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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie gewöhne ich Hund und Katze aneinander????



nautilus100
21.12.2002, 22:23
Hallo!

Also in ein paar Tagen wird zu uns eine kleine Katze ziehen.

Sandy unsere 7 Jahre alte Westie Dame ist gerade extrem Scheinträchtig und da wir eh den Wunsch nach einer Katze haben war der Tierarzt von der Idee ganz begeistert ihr jetzt eine kleine Katze (ca. 12 Wochen alt) zur Gesellschaft zu geben!.
Man muss dazu sagen Sandy liebt Katzen, also sie will nur spielen und bei so einer kleinen Katze vielleicht auch ihre im Moment sehr starken Muttertriebe ausüben.
Nun frag ich mich wie ich das am besten anstelle um die zwei aneinander zu gewöhnen. Sandy ist immer sehr ungestüm und ich möchte ja nicht das Katzi gleich total verschrickt!
VIelleicht war ja schonmal jemand in so einer Lage und kann mir ein paar Tipps dazu geben.

Ansonsten wünsche ich Euch und Euren Lieben ein Wunderschönes, ruhiges Weihnachtsfest mit allem drum und drann.

Liebe Grüße

Kerstin und Justin:rolleyes: :mad: :rolleyes: :D

Angelique
22.12.2002, 01:18
Hallo Kerstin,

da das Kätzchen noch sehr klein ist und noch Nestgeruch hat, wirst Du wohl keine Probleme bekommen. Du schreibst, daß Deine Hundedame Katzen mag. Das ist doch super! Die beiden werden sich von ganz alleine arrangieren (schreibt man das so? ist schon spät *g). Kleinere Diskrepanzen machen die Tiere unter sich aus, so daß sowohl Hund als auch Katze sehr bald wissen, wo die Grenzen gesteckt sind, ohne, daß Du Dich einmischen mußt.

Auch bei uns haben bis vor einem Monat Hund und Kater zusammen gelebt, wobei der Kater zuerst da war. Aber auch den umgekehrten Fall hatten wir schon und es gab nie Probleme, da die Katzen immer klein waren und problemlos integriert wurden.

Wenn Deine Hundedame so ungestüm ist, solltest Du wohl dabei bleiben, wenn die beiden sich das erste Mal miteinander beschäftigen, aber nicht bei jeder Kleinigkeit eingreifen. Halte das Kätzchen erst einmal auf dem Arm und setz Dich mit ihm auf den Boden, damit Deine Hündin den Neuankömmling ausgiebig beschnuppern kann. Es hilft auch, wenn Du beide dabei ausgiebig streichelst.

Ach ja, bevor ich das vergesse, die erste Stelle, die das Kätzchen besuchen sollte, wenn Du es nach Hause holst, ist die, wo das Klöchen steht :D

Ich hoffe, daß Dir mein Beitrag hilft, ein wenig gelassener an die Sache ranzugehen ;o)

Gruß,

Angelique

Mäusezahn
22.12.2002, 11:09
Hallo, Kerstin,
auch bei uns leben Hund (Cocker) und Katze friedlich zusammen, Frizzi (die Hündin) war etwas früher bei uns als Dusty(Kater), beide aber noch jung. Wo kommt denn Deine neue Katze her? Kennt sie (oder er) evtl schon Hunde? Dusty ist z.B. in einem Hundehaushalt geboren und wusste schon etwas mit diesen "Monstern" anzufangen. Was Deiner Katze sicher gefällt: Westies sind nicht soo groß und bedrohlich und Dein Hund mag Katzen, das ist ein guter Ausgangspunkt. Das Zauberwort bei Katzen heisst generell: Geduld, Geduld, Geduld! Wenn die Katze ins Haus kommt, bleib aber erst mal bei den beiden im Zimmer und lass dem Kätzchen Raum, dem Hund auszuweichen, halte ich für besser, als es auf dem Arm zu halten. Es kennt Dich evtl noch nicht so gut und wenn es Angst hat, kratzt und beisst es und Du lässt unwillkürlich los. Die Katze sollte sich nicht bedrängt, in die Ecke gedrängt fühlen, sonst wehrt sie sich und das kann böse ausgehen! Mit der Zeit siegt dann die Neugier, und Kätzchen schleicht aus dem sicheren Versteck. Das dauert aber bei den notorisch vorsichtigen Tieren etwas und es kann sein, dass Kätzchen sich schnell wieder zurückzieht. Dusty zog sich erst mal auf die Heizung hinter der Sofalehne zurück und hat von da aus Frizzi beobachtet und sich dann angepirscht. Niemals sollte man eine Katze zwingen, sich dem Hund zu nähern, die wehrt sich dann, verknüpft Unangenehmes mit dem Hund und das Mindeste sind Kratzer bei Dir oder eine blutige Hundenase! Frizzi hat so viel "Kätzisch" gelernt, dass sie bereits aus einer mir völlig harmlos erscheinenden Körperhaltung fremder Katzen erkennen kann, ob diese Hunden frendlich gesinnt sind oder nicht, und weicht den angriffslustigen vorsichtshalber aus.
Noch was zu Hündin / Scheinschwangerschaft: Frizzi ist auch immer besonders anhänglich an Dusty, wenn sie läufig ist, sie macht ihn in der Standhitze allerdings so sehr an, dass er sich wehrt, bzw. einfach zurückzieht. Wehren heisst allerdings nicht Kratzen, sondern leise Fauchen, warnend die Pfote heben, das reicht dann schon. Wenns ums Fressen geht, halten die Zwei ohnehin zusammen: in einem unachtsamen Moment haben die schon Sahnetorten gemeinsam verspachtelt (Dusty sprang auf den Tisch und hat den Kuchen runtergeworfen, unten waartete Frizzi und gemeinsam wurde dann geschlemmt!)
Viel Spass mit Deinen Zweien!
Karin, Frizzi und Dusty