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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DIAGNOSE FIV.......bin unsicher



effimakkoni
16.12.2008, 21:56
hallo zusammen,

gestern bekam ich nun die unerfreuliche meldung, dass mein phönix fiv positiv ist. er ist etwa zwei jahre alt, hab ihn aber erst seit vier monaten. die ständige zahnfleischentzündung ließ es vermuten. ich weiß, katzen können auch mit fiv recht alt werden, aber im moment bin ich etwas verunsichert. eine übertragung auf den menschen ist laut mehrerer aussagen nicht möglich, jedoch ist mir unwohl. ebenfalls habe ich dem dicken vor 2 monaten eine gefährtin gebracht. twiggy ist ein halbes jahr alt und die beiden lieben sich total. nun werde ich sie auch testen lassen, denn so wie die beiden hier manchmal herumtoben ist es wahrscheinlich, dass sie sich ansteckt oder gar schon angesteckt hat. genau da bin ich jetzt im gefühlschaos. angenommen, sie wird beide male negativ getestet, soll ich sie dann weggeben um sie vor der krankheit zu beschützen? das ist aber gar nicht so einfach, denn es fällt mir sehr schwer, aber wiederum denke ich, warum sollte ich ihr fiv antun?! wäre es nicht unverantwortlich?? tue ich möglicher weise beiden damit nicht gut, denn er ist dann wieder den ganzen tag allein. gut, es besteht die möglichkeit einen weitere fiv katze anzuschaffen, aber will ich das? ich denke eher nicht, denn wer weiß, wie lange diese dann noch bei uns weilt. ich bin echt ratlos. ich wünsche mir schon fast, dass die kleine auch fiv positiv ist um diese entscheidung nicht treffen zu müssen. ich freue mich über eure meinungen zu diesem thema und werde wohl den test abwarten müssen. möglicherweise gibt es ja in naher zukunft hilfe, wer weiß. ich hoffe es und freue mich auf eure antworten. lg

Sabine
16.12.2008, 22:03
Hallo,
die zweite Katze würde ich nicht testen lassen. Denn zum einen ist die Wahrscheinlichkeit hoch das sie sich schon angesteckt hat und wenn du sie abgeben möchtest wenn sie negativ getestet wird. Musst du sie von jetzt an in Quarantäne setzen um zu verhindern das sie sich doch noch ansteckt.
Das du dich bei den Katzen ansteckst ist soweit ich weiß nicht möglich. Denn die Katzen haben FIV und nicht HIV.

Drottning
16.12.2008, 22:33
Ich würde es auch so belassen, wie es ist. FIV kann von Katze zu Katze z. B. durch Bisse verursacht werden, und die kommen einfach vor, schon alleine rein spielerisch. Von daher hat sie sich bestimmt schon angesteckt. Und wenn nicht, umso besser. Aber sie abgeben, wo sich die Beiden so gut verstehen? Das täte ich nicht. Ich würde nicht bewusst zu einer ansteckend kranken Katze (zumindest nicht bei solchen Krankheiten!) eine gesunde holen. Aber nun ist sie einmal da. Da würde ich sie auch behalten.

Und ich bin mir 100% sicher, dass FIV für den Menschen nicht ansteckend ist.

wailin
16.12.2008, 22:51
Ich kann Dich gut verstehen, ich habe ähnliche Gedanken gehabt nachdem Susi an FIP starb. Rony hat sich damals bei ihr zwar angesteckt, jedoch brach FIP nicht aus. Lilly kam dann später als Corona negativ dazu.
Man putzt sich, man liebt sich, man jagt sich, man tauscht Näpfe und Tö - und Lilly ist auch nach 3 Jahren noch Corona negativ (wurde bei der Suche nach einem Infektionsherd letztens mit abgeprüft).

Stressarmes Leben gehört zu den Dingen, die bei Immunproblemen immer gut sind. Wenn die zwei sich lieben ist es m.E. am stressärmsten sie einfach zusammen zu lassen. Wenn sie sich bisher nicht bei ihm angesteckt hat, warum sollte das in Zukunft passieren und wenn doch, ist es eh schon zu spät. Das wäre m.E. etwas anderes, wenn Du jetzt erst an eine Vergesellschaftung denken würdest.

Wenn Du für Dich Gewissheit möchtest, dann lass sie testen. Ansonsten würde ich es einfach im Hinterkopf behalten, falls eine Erkrankung darauf hindeutet, sie z.B. auch Zahnfleischprobleme bekommt. Bei Rony&Lilly hat es zumindest so gut funktioniert.

:cu:

Grizabella
17.12.2008, 01:00
Bloß keine Panik. Cynthia (cynthi) in diesem Forum hat einen FIV-positiven Kater, der ist 15 Jahre alt. Sicher, es muss nicht immer so einen Glücksfall geben, aber für DEINE Katzen ist jetzt der Glücksfall einmal der, dass sie bei dir und in guten Händen sind.

Cleo und Ulli kamen aus Spanien mit einem (angeblich?) negativen FIV-Test im März 2005 zu uns. Wegen ständiger Infektionen irgendwelcher Art riet die Tierärztin zu einem FIV-Test, und siehe da, sie sind beide positiv. Sie waren bei mir nie im Freien, sie sind hier reine Wohnungskatzen. In der Zwischenzeit hatten wir Sina aus dem örtlichen Tierheim dazugeholt (Februar 2007). Sie stellte sich als FIV-negativ heraus (ein Wunder, denn Cleo und Sina hatten sich in den ersten zehn gemeinsamen Monaten die Seele aus dem Leib gerauft).

Seit dem positiven Testergebnis hatten meine beiden Tiger keinerlei Infektionen mehr. Sie werden mit erlesenstem Futter gefüttert und bekommen Vitamine und Futterzusätze; ins Immunsystem greifen wir in keiner Weise ein. Sie werden NICHT MEHR GEIMPFT, aber regelmäßig entwurmt.

Sina ist bis jetzt negativ geblieben, aber sie wird vor ihrer jährlichen Impfung neuerlich getestet. Wäre sie positiv, unterbleibt auch für sie die Impfung. Ich würde niemals für sie einen anderen Platz suchen, denn sie versteht nichts von dieser Krankheit und ist glücklich hier, ist mit Ulli ein Herz und eine Seele. Mit Cleo ist sie nicht innig verbunden, aber es gibt keine Kämpfe mehr.

Nein, für uns als Menschen gibt es hier keine Gefahr, auch nicht, wenn die Krankheit bei der Katze ausgebrochen ist. FIV und HIV sind artspezifisch. Sekundärinfektionen sind bei der positiven Katze selbstverständlich sofort und massiv zu behandeln.

Eine gute, kurze Zusammenfassung über FIV findest du bei http://tierhilfe-verbindet.de/pages/katzen/infos-fiv.php

Ich würde jedenfalls deine Katzenfamilie belassen, wie sie ist und weder ein positives noch ein negatives Tier dazunehmen.

Uschimaus
17.12.2008, 07:59
Hallo,

ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen.

Bitte nicht gleich verzweifeln! Auch wir hatten für unser Katerchen Tommy im November 2006 die Diagnose FIV bekommen, Tommy war zu diesem Zeitpunkt 1 und 1/4 Jahr alt. Tommy hatte sich höchstwahrscheinlich über die Muttermilch angesteckt gehabt. Gleichzeitig haben wir noch unsere Trixi, die GSD negativ getestet wurde, im November diesen Jahres ebenfalls wieder!!! Und glaube mir, bei uns wird ebenfalls getobt, was das Zeug hält...:-)....just in diesem Moment wird gerade wieder Fange und "Kämpfen§ miteinander gespielt...:-)

Tommy geht es soweit ganz gut, er hat ab und zu mal einige Wehwehchen und Krankheiten, die wir immer sehr schnell auskuriert bekommen. Außerdem bekommt er hochwertiges Futter, hat keinen Stress....ganz im Gegenteil, meine Beiden haben ein supertolles Leben mit sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit. Tommy bekommt zusätzlich auch noch Immu-Stim-K-Tabletten, gleichzeitig noch einige homöopathische Mittel.

Also bitte gib nicht auf, auch wenn der erste Schock - genau wie bei uns damals - sehr groß ist!!! Genieß einfach jeden Tag und bereite Deinen Miezen ein schönes Leben, sei aber gleichzeitig aufmerksam, was seine FIV-Erkrankung angeht. Wenn Du noch Fragen haben solltest, kannst Du mir auch gern eine PN schicken...

Liebe Grüße

Kerstin mit Trixi und Tommy

P.S. Schau einfach mal auf unsere Homepage (wird demnächst mit den ganzen neuen Fotos ab Juni 2007 aktualisiert). Hier sieht man, wie Tommy trotz FIV sein Leben zusammen mit unserer Trixi einfach nur genießt...:-)

www.unsere-trixi.de

cynthi
17.12.2008, 08:49
Hallo, ich bin das mit dem nun fast 16jährigen FIV-Kater.

Ich kann mich nur anschließen, du wirst dich nicht anstecken, kannst ihn niederschmusen - kein Problem.

ich halte es wie Helga, keine Impfungen mehr, hochwertiges Futter (ich bar.fe) und ich vermeide TA-Besuche wo ich kann. Ich entwurme auch nur einmal jährlich.
Meiner hat schon irre lange eine Ohrengeschichte, wo auch die TÄ mit AB-Spritzen nicht gegen ankommt. Da aber jeder TA-Besuch ihn unheimlich stresst und verängstigt, reinige ich nun täglich das Ohr selbst und schmiere Salbe rein. Das findet er zwar auch nicht Klasse, aber er wesentlich weniger Aufregung als beim TA.
Ich hab ihn aber genau aus diesem Grund allein. Eine gesunde will ich nat. nicht dazunehmen, eine infizierte will ich mir nicht antun, denn man kann leider nicht immer davon ausgehen, dass es so gut wie bei Karli verläuft und das könnte ich nicht bewusst eingehen. Außerdem ist er so sehr zufrieden, er hängt an mir wie ne Klette und ist total brav.

Du findest im Netz unterschiedliche Aussagen: einerseits wird empfohlen das Immunsystem zu unterstützen, andere warnen ausdrücklich davor, es wäre ein Puschen und durchs die Erreger läuft es schon auf Hochtouren (das war jetzt vereinfacht).
Tja auch da halte ich es wie Helga: gutes Futter - aber nicht noch puschen.
Das ist, meiner Meinung nach, wie mit allem, man muss seinen eigenen Weg u. Umgang damit finden.

Manuela
20.12.2008, 13:30
Hallo,
bei meinem Tigerle wurde 2003 FIV festgestellt. Heute haben wir fast 2009 und Tigerle lebt immer noch!
Ich habe es damals auch nicht übers herz gebracht, ihn weg zu geben, da ich ihn schon 1 1/2 Jahre hatte. Er lebt mit noch zwei Katzen zusammen. Vor ca. 4 Jahren hatte ich die beiden anderen mal testen lassen, beide waren negativ. Das Verhältnis meiner Katzen ist so, dass sich alle recht gut akzeptieren, aber nicht miteinander schmusen. Andererseits raufen sie auch sehr selten miteinander.
Was die Kosten betrifft, muss ich aus meiner Erfahrung davon abraten, sich zur Gesellschaft noch ein FIV-Tier anzuschaffen, denn die TA-Kosten können enorm sein, zumal man keine Erkrankung auf die lange Bank schieben kann und möchte im Sinne des Tieres. Tigerles TA-Kosten summieren sich mittlerweile auf einige tausend Euro über die Jahre. Hätte ich den finanziellen Hintergrund, wäre das ja nicht das Problem, aber hinzu kommen auch die Sorgen um das Tier, quasi auch dauerhaft. Man leidet immer mit dem Tier mit und das dauerhaft, weil ja immer was ist. das schlaucht über die Zeit auch.
Obwohl ich mein Tigerle sehr liebe, hatte ich schon einige Male Gedanken, für die ich mich schäme, in der Art, dass ich auch froh sein werde, wenn das alles mal eines Tages vorbei sein wird. Das ist ein schwieriges Feld..

!!!Sorry Tigerle, wenn ich manchmal so denke!!!.. du bist trotzem mein ein und alles, vielleicht gerade, weil du so viel durchmachst.

Impfen bekommt Tigerle schon lange nicht mehr.

Hinzu kommt, dass Tigerle auch das teure TA-Nierendiätfutter braucht, Nassfutter (Ein Beutel für ca. 1 Euro) und TRO-Fu-Nierendiät auch. Das passt zumindest so ganz gut, weil ich noch meinen nierenkranken Felix habe. Ich freue mich dennoch, dass du hier sehr viel positiven Zuspruch erhältst, denn in vielen Dingen kann ich mich anschließen.
Du brauchst z.B. wirklich keine Angst haben, dass FIV für den Menschen gefährlich ist.

Wie gesagt, das ist ein Teil meiner Erfahrung mit dieser Krankheit.
Man darf natürlich nicht vergessen, das FIV viele unterschiedliche Erscheinungen aufweist, da hat der eine auch mehr Glück, als der andere, das ist total individuell.

Mein Gedanke war auch immer dabei, dass ich mir überlegt habe, was Tigerle für Chancen gehabt hätte, wenn ich ihn weggegeben hätte. Wohl nicht so viele, als älteres Tier mit FIV im Tierheim, wo doch unzählige gesunde Tiere auf ein neues Zuhause warten.

effimakkoni
21.12.2008, 18:31
hallo zusammen, ich danke euch allen für diese gemütsstärkung und ich habe mich entschieden, die kleine nicht testen zu lassen und sie natürlich zusammen zu lassen. der anfängliche schock und die tatsache sich damit auseinander setzen zu müssen sind überwunden. den beiden geht es gut und ich bin froh sie bei mir zu haben. so soll es so lange wie möglich bleiben. ich wünsche euch ein schönes weihnachtsfest und plüschgrüße an alle eure miezen.