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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cortison



Manuela
29.11.2008, 13:58
Hallo,
mein Kater hat FIV.
Aufgrund seiner Zahnfleischproblematik bekommt er ein Langzeitcortison gespritzt, welches maximal 4 Wochen wirken soll. Das erste Mal kamen wir 3 Wochen und einen Tag damit hin. Jetzt bahnt es sich an, dass wir nur eine Woche und 6 Tage damit auskommen. Die Tierärztin sagte, unter einer Woche sollte man es nicht spritzen.
Kennt sich von euch Jemand damit aus, z.B. was Nebenwirkungen betrifft.

Ihr müsst wissen, dass wir seit Anfang 2003 wissen, dass Tigerle FIV hat und wir haben es bisher immer geschafft, Tigerle ein einigermaßen gutes Leben (auch mit FIV) zu ermöglichen. So haben wir schon alles durch, alle Zähne raus so nach und nach, 1 x Interferontherapie, teures Nierendiätfutter vom TA (weil die vielen OP`s auch seine Nieren sehr angegriffen haben und die Werte schlecht waren).
Eine ganze Zeit gaben wir ihm Cortisontabletten, aber irgendwann hat Tigerle die so rausgeschmeckt, dass er das Futter verweigerte.
So blieb nur noch die Cortisonspritze.
Ich mache mir nun aber Sorgen um den zeitlichen Abstand.

Kann mir hier jemand etwas sagen zum "Langzeitcortison"...?
z.B. über Nebenwirkungen? und was man da tun kann?


...wie auch immer, wir haben ja keine großartige Wahl mit so einer Krankheit wie FIV.


LG

Manuela

schnutefreddy
29.11.2008, 14:05
Da Cortison ein Immunsupressor (eine Immunreaktion wird unterdrückt) ist, hat es immer die Nebenwirkung, das "Patienten" sehr leicht anfällig für alle Krankheitserreger sind.

Warum habt ihr Euch für die Cortison"therapie" - Variante entschieden? Wurdet ihr damals denn nicht vom TA über Wirkung und Nebenwirkung informiert?

@ all: Mal Allgemein gefragt: Gibt es nicht bessere Alternativen bei FIV als Cortison? Ich frag so "blöd" weil ich mit Katzen+FIV keine Erfahrung hab.

bis denni,
schnutefreddy

Manuela
29.11.2008, 14:51
Hallo,
bei Tigerle hilft leider nichts mehr außer Cortison.

LG

Manuela

schnutefreddy
29.11.2008, 17:48
Jetzt sehe ich, dass ich überlesen habe: ihr gebt das Cortison wegen Zahnfleischproblemen, nicht wegen der FIV. Behandelt ihr denn zusätzlich die FIV?

Wie alt ist Euer Tigerle?

Manuela
01.12.2008, 20:34
zusätzlich behandeln wir Tigerle momentan nicht, wir müssen vorsichtig sein, weil seine Nierenwerte die ganzen Zahn-OP`s nicht gut weggesteckt hat. Eine Interferontherapie hatten wir letztes Jahr gemacht und immer, wenn was ist, bekommt er Antibiotika. Außer der Zahnfleischsache hat er im Moment auch nichts. Er bekommt allerdings jetzt auch immer Nierendiätfutter.
Wie alt Tigerle genau ist, wissen wir nicht, weil er aus dem Tierheim ist, er kam schon FIV-infiziert, doch das wussten wir damals nicht. Die FIV wurde im Frühjahr 2003 festgestellt, wir haben Tigerle seit November 2001. Grob geschätzt müsste er demnach zwischen 12 und 15 jetzt sein.

schnutefreddy
01.12.2008, 21:11
Hi,

wie gesagt, mit FIV kenne ich mich nicht gut aus. Jedenfalls hat Cortison immer die Nebenwirkung, die Anfälligkeit für Krankheitserreger zu erhöhen.

Wenn Du Dir wegen der Therapie zur "Zahnfleischproblematik" (Entzündung?) unsicher bist und nach Alternativen suchst, besprich dieses Problem doch noch einmal mit Deinem TA (auch die Frage nach Dosierung und Abstand der Cortisongabe). Falls Du das schon probiert hast, frag nach einer zweiten Meinung.

Wenn Dein Kater jetzt 12 Jahre ist, hat er ja noch einige Zeit vor sich. Ich verstehe, dass Du nach einer möglichst schonenden und wirksamen Therapie für seine Zahnfleischentzündung suchst. Tut mir leid, dass ich Dir da nicht weiterhelfen kann.

@ All: Vielleicht hat ja jemand anderes einen Tipp?

bis denni,
schnutefreddy

NinaH
09.12.2008, 20:55
hi manuela,
ich les mich auch grad in die thematik ein.
probiers mal hier
http://freenet-homepage.de/sindern/cortison.html
lg nina

Luzzy
10.12.2008, 10:47
Meine Luzzy hat eine Autoimmunerkrankung und bekomm seit Juni 2007 Cortison in Tablettenform.

Ich bin jetzt schon auf 1/4 alle 48 Stunden und es geht ihr gut.
TÄ sagte bei dieser niedrigen Menge braucht man keine Nebenwirkungen erwarten. Das ist so in Ordnung.

Tabletten sind besser als Spritzen.

Gast54
14.12.2008, 22:10
Meine Luzzy hat eine Autoimmunerkrankung und bekomm seit Juni 2007 Cortison in Tablettenform.

Ich bin jetzt schon auf 1/4 alle 48 Stunden und es geht ihr gut.
TÄ sagte bei dieser niedrigen Menge braucht man keine Nebenwirkungen erwarten. Das ist so in Ordnung.

Tabletten sind besser als Spritzen.

Hallo Iris!
Welche Auto-Immunerkrankung hat Deine Luzzy? Ist das IBD (Inflammatory Bowel Desease)? Das hat unser Mohrle, und er wird auch mit Cortison behandelt. Allerdings sind wir wieder bei 1/4 Tabl. morgens und 3/4 Tabl. abends. Wir waren schon auf 1/2 Tabl. täglich, aber da hatte er wieder öfters Durchfall . Bei ihm ist die Krankheit hauptsächlich eine chronische MAGENentzündung - also Gastritis, wegen der er GAR nichts mehr gegessen hat- aber es könnte sein, daß die Darmschleinhaut auch schon etwas mitbetroffen ist..:0(

Ich habe von einer TÄ die I-netseite einer Doktorarbeit gesagt bekommen, da geht es genau um IBD. Das Schlimme ist, daß die Lebenserwartung der Katzen in dieser Studie nach Ausbruch der Krankheit maximal 2 1/2 Jahre war :0(- mit Cortisonbehandlung...

der dicke hund
14.12.2008, 22:22
hi ihr
das stimmt nicht das tabletten grundsätzlich besser sind als spritzen.
es kommt immer auf die dosierung an und was für ein cortison es ist....
da gibt es unterschiede.
nidrig dosiertes cortison als dauertherapie hat auch nebenwirkungen aber nicht so starke das niedrig dosierte cortison wirkt dann aber auch nicht ganz so gut.
zu den zähnen.wenn alles gar nichts hilft würde ich drüber nachdenken sie zu ziehen. dann ist der entzündungsherd beseitigt und die katzen kommen ohne zähne klar. er ist ja eh kein freigänger.

Sabine
14.12.2008, 23:11
Hallo,
laut meiner TA können solche Cortison behandlungen auch zu Diabetes führen, besonders bei so langen Behandlungen.

Luzzy
15.12.2008, 10:32
Hallo Iris!
Welche Auto-Immunerkrankung hat Deine Luzzy? Ist das IBD (Inflammatory Bowel Desease)? Das hat unser Mohrle, und er wird auch mit Cortison behandelt. Allerdings sind wir wieder bei 1/4 Tabl. morgens und 3/4 Tabl. abends. Wir waren schon auf 1/2 Tabl. täglich, aber da hatte er wieder öfters Durchfall . Bei ihm ist die Krankheit hauptsächlich eine chronische MAGENentzündung - also Gastritis, wegen der er GAR nichts mehr gegessen hat- aber es könnte sein, daß die Darmschleinhaut auch schon etwas mitbetroffen ist..:0(

Ich habe von einer TÄ die I-netseite einer Doktorarbeit gesagt bekommen, da geht es genau um IBD. Das Schlimme ist, daß die Lebenserwartung der Katzen in dieser Studie nach Ausbruch der Krankheit maximal 2 1/2 Jahre war :0(- mit Cortisonbehandlung...

Luzzy hat sich den Bauch und einen Oberschenkel total nackt geleckt, war nervös, ängstlich, hatte nachts nicht mehr geschlafen.
Diese Krankheit wurde durch ein Hautgeschabsel festgestellt.
Durchfall hatte sie am Anfang auch sehr viel, sie vertrug keinerlei an Dosenfutter.
Ich hatte viel selbstgekocht und 1/2 Jahr nur roh gegeben, jetzt bekommt sie alle 2 Tage 1/4
Prednisolon jeden Abend um 20:45 Uhr und ihr geht es gut. Sie verträgt nun auch Dosenfutter.
Ich habe auch schon festgestellt, je nachdem welches Futter ich gebe, fängt die nervöse Leckerei wieder an trotz Cortison. Aber erhöhen möchte ich nicht. Wenn ich wieder erhöhe, fängt der Durchfall auch wieder an.
Ich gebe seit 1 1/2 Jahren Cortison und sie ist sonst sehr topfit. Sie hat schönes seidiges Fell, klare Augen und ansonsten keine Auffälligkeiten . Nach Diabetes sieht sie auch nicht aus. Sie trinkt kaum. Sie ist auch ruhig, lässt sich knubbeln und ist superverschmust geworden.
Angefangen hatte diese nervöse Leckerei im Oktober 2005 und erst seit 2007 bekommt sie Cortison.
Nach Berechnungen müsste sie schon längst tot sein, denn diese Krankheit hat sie nun schon seit 3 Jahren. Vielleicht auch schon früher ??? Ich weiss es nicht, mit dem nackten Bauch beobachte ich erst seit Oktober 2005.

:xmas::tree::santa01:

Gast54
15.12.2008, 15:40
Luzzy hat sich den Bauch und einen Oberschenkel total nackt geleckt, war nervös, ängstlich, hatte nachts nicht mehr geschlafen.
Diese Krankheit wurde durch ein Hautgeschabsel festgestellt.
Durchfall hatte sie am Anfang auch sehr viel, sie vertrug keinerlei an Dosenfutter.
Ich hatte viel selbstgekocht und 1/2 Jahr nur roh gegeben, jetzt bekommt sie alle 2 Tage 1/4
Prednisolon jeden Abend um 20:45 Uhr und ihr geht es gut. Sie verträgt nun auch Dosenfutter.
Ich habe auch schon festgestellt, je nachdem welches Futter ich gebe, fängt die nervöse Leckerei wieder an trotz Cortison. Aber erhöhen möchte ich nicht. Wenn ich wieder erhöhe, fängt der Durchfall auch wieder an.
Ich gebe seit 1 1/2 Jahren Cortison und sie ist sonst sehr topfit. Sie hat schönes seidiges Fell, klare Augen und ansonsten keine Auffälligkeiten . Nach Diabetes sieht sie auch nicht aus. Sie trinkt kaum. Sie ist auch ruhig, lässt sich knubbeln und ist superverschmust geworden.
Angefangen hatte diese nervöse Leckerei im Oktober 2005 und erst seit 2007 bekommt sie Cortison.
Nach Berechnungen müsste sie schon längst tot sein, denn diese Krankheit hat sie nun schon seit 3 Jahren. Vielleicht auch schon früher ??? Ich weiss es nicht, mit dem nackten Bauch beobachte ich erst seit Oktober 2005.

:xmas::tree::santa01:

Aha, danke, jetzt weiß ich mehr. :bow:
Unserem Mohrle sieht man es auch nicht an, daß er krank ist.
Da er nur reine Fleisch- Dosenfutter ißt, gebe ich ihm noch Taurin dazu, das ist auch gut fürs Fell.
Sein Verhalten ist auch bestens, und seit der Cortisonbehandlung frißt er SUPER!!:tu::tu:

@ Sabine: Daß bei einer Langzeit-Cortisonbehandlung Diabetes entstehen kann, weiß ich - und deshalb bin ich ja auch gar nicht begeistert davon :schmoll: - nur, was soll man tun, wenn nichts anderes hilft?
Klar versuche ich, die Dosierung baldmöglichst abzusenken; das hatte ich (in Absprache mit der TÄ) auch schon versucht - aber dann kommt eben der Durchfall ...:man:
Es ist eine ständige Gratwanderung: Zu viel Cortison - Nebenwirkungen, zu wenig Cortison - die Krankheit kommt wieder...
Ich kann nur versuchen, ihm die Zeit, die ihm bleibt, so schön wie möglich zu machen und mich in allem auf ihn einzustellen (z. B. bleiben wir höchstens ein paar Stunden weg, um Mohrle regelmäßig sein Futter und die Tabletten geben zu können. Das geht ganz gut, wir sind ja schon im Ruhestand). Da er ein Sorgenkind ist, darf er so gut wie alles, außer, es wäre schädlich für ihn.

Iris, wie hältst Du es mit Impfen?
Cortison verhindert ja, daß ein Impfschutz entsteht!
Bei Mohrles Krankheit ist Impfen sogar schädlich: Es ruft ja eine Immun-Antwort hervor, und da die Krankheit IBD auch durch ein überschießendes Immunsystem gekennzeichnet ist, gab es einen großen Ausbruch, als wir ihn das letzte Mal impfen ließen! ! Aber da wußten wir davon noch nichts; unsere TÄ hat erst kurz danach bei einer Fortbildung von dieser Krankheit etwas gehört!Danach begann die Cortisonbehandlung.
Zum Glück ist Mohrle kein Freigänger . Er lebt außer in der Wohnung -zusammen mit seinem Bruder Tiger und unseren Schildkröten- auch in einem Gartengehege . Da hat er frische Luft, ist aber nicht von all den Dingen gefährdet, die die Freigänger bedrohen...Und eine Ansteckung durch andere Katzen ist auch ausgeschlossen.

Wenn es Mohrle gut geht, erhole ich mich auch wieder. Aber sobald es wieder einen Krankheitsschub gibt (z.B. weil wir versuchen, das Cortison abzusenken), leide ich so sehr mit ihm ...:0(
Es ist ein ewiges Auf und Ab der Gefühle, das kostet viel Kraft...

Manuela
20.12.2008, 13:43
Danke für eure weiteren Antworten. Besonders hilfreich war der Link von NinaH.

NinaH
20.12.2008, 15:26
Das freut mich!:)