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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun wenn mein Hund mich anknurrt?



Tina1965
29.12.2002, 23:45
Hallo,

dieses mal habe ich glaube ein ernstes Problem mit meinem Hund Benji. Vielleicht noch etwas zu seiner Vorgeschichte...ich habe ihn seit 4 Monaten und er ist aus dem Tierheim. Dort wurde er als Fundtier aufgegriffen, also keine Daten zu seinem Vorleben. Benji ist jetzt ca. 14 Monate und ein mittelgroßer Jagdhundmischling.
Er hat mich heute Abend angeknurrt, und das nicht zum ersten Mal. Er lag bei mir im Bett (ja ich weiß ist ein schlechter Schlafplatz...tut er aber :-) und dort soll er am Fußende liegen und möglichst in der Mitte, damit ich Platz habe. Er versucht oft sich an einen anderen Platz zu legen, was ich aber nicht dulde und ihn sofort auf seinen Platz verweise. Heute hatten wir das Spielchen wieder und weil er noch nicht richtig lag, wollte ich nachhelfen und ihn ein wenig weiterschubsen. Da hat er mich angeknurrt (diese gleiche Situation hatten wir schon 2 mal wo er auch geknurrt hat, also immer nur wenn es ums schlafen geht) aber heute hat er auch nach mir geschnappt. Ich habe ihn angeschrien und wollte ihn am Nackenfell packen, da ist er aufgesprungen und hat mich angebellt. Das hat er noch nie getan und ich war richtig erschrocken. Ich habe ihn dann aus dem Schlafzimmer verwiesen und die Tür zugeknallt.
Ich gehe mit ihm auch in die Hundeschule und habe den Hundetrainer auch mal gefragt was in dem Fall zu tun ist wenn er knurrt. Er meinte ich solle ihm sofort zeigen wer der Boß ist und ihn nicht mehr ins Schlafzimmer lassen. Jetzt ist in der Hundeschule leider Winterpause und ich kann mir dort keinen Rat holen.
Die Situation heute hat mich sehr erschreckt und ich habe Angst
das es noch schlimmer wird, da ich auch einen 9 jährigen Sohn habe.
Benjis Verhalten sonst ist überhaupt nicht agressiv, weder zu Menschen noch zu anderen Tieren. Mit meinem Sohn spielt und tollt er den ganzen Tag herum,ich darf an sein Futter und es ihm auch wegnehmen und auch sonst gehorcht er mir immer besser (wie gesagt ich habe ich noch nicht so lange).
Ich habe einfach Panik das er zum Beißer wird und ich ihn dann wieder abgeben muß....oder sehe ich die Situation zu schwarz?
Ich freue mich über jede Antwort von Euch.

Liebe Grüße von Tina und Benji (der gerade ganz deprimiert in seinem Körbchen liegt, weil ich böse mit ihm bin)

Inge1810
30.12.2002, 00:50
Hallo Tina,

Er meinte ich solle ihm sofort zeigen wer der Boß ist und ihn nicht mehr ins Schlafzimmer lassen
Darf ich Dich fragen, warum Du den Hund immer noch in`s Schlafzimmer und sogar Bett läßt?
Es ist schwierig hier den richtigen Rat zu geben und würde da eher an Leute mit Erfahrung verweisen, die sich den Hund, Dich und Deinen Sohn persönlich anschauen können um die Situation richtig einzuschätzen.
Ich kann jetzt nur sagen, was ich tun würde, aber ich kenne meinen Hund, seit er acht Wochen alt ist (mit neun Wochen habe ich sie abgeholt) und ich bin mit Hunden aufgewachsen. Mir fehlt viel Fachwissen, aber da ich auch schon gebissen wurde (als Kind) und eben viele verschiedene Hunde kenne, denke ich, dass ich die Situationen schon ganz gut einschätzen und dementsprechend aus dem Bauch raus reagieren kann. Ganz ehrlich, würde mein Hund es wagen mich anzuknurren, ich würde ausziehen und ihr sofort eine knallen. Ich gehöre ansonsten eher den "Soft-Erziehenden" an, also schön positiv bestärken, aber auch ich habe einen Sohn und da brauche ich einen Hund, der niemals auf die Idee kommen würde hier einen auf dominant zu machen.
Wie Du es schilderst, ist es eindeutig Dominanzgehabe und er zeigt Dir ganz klar, wie ernst er Dich nimmt, nämlich gar nicht. Bitte denk jetzt nicht, ich rate Dir dazu den Hund zu verprügeln. Das ist es nicht, deshalb auch meine Bedenken hier aus der Ferne Ratschläge zu erteilen. Sei konsequent und fair. Der Beitrag von Hovi in einem anderen Thread ist auch für Dich empfehlenswert. Les ihn Dir mal durch.
Viel Erfolg

Tina1965
30.12.2002, 08:25
Hallo Inge,

danke für Deine Antwort. Ja, warum lasse ich ihn immer noch nicht ins Bett? Vielleicht weil ich noch nicht die richtige Lösung zum schlafen gefunden habe. Mein Schlafzimmer ist sehr klein, d.h. klein Platz für seinen Hundekorb. Er mußte dann draußen im Wohnzimmer schlafen, aber sobald ich eingeschlafen bin, kommt er ins Bett ohne das ich es merke. Die Konsequenz wäre also die Schlafzimmertür zu schließen. Und das tat mir bislang immer leid, das ich ihn so ausschließen muß, aber vielleicht jetzt die einzige Konsequenz?
Das ich ihm eine knallen sollte gestern abend ist mir auch durch den Kopf gegangen, auch der Schnauzengriff und auf den Rücken werfen, aber ich hatte ehrlich Schiß in diesem Moment das er beißt.
Das es sich um ein Dominanzproblem handelt ist mir klar, auch der Hundetrainer sagte mal das Benji anderen Hunden gegenüber sehr dominierend ist...aber eben nur manchmal. Ansonsten ist er dort der "ängstliche Knopf" d.h,. er zittert bei jeder neuen Übung in der Hundeschule und ist oft sehr unsicher und unterwürfig wenn er in neue Situationen kommt.
Die Vermutung ist auch nahe, das er in seiner Zeit bevor ich ihn bekam einiges Durchmachen mußte. Es gab da so Vorfälle mit "älteren Männern" beim Gassigehen, bei denen er vor Angst nicht mal vorbeilief und Umwege in Kauf nahm um wieder zu mir zurückzukommen.

Liebe Grüße
Tina

Phillis
30.12.2002, 10:18
"Mit Hunden sprechen" Ian Fennell.

Der Titel ist nicht sehr vielversprechend, dachte ich.
Der Inhalt jedoch hat mich überzeugt (und meine Hunde auch!
:D ).
Es lohnt sich!!!!!

Phillis.

Tina2809
30.12.2002, 10:35
Hi Tina!

Dein Trainer hatte schon Recht, das ist die einzige Chance, die Du hast!
Auch wenn es Dir noch so schwer fällt, Du musst den Hund aus Schlafzimmer und Bett verbannen!
Im Hunderudel darf nur der Ranghöchste auf den besten (erhöhten!!)Plätzen schlafen.
Es gibt Hunde, die keinerlei Anstalten machen, wenn man sie im Bett schlafen lässt- Deiner gehört aber nicht dazu.
Du hast den Hund erst seit 4 Monaten, er will jetzt seine Grenzen austesten und wenn Du ihm nicht zeigst, daß Du und Dein Kind über ihm stehen, wird er die Chefposition einnehmen!!!!
Kauf ihm ne Schlafdecke oder Kissen, die Du ein, zwei Nächte mit zu Dir ins Bett nimmst (den Hund ab sofort nicht mehr!!!), damit sie nach Dir riecht und leg sie dann an seinen neuen Schlafplatz ausserhalb des Schlafzimmers. Lass die Tür Nachts auf jeden Fall zu! Am Besten, das Schlafzimmer ist immer tabu für ihn.
Gerade mit Rücksicht auf Dein Kind musst Du der Chef sein- egal in welcher Situation, sonst kann es wirklich gefährlich werden!
Es gibt viele verschiedene Situationen, in denen das dem Hund klargemacht werden muss (z.B. Nie zum Spielen auffordern lassen, DU bestimmst, wann gespielt wird)- lies mal hier Forum und im Archiv nach.
Bedenke bitte, daß Dein Hund Zeit braucht, um die "Umstellung" (Deine Konsequenz) zu akzeptieren, also nicht gleich verzweifeln!
Natürlich darfst Du weiterhin mit dem Hund schmusen, spielen und toben, aber eben nur dann, wenn Du es willst (auch wenn es sehr hart klingt, ich weiß)!
Ich drücke Euch die Daumen!
LG
Tina

Jacky77
30.12.2002, 10:42
Hallo Tina!

Die anderen haben eigentlich schon alles gesagt.

Ich wollte nur noch hinzufügen dass Du Deinen Hund auf keinen Fall anschreien oder ihn schlagen solltest.
Als Rudelchef (was Dein Job ist) ist es Deine Aufgabe ihm ruhig und bestimmt die Grenzen zu zeigen. Ich weiss dass es nicht immer leicht fällt, aber Du solltest es versuchen.
Du darfst ihm nicht alles erlauben, z. B. nicht aufs Bett. Es muss bestimmte Orte geben die für ihn Tabu sind, bzw. die er erst nach Aufforderung betreten darf.

Natürlich ist er auch noch nicht lange bei Dir und Eure Bindung wird sich mit der Zeit festigen, aber am besten er gewöhnt sich erst gar nicht daran dass er alles darf.

Das Buch "Mit Hunden sprechen" kann ich übrigens auch sehr empfehlen. Es hat mir auch sehr geholfen.

Viel Erfolg!

Dani

Tina1965
30.12.2002, 14:13
Hallo,

herzlichen Dank für die Tips. Heute Mittag geht es mir auch schon besser als gestern Abend, ich war echt total geschockt.
Das Buch werde ich mir auf jeden Fall kaufen.
Und nachts wird mein Hund ab jetzt in seinem Korb schlafen, so leid es mir auch tut, das ich ihn aus dem Schlafzimmer verbanne.
Das Problem für mich ist einfach, das Benji jeden Tag 5 Stunden alleine ist, was er auch ohne Probleme macht. Ich vermeide es natürlich ihn den restlichen Tag auch alleine zu lassen und deswegen hatte ich ihn auch nachts bei mir...eben damit er nicht schon wieder alleine sein muß. Aber wie man sieht gibt es dabei nur Probleme.
Eine Frage hätte ich da noch....da Benji vormittags wenn er alleine ist auch immer auf dem Bett geschlafen hat ,wäre es für ihn natürlich eine Umstellung wenn er jetzt gar nicht mehr hinein darf. Kann ich das so trennen...also alleine darf er rein und nachts nichts mehr....oder ist das inkonsequent und nicht nachvollziehbar für den Hund?

Liebe Grüße
Tina

Ilona
30.12.2002, 15:29
Hallo liebe Tina,

Konsequenz heißt eine Faustregel bei der Hunderziehung. Nicht morgens dies, abends das. Weißt Du, das versteht ein Hund nicht, es verunsichert ihn nur. Und deshalb würde ich sagen: Schlafzimmer ist IMMER tabu. Punkt. Auch höhere Liegeplätze. Das Körbchen sollte der Anlaufpunkt für Deinen Hund sein und auch bleiben. Und wenn Ihr ihm mit dem Körbchen einen ruhigen Platz mit Übersicht beschert habt, wird er dort gern hingehen. Allerdings muss dieser Korb eine Art Ruhezone für den Hund sein, in die er sich zurückziehen kann, wenn ihm danach ist, ohne dass er dort gestört wird.

Zeig ihm im Moment noch nicht mit Schnauzengriff oder auf den Rücken werfen, wer der Boss ist. Von Schlagen hab ich besser nichts gelesen. Denk keine Minute an so was!!! Es bewirkt lediglich, dass eine Bindung erst gar nicht zwischen Euch entstehen wird.
Der Schnauzengriff kann daneben gehen und wirkungslos verpuffen. Ältere Hunde haben zu solch einem Griff nicht mehr das Verhältnis. Mein Benji zum Beispiel windet sich leicht aus meiner Hand (ich hab es spielerisch versucht) und läßt sich dadurch in keinster Weise beeindrucken. Das Umwerfen des Hundes kann zu einem Gerangel ausarten, wenn Du die Technik nicht 100 % ig beherrschst. Und Gerangel ist in Eurer jetzigen Situation eher kontraproduktiv und provoziert hundliche Verhaltensweisen, die ich persönlich nicht so gern von meinem Hund sehen möchte.
Was Dein Hund braucht, ist Vertrauen in Dich als Rudelführer. Er braucht klare Richtlinien: das darf ich, das darf ich nicht. Und die bringt man dem Hund am besten behutsam aber konsequent bei. Vertrauen bei Deinem Hund kannst Du aufbauen, wenn Du fair und freundlich aber bestimmt bist. Schreien, nach dem Hund schlagen oder sonstwas bringt eigentlich kaum einen Lerneffekt.
Mach zuhause viele spielerische Unterordnungsübungen. Einen Spielball, mit dem man grad gemeinsam spielt, gibt es nur nach Sitz oder Platz. Ein Leckerchen gibt es ebenfalls nur, wenn ein Kommando gut ausgeführt wurde. Rufe ich den Hund und er kommt sofort (!!) angeflitzt, gibt es einen Superjackpot (ein oberleckeres Leckerchen sozusagen). Das ist der Beginn und der Hund lernt, dass er sich alles bei Dir erarbeiten kann und muss - sein Futter, seine Leckerchen, schöne Spiele, Lob und Streicheleinheiten.
Füttere, das fällt mir grad noch ein, für die nächsten Wochen den Hund nur noch aus der Hand. Das heißt: Schüssel mit Futter in die Hand, Hund bekommt Kommando "Sitz", sitzt er, kommt das Kommando "Nimm" und der Hund darf fressen. Man kann so ein noch besseres Abhängigkeitsverhältnis vom Hund zum Menschen aufbauen.

Sehr gute Erfolge erzielt man beispielsweise auch damit, dass man zwei Drittel der Futtermenge des Hundes dazu benutzt, draußen beim Spaziergang mit ihm zu trainieren: Das Herankommen auf Entfernung, das Bringen des Spielzeuges, das Bei-Fuß-Laufen, das Sitz und Platz usw. usw. Es ist interessanter und abwechslungsreicher beim Spaziergang mit dem Hund zu üben, sich mit ihm zu freuen und ihn zu füttern, als auf dem Hundeplatz. Andersrum wird das Gelernte auch auf dem Hundeplatz sicherer gezeigt. Aber letztlich muss man mit dem Hund zuhause und unterwegs klar kommen. Deshalb sollte man das Üben nicht allein auf den Platz beschränken. Aber das macht Ihr sicher nicht, oder?

Das letzte Drittel der Futtermenge kann entweder durch Leckerchen der besonderen Art ersetzt oder zuhause verfüttert werden.

Liebe Grüße, ist ein wenig lang geworden, Illi

maff
02.01.2003, 14:54
Hallo Tina!

Zunächst möchte ich den anderen zustimmen: Nachdem, ws ich gelesen, erlebt und gehört habe, ist die Frage "Bett oder nicht" durchaus entscheidend. Bei Hunden, die charakterlich eher unterwürfig sind, spielt es offenbar keine Rolle, wenn man aber einen selbstbewußten Hund zu Hause hat, sehr wohl. Der wertet das nämlich als Aufwertung seines Ranges - also raus mit ihm! Am besten aus dem Schlafzimmer und mindestens aus dem Bett.

Hilfreich ist es bei solchen Kandidaten auch, sich dazu zu zwingen, den Hund öfter zu ignorieren. Also: gekrault und gespielt wird nur, wenn ich das will. Und Nicht, wenn er mich dazu auffordert, durch Blicke oder indem er das Spielzeug bringt. Am besten zwingt man sich dazu, den Hund die erste Zeit nur dann zu kraulen, wenn er ein Kommando ausgeführt hat und sonst nicht.

Wenn er das nächste Mal so spinnt, dann verpasse ihm doch eine Auszeit: hänge ihn in der Wohnnung an die Leine und selbige irgendwo fest. Dabei darf er euch ruhig sehen, soll ruhig das Gefühl haben: Mist, die haben jetzt Spaß ohne mich.

Wenn Du ihn nämlich alleine auf den Gang einsperrst, könnte es passieren, dass er irgendwann das Alleinsein als Strafe empfindet und das Heulen anfängt, wenn er alleine ist. Deswegen: Einschränken des Bewegungsspielraumes ja, aber nach Möglichkeit mit Sichtkontakt. Hört sich gemein an, ist aber sicher sanfter als schlagen und nicht so gefährlich, wie wenn Du die Rangordnung durch Schnautzengriff und umlegen etc. auskämpfen würdest.
Natürlich solltest Du das nicht dauernd wg. jeder Kleinigkeit machen, sondern in Härtefällen. Und ich würde mich im Tierheim nach der Vorgeschichte des Hundes erkundigen. Und bei denen kannst Du Dir notfalls auch ein paar Tipps zur Erziehung holen.
viel Erfolg,
maff

Ilona
02.01.2003, 18:50
Hallo Maff,

Deine Antwort ist genau das, was ich selber denke. Ich hab ja auch einen Benji, er ist jetzt vier Jahre alt (jung) er ist auch aus dem Tierheim, seine Vorgeschichte war (ist) auch nicht bekannt, da Fundhund, er hat auch geknurrt und gebrummt, wenn ihm was nicht paßte (vor allem, wenn er sich größer wähnte, als ich es war, also Bett, neben mir auf der Couch etc.- er war wohl eine Art Spiegelbild von Tinas Monster <gg>.

Zunächst hab ich ihn von der Couch verbannt und aus meinem Bett (Auszeit - aus dem ZImmer sperren), wenn er geknurrt hat. Ich hab ihm die Annehmlichkeiten des Lebens gezeigt, wenn er nicht knurrt (er durfte dann auch wieder ins Bett) und welch ein Glück für mich: er hat schnell begriffen: Kontakt zu Frauchen gibt es nur, wenn ich mich anständig (ist das, was ich vorschrieb) benehme.

Heute schlafen wir wieder zusammen in meinem Bett, Benji bevorzugt Körperkontakt, obwohl er eine ganze Betthälfte für sich in Anspruch nehmen könnte und hat schon seit einem halben Jahr (von einem ganzen) keine Anzeichen mehr gemacht, mich anzubrummen oder zu knurren.

Ich muss dazu sagen, dass Benji inzwischen eine enge Bindung aufgebaut hat und kein dominanter Rüde ist, der ständig unsere Rangordnung infrage stellt. Deshalb gönne ich ihm und mir das Vergnügen des Kontaktliegens. Wäre er einer von der Sorte, der es jeden Tag von Neuem wissen möchte, bliebe bei mir die Schlafzimmertür zu.

Hallo Tina, vielleicht schreibst Du mal, wie Ihr voran kommt?

Liebe Grüße, Illi und Benji

Tina1965
02.01.2003, 20:49
Hallo :)

danke auch für Eure Antworten zu meinem kleinen "Knurrhund" :-)
Ja, was gibt es zu berichten...ich habe mir die Ratschläge zu Herzen genommen und Benji aus dem Schlafzimmer verbannt und mache nachts die Tür zu. Er schläft jetzt in seinem (wie ich finde sehr gemütlichen) Körbchen und freut sich natürlich wie verrückt wenn ich morgens die Tür wieder aufmache.
Wie schon erwähnt ist er ein Fundtier und ich kann über seine Vorgeschichte leider nichts erfahren.
Ich habe sonst keine Probleme mit ihm und er knurrt mich auch sonst nie an (ich kann ihm alles aus dem Mail nehmen, Futter wegnehmen, ihn im Schlaf stören usw.) nichts passiert....nur wenn ich versuche ihn im Bett an die richtige Stelle zu schieben, damit er nicht auf meinem Beinen liegt, dann wird er sauer. Er weiß genau wo er liegen muß, legt sich aber oft doch weiter nach oben, wenn ich dann eingreife, auf seine Decke klopfe und sage "hierhin" dann macht er immer winzig kleine Vorwärtsbewegungen, bis er dann richtig liegt. Manchmal wird mir das zu dumm und ich helfe eben nach und schiebe ihn ein wenig....und das scheint er zu hassen und er knurrt dann. Das ist bis jetzt 2 mal passiert und beim letzten Mal hat er sich eben so aufgeführt das er geschnappt hat und mich angebellt hat. Deshalb weiß ich nicht ob es Sinn macht, ihn wieder ins Bett zu lassen....eigentlich habe ich es auch immer genossen, weil ich auch weiß, das er meinen Kontakt sucht und sich auch tagsüber immer in meiner Nähe aufhält. Er schläft immer dort wo ich auch bin.
In zwei Wochen beginnt die Hundeschule wieder und wir arbeiten dann wieder an der Unterordnung, was ich aber spielerisch auch auf Spaziergängen mit Leckerchen weiterhin mit ihm übe. Aber Benji ist auf jeden Fall ein Hund der immer mal wieder ausreizt wie weit er gehen darf. Trotz allem liebe ich diesen Racker heiß und innig und wir haben sehr viel Spaß und Freude mit ihm :-)

Liebe Grüße
Tina und Benji "wuff"

Tasi2002
04.01.2003, 13:09
Das hört sich nach Rangordnungsproblemen an!
Als erstes würde ich sagen richte ihm einen schönen Schlafplatz ein und quartiere ihn dort unter. verbiete ihm aufs bett zu gehen! Er sieht sich sonst Ranghoch mit dir an. Und das ist net gut.
wenn er dich anknurrt oder anbellte musst du ihm das verbieten zb. durch den schnauzgriff oder durch auf den rücken drehen. du musst dich beweisen sonst behält er diese ranghohen rechte! und dann wird er irgendwann beißen. habe keine Angst! Viel glück noch!
nathi