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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : unterschied zwischen "fuß" und "nicht ziehen"?



Melhase
26.12.2002, 19:46
hallo,
ich habe gerade in einem anderen beitrag gelsen dass jemand seinen hund nicht ewig fuß laufen lässt sondern nur für paar minuten oder wenn man eine strasse überquert.

wenn ich meinem jango nich das komando "fuß" gebe, dann zieht er wie ein irrer. ich habe es schon mit stehen bleiben versucht, aber das interessiert ihn gar nicht. er schnüfflet hald dann an der stelle wo er eben gerade steht. aber er bewegt ich keinen schritt in meine richtung. und wenn ich in die andere richtung gehe, dann geht er zwar mit, aber zieht auch sofort wieder in die andere richtung. wenn ich das so mache, dann komme ich in der stunde vielleicht einen meter weit. aber das wars dann.
beim fuß gehen, geht es einigermaßen, er zeiht zwar auch wenn er was sieht oder riecht, aber es ist nicht so extrem schlimm.

wie habt ihr es euren hunden beigebracht, dass sie nicht ziehen dürfen, auch wenn sie nicht fuß gehen? benutzt ihr da extra ein komando? wie macht ihr es dass der hund aufpasst wenn ihr fuß geht?


(bitte nicht sagen, ich soll eine gute hundeschule aufsuchen, das geht nicht)

Hovi
26.12.2002, 20:44
Hallo Mel,

das ist nun ein etwas aufwendigeres Training, aber es lohnt sich allemal.

Such Dir eine Wiese oder eine große Freifläche draussen, auf der Du üben kannst. Du übst nur mit dem angeleinten Hund, der sich vorher ordentlich austoben durfte!!! Sonst bringt es nix.

Du hast also Deinen Hund neben Dir sitzen. Auf ein Kommando, das Du Dir aussuchen kannst (z. B. "Gehn wir!") marschierst Du los. Sobald sich Jango "ins Zeug legt", d. h. zieht, bleibst Du SOFORT stehen und gehst in die entgegengesetzte Richtung.

Dass Jango zieht, hat ja eine Ursache: Er sieht oder riecht etwas Interessantes, und da will er hin. Und zwar sofort und in SEINEM Tempo. Er muß aber lernen: Sobald er an der Leine ist, bestimmst DU das Tempo.

Also, sobald er zieht, umdrehen. Mag sein, Du kommst anfangs nur 3 Schritte weit, und prompt zieht er wieder. Diesmal natürlich in die andere Richtung, weil er nun DORT etwas Interessantes gefunden hat. Du machst dieselbe Prozedur wieder: Richtungswechsel, ein paar Schritte, solange, bis Jango wieder zieht. Dabei sagst Du Dein Kommando ("Gehn wir"). Sobald er wieder zieht: Richtungswechsel. Der Trick dabei ist: Jango lernt, dass er durch Ziehen niemals sein Ziel erreicht. Im Gegenteil, Du entfernst Dich mit ihm von seinem Ziel, sobald er zieht! Stehenbleiben allein würde nichts nützen, denn da würde er nur lernen: Aha, wenn ich ziehe, gibt´s eine kurze Unterbrechung, aber danach kann ich mit voller Kraft trotzdem mein Ziel erreichen.

Das Programm heißt also: Richtungswechsel, bis Dir (und Jango) schwindlig wird! Und zwar konsequent. Es kann eine ganze Weile dauern, bis der Erfolg eintritt, vielleicht mußt Du schon mehrere hundert Richtungswechsel machen. Aber irgendwann merkt er: Wenn er ohne zu ziehen manierlich an der Leine geht, geht es 1. vorwärts und 2. wird er dafür auch noch dolle gelobt! Niemals vergessen: Lobe Deinen Hund IMMER, aber auch wirklich IMMER, wenn er etwas richtig macht! Sei es nun verbal, durch Clickertraining, Leckerli oder was auch immer! Bestärkung des erwünschten Verhaltens ist der Schlüssel zum Erfolg!

Viel Spass beim Üben ;)

Liebe Grüße
Claudia

gini_aiko
26.12.2002, 20:45
hallo mel,


ich habe gerade in einem anderen beitrag gelsen dass jemand seinen hund nicht ewig fuß laufen lässt sondern nur für paar minuten oder wenn man eine strasse überquert.
ich bin eine von denen die ihren hund nicht lange fußgehen lassen. das liegt erstens daran, dass fußgehen für den hund vom kopf her sehr anstrengend ist, weil er einen ständig ansehen muss und ganz eng an seinem rudelführer gehen muss (sonst ist es ja keine korrektes fuß) und zweitens bekommt er ja von seiner umwelt nichts mit. stell dir vor ein hund müsste immer fuß gehen, wenn er an der leine ist, ne ne ne.


wenn ich meinem jango nich das komando "fuß" gebe, dann zieht er wie ein irrer. ich habe es schon mit stehen bleiben versucht, aber das interessiert ihn gar nicht. er schnüfflet hald dann an der stelle wo er eben gerade steht. aber er bewegt ich keinen schritt in meine richtung
wie lange bleibst du stehen. eine minute oder zwei?? zu beginn, besonders bei einem hund der *schon* 1,5 jahre ist kannst du da auch schon mal 10 minuten stehen bis er sich zu dir herbequemt!


und wenn ich in die andere richtung gehe, dann geht er zwar mit, aber zieht auch sofort wieder in die andere richtung
und dann drehst du wieder um. er zieht wieder - du drehst wieder um! that's hundeführerleben. irgendwann schnallt jango was sache ist und er weiß was er tun muss, dass es weitergeht. wenn du ne halbe stunde mehr oder weniger im kreis gegangen bist, hat er dann eh schon alles abgeschnüffelt!


wenn ich das so mache, dann komme ich in der stunde vielleicht einen meter weit. aber das wars dann.
na und? so ist das nun leider mal. jango hat es bis jetzt nicht gelernt, also musst du jetzt umso mehr arbeit und schweiß reinstecken!


beim fuß gehen, geht es einigermaßen, er zeiht zwar auch wenn er was sieht oder riecht, aber es ist nicht so extrem schlimm
glaubst du, dass das nicht schlimm ist. jango akzeptiert dich nicht als rudelführer! irgendwann machts peng und es geht gar nichts mehr. arbeite jetzt daran und sag nicht, dass das nicht so extrem schlimm ist! mein halbjähriger geht mittlerweile schon brav fuß (natürlich seinem alter entsprechend) auch unter ablenkung (und das ist ja die kunst), nur es ist harte arbeit besonders wenn schon relativ viel zeit verstrichen ist. arbeite mit positiver motivation (stimme, lob, leckerlie, spiel) und nicht mitl leinenruck (ist ein armutszeugniss für jeden HF) wie du in einem anderen beitrag geschrieben hast!


wie habt ihr es euren hunden beigebracht, dass sie nicht ziehen dürfen, auch wenn sie nicht fuß gehen? benutzt ihr da extra ein komando? wie macht ihr es dass der hund aufpasst wenn ihr fuß geht?
ich bin immer stehen geblieben (bin auch schon mal 10 minuten gestanden), hab die richtung gewechselt, hab kehrtwendungen gemacht, bin wieder nachhause gegangen (und dann nach 10 min wieder los), hab aiko via stimme, ... motiviert!
ich sag wenn wir losgehen *gehen wir* und aiko weiß mittlerweile (meistens), dass das heißt lockere leine - ich kann gucken, etwas schnüffeln, aber die leine darf nicht gespannt sein!
wenn er fuß gehen soll wird er genauso motiviert - aufmerksamkeit wird auf mich gelenkt!

voraussetzung für dies alles ist aber, dass der hund eine richtige bindung zu dir hat und dir untergeordnet ist! ich glaube lt. deinen beschreibungen ehrlich gesagt nicht, dass das der fall ist!

hier einige tipps:
1) du gehst zuerst durch die tür - jango erst wenn du das kommando gibst
2) keine leckerlie ohne gegenleistung
3) du beginnst spiele
4) du beendest diese
5) du entscheidest über streicheleinheiten
6) mache gezielt uo
7) der hund frisst nach deinem essen
8) beschäftige dich ausreichend mit ihm (spazierengehen alleine ist zu wenig: versteck dich (und warte bis jango dich sucht), lauf weg wenn er aufs erste kommando nicht kommt, mach spiele mit ihm, ...)

schlussfolgerung daraus: DU musst für jango das interessanteste auf de welt sein, dann kommt er auch immer zurück, dann kann er fuß gehen, ... und DANN bist du auch der rudelführer!

bevor du das rangordnungsproblem nicht behoben hast, werden sich aber die besserungen nicht einstellen!

ich wünsch dir viel glück bei dieser schwierigen aufgaben, du kannst aber sicher sein, dass wir hier immer ein offenes ohr für deine fragen haben!

lg claudia mit aiko und gini

Melhase
26.12.2002, 20:59
1) du gehst zuerst durch die tür - jango erst wenn du das kommando gibst
2) keine leckerlie ohne gegenleistung
3) du beginnst spiele
4) du beendest diese
5) du entscheidest über streicheleinheiten
6) mache gezielt uo
7) der hund frisst nach deinem essen
8) beschäftige dich ausreichend mit ihm (spazierengehen alleine ist zu wenig: versteck dich (und warte bis jango dich sucht), lauf weg wenn er aufs erste kommando nicht kommt, mach spiele mit ihm, ...)


1. ich gehe sowieso immer zuerst durch die türe. er läuft zwar immer als erster raus, aber er muss dann wieder zurück kommen und sich hinsetzen. und dann warten bis ich draussen bin. erst dann darf auch er raus gehen.
2. leckerlie bekommt er ohnehin nur dann wenn er es sich auch verdihent hat.
3. wenn er mit einem spielzeug ankommt, dann beachte ich ihn eh nicht
4. ich beende zwar immer das spiel mit uns beiden, aber es kommt auch manchmal vor, dass er dann alleine weiter spielt. (soll ich das durchgehen lassen?)
5. ich streichle ihn auch nur dann wenn ich gerade lust dazu habe. manchmal setzte ich mich auf den boden und wenn er dann kommt, gibts streicheleinheiten.
6. hab nicht ganz verstanden was du damit meinst
7.er frisst sowieso immer erst nach mir
8.wenn ich mich verstekce dann sucht er mich erst wenn er fertig ist mit schnüffeln oder ähnlichem



also eigentlich mache ich ja zu 90% das was ein rudelführer auch machen sollte. aber er akzeptiert mich trotzdem nicht als solchen. was kann ich denn noch machen um endlich seine aufmerksamkeit zu bekommen. und das er mich endlich akzeptiert?

gini_aiko
26.12.2002, 21:20
hallo mel,

zu punkt 7) der hund soll sein futter bekommen, wenn du gegessen hast!

bezüglich dem streicheln: ich würde ihn bis die rangordnung geklärt ist nur streicheln, wenn DU willst, nicht wenn er ankommt!

ich finde es ist schon ein guter ansatz, wenn du die meisten punkten einhältst. nur igendwo muss es noch einen haken geben. wie konsequent bist du?? sei mal ganz ehrlich zu dir selbst - bekommt er nicht doch mal ein leckerlie einfach so zugesteckt, ... wie konsequent setzt du dich durch wenn er ein kommando nicht durchführen will. wie lange beschäftigst du dich mit ihm?? nicht wie lange geht ihr spazieren, sondern was machst du an arbeit mit ihm. euer problem liegt glaub ich darin, dass jango keine arbeit, keine aufgabe, ... hat. überleg mal welchen job er übernehmen könnte. er merkt wahrscheinlich, dass du das ruder nicht fest in der hand hast, dass du vielleicht inkonsequent bist, ... deshalb ist es nun sein job das rudel zu führen. aus diesem grund knurrt er dich auch an wenn du ihm den knochen wegnehmen willst - er ist der boss!

ganz wichtig ist dabei auch punkt 6) also die unterordnungsübungen: sitz, platz, bleib, hier, ... übe zunächst alles ohne ablenkung - steigere diese immer mehr wenn jango das kommando sicher und schnell ausführt!

nochmal zu punkt 8) WIE beschäftigst du jango? es ist zwar ein blöder spruch: aber von nichts kommt nichts! ein hund der nicht beschäftigt ist sucht sich hobbies :o

lg claudia

Melhase
26.12.2002, 22:15
ich versteh jetzt nicht so ganz was du mit arbeit meinst. ja doch eigentlich schon. also sowas wie zum beispiel aufs haus aufpassen, oder schafe hüten oder sowas. oder? also ich weiß absolut nicht was ich ihm für nen "job" geben könnte.

ich finde ich bin eigentlisch schon konsequent. er bekommt wenn ich esse NIE etwas von mir. wenn er was vom tisch bekommt dann immer erst DANACH. also wenn ich fertig bin. und dann auch nur wenn er was dafür macht. also sitz, platz oder pfote geben. oder ins körbchen gehen.

ich selbst beschäftige ihn nicht wirklich. er beschäftigt sich meisstens selber. er spielt fast den ganzen tag mit seinem balli in der wohnung. draussen machen wir stöckchen schmeissen und holen. aber in der wohnung beschäftigt er sich um größten teil allein. ich weiß nicht wie ich ihn da beschäftigen sollte.


ganz wichtig ist dabei auch punkt 6) also die unterordnungsübungen: sitz, platz, bleib, hier, ... übe zunächst alles ohne ablenkung - steigere diese immer mehr wenn jango das kommando sicher und schnell ausführt!

diese dinge macht er ja auch immer recht super. aber eben nur daheim oder drausen ohne ablenkung. aber sobald er was sieht oder riecht, hört er eben nicht mehr.

gini_aiko
26.12.2002, 22:32
hallo mel,

so schnell findet man den (zumindestens einen teil) des problems:


ich selbst beschäftige ihn nicht wirklich. er beschäftigt sich meisstens selber. er spielt fast den ganzen tag mit seinem balli in der wohnung. draussen machen wir stöckchen schmeissen und holen. aber in der wohnung beschäftigt er sich um größten teil allein. ich weiß nicht wie ich ihn da beschäftigen sollte.
genau das ist das problem! ER beschäftigt sich selbst! der rudelführer soll dem hund eine aufgabe/beschäftigung/job geben. aiko apportiert zb lieben gerne, bringt sagen, sucht sachen, ... deshalb mach ich dummyarbeit mit ihm.

jango muss sich momentan seine arbeit (ball spielen, ...) selber suchen. deshalb sucht er sich auch während des spazierengehens seine beschäftigung selbst. du als eigentlicher rudelführer teilst ihm ja nichts zu.

aus diesem grund hat er wahrscheinlich auch keine beziehung zu dir! wie auch? er ist für seinen tagesablauf mehr oder weniger selbst verantwortlich!

räum das spielzeug weg, jango soll dich als wichtig ansehen also gibts spiel nur mit dir und von dir! so kannst du zb eine gute beziehung zu ihm aufbauen!

wenn jango hört und dass bekommst du hin sobald ihr eine beziehung und richtige rangfolge zueinander habt, wäre vielleicht fährte nicht schlecht, wenn jango so gern schnüffelt!

lg claudia

gini_aiko
26.12.2002, 23:02
Original geschrieben von gini_aiko
genau das ist das problem! ER beschäftigt sich selbst! der rudelführer soll dem hund eine aufgabe/beschäftigung/job geben. aiko apportiert zb liebend gerne, bringt sachen, sucht sachen, ... deshalb mach ich dummyarbeit mit ihm.


sorry fehlerteufel

Melhase
26.12.2002, 23:31
hm...wenn ich ihm jetzt daheim sein ganzes spielzeug wegnehme, und er nur damit spielen darf wenn ich es ihm erlaube und wenn ich selber mit ihm spiele, dann zerlegt er mir vor langeweile die ganze wohnung. er ist nicht wie ein normaler hund der 18 stunden am tag schläft. er spielt die 18 stunden am tag. und wenn er nichts zum kauen hat, dann beisst er eben in einem schuh, oder in eine planze oder, er zerlegt zeitungen oder die garderobe. etwas findet er immer.

wie genau soll ich ihn denn nun beschäftigen?
ich habs schon versucht, etwas zu verstecken und ihn dann suchen zu lassen. aber er nimmt sich hald dann irgendwas was er gerade findet und das ihm gefällt. egal ob das jetzt seins ist oder nicht. wenn ich ihm das dann wegnehme, dann nimmt er sich das nächste teil, aber das was er eigentlich suchen soll, findet er irgendwie nicht. obwohl es ja nicht so schwer verstekct ist.

welche beschäftigung kann ich ihm denn bitte geben? mir fällt absolt nicht ein *grübel*

Hovi
26.12.2002, 23:49
Hallo Mel,

kein normaler Hund (ausser sehr alte oder kranke Hunde) schläft 18 Stunden am Tag! Es sei denn, er muß in den restlichen 6 Stunden Schwerstarbeit leisten!

Ich kann Dir an dieser Stelle nur sagen, wie ich meine Hovis auslaste (Bandit braucht hier natürlich viel weniger Pensum als Jason):

Wenn abends KEINE Kopfarbeit in Form von Hundeplatz ansteht, dann gibt es 2 lange Spaziergänge (je etwa anderthalb Stunden) mit viel Spiel, Frisbee-Werfen und immer wieder kurzen Gehorsamsübungen zwischendrin. Dann wird mal das Lieblingsspielzeug irgendwo im Gebüsch versteckt, und ein Hund muß suchen (den anderen halte ich so lange fest). Ansonsten begleiten mich meine Hunde fast überall mit hin (ausser zur Arbeit). Will heißen: Im Sommer auf Wein- und Strassenfeste (zu Zeiten, wo es nicht proppenvoll ist, das versteht sich von selbst), auf die Kirmes usw., im Winter ins Restaurant oder zu Besuchen... Ungewohnte Umgebungen sind für einen Hund hochinteressant, aber auch anstrengend!

Wenn Hundeplatz angesagt ist, fahre ich die körperliche Anstrengung tagsüber etwas zurück, damit abends noch Konzentration da ist. Wenn wir dann eine Stunde lang auf dem Platz "gearbeitet" haben, ist Jason hinterher "hundemüde" - und das von "bloßem Begleithundetraining".

Wie wäre es denn mit Agility für Deinen Jango? Das fördert nicht nur Bindung und Gehorsam, sondern lastet aus und macht beiden Seiten RIESENSPASS! Agility wird auf nahezu jedem Hundeplatz angeboten, und Mitglied in einem Hundeverein zu sein, kostet Dich zwischen 50 und 80 Euro im Jahr!

Liebe Grüße
Claudia

gini_aiko
26.12.2002, 23:52
hallo mel,


hm...wenn ich ihm jetzt daheim sein ganzes spielzeug wegnehme, und er nur damit spielen darf wenn ich es ihm erlaube und wenn ich selber mit ihm spiele, dann zerlegt er mir vor langeweile die ganze wohnung. er ist nicht wie ein normaler hund der 18 stunden am tag schläft. er spielt die 18 stunden am tag. und wenn er nichts zum kauen hat, dann beisst er eben in einem schuh, oder in eine planze oder, er zerlegt zeitungen oder die garderobe. etwas findet er immer.
aiko ist jetzt 6,5 monate und er schläft viel. aber nicht weil er ein *normaler* hund ist, sondern weil er ausgelastet ist und das ist jango nicht! spiel dich du mit ihm, anstelle, dass er alleine spielt!

es ist nicht gut, wenn er sich einfach selbst bedienen kann. lass ihm seinen kauknochen, aber nicht die spielsachen! er soll *aktion* NUR mit dir verbinden! du bist sein mittelpunkt und der kannst du nur werden, wenn du dich mittels spiel, leckerliesuchen, verstecken, GRUNDGEHORSAM,... ist beschäftigung und das macht müde!!

später kannst du fährte, ... machen!

lg claudia

Melhase
26.12.2002, 23:55
agility? meinst du das ist das richtige für einen rotti? in der hundeschule wo ich war, haben sie gemeint, dass sei nicht das richtige für diese rasse. sie haben dort sehr viel müll gesagt, den man auch teilweise glaubt wenn man noch nie einen rotti hatte. aber ich denke ich werde mich nächste woche mal darüber erkundigen.

nur das problem mit dem rudelführer ist immer noch nicht gelöst. irgendwie hab ich noch immer keine guten ratschläge die ich anwenden könnte:(

Hovi
27.12.2002, 00:11
Hallo Mel,

Wenn Dein Rotti von den Knochen her gesund ist (keine HD/ED) und Du ihn schlank hälst, ist Agility PRIMA für ihn! Gerade dann, wenn er viel Temperament hat! Aber das mit der HD/ED muß abgeklärt sein, d. h. die Röntgenbilder müssen bestätigen, dass er fit ist.

Zum Thema Rudelführung/Dominanz hab ich Dir was in den anderen Thread (Aggression) geschrieben...

Liebe Grüße
Claudia

Melhase
27.12.2002, 00:16
ja das hab ich gelesen im anderen thread. aber das hilft mir nicht wirklich weiter. das was du da geschrieben hast, mach ich ja eigentlich auch alles. aber irgendwie bringt das bei meinem esel nichts.

jango ist soweit ich weiß hd frei. er wurde schon geröngt und es konnte nichts festgestellt werden. unsere tierärztin hat uns damals gesagt wenn er ne bestimmt schlafstellung hat dann hat er auch kein hd.
gemeint hat sie damit, wenn er auf dem bauch liegt und die füsse manchmal nach hinten ausstreckt. ist eigentlich ne total seltsame stellung bei hunden, kaninchen schlafen manchmal so, bei hunden hab ich das noch nie gesehen. aber jango liegt öfter so da, dass die füsse nach hinten ausgestreckt sind. angeblich können das hunde nur machen wenn ihnen nichts weh tut

Hovi
27.12.2002, 00:27
Hallo Mel,

komm mal von dem Gedanken weg, etwas stur nach "Schema F" machen zu müssen. Dein Hund ist ein Individuum. Er ist nicht "stur", sondern er hat keinen Rudelführer, niemanden, bei dem er sich sicher fühlen kann.

Ich wollte erreichen, dass Du Dir klarmachst, dass jede Hund/Mensch-Beziehung anders ist und beim Menschen sehr viel auf emotionaler Ebene abläuft. Deine Emotionen mußt Du kontrollieren und in den Griff bekommen, denn Dein Hund spürt Deine Unsicherheit! Hier würde ich Die nochmals den Besuch eines Hundevereins ans Herz legen - an den 80 Euro pro Jahr wird´s nicht hängen, oder? Du lernst da unglaublich viel - viel mehr als Dein Hund!!!! Ob Du Rudelführer wirst oder nicht, wird NICHT davon abhängen, wer bei euch zuerst durch die Tür geht oder wer zuerst ißt. Es hängt davon ab, ob Du souverän bist! Meine Hunde liegen auf der Couch, gehen zuerst durch die Tür, werden gefüttert, wann es in meinen Zeitplan passt - und trotzdem gibt es keine Rangordnungsprobleme. Hovawarte sind nun auch nicht grade dafür bekannt, besonders unterwürfig zu sein;). Hätten die o. g. Regeln Gültigkeit, müßte ich mit meinen Hunden Riesen-Dominanzprobleme haben.
Also muß der Hase irgendwo anders im Pfeffer liegen, richtig? Das herauszufinden, ist nun Deine Aufgabe!

Melhase
27.12.2002, 00:32
ja das weiß ich. nur habe ich schon versucht es herauszufinden. aber wie du ja mitbekommen hast, kenne ich mich nicht so super mit hunden aus. zumindest nicht mit dieser rasse. ich hatte schonmal einen hund, einen mischling und bei dem lief alles prima. da gab es diese problem überhaupt nicht.
um ehrlich zu sein ist es mir auch nicht soooooooo wichtig dass er super fuß gehen kann, oder sonstiges. hauptsache ist dass er das macht was ich sage wenn es sein muss. wenn es nicht unbedingt notwendig ist dann macht er die sachen immer freiwillig. aber wenn er dann wirklich soll, "mag" er nicht.
in einem hundeverein bin ich ja eigentlich angemeldet. aber um das jetzt mit wenigen worten zu sagen. der verein ist SCHEISSE. dort hat man uns auch gesagt, dass rottis erst ab 1,5 jahren lernen und vorher nichts beibehalten können. und das ist nun wirklich absoluter schwachsinn.

morgen werde ich mir mal ein erziehungsbuch kaufen, falls ich eines finde das ich noch nicht habe

vielen dank für deine hilfe

mel

igelchen
27.12.2002, 01:20
Hallo Mel!

Auf dieser HP <click> (http://www.spass-mit-hund.de) findest Du prima Tipps, wie Du Jango beschäftigen kannst. ;) Und unter der Rubrik "Hunde A - Z" haben wir vor Weihnachten mal 'ne Liste mit unseren Lieblings-Hundebüchern reingestellt. Die könntest Du Dir als Anregung und Kauforientierung mal anschauen... ;)

Wenn Dir der Hundeverein, in dem Du z.Zt. bist, nicht gefällt - such Dir einen anderen! Schäferhunde-Vereine gibt's sogar bei mir im Dorf gleich drei Stück, einer davon bietet auch Agility an... Dort sind meistens auch andere Rassen und Mischlinge willkommen. Eine andere Möglichkeit ist der "Deutsche Gebrauchshunde-Verband" <click> (http://www.dgv-online.de), auch hier sind Hunde aller Rassen willkommen. Last but not least besteht die Möglichkeit, über den ADRC (wurde ja schon anderer STelle von Thomas verlinkt ;) ) zu kontaktieren - die wissen bestimmt einen Rotti-erfahrenen Hundeverein in Deiner Nähe! Bei meiner Freundin hat übrigens ein Blick in die gelben Seiten die Suche erleichtert.

Womit ich meine Hunde stundenlang im Haus beschäftigen kann: Futtersuchspiele! Verteil doch einfach mal Jangos Abendessen in der Wohnung! :D Anfangs natürlich nur wenige Brocken an gut sichtbaren Stellen und dann immer steigern - Ayshra muss ich die Futterbrocken mittlerweile im Garten verbuddeln und in Kisten, Taschen etc. verstecken. :p Für dieses Spiel sollte Dein Jango natürlich möglichst hungrig sein...

Liebe Grüße
Igelchen

Maggie_HH
27.12.2002, 09:52
Ich hab mal eine Frage am Rande:


aber wie du ja mitbekommen hast, kenne ich mich nicht so super mit hunden aus. zumindest nicht mit dieser rasse. ich hatte schonmal einen hund, einen mischling und bei dem lief alles prima. da gab es diese problem überhaupt nicht.

So wie es aussieht bist du noch ein Hundeanfänger, ja? Sehe ich das richtig, ist ja auch nicht schlimm....
ABER warum willst du dir dann noch einen Rottweiler anschaffen??? (deine Anzeige im Fressnapfforum)
Du hast mit einem schon genug Probleme, ein zweiter Hund würde deine Probleme verdoppeln, denn der schaut sich nämlich das Verhalten vom Älteren ab! Da kannst du dir sicher sein, und wenn der 1. noch nicht erzogen ist, hast du bald 2 unerzogene Hunde!!!!!!!!!!!!!!!

Juliane

gini_aiko
27.12.2002, 10:01
hallo mel,

es ist klar, dass du wenn du diese punkte von denen ich dir geschrieben befolgst, du dein problem nicht gelöst bekommst! aiko schläft bei mir im bett, geht aber zb nie vor mir durch die tür - es sitzt (jetzt bereits ohne kommando) und wartet auf mein freizeichen, dass ist aber einzig und allein schutz für ihn (autos).

mit diesen tipps KANNST du am richtigen weg sein, sie können eine hilfe sein. das wichtigste ist aber, dass du ruhe, konsequenz und sicherheit ausstrahlst. ich glaube, dass tust du nicht. es mag sein, dass du immer konsequent den befehl abverlangst wenn du zuhause bist, wenn jango nichts besseres zu tun hat, da ist aber auch nicht schwierig. wie versuchst du jango auf die aufmerksam zu machen wenn er wie du sagst stur ist (was er ja nicht ist, er ist der boss, also tut er was er will)??

@ hovi

Hätten die o. g. Regeln Gültigkeit, müßte ich mit meinen Hunden Riesen-Dominanzprobleme haben.
meiner meinung nach ist es ein unterschied ob der hund den besitzer als *chef* akzeptiert hat oder nicht. in mels fall ist es so, dass jango der boss ist und nicht sie. in einem solchen fall, würde ich bis die rangordnung geklärt ist, dies punkte mehr oder weniger strikt einhalten! wie schon gesagt aiko schläft bei mir im bett, aber spielzeug gibts nur von und mit mir, streicheleinheiten gibts nicht wenn der hund sie verlangt, ... denn das sind privelge von mir aus rudelchef!

liebe grüße

claudia mit aiko und gini

Alla
28.12.2002, 15:51
hallo mel!
wie alt ist dein hund? der hund meiner freundin, mit dem ich oft spazieren gehe, hat auch sehr extrem gezogen. sie hat ihn dann kastrieren lassen, dann fing er langsam an zu gehorchen. er war so wild, dass keiner mehr mit ihm gassi gehen wollte. mitlerweile hört er sehr gut. man muss nur super konsequent sein. wenn er an der strasse nicht sitzen blieb, habe ich nach ein paar aufforderungen einfach sein ohr festgehalten. das mögen sie nicht, ist aber wirksam. nur nicht zu dolle zufassen! wenn er an der leine zu sehr zieht, einfach einen würger, ohne stacheln, anlegen und immer mit einem ruck zurück ziehen. wenn es nicht hilft, die leine ganz kurz halten, so das er mit den forderläufen fast den boden nicht mehr berührt. er wird nach ein paar tagen nachlassen seinen kopf durchzusetzen. nur geduld haben, viel glück Alla.
P.S: bitte nie vergessen ihn ganz doll zu loben, wenn er super gegangen ist oder sich auch nur einmal an deine anweisung gehalten hat.

Thomas
28.12.2002, 16:42
@ Mel

Ich hoffe mal, und vertraue dabei auf Dich, das Du sämtliche Tips von Alla keinesfalls anwendest. Danke.

@ Alla

Grmpf!@&!!?=%&)(§$%
Hach, ich sag lieber nix... *auf_die_zunge_beiß*

Thomas

gini_aiko
28.12.2002, 18:44
hallo alla,

ich bin nicht so klug wie thomas - ich kann meinen schnabel nicht halten!

also:


sie hat ihn dann kastrieren lassen, dann fing er langsam an zu gehorchen.
für mich gibt es genau zwei gründe warum einen hund kastrieren kann:
1) gesundheitliche probleme
2) er *vergeht* vor liebeskummer (und das nicht einmal zwei tage im jahr, sondern ständig)
ich finde es absolut nich ok, den hund einfach als erziehungsmsittel *kastrieren zu lassen! es ist eine op (mit ihren RISIKEN) und nur weil man nicht fähig dazu ist den hund zu händeln lässt man einfach *schnipp* *schnapp* machen! *grmpf* übrigens kann der schuss absolut nach hinten los gehen, denn ein *erhiehungsmittel* ist die kastration bei weitem nicht. ein junger hund ist einfach lebhaft und gehört dementsprechen gefördert. wenn man seiner *lebhaftigkeit* nicht gerecht wird, muss man ihn mehr beschäftigen und nicht kastrieren lassen!


wenn er an der strasse nicht sitzen blieb, habe ich nach ein paar aufforderungen einfach sein ohr festgehalten
1. gibts kein mehrmaliges auffordern
2. hab ich noch nie gesehen, dass der alpha ein *ungehorsam* mit ohrenziehen zurechtweist!
3. gehorcht ein hund der das kommando beherrscht und die rangordnung stimmt auf das kommando auf den ersten befehl. tut er das nicht ist er entweder noch jung und das kommando sitzt zb noch nicht 100%ig unter ablenkung, ...oder das kommando wurde vom HF nicht ordentlich erlernt und deshalb vom wuff noch nicht *verstanden*!


wenn er an der leine zu sehr zieht, einfach einen würger, ohne stacheln, anlegen und immer mit einem ruck zurück ziehen.
ob mit oder ohne stachel --> es ist in meinen augen *tierquälerei*, welche erzieherische maßnahme soll denn das sein? wie soll den da bindung zwischen HF und hund entstehen! es ist klar, dass der hund über kurz oder lange nicht mehr zieht, es tut ihm WEH! gib dir mal nen würger um den hals und ich ruck den darauf rum - ich trau mir wetten, dass du nach einer halben stunde nicht mehr ziehst!

entschuldige meinen schroffen ton, aber ich KANN es einfach nicht mehr hören, dass diese veralterten ausblidungsmethoden noch immer gang und gebe sind!

hast schon mal von varianten wie richtungswechsel, stehen bleiben, motivation (mit leckerli, ....) .... gehört!

lg claudia mit aiko und gini

Dagi
28.12.2002, 19:16
@ Melhase

Ich kann auch nur hoffen, daß Du die Methoden von Alla nicht anwenden wirst - auch wenn es manchmal scheint, als sei das wohl die einzige Lösung - sie ist es NICHT!!!

@ Alla

Ich kann es wirklich nicht glauben, daß jemand SO mit einem Hund umgeht

@ Claudia

Gut, daß Du den Beitrag geschrieben hast, sonst hätte ich den Schnabel nicht halten können :D Der Beitrag war sehr klug von Dir, denn man muss bedenken, daß immer auch Leute mitlesen, die nicht noch mal nachfragen oder das gar für wirklich einen guten Rat halten, weil sie sich eben nicht so gut auskennen - Danke Dir!

Grüße
Dagi + Amy (der niemals, auch wenn es manchmal echt hart mit ihr war, irgendwie am Ohr rumgezogen wurde oder am Hals rumgeruckt wurde! Und sie hat es auch gelernt!)

Brana
28.12.2002, 19:28
Hallo Melhase,
in welche Hundeschule gehst du denn mit Deinem Rotti? In Gronsdorf, Daglfing/Riem oder Putzbrunn? Schreib mir doch mal unter meiner eMail-Adresse.
Ich denke, ich hätte da eine Schule für Dich, in der Du in kürzester Zeit mit Deinem 'Liebling' besser zurecht kommst. Da kannst du auch gleich den Wesenstest und Halterschein machen oder willst Du ab dem 1. mit kurzer Leine und Maulkorb Gassi gehen?
Allerdings wirst Du dort nicht sofort einen Termin bekommen, weil da die Rottis z.Z. Schlange stehen.
Gruß Brana
wkello@aol.com
Gruß Brana

Melhase
28.12.2002, 20:35
also erstmal danke für eure tipps

@ alla
mag jetzt vielleicht für die anderen doof klingen, aber genau das was du da schreibst hab (bzw.mach) ich auch. ohne würder kann ich mit ihm überhaupt nicht raus gehen. keine chance. aber ich habe einen würger mit stacheln. und ohne den gehe ich NIEMALS einen schritt vor die türe mit jango. ohne könnte ich ihn nicht halten. und egal wie fest ich daran ziehe, es interessiert ihn nicht sonderlich. rottis haben nun mal eine extrem hohe schmerzgrenze.

auch das mit dem ins ohr kneifen hab ich schon oft gemacht. interessiert ihn auch nicht.

und das mit dem leine hochziehen ist kaum möglich. der gute wiegt eine 40 kilo

Inge1810
28.12.2002, 21:20
Hallöle, lang ist`s her, aber irgendwie hab ich grad Lust mitzumischen (schonmal ein sorry an Alle, bei denen ich mich so lang net gemeldet hab, hatte ne blöde Zeit)
Zum Thema Ohrenziehen..... meine "Kleine" hatte als Baby die Angewohnheit mit ihren damaligen, jetzt mal so grob von mir geschätzten 9 kg Anlauf zu nehmen und ungebremst in einen ausgewachsenen, weit über einen Zentner wiegenden Neufundländer zu hechten. Das machte sie unzählige Male, bis es dem sehr gutmütigen Zeitgenossen zu blöd wurde. Ihr könnt es mir glauben, denn ich habe es mit eigenen Augen gesehen, er packte ihr Ohr mit seinem gigantischen Gebiss und zog..... Sie jammerte, war bestimmt zwei Tage stinkbeleidigt. Lerneffekt??? Gleich null, denn sie rammt ihn mit mittlerweile 26 kg immer noch, wenn ihr danach ist. :D
@ Mel, gibt es Dir denn nicht zu denken, dass ihr weder mit Stachelwürger (krieg grad ne Gänsehaut), rucken etc. Fortschritte macht??? Wäre es nun nicht an der Zeit umzudenken? Die Schmerzgrenze beim Rotti ist hoch??? Wenn er nun abstumpft und auch ein Stachelhalsband ignoriert, was dann? Ich liebe und respektiere meinen Hund und weißt Du, die Zeiten sind vorbei, in denen es hieß, "wer sein Kind (Hund) liebt, der züchtigt es". Was Du machst ist Tierquälerei und bitte, bitte, bitte hör auf damit. Kaufe ein breites Halsband, noch besser ein Geschirr und dann ab auf die nächste Wiese und üben, üben, üben. Dein Hund wird es Dir danken.
Viele Grüße

Melhase
28.12.2002, 21:43
sorry, aber ich finde nicht dass das tierquälerei ist. ein geschirr finde ich schwachsinnig. sorry.
aber das zerlegt er mir sobald er es einmal erwischt und ich nicht zuhause bin. und ein normales hals band bringt mich bei ihm zur weißglut. da hört er mim ziehen gar nicht mehr auf.

also ich bleibe auf jeden fall bei meinem stachelhalsband. sogar in der hundeschule haben sie uns dazu geraten

Chris62
28.12.2002, 21:50
Hallo Mel,
ich weiß nun leider so gut wie gar nix von Dir und deinem Hund und hab auch ehrlich gesagt momentan nicht die Zeit Deine threads durchzulesen, aber meine Frage an Dich wäre erstmal, ist das ziehen deines Hundes dein einziges Problem was Du mir ihm hast?
Ich möchte Dir ans Herz legen, das Stachelhalsband schnellstmöglich wegzuwerfen. dein Hund scheint ja schon völlig abgestumpft zu sein.
Wenn das Verhältnis zu deinem Hund stimmt, solltest Du jederzeit in der Lage sein ihn ablenken zu können. Du solltest Dir überlegen mit Futter oder Ball an Eurem" Problem" zu arbeiten. Vielleicht solltest Du Anfangs sogar mit dem Halti arbeiten. Damit arbeitest Du schmerzfrei und Du bekommst die nötige Aufnmerksamkeit deines Hundes. Lass dir aber zeigen wie man richtig damit arbeitet.
Dein Hund soll erstmal lernen nicht an der Leine zu ziehen. Also, sobald die Leine sich strafft, bleibst Du stehen bis diese durchhängt bzw der Hund zu Dir zurück kommt und Du sagst erstmal gar nichts- ignorierst die durchhängende Leine und gehst weiter. Auch wenn Du in den ersten Tagen nicht sehr weit kommen wirst, Du wirst sehen, dass sich schnell ein Erfolg zeigen wird. Mit dem Fuß gehen ist es ähnlich. Die Leine muß immer locker sein. Allerdings, wenn der Hund rankommt sich brav setzt und dann brav " Fuß" geht wird natürlich das ganze bestätigt. Sieh auch immer zu, dass wenn du diesen Befehl gibst, du seine ganze Aufmerksamkeit hast.
Ich habe meinem Hund den Befehl " schau" beigebracht. Wir haben dann Augenkontakt und ich weiß, er ist dann aufmerksam und ich kann mit ihm arbeiten. Dies ist im übrigen eine Übung die du jederzeit und an jedem Ort üben kannst z.b. auch mal am Abend vor dem Fernseher oder so*ggg
Außerdem hab ich eben irgendwo gelesen, dass du ihm das Spielzeug überlasst. Pack es wenn du nicht mit ihm spielst in eine/ seine Kiste, überlass es ihm nicht. Wenn du meinst er soll spielen dann gib ihm etwas und nimm es ihm nach einiger Zeit wieder weg. Versuch Deinen Hund lieber anderweitig zu beschäftigen und überlass ihn nicht sich selbst. Lege Fährten aus, lass ihn Bälle holen oder sonstiges.
Wenn er seinen festen Platz in seinem Rudel gefunden hat und ausgelastet ist, dann lässt er auch Deine Einrichtung heil. Außerdem stärkt das Spielund die Freude an der Arbeit das Band zwischen Euch ungemein. Ich wünsch dir viel Erfolg.
Liebe Grüße Chris

Chris62
28.12.2002, 21:54
schön Dich zu sehen* freu*

Thomas
28.12.2002, 22:27
Hallo Mel,

so kann manN sich täuschen. Ich meine in diesem Fall mich...
Gestern hatte ich aufgrund dieses Threads <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=6563) noch die Hoffnung das bei Dir ein Umdenkprozess eingeleitet wurde. War wohl nix.

Also deshalb wieder etwas "unverblümter":
- Ein Stachelhalsband (auch sog. Würger ohne Stopp) ist definitiv Tierquälerei.
- Ein Geschirr ist alles andere als schwachsinnig.
- In Deiner Hundeschule "lehren" ebenfalls nur Schwachmaten.
(nimm das Angebot von Brana an und lass Dir eine hoffentlich bessere zeigen).

Übrigens, weißt Du was ich mache, wenn mir ein Mädel mit nem leinezerrenden Rotti an der Leine entgegenkommt? Ein großen Bogen.

Bleibt also nur noch zu hoffen, das du bald aufwachst und Dir Deiner Verantwortung bewußt wirst. Falls nicht, bin ich in diesem Fall über die neue bayerische Hundeverordnung bzgl. der Rotti-Listung nicht sonderlich traurig.

Traurig aber wahr.

Gruß
Thomas

Inge1810
28.12.2002, 22:28
Hi Mel,
warum fragst Du nach Rat, wenn Du ihn doch nicht haben möchtest? Warum bist Du nicht bereit umzudenken, wenn Deine Versuche doch offensichtlich bisher fehlgeschlagen ist? Ist Dir klar, dass ein Hund mit Schmerzen noch mehr ziehen wird, um dem Schmerz zu entkommen? Irgendwann wahnsinnige Aggressionen aufbaut? Ein Geschirr kann abgenommen werden, nur mal so am Rande erwähnt. Es gibt etliche Leute von der alten Schule, die mir allen Ernstes sagen würden, dass eine Tracht Prügel noch keinem Kind geschadet haben. Tja, ich habe mein Kind noch nie geschlagen und bin hellauf begeistert, wie er sich mit fast neun Jahren verhält und das wende ich auch in der Hundeerziehung an..... keine Schmerzen, keine Schläge, sondern viel Konsequenz, Nerven, Geduld und Humor (auch Lernpausen, um die reichlich angesägten Nerven wieder zu stärken). Mein Hund ist noch kein Jahr alt und läuft lediglich ohne Ablenkung gut an der Leine. Wir arbeiten noch daran, dass es auch mit Ablenkung klappt. Sie vertraut mir, und zeigt es mir täglich. Heute z.B. war ich lange in einem Bistro, sie lag neben mir, ganz geduldig und ohne von mir festgehalten zu werden, obwohl ein Kind sie ständig lockte, sie lief ohne Leine (die hat sie nämlich im Bistro zerbissen, aber meine Schuld, hab sie neben ihr liegen lassen, obwohl ich ihre Leidenschaft kenne) mit mir zum Auto, sie sprang in`s Auto, obwohl wenige Meter ein Dackel um die Ecke kam.... Das wäre nicht so, hätte ich ihr Schmerzen zugefügt. Eines Tages wird sie super an der Leine laufen, ganz sicher. Sie wird zwar keine 40 kg erreichen, aber ca. 30 kriegt sie schon noch hin, denn sie ist noch schlaksig und die würden reichen, um mich in einem unkonzentrierten Moment umzuwerfen, aber gerade deshalb baue ich auf unser Vertrauensverhältnis und arbeite mit ihr. In unserer Hundeschule ist das oberste Gebot "DER HUND IST NIEMALS SCHULD!!!!" Wenn Dein Hund jetzt immer noch zieht, dann hast DU es ihm nie richtig gelernt, also verdienst auch DU das Stachelhalsband. Ich habe nun viel geschrieben und weiß nicht, ob es ankommt, aber ich hoffe, dass ich an Deinen Verstand und Deine Liebe zu Deinem Hund appellieren konnte. Zu Deiner "Hundeschule" verkneife ich mir jeden Kommentar.
Nu iss aber gut. Bitte denk nach, Deinem Hund zuliebe. Bevor Du Dir trotzig denkst "was erzählt mir diese Tussi hier...", bedenke bitte, dass ich keinerlei Nutzen habe, mir hier die Finger wundzutippen. Ich tue es nur, weil mir die Vorstellung Deines Hundes mit Stachelhalsband im Herz weh tut und ich kenne ihn nichtmal persönlich. Du hast ihn täglich um Dich, warum tut es Dir nicht im Herzen weh????

Melhase
28.12.2002, 22:59
natürlich tut es mir weh wenn ich ihm jeden tag dieses ding anlegen muss. aber anders kann ich mit ihm nicht auf die strasse gehen. ich habe es natürlich schon oft versucht mit einem normalen halsband. aber sobald er merkt, es ist ein normales halsband zieht er noch viel viel schlimmer. ich kann ihn zwar noch sehr gut halten, aber trotzdem muss das ja nicht sein. es ist ja auch nicht so, dass er immer ziehen würde, das macht er natürlich nur manchmal. wenn wir am tag etwa dreimal raus gehen, dann macht er es einmal. aber es nervt hald doch gewaltig. mal davon abgesehen, wenn ich mir mal den fuß verstauche oder die hand, dann kann ich mit ihm ja nicht mehr raus gehen.

dass meine hundeschule *scheiße* ist, weiß ich selber gut genug. aber es ist nun mal die einzige die ich kenne die alle hunderassen nehmen.
mit brana habe ich schon kontakt aufgenommen, wegen einer besseren hundeschule. mal schaun was dabei rauskommt.


mit dem halti hab ich es schon versucht bei jango. aber der kerl ist nun mal nicht blöd, er kriegt dieses teil innerhalb von ein paar minuten von der schnauze runter. egal ob wir beim laufen, spielen oder normalen gehen sind. aber eigentlich wäre es für ihn die richtige größe. und auch mit halti zieht er. er springt dann vor mir rum wie eine ziege und zieht eben trotzdem.

wie geh ich mit dem halti denn richtig um? wenn er es einfach so dran hat, dann stört es ihn nicht sonderlich. er schenkt dem ding keine beachtung. aber draussen ist er total genervt davon

Melhase
28.12.2002, 23:01
@ thomas

imein stachelhalsband hat einen stopper. es zieht nie so fest zu, dass er sich verletzen könnte oder dass es sehr weh tun würde. es ist so groß gekauft worden, dass er locker noch fünf zentimeter am hals zunehmen könnte

und die aussage Mädel verbitte ich mit. ich bin keineswegs eine 12 jährige göre (so wie sich das bei dir anhört)

Inge1810
28.12.2002, 23:08
@ Chris
lang ist`s her, dafür Freude umso größer *strahl* :D :D :D

Brana
28.12.2002, 23:17
Hallo Mel,
'Mädels' ist doch nett. In Amerika und Kanada werden die Frauen bis 65 mit Girls betitelt. Danach sind es 'golden Girls'.
Hört sich doch echt nett an, finde ich. Es muß halt auch echt gemeint sein.
Mel, Du hast das Problem auch noch zuhause. Das bedeutet, Du gehst mit Jango zuhause nicht so um, daß er unterwegs weiß, daß Du sein Chef bist. Im Klartext, er erkennt Dich auch zuhause nicht als Boss an. Da gibt es also einiges zu ändern.
Nun laß Dich mal hier von all den Leuten nicht so demotivieren und unter Druck setzen. Du brauchst Dich nicht wie ein gejagter Hase zu fühlen. Es versuchen doch alle Dir zu helfen. Mal in einem freundlicheren, mal in einem weniger freundlichen Ton, aber im Endeffekt wollen sie alle das selbe, Dir helfen bzw. Jango.
Ich habe bei 'aggressiver Rüde' kurz meinen Senf dazu gegeben. Das gleiche gilt eigentlich für Dich. Lese es doch mal nach. Vielleicht hilft es Dir gleich mit Jango.
Gruß Brana

Inge1810
28.12.2002, 23:27
Find ich toll, dass Du mit Brana Kontakt aufgenommen hast, das ist schonmal ein Anfang. Wenn die Hundeschule wirklich fähig ist, dann stell Dich schonmal drauf ein, dass Du dort nicht mit Stachelhalsband erscheinen darfst. Ihr werdet dafür lernen, dass es tatsächlich auch anders geht, ganz ohne Quälerei. Bleib einfach am Ball und geb Deinem Hund die Chance ohne dieses ekelhafte Stachelteil zu leben. Ich bin sicher, Du kriegst das hin, wenn Du erst wirklich Hilfe von einer guten Hundeschule kriegst und auch annimmst.
Ciao

Brana
28.12.2002, 23:37
Mein Beitrag war bei Rüde geht auf alles los S.2
Gruß Brana

Thomas
28.12.2002, 23:58
Hi Mel,

Brana hat´s dankenswerter weise ja schon gesagt, meine Anrede "Mädel" sollte keinesfalls abwertend oder geringschätzend rüberkommen. In meinem Umfeld ist die Bezeichnung "Mädel" durchaus gebräuchlich und nett gemeint. Du kannst den Begriff aber gerne gegen einen Deiner Wahl austauschen, dies ändert jedoch nichts an dem Inhalt des Satzes den ich damit rüberbringen wollte. Ok - abgehakt, ja?

Noch ein Nachtrag zu dem Stachelhalsband: Wenn Du schon dem Schmerzargument nicht sonderlich aufgeschlossen gegenüberstehst, dann ließ Dir doch bitte wenigstens mal diesen Beitrag <click> (http://www.hundezeitung.de/ratgeber/brustgeschirr.html) durch. Vielleicht bringt Dich das ja ein bisserl ins Grübeln...

Gruß
Thomas

Melhase
29.12.2002, 00:02
sorry thomas, hab das in den falschen hals gekriegt.
bei uns bedeutet das eher wie ewas abwertendes.
den beitrag werde ich gleich mal durchlesen

mel

Cockerfreundin
29.12.2002, 17:22
Hallo, Mel!

Auch auf die Gefahr hin, dass Du jetzt (wieder?) sauer wirst ... trotzdem auch meine eindringliche Bitte an Dich:

Schmeiss das Stachelhalsband dahin, wo es hingehört - auf den MÜLL !!

Such Dir bitte schleunigst einen guten Hundetrainer für Einzelstunden !

Du hast, auch wenn Du das jetzt vieleicht nicht hören magst/ kannst, eine tickende Zeitbombe an deiner Seite!

Annette

Dodo H
29.12.2002, 18:45
Hallo Mel
Frag dich doch einfach mal, warum dein Hund zieht, weil er es nicht anders gelernt hat, er hat gelernt, das er durch ziehen zum Objekt seiner Begierde kommt (Schnüffelstelle, Pinkelstelle), und das solltest du unterbinden, nur wenn er nicht zieht, kommt er dort hin (nebenbei zeigst du, das du bestimmst, wo er hindarf und wo nicht ).
Ich hoffe, das du eine gute Hundeschule findest, die dir auch zeigen, wie man seinen Hund motiviert und sinnvoll beschäftigen kann.
Dodo

Maggie_HH
29.12.2002, 20:43
da ist man mal einen Abend nicht online und dann geht hier so die Post ab......;)
Es ist ganz schön traurig, was ich da von Melhase lesen muss..... ich hoffe, das sie es sich nochmal überlegt, mit dem Stachelhalsband!!!!!!!!!!!!!
Als ich mir die Beiträge von Mel durchgelesen habe, möchte ich bitte IMMER NOCH an sie appelieren, dass sie sich bitte keinen 2. Hund anschafft, weil das gibt dann bald richtig viel Ärger!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!

Juliane

Alischa06
30.12.2002, 09:43
Hallo Mel,

entschuldige, dass ich erst so spät etwas zu Deinem Beitrag
bringe, aber ich hab ihn gerade erst gelesen.
Das Problem, dass die Rangordnung nicht klar ist, kenne ich.
Auch ich mache all die aufgezählten Sachen konsequent und trotzdem bin ich eindeutig nicht Alpha.
Jetzt hab ich aber ein super gutes Buch gefunden, das alle Fragen zu Dominanzproblemen fachmännisch erklärt.
Dort gibt es auch eine 3-Wochen-Kur, die hilft, Deine Alpha-Stellung klarzumachen.
Auch wenn es nicht ganz billig ist (es kostet knapp 33 Euro bei
Amazon) ist es das beste was ich je gelesen habe. Es heißt
"Was tu ich nur mit diesem Hund?" von Eric H. W. Aldington.

Hoffe, Du kaufst es und es hilft Dir.

Liebe Grüße und ganz viel Erfolg,

Alischa

PS: Wir machen die Kur nun seit 4 Tagen und ich muss sagen,
jetzt wird unserem Hund wohl langsam klar, wenn hier der Boss ist...

gini_aiko
30.12.2002, 10:37
hallöchen,

ich habe lange überlegt ob ich jetzt wirklich nochmal meinen senf dazugebe oder nicht, aber es kitzelts in den fingerspitzen - ich kann einfach nicht anderes.

es fällt so oft das wort dominanz - jeder der seinen hund nicht händeln kann sagt der ist stur, dominant, ... . ehrlich gesagt glaub ich das nicht wirklich. soviele dominante hunde gibt es nicht. viele hunde werden von ihren besitzern in die höhere position gedrängt. wenn mels hund wirklich dominant wäre, hätte er ihr schon längst deutlicher gezeigt, dass er der herr ist.

ich bin zwar selbst noch nicht lange hundebesitzern, tummle mich aber schon jahrelang auf hundeplätzen und war dort unter anderem auch mit dem welsh terrier eines nachbars. also ich hab schon viele *problem*hunde gesehen, die ja angeglich so dominant waren. die wenigsten waren es wirklich. die besitzer fuchtelten wie wild mit den armen herum, strahlten keine ruhe aus, brüllten ihre vierbeiner unentwegt an, ein schnauzenlecken, ein wegschauen, ein erstarren, ... wurde noch bestraft. die meisten dieser hunde waren unterfordert und suchten sich deshalb *hobbies*. an den kommandos wurde halbherzig gearbeitet (so nach tagesstimmung). weiteres wollten diese menschen *erziehungs*maßnahmen wie teletak, stachelhalsband, würger ohne stopp, ... einsetzen. SO wollten sie ihre rudelführer position bestätigen (wei soll so um himmels willen eine POSITIVE beziehung aufgebaut werden?) - das kann nie und nimmer klappen. wie es claudia (hovi) schon so schön beschrieben hat, sind auch für mich die wichtigsten tugenden eines rudelführers sichers, souveränes, schnelles und eindeutiges handeln auf hundeart..

mit hundeart meine ich zb bestrafen, welches die mutterhündin schon angewendet hat. keine mutterhündin schüttelt ihre jungen wie wild am genick (tödungsabsicht), legt ihnen ein stachelhalsband an, sie zieht ihnen auch die ohren nicht lang ... eine mutterhündin handelt schnell, souverän und konsequent. sie ignoriert, sie wendet den schnauzengriff an, oder drückt die kleinen im extremfall zu boden, wohlgemerkt ohne sie zu schütteln!

ferner hab ich in der paralellgruppe zu aikos welpenkurs einen boxerrüden kennengelernt (der war in der junghundegruppe), der wirklich dominant war. die besitzerin verfügte bereits über langjährige erfahrung und hatte selbst ein rudel zuhause (exklusive diesen rüden 5 weitere boxer). der kleine *tryanisierte* von beginn an seine rudelmitglieder. es wurde für eine optimale sozialisierung gesorgt und vom ersten tag an konsequent und sicher mit ihm gearbeitet. trotzdem kamen viele probleme auf die dame zu. besonders am hundeplatz wo immer neue hunde, neue konstellationen aufeinanderstrafen wollte der hund der zufällig auch jango heißt immer wieder seine macht demonstrieren. zu beginn natürlich sehr schwierig, da die position von der besitzerin noch nicht anerkannte. gegen ende des kurses gab es keine probleme mehr.

so ein hund in mels hand, hätte mit mittlerweile 1,5 jahren schon viel unheil angerichtet und nicht bis jetzt *harmlos*mit schlichtem ungehorsam reagiert. aber mel sei gewarnt, wenn du weiter so agierst wie bis jetzt, wird jango über kurz oder lang immer mehr oberwasser gewinnen und dich auch anderes spüren lassen, dass er der boss ist!

liebe grüße

claudia mit aiko und gini

Alischa06
30.12.2002, 15:22
Hallo Claudia,

gebe Dir in dem was Du geschrieben hast, vollkommen recht. Die wenigsten Hunde sind von Natur aus dominant, sie werden durch unsachgerechte Erziehung in die Alpha-Position gedrängt.
Deshalb ist ja auch das Buch, das ich empfohlen habe, so gut, weil dort auch steht, wie der Hundeführer seinen Hund zur dominanten Haltung bringt und wie man solche Dinge vermeidet.
Mein Hund Kaya und ich streiten noch ein wenig um die Alpha-Position, aber es wird schon langsam besser.
Bin bei ihr mit "nur" Konsequenz, d.h., die üblichen Sachen, wie erst später füttern, immer zuerst durch die Tür, etc. nicht weitergekommen, weil ich gar nicht wusste, was der Hund alles als Schwäche des Herrchens bzw. Frauchens ansieht. Seit ich das Buch gelesen habe, weiß ich es, weil es geht weit über die üblichen Sachen hinaus...

Viele Grüße,

Alischa und Kaya

gini_aiko
30.12.2002, 16:59
hallo aischa,

freut mich, dass du dich mit kaya so weit entwickelt hast! du hast mich jetzt so neugierig auf das buch gemacht, dass ich es gleich bestellen werde!

lg claudia

Melhase
30.12.2002, 17:35
hallo aischa,

bin gerade dabei mir das buch zu bestellen.
ich könnte mich jetzt gerade in den A**** beissen, da ich mir heute schon zwei hundebücher gekauft habe. hab sie auch schon fast komplett gelesen, und muss sagen es steht absolut nichts neues drin. also nichts was ich nicht schon wüsste. umsonst wieder mal 20€ ausgegeben *grumml*

das hauptproblem bei uns ist eigentlich, dass mein freund den hund anders erzieht als ich. wenn jango mal wieder scheiße gebaut hat, dann sag ich einfach NEIN zu ihm und ignorier ihn. oder ich schimpfe ihn. und natürlich duckt er sich dann und schaut mich mit traurigem blick an, er weiß ja dass er grade mist gebaut hat. mein freund dagegen zieht ihm immer gleich die zeitung drüber. hab schon versucht mit ihm drüber zu reden, aber, wenn jango es ein zweites mal macht dann bekommt er die zeitung sofort wieder drüber.

heut wollt ich mir nen clicker kaufen, natürlich gabs NIRGENDS so ein doofes ding zu kaufen. in keinem einzigen tierladen. und ein normales halsband gab es in seiner größe auch nicht. entweder zu klein oder zu groß, (oder in ner rosa farbe, aber so geh ich net mit ihm auf die strasse :mad: )

na ja auf jeden fall, hab ich ihm heute mal zur belohnung ne dose nassfutter gegeben. er kriegt ja sonst nur trockenfutter. und wie sollte es auch anders sein, er hat geknurrt wie ein irrer wenn ich ihn angefasst hab. ich hab ihn dann am genick gepackt, NEIN gesagt und in sein lörbchen geschickt. paar minuten später wieder das gleiche gezeter.
und wie sollte es anders sein, mein freund hat dies mitbekommen und wollte natürlich auch gleich testen, ob jango bei ihm auch knurrt. natürlich hat er geknurrt, und dann sofort eine mit der zeitung kasiert.


was sollte ich denn in so einer situation machen, wenn er mich beim fressen anknurrt? wegnehmen und nichts mehr geben für den tag? oder in sein körbchen schicken? hab keine ahnung was da das beste wäre.

(kommt mir bitte nicht wieder mit ner hundeschule, die haben alle winterpause :p )

mel

Brana
30.12.2002, 18:14
Hallo Mel,

nachfoglendes habe ich für Christiane und Fränzi geschrieben.
Gilt aber auch so für Dich.

Zitat:
Du bräuchtest Hilfe von einem Spezialisten, weil Du lernen mußt Deinem Hund Chef zu sein und zwar bereits zuhause.
Das heißt (nun alles noch einmal) du gehst grundsätzlich zuerst durch die Tür rein oder raus während der Hund sitzt und Dir erst auf Kommando folgt. Liegt der Hund im Weg herum steigst Du nicht obendrüber oder gehst um ihn herum. Er muß aufstehen und aus dem Weg gehen. Du läßt ihn 1 - 2 Tage hungern und fütterst ihn dann nur noch aus der Hand, und Futter gibt es dann nur noch für richtiges Verhalten (aus der Hand). Er darf grundsätzlich nicht auf die Couch oder gar ins Bett. Tut er das schüttele ihn wortlos herunter, d.h. kippe ihn samt der Couch um, werfe ihn samt Oberbett raus usw.
Für unterwegs benützt Du eine etwa 2 m Leine und ein Zugband mit Stop (niemals Stachelband). Hier müßtest Du nun sehen wie Du die Leine in der Hand halten solltest. Führst Du den Hund z.B. links hältst Du die Leine in der rechten Hand und läßt sie durch die linke Hand leicht laufen (so kannst Du den Hund besser steuern). Wie die Mädels oben schon gesagt haben flott laufen und Richtung ändern (aber bitte ohne Ruck) beim Wenden gibst Du ihm einfach mit der linken Hand dann mehr Leine. Der Hund kann sich so gut auf Dein Wendemanöver einrichten. So kannst Du ihn kurz bei Fuß laufen lassen und wie gesagt beim Wenden mehr Leine geben.
Überhaupt lasse ihn die nächste Zeit nur neben Dir laufen oder auch hinter Dir, aber niemals vor Dir. Sonst einfach wenden und wieder in die andere Richtung gehen. Kann sein das Du mal eine Stunde lang nur 50 m weiter kommst, aber was soll's.
Du brauchst ihn auch nicht belabern und belehren und bitteln und betteln usw. benütze nur ein kurzes scharfes 'nein' und wenn er etwas korrekt macht ein liebes freundliches Lob (wie immer Du loben willst) mit 'ja' oder Leckerli. Sei überhaupt etwas wortkarger zu ihm. Nur beim Lob nicht sparen.
Das ist eigentlich für's Erste das Wichtigste. Zuhause mußt Du ihm erst mal sagen wie es zuküntig lang geht und wer hier wann und was tut, dann läuft es bald auch draußen besser.

Übrigens Du solltest das Füttern sogar noch verschärfen. D.h. Du setzt Dich auf einen Stuhl (mit dem Hintern weit vorne auf die Kante) und fütterst Deinen Hund von Hand durch Deine Beine. Er muß also, z.B. von links unter Deine Oberschenkel durch mit dem Kopf um an Deine Hand mit Futter zu kommen, die von rechts kommt. Sollte er da grummeln, gibt es nichts.
Das wiederholst Du solange bis er brav so frißt und so gibt es halt die nächsten Wochen Futter bis sich sein Verhalten ändert.
Wikrt eigentlich konsequent durchgeführt bei allen aufmüpfigen Hunden.
Gruß Brana

Cockerfreundin
30.12.2002, 18:31
Hallo, Mel!

Zitat
________

na ja auf jeden fall, hab ich ihm heute mal zur belohnung ne dose nassfutter gegeben. er kriegt ja sonst nur trockenfutter.
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Wofür denn als *Belohnung*???
Futter ist Futter und gehört zu den elementaren Grundbedürfnissen auch eines Hundes.

Zitat
________

und wie sollte es auch anders sein, er hat geknurrt wie ein irrer wenn ich ihn angefasst hab. ich hab ihn dann am genick gepackt, NEIN gesagt und in sein lörbchen geschickt. paar minuten später wieder das gleiche gezeter.
________

Was um Himmels willen soll dieser Zirkus???
Warum lässt Du Deinen Hund nicht in Ruhe fressen???

Erzähl mir jetzt nichts von Rudelführerschaft. der hund muß doch völlig *kirre+ werden bei so viel Desorientierung.

Annette

Melhase
30.12.2002, 19:00
jetzt entschuldige mal bitte,
was soll der scheiß denn schon wieder?
könnt ihr euch vielleicht alle mal einigen? langsam nervt das ungemein. ihr gebt mir tipps, ich versuch sie zu befolgen. berichte davon und werd dann schon wieder voll zur sau gemacht.


Was um Himmels willen soll dieser Zirkus???

dieser zirkus, so wie du es nennst, ist keiner. IHR ALLE habt gesagt dass der hund seinem rudelführer sein fressen überlassen *muss* und mich nicht anknurren darf. wie bitte sollte ich denn sonst testen, ob er mich anknurrt, wenn nicht durch streicheln, beim fressen? sag mir das bitte mal.



Wofür denn als *Belohnung*??? Futter ist Futter und gehört zu den elementaren Grundbedürfnissen auch eines Hundes.

das sehe ich ganz und gar nicht so. er bekommt sonst nur trockenfutter, und dabei werde ich auch bleiben. da er heute aber extrem brav war, dachte ich mir, ich geb ihm mal eine doe nassfutter. und sag mir jetzt nicht dass sei ungesund wenn ich meinem hund nur trockenfutteer gebe.

Ilona
30.12.2002, 19:23
Hallo liebe Mel,

mal eine Frage an Deinen Freund: Hat denn sein Zeitungsgeklatsche schon was gebracht? Das muss er wohl mal irgendwo auf der Straße aufgeschnappt haben, dass das helfen soll. Vor ca. 20 Jahren oder so hat man das noch propagiert...
Geholfen hat es aber nicht, oder? Denn mir scheint, Jango interessiert das nicht wirklich. Sonst hätte er sein Verhalten schon geändert, ne?

Fütter doch mal Deinen Hund eine zeitlang nur aus der Hand (hab grad noch gelesen, dass Brana es schon geschrieben hat). Also Futterschüssel in der Hand halten, so lange, wie der Hund frißt. Bevor es losgeht: Kommando "Sitz" oder "Platz", dann Kommando "Nimm". Erst dann wird gefressen.
Knurrt er, Schüssel für 5 min. weg, ignorieren. Danach das Spiel von vorn. Hund soll lernen, dass Rudelchef die Herrschaft über die Futterressourcen hat und dass man sich sein Futter durch Gehorsam verdienen kann.
Knurrt er nicht und frißt brav, wird noch zusätzlich was zum Fressen dazu getan. Dabei kann man den Hund kurz aufhören lassen, damit er sieht, dass noch was feines dazu kommt. Das war bei uns sehr hilfreich.

Du kannst aber auch sein Futter über den Tag verteilt beim Üben an Jango verfüttern. Draußen beim Spaziergang nach kleinen Unterordnungsübungen, zuhause beim Üben usw. Es muss nicht immer abends die volle Schüssel vor den Hund gestellt werden. Man kann so viel über Futter erreichen, da muss man nicht mal 20 Bücher gelesen haben um zu sehen, wie gut das funktioniert.
Und wenn Jango erst einmal merkt, dass es Futter nur noch gibt, wenn er etwas tut, was Dir gefällt, wird er sehr schnell lernen. Es war doch auch ein Rotti? Wenn er wie mein Benji ist und verfressen ohne Ende, lernt er schneller, als Du gucken kannst.

Kennst Du jemanden, der Dir den Umgang mit einem Halti zeigen kann? Ist wirklich zigmal besser als ein Stachler. Und Dein Jango gehört inzwischen zu der Vielzahl von Hunden, die das herzlich wenig interessiert, ob er in einem Stachelhalsband hängt oder nicht. Gehorsam hat er dadurch bis heute nicht gelernt. Also ist das Ding für die Katz', wie man so schön sagt und Du kommst Deinem Ziel, einen gehorsamen Hund an der Leine zu haben, kein Stück näher.

Die Übungen mit dem Richtungswechsel sind sehr gut und haben Benji und mir auch sehr geholfen. Er hat auch gezogen wie ein Irrer und mich natürlich hinter sich her (Oh guck mal, da geht ein Rotti mit seinem Frauchen spazieren!!!). Aber das konsequente Stehenbleiben bei Straffung der Leine mit dem Kommando "Benji, reicht!", Richtung wechseln, sobald er sich durch Schnüffeln am Boden belohnen wollte, Lob, wenn er hinterher kam mit super Leckerchen haben auch Benji das Leineziehen abgewöhnt. Ich muss zugeben, es hat eine Engelsgeduld erfordert und seine Zeit gebraucht, aber ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, ein Stachelhalsband für dieses Problem zu benutzen (Benji wieg übrigens auch so seine 37 kg). Es hat mir ja schon leid getan, dass er sich so in sein Halsband geworfen hat. Aber er kannte das Laufen an der Leine offensichtlich nicht und so mußte ich es ihm schonend beibringen. Glaub mal, es war alles andere als lustig. Wenn man für 100 m ne halbe Stunde braucht, ist das schon die Härte. Dann gab es eben Spiel und Belohnung, wenn wir da angekommen waren, wo wir hin wollten. Später konnten wir dann die Schleppleine zum Üben benutzen.

Eine nette Übung für Euch wäre folgende:
Du legst eine Schnur oder was auch immer auf den Boden. Dann mißt Du von dort, wo sie liegt, drei Meter ab und legst eine weitere Schnur auf den Boden. Du stellst Dich mit Jango hinter die erste Schnur, Blickrichtung zur anderen. Hinter die zweite Schnur legst Du ein Lockmittel (Leckerchen, Spielzeug), so, dass es Jango sieht. Dann gehst Du auf Kommando "Los" oder "Komm" los Richtung Schnur mit dem Lockmittel. Fängt Jango an zu ziehen, weil es ihm nicht schnell genug geht, drehst Du Dich schweigend um und gehst hinter Deine Linie (Schnur) zurück. Das Spiel beginnt von vorn. Jango soll lernen, dass er nur zum Ziel kommt, wenn er nicht zieht. Er wird es schaffen, deshalb beginne mit einer extra kleinen Entfernung zwischen den Schnüren. 3 bis maximal 5 Meter. Dann erhöhst Du langsam die Entfernung auf 7 m, 8 m usw. Das Ziel ist, das Leckerchen (Spielzeug) zu erreichen, ohne dass Jango Dich dort hingezogen hat.

Eine weitere praktische Übung (aus dem Buch von G. Bloch "Der Hund im Wolfspelz") zum Thema "Leinenführigkeit:
Grundziel ist es, die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken. Man geht, den Hund an einer ca. 5m-Leine zügig eine gedachte Gerade ca. 50 m weit geradeaus und bleibt stehen. Der Hund wird nicht angesprochen, nicht gelobt, nicht geschimpft, schlicht ignoriert. Zeigt der Hund ansatzweise Interesse an seinem Halter (beobachten aus den Augenwinkeln, nicht anschauen), wird in einem 90 Grad Winkel wieder ca. 50 m weit gegangen. Stehen bleiben, Hund ignorieren, nicht ansprechen, nicht anschauen, nur beobachten. Zeigt er wieder ansatzweise Interesse (schauen, was der Hundeführer macht oder kommen), wird wieder ein Winkel in derselben Prozedur gelaufen. Ich laufe möglichst ein Dreieck. Sobald ich am Ausgangspunkt angekommen bin und der Hund sollte Körperkontakt suchen, wird er ausgiebig gelobt. G. Bloch empfiehlt, diese Übung mehrmals täglich ca. 15 min lang auszuüben.
"Sinn und Zweck der Übung war, dass sich der Hund aufgrund langer Leine nicht endlos eigenständig entfernen konnte, bei Zerren an der Leine nicht mit einer Kombination aus Stehenbleiben und völligem Ignorieren des Halters rechnete, andererseits aber die selbständige Orientierung in Richtung Mensch lernte." (Zitat aus dem Buch)

Oh weh, nun hab ich schon so viel geschrieben, aber noch nichts zum Clicker gesagt. Liebe Mel, ein Clicker, so toll er auch ist, ist kein Allheilmittel für Deine Probleme. Beim Problem "Leineziehen" würde ich ihn nicht einsetzen, weil das zu falschen Verknüpfungen führen kann (eigene Erfahrung). Ansonsten jederzeit. Wenn Du dazu Fragen hast, hier gibt es einige, die clickern und von Ihren Erfahrungen berichten können. Wenn Du keinen Clicker in einer Zoofachhandlung bekommst, geh mal in ein Kindergeschäft und frage nach einem Knackfrosch. Damit kann man wunderbar üben:)

Liebe Grüße, Illi und Clickerrotti Benji, der das Clickern obercool findet.

Thomas
30.12.2002, 19:32
Hallo Mel

1. Bitte bleib mal ganz locker & entspannt. Auch das zeichnet eine künftige Rudelchefin aus, nicht gleich bei Widerstand (ob nur von Forumsleuten oder Deinem Hund) gleich auf 180 zu sein.
2. Natürlich ist Trockenfutter nicht ungesund. Das hast Du missverstanden. Gemeint war - das Dein Hund, das von Dir in "guter Absicht" gegebene Lecker-Nass-Futter- definitiv nicht als Belohnung für sein heutiges Bravsein versteht/verknüpft. Um´s zu verdeutlichen: Selbst wenn er heute beim letzten Gassi perfekt bei Fuss gegangen wäre, käme eine Belohnung im Nachhinein viel zu spät (da die Bestätigung für Erwünschtes Verhalten ja innerhalb von 1-2 Sekunden kommen muss). Also, Deinem Hund hat´s sicher geschmeckt - belohnt für gutes Benehmen hast Du ihn damit aber nicht.
3. Gut das Du heute kein normales Halsband gefunden/gekauft hast. Du hast doch den Geschirr-Link (siehe oben) gelesen. Kein Kommentar dazu? Erzähl mir bitte nicht, das Dein Hund mit Geschirr noch mehr ziehen würde oder Du ihn damit nicht mehr halten kannst.
4. Gut das Du heute keinen Clicker gekauft hast. Oder weißt Du bereits wie ein korrektes Arbeiten mit einem Clicker funktioniert? Also ich wußte es vorher nicht. Mach also nicht den Fehler, einfach mal draufloszuclickern - damit kannst Du dir den Clicker ganz schnell ein für allemal versauen. Informiere Dich eingehenst über die korrekte Arbeitsweise, sonst ist es vergebene Liebesmüh. Bei dem Buch von Martin Pietralla "Clickertraining für Hunde" ist normalerweise ein Clicker mit dabei.
5. Du wirst nochmal ein eindringliches Gespräch mit Deinem Freund führen müssen - dieser Zustand ist absolut nicht tragbar. Ehrlich, da rollen sich bei mir schon die Zehennägel hoch. Lass ihn bitte folgenden Satz hier mal lesen: "Hallo Freund von Melhase! Komm doch bitte mal bei mir vorbei. Leider kann ich nur finnisch sprechen. Ich werde Dir dann auf finnisch einen Kochkurs geben. Leider bin ich nicht sonderlich geduldig mit meinen Kochschülern, aber es macht Dir ja sicherlich nichts aus, jedesmal von mir ein´s mit der Zeitung übergebraten zu bekommen, wenn du statt Salz, Zucker in die Suppe schüttest!".

Gruß
Thomas

Melhase
30.12.2002, 19:32
hallo ilona,
ich hab gar nicht gewusst duss du auch nen rotti hast.
also das mit dem clicker werd ich jetzt erst mal lassen. mir haben jetzt schon sher viele leute davon abgeraten. und ich möchte meinem hund auch nichts falsches beibringen. und das würde sicherlich passieren.

aber danke für deine tipps, ich werde morgen gleich damit anfangen. (heute waren wir schon gassi, gefressen hat er auch schon und ausserdem is es draussen dunkel:D )

ich bin schon gespannt wie das mit den seilen morgen klappen wird

mel

Melhase
30.12.2002, 19:36
hallo thomas

klar habe ich das mit dem geschirr gelesen. danach habe ich heute auch schon geschaut. leider kosten die dinger um die 50€ in seiner größe. ok, es gab heute nicht all zu viel auswahl. irgendwie waren die läden heute alle wie leer geräumt. aber ich werde mal versuchen bei ebay eines zu ersteigern.

ja und wegem dem clicker hab ich oben schon was geschrieben.

das er das nassfutter nicht mehr mit lob verknüpfen kann, weiß ich. ich habs ihm heut einfach mal gegönnt. sagen wir es mal so. hab mir gedacht, er verdiehnt mal wieder was ganz was leckeres. einfach so zum spass


mel

Cockerfreundin
30.12.2002, 19:43
Hallo, Mel!

dieses wird jetzt mein letzter Beitrag in diesem Thread sein, deshalb mal etwas länger und grundsätzlicher:

Futter wegnehmen undRudelführerschaft
Ja, es gibt etliche hier im Forum, die das für eine geeignete Methode halten, um zu *testen*, ob sie nun Rudelführer sind oder nicht.

Ich gehöre nicht dazu und habe das an anderer Stelle auch schon mehrfach gesagt und auch begründet.

Für mich hat mein Hund genau dasselbe Recht, in Ruhe zu fressen , wie ich auch nicht ständig gestört werden möchte beim Essen.

Überhaupt teste ich nicht ständig , ob ich nun Rudelführerin bin oder nicht. Ich arbeite mit meinem Hund, erziehe ihn, versorge ihn, beschütze ihn (wo nötig) und versuche so, ihm die Sicherheit zu geben, die er braucht, um ausgeglichen, freundlich und verträglich durchs Leben gehen zu können.

Ich gehe also einfach mal grundsätzlich davon aus, dass ich meinem Hund Sicherheit und Orientierung geben kann. Dass ich für ihn verlässlich bin: Tag für Tag. Im Gegenzug erlebe ich Tag für Tag und mehr und mehr, dass auch ich mich auf meinen Hund verlassen kann.

Annette

Nachtrag: ich habe Basti übrigens einmal wirklich sein Napf weggenommen .... um noch den letzten Rest aus der Dose dazuzutun... Hätte er geknurrt, hätte ich mich innerlich bei meinem Hund entschuldigt und wäre stillschweigend weggegangen, damit er in Ruhe fressen kann.

Ilona
30.12.2002, 20:28
Hi liebe Mel,

der Clicker ist eigentlich ein Geschenk Gottes - wenn man ihn anzuwenden versteht:) Und dass die Leute Dir abraten, versteh ich. Sie wissen nichts damit anzufangen. Das hab ich schon oft erlebt
Zögere also nicht, ihn zu benutzen, nur mußt Du Dich vorher informieren, wie es geht:) Er wird Dir mit Sicherheit über viele Schwierigkeiten hinweghelfen, das ist sicher. Aber bevor Du beginnst, frag nach (ich schick Dir gern ne ellenlange email), wie es geht, damit er auch seine Wirkung nicht verfehlt. Also, meine Liebe, ran an die Buletten, wenn Du einen Clicker oder Knackfrosch zuhause hast, üben wir gemeinsam, ok?

Liebe Grüße und verliere nicht den Mut. Du hast sehr viele gute und hilfreiche Tips bekommen. Verzage nicht, sie führen Dich alle in eine Richtung: Deinem Hundi zu zeigen, wie Gehorsam funktioniert. Dir wird das Leben leichter und Deinem Hund erst recht:):)

Ja, das mit den Seilen üben, da bin ich auch gespannt. Erwarte halt nur nicht so viel beim ersten Mal. Und denk dra: Übe unter der geringsten Ablenkung, die möglich ist. Das Erfolgserlebnis für Dein Hundi steht an erster Stelle:)

Liebe Grüße und schick mir ne mail, wenn Du denkst, Du kommst nicht voran oder die Postings hier sprengen den Rahmen...

Liebe Grüße von Illi und Tierheimhund Benji (jetzt vier Jahre alt und vor einem Jahr aus dem Tierheim geholt)

P.S: Benji hieß im Tierheim Domino-Steinchen (sieht aber gar nicht aus wie so was, hihi. Aber süüüß isser trotzdem und clickerbegeistert!!!:)

Hovi
30.12.2002, 20:48
@ Thomas

Och Mööönsch, bin ich nu auch noch ein "Mädel"??? :D Das würde ich eher als Kompliment auffassen *g*.

Ich geb Dir völlig Recht: Auch ich würde um dieses Gespann einen weiten, weiten Bogen machen. Ich gehe mit 80 kg Hovawart an der Leine spazieren, das sind 25 kg mehr, als ich selber wiege. Beide tragen breite (etwa 4 cm), weiche Nylonhalsbänder. Keiner der beiden zieht an der Leine. Sobald es geht, dürfen sie ja auch ab von der Leine, und ich denke mal, das wissen sie:) .

Meine B]höchstpersönliche[/B] Meinung:

Wenn jemand seinen Hund ohne Stachler nicht halten kann, dann hat er schlichtweg einen Hund, der nicht zu ihm passt! Er ist dann einfach eine Nummer zu groß!!!!! Auch wenn es für manche Leute noch so schön sein mag, einen "großen, starken" Hund an der Leine zu führen, der anderen Leuten "Respekt" einflößt : Wer mit einem Hund spazierengeht, den er kaum halten kann, handelt schlichtweg verantwortungslos. Es ist nicht damit getan, sich solch ein Kraftpaket anzuschaffen. Gerade bei solch einem Hund muß man VORHER Erfahrungen sammeln, lesen, mit anderen Besitzern reden, und und und. Notfalls muß man halt auch Geld für eine gute Hundeschule opfern.

Mel, auch auf die Gefahr hin, dass Du nun unendlich sauer auf mich sein wirst: Nach allem, was ich bisher gelesen habe, ist Dein Hund bei Dir in den falschen Händen!

Da Du nicht mal das Geld für eine gute Hundeschule aufbringen kannst, bin ich der Meinung (es handelt sich, wie gesagt, um meine höchstpersönliche Meinung), dass Du ungeeignet zum Führen dieses Hundes bist. Bevor er Dir nach einem schlimmen Zwischenfall (und der wird kommen, verlass Dich drauf!) von der Behörde weggenommen wird, solltest Du ihn in Hände geben, die mit ihm klarkommen und die Hundeerfahrung haben. DANN hat Jango noch eine Chance auf ein langes, zufriedenes Hundeleben. Hat er erst mal einen Menschen gebissen, ist er nicht mehr vermittelbar, die Todesspritze folgt. Lass es bitte nicht so weit kommen!

Liebe, besorgte Grüße
Claudia

Melhase
30.12.2002, 21:05
Meinen Hund werde ich NIEMALS weggeben, komme was wolle.


und sorry, aber ich lass mir von niemandem der meinen hund nicht persönlich kennt, so etwas sagen. lieber habe ich einen ungezogenen rotti an der leine, als einen kläffenden köter der mir gerade mal über den knöchel geht.

und bis jetzt kann ich ihn noch prima halten. und da er auch nicht mehr schwerer wird, werde ich ihn auch weiterhin halten können. anscheinend gibt es hier bloß drei leute, die die fragen durchlesen und darauf antworten. alle anderen finden es anscheinend nur lustig auf mir und meinem rotti rumzuhacken.
sorrx, aber ich bin nun mal nicht so geübt ihm alles mögliche beizubringen. er kann ja eh schon extrem viel (hab es im beitrag con whisky "was kann euere hund" geschrieben was er alles kann)
und ich finde das ist ne ganze menge.
es ist nun mal nicht sehr einfach wenn jango bei mir etwas so lernt und bei meinem freund lernt er es dan wieder anders. ist doch logisch, dass es dann länger dauert.

Ilona
30.12.2002, 21:17
Huhu Mel,

nu laß Dich mal nicht provozieren:) Das kriegst Du schon hin! Vorausgesetzt, Du möchtest es ernsthaft. Und ich weiß, dass Du es willst!

Also pack es an. Druck Dir die hilfreichen Informationen aus und versuche, alles zu befolgen, ok?
Mach Dir einen Plan, mit den Zielen, die Du erreichen willst. Dann ordnest Du diesen Zielen die Übungen, die Dir hier angeboten wurden zu und fängst an zu üben. Und wenn Du Hilfe brauchst, schickst Du ne mail, ok?

Und morgen fängst Du an. Das wird, glaub es mir. Hier sind so super Hinweise gekommen, die Du bedenkenlos übernehmen kannst. Und das mit dem Stachler wirst Du schon von ganz allein eines Tages lassen, weil es keine Resultate bringt. Auch das an den Ohren ziehen oder mit der Zeitung bringt nichts. Verzichte drauf, ist ganz einfach.

Wenn Du Deinen Süßen lieb hast, geht es auch ohne, wirst sehen. Hab nur ein wenig Geduld und sei konsequent. Und wenn Du mal nicht weißt, was dominantes Verhalten oder einfacher Ungehorsam ist (weil Hund es nicht besser weiß), frag nach, ja?

Ich drück Dir die Daumen. Schreib, wenn Du Hilfe brauchst, bitte!!

Liebe Grüße, Illi

Hovi
31.12.2002, 13:17
Hallole,

mein Beitrag war nicht als Provokation gedacht, ganz bestimmt nicht.

Es ist nur so: Wenn ich Mel´s Beiträge so verfolge, höre ich leider Unbelehrbarkeit heraus. Alles, was Geld kostet wird schonmal abgelehnt. Ich selber glaube aber nicht, dass sie einen anderthalbjährigen 45kg-Rotti OHNE zusätzliche Hilfe von aussen nochmal unter Kontrolle bekommt. Und ein 45kg-Rotti kann nun mal zur ernsthaften Gefahr werden, wenn er aus den Puschen gerät, ich denke, da sind wir uns einig.

Die Probleme lösen sich auch nicht, indem man einen zweiten Hund dazusetzt - sie verdoppeln sich!

Darum meine Meinung: Entweder Hilfe von aussen oder den Hund zu jemanden, der ihn noch in den Griff kriegt. Diese beiden Alternativen sehe ich.

Beißt er erstmal zu (die Schwelle vom Knurren zum Beissen ist nicht gerade hoch), dann hat der Hund endgültig verloren.

Liebe Grüße
Claudia

Ilona
31.12.2002, 16:16
Hey Claudi,

nee, Du hast sicher nicht versucht zu provozieren:) Wollte ich mit meinem Posting nicht sagen. Ich hab mir alle Postings zu diesem Thema gut (hoffe ich jedenfalls:) ) durchgelesen. Und manche Antworten find ich ehrlich gesagt, wenig hilfreich. Andere dagegen wieder sehr gut:)

Manchmal ist es halt so, dass ein Hundehalter nach genau der Methode sucht, um sein Problem in den Griff zu bekommen. Und dann liest er und liest, zwischendurch wird er angegriffen und muss sich verteidigen (ginge mir jedenfalls so), dann liest er weiter - immer auf der Suche nach DER Lösung.

Wir wissen sicherlich beide, dass es DIE Lösung niemals geben kann, dazu sind Halter und Hund zu unterschiedlich. Aber wir können doch versuchen, immer neue Lösungsansätze zu vermitteln? Manchmal versetze ich mich in einen Verhaltenstherapeuten hinein, der mit den unterschiedlichsten Problemen von Hund und Halter zu kämpfen hat. Der kann sich auch nicht hinstellen und sagen: Wenn Sie es so oder so nicht machen, kommen Sie nie ans Ziel. Wenn es ein guter Therapeut ist, wird er solange um eine Lösung ringen, bis der Hundehalter diese akzeptiert. Es führen immer 1000 Wege nach Rom. Und in der Hundeerziehung ist es kaum anders. Klar, der Ton macht die Musik:) Und wenn ich denke, dass genau diese und jene Methode für Hund und Halter effektiv wäre, würde ich sie mit Engelszungen versuchen zu verkaufen.

Also ich kann Mel nicht verteufeln, nur, weil sie was in Frage stellt oder nicht so sieht, wie es beschrieben wurde. Und was das Geld betrifft: Ich habe Zeiten durchgemacht, wo ich selber nichts zu essen hatte. Und alles, was ich hatte, hab ich in meinen Hund und meinen Kater investiert.
Das gibt es alles, leider:( Ich hätte mir damals nicht mal ein Buch leisten können, geschweige denn einen Trainer. Und die Foren, die es heute gibt, gab es damals auch nicht. Aber wie hätte ich die auch besuchen können mit nem gesperrten Anschluss???

Du hast schon Recht, wenn Du meinst, ohne professionelle Hilfe ginge es nicht (mehr). Nur, die Frage oder das Problem ist, dass sie sich das nicht leisten kann. Was für mich heißt, ich kann ihr noch viele Dinge anbieten, die man tun kann, um ein Problem in den Griff zu bekommen. Irgendwann findet man einen Konsens. Und dann ist es am Halter, ob er konsequent genug ist oder nicht.

Gibt es denn jemanden in der Nähe von Mel, der vor Ort helfen könnte? Mel, wäre das ok?

Und was einen zweiten Hund betrifft, so würde ich genau wie Du, im Moment davon abraten.

Aber das wiederum muss (und kann nur) Mel selber entscheiden.

Liebe Claudi, hab eine schöne Silvesterfeier, rutsch gut und heil rein - alles Liebe,

Illi und Benji

Melhase
31.12.2002, 17:33
hallo



Darum meine Meinung: Entweder Hilfe von aussen oder den Hund zu jemanden, der ihn noch in den Griff kriegt. Diese beiden Alternativen sehe ich.

ich habe beides schon erleutert. ich kann mir im moment keinen hundeträiner leisten. ich kann mir selbst kaum was zu essen leisten. das was ich noch habe, stecke ich eh schon für essen und spielzeug in meinen hund. und ich werde ihn definitiv niemals weggeben. egal was passiert.


@ ilo

hab deine mail bekommen, leider spinnt mein web grad, und ich kann dir nicht antworten. am donnerstag werde ich mich mal auf die suche nach nem clicker oder knackfrosch machen, und das versuchen was du mir geschriben hast.


ach ja, das mit dem seil und den leckerlies war die reinste hölle. wenn ich zu weit weg gehe, dann interessiert sich jango nicht dafür. wenn ich zu nah dran bin, dann macht er nen zug und schon hat er es. wir haben leider nen scheiß boden daheim, auf dem ich nicht sonderlich standfest bin. und draussen möchte ich das nicht machen, da er gelernt hat von draussen nichts aufzuheben. und das würde ja dann genau das gegenteil bezwecken


guten rutsch

Ilona
01.01.2003, 10:30
Hi liebe Mel,

ich wünsche Euch ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!! Ich hoffe, Du bist gut reingerutscht? Und Jango hat alles gut überstanden?

LOL Mel, ich hab das Posting mit Eurer Übung gelesen. Nee, ist natürlich nichts für glatte Böden. Diese Übung kannst Du draußen optimal machen. Mußt auch nichts hinter die Linie legen. Es geht auch ohne. Ziel der Übung ist es, mit dem Hund von Punkt A nach Punkt B zu kommen, ohne, dass er zieht. Und da er ja wohl eh meist gradeaus irgendwohin will, kann man das ein einem ruhigen Örtchen gut üben. Hinter der Ziellinie angekommen, kannst Du was superschönes aus Deiner Tasche zaubern. Das wäre ne Alternative:)

Wenn Dir die Übung gar nicht gefällt, lass sie weg. Dann machst eben was anderes. Ich schick Dir mal ne mail mit Möglichkeiten. Die kannst Du dann üben mit Deinem Räuber.

Liebe Grüße von Illi und Benji