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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dringend Hilfe in Berlin benötigt!



Steffi-Lotte
03.12.2008, 18:04
Hallo,

in Berlin sind 800 Wellis heimatlos geworden.

500 können in den umliegenden Tierheimen untergebracht werden, für die restlichen 300 werden dringend Pflegestellen oder ein endgültiges Zuhause gesucht.

Näheres hier: http://www.vwfd-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=54794
http://www.vwfd-forum.de/viewtopic.php?f=4&t=54795

Es ist wirklich dringend, also wer irgendwie Platz hat, bitte dort melden!

Steffi-Lotte
07.12.2008, 13:30
Hallo,

hier mal die neuesten Infos vom VWFD:

"Hier ist eine Übersicht der diversen Links zu diesem Thema in unseren Foren - bedingt durch das brisante Thema lassen sich die einzelnen Threads thematisch leider nicht immer steuern, daher finden sich allen Threads überschneidende Themen.

Vermittlungsforum:
Hier werden Pflegestellen gesucht und zukünftige zu Hause für die Pieper.
viewtopic.php?f=12&t=54794

Interessenten müssten dem Verein unter der Emailadresse notfall_berlin2008@vwfd.de folgende Angaben machen:
- Name/Adresse (Wohnort bitte mit Postleitzahl und keine Abkürzungen)
- Nick (im VWFD-Forum, wenn vorhanden)
- Geschlecht und Anzahl der aufzunehmenden Vögel
- Pflege oder endgültiges Heim
- Kurze Beschreibung der Haltungsbedingungen (inklusive Foto) oder eine Empfehlung von einem Mitglied
- Ob auch behinderte Wellis aufgenommen werden können (Nichtflieger etc.)
- Welche Erfahrungen mit Wellensittichen sind vorhanden (bzgl. der stellenweise noch sehr jungen Vögel)

Im Moment handelt es sich nur um eine Interessentenliste - es fehlen uns noch folgende wichtige Informationen, um in die Vermittlungsphase zu starten:
- Gesundheitszustand der Vögel
- welche Bedingungen (z. B. im Hinblick auf Krankheiten) an die neuen Halter gestellt werden, steht noch nicht fest.

Transporte
Damit die Transporte vorbereitet werden können, benötigen wir noch Freiwillige, die bereit sind, gewisse "Teilstrecken" zu übernehmen. Im Moment werden anhand der bisherigen Interessenten mögliche Fahrtrouten erstellt. Wir werden dann in Kürze auf "Lücken" hinweisen und hoffen, dass wir diese geschlossen bekommen.
Damit die Fahrten durchgeführt werden können, benötigen wir ebenso Transportkäfige und evtl. Leute, die die Fahrer finanziell unterstützen. ;)
Alles rund um die Transporte findet ihr ebenfalls in dem Thread aus dem Vermittlungsforum:
viewtopic.php?f=12&t=54794&start=0

Spenden
Damit die notwendigen Spenden auch sinnvoll verteilt werden können, werdet ihr hier in Kürze eine Liste der Tierheime sehen, die Vögel aufgenommen haben. Diese Tierheime freuen sich dann über Geld- und Sachspenden.
Auch die Vögel, die über den Verein untergebracht werden, benötigen sicherlich eure Hilfe.
Sobald wir Informationen zu den diversen Kostenfaktoren haben (Gesundheitszustand etc.) werden wir euch auch hier gezielter um Hilfe bitten.
Im Moment füttert das Tierheim Berlin die Tiere durch und kümmert sich um die Betreuung der Vögel. ;)

In diesem Thread werden die neuesten Informationen über das Thema ausgetauscht (auch alles über Spenden etc.).
viewtopic.php?f=4&t=54837&st=0&sk=t&sd=a
Das Moderatorenteam ist stetig bemüht, die neu enstehenden Threads zu dem Berlin-Wellis den bereits bestehenden hinzu zufügen. So werden diese Threads dann zwar länger, doch man muss nicht so viele unterschiedliche Threads durchlesen. ;)

Ganz zum Schluß noch ein großes Dankeschön an all jene, die ihre Hilfe anbieten und uns schon jetzt mit ihrem Engagement unterstützen."

0401
08.12.2008, 14:03
Bayern ist wohl zu weit weg, oder?

Ich hätte für 3 Vögel ein endgültiges Heim zu bieten!

Steffi-Lotte
08.12.2008, 20:17
Hallo Iris,

ich glaube es gibt auch weitere Interessenten in Bayern. Wir haben auch schon einige Transportrouten (Ruhrgebiet und Leipzig z.B.). Melde dich doch einfach unter der genannten Mail-Adresse, da kann man dir auch den genauen Stand sagen und ob es eventuell auch schon was Richtung Bayern gibt.

Finde ich toll, dass du helfen willst. :hug:

0401
09.12.2008, 10:22
Guddi, mach ich!

0401
09.12.2008, 13:09
Stefiiiiiiiiiii, ich hab schon Antwort!!!!!!!! :wd:

Nun auch für dich, geh mal in myvideo, suche irisk und dann anstatt Video: Mitglieder

klick irisk an und da ist ein Video von der kleinen Wintervoli zu sehen, im Sommer sind sie ja geschützt draussen, in ner größeren!

Und wie per mail der TS-Orga mitgeteilt, hier ein Foto von eben von der Außenvoli, und hüstel, Gartenmöbel, Fahräder etc stehen im Sommer natürlich NICHT da, da sind dann 2 Liegestühle zum Beobachten der kleinen Papageien!

Die Markise wird bei Bedarf (Hitze) geöffnet und die Wellis werden jeden Tag im Sommer geduscht!

http://img219.imageshack.us/img219/4671/tsyz6.jpg (http://imageshack.us)

Vorne kann man evtl noch den Apfelbaum im Topf erkennen, ein besonderer Spaß für die Vögel wenn er austreibt und frische Blätter hat, die, na ja, nicht lange dran sind :-)

Die Ziegelsteine liegen deswegen da, das man bei Wind nachts eine Plexiglasscheibe einpannen kann.

Steffi-Lotte
14.12.2008, 16:23
Hallo,

dann kommen ja drei Vögel in ein schönes neues Zuhause.

Ich habe jetzt gesehen, dass noch mehrere nach Bayern kommen. :cu:

0401
15.12.2008, 19:56
Ui, ich würd mich freuen, und

Weibi, Susi, Gelbi, Franzi, Seppi, Tobi und Schecki auch!

Steffi-Lotte
17.12.2008, 17:18
Hallo,

hier das neueste:

Liebe Wellifreunde,

gestern war es nun endlich soweit, Mieze und Welliline konnten in die Wohnung gehen, um die Wellis einzufangen und abzutransportieren. Die ganze Aktion dauerte von 17.00 - 0.30 Uhr. Wie ihr euch sicher erinnern könnt, war bis jetzt von sehr unterschiedlichen Zahlen die Rede: von 300 (laut Besitzer), über 500 (RTL) bis 800 Wellis (ATÄ). Tatsächlich wurden gestern rund 900 - 1000 Wellis eingefangen, 60 Küken und 12 Nymphensittiche. Es sind aber immer noch ca. 400-800 Wellis in der Wohnung. Darunter wohl wieder etwa 60 Küken. Da die Aufnahmeplätze nun erstmal voll belegt sind, müssen noch Hunderte Wellis vorläufig in der Wohnung bleiben, bis weitere Plätze gefunden sind.
Die eingefangenen Tiere kamen in Käfige und wurden vor dem Abtransport durch die einzelnen Tierheime (Berlin, Hamburg, Bremen) gezählt.

Die kranken, bzw. krank aussehenden Tiere (einige mit Spreizbeinchen, zwei hatten ein leicht blutiges Auge, ein paar hatten offenbar total falsch verheilte Beinbrüche) wurden von Frau M. (einer engagierten Helferin vor Ort) abtransportiert, sie hat heute einen Termin bei einer vk TÄ.

Sämtliche Küken und einige Halbwüchsige sind jetzt bei Frau B., einer Hobbyzüchterin. Sie kam mit ihrem Mann, um zu helfen und die Familien abzuholen. Dort werden sie jetzt fachmännisch versorgt.

Wir können nur hoffen, dass es diese Tiere überleben werden. :daumendrück: Sie sind zwar in fachlichen Händen, aber in der Wohnung herrschte eine Hitze, dass es einem zusammen mit dem Staub den Atem verschlug. Für die Kleinen, die noch heute Nacht in die entsprechenden Tierheime gefahren werden, fühlt es sich draußen sicher eisig an.

Die Helfer bekamen von der ATÄ weiße Schutzanzüge und Atemmasken mit Filter. Staub, Schimmel, Kakerlaken, überall Unmengen von Futternäpfen, Kochtöpfe mit Wasser gefüllt als Tränken. Aber auch Schalen mit Vogelsand, Apfelsinen, Tomaten. Tote Tiere konnten wir keine mehr finden, vermutlich hat sie der Besitzer bereits entsorgt.

Natürlich waren viele Reporter vor Ort, die Geheimhaltung der Aktion hat nicht funktioniert, da der Wellibesitzer selbst die Presse informiert hatte. Allerdings haben sie sich an die Anweisungen der ATÄ gehalten und der "Störfaktor" hielt sich in Grenzen.

Wer noch Käfige zur Verfügung stellen kann oder Pflegeplätze anbieten , bitte melden an die bekannte Adresse:

notfall_berlin2008@vwfd.de

Steffi-Lotte
17.12.2008, 20:32
Hallo,

jetzt können wir endlich auch genaue Aussagen zum Gesundheitszustand machen:

Liebe Wellifreunde,

hier haben wir für euch die neuesten Informationen bezüglich des Gesundheitszustandes der Spandau-Wellis zusammengefasst und gleichzeitig Empfehlungen zum Eingangscheck beim vogelkundigen Tierarzt aufgeführt.

Eingangsuntersuchung:

Bei einem neu erworbenen Vogel ist es grundsätzlich wichtig ihn zu einem ersten „Gesundheitscheck“ bei einem vogelkundigen Tierarzt vorzustellen. Dabei ist es zweitrangig, woher der Wellensittich stammt. Ob aus der Zoohandlung, vom Züchter, aus dem Tierheim oder durch eine Vermittlungsrubrik - jeder Vogel kann eine versteckte Krankheit in sich tragen. Selbst wenn das Tier augenscheinlich gesund wirkt, die meisten Infektionen lassen sich nur mit speziellen Untersuchungsmethoden nachweisen. Die Eingangsuntersuchung dient nicht alleine der Abklärung des Gesundheitszustandes, sie ist gleichzeitig ein Schutz des Restschwarms vor möglichen Infektionen. Deshalb sollte diese zum „Standardprogramm“ eines jeden verantwortungsbewussten Halters gehören.

Für den Transport zum Tierarzt gibt es im Fachhandel spezielle Transportboxen, so dass das Tier sicher befördert werden kann. Auf den Boden der Transportbox sollte Frischhaltefolie (kein Küchentuch) ausgelegt werden, damit der Tierarzt gleich noch eine frische Kotprobe untersuchen kann. Eine solche frische Kotprobe ist wichtig, da bestimmte Erreger nur auf diese Weise zu erkennen sind.
Zum Transport deckt man die Transportbox am besten mit einen Tuch ab, insbesondere in der kalten Jahreszeit ist es sinnvoll das Auto etwas vorzuheizen.

Untersuchung beim vogelkundigen Tierarzt:

Bei der ersten allgemeinen Untersuchung wird

a) der Ernährungszustand
b) die Kloake
c) die Schnabelhöhle
d) das Gefieder des Vogels betrachtet
e) und die Atmung kontrolliert.

Dazu nimmt der vogelkundige Tierarzt das Tier in die Hand und hält es zunächst mit dem sogenannten „Fixiergriff“ oder "Scherengriff" fest. Daumen und Zeigefinger halten dabei das Köpfchen des Wellensittichs fest. Mit dem Rücken liegt der Vogel auf der Hand des Betrachters.
Ein Vogelkundler kann anhand der äußeren Untersuchung bereits eine erste Diagnose stellen und weitere Untersuchungen einleiten.

Zum Pflichtprogramm der Erstuntersuchung gehören weiter:

a) die mikroskopische Untersuchung des Kotes (Sammelkot von mindestens 24h) und
b) ein Kropfabstrich, bzw. eine Kropfspülung

Mikrobiologische Untersuchungen:
Bakterien und Pilze sind größtenteils nur durch eine mikrobiologische Untersuchung festzustellen. Um diese zu identifizieren und die entsprechende Therapie einleiten zu können, werden aus Kropf - und Kloakenabstrichen und Kot (bei Bedarf aus Gewebe - und Flüssigkeitsabstrichen) Kulturen angelegt. Da viele Bakterienstämme bereits erhebliche Resistenzen auf verschiedene Antibiotika entwickelt haben, ist es wichtig mit Hilfe eines sogenannten Resistenztestes das passende Antibiotikum zu ermitteln.

Parasitologische Untersuchungen:
Parasiten können anhand von unterschiedlichen Verfahren (z.B. Flotationsverfahren) und Tests ermittelt werden. Damit eine fundierte Parasitenuntersuchung (Würmer, Kokzidien) vorgenommen werden kann, sollte man allerdings Sammelkot über mindestens 24 h nehmen, hierbei wird noch vor der mikroskopischen Untersuchung eine Anreicherung (Flotation) vollzogen. Diese Anreicherung dauert ca. eine halbe Stunde, wird also in der Regel nicht direkt in der Sprechstunde erfolgen, das Ergebnis kann aber innerhalb eines Tages da sein, wenn die Untersuchung in der TA-Praxis selbst erfolgt.

Kloaken - und Kropfabstriche werden mit Hilfe eines sterilen Wattetupfers durchgeführt. Einfache Abstriche können direkt unter dem Mikroskop untersucht werden, wie beispielsweise beim Macrorhabdus ornithogaster (Megas). Um eine genaue Erregerbestimmung bei anderen Arten vornehmen zu können, bedarf es aber einer Anzüchtung. Das kann bis zu 14 Tage dauern, da insbesondere Pilzkulturen erst über einen längeren Zeitraum nachgewiesen werden können. Es empfiehlt sich, diese Mindestzeit an Quarantäne einzuhalten. Erst wenn die Ergebnisse der Untersuchung feststehen und kein Befund vorliegt, darf der Neuzugang frühstens in den Schwarm integriert werden. Natürlich hat dies immer in Rücksprache mit dem Tierarzt zu erfolgen.
Die Kotuntersuchung und den Kropfabstrich kann gegebenenfalls (am besten vorher telefonisch abklären) auch ein nicht-vogelkundiger Tierarzt vornehmen und einschicken.
Eine Eingangsuntersuchung mit einem negativen Befund ist keine 100% Garantie für einen gesunden Vogel, doch sie mindert das Risiko eines unvorhersehbaren Krankheitsausbruchs erheblich.
Detailliertere Informationen zu den Untersuchungsmethoden beim vogelkundigen Tierarzt finden sich hier: http://www.vwfd.de/2/28/28013.php

Hinweise zu den „Spandauwellis“

Bei den Fundvögeln, die beim Lüften entwischt sind, und bei den Proben, die durch die Amtstierärztin genommen wurden, sind bereits Parasiten (Spulwürmer und Trichomonaden) festgestellt worden.
Die Tests auf Psittakose waren allesamt negativ. Ein Einzeltest ist daher nur erforderlich, wenn man noch zusätzliche Sicherheit haben möchte.
1. Spulwürmer:
Behandlung: Es werden verschiedene Antiparasitika zur Therapie eingesetzt. Über das Trinkwasser oder direkt oral - in den Schnabel - verabreicht, wird Levamisol. Der Wirkstoff Fenbendazol (Panacur) sollte immer direkt oral gegeben werden. Avermectine können auch Spot-on (2 Tropfen in das Nackengefieder - siehe Räudemilben) eingesetzt werden, sie gelten bei Spulwürmern aber als etwas weniger wirksam.
Bei allen Wurmmitteln ist auf eine genaue Dosierung zu achten! Beim Einsatz des Wirkstoffs Fenbendazol (Panacur) darf nur die 2,5 % Lösung verwendet werden. Der Wellensittich sollte vorab gewogen werden, damit das Medikament entsprechend genau dosiert werden kann. Die Antiparasitika bewirken, das die Würmer im Darm zunächst gelähmt werden und dann absterben. Der Vogel scheidet die, meist toten, Würmer über den Kot aus. Die Eier und Larven werden durch die Wirkstoffe ebenfalls vernichtet.
Wichtig: Bei Spulwurmbefall ist auf strengste Hygiene zu achten. In Außenvolieren ist ein komplettes Abtragen des Bodenbelags notwendig (es empfiehlt sich eine Reinigung mit dem Dampfstrahler), Innenvolieren und Käfige müssen gründlich gereinigt und Naturäste ausgewechselt werden. Trink - und Futternäpfe sollten ausgetauscht werden. Bei Neuzugängen darf grundsätzlich auf die Untersuchung einer Sammelkotprobe (über 3 Tage) nicht verzichtet werden, um das Risiko einer Durchseuchung des bestehenden Schwarms zu minimieren.
2. Trichomonaden
Behandlung: Mit Hilfe einer Kropfspülung oder eines Kropfabstrichs ist der Parasit zu bestimmen. Im körperwarmen Schleim sind die beweglichen Geißeltierchen bis maximal 48 Stunden nach der Probenentnahme unter dem Mikroskop nachzuweisen.
Eine frühzeitig erkannte Trichomoniasis ist gut zu therapieren. Bei bereits bestehenden tieferen Gewebeschäden oder dem Befall innerer Organe ist die Prognose dagegen schlecht. Als sehr wirkungsvoll hat sich die einmalige Gabe von Carnidazol (Spartrix) erwiesen. Dieser Wirkstoff wird dem Vogel direkt oral - in den Schnabel - verabreicht. Andere Wirkstoffe, wie Metronidazol oder Dimetridazol werden über mehrer Tage über das Trinkwasser gegeben. Behandelt werden immer alle Vögel eines Bestandes.
Bei einem Trichonomadenbefall ist es wichtig, Trink- und Fressnäpfe gründlich mit heißem Wasser zu reinigen und über einen längeren Zeitraum austrocknen zu lassen. In Außenvolieren dürfen sich keine Bodenpfützen bilden, eine regelmäßige Grundreinigung sollte selbstverständlich sein.
Auch hier gilt: Bei Neuzugängen einen Kropfabstrich oder eine Kropfspülung vornehmen lassen, damit sich dieser Schmarotzer nicht in den bestehenden Bestand einschleicht.
Die Trichomonaden schädigen die Schleimhäute des Kropfes, Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze werden dadurch begünstigt. In Einzelfällen streut die Trichomonadeninfektion auch aus dem Kropf ins Körperinnere und kann z.B. auch Leber und Herz befallen.
Wie bei fast allen Infektionen ist bei rechtzeitiger Diagnose eine Behandlung dieser Parasiten Erfolg versprechend.

Leider hat sich inzwischen zudem herausgestellt, dass bei einigen Vögeln in der Wohnung auch der Pilz Macrorhabdus ornithogaster, besser als „Megas“ bekannt, gefunden wurde.
Dies ist natürlich ein ernst zu nehmender Befund. Aber diejenigen, die nun bereits Vögel aus der Spandauer Wohnung zu Hause aufgenommen haben, müssen auch nicht in zu große Sorge verfallen. Sehr viele Vögel, die mit diesem Pilz in Kontakt kommen, erkranken nie daran und bei weitem nicht alle Wellis aus dieser Wohnung werden sich angesteckt haben. Trotzdem ist es natürlich eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss, ob jemand einen „Spandau-Welli“ nun in seinen Schwarm integriert und wie man damit umgeht, wenn der Neue schon Kontakt mit den „Alten“ hatte.
Anders als bei den Trichomonaden und Würmern gilt eine prophylaktische Behandlung eines Schwarms in der Regel als wenig sinnvoll, auch wenn die Meinungen der vogelkundigen TÄ dazu auseinander gehen. Meistens werden nur akut erkrankte Vögel behandelt.
Natürlich sollte bei der ohnehin von uns empfohlenen mikroskopischen Untersuchung einer frischen Kotprobe besondere Aufmerksamkeit auf das Vorhandensein von „Megas“ gerichtet sein.
Weitere Informationen zu Macrorhabdus ornithogaster findet ihr hier:
http://www.vwfd.de/2/28/289.php

Steffi-Lotte
17.12.2008, 20:33
Unser Informationsstand ist der, dass es sich bei vielen der Vögel um Abgabetiere handelt. Diese konnten sich jedoch frei und ohne Kontrolle vermehren, was folgende Probleme mit sich bringen kann:
- es verpaaren sich miteinander verwandte Tiere (Geschwister…)
- es kommt zu Unter- und Mangelernährung sowohl der Elterntiere als auch der Küken
- die hygienischen Bedingungen sind nicht gut

Diese Tatsachen können – müssen aber nicht - zur Folge haben, dass sich generell die Krankheitsanfälligkeit der Tiere durch ein geschwächtes Immunsystem erhöht, auch Gendefekte sind nicht auszuschließen. Dies ist auch mit ein Grund, weshalb die Zucht mit diesen Vögeln nicht erlaubt sein wird.
In seltenen Fällen kann es auch zu Organschwächen und –missbildungen, oder zu Knochen- und Gefiedermissbildungen kommen.

Uns ist wichtig, dass ihr über diese Risiken Bescheid wisst, gleichzeitig möchten wir aber auch betonen, dass es sich hierbei lediglich um mögliche Folgen handelt. Niemand kann genau sagen, in wie fern und ob sich überhaupt Auswirkungen der Haltungs- und Zuchtbedingungen bemerkbar machen werden.

0401
18.12.2008, 08:59
Hallo Steffi, wäre es möglich, die Untersuchungen vor der Vermittlung durchführen zu lassen?

Kostenerstattung ist selbstverständlich!

Steffi-Lotte
18.12.2008, 13:07
Hallo,

ich denke das wird eher schwierig, da es nun ohnehin doppelt so viele Piepser unterzubringen gilt, als geplant. Bei Renate hausen grade 170 Wellis in der Küche, nur mal so als Beispiel.

Es geht dir hauptsächlich um die Megas, oder? Das kann ich gut verstehen, und würde bei einem positiven Mega-Befund die Tiere auch nicht in einen bis dahin mega-freien Schwarm setzen.

Wäre es denn eine Alternative, dass du die drei bei positivem Befund solange als Pflegestelle behälst, bis wir sie weitervermittelt haben? Da Megas ja nur bei direktem Kontakt über den Kot übertragen wären, müssten sie nur in einem anderen Zimmer als deine eigenen stehen.
Es geht hier wirklich hauptsächlich um die Unterbringung, es sind einfach viel zu viele.

Es spreche das mit dem Eingangscheck aber auf jeden Fall nochmal bei Renate und Tine an und informiere dich dann.

:cu:

0401
19.12.2008, 08:51
Ich würde die Vögel auf jeden Fall mit Kolloidalem Silber behandeln.

Tötet Pilze und Bakterien auf natürliche Weise ab, äußerlich sowie innerlich! Mein Mittel für all meine Tiere (und für mich auch).

Ich kann jedem nur dieses Buch empfehlen:

http://kolloidales-silber.org/index.php?page=A_Neues_Buch

Auch zur Desinfektion geeignet.

Deshalb, auch wenn der Eingangscheck nicht klappt, müssen sie halt 1-2 Tage in nem kleineren Käfig ausharren... Dann sind alle Bakterien und Pilze abgetötet.

Habt ihr eigentlich schon einen Terminplan?

0401
19.12.2008, 09:09
Schau z.B. da:

http://www.zeitenschrift.com/magazin/49-kolloidalessilber.ihtml

Ich hatte nach einem Hundebiss 3 schöne Löcher in der Hand, mit Silber besprüht, und du konntest zusehen wie sie kleiner wurden.

Der Arzt hat sich sehr gewundert, da die Wunde nach 1 h so schnell verschlossen war.

Nur ein Beispiel von vielen.

Steffi-Lotte
20.12.2008, 11:12
Einen genauen Terminplan gibt es noch nicht, wird aber zur Zeit ausgearbeitet. Es ist ja völlig normal, dass neue Vögel erst mal ein paar Tage oder auch Wochen in einem anderen Zimmer unter gebracht werden.

:cu:

0401
20.12.2008, 12:02
:?: Findest du?

Ich hab jedes Mal den Käfig neben die Voli gestellt, schon kam der Schwarm ans Gitter und hat den Neuzugang begutachtet.

Spätestens nach 30 Min war der "Neue" in der Voli und es gab nie Probleme.

Steffi-Lotte
20.12.2008, 18:21
Hallo,

ich handhabe es immer so, dass ich einen Kropfabstrich und eine Kotprobe beim TA untersuchen lasse und bis ich da die negativen Ergebnisse habe, bleibt der Neuzugang im separaten Zimmer. Nicht, dass ich nachher den ganzen Schwarm gegen Trichos oder so behandeln muss.;)

0401
21.12.2008, 09:13
Ich denke, wenn wir die drei übernehmen, fahren wir gleich nach Metten weiter.