitiv nicht die Augen halb zermatscht aus den Höhlen!) habe ich vereinbart, mich gleich am nächsten Morgen zu einer guten - meiner eigentlichen - Tierärztin fahren zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Doch so weit sollte es gar nicht kommen. Die, zu dem Zeitpunkt, immer noch fidele kleine Maus wurde in den Abendstunden durchgehend teilnahmsloser, stellte irgendwann das Fressen ein und kauerte nur noch vor sich hin, sodass ich mitten in der Nacht (gegen 1 Uhr) samt Maus und Transportbox aufgebrochen bin, um meine Familie aus dem Bett zu klingeln, damit wir auf direktem Weg zur Tierklinik in Niederrad fahren konnten - der einzige Notfalldienst weit und breit.

Wir tätigten gleich einen Anruf, um auf unsere baldige Ankunft aufmerksam zu machen, doch dort wurde uns mitgeteilt, dass wir erst in zwei Stunden kommen könnten, da grade eine OP im Gange war.
Während dieser Zeit konnten wir unsere Maus fast gar nicht mehr ansehen. Zitternd wie das Elend in Person, vor Schmerzen mit den Zähnchen malmend hockte sie da, suchte sich ihren Platz und blieb verharren. Ein Anblick, der mich wirklich unruhig und beinahe verrückt werden ließ.

Als die zwei Stunden endlich - irgendwie - herumgebracht hatten, sind wir sofort losgefahren und haben letztendlich die Tierklinik erreicht.
Sofort wurde die Notklingel gedrückt, wir wurden eingelassen und eine relativ nette und kompetente Ärztin nahm sich unserer an. Sogleich wurde das Mäuschen in den Behandlungsraum gebracht und schnell stand fest: da muss irgendetwas hinter dem Auge sein, ein Tumor eventuell. Näheres konnte aber erst die Augenärztin der Klinik am Morgen ausmachen, sodass unser Mäuschen über Nacht dort bleiben musste.

Ich war froh darüber, sie nun in kompetenten Händen, mit Medikamenten versorgt und unter der Wärmelampe zu wissen - da ich, hätte sie solange bei mir bleiben müssen, sonst höchstwahrscheinlich am Rad gedreht hätte, ob meiner Unfähigkeit etwas zu unternehmen.

Am nächsten Morgen dann der erste Anruf und der erste Schock: Eiter hatte sich wohl in Massen hinter und im Auge angesammelt. Das Auge war bereits erblindet und müsste entfernt werden, ansonsten wäre das Einschläern unumgänglich. Schon da einem halben Nervenzusammenbruch nahe, habe ich der Operation zugestimmt, mit dem letzten Fünkchen Hoffnung, dass doch noch alles gut werden würde und sie bereits morgen wieder in ihr Zuhause zurückkehren könne, wie es wohl auch verlaufen wäre... wäre denn alles reibungslos verlaufen.

Um kurz nach 12 der nächste Anruf, die Operation soweit gut überstanden - ich wollte schon aufatmen - aber der Eiter hatte sich bereits in den Lungen angesammelt, es käme also darauf an, ob des Antibiotikum anschlagen würde, wenn das Mäuschen überleben wollte.

Von unserem krebskranken Berner Sennen Caspi geprägt, hegte ich zu dem Zeitpunkt bereits kaum mehr Hoffnung - aber ganz abschreiben konnte ich die Hoffnung doch nicht und irgendwie sammelten sich zu dem Zeitpunkt auch bei mir die Gedanken: "Vielleicht wird sie ja doch wieder gesund..." an.

Wie sehr einen der eigene Optimismus in solchen Situationen doch treffen kann.
Dann - Stunden später - um kurz nach 16 Uhr der Anruf: Die Kleine ist nicht mehr aus der Narkose erwacht.

Seit dem bin ich fertig, insbesondere, da mir der dämliche Optimismus doch noch trügerische Hoffnung eingebläut hat. Wirklich realisierbar ist es erst, seitdem ich allen in meiner Wohnung bin. In der Wohnung, in der sonst nicht drei, sondern vier Kaninchen fröhlich herumgeturnt sind und allerlei Unfug angestellt haben.

Unsere Maus war ein spezieller Typ. Anhänglich und verschmust wie ein Hund, freiwillig wesentlich besser hörig als so mancher derartiger und die beste Freundin unseres "Raubtiers" Kashi. Eine Ausbruchskönigin, der das 8m²-Gehege einfach nie genug war.
Ihr Ninchenpartner "Houdi" (Cappuccino) trauert immer noch, frisst aber nun immerhin wieder recht gut, sodass ich glücklicherweise nicht noch einen Fall für die Tierklinik habe. Ich glaube, im Moment hätte mir das den Rest gegeben. :(

Eine Rechnung bekomme ich noch geschickt - meine Maus nicht mehr.
Ich hoffe es geht ihr gut, da, wo sie jetzt ist und dass sie nie wieder auch nur ansatzweise Schmerzen erleiden muss.

Mäuschen, wir lieben dich und vermissen dich alle ganz doll. Lass' es dir gut gehen!

hasenmami
09.01.2009, 21:58
Hallo,

habe mir deinen Beitrag komplett durch gelesen und muss sagen das das alles mehr als traurig ist. :hug: Du hast alles versucht um die süsse Maus zu retten, doch leider kam es anders und es sollte nicht sein. Ich musste auch kurz vor Weihnachten, einen von meinen Widdern über die RBB gehen lassen. Auch er war nie wie ein Kaninchen, sondern eher wie ein Hund. Es ist so traurig. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft das du den Verlust deines geliebten Ninchens verarbeiten kannst.

Liebe Grüße Gabi

yamale
09.01.2009, 22:03
Es tut mir sehr leid... Leb wohl Kleines!

paula*
11.01.2009, 20:26
haii

also ich habe mir auch deine beiträge komplett durchgelesn, und es ist verdamt traurig.
Du hast wirklich alles für dein kleines Mäuschen getan...
Ich hoffe du kannst den Verlust eines deiner geliebten Ninnschen SEHR gut verarbeiten

alles gute

Wir beide hoffen auch das es deinem Ninnchen jez sehr gut geht

liebe grüße von uns beiden ;D

Nicole1708
14.01.2009, 09:58
Hallo,

es tut mir ganz furchtbar Leid für dich, dass du trotz allen Rettungsversuchen dein geliebtes Ninnschen verloren hast. Ich wünsche dir alles gute und hoffe, dass deine anderen glücklich und gesund sind.

lg nicole

Elaengel2005
19.01.2009, 13:54
Hallo!Es tut mir sehr leid was mit deinem mäuschen passiert ist...Ich habe auch etwas ähnliches mit einem meerschweinchen mädel vor fast zwei jahren erlebt...
Teddy hatte eine OP wegen Darmentzündung...ich habe ihr noch gesagt "Ich will dich aber lebend wieder sehen!"Den gefallen hat sie mir auch getan,klappte aber kurz danach auf dem Tisch im behandlungszimmer zusammen...es war nichts mehr zu retten trotz aller versuche der tierärztin.sie war einfach schon zu schwach!
Ich hoffe dein mäuschen kommt gut über die Regenbogenbrücke...