PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eosinophile Dermatitis



Chriss
26.12.2008, 22:41
Hallo zusammen,
ich bin Chris und ganz neu hier. Hoffe wie alle anderen, die mal neu waren, nichts verkehrt zu machen...
Mein Problem: ich habe zwei 8 Monate alte Katzen, eine Katze und einen Kater. Die beiden kamen mit 9 Wochen zu uns (die Besitzerin liesß sich keinen Tag länger abhandeln) und haben sich auch prima eingelebt. Allerdings hat die kleine Peppina sich von Anfang an fürchterlich geleckt und gekratzt. Ich dachte zunächst, dass es ein sogenanntes Übersprung-Putzen ist, was Katzen mache, wenn sie unsicher sind. Als Verlegenheitslösung quasi, wenn sie sich nicht entscheiden können, wa sie von einer Situation halten sollen.
Dann aber traten Hautveränderungen am Nacken, am Kinn und unter den Mundwinkeln auf. Stronghold wurde auf Anraten der TÄ mehrmals verabreicht, ohne Erfolg. Nachdem sie richtig dicke Entzündungen hatte, also kahle Flecken, und man ihr die Haare samt entündeter Haut einfach so abziehen konnte, wurden die Stellen lokal mir Panalog und Surolan behandelt und sie bekam zusätzlich Ivomec Injektionen. Drei Stück mit je einer Woche Abstand. Danach dann noch ein Antibiotikum. Die Stellen sind alle wieder verheilt und die Katze schien gesund. Der Verdacht der TÄ war: Milben. Im Labor hat sie aber keine gefunden. Das Ganze wiederholte sich nach ca. 6-8 Wochen und ich bin mit ihr in die Tierklinik mit großer dermatologischer Abteilung (Hofheim im Taunus) gefahren. Ergebnis: Keine einzige Milbe, kein Floh, das Katzele ist ganz frei von Parasiten, aber: Neutrophile ++ und Eosinophile +++.
Empfehlung: Pferdefleisch+Kartollfen wegen Verdacht auf Futtermittelunverträglichkeit . Leider frisst sie es nicht, also hat mir meine TÄ ein hyperallergenes Tofu gegeben, das sie auch frisst. Zusätzlich hat sie auch wieder 2 Ivomec Spritzen bekommen und obwohl das Mittel ja eigentlich nur gegen Parasiten wirkt gingen die Symptome zurück. Bis jetzt. Es fing - genau wie beim letzten Mal - mit leichtem Lecken wieder an, ein bisschen mehr Kratzen, und schon haben wir wieder eine kahle Stelle am Bein und einen Knubbel auf der Brust, der demnächste wohl wieder aufgeht. So war es das erste Mal auch: Die Wirkung von Ivomec lässt nach ca. 4 Wochen nach und dann ging es langsam wieder los.
Nun meine Frage: Ivomec, das Mittel gegen Parasiten, hat geholfen, obwohl bei ihr keine Parasiten gefunden wurden (auch keine Pilze).
Warum hilft es, was in dem Mittel kann die Wirkung auslösen und welche SChlüsse auch eine evtl. Ursachen der Hautprobleme kann ich ziehen?
Hat irgend jemand eine Idee oder schon mal so was Verrücktes erlebt?
LG
Chris
P.S. Die TÄ erzählt, sie erlebt gerade sowas bei 2 Meerschweinchen, das weiß sie auch keinen Rat. Die Dermatologin wusst auch nicht, warum Ivomec geholfen hat und murmelte etwas von immunsuppressiv.:?:
P.P.S. Casimir krazt sich auch wieder ein bisschen mehr (er wurde das erste Mal mitbehandelt, das zweite Mal aber nicht), hat aber ansonsten keine Symptome.

Suse
27.12.2008, 23:12
Hallo Chris,

erstmal :hi:

Warst Du bei Fr. Dr. Löwenstein? (TK Hofheim)

Bei der war ich mit Mickey wegen der gleichen Problematik.

Gefunden wurden auch eosinophile Zellen .......

Nun hätte man eine Biopsie machen müssen, was aber wegen der Lokalisation nicht durchführbar war.

Er bekam dann ATOPICA Kapseln. Erstmal für 4 Wochen (weil es solange dauert bis es wirkt) .... dann sollte ich wieder zur Kontrolle.

Ich ging bereits nach 3 Wochen nach Hofheim weil NICHTS mehr zu sehen war - alles war vollständig abgeheilt.

Dann wurde gaaaaaanz langsam ausgeschlichen - inzwischen habe ich es ganz abgesetzt und bis jetzt ist es nicht wieder ausgebrochen. :tu:

:cu: Suse

Chriss
28.12.2008, 23:10
Hallo Suse,
herzlichen Dank für deine Antwort- das ist ja echt ein kleiner Lichtblick am Horizont. Ja, ich war auch bei Fr. Dr. Löwenstein in Hofheim, allerdings möchte ich es möglichst vermeiden, noch mal samt Katze hinzufahren. Ich wohne in einem kleinen Dorf hinter Usingen und wir haben 1 Std. Fahrzeit pro Strecke - Peppina hasst Auto fahren und jammert die ganze Zeit schrecklich.
Hast du mit deinem Kater auch eine Eliminationsdiät gemacht? Und vorher irgendwelche anderen Mittel ausprobiert, die eine Zeitlang halfen und dann nicht mehr?
Dr. Löwenstein rät bei negativem Verlauf der Eliminationdiät zu einem intradermalen Allergietest als Basis für eine Hyposensibilisierung. Alternativ will sie mich über die Möglichkeiten einer symptomatischen Therapie aufklären.
Seltsamerweise hat sie über das Mittel nichts gesagt, ich habe nie zuvor davon gehört. Aber klar - wenn man eine Eliminationsdiät macht, kann man nicht gleichzeitig Immunsuppressiva geben. Das wäre dann vielleicht der nächste Schritt.
Was mich interssiert: wie lange ist dein Kater - nach dem Absetzen des Medikaments - jetzt symtomfrei und was fütterst du? Ivomec hat bei Peppina ja auch so gut geholfen - leider nur 4-6 Wochen lang.
LG Chris

Elia
28.12.2008, 23:16
Hi,
war sie denn solange symptomfrei, wie sie das Hypoallergenfutter bekommen hat?
LG Elia

Chriss
28.12.2008, 23:56
Elia: Ich weiß es nicht so genau, denn sie hat Anfang November die letzte Ivomec Spritze bekommen, aber gleichzeitig auch das hypoallergene Futter. Sie war dann 4-6 Wochen völlig symptomfrei, dann ging es langsam wieder los.
Ich nehme an, dass die Symptomfreiheit auf das Medikament zurückzuführen ist.
Ich habe ihr dann zusätzlich Kattovit gastro gegeben, weil ich es so schrecklich fand, sie nur mit Trochenfutter zu ernähren und der arme Casimir ja dann auch nix anderes kriegt. Sie haben Kattovit gastro mit Begeisterung gefressen, aber jetzt habe ich es wieder vom Speisezettel gestrichen und es gibt nur noch das von der TÄ empfohlene Pferdefleisch mit Kartoffeln und halt das hypoallergene Trofu. Sie können es sich aussuchen, Peppina frisst das Pferdefleisch nur in homöopatischen Dosen. (was ich verstehen kann, ich würde auch keins runter kriegen :)
Die kahlen Stellen halten sich momentan auch in Grenzen, sie hat eine am Beinchen in der Achselhöhle und eine rund um eine Zitze, wo auch die Haut sehr rau ist, aber es ist (noch) nichts entzündet. Ich denke, ich füttere jetzt erst mal gnadenlos weiter dieses hypoallergene Zeug und gucke, ob es nach 3-4 Wochen besser wird. Wenn ja, könnte die Ursache das bisschen Yoghourt gewesen sein oder die Inhaltsstoffe von Kattovit (im Wesentlichen Ente, Fasan, Reis). Wenn nicht, werde ich mit meiner TÖÄ mal über Atopica reden. Ich bin jedenfalls total froh, dass es wohl ein Medikament gibt, das für soche Fälle geschaffen wurde und ich nicht immer wieder auf Ivomec zurückgreifen muss, das ja eigentlich zur Bekämpfung von Ektoparasiten da ist.
Hst du selbst Erfahrung mit solchen Eliminationsdiäten?
LG
Chris

Elia
29.12.2008, 00:24
Ich habe einen Futtermittelallergiker hier :)
Habe alles Mögliche ausprobiert, aber Parasitenmittel waren nicht dabei. Zuerst Tabletten und Salben zur Immunhemmung, damit die Wunden abheilen konnten. Davon wurde der Kater aber seeehr schlapp. Dann Hypoallergenfutter, durch das der Kater symptomfrei blieb. Das war aber für mich keine echte Alternative, da er dann den Rest seines Lebens (er war da gerade mal 16 Wochen alt) ausschließlich dieses TroFu hätte bekommen dürfen. Und niemals Leckerli. Habe dann verschiedene Futtersorten durchprobiert, bei manchen ging es gut, dann wieder nicht.
Eine Eliminationsdiät habe ich auch gefüttert, fast ein halbes Jahr lang. Allerdings habe ich weder Pferd noch Strauß verfüttert, er hat das Huhn gleich vertragen. Letzten Endes kam heraus, daß er alle Fleisch- und Fischsorten verträgt, auch Gemüse und die notwendigen Zusätze.
Es scheint ein anderer Stoff zu sein, den er im Futter nicht verträgt. Vielleicht Schimmelpilze, vielleicht irgendwelche Restmedikamente, ich weiß es nicht. Auch ein Bluttest wurde gemacht, ohne Ergebnis. Trotzdem lautete die Diagnose: Futtermittelallergie.
Ende des Weges mit normalem TA, da Medis und Diätfutter lebenslang keine befriedigenden Wege für uns waren.
Habe ihm dann wieder (nach Absprache mit Tierheilpraktikerin) Dosenfutter gegeben. Wenn Symptome auftraten, bekam er zweimal zwei Globuli seines homöopathischen Mittels und es war wieder gut.
Der homöopathische Weg war für uns eine echte Alternative.
Inzwischen (seit einem halben Jahr) barfen wir beide Katzen voll, nur ab und an gibt es eine Dose, damit sie sich dieses Futter nicht ganz abgewöhnen. Leckerlis gibt es fast nur reines getrocknetes Fleisch und getrockneten Fisch.
Das alles ist jetzt fünf Jahre her (THP-Besuch und Globuli) und wir haben bisher keine Probleme mehr.

Das war jetzt viel Text :o

Suse
29.12.2008, 00:32
Hallo Chris,

da wohnst Du ja bilderbuchtraumhaft schön - aber auch wirklich "ab vom Schuss".

Ich wohne in B.So. .... fahre also nur max 15 Minuten. Mickey quäkt zwar auch die ganze Zeit - aber es muss eben sein. In Hofheim gehören wir inzwischen zum lebenden Inventar ;)

Zu seiner Haut: Es begann im Januar nach einem Abszess, der auch in Hofheim gespalten wurde - somit kannten sie also die Geschichte von Anfang an.

Der Abszess heilte gut ab .... aber die Haut nicht. Das ganze war übrigens zwischen den Zehen und den Ballen - also eine extrem ungünstige Stelle, zumal Mickey Freigänger ist.

Wir waren ständig in der TK - er bekam verschiedene ABs ......

Mit vielen Aufs und Abs ging das bis Juni.

Durch einen grossen Zufall wurde ich eines Tages, beim gefühlten 1000sten Besuch, zu Fr Dr Löwenstein gelotst.
Den Untersuchungsmarathon kennst Du ja. Zum Glück ist Mickey extrem kooperativ.

Sie hat mir die möglichen Ursachen erklärt u.a. auch eine Futterunverträglichkeit. Eine Eliminationsdiät machen wir nicht.

Eigentlich hätte man jetzt eine Biopsie machen müssen - wurde das bei Euch nicht gemacht???? .... aber dafür hätte man eine halbe Zehe amputieren müssen. Und sie meinte das würde man nur im äussersten Notfall machen.

Mickey bekam ein AB hoch dosiert über 3 Wochen (normal sind 5 Tage) und eben das Atopica.

Das Ergebnis hatte ich oben ja schon beschrieben.

Die Bewährungsprobe kommt im Frühjahr, wenn es draussen auch wieder mehr Parasiten gibt.

Mein grösstes Problem momentan ist, daß alle Impfungen natürlich wirkungslos sind (und das ausgerechnet bei einem Freigänger) .... jetzt, mit dem Ausschleichen, habe ich ihn nach und nach impfen lassen mit der Hoffnung, daß etwas ankommt.

Viel geschrieben .... vielleicht gibts zu Euch eine Paralelle .....

:cu: Suse

Chriss
29.12.2008, 22:07
Ach, vielen Dank für den langen Text, es steht ja auch echt was drin ;-))
Frau Dr. Löwenstein hat die Biopsie (das ist der Allergietest, bei dem die Katze sediert und geschoren werden muss, oder?) als nächsten Schritt empfohlen, wenn die Eliminationsdiät nicht wirkt. Das dauert dann wieder eine Stunde - und kostet wahrscheinlich wieder 200 Euro. Aber wenn es Erfolg verspricht, würde ich es machen lassen. Der Fall scheint aber in der Tat ein bisschen anders gelagert zu sein, denn Mickey hat die Probleme offenbar "nur" an einer Stelle - aber wirklich extrem ungünstig, das arme Katerle. Bei Peppina gehen an verschiedenen Stellen die Haare weg und sie bekamt damals nässende Wunden. Diesmal nässen sie (noch) nicht, sie leckt sich einfach die Haare ab. Ich warte jetzt noch ein bisschen ab, ob das hypoallergene Futter vielleicht doch noch wirkt, ansonsten muss ich den weiten Weg nach Hofheim wohl noch mal antreten.
Deinem Katerle drücke ich fest die Daumen, wegen der Impfungen und auch wegen der zu erwartenden Parasiten. Aber was das letztere angeht, hast du wahrscheinlich erstmal Ruhe, die müssten momentan eigentlich alle erforeren sein.
LG Chris
P.S. Hier ist es wirklich traumhaft schön, aber krank sollte man besser nicht werden ;-))

Chriss
29.12.2008, 22:27
Hallo Elia,
habe wegen dem Namen des Hypoallergenen Futters und des THP eine pN an dich versandt... THP ist eigentlich auch etwas, was mir als einer der nächsten Schritte einfällt. Die von der Tierärztin empfohlene Biopsie zum Zwecke eines Allergietest ziehe ich auch noch in Erwägung, aber das ist echt aufwendig in jeder Hinsicht und hauptsächlich viel Stress für die Katze.
LG Chris

Suse
29.12.2008, 22:44
Ach, vielen Dank für den langen Text, es steht ja auch echt was drin ;-))
Frau Dr. Löwenstein hat die Biopsie (das ist der Allergietest, bei dem die Katze sediert und geschoren werden muss, oder?) als nächsten Schritt empfohlen, wenn die Eliminationsdiät nicht wirkt. Das dauert dann wieder eine Stunde - und kostet wahrscheinlich wieder 200 Euro. Aber wenn es Erfolg verspricht, würde ich es machen lassen. Der Fall scheint aber in der Tat ein bisschen anders gelagert zu sein, denn Mickey hat die Probleme offenbar "nur" an einer Stelle - aber wirklich extrem ungünstig, das arme Katerle. Bei Peppina gehen an verschiedenen Stellen die Haare weg und sie bekamt damals nässende Wunden. Diesmal nässen sie (noch) nicht, sie leckt sich einfach die Haare ab. Ich warte jetzt noch ein bisschen ab, ob das hypoallergene Futter vielleicht doch noch wirkt, ansonsten muss ich den weiten Weg nach Hofheim wohl noch mal antreten.
Deinem Katerle drücke ich fest die Daumen, wegen der Impfungen und auch wegen der zu erwartenden Parasiten. Aber was das letztere angeht, hast du wahrscheinlich erstmal Ruhe, die müssten momentan eigentlich alle erforeren sein.
LG Chris
P.S. Hier ist es wirklich traumhaft schön, aber krank sollte man besser nicht werden ;-))

Ich glaube jede Dermatitis ist anders und man kann nicht von einer Katze auf die andere schliessen. Aber auch mir hat es im Sommer sehr geholfen viel darüber zu lesen.

Daß bei Peppina die Wunden diesmal nicht nässen ist ja schonmal ein Fortschritt.

Die Biopsie ist so teuer, weil dafür eine Narkose notwendig ist und das labor sehr teuer ist.

Weisst Du, daß Fr Dr Lö... auch eine telefonische Beratung anbietet? Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit um einiges abzuklären.

Mir fällt gerade ein: eine Allergie kann man auch durch eine Blutuntersuchung feststellen ..... die TOP Fachfrau dazu ist MickeyIM hier im Forum. Schreibe sie doch mal an.

:cu: Suse

Elia
30.12.2008, 21:35
Hi,
bei uns war der Bluttest zur Allergietestung nicht aussagekräftig. Wenn sicher ist, daß es sich um eine Futtermittelallergie handelt (z.B. weil die Symptome durch Gabe von hypoallergenem Futter verschwinden), würde ich eher konsequent eine Ausschlußdiät füttern. Verschwinden die Symptome aber nur bei Gabe von Antiallergika, nicht jedoch bei Gabe von hypoallergenem Futter, muß die Katze auf etwas anderes sensibel reagieren. Das können Waschpulver, Hausstaubmilben, Haushaltsreiniger, Parfüme... sein. Und dann wird die Suche schwierig.
Ich würde wahrscheinlich zuerst die Gabe von Antiallergika in Erwägung ziehen, dafür muß die Katze weder in die Praxis, noch in Narkose gelegt werden. Schlagen diese an, kann man über weitere Schritte nachdenken.
Wobei ich persönlich von den üblichen Allergietests nicht viel halte, weil sie zum einen stark selektiv testen (also nur auf wenige spezielle Dinge) und zum anderen auch keine volle Verläßlichkeit bieten. Aber das ist nur meine persönliche Erfahrung, andere können da vielleicht positiver berichten.

Suse
30.12.2008, 22:34
Hi,
bei uns war der Bluttest zur Allergietestung nicht aussagekräftig. Wenn sicher ist, daß es sich um eine Futtermittelallergie handelt (z.B. weil die Symptome durch Gabe von hypoallergenem Futter verschwinden), würde ich eher konsequent eine Ausschlußdiät füttern. Verschwinden die Symptome aber nur bei Gabe von Antiallergika, nicht jedoch bei Gabe von hypoallergenem Futter, muß die Katze auf etwas anderes sensibel reagieren. Das können Waschpulver, Hausstaubmilben, Haushaltsreiniger, Parfüme... sein. Und dann wird die Suche schwierig.
Ich würde wahrscheinlich zuerst die Gabe von Antiallergika in Erwägung ziehen, dafür muß die Katze weder in die Praxis, noch in Narkose gelegt werden. Schlagen diese an, kann man über weitere Schritte nachdenken.
Wobei ich persönlich von den üblichen Allergietests nicht viel halte, weil sie zum einen stark selektiv testen (also nur auf wenige spezielle Dinge) und zum anderen auch keine volle Verläßlichkeit bieten. Aber das ist nur meine persönliche Erfahrung, andere können da vielleicht positiver berichten.

Ich habe mit dem Antiallergikum ja allerbeste Erfahrungen gemacht.

Man muss aber auch dazu sagen, daß es ein Hammermedikament ist.

Im Beipackzettel steht: nachdem ich der Katze die Kapsel verabreicht habe muss ich mir sofort die Hände waschen.
Sollte ich versehentlich selber eine Kapsel verschluckt haben, muss ich sofort zum Arzt. :eek:

Beim Menschen wird das Medikament u.a. in der Krebstherapie eingesetzt.

Aber wie gesagt, für Mickey wars die perfekte Therapie.

:cu: Suse

Elia
30.12.2008, 22:46
Ja,

ein echter Hammer, mein Kater ist davon total träge geworden. Aber es ist super, damit die Diagnose "Allergie" gesichert werden kann. Und auch gut, falls es schon große entzündete Flächen gibt, denn der Juckreiz läßt fast sofort nach. Nur Langzeit würde ich es nicht geben, wegen der Nebenwirkungen.

Suse
30.12.2008, 23:01
Ja,

ein echter Hammer, mein Kater ist davon total träge geworden. Aber es ist super, damit die Diagnose "Allergie" gesichert werden kann. Und auch gut, falls es schon große entzündete Flächen gibt, denn der Juckreiz läßt fast sofort nach. Nur Langzeit würde ich es nicht geben, wegen der Nebenwirkungen.

Interessant .... Mickey hatte garkeine Nebenwirkungen.

:cu: Suse

Homer + Lilli
31.12.2008, 20:13
Empfehlung: Pferdefleisch+Kartollfen wegen Verdacht auf Futtermittelunverträglichkeit . Leider frisst sie es nicht, also hat mir meine TÄ ein hyperallergenes Tofu gegeben, das sie auch frisst.

Hallo Chris, es gibt auch hyperallergenes Nassfutter vom TA. Ist aber sehr teuer. Ansonsten schau mal hier: www.vetamine.de. Da bekommst Du es günstiger. Im Übrigen darfst Du bei einer Ausschlussdiät über 6 Wochen nix anderes füttern. Also auch kein Leckerlie. Leider. Wenn die Unverträglichkeit feststeht, würde ich nach und nach ausprobieren, woran es liegt. Homer habe ich auch über Monate mit dem teuren TA Futter über Wasser gehalten. Mittlerweile verträgt er Bozita, Lux und Miamor ganz gut. Und er weiss mittlerweile auch was gut für ihn ist. Probier ich was neues aus, stelle ich immer was Altbewährtes und eben das Neue hin. Geht er an das Neue nicht dran, verträgt er es auch nicht und ich lass es.
Alles Gute:tu:

Chriss
03.01.2009, 21:25
Es ist wirklich zum Wahnsinnig werden: Peppina leckt sich, als wenn sie von Dämonen besessen wäre, und wir waren dann gestern doch mal wieder bei der TÄ, weil sie eine richtige Fleischwunde in der Achselhöhle hat. Sie gab ihr eine Cortisonspritze, die nach 48 Stunden anfangen soll zu wirken und insgesamt 5 Tage halten und sagte auch, dass die Diätsünden mit einem Löffelchen Yoghurt und ein bisschen Rindfleisch den Ausschlag haben geben können. Aber ich glaube das, ehrlich gesagt, nicht wirklich. Bevor sie das bekommen hat, fing das Beinchen schon wieder an zu zucken, und so fing es ja bis jetzt immer an. Ich frage mich auch, ob das hypoallergene Trofu überhaupt verlässlich ist. Die langen Proteinquellen sind wohl so aufgespalten, dass der Darm sie nicht mehr als Feinde erkennt, aber was ist z.B. mit Reis und dem Fischöl? Sollte sie zufällig keinen Reis oder Fisch vertragen, würde ich sie jetzt 6 Wochen genau damit weiter füttern, die TÄ haut immer munter eine Cortison hinterher - so kriegen wir es nie raus.
Ich habe mich mal bei den BARFern angemeldet, denn eigentlich scheint es mir am vernünftigsten, ihr was Schönes zu kochen. Ich finde es nur schwierig und vielleicht auch nicht ganz ungefährlich, weil man das pure Fleisch und Gemüse dann supplementieren muss, und zwar im richtigen Mengenverhältnis.
Und woher soll ich um Gottes Willen immer Ziege kriegen - die frisst sie freundlicherweise. Hat jemand von euch schon mal Frischfleisch in diesen Miniprotionen verarbeitet, d.h. auch gekauft und hujjjjjjjjjzzzzzzzzzzzzz -sorry, das war Peppina. Vielleicht wird doch noch alles gut, jedenfalls hat sie Humor. Und die BARFer wissen vielleicht Rat, was die Miniprotionen angeht. Bin aber für absolut jede Idee auch hier dankbar.
LG
Chris

Suse
03.01.2009, 22:32
Ach je, das tut mir ja leid.

Wenn Du barfst musst Du nicht sofort suplementieren.

Sollte sie eine Getreideallergie haben, die nicht gerade selten ist, dann ist der Reis natürlich "Gift" für sie.

Bei Mickey war es immer ganz wichtig, daß er seine Wunden nicht mehr belecken konnte, da sie sich dadurch auch immer wieder infiziert haben. Ausserdem ist die Zunge soooo rauh, daß sich damit keine vernünftige neue Haut bilden kann.

Hoffentlich findest Du bald eine gute Lösung.

:cu: Suse

Elia
04.01.2009, 13:45
Ohje,
hoffentlich geht es ihr schnell wieder besser!

Die Barfer werden euch gut helfen können. Wegen der Suppis mußt du dir noch keine Gedanken machen, bei einer Ausschlußdiät darf sie Anfangs sogar gar keine bekommen. Denn es kann ja sein, daß sie eines oder mehrere nicht verträgt. Zuerst bekommt sie nur eine Fleischsorte (und nur diese! Kein Leckerli, nix anderes!) als Futter. Und dann, wenn die Wunden abgeheilt sind, kannst du ein Suppi dazugeben, z.B. Calziumkarbonat oder Taurin. Wieder ein paar Wochen nur das Fleisch und das eine Suppi füttern. Dann ein zweites Suppi dazu und so weiter.
Wenn das Futter dann eines Tages komplett supplementiert ist, kannst du anfangen, andere Fleischsorten durchzutesten. Wichtig: Immer nur eine Tierart neu dazutun und mehrere Wochen lang füttern, damit eventuell auftretender Juckreiz genau diesem Fleisch/Suppi zugeordnet werden kann.
Manche testen auch erst verschiedene Fleischsorten durch und nehmen dann erst später die Suppis dazu.

Zu eventuellen Mangelerscheinungen beruhigt dich vielleicht dieser Bericht:
http://www.kretakatzen.de/KK-Ernaehrung.htm

Zum Diätfutter: Schwer zu sagen, denn es weiß ja noch keiner, WAS deine Katze nicht verträgt.
Wenn sie auf Medikamente gegen Allergien anspricht, liegt jedenfalls der Verdacht nahe, daß es sich um eine Allergie handelt.
ABER es muß ja keine Lebensmittelallergie sein, sie kann auch auf alles mögliche andere reagieren (Hausstaubmilben, Waschpulver, Bodenpflegemittel...).

:hug: LG Elia

Chriss
09.01.2009, 22:12
Ja, das war jetzt noch mal richtig deutlich. Momentan kriegt sie wieder das hypoallergene Fertigfutter vom TA und Pferd, wenn sie will. Will sie aber kaum. WEnn sie das 8 Wochen gefressen hat werde ich es genauso machen wie oben beschrieben. Die Seite über die Kreta Katzen ist übrigens toll!
Die Cortison Spritze hat kaum gewirkt, sie war hungrig und depressiv, hat sich aber immer noch geleckt. Dann haben wir ihr wieder das Antiparasitenmittel Ivomec gespritzt und jetzt wird es besser. Morgen kommt eine Tierhp, da freue ich mich drauf. Ich hoffe nur, Peppina sitzt nicht die ganze Zeit unterm Bett ;-))
Bis dann...lG Chris

Elia
09.01.2009, 22:18
Na, da hast du ja schon einen schönen Plan für die nächste Zeit!
Weiß der TA nicht, was im Antiparasitenmittel drin sein könnte, das im Antiallergiemittel fehlt? So daß er dann vom wirksamen Bestandteil vielleicht auf die Erkrankung rückschließen kann?
Alles Gute und viel Erfolg morgen!

bosso
10.01.2009, 12:26
Momentan kriegt sie wieder das hypoallergene Fertigfutter vom TA und Pferd, wenn sie will. Will sie aber kaum. hat sich aber immer noch geleckt.

Hallo Chriss
Ich habe auch eine sehr empfindliche Katze,die auf fast alles allergisch reagiert.
Ich bin am Anfang dauernd zum Tierarzt.
Sie bekam immer rote Ohren und Krusten in den Ohren und hat sich so sehr gekratzt,dass die Haare an den Ohren ausfielen.
Der Tierarzt behandelte mal mit Pilzlösung und die Ohren wurden wieder gut und die Haare sind auch wieder gewachsen.
Aber als ich die Pilzlösung weg lies kamen nach ein paar Tagen die Symtome wieder.

Sie hat auch die Symtome lecken und kratzen.

Habe vieles probiert,auch das hypoallergene Trockenfutter.
Wenn ich das gefüttert habe hat sie sich zu Tode geleckt.

Ich habe inzwischen rausgefunden,dass sie auf alles Pflanzliche wie Hefe,Tagetes-extrakt, Ringelblumen,Preiselbeeren oder anderes Pflanzliches mit lecken reagiert und auf Getreide,auch Reis mit kratzen.
Sie verträgt auch keine Kartoffeln,da bekommt sie Durchfall.

Ich füttere ihr nur Nassfutter und zwar die Bozita Dosen,die Grau Dosen Kittenmenü Pute/Karotten,Miamor Milde Malzeit und die 100g Döschen von Mac's Lamm/Geflügel mit Ei.

Lange Zeit hat sie das Bozita im Tetra Pack und das Petnatur vertragen,aber seit im Bozita Zucker rausgenommen und Hefe reingetan wurde verträgt sie die Tetra Packs nicht mehr.
Genauso beim Petnatur,seit die Dosen mehr Inhalt haben und eine Vitaminvormischung drin haben leckt sie sich nur noch wenn ich das füttere.

Wenn deine Katze Kartoffeln verträgt könntest du auch das Vet Concept Stauss/Kartoffeln oder Rentier/Kartoffeln probieren.

Chriss
11.01.2009, 23:24
Also, in dem Ivomec sind Mittel drin, die gegen so ziemlich alle Ektoparasiten wirken, die es gibt. Das ist ja das Verrückte: auf Peppina wurde nie ein einziges Parasitentierchen gleich welcher Art gefunden, und trotzdem reagiert sie auf das Mittel positiv. Die Juckerie fängt nach 4-6 Wochen wieder an, wenn die Wirkung nachlässt. Möglicher Schluss draus: sie ist empfindlich gegen Milben, die wohl auf jeder Katze wohnen, sobald diese in normaler Anzahl auftreten. Ivomec haut sie wohl zunächst mal gründlich weg.
Samstag war die THP da. Sie hasst dieses hypoallergene Futter auch und ich finde es echt interessant, was Carmen über die Reaktion ihrer Katzen darauf schreibt. Werde vielleicht einfach mal Huhn roh füttern, denn ich glaube auch, dass die ganzen Pflanzen in dem Trofu nicht gut sind auf Dauer. Concept Strauß oder Rentier hört sich super an, werd ich mal nach Bezugsquellen googeln. Peppina liebt Kartollfelbrei, ob sie Kartoffeln verträgt, weiß ich leider nicht genau.
LG
Chris