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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : aggressiv und schlafstellung



Melhase
22.12.2002, 15:02
hallo
ich hab da mal zwei fragen

was bedeutet es denn eigentlich wenn der hund bei mir im bett liegt und alle viere von sich streckt. also wenn er aufm rücken liegt, beine auseinander und eben beine in der luft hat?


ich hab meinen rotti vor etwa 2 monaten kastrieren lassen. zuvor hat er sich prima mit ALLEN hunden verstanden. aber seit zwei wochen geht er auf jeden rüden los, der ihm zu nahe kommt. ob er es auch bei weibchen machen würde weiß ich nicht, wir sind seitdem keinem mehr begegnet. aber mich beängstigt es doch ziemlich, dass er seit neuestem keine rüden mehr mag.
kann das an der kastration liegen? oder ist es das alter?
er ist 1,5 jahre alt

igelchen
22.12.2002, 18:58
Hallo Mel!

Schlafstellung
Nubia liegt auch oft so da, wenn sie schläft. Bei uns Menschen gibt es ja auch solche, die lieber aufm Rücken schlafen... ;) Ist also einfach nur ein Zeichen totaler Entspannung.

Aggression
Warum hast Du Deinen Jango denn kastrieren lassen?
Eine Kastration ersetzt natürlich nicht die Erziehung und Sozialisierung Deines Hundes!! Da Du auch schon an anderen Stellen von Problemen berichtet hast, würde ich Dir doch sehr zu dem Besuch einer Hundeschule raten!
Eine Kastration ist ein schwerer Eingriff, auch in die Psyche Deines Hundes. Es kann sein, dass die Aggression ein Zeichen dafür ist, dass er mit der Hormonumstellung zu kämpfen hat und sich nochmal neu "finden" muss. Trotzdem solltest Du so schnell wie möglich kompetente Hilfe suchen (Hundeschule, Verhaltenstherapeut (für Deinen Hund!) oder Tierheilpraktiker), bevor sich dieses Fehlverhalten womöglich manifestiert!!

Liebe Grüße
Igelchen

Melhase
22.12.2002, 19:20
hallo, erstmal danke für deine antwort

eigentlich habe ich keine schwerwiegenden probleme mit meinem hund. er hört hald nur ab und zu nicht. und fuß gehen kann er auch nicht. na gut, er hört eigentlich ziemlich selten wenn wir unterwegs sind. aber er ist trotzdem ein ganz ein lieber. er *fällt* jeden an und leckt ihn dann zu tode. aber nachdem die leute den hund nicht ignorieren müssen sie selber damit klar kommen, nicht ich. ist also denen ihr problem. mehr als den leuten zu sagen "sie sollen ihn ignorieren und erst begrüssen wenn er brav sitzt" kann ich nicht machen.

wir haben ihn kastrieren lassen, weil unsere tierärztin der meinung war er wird dann ruhiger. er ist nämlich eher ein hyperaktiver hund. er muss eben immer alles haben, und das sofort. aber trotzdem is er ein ganz ein lieber verschmuster kerl. auch bei fremden und bei kindern.
aber seit zwei wochen mag er absolut keine rüden mehr. ich weiß einfach nicht warum. davor hat er sich mit jedem hund prima verstanden. es gab echt nie probleme.
also entweder liegt es an der kastration oder daran dass es ihm nicht gepasst hat, dass er an der leine war als ein anderer hund auf ihn zukam. das kann natürlich auch sein.
mit weibchen hat er absolut gar keine probleme, nur mit männchen.
kann das auch einfach nur mit dem erwachsen werden zu tun haben?

Cockerfreundin
22.12.2002, 19:25
Hallo, Mehlhase!

Also, Basti (der auch auf dem Bett schläft:) ) liegt beim schlafen meistens eingekringelt auf seinem Kissen. Das ist dann die normale Schlafstellung sozusagen. Wenn er sich (v.a. morgens in der letzten Schlafphase) auf den Rücken dreht und alle Viere von sich streckt,den schlafwarmen Bauch ganz entblößt, dann weiß ich, dass es ihm *saugut* geht und er total entspannt ist. Also freu Dich drüber :) :) :)

Was das Verhalten Deines Jango gegenüber anderen Rüden betrifft, so kann das durchaus mit der (psychischen) Neuorientierung nach der Kastration zusammenhängen. Basti wurde mit 15 Monaten kastriert und hatte danach auch mit sich und seinem *Stand* in der Hundewelt zu tun. Ne Zeitlang hat er (insbesondere bei größeren und älteren Rüden) auch zwischen einerseits totaler Unterwerfung (auf den Rücken legen und Starre) und Knurren/ Wegschnappen reagiert . Er hat zwar keine Rauferei angefangen, aber wenn ein anderer Rüde zu ausgiebig an ihm geschnüffelt hat, dann wurde erstmal geknurrt.

Inzwischen (5 Monate nach der Kastration) hat sich alles wieder eingependelt und auch Basti weiß wieder, wer er ist.

Grüße von
Annette + Basti:)

igelchen
22.12.2002, 19:33
Hallo Mel!


wir haben ihn kastrieren lassen, weil unsere tierärztin der meinung war er wird dann ruhiger. er ist nämlich eher ein hyperaktiver hund. Wusstest Du eigentlich, dass man nach dem deutschen Tierschutzgesetz sein Tier nur dann kastrieren lassen darf, wenn es ohne Kastration gesundheitliche Schäden/ Probleme davontragen würde!?! Also nur, wenn es medizinisch notwendig ist... Ich finde es einfach unfassbar, wie konsequent dies von den meisten Tierärzten und Tierhaltern missachtet wird!! :mad:


er *fällt* jeden an und leckt ihn dann zu tode. aber nachdem die leute den hund nicht ignorieren müssen sie selber damit klar kommen, nicht ich. ist also denen ihr problem. mehr als den leuten zu sagen "sie sollen ihn ignorieren und erst begrüssen wenn er brav sitzt" kann ich nicht machen Meinst Du nicht, dass Du es Dir ein wenig zu einfach machst? Schließlich musst letzten Endes DU dafür haften, wenn was passiert... Und was ist mit Menschen, die Angst vor Hunden haben?!? *kopfschüttel*

Liebe Grüße
Igelchen

Melhase
22.12.2002, 19:39
Wusstest Du eigentlich, dass man nach dem deutschen Tierschutzgesetz sein Tier nur dann kastrieren lassen darf, wenn es ohne Kastration gesundheitliche Schäden/ Probleme davontragen würde!?! Also nur, wenn es medizinisch notwendig ist... Ich finde es einfach unfassbar, wie konsequent dies von den meisten Tierärzten und Tierhaltern missachtet wird!!

also das wusste ich gar nicht. ist das echt so? ich hab das noch nie gehört. aber da ge ich dir recht, dass der tierarzt einen etwas besser aufklären sollte



Meinst Du nicht, dass Du es Dir ein wenig zu einfach machst? Schließlich musst letzten Endes DU dafür haften, wenn was passiert... Und was ist mit Menschen, die Angst vor Hunden haben?!?

wieso hafente? und wieso mache ich es mir zu leicht? ich habe es den leuten erklärt. sie haben es auch verstanden aber es interessiert sie nicht. und die leute kennen ihn ja und er kennt sie. wie gesagt fremde begrüsst er ja nicht. oder besser gesagt nicht mehr. da wartet er immer brav bis er das kommando von mir bekommt. und wenn wir unterwegs sind und ich treffe jemanden der angst vor ihm hat, dann halte ich jango natürlich an der kurzen leine. gott sei dank kenne ich nur einen menschen der angst vor hunden hat. aber ich würde es nicht direkt angst nennen, sondern eher ekel vor dem gesabbere.

Cockerfreundin
22.12.2002, 19:41
Hallo, Mel!

Fang endlich an, Deinen Hund zu erziehen!!!!!

Annette

Melhase
22.12.2002, 19:42
liebe anette,
mein hund ist erzogen.
sorry, aber auf so einen beitrag kann ich echt verzichten

Cockerfreundin
22.12.2002, 19:45
Hallo, Mel!

Anscheinend ist er NICHT erzogen, sonst würde er sich nicht so verhalten.

Zitat
_______

er hört hald nur ab und zu nicht. und fuß gehen kann er auch nicht. na gut, er hört eigentlich ziemlich selten wenn wir unterwegs sind.
_______

Annette

Melhase
22.12.2002, 19:49
es steht dorten wenn wir unterwegs sind
gut ich habe vergessen, zu erwähnen, dass er nicht hört wenn er was interessantes sieht. aber wenn kein hund in der nähe ist, dann hört er auch. dann kann er auch fuss gehen und sonstiges.


und ich bleibe dabei, dass mein hund erzogen ist.
er ist einfach nur zu neugierig und zu verspielt

Cockerfreundin
22.12.2002, 19:58
Zitat
______

gut ich habe vergessen, zu erwähnen, dass er nicht hört wenn er was interessantes sieht. aber wenn kein hund in der nähe ist, dann hört er auch. dann kann er auch fuss gehen und sonstiges. und ich bleibe dabei, dass mein hund erzogen ist.
______

Ich fass es nicht!!!!

Na dann viel Freude noch mit Deinem wohlerzogenen, verspielten Halbstarken.

Annette

Melhase
22.12.2002, 20:01
du musst ja nicht mit ihm leben sondern ich

und fassen musst du es auch nicht
ich hatte eigentlich nach tipps gefragt, wenn ich beleidigungen haben will dann geh ich woanders hin

Maggie_HH
22.12.2002, 20:24
Ja richtig du musst mit deinem Hund leben und nicht wir! Aber wenn er wie du sagst erzogen wäre, dann würde er auch hören, wenn er was interessantes sieht! Denn das macht einen erzogenen Hund aus! Und nicht der Gehorsam in der eigenen Wohnung oder völlig ohne Ablenkung, das können sogar Welpen, manchmal schon nach ein paar Minuten!!!!

Ach ja und noch was:
Zwar musst du mit deinem Hund leben, aber auch andere werden mit ihm konfrontiert und wenn er sich auf jeden Hund stürzt und du ihn nicht unter Kontrolle hast, müssen auch andere mit ihm leben müssen! Folglich solltest du vielleicht mal zu ner Hundeschule gehen, wenn du es alleine nicht hinkriegst, denn es wird früher oder später sicher mal Ärger geben, vor allem bei einem Rotti!

Juliane

Melhase
22.12.2002, 20:29
dann sagt mir bitte mal wo ich das geld für eine gute hundeschule hernehmen soll

entschuldigt bitte, aber ich hab nun mal nicht so viel geld im moment zur verfügung.


im übrigen hatte ich nach ner meinung zu meiner frage gefragt und nicht ob ihr findet dass mein hund erzogen ist oder nicht

BiancaHampel
22.12.2002, 21:15
Sorry, aber ich finde, Du siehst das alles viel zu eng.
Du hast eingangs nach Tipps gefragt, also musst Du auch damit klarkommen, wenn man Deine Methoden kritisiert.

Allgemein möchte ich mich meinen Vorrednerinnen anschliessen. Vor allem sollte der Hund entsprechend erzogen sein, dass er gerade draussen auf das hört, was Du sagst.

dann sagt mir bitte mal wo ich das geld für eine gute hundeschule hernehmen soll Ich kann mit Pünktchen auch nicht in eine Hundeschule gehen, weil das Geld dafür fehlt. Diese Einrichtungen sind vergleichsweise teuer zu z.B. einem Hundeverein. Und wenn man sich den auch nicht leisten kann, muss man eben umso konsequenter sein in der Erziehung. Ein Tier braucht viel Liebe, noch mehr Geduld, aber auch klare Regeln und Worte. Und in dem Fall muss man nun mal konsequent sein.
Gerade bei einem Hund wie Deinem.
Ich will nicht bösartig erscheinen, aber man sollte sich halt vorher immer genau überlegen, was für ein Tier speziell welche Rasse man sich anschafft und ob man auch damit klarkommt.

Du machst es Dir auf jeden Fall zu einfach, wenn Du sagst, es sei nicht Dein Problem, wenn Leute Deinen Hund nicht ignorieren. Pünktchen z.B. stört sich garnicht daran, dass sie ignoriert wird und versucht trrotzdem, ihren Kopf durchzusetzen, indem sie hinterherlaufen will oder einfach stur sitzen bleibt, weil sie Aufmerksamkeit möchte. Ich lenke dann ganz bewusst mit Leckerchen oder anderem interessanten ihre Aufmerksamkeit auf mich und ziehe sie weiter (also ich schleife sie nicht. Bestimmt nicht). Sie merkt dann aber, dass es nicht nach ihrer Nase geht sondern nach meiner.
Du solltest viel mit Deinem Rotti arbeiten und Dir vielleicht auch Hilfe in Form von anderen Hundebesitzern holen. Musst Dir jedoch auch was sagen lassen und Kritik einstecken können.

Keiner meint es hier böse mit Dir. Also fühl Dich nicht gleich angegriffen, nur weil man Dir sagt, wie es ist.

igelchen
22.12.2002, 21:21
Hallo Mel!


wie gesagt fremde begrüsst er ja nicht. oder besser gesagt nicht mehr. da wartet er immer brav bis er das kommando von mir bekommt. Das hatte ich wohl vorher überlesen ;) Ich bin davon ausgegangen, dass Jango jeden abschleckt und begrüßt...

Ein zuverlässig gehorchender Hund macht das Leben übrigens um Welten leichter ;) Und soweit ich weiß, ist der Rotti ja in Bayern jetzt auch gelistet - kommst Du denn jetzt noch um eine Prüfung herum? (Hattest Du nicht auch mal was dazu gepostet? Bin jetzt aber zu faul, das nachzulesen. ;) )

Liebe Grüße
Igelchen

Melhase
22.12.2002, 21:36
ja ich muss eine prüfung machen. aber das ist ja absolut kein problem. das ist eine wesensprüfung und keine gehorsmkeitsprüfung. wenn er da nicht aufs wort genau hört, dann is das überhaupt nicht schlimm. es geht ja nur darum, dass er nicht bösartig ist. das er keinen joggern hinterherläuft oder radfahrern. dass er niemanden ohne grund anbellt und auch nicht sehr schreckhaft ist. vor der prüfung habe ich ja keine angst mehr. hab mir genug infos geholt wie das so abläuft. und ich sehe d keine schwierigkeiten.


aber ich frag mich warum ihr indirekt immer auf nem rotti rumhackt. das ist genauso ein hund wie jeder andere auch. er ist auch kein bisschen aggresiver als ein schäferhund oder ein dalmatiner. er ist nur bulliger, das ist alles. aber so ist er vom wesen her ein liber verspielter familienhund. was man auch in jedem buch nachlesen kann. was habt ihr alle gegen rottis?
klar sind die nicht leicht zu erziehen, aber dafür sehr lernfähig wenn man es ihnen verständlich beibringen kann und sie sind super schutzhunde. und da ich fast aufm land wohne ist mir ein etwas gefährlich aussehender hund natürlich lieber als so ein miniatur hund wie ein dackel oder ein pudel

BiancaHampel
22.12.2002, 21:49
ganz im Gegenteil. Ich teile Deine Ansicht über diese Rasse.
Wollte damit auch nur ausdrücken ... Gerade, weil sie halt grössere Hunde sind und bulliger, haben sie mehr Kraft. Man muss sie also halten können, wenns hart auf hart kommt. Und das geht sicherlich wesentlich besser, wenn Hund reagiert, wenn Frauchen was sagt ;)

LG Bianca

Melhase
22.12.2002, 21:51
ja klar, dass stimmt schon.
aber gott sei dank hab ich den trick raus ihn gut halten zu können auch wenn er nicht hört. ich kann ihn auch mit leckerlies von etwas abhalten so ist es ja nicht.
aber NOCH habe ich mehr kraft als der dicke. oder zumindest kann ich ihn noch ganz gut halten

cheroks
22.12.2002, 23:14
Hallo Melhase,
ich habe alle deine Beiträge gelesen! Da Jango beginnt aggressiv zu werden, sei es auch erst "nur" gegen andere Hunde, solltest du aufwachen und dir nichts mehr vor machen. Du musst deinen Hund unter Kontrolle bringen, er ist nicht im mindesten erzogen.
Ein gaaaanz lieber Rottweiler kann auch ernst machen!(die ich im übrigen ganz toll finde, wenn sie erzogen sind, ebenso Schäferhunde, JR, Pit´s) Sein extrem liebes und anhängliches Verhalten, sein nicht gehorchen, deutet für mich auf einen sehr dominanten Hund hin, seine Hyperaktivität auf Stress.

Du brauchst dringen jemanden, der dir mit deinem Hund hilft. Noch kannst du ihn halten, aber lass ihn erst mal merken, dass er stärker ist als du, was dann?
Warte nicht zu lange, denn die Probleme werden größer.
Mit Tricks wird sich dein Wolf im Schafspelz bald nicht mehr beeinflussen lassen.
LG

maff
23.12.2002, 14:46
Hallo Melhase!

Ich habe einen Labbi-Mischling. Er rannte auch zu allen Leuten hin (die Welt ist ja nur dazu da, damit alle mit ihm spielen können, nicht wahr), etc. usw. Er ist auch "hyperaktiv", das ist er heute noch, trotz Kastration.
Wir sind mit ihm von Anfang an in einer Hundeschule gewesen. Fazit: er kannte alle Kommandos, nur hatte er keine Lust sie zu befolgen, wenn was interessantes in Sicht war. Er scheint deinem Rotti also charakterlich sehr ähnlich zu sein.
Auch uns hat man gesagt, dass es sich dabei um beginnende Dominanz handelt und das ist richtig gewesen. Wir haben uns dann einen Hundepsychologen geleistet. Der hat allerdings nur uns erzogen :-)
Ich gebe Dir jetzt ein paar Tipps aus diesen Erfahrungen und hoffe, dass es weiterhilft:
- das erste was Du machen solltest, ist, deinen Hund aus dem Bett zu verbannen. Denn das Bett gehört dem Rudelführer und sonst keinem. Unserer hat sich die erste Zeit wieder reingechlichen, da muss man aber gnadenlos sein und ihn rauswerfen. Auch die Couch ist für ihn tabu.
Uns tat das auch total leid, irgendwie hingen nämlich alle unsere Hunde immer auf der Couch oder im Bett herum. Bei dominanten Hunden sendet man aber offenbar damit ein falsches Signal aus.
- eine interessante Übung, die man zu Hause machen kann, war auch das "sind meine Besucher"-Spiel. Unserer rannte immer zu Tür bestürmte alle und wenn danach konnten die Leute uns auch mal begrüßen. Hier schickt man den Hund auf den PLatz, begrüßt die Besucher, erst wenn sie sitzen, darf er den Platz verlassen. Haben wir mit unserer Nachbarin geübt, bis es funktionert hat.
Das gleiche draußen: Die Kommandos, die er kann, sozusagen unter Ablenkung, also mit Leuten, die wir kannten und die sich teilweise 2 Stunden lang das Prozedere mit Ignorieren, wegdrehen etc gegeben haben. Mit Fremden ist das natürlich schwierig...
Und der Hund kriegt das Futter nachdem DU gegesen hast. Geht ja nicht immer, aber dann tu einfach so, als würdest Du vorher was von seinem Futter wegessen. Das sind alles Kleinigkeiten, signalisieren aber, wer der Chef ist.
Uns hat das jedenfalls viel gebracht, es klappt inzwischen zu 80 Prozent auch unter Ablenkung (früher gar nicht). Man muss natürlich auch Geduld haben, von heute auf morgen klappt das nicht.
ICh finde es nicht richtig, dass Du hier solche Prügel bezogen hast, schließlich wendet man sich an das Forum, weil man Hilfe braucht und sollte sie auch bekommen. Allerdings gibt es bei deinen Schilderungen auch einen Punkt, der mich etwas irritiert: Wenn Du kein Geld für eine Hundeschule hast und es finanziell nicht so toll aussieht, wieso hast Du Dir dann einen so großen Hund geholt? Der ist ja in punkto Futter und Tierarzt auch nicht gerade der billigste. Aber wo die Liebe hinfällt ;-)
Würde mich jedenfalls freuen, zu hören, ob die Tipps was gebracht haben!

Melhase
23.12.2002, 16:06
hallo maff


vielen vielen dank für deine tipps. endlich mal jemand der verstanden hat worum es mir eigentlich geht.
deine tipps werde ich natürlich alle sehr zu herzen nehmen und alle ausprobieren. ich werde dann berichten ob es was gebracht hat


zu deiner frage: als wir uns den hund gekauft haben, hatte ich noch meine arbeit, und es gab keine geldprobleme.
aber so teuer ist der rotti gar nicht. es sind etwa 8€ futter kosten im monat. und das ist leicht zu verkraften. und tierarzt ist ja nur einmal im jahr impfen. geht also auch

nochmals vielen dank für deine tipps

mel

canelupino
23.12.2002, 16:40
Hi Melhase

Ich möcht jetzt nicht in das horn der anderen blasen, aber ich hab’s grad vor 6 wochen in der eigenen familie erlebt. Den rotti von meiner schwester kenn ich schon länger als meine schwester (ne andere geschichte) und sie hat ihn mit 3 monaten bekommen. Er ist jetzt 1 ½ jahre alt und der süsseste kerl auf der welt. Leider hat meine schwester auch den einen oder anderen fehler gemacht und der rächt sich jetzt. Zum glück erkennt sie diese jetzt endlich obwohl ich ihr schon ewig in den ohren liege. Ihr problem: bis vor 2 monaten hatte sie auch den trick heraussen wie sie ihn halten kann wenn er abgelenkt ist. Vor 5 wochen war sie dann beim arzt und hat sich ein wirbelsäulenröngten machen lassen müssen. Denn ihr knuddelbär ist jetzt 57 kg „leicht“ und sie hatte ihn extrem kurz an der leine als er seinen erzrivalen (ne 70 kg dogge sah) sie war gefasst drauf und schwubbs lag sie derartig auf der schnautze und mit verrissenem kreuz das sie zum arzt musste.

Nochmals ich meins nicht bös aber du hast nen rottweiler. Und meist sind die, wenn die gross sind, etwas stärker in der nackengegend als so mancher anderer hund. Und leider geht halt die zucht bei rottis mehr und mehr in die richtung das urängste rausgezüchtet werden. Sprich: unterm strich hast du mal so nen richtig stattlichen und gestandenen hund zu hause, mit nem dickkopf der für rottis nun mal sprichwörtlich ist. Ne tolle rasse, ehrlich, sonst würd ich den von meiner schwester nicht mindestens 3 x in der woche gerne beaufsichtigen, aber mein „zwerg“ ist nun mal eine jener rassen welche JEDERZEIT und mit oder ohne ABLENKUNG aufs wort folgen MUSS.

Noch ist er eine süsse maus welche bei dir im bett schläft. Aber in einem jahr ist er ein halbstarker rotti der halt mal seine grenzen ausprobieren muss. Und alles was du jetzt versäumst holst du später nur noch doppelt so schwer auf.

canelupino

Melhase
23.12.2002, 19:29
hallo canelupino,

das was du geschrieben hast sehe ich ja wirklich ein. ich weiß auch sehr gut, dass ich einige fehler gemacht habe bei der erziehung. er war einfach so süss, und verspielt. hald ein richtiger treibauf, und da hben wir ihm vieles durchgehen lassen. und leider waren wir damals in einer mehr als beschissenen hundeschule (welpen/junghunde)

dort haben sie uns gesagt, rottis sind erst ab einem halben jahr aufnahmefähig. und richtig lernen tun sie erst mit 1,5 jahren. mein freund hat das leider geglaubt und hat den hund nicht miterzogen.
ich habe versucht ihn zu erziehen, aber es ist ja klar dass er leiber das macht was er bei herrchen sonst auch darf, wenn das viel mehr spass macht als das was frauchen macht.
is hald wie bei nem kind. wenn mama sagt du darfst das und papa sagt du darfst das nicht. dann macht das kind auch das was ihm besser gefällt.

und genau da lag damals das problem. inzwischen sind wir uns ziemlich einig was die hundeerziehung angeht, aber inzwischen können wir uns keine hundeschule oder dergleichen mehr leisten.
und jango ist auch schon sehr stur geworden. der einzige vorteil ist, das eigentlich so gut wie niemand angst vor ihm hat, da er immer mim schwanzi wedelt und immer freundlich zu jedem ist. obwohl das bei nem rotti ja eigentlich nichts aussagt. soweit ich weiß, sind das ja hunde die ihne vorwarnung auf einen losgehen,auch wenn sie im selben moment noch mim schwanz wedeln.
aber ich weiß dass er nicht so einer ist. sonst hätte er mich oder freunde von mir schon längst angefallen. wir haben ihn schon bis auf seine äussersten grenzen getestet.
heisst: er hat nen knochen bekommen und ich (oder freunde) hab mich auf den boden zu ihm gelegt und ihn gestreichelt, den knochen weggenommen und sonstiges. er knurrt nur und kuckt doof, aber er würde niemals zubeissen.

das einzige wo es hapert ist eben das aufpassen wenn wir draussen sind. er knozentriert sich nur zu 60 % auf mich.
und ich weiß nicht wie ich mich interessanter für ihn machen könnte
(bekomme ja schliesslich immer den tipp mit der hundeschule, der mir absolut gar nichts bringt)

mel

Ilona
23.12.2002, 22:43
Hi Mel,

auch ich hab nen Rotti. Der ist jetzt vier Jahre. Vor einem Jahr holte ich ihn aus dem Tierheim und wir hatten mächtig zu tun, uns zusammen zu raufen. Du hast Deinen Dicken nun schon ne Weile länger und das ist das größte Plus, was Du auf die Waagschale legen kannst. Wir zwei mussten uns erst einmal kennen lernen, der eine hatte keine Ahnung von dem, was er vom anderen erwarten konnte.
Für mich ging es in erster Linie immer darum, die Erwartungen des Hundes zu erfüllen, nämlich ein würdiger Rudelführer zu sein. Und das bedeutete für mich, klare Regeln aufzustellen und einzuhalten. Im Interesse des Hundes. Na ja, letztendlich auch in meinem Interesse:-) Aber meine Interessen standen dabei im Hintergrund.
Wenn Du Dir immer vor Augen hältst, dass ein Hund sich nur in einer sicheren Rudelposition richtig wohl fühlen kann, in der er nicht einmal auf den Gedanken kommt drüber nachzudenken, ob er in der Rudelhierarchie ein Treppchen nach oben klettern könnte, dann wird er auch ruhig und gelassen werden und auf Dich hören.
Was mir immer bei der Erziehung von Benji hilft ist, alles, was ich tu, auch gleichzeitig mit den Augen meines Hundes zu betrachten. Gebe ich ihm jetzt die richtigen Signale, kann er die auch eindeutig zuordnen oder sind sie eher verwirrend? Sind meine Stimme und meine Körpersprache eindeutig und der Situation angemessen?
Das zweite, was mir bis heute noch hilft ist, zu überlegen, wenn ich dies oder jenes vom Hund verlange, wenn ich ihn in dieser oder jener Situation schimpfe (kommt äußerst selten vor) oder lobe: was verknüpft er jetzt damit? Kam das Schimpfen oder das Lob genau zum richtigen Zeitpunkt?
Und nicht zu unterschätzen ist, dass man öfter mal das Verhalten seines Hundes analysieren sollte: Warum tut er gerade das in diesem Augenblick?
Oftmals ist es ganz gut, sich solche Fragen ab und an zu stellen, anstatt einfach drauflos zu erziehen.
Bei Benji war es anfangs so, dass er oft, wenn ihm was nicht passte, gebrummt hat, was das Zeug hält. Ich hätte nun einigen von mir gelesenen Erziehungsbüchern Folge leisten und ihn in diesen Situationen ständig unterwerfen können. Hab ich nicht getan, sondern ich hab einen Umweg gewählt, um ihm zu zeigen, was genau ich jetzt von ihm in diesem Moment verlange. Für den Aufbau einer Partnerschaft ist für mich immer der Weg das Ziel. Und Wege gibt es viele. Hauptsache man weiß und verliert nicht aus den Augen, wohin mal will in der Erziehung.
Weißt Du genau, was Du mit Deinem Hund erreichen möchtest? Dann findest Du auch ganz genau den richtigen Weg für Dich und Deinen Dicken.
Und interessant wirst Du dann für Deinen Hund, wenn er sich an Dir orientieren kann und Dir vertraut. Wenn er genau weiß, Frauchen schaut jetzt so und so oder verhält sich so und so, dann kann sie jetzt nur das eine meinen...:) Und er wird Dir in die Augen schauen und Dir jeden Wunsch aus eben diesen ablesen.
Glaub mir, selten sind Hunde einfach nur "stur". Meistens scheinen sie nur so - aus der Sicht der Menschen.

Illi, die Dir ein schönes Fest wünscht und noch viel Spaß mit Deinem Schlabberdicken:)

AnnaS
25.12.2002, 09:56
Hallo Melhase

Vielleicht fasst du meinen Beitrag jetzt auch als böse Kritik auf. Doch ich glaube, Kritik ist doch meist gut gemeint, oder? Denn wenn man nicht kritisieren würde, wollte man auch keine Verbesserungsvorschläge geben, und somit wäre es einem schlichtweg egal, was der andere tut.

Ich muss ehrlich sagen, dass zwar selbst noch keinen Wesenstest mit einem Hund mitgemacht habe, doch da meine Eltern zu der Zeit der Hundeverordnung auch einen Rotti hatten, habe ich mich da sehr für interessiert.
Bei dem Wesenstest gehts doch auch darum, ob der Hund vom Maulkorb- und Leinenzwang befreit werden kann. Oder? Wenn nicht, dann korrigiere mich bitte.
Aber glaubst du, wenn der Prüfer sieht, dass dein Hund eigentlich vieles interessanter findet als dich, dass er das dann auch so niedlich findet wie du? Bzw vielleicht nicht niedlich, aber eben mit einer Hyperaktivität oder ähnlichem abtut? Und meines Wissens nach werden auch Leute mit einem Hund in diesen Wesenstest eingebaut. Wenn dein Hund dann knurrt oder aggressiv wird, wird auch ein Prüfer das nicht auf eine gerade durchgeführte Kastration schieben.
Dein Hund wird schlicht und ergreifend nicht gut abschneiden. Und ich glaube, es ist nicht sonderlich schön, mit einem Hund nur noch mit Maulkorb und Leine unterwegs sein zu können.
Nach einer gewissen Zeit kannst du deinen Hund erneut vorstellen. Doch das kostet sehr viel Geld.

Wenn dein Hund dich anknurrt, wenn du ihm den Knochen weg nimmst, ist das definitiv nicht mehr niedlich oder "nicht schlimm"! Es ist schlimm, und das solltest du einsehen.

Versteh mich nicht falsch, ich mag Rottis sehr gerne. Ich liebe Staffordshire. Der einzige Grund, weshalb ich mich gegen so einen Hund entschieden habe, ist mein 5jähriger Sohn. Denn so ein Hund ist dominant. Es liegt a) in den Genen (auch wenn sie dennoch tolle Familienhunde sein können) und b) ist es leider noch viel zu sehr gezüchtet. Und mein Sohn kann nicht so konsequent mit Hunden sein, wie es ein Erwachsener sein kann. Selbst bei meiner Hündin jetzt, die ein ganz liebes Lamm ist und auch von ihrer Rasse her keinerlei Dominanz oder Aggressionspotential besitzt, macht es mich irre, wenn mein Sohn etwas tut, was einfach falsch ist. Denn wer garantiert mir, dass mein "liebes Lamm" nicht doch mal schnappt, wenn mein Sohn ihr irgendwie ausversehen weh tun sollte. Doch bei einem Hund dieser Rassen (Staff, Rotti) wäre es noch "gefährlicher".

Und man kann diese Rassen lieben, tue ich ja auch. Man kann sie zu super Hunden erziehen. Doch das können nur die richtigen Hände, verstehst du? Du kannst die richtigen Hände haben, doch hast du zur Zeit eine definitiv falsche Einstellung, da du deinen Hund einfach noch als viel zu niedlich betrachtest. Und du musst dich schon entscheiden - niedlich sind in den Augen mancher kleine Schoßhunde mit Schleifchen im Haar. Niedlich sind auch bei einem Rotti manche Dinge. Doch wenn du so einen Hund zu sehr verniedlichst, dann geht das Ganze irgendwann nach hinten los.
Rottis sind TOLLE Hunde, aber keine NIEDLICHEN!

Außerdem solltest du auch mal an folgendes denken:
Durch die Hundeverordnung musst du wohl sehr viel Steuern zahlen für deinen Hund. Es kommt der Wesenstest, der auch enorm teuer ist. Dann wird dein Hund vielleicht mal krank, oder er verletzt sich, und dein Hund braucht langwierige, teure Tierarztbehandlungen. Doch leider hast du deine Arbeit verloren, und sagst selbst, du hast kein Geld für eine HS. Und leider kann man in so finanzielle Schwierigkeiten kommen, dass man den Hund abgeben muss. Und ich glaube, du weißt wie schwer es ist, einen Rotti (erwachsen) überhaupt an gute Leute zu vermitteln. Doch glaube mir, es wird um einiges leichter, wenn dein Hund gehorcht.
Vielleicht ist dieser letzte Punkt hier ein wenig unglücklich. Doch wenn du eh in finanziellen Schwierigkeiten bist, solltest du dir diesen Punkt durchaus mal überlegen. Und ich glaube, wenn man einen Hund aus solchen Gründen abgeben muss, wünscht man sich ein tolles, neues Zuhause. Aber wie soll er das bekommen, wenn er nicht hört, weil du es irgendwo "nicht schlimm" fandest???

Du solltest mehr an deinen Hund denken und weniger an dich. Denn dein Hund will nicht verniedlicht werden, er will eine konsequente und dominate Erziehung. Dann wird dein Rotti ein toller Hund. Dann darf dein Hund ohne Leine und ohne Maulkorb laufen, dann wird dein Hund im Zweifelsfalle auch woanders immer ein tolles neues Zuhause finden können, wenn du dich doch mal trennen musst.

Ich meine es echt nicht böse. Und wenn ich dich kritisiert habe, dann nur wegen die und nicht wegen deinem Hund. Denn dein Hund kann nichts für eine eventuell falsche Erziehung. Und auch daran ist nichts schlimm, wenn man früh genug wach wird und das Steuer in der Erziehung noch rechtzeitig herumreißt.

Gruß,
Anna

Ivonne
25.12.2002, 10:37
Moin,

paßt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber ich wollt trotzem mal nachhaken:

@Anna

Denn so ein Hund ist dominant. Es liegt a) in den Genen (auch wenn sie dennoch tolle Familienhunde sein können) und b) ist es leider noch viel zu sehr gezüchtet.

Woher hast Du die Info?

Cockerfreundin
25.12.2002, 10:52
Hallo, Mel!

Zitat
_______

wir haben ihn schon bis auf seine äussersten grenzen getestet.
heisst: er hat nen knochen bekommen und ich (oder freunde) hab mich auf den boden zu ihm gelegt und ihn gestreichelt, den knochen weggenommen und sonstiges.
________

Tut Euch und Eurem Hund EINEN Gefallen und lasst bitte derartige *Tests*, solange die Rangordnung zwischen euch nicht geklärt und stabil ist!

Zitat
______

er knurrt nur und kuckt doof, aber er würde niemals zubeissen.
______

Sei Dir sicher, er wird eines Tages zubeissen und dann ist die Katastrophe da und das Elend groß :mad: :mad: .

Knurren ist, anders als die Beschwichtigungssignale, mit denen ein Hund den möglichen Konflikt im Vorfeld entschärfen/ vermeiden will, ein eindeutig
Distanz schaffendes Signal, sozusagen die letzte Warnung.

Lasst sowas also bitte und arbeite lieber mit Deinem hund an einer sicheren und stabilen Rangordnung. Das hilft allen Beteiligten am meisten.

Annette

Maggie_HH
25.12.2002, 13:29
Wie ihr wisst studiere ich grad Hundepsychologie und ich hab gerade ein Skript von Erik Zimen durchgearbeitet, dort schrieb er sehr detailiert über due Domestikation und deren Folgen. Sehr interessant übrigens....zum Schluss ging er auf Beziehung und Rangfolge ein und auf aggressive Hunde, wobei er den Rottweiler erwähnte. Er erwähnte ihn nicht schlecht oder als bösen Hund, nur was ich sehr erstaunlich fand ist folgendes:
Es gibt ja Hunderassen, die früher als Hofbewacher gezüchtet wurden, sowie z.B. Berner Sennenhunde und Hovawarts. Diese bewachen das Haus so gut, da ihnen eine gewisse Ängstlichkeit angezüchtet wurde, deswegen melden sie alles, was ihnen komisch vorkommt. Aber dennoch würden sie nicht beissen, denn ihre Aufgabe besteht darin mögliche Feinde zu melden. (da ich selbst Berner-Hovawart-Mischlinge hab und auch die Welpen meiner Maggie immer noch besuche, kann ich da bestätigen, natürlich wird es mal einige geben, die zu Angstbeissern werden könnten, aber die nahm man früher nicht zur Weiterzucht. Übrigens sind diese Hunderassen auch sehr an den Haus und Hof gebunden und würden nie abhauen oder weit weg laufen, was ich bestätigen kann) Na jedenfalls, kam dann der Rottweiler in seinem Skript als nächstes Beispiel vor und diese wurden auch als Bewacher gezüchtet, doch sie sollten den Feind nicht nur melden, sie sollten auch beissen! Ich denke, dass davon heute noch etwas übrig ist und das mit Rottis nicht zu spaßen ist und man sie richtig halten sollte! Es gibt nicht umsonst viele Beispiele in denen Rottis Menschen angefallen haben! Wobei ich nicht denke, dass die Hunde Schuld sind, ich will den Rottweiler nicht schlecht machen, aber man sollte sich über seine Vergangenheit im Klaren sein! Genauso wie man wissen sollte, dass bei vielen Terriern eine gewisse Hemmung fehlt und sie meinen sie seien die Größten, was ebenfalls ein Zuchtziel aus früheren Zeiten ist!
Das nur mal so zur Info....

Juliane

gini_aiko
25.12.2002, 14:02
hallo juliane,

erstmal sehr interessant was du da geschrieben hast! :)


Genauso wie man wissen sollte, dass bei vielen Terriern eine gewisse Hemmung fehlt und sie meinen sie seien die Größten, was ebenfalls ein Zuchtziel aus früheren Zeiten ist!
100 punkte - in aikos welpen- und junghundekurs war (der kurs ist ja leider vorbei) ein welshterrier (timmy). er ist wirklich ein süßer knuff - nur mit den anderen welpen und junghunden absolut nicht zu vergleichen. er knurrte, schnappte und bellte herum - da wusste aiko noch nicht mal, dass er knurren kann. es ist schade, dass sich viele solche hunde immer wieder ohne vorwissen anschaffen! die gute frau ist mit timmy in meinen augen mehr als überfordert. er konnte noch nicht mal richtig sitz. ... dank des ausgezeichneten hundetrainers und dem einsatz seiner hündin war er aber zum schluss des kurses so weit, dass er andere wuffs nicht mehr angriff!

liebe grüße

claudia mit aiko und gini

sporty
25.12.2002, 14:04
eigentlich habe ich keine schwerwiegenden probleme mit meinem hund. er hört hald nur ab und zu nicht. und fuß gehen kann er auch nicht. na gut, er hört eigentlich ziemlich selten wenn wir unterwegs sind. aber er ist trotzdem ein ganz ein lieber.
ach, und das sind keine schwerwiegenden probleme?
was würdest du denn als schwerwigend bezeichnen?


er *fällt* jeden an und leckt ihn dann zu tode. aber nachdem die leute den hund nicht ignorieren müssen sie selber damit klar kommen, nicht ich. ist also denen ihr problem. mehr als den leuten zu sagen "sie sollen ihn ignorieren und erst begrüssen wenn er brav sitzt" kann ich nicht machen.
das ist aber deine aufgabe! nicht jeder mag hunde und weiß mit ihnen umzugehen.
durch sowas kommt dann der schlechte ruf der hundehalter.


er ist nämlich eher ein hyperaktiver hund. er muss eben immer alles haben, und das sofort. aber trotzdem is er ein ganz ein lieber verschmuster kerl.
immer alles haben wie äußert sich das?
meine würden auch gern immer gleich ihr spielzueg, fressen oder leckerchen haben. pbwohl beide kastriert sind (vorher auch) abver sie bekommen es nicht.

nicole

sporty
25.12.2002, 15:07
aber ich frag mich warum ihr indirekt immer auf nem rotti rumhackt. das ist genauso ein hund wie jeder andere auch. er ist auch kein bisschen aggresiver als ein schäferhund oder ein dalmatiner. er ist nur bulliger, das ist alles. aber so ist er vom wesen her ein liber verspielter familienhund. was man auch in jedem buch nachlesen kann. was habt ihr alle gegen rottis?

ich glaube, das du dir da gewalltig was einbildest.
sie wollten dich nur auf deine verantwortung, die du zweifelsohne hast, aufmerksam machen.



klar sind die nicht leicht zu erziehen, aber dafür sehr lernfähig wenn man es ihnen verständlich beibringen kann und sie sind super schutzhunde. und da ich fast aufm land wohne ist mir ein etwas gefährlich aussehender hund natürlich lieber als so ein miniatur hund wie ein dackel oder ein pudel

was hat das mit dem land zu tun was du für einen hund möchtest?

sehe das bitte nicht als angriff es interessiert mich halt nur.

Melhase
25.12.2002, 19:22
bei den agnzen antworten werd ich jetzt sicherlich irgendwas vergessen. aber ich versuch mal das meisste zu beantworten.

@ sporty
das hat sehr viel damit zu tun. ich wohne direkt neben einer nervenheilanstalt. und dort brechen immer wieder ein paar irre aus. das kann man nun mal nicht verhindern. und wenn ich abends noch mim hund draussen bin, möchte ich mich eigentlich schon sicher fühlen und nicht immer angst haben müssen, dass mich gleich einer von hinten packen könnte. bei (u.B.) einem pudel hätte ich da aber sehrwohl angst. ein pudel kann mich keinsterweise beschützen. aber mein rptto schon, und das tut er gott sei dank auch. ich habe aber nicht deswegen ausgerechnet einen rotti ausgewählt, es hätte auch jeder andere große hund sein können. aber rottis finde ich nun mal am schönsten und am nettesten. und da viel ich mich einfach recht sicher wenn ich mit ihm unterwegs bin.


ich finde nicht das das sehr schwerwiegend ist wenn er noch nicht fuss gehen kann (mag). es ist einfach nur lästig.
und schwerwiegende probleme würde ich sagen sind, wenn er andere menschen anfällt oder wegläuft und nicht mehr wieder kommt. wenn er kindern nachläuft und katzen jagen würde auf der strasse. aber das tut er ja nicht



immer alles haben wie äußert sich das?

er gibt einfach keine ruhe mehr wenn er was in meiner hand sieht und weiß dass es für ihn ist. er springt durch de wohnung wie ein karnickel und macht mit geräuschen auf sich aufmerksam. natürlich bekommt er es dann erst wenn er ruhig in seinem körbchen liegt. und nicht vorher.

@ cockerfreundin


Tut Euch und Eurem Hund EINEN Gefallen und lasst bitte derartige *Tests*, solange die Rangordnung zwischen euch nicht geklärt und stabil ist!

warum sollte ich es nicht testen?
und er wüürde nicht zubeissen. sogut kenne ich ihn, dass er das nicht machen würde. nicht wegen einem knochen. ich hab ihm schon so oft ins maul gelangt oder mit ihm gerauft, aber er beisst niemals fest zu.

@ anaS
ich habe nie behauptet dass er so ein niedlicher hund ist. die anderen leute finden ihn immer alle niedlich.


mel

Hovi
26.12.2002, 18:34
Oh oh Mel,

was ich da so lese, hört sich für mich nach der Karriere eines zukünftigen "Problemhundes" an. Und weißt Du auch, warum?

Weil Du dauernd Entschuldigungen dafür suchst, dass Dein Rotti dies oder das oder jenes tut. Statt ihn laufend zu entschuldigen, sorg dafür, dass er das nicht mehr tut, was Du nicht willst, das er tut! Ein gehorsamer Hund ist einer, der UNTER ABLENKUNG gehorcht, und nicht nur zu Zeitpunkten, an denen er ohnehin grad nix Besseres vorhat! Wie schon geschrieben wurde: Ohne Ablenkung "gehorchen" tun schon 12 Wochen alte Welpen, das hat aber nichts mit Gehorsam zu tun!

Ganz eindeutig erkennt er Dich NICHT als in der Rangfolge über ihm stehend an. Kein rangniederer Hund würde sich je trauen, den Boss anzuknurren. Und wenn Du nun sagst "Knurren tut er, aber beißen würde er NIE!" dann widerspreche ich Dir hier und sage knallhart: Wenn das so weitergeht, beißt er Dich mit 100%iger Sicherheit! Früher oder später!

Übrigens: Erzähl mir nicht, dass Dein Hund nicht "Bei Fuß gehen" oder was auch immer KANN. Natürlich kann er es. Er tut es nur nicht, weil er Dich nicht als Respektperson sieht. Begriffe wie "stur" sind vermenschlichend und weisen einem Hund menschliche Charakterzüge zu. Auch "hyperaktiv" klingt für mich nach einer Ausrede dafür, dass er geistig unterfordert ist!

Was Du nun tun MUSST, nachdem es bisher versäumt wurde: Stell die Rangordnung klar, und übe konsequent mit ihm Unterordnung. Ich hab auch kein Geld für eine Hundeschule, ein guter Hundeplatz tut es ganz genauso. Und bitte, erweitere Dein Hintergrundwissen über Hundeverhalten! Lies Bücher! Sehr gute Bücher findest Du in den Listen, die wir mal ausgetauscht haben, unter Hunde von A bis Z.

Und nochmal: Ein Hund, der es wagt, Dich anzuknurren, der wird auch nicht zögern Dich irgendwann zu beißen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Dein Rotti sich alt genug fühlt, um die komplette Rudelführerschaft übernehmen zu wollen - und dann hast Du ein 47 kg- Riesenproblem!!!!

Am Besten, Du postet einzelne Fragen, denn mehr als pauschale Antworten kann man leider nicht geben, wenn das Posting doch recht allgemein ist.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Erziehung - halte durch, auch wenn es Schweiß und Mühe kostet!

Liebe Grüße
Claudia

Melhase
26.12.2002, 19:33
hallo hovi

also dass er im prinzip fuss gehen kann, weiß ich. er kann es sogar sehr gut. aber nur wenn er weiß er bekommt dafür eine belohnung. oder wenn ich vorher so an der leine gezogen habe, dass es ihm weh getan hat. dann geht er brav neben mir.

also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann meinst du, dass er hören wird (auch unter ablenkung) wenn die rangordnung geklärt ist, oder?

aber wie stelle ich das an, dass er mich als rudelführer akzeptiert?

ich weiß nicht was ich da noch machen sollte, als das was ich ohne hin schon mache.


couch und bett sind für ihn eigentlich tabu. manchmal darf er ins bett für ein paar minuten zum kuscheln. aber das darf er nun seit einer guten woche nicht mehr. mich nerven die haare im bett.

sein fressen bekommt er immer erst wenn er in seinem körbchen platz macht und das komando bekommen hat.

er darf nicht in die küche oder ins bad. das akzptiert er zu etwa 90%. manchmal rennt er doch in rein. aber nur recht selten.

h..was gibt es noch zu sagen?

ach ja, er bekommt eigentlich nichts vom tisch zu fressen. und wenn doch, dann erst wenn ich und mein freund fertig sind mit essen, vorher gibt es nichts.

was soll ich denn deiner meinung nach noch machen um die rangordnung herzustellen?

langsam bin ich am verzweifeln.

(hundeplatz gibt es hier keine, leider)

Hovi
26.12.2002, 23:35
Hallo Mel,

Also, ich selbst habe eine etwas andere Meinung dazu, wie man eine stabile Rangordnung herstellt, als die meisten Lehrbücher.

Z. B. glaube ich NICHT, dass ein Hund als erster durch die Tür geht, weil er damit Dominanz demonstrieren will. Ich glaube, er rennt als erster durch die Tür, weil er wahnsinnig gespannt auf seinen Spaziergang ist, vielleicht muß er ja auch schon dringend, er freut sich, und da geht es eben nicht schnell genug! Darum ist es mir persönlich z. B. WURSCHT, ob Bandit, Jason oder ich zuerst durch die Tür gehen!

Ich glaube vielmehr, Dominanz drückst Du durch ganz andere Dinge aus. Als da wären: Gelassenheit in Situationen, in denen der Hund Anspannung zeigt. Eine gewisse Selbstverständlichkeit und Selbstsicherheit im Umgang mit dem Hund (die Dir anscheinend ein wenig fehlt), so dass im Hund erst gar keine Zweifel an Deiner Souveränität aufkommen. Der Hund liegt auf dem Sofa, und Du willst das nicht? Ich gebe da keine Kommandos wie "runter da" oder was auch immer. Der Hund wird fixiert - und wenn er sich dann nicht trollt (meine haben sich immer getrollt), kurz packen und runterschmeissen. Alles ganz selbstverständlich, mit gleichgültiger Mine! Ruhig, ohne Hektik!

Dein Hund knurrt Dich an? Auch auf die Gefahr hin, dass mich die Verfechter der "soften" Hundeerziehung nun zerpflücken - DAS wäre für mich eine Situation, in der ich ihn blitzschnell und heftig bestrafe. Und zwar auch mit körperlicher Gewalt. Ein blitzschneller Griff ins Nackenfell (nicht schütteln!) und den Hund mit lauter Stimme unter einem Riesendonnerwetter auf den Boden drücken, ihm daraufhin SOFORT seinen Knochen wegnehmen... und 10 Sekunden später wieder so tun, als sei nie etwas gewesen. Auch unter Wölfen oder Wildhunden ist man nicht nachtragend. Es gibt durchaus mal eine Auseinandersetzung, aber kein Wildhund wird daraufhin "beleidigt" sein oder noch stundenlang den anderen "zur Schnecke machen". WENN ich mal strafen muß, dann kommt das blitzartig, heftig - und ist nach wenigen Sekunden vorbei!

Mel, vielleicht verläßt Du Dich zu sehr auf "Patentrezepte", die in Büchern stehen, und zuwenig auf Dein Gespür! In fast allen Büchern steht, der Hund soll erst NACH Dir fressen, das hätte was mit Rangordnung zu tun. Seltsamerweise boabachtet man im Wildhunderudel, wenn eine Beute erlegt wurde, dass sich das ganze Rudel gleichzeitig auf sie stürzt und sich den Bauch vollschlägt. Ich habe niemals einen Film gesehen oder in einem Buch gelesen, dass Wildhunde vor einem erlegten Tier "Schlange stehen" und erst der Boss frißt, dann sein Stellvertreter usw. Darum melde ich auch bei dieser Behauptung Zweifel an!

Was ich allerdings für wichtig halte, ist, dass Dein Hund sich jederzeit alles von Dir wegnehmen läßt - inclusive Knochen. Denn DAS kann für ihn lebensrettend sein. Übe häufig mit ihm das Kommando "AUS!", wenn er etwas für ihn Tolles in der Schnauze hat! Eine gute Übung ist auch das Zähneputzen - der Hund muß sich vor Dir auf die Seite legen und die Prozedur über sich ergehen lassen. Du "bearbeitest" ihn ganz selbstverständlich, ohne mit der Wimper zu zucken, und er bekommt auch keine Belohnung hinterher - für Selbstverständlichkeiten wird NIEMALS belohnt!

Belohnt wird er für Leistungen. Z. B. für 10 Minuten konzentriertes "Bei Fuß" - Gehen. Für ein spontanes "Platz" auf Dein Kommando hin. Von mir aus auch für Kunststückchen. Eben für alles, was er aktiv leistet. Die Art der Belohnung kannst Du Dir aussuchen, entweder Leckerli oder Spiel (die wenigsten Hunde sind übermäßig begeistert, wenn sie lediglich verbales Lob bekommen).

Versuche mal, an die ganze Angelegenheit locker, aber konsequent ranzugehen. Stelle Regeln auf, welcher Art auch immer, auf die Du Wert legst. Und DEREN Einhaltung überwachst Du konsequent! Mir fällt es z. B. schwer, meinen Hunden perfektes "Fuß" beizubringen, weil ich es in meinem tiefsten Innern für bescheuert halte, wenn der Hund am linken Knie kleben muß. Wozu soll DAS im Alltag gut sein? Mir fällt es aber leicht, meinen Hunden die Dinge beizubringen, die ich im Alltag als wichtig erachte (zuverlässiges Herankommen, PLATZ auf Entfernung, AUS auf Entfernung u.ä.). Also, verrenne Dich nicht in Bücher und Prüfungsschemata, sondern frage Dich erst mal: Was will ich, was erwarte ich von meinem Hund? Was ist mir wichtig? Was braucht er im täglichen Leben zu seiner eigenen und zu anderer Leute Sicherheit? Und setze DAS mit aller Konsequenz um.

Und: Ja, ich glaube daran, dass Dein Hund Dir gehorchen wird, wenn er Dich erst einmal als "Boss" anerkannt hat - aber als Boss mußt Du Dich in seinen Augen erst bewähren. Dabei wünsche ich Dir VIEL ERFOLG!!!!

Liebe Grüße
Claudia

Maggie_HH
27.12.2002, 09:37
Also ich finde es klasse, was Hovi hier geschrieben hat, denn so sehe ich das auch! Ich hatte auch erst überlegt, ob ich schreibe, wie ich es sehe, aber es ist nicht einfach es aufzuschreiben, da ich denke, dass man es vor allem aus dem Bauch heraus tun sollte und nicht lange in Büchern rumblättern oder nachdenken, dann ist es zu spät und der Hund zweifelt schon an unserer Führung!
Seit ich auf einem Seminar von Günther Bloch und Michael Grewe war, sehe ich die Hundewelt etwas anders! Wenn ich jetzt ein Buch über Hunde lese, bin ich immer etwas skeptisch....was Rangordnung und Erziehung angeht!
Denn es kommt meistens nur darauf an, wie man sich als Rudelführer, in einigen Situationen verhält: nämlich IMMER souverän und man hat die Situation immer im Griff! Das mit dem Vorangehen ist mir auch Wurscht, denn bei Wölfen ist es ähnlich: In Gebieten, in denen das Rudel öfter ist, sich also auskennt, gehen zu etwa 90% die "Untergebenen" voraus, der Rudelführer hingehen geht in neuen Gebieten, also in denen Gefahr drohen könnte, oder wo Weggabelungen sind, IMMER zu 100% voraus!!!!!!!!!!!!!!! Und so ist es auch bei uns, wenn wir im Wald an eine Gabelung kommen, guckt Henk immer erst wo ich langgehe, bevor er weitergeht. ansonsten kann er durch die Tür vor mir laufen oder auf die Treppen hochrennen.....


In fast allen Büchern steht, der Hund soll erst NACH Dir fressen, das hätte was mit Rangordnung zu tun. Seltsamerweise boabachtet man im Wildhunderudel, wenn eine Beute erlegt wurde, dass sich das ganze Rudel gleichzeitig auf sie stürzt und sich den Bauch vollschlägt. Ich habe niemals einen Film gesehen oder in einem Buch gelesen, dass Wildhunde vor einem erlegten Tier "Schlange stehen" und erst der Boss frißt, dann sein Stellvertreter usw. Darum melde ich auch bei dieser Behauptung Zweifel an!

Dazu habe ich folgende Anmerkung:
Ich habe in dem Skript von Erik Zimen gelesen, dass er Wölfe und Königspudel beobachtet hat und einige Unterschiede in ihrem Verhalten festgestellt hat. Ein sehr großer Unterschied bestand in der Futterrangfolge. Bei den Wölfen stürzen sich alle aufs Futter, es gibt also, wie Hovi sagte, keine eindeutige Rangfolge. Ein Rudelniedriges Mitglied hat dabei auch Rechte, nicht mal der Chef darf diesem Wolf das Futter wegnehmen, wenn er es doch kann, ist es sowieso der Prügelknabe im Rudel und wird das Rudel früher oder später soweiso verlassen oder wird getötet! Bei den Pudeln war es ganz anders, da stimmte die Futterrangfolge exact mit der Sozialrangfolge überein. D.h. erst hat der Alphapudel gefressen, dann das Weibchen, dann der 2. Rüde usw.... Bei den Pudeln überließen auch die niedrigen den höheren ohne Theater das Futter, sie hatten also keine Rechte. Was ja bei uns auch so ist, sonst könnten wir unseren Hunden wohl schlecht das Futter wieder wegnehmen!
Was haltet ihr davon????
Ich meine früher haben die Hunde doch auch das Bekommen, was der Mensch übriggelassen hat, folglich haben sie nach den Menschen gefressen!!!!!!!!!

Juliane

gini_aiko
27.12.2002, 10:27
morgen meine lieben,

also erstmal finde ich den artikel von hovi prima. warum und weshalb ich trotzdem eine kombi aus den punkten, die ich im thread fußgehen geschreiben, machen würde bis das rangproblem geklärt ist hab ich dort geschrieben.

noch eine anmerkung zum fressen:
dazu hab ich eine differnzierte meinung. ich hatte vor einem jahr das glück ein dingorudel beobachten zu dürfen. der höhepunkt des seminars war die fütterung. dort gab sehr wohl eine rangfolge (so wie claudia sie bei den pudeln beschrieb) und jedes fehlverhalten von rangniedrigeren wurde konsequent abgestraft! ich weiß nicht warum es zwischen wildhunden, wölfen und pudeln unterschiede gibt, aber sie sind da!

lg claudia mit aiko und gini

igelchen
27.12.2002, 12:39
Hallo Leute!

Also, ich kann jetzt nur für das Hunderudel hier im Haus sprechen. Und da wird zu 80% nach Rangordnung gefressen.
Das geht soweit, dass wenn meine Mitbewohnerin ihren Jungs morgens Futter hinstellt, die das erst anrühren, wenn Nubia (unter den Hunden die Ranghöchste) entweder aus deren Napf oder aus dem eigenen gefressen hat. Es nutzt meist auch nix, wenn meine Mitbewohnerin die Zimmertür abschließt... :rolleyes:

Die einzige Ausnahme aus dieser Futterrangfolge bilden Welpen und alte Hunde (Timmy und Timo z.B.) - die bekommen mehrfach täglich und dürfen immer gleich fressen. Nur manchmal kommt Nubia oder ein anderes ranghöheres Tier bei der Welpenfütterung dazu, dann müssen die Kleinen sofort aufhören zu fressen. Nubia z.B. beschnuppert daraufhin den (beschwichtigenden) Welpen, dann das Futter, schließlich schnuppert sie am Boden entlang (vom Welpe weg) und geht.

Liebe Grüße
Igelchen

gini_aiko
27.12.2002, 15:00
hallo,

fehlerteufel:

(so wie claudia sie bei den pudeln beschrieb)
sorry, dass war juliane

lg claudia

Cockerfreundin
27.12.2002, 18:49
Hallo, @ all!

seit Hovis Beitrag (der KLASSE ist :) ) macht die Diskussion wieder Spass, weil es eben nicht mehr nach dem Schema A oder Rezept B geht ... halt wie im richtigen Leben :D :D

Für mich gilt auch: ich lese gern und vieles und pick mir gerne hier und da ne neue Anregung heraus, aber am wichtigsten in dem Lernprozess bin ich als Person mit meinen Stimmungen und Gefühlen, die sich sofort auf Basti übertragen.

Wenn ich sicher und ruhig, gelassen und optimistisch bin, dann ist es mein Hund auch. Wenn ich hektisch, nervös, unsicher bin ist es mein Hund auch. Basti ist z.B. ein Hund, der sehr viel Wärme und Zuwendung braucht (Streicheln, Kraulen). Bekommt er die, dann macht er alles .

Interessant finde ich Julianes Beitrag über das Vorausgehen rangniederer Rudelmitglieder in bekannten Gebieten - genau so läuft es bei uns auch ab. Und auch Basti schaut sich an Weggabelungen immer noch um, wo es langgeht, bevor er weiter läuft. Manchmal reicht es auch, dass ich sage (+ Handbewegung) :"Heute gehn wir da lang" ... und weiter geht's.

Grüße von
Annette + Basti :)