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DannyWa
20.12.2002, 17:19
Zum Gedenken an unsere treueste Freundin Lessy

eingeschlafen am 13.12.2002 im Alter von 12 Jahren

Liebe Lessy,
warum musstest Du schon geh’n, wir werden es nie versteh’n.

Wie schmerzlich war’s vor Dir zu steh'n,
dem Schicksal hilflos zuzuseh'n,
schlaf nun in Frieden, ruhe Sanft
und hab für alles lieben Dank.

Du hast gekämpft und doch verloren,
wir vermissen Dich so sehr.

Du warst nie krank, all’ die 12 Jahre Deines Lebens nicht, doch plötzlich gleich schwer krank.
Wir haben alles mögliche versucht, wir saßen Tag und Nacht an Deinem Körbchen, wir streichelten Dich, passten auf Dich auf, wir dachten nur an Dich. Wir gaben die Hoffnung nie auf, dass Du wieder gesund wirst, alles hätten wir dafür gegeben. Doch Du hast es leider nicht geschafft. Es fällt uns sehr schwer zu verstehen, warum wir Dir nicht helfen konnten. Auch der Tierarzt gab tagelang sein möglichstes, doch es gab keine Hilfe.
Dein flehender hilfesuchender Blick, keinen Ton konntest Du von Dir geben, die Erinnerung, es schmerzt so sehr.
Jeden Morgen stehen wir voller Trauer auf, Du fehlst uns sehr. Es ist nichts mehr, wie es einmal war. Jeden Morgen Deine Begrüßung, sie fehlt uns sehr.
Der Platz, der Dich im Leben glücklich machte, war stets in unserer Mitte, nun ist er in unserem Herzen.
Es waren 12 Jahre mit Dir, jeder einzelne Tag mit Dir war schön. Du warst unsere beste Freundin und Begleiterin durch den Alltag, Du warst immer für uns da, egal was war.
Du warst so lieb und anspruchslos, bedingungslos schenktest Du uns Deine Liebe.
Auch vielen anderen Menschen hast Du mit Deinem freundlichen Wesen Freude bereitet.
Du warst überall ein gern gesehener Gast, sogar bei der Feuerwehr hattest Du Deinen Platz.
In unseren Herzen wirst Du ewig weiterleben.
Liebe Lessy, Du fehlst uns allen sehr, ohne Dich ist alles so leer.

Sag‘ liebe Lessy,
mit wem sollen wir jetzt jeden Tag spazieren gehen.
Mit wem soll Vati Fahrrad fahren, das freute Dich so sehr.
Wen soll Mutti jetzt jeden Tag füttern und mit wem jeden Morgen in den Garten gehen.
Mit wem sollen wir jetzt herumtollen, wer spielt mit uns Ball, wer spielt mit uns im Schnee.
Wer freut sich jetzt auf‘s Autofahren.
Wessen schönes weiches schwarzes Fell mit weißem Latz und weißen Pfoten sollen wir jetzt streicheln und bürsten.
Wer hört uns geduldig zu, wenn wir Sorgen haben.
Wer gibt uns Trost, wenn wir traurig sind.
Wer empfängt uns jetzt freudig an der Gartentür, bettelt nach Leckerli, freut sich, das wir wieder zu Hause sind.
Wer begleitet uns bei jedem Schritt den wir tun, läuft uns immer hinterher, so wie es nur ein ganz besonderer treuer Freund tut.
Wer schaut uns jetzt immer so treu an.
Lessy, das alles kannst nur Du.
Was sollen wir nur ohne Dich tun?

Du warst, und wirst es immer bleiben, unser kleiner Sonnenschein.
Du bist von uns gegangen, ohne einen Laut von Dir zu geben. Hast Du unser zärtliches Streicheln gespürt?
Dein letztes Pfötchengeben, ich spüre es noch immer in meiner Hand. Was wolltest Du mir damit sagen?
Dein trauriger Blick Deiner schönen großen braunen Augen, er sitzt tief in unserem Herz.
Hast Du gespürt, dass Du von uns gehen musst?
Du liegst in Deinem Körbchen, als wenn Du schläfst.
Warm zugedeckt von uns, damit Du nicht frierst.

Der Himmel ist verzaubert, weil ihm ein neuer Stern geschenkt wurde, Du bist für uns ein leuchtender Stern.

Sieh‘ herab von Deiner Wolke und vergiss uns nicht.
Siehst Du die Kerze, die für Dich an Deinem Grab brennt, sie leuchtet nur für Dich, damit Du nie im Dunkeln bist.
Siehst Du die drei weißen Rosen auf Deinem Grab, sie sollen Dich begleiten in Gedanken an uns, von jedem Deiner Lieben, Deiner Familie, eine Rose nur für Dich.
Siehst Du auch das bunte Sträußchen, welches Dein Grab schmückt, auch Oma und Opa vermissen Dich.
Siehst Du auch den kleinen Tannenbaum, er ist geschmückt nur für Dich.

Unsere Tränen, sie sollen Dich wärmen, sie kommen von Herzen, wir denken immer an Dich.
Jeden Tag besuchen wir Dich an Deinem Grab und suchen Dich als Stern am Himmel.
Du bekamst den Sonnenplatz in unserem Garten, dort wo Du Dich immer gern hingelegt hast.
Du bist ganz in unserer Nähe.
Deinen Platz in unserem Herzen wird nie ein anderer einnehmen. Für uns bist Du unersetzlich.

Es gibt eine stille Liebe,
die leis und langsam Wurzeln schlägt,
und, ob auch ohne üpp‘ge Triebe,
sich warm und fest ums Herze legt.
Danke für Deine Liebe.

Wir werden uns bestimmt wiedersehen.
Dann gehen wir wieder gemeinsam spazieren, die Leine hast Du ja mitgenommen.
Wir machen alles das, was Dir immer viel Spaß bereitet hat.
Gemeinsam gehen wir in das immer helle Land.



Unter Tränen sagen wir tschüß liebe Lessy,
wir vermissen Dich so sehr.
In unseren Herzen lebst Du immer weiter.
Deine treuen Augen, wir werden Sie nie vergessen.

bjchaosmom
22.12.2002, 20:56
Dannywa,das ist eine lange und schöne Liebeserklärung an euren geliebten Hund.Ich weiß aus eigener Erfahrung,dass das Vermissen das Schlimmste ist und gerade jetzt vor Weihnachten wird es traurig sein.Trauer braucht seine Zeit,sie tut weh und wir glauben,das sei nur negativ.Ich habe es immer anders gesehn:ich bin fähig zu tiefen Gefühlen.Das hat es mich leichter ertragen lassen.Vielleicht hilft Dir diese Sicht ein ganz kleines bißchen,Deine Tränen zu ertragen und zu trocknen.
Gudrun
Man kann ohne Hund leben,aber es lohnt sich nicht.(Heinz Rühmann)

DannyWa
30.12.2002, 22:43
Hallo Gudrun,
danke für Deine netten Worte. Weißt Du, ich werde mit dem Tod unserer Lessy nicht fertig. Jeden Tag frage ich mich warum. Ich sehe sie in ihrem Körbchen liegen, uns hilfesuchend und treuherzig anschauen und fange an zu weinen, alles erinnert an sie. Z.B. jetzt, es schneit draußen, wir sind dann immer, auch Abends, rauß und haben uns gefreut, dass es schneit. Doch heute, ich kann nicht rauß gehen, höchstens zu ihrem Grab um zu schauen, ob die Kerze noch brennt.
"Man kann ohne Hund leben,aber es lohnt sich nicht"
Das ist völlig richtig, aber wir müssen jetzt leider ohne Hund leben.
Kerstin

Sofia
30.12.2002, 23:10
mein herzliches Beileid. Beim lesen dieser Zeilen sind mir selber sogar die Tränen gekommen. Ich habe selber auch Tiere und mich graust es jedesmal wenn ich dran denke das ich mich auch irgendwann von denen mal verabschieden muß. Hunde sind besonders treue Wegbegleiter die einem sehr ans Herz wachsen und mit ihren Kulleraugen einen ganz schön schwach machen können.
Kerstin Du wirst drüber weg kommen früher oder späther es ist jetzt noch alles frisch und Du mußt den Tod von der Lessy erstmal verarbeiten aber wenn es soweit ist zieht bestimmt bald ein neues Hündchen ein.
Gruß
Astrid

bjchaosmom
02.01.2003, 22:33
Hallo,Kerstin!Ich habe letztens(weil ich sehr viel auf Hp von Tierheimen herumserve) auch dort etwas für mich doch tröstliches gefunden:Unsere Lieblinge schenken uns all ihre Liebe,bedingungslos!Die Trauer um ihren Verlust,den wir alle erleiden früher oder später,ist der Preis,den wir dafür zahlen.-Und bei allen Tränen-er ist nicht zu hoch für uns.
Gudrun

DannyWa
06.01.2003, 00:09
Hallo, ich möchte Euch für Eure tröstenden Worte danken.
Es wird noch lange, sehr lange dauern, bis ich den Verlust unserer Lessy verarbeitet habe bzw. akzeptieren kann. Der Schmerz sitzt sehr tief. Egal was ich auch mache, meine Gedanken sind nur bei ihr. Die Tage ihrer Krankheit, wir haben sie gepflegt und behütet wie ein kleines Baby, immer in der Hoffnung, dass sie wieder gesund wird. Wir hätten alles dafür gegeben. Sie fehlt uns so sehr. Manchmal höre ich sie noch bellen, ich bilde es mir jedenfalls ein. Sie schwenzelte immer um uns herum. Ich wünschte, es wäre alles nur ein böser Traum, ist es aber leider nicht. Als sie so in ihrem Körbchen lag, zwei Tage vor ihrem Tod, gab sie mir, ohne dass ich sie darum bat, ihr Pfötchen. Ihre Augen schauten mich so treuherzig an, und ich konnte ihr nicht helfen. Ich frage mich immer wieder, was sie damit zum Ausdruck bringen wollte.
An ihrem Todestag streichelte ich ihr die Pfötchen, sie legte den Kopf auf meine Hand. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen. In diesem Moment hatten wir noch jede Hoffnung auf Genesung. Dass wir ihr nicht helfen konnten, damit komme ich nicht klar. Wir fuhren jeden Tag zum Tierarzt, er gab ihr jeden Tag Spritzen, Flüssigkeitstropf usw., aber leider half nichts. Seit ihrem Todestag brennt Tag und Nacht eine Kerze an ihrem Grab. Bevor eine Kerze ausgehen kann, wechsele ich sie durch eine neue aus. Ich habe Angst davor, die Kerze ausgehen zu lassen. Ich weiß, eines Tages muß auch das sein.
Es stimmt, den Preis -die Trauer, die vielen Tränen, der tiefe Schmerz - den wir für den Verlust unseres Tieres zahlen, er ist nie zu hoch für uns.
Gruß Kerstin

Fido
07.01.2003, 09:20
Hallo DannyWa,
du hast mich mit deinem Gedicht mitten ins Herz getroffen!!
Unser Bommer mußte uns im Alter von 13Jahren am 13.4.2002
für immer verlassen.ER war schwer krank,er hatte Krebs im Endstadium. An diesem Tag mußte ich die schwerste Entscheidung in meinem Leben treffen und ihn vom Tierarzt erlösen lassen.Ich wußte zwar schon lange das dieser Tag kommen würde,aber als es dann so weit war habe ich gedacht mir reißt einer das Herz heraus.Ich habe die ganze letzte Nacht neben ihm gesessen und geheult.ER hat seinen Kopf in meine Hand gelegt und mich traurig angesehen . Ich vermisse ihn so sehr und weine fast jede Nacht. Ich rede mit ihm,manchmal meine ich ihn zu höhren und zu fühlen. ER war mein bester Freund,mein Vertrauter ,er hat immer gewußt ob es mir gut oder schlecht geht. Nach 3 Monaten haben wir uns einen Welpen (Ben) geholt, ich glaube sonst wäre ich durchgedreht.
Ben ist so lieb und anhänglich,er ist die Zukunft und das Leben.
Aber Boomer wird immer in meinem Herzen sein und dort kann ihn mir keiner mehr wegnehmen.
Ich wünsche dir viel Kraft ,denn ich weiß wie es dir geht. In ein paar Monaten wirst du nicht mehr nur an die letzten schlimmen Tage denken sondern immer mehr an die Guten und Schönen. Es tut gut zu wissen das auch andere so fühlen wie wir.
Vielleicht spielen unsere Zwei Schätzchen jetzt zusammen im Regenbogenland...

DannyWa
09.01.2003, 15:39
Hallo Fido,
mit Eurem Bommer, es tut mir sehr leid. Du kannst nachfühlen, wie es mir bzw. uns geht. Es gibt mir Kraft zu wissen, dass auch andere so fühlen wie wir. Ich wünsche mir jeden Tag auf's neue, dass es unserer Lessy im Regenbogenland sehr gut geht, dass sie wieder gesund ist, und mit all den anderen Tieren spielt, dass sie von ihrer Wolke zu uns herab sieht und uns nicht vergißt, dass sie weiß, wie sehr wir sie vermissen, wie sehr sie uns fehlt. Jeden Tag rede ich mit ihr, abends gehe ich zu ihrem Grab und suche sie als leuchtenden Stern am Himmel. Weißt Du, wir konnten uns leider nicht intensiv von ihr verabschieden, diese Zeit hatten wir nicht. Wir fuhren wie jeden Tag zum Tierarzt, und dann, es ging alles sehr schnell, es war sehr traurig. Wir haben immer auf Genesung gehofft, den Gedanken an ihren Tod haben wir weit weg geschoben, wir wollten ihren schlechten Gesundheitszustand einfach nicht wahr haben, sie lag den ganzen Tag ganz still in ihrem Körbchen. Wir mußten auch nichts entscheiden, diese schmerzliche Entscheidung nahm uns der Tierarzt ab, er wußte wie wir uns fühlten, er wußte auch, dass wir nicht wollten, das Lessy sich quält. Der Abschied, er fehlt mir sehr. Während ihres einschlafens haben wir sie zärtlich gestreichelt, doch es ging sehr schnell. Ich wollte ihr zum Abschied noch soviel sagen, doch es blieb mir leider keine Zeit. Der Tierarzt handelte sehr schnell. Wir haben sie jeden Tag behütet und gepflegt, es war immer jemand neben ihrem Körbchen, sie war nie allein, wir haben sie gestreichelt, mit ihr geredet, sehr viel geweint, doch der Gedanke, dass wir Abschied nehmen müssen, der ist uns nie gekommen, wir wollten diesen Gedanken nicht zu lassen. Als sie dann eingeschlafen war, stand die ganze Nacht eine Kerze neben ihrem Körbchen, wir streichelten sie und redeten mit ihr, doch sie hat uns leider nicht mehr gehört. Ich mußte einfach bei ihr bleiben, ich konnte nicht von ihr weg gehen und sie allein lassen. Ich habe immer gehofft, dass sie die Augen wieder aufmacht.
Ich glaube nicht, dass bei uns ein neuer Hund einziehen wird. Lessy war und bleibt für uns ein Familienmitglied, welches nicht durch ein neues ersetzt werden kann. Den kleinen neuen Hund würde ich sicherlich nur mit Lessy vergleichen, ihn an ihr messen. Dem kleinen Kerl das Gefühl geben, nur ein "Ersatz-Hund" zu sein, das wäre nicht fair, es würde mir leid tun. Das hat ein Hund nicht verdient, er sollte in seiner eigenen Persönlichkeit geliebt werden.
Bei Dir Fido ist es anders und das freut mich für Dich, Eurer kleiner Ben hilft Dir, den Verlust und den Schmerz über Euren Bommer zu verarbeiten, und das ist auch gut so für Dich. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen viel Freude mit Eurem Ben.
Ich weiß, Bommer wird immer in Deinem Herzen bleiben.
Gruß, Kerstin

jamie
24.01.2003, 23:00
Hallo DannyWa,

es tut mir sooo leid, und ich mußte echt heulen, als ich deinen brief lass, ich habe auch schon Tiere, u.a. Hunde verloren!
Unser Wolfsspitz, der mir zugelaufen war und viele schöne Jahre mit uns verbracht hatte, wurde auf einmal sehr krank. Zu dem Zeitpunkt wohnte ich schon nicht mehr zuhause (beruflich bedingt), war aber zu Besuch, und er war plötzlich krank. Als mein Vater vom Uraub zurückkam,just den Tag, er war 14 Tage verreist, und den Hund einpackte (den gleichen Tag)und zum Tierarzt fahren wollte, freute er sich, seufte noch einmal tief und schlief einfach ein! Es war so, als hätte er von meinen Vater Abschied nehmen wollen, wir waren völlig fertig! Urplötzlich krank, und dann tot, schrecklich!! Ich habe mich versucht damit zu trösten, dass er es bei uns immer gut hatte, er war mit sicherheit an der nahen Autobahn ausgesetzt, ich denke noch heute an meinen Strolch. Heute habe ich auch 2 Hunde, und ich denke mit Grauen an den letzten Tag, und ich hoffe, sie schlafen auch bei mir im Arm friedlich ein, sonst würde ich Ihnen den letzten Weg so angenehm wie möglich machen!

Liebe Grüße
Jamie

DannyWa
28.01.2003, 22:13
danke für Deine netten Worte.
Ich versuche mich auch mit Gedanken an die schöne Zeit, welche wir mit Lessy erleben durften, zu trösten. Es ist aber trotzdem sehr schwer Abschied zu nehmen. Tiere haben in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz. Ich würde wirklich alles tun, wenn ich unsere Lessy wieder bei uns haben könnte, ich weiß, es geht nicht. Den Tod eines geliebten Tieres miterleben zu müssen, das ist schon sehr schwer und man kann einfach nichts dagegen tun, man kann einfach nicht helfen. Ich sehe ständig ihre treuen Augen, wie sie so in ihrem Körbchen liegt. Lessy war auch urplötzlich erkrankt. Ich möchte solch einen Abschied nicht noch einmal erleben müssen. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass es unserer Lessy auf ihrer Wolke, im Regenbogenland, sehr sehr gut geht.
Ich wünsche Dir mit Deinen Hunden noch eine lange wunderschöne Zeit.
Liebe Grüße
Kerstin

Mausezwerg1981
01.02.2003, 02:36
hallo!

Dein Abschiedsbrief ist wirklich herzzereißend! er sagt viel über dich aus! mir scheint, du bist einer der wenigen menschen auf der welt, der ein tier noch soo viel bedeutet. bislang hatte ich nie das glück, von jemandem wie dir zu hören bzw lesen. mich und meine tiervernarrtheit halten einige für lächerlich. Aber ich kann dich sehr gur verstehen!!! und ich hoffe für dich, dass der schmerz nicht zu arg lange anhält, denn es tut oft verdammt lange weh, einen treuen freund zu verlieren.
dennoch solltest du dich nicht zu doll an lessy hängen, denn das leben geht weiter, leider ohne sie, aber es gehört zum leben dazu. und vielleicht ist es auch ganz gut so, stell dir vor sie hätte noch lange jahre leiden müssen?! das wäre sicher noch schrecklicher! so war der tod eine erleichterung für sie!
Ich wünsche dir alles gute, und hoffe für euch, dass ihr euch für einen neuen hund entscheidet (allerdings erst dann, wenn der schmerz und die trauer über den schrecklichen verlust ein wenig schwächer geworden ist), denn jeder tag ohne hund, den treuesten freund des menschen, ist ein verlorener tag!

lieben gruß,
verena +Sheila und die übrige rasselbande

DannyWa
08.02.2003, 20:12
danke, tja, meine große Tierliebe, nicht jeder versteht es, aber das ist mir egal. Wenn ich mich für ein Tier entschließe, dann gehört es einfach zur Familie wie jedes andere Familienmitglied, vielleicht wird es auch etwas mehr verwöhnt. Die Tiere sind ja auch auf unsere Fürsorge angewiesen. Ich habe eben ein großes Herz für Tiere, und das ist auch gut so.
Heute war ich zum ersten Mal nach Lessy's Tod wieder spazieren, so durch den Schnee. Das fiel mir sehr schwer, aber ich habe mich überwunden. Wenn wir spazieren gegangen sind, war sonst immer Lessy dabei, ohne sie, das ging einfach nicht. Spazieren gehen oder Fahrrad fahren, das war für sie am schönsten. Ich bin zwar mitgelaufen, aber meine Gedanken schwebten ständig in Erinnerung an Lessy, wie schön es wäre, wenn sie hätte dabei sein können. Ich war sicherlich nicht die optimale Begleiterin, da ich nur von ihr gesprochen habe. Ich hatte auch irgendwie Angst davor, das erste Mal ohne sie spazieren gehen zu müssen, aber ich habe mich überwunden und etwas getan, was sonst nur in Begleitung mit Lessy gemacht wurde. Ist doch schon ein kleiner Fortschritt oder? Ich weiß heute noch nicht, ob ich jemals ihren Tod verarbeiten werde, ich gebe mir große Mühe. Sie fehlt uns so wahnsinnig sehr. Alles erinnert eben an sie. Ich versuche mich immer damit zu trösten, dass es ihr im Regenbogenland sehr gut geht, sie nicht mehr leiden muß. Sie war für uns etwas ganz besonderes, eben unsere Lessy.
Liebe Grüße
Kerstin

Codileine
09.02.2003, 00:18
hallo Kertin, noch heute nach 11/2 Jahren frage ich mich jeden Tag wenn ich mit meinen anderen Hundis spazieren gehe, warum nicht mit Cookie. Ich habe es leider immer noch nicht verkraftet. Ich frage mich jeden Morgen, warum springt Cookie nicht auf mein Bett und weckt mich??? Ich habe es bisher noch nicht geschafft, nicht jeden Tag zu weinen.Ich lebe wirklich noch mit meinem toten Hund. Ich weiß auch, daß ich mich über alle schönen Dinge freuen sollte, die Cookie gemacht hat, aber anstatt mich zu freuen weine ich nur. Er fehlt mir so sehr und ich kann einfach keinenklaren Gedanken mehr fassen. Ich hoffe, daß es Dir eines Tages besser geht als mir.
Liebe Grüße Madeleine

Fido
13.02.2003, 15:14
Hallo Kerstin,
heute geht es mir wieder verdammt mies, ich heule wieder seit Stunden.Heute um 15.15Uhr ist es genau 10 Monate her das Boomer gehen muste.Und langsam habe ich das Gefühl das es keiner außer meiner Familie mehr versteht das wir noch immer trauern. Ich höre nur noch "er war doch nur ein Hund"oder"du hast doch jetzt einen Neuen".Klar Arco und Ben lenken uns ab ,aber trotzdem Boomer war halt Boomer und ist durch nichts in der Welt zu ersetzen.Und unsere anderen Zwei haben das Recht anders zu sein und um ihretwillen geliebt zu werden. Ich habe das Gefühl ,das Andere das nicht verstehen. Unser Dicker fehlt halt überall und an so Tagen wie heute ganz besonders.Tut mir leid das ich dir die Ohren voll heule ,wo es dir auch nicht gut geht,aber ich brauchte jetzt jemanden der mich versteht und nicht denkt das ich verrückt oder hysterisch bin
Liebe Grüße
Petra

Codileine
13.02.2003, 15:20
hallo Petra, sorry, daß ich mich hier einmische, aber ich versteh Dich sehr sehr gut, denn bei mir ist es nicht anders, es ist nur etwas länger her, und mir geht es noch genauso wie Dir und mich versteht auch keiner, weil ich ja noch 2 Hundis habe. Aber es ist eben alles anders. Mein Cookie fehlt mir so sehr, das glaubt keiner. Wenn ich das von den anderen schon höre wie z.B. ist ja schon lange her, Du hast einen neuen Hund usw. Na und??????? Das alles kann mich nicht trösten. Ich werde krank dadurch. Eine Freundin hat gesagt, ich soll mir profissionelle Hilfe holen. Na toll, auch ein Psychodoktor kann mir nicht helfen, also stehe ich alleine da mit meiner Trauer.
Liebe Grüße Madeleine

Fido
13.02.2003, 15:44
Hallo Madeleine,
es tut gut zu hören das es anderen auch so geht. Ich denke manchmal wirklich das ich durchdrehe. Aber Boomie fehlt mir überall ,er war für mich nicht nur ein Hund er war mein Freund ,mein Vertrauter er war immer für mich da und ich für ihn ,er wußte ob es mir schlecht geht dann war er immer ganz dicht bei mir und legte seinen Kopf auf meinen Schoß.Und ich ahnte schon eine Woche vor seinem Tod das uns nur noch ganz wenig Zeit bleibt . Boomer hat mich nie verraten im Gegensatz zu vielen angeblichen Freunden.Jetzt liegt mein Baby-Ben auf meinen Füßen,er ist sehr lieb,aber diese vertrautheit die ich zu Boomer hatte kommt erst nach Jahren(.Boomer war13Jahre und 13 Tage alt als ich ihn erlösen
lassen mußte.) Ich glaube man muß ganz tief lieben können um so zu fühlen und zu Trauern wie wir .

Bis bald
Petra

Codileine
13.02.2003, 15:49
liebe Petra, schade wollte Dir eine richtige mail schicken, aber Du hast es ja gesperrt. Cookie war auch 13 Jahre und 57 Tage. Es gab keine Anzeichen, daß er zum Tode verurteilt war, ich denke mal die TA hat Mist gemacht. Wie gesagt, er war meine große Liebe. Weil ich hier immer soviel weine, hat mein Sohn mich schon gefragt, ob ich bei ihm auch so trauern würde. Das gab mir zu denken, aber ich kann es nun mal nicht ändern, oder will es vielleicht auch nicht. Jedenfalls war Cookie mein Leben und ich bin mit ihm gestorben.
Liebe Grüße Madeleine

Fido
13.02.2003, 15:55
Hallo Madeleine,
habe meine Mail freigeschaltet.
Petra

DannyWa
15.02.2003, 17:03
Hallo Petra, Hallo Madeleine,
es ist wirklich so, nur jemand, der sein Tier genaus geliebt und geachtet hat wie wir, kann unsere Trauer um den Verlust eines geliebten Familienmitgliedes verstehen. Auch ich habe leider die Erfahrung machen müssen, zu hören "es war doch nur ein Hund" oder "schafft euch einen neuen Hund an". Diese Sprüche tun mir so weh, ich kann das einfach nicht hören. Ich drehe mich dann einfach um, und reagiere nicht darauf. Ich kann auch gar nicht darauf reagieren, weil ich dann anfangen würde zu weinen, ich kann über den Tod von unserer Lessy einfach nicht reden, ohne zu weinen. Für mich und auch für Euch sind unsere Lieblinge nicht "nur Tiere", sie sind etwas besonderes, die geachtet und geliebt werden. Fido mir geht es wie Dir, jeden Freitag, unsere Lessy starb an einem Freitag, geht es mir schlecht. Den ganzen Tag erinnere ich mich an Lessy's letzten Freitag, wie der Tag abgelaufen ist. Und jedesmal verdamme ich diesen Tag, ich hasse diesen Tag. Ich möchte die Uhr so gern zurückstellen. Fido, ich kann Dich bzw. Dein Verhalten voll verstehen, Du bist nicht verrückt, sonst bin ich es ja auch. Ich kann es auch nicht ertragen, wenn die Kerze am Grab bei Einbruch der Dunkelheit nicht brennt. Sie muß brennen, sonst habe ich keine Ruhe, der Schmerz, er sitzt so tief. Es tut auch wahnsinnig weh, wenn ich andere Leute mit ihren Hunden spazieren gehen oder spielen sehe. Ich wünschte mir so sehr, unsere Lessy wäre einfach wieder da, es wäre alles nur ein böser Traum. Wie Ihr beiden die Erfahrung gemacht habt, kann ein anderer Hund über den Verlust eines geliebten Tieres nicht hinweg trösten. Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit. Ihr liebt Eure anderen Hund aufgrund ihres eigenen persönlichen Wesens, und das ist auch schön so, so sollte es auch sein. Man kann ein verstorbenes Tier nicht durch ein neues ersetzen. Ich hätte Angst davor, mir einen neuen Hund anzuschaffen, das geht einfach nicht, mein Herz lässt das nicht zu. Aber es tut immer wieder gut zu wissen, dass auch andere so fühlen wie ich. Jede Träne die wir um unser geliebtes Tier weinen, kommt von Herzen, bei jeder Träne wünsche ich mir, dass unsere Lessy weiß, wie sehr wir sie vermissen, wie sehr wir sie lieben und dass wir sie niemals vergessen werden, sie für uns ewig lebt, sie für uns etwas ganz besonderes ist.
Ich würde Euch beide so gern trösten, aber im Moment, mir fehlen die passenden Worte. Es tut eben verdammt doll weh.
Liebe Grüße
Kerstin

Codileine
15.02.2003, 17:12
hallo Kerstin, ich weiß aber nicht, ob es so gut ist, wenn wir nur noch weinen, und das schon sehr lange. Wir lassen unsere Hundis nicht los, und sie werden keine Ruhe finden.
Liebe Grüße Madeleine

DannyWa
15.02.2003, 18:16
Hallo Madeleine,
ich denke mal, unsere Hunde finden ihre Ruhe, wir weinen ja aus Liebe um sie und wir denken in Liebe an sie. Obwohl mir jeden Tag Tränen übers Gesicht laufen, z.B. immer wenn ich an ihrem Grab bin oder total in Gedanken an sie versunken bin, habe ich sie in der Nacht des Abschieds losgelassen. Wir haben uns mit Worten und zärtlichem Streicheln, obwohl sie leider schon tot war, von ihr verabschiedet, wir wünschten ihr auf ihrer Reise alles erdenklich Gute.
Liebe Gedanken der Erinnerung, ich denke mal, das ist schon o.k..
Liebe Grüße Kerstin

shasa
16.02.2003, 16:51
Hallo Kerstin,
weil ich Trost suche, bin ich heute in dieses Forum gegangen und habe deinen Brief gelesen, der mir so aus dem Herzen spricht.
Wir durften unseren Shasa (Rhodesian Ridgeback) nur ein Jahr haben, aber dieses eine Jahr war das schönste, was ich je erlebt habe, weil wir unseren Shasa hatten. Wir haben in diesem Jahr so viele schöne Stunden erlebt, er hat so viele schöne Erinnerungen hinterlassen, dass ich keine Ahnung habe, wie es ohne ihn weitergehen soll.
Du schreibst in einem Brief auch, dass es für Eure Lessy keinen Ersatz gibt, das kann ich verstehen. Ich glaube auch, dass unseren Shasa kein anderer Hund ersetzen kann.
Überall wo ich hinschaue ist eine Verbindung zu Shasa und jedesmal stehen mir Tränen in den Augen, wenn ich nur an die schönen Tage mit ihm denke.
Er hat in mir eine solche Leere verursacht, dass mir jeder Antrieb zu etwas Neuem fehlt.
Für dich liegt nur der schlimme Tag schon einige Wochen zurück.Wie kannst Du heute mit der Tatsache umgehen, dass Eure Lessy nicht mehr da ist?
Ich weiß nicht, wann ich es je begreifen werde, dass Shasa nicht mehr bei uns ist.
Liebe Grüße
Conny

DannyWa
17.02.2003, 20:31
Hallo Conny,
dass Ihr mit Eurem Shasa nur ein Jahr verbingen durftet, es tut mir sehr Leid für Euch. Wie Du schreibst, war es die bisher schönste Zeit für Dich, daran solltest Du immer denken, obwohl, das ist kein Trost für Dich. Du fragst, wie ich heute mit dem Verlust unserer Lessy umgehe, es ist sehr sehr schwer. Aber ich muss auch sagen, die ersten Tage nach ihrem Tod, ich dachte, es geht nicht mehr weiter. Ich wußte nicht mehr, was ich machen sollte, ich stand irgendwie richtig neben mir.
Es ging mir wie Dir, die totale Leere, alles erinnert eben an sie, egal wo man hinschaut. Heute geht es mir in dem Sinne schon etwas besser. Ich gebe mir Mühe langsam verstehen zu können, dass der Tod für sie eine Erleichterung war, dass sie sich nicht unnötig quälen brauchte, mein Verstand gibt mir Recht, aber mein Herz wird damit nicht fertig. Manchmal höre ich sie noch bellen, oder bilde mir ein, sie an der Tür gesehen zu haben. Wenn man sein geliebtes Tier so sehr vermisst, ist das vielleicht normal. Meine Familie unterstützt mich ganz lieb, obwohl wir unsere Lessy alle wahnsinnig vermisssen. Am meisten hat mir geholfen, meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, mitzuteilen, was mich bewegt. Auch tut es gut zu erfahren, dass auch andere Tierliebhaber so fühlen wie wir, dass wir nicht allein sind. Über ihren Tod reden, das kann ich allerdings heute noch nicht, es schmerzt noch sehr.
Ich habe mir einen ganz großen Bilderrahmen gekauft und alle Bilder, welche wir von Lessy haben, schön aufgeklebt. Die schönsten Bilder habe ich in kleine Bilderrahmen getan. Eines davon steht in der Küche, die anderen hängen hier neben dem Computer an der Wand. Jedesmal wenn ich an den Bildern vorbeigehe, schaue ich unsere Lessy mit einem tränenden Auge und mit einem lächelnden Auge an. Das tränende Auge ist zwar noch größer, aber mit dem lächelnden Auge versuche ich an die wunderschöne Zeit mit ihr zu denken, wie schön die 12 Jahre mit ihr waren, meistens fange ich dann während der Erinnerung zwar auch an zu weinen, aber es gibt mir auch Trost. Ich versuche die Erinnerung an die Tage ihrer Krankheit zu verdrängen, manchmal klappt das auch schon. Aber ich glaube, den Verlust von Lessy werde ich wohl nie so richtig verarbeiten können, da werden noch etliche Tränen rollen und es wird noch viel Zeit vergehen.
Ich weiß nicht, ob es uns jemals gelingen wird, zu begreifen und zu verstehen, warum wir unseren Tieren nicht helfen konnten, warum sie eines Tages einfach nicht mehr da waren, ohne sie ist alles so leer. Unsere Hunde sind eben was ganz ganz besonderes für uns.
Liebe Grüße Kerstin

shasa
18.02.2003, 00:21
Hallo Kerstin,
vielen Dank für deinen lieben Brief.
Mir fehlen heute mehr denn je die Worte um das auszudrücken,
was mir unser Shasa bedeutet hat.
Ich bin nicht in der Lage, all meine Gefühle so in Worte zu fassen, wie Dir das gelingt. Aber wenn ich Deine Briefe lese, dann drückst Du genau das aus, was auch mich bewegt.
Ich habe auch schon 2 Bilderrahmen gekauft, aber ich denke immer nur, wir haben viel zu wenig die schönen Momente fotografiert, die wir mit Shasa erlebt haben.
Shasa wurde nur ein Jahr, weil er eine Gerinnungsstörung hatte, die ihm nach seiner schweren OP zum Verhängnis wurde. Er musste am Bein operiert werden, weil er dort ein Gewächs im Knochen hatte, was eine Zyste aber auch ein Tumor sein konnte.
Ich frage mich ständig, was gewesen wäre, hätte ich nicht meinen Mann mit ihm zum röntgen geschickt, sondern zur Behandlung wie schon öfters, wenn er sein linkes Hinterbein schonte. Danach ging alles so schnell. Aber keiner hätte je geglaubt, dass unser Shasa nicht mehr lebend die Klinik verlassen würde. Zumal die Ärzte seine Verfassung an diesem Tag lobten, uns Hoffnung machten, ihn am Freitag vielleicht nach Hause holen zu können.
Was wäre gewesen, wenn...??????????????????????? ??
Hätten wir irgend etwas anderes entschieden, würde Shasa heute vieleicht wie gewohnt mit mir die Treppe hochsteigen,
sich wie immer auf den Badeteppich legen und warten, bis ich zu Bett gehe ,um danach sich auf seinen Schlafplatz zu legen.
Und morgens würde er mich genauso begrüßen, wenn ich ins Bad gehe....Kann ein Tag schöner anfangen?
Für mich war er wie mein 3. Kind und ich hatte mich auf eine lange Zeit mit ihm eingestellt.
Im Moment stehen mir immer nur Tränen in den Augen, wenn ich an ihn denke oder man mich nach ihm fragt, ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, bis ich über ihn und das , was er so angestellt hat, wieder lachen kann.

Liebe Grüße
Conny

DannyWa
19.02.2003, 00:16
Hallo Conny,
was mit Eurem Shasa geschehen ist, das ist ja sehr traurig. Vielleicht tröstet Dich der Gedanke, dass er nun keine Schmerzen mehr hat, dass er im Regenbogenland gesund und schmerzlos mit den anderen Tieren spielen kann. Die Entscheidung mit ihm zum Arzt zu gehen, war schon richtig, Du wolltest ihm ja helfen, damit er keine Schmerzen mehr hat. Aber ich glaube und kann es auch völlig verstehen, im Moment kann Dich nichts trösten, mich konnte auch absolut nichts trösten. Jetzt 2 Monate nach dem traurigen Tod unserer Lessy zwinge ich mich langsam dazu mir einzureden, dass es ihr jetzt besser geht, sie sich nicht mehr quälen muss. Das einzusehen und zu verstehen ist aber sehr schwer. Der Gedanke, dass unsere Lessy nie mehr zu uns zurück kommt, das zu begreifen, das ist viel schwerer. Mit diesem Gedanken werde ich nicht fertig, er stimmt mich immer wahnsinnig traurig, es ist unbegreiflich, sein geliebtes Tier nicht wiederzusehen, dass bestimmte Gewohnheiten mit ihr einfach vorbei sind, dass wir nichts mehr mit ihr unternehmen können. Weißt Du Conny, wenn ich so vor ihren Bildern stehe, mir laufen die Tränen und ich lächle sie an, wie besonders sie doch für uns war, ich sage ihr immer wieder, wie lieb wir sie haben und wie sehr sie uns fehlt. Und ich frage mich immer wieder, warum???. Bis ich über lustige Situationen, welche wir mit unserer Lessy erleben durften, wieder lachen kann, das wird noch sehr sehr lange dauern, wenn ich das überhaupt jemals kann. Den Gedanken an ihre Krankheit versuche ich ständig zu verdrängen, ich muss ständig daran denken, wie hilflos sie in ihrem Körbchen lag. Das tut wahnsinnig weh. Ich habe ja bereits geschrieben, wie sehr wir uns um sie bemühten, in der ständigen Hoffnung, dass sie wieder gesund wird. Ich kann nicht verstehen, warum sie einfach so sterben musste, warum wir ihr nicht helfen konnten. Wir hätten wirklich alles dafür getan. Dir geht es sicherlich auch so. Einpaar Tage nach ihrem Tod bin ich zum Tierarzt gefahren, ich musste das einfach tun. Er sollte mir erklären , warum es keine Hilfe gab. Ich habe nur geweint, er hat auch versucht mich zu trösten, mir versucht zu erklären, warum Lessy sterben musste, aber ich habe es einfach nicht verstanden. Seine Erklärung ist ja richtig und normalerweise auch zu verstehen, aber mein Herz lehnt es einfach ab, das zu akzeptieren. Ich denke mal, da uns unsere Lieblinge so richtig ans Herz gewachsen sind, kann man das alles einfach nicht verstehen. Tiere, besonders Hunde, sind für uns eben ganz besondere Freunde.
Weißt Du Conny, das schönste Bild unserer Lessy trage ich in meinem Herzen, das kann mir kein Bild aus der Camera geben. Kein Videofilm kann mir die schönsten Momente mit unserem Liebling wiedergeben. Das kann nur mein Herz. Der schönste Film der Erinnerung läuft in meinen Gedanken und im Herz ab. Das kann mir niemand nehmen, das gehört nur mir allein.
Weißt Du Conny, was auch sehr schön zum Lesen in den schweren Stunden ist: Das Regenbogenland, der Text und die Hintergrundmusik, die Seite ist sehr schön aufgebaut. Ich habe diese Seite unter www.Hundeverstand.de gefunden, -Regenbogenland - anklicken. Wenn Du möchtest, ließ es Dir mal durch, vielleicht hilft es Dir ja auch.
Liebe Grüße Kerstin

shasa
19.02.2003, 00:50
hallo kerstin,
danke für deinen lieben brief.ich hätte nicht so schnell mit antwort gerechnet.
danke auch für deinen rat-manchmal fühlt man sich einfach hilflos in seinem schmerz.
ich versuche natürlich alles, um die tatsache zu begreifen, dass shasa mich nicht mehr mit der rute wedelnd begrüßen kommt, wenn ich nach hause komme, aber es tut einfach noch zu sehr weh.
keine angst, wenn ich arbeitete, war er nie alleine. außer mir sind noch 5 familienmitglieder, die ihn natürlich ebenso geliebt haben und sich um ihn kümmerten.
gestern und heute war es schon so, dass ich die nach hause fahrt lange hinausgezögert habe, um nicht so früh mit all den erinnerungen an shasa um unser haus herum konfrontiert zu werden. aber ich kann mich ja nicht nur herumtreiben.
sicher werde ich mit der Zeit einen weg finden, zu akzeptieren, was passiert ist und du hast sicher dann auch einen teil dazu beigetragen. danke dafür.
heute haben wir aus der tieklinik erfahren, dass der 2. test auch keinen 100%igen aufschluss darüber geben konnte, ob es nun ein tumor war.
nun sage ich mir, wer weiß was unserem liebling vielleicht erspart geblieben ist und ich bin froh darüber, dass mir nicht die last auferlegt war, über sein leben ( Einschläfern) zu entscheiden.
du hast recht, im herzen halte ich ihn ganz doll fest und er wird immer mein erster hund bleiben, der für mich etwas ganz besonderes war.
alles gute für dich
und eine gute nacht- vielleicht träumst du etwas schönes von lessy.
liebe grüße
conny

silke1973
19.02.2003, 05:57
Ich kann eure Trauer sehr gut verstehen und als ich eben die letzten Zeilen laß, mußte ich weinen. Bevor unsere Aika vor 7 Jahren zu uns kam, gab es auch einen Hund, er wurde 15 Jahre alt. Meine Eltern hatten ihn aus dem Tierheim. Er lebte in unserer Famielie wie jeder andere. Ich war noch sehr klein als wir ihn bekamen und ich durfte alles mit diesem Hund machen, es kam nie ein knurren. Es steckten in dem Hund sehr viele Erinnerungen, meine Eltern starben zwischenzeitlich.... Und ich habe geheult und geheult als er starb. Eines Tages kam mein Bruder denn mit einem 6 wochen alten Schäferhundwelpen nach Hause. Mein Gott, war der süß... Ich habe ihn sehr schnell in mein Herz geschlossen.Er brachte wieder Leben ins Haus. Nun lebt Aika 7 Jahre in unserem Haushalt. Sie ist ein wunderbarer Hund, den ich nicht mehr missen möchte. Sie wurde vor einer Woche schwer operiert und ich saß stundenlang an ihrem Platz und habe aus Angst geweint. Ein Hund finde ich ist wie ein Familienmitglied. Ich würde nie jemanden für doof abstempeln, der wegen einem Hund weint, ich würde eher die Menschen abstempeln, die nicht weinen wenn ihr Hund stirbt. Denn dann frage ich mich, was hat der Hund Ihnen wirklich bedeutet? Ich denke auch noch oft an die kleine freche Mischlingshündin von damals, es stecken viele schöne erinnerungen drin. Und ich weiß auch nicht was ich gemacht hätte, wenn Aika bei der op nun was passiert wäre...

shasa
21.02.2003, 00:15
hallo silke 1973
danke für deine zeilen.
es tut gut, wenn einen jemand versteht. seit dem unser liebling shasa tot ist (11.02.03), es war ein tag nach seinem 1. geburtstag, ist kein tag vergangen, wo ich nicht geweint habe.
heute haben wir die rechnung aus der tierklinik bekommen und dazu einen brief mit erklärungen, warum er gestorben ist.
aber alle erklärungen helfen nicht, um den schmerz zu überwinden.
ich freue mich aber sehr für dich, wenn für deinen hund alles gut verlaufen ist und aika wieder gesund wird. ich kann deine ängste nachempfinden. wer einmal so etwas durchgemacht hat, erkennt erst einmal , wie viel ihm so ein tier, das immer treu und ehrlich ist, bedeutet.
was mir mein/unser shasa bedeutet hat, kann ich nicht in worte fassen. aber ich kann auch die leute nicht verurteilen, die nie eine solche beziehung zu einem hund erfahren haben.
ich kann nur sagen, sie haben etwas ganz bedeutendes und wunderbares im leben verseumt.
alles gute für dich und aika
und
liebe grüße
conny

DannyWa
03.04.2003, 16:13
Unsere Lessy,
geliebt, beweint und unvergessen

Wir sehen zum Himmel und sehen unseren kleinen Engel, Dich liebe Lessy, als unseren leuchtenden Stern.

„Wenn kleine Engel schlafen gehen,
dann kann man das am Himmel sehen,
denn für jeden Engel leuchtet ein Stern
und Deinen liebe Lessy sehen wir besonders gern.“

Liebe Lessy,
heute möchte ich Dir ein letztes mal einpaar Zeilen schreiben.
In Gedanken sind wir immer bei Dir, unser Herz, es gehört nur Dir. Ich habe lange überlegt, was ich Dir noch schreiben könnte, alle Worte unserer Liebe für Dich sind bereits gesagt. Doch ich muss Dir einfach noch einmal schreiben, vielleicht finde ich dann etwas Ruhe. Reden liebe Lessy, das werde ich weiterhin jeden Tag mit Dir. Ich hoffe und wünsche mir, dass Dich diese Zeilen sowie alle bereits geschriebenen Worte auf irgendeiner Art und Weise erreichen. Weißt Du Lessy, ich vermisse Dich so sehr. Meine Gedanken sind immer bei Dir, Du fehlst einfach überall.
Auch wünsche ich mir, dass es Dir im Regenbogenland sehr sehr gut geht und Du glücklich bist.

„Wenn Liebe könnte Wunder tun
und Tränen Dich erwecken,
so würde Dich liebe Lessy
nicht unsere Erde decken.“

Liebe Lessy,
Du fehlst uns allen so wahnsinnig sehr,
unser Herz, es trägt sehr schwer.
Die Trauer um Dich können wir nicht überwinden,
vielleicht können wir uns eines Tages wiederfinden.
Das wünschen wir uns alle sehr,
Dein Platz, er ist so leer.
Die vielen Tränen, die wir um Dich weinen,
sie sollen Dich jeden Tag als Sonnenstrahl erreichen.
Jeden Tag stehen wir vor Deinem Grab
und fragen uns immer wieder, warum es für Dich keine Genesung gab.
Du warst so lieb und treu, warum musstest Du schon geh’n,
das werden wir wohl nie versteh’n.
Wir sind dankbar für die wunderbare Zeit mit Dir,
bitte liebe Lessy komm’ doch zurück zu mir.
Liebe Lessy, siehst Du ab und zu von Deiner Wolke zu uns herab,
siehst Du Dein liebevoll geschmücktes Grab,
siehst Du auch wir traurig wir sind,
ohne Dich, es hat alles keinen Sinn.
Der Abschied von Dir, er kam so schnell,
das Licht in uns, es ist nicht mehr so hell.
Wir sehen Dich in Deinem Körbchen liegen,
und möchten am liebsten zu Dir fliegen.
Wir möchten Dich wieder zu uns holen,
wir möchten wieder mit Dir toben.
Wir möchten Dich noch einmal streicheln,
wir möchten Dich sehen, ohne zu weinen.

Doch liebe Lessy leider geht das nicht, das Schicksal, es ist so hart.
Jeden Tag wünschen wir uns, die Tür geht auf und Du kommst herein,
alles würde wieder wie früher sein.

Mit Tränen in den Augen sagen wir nun tschüß liebe Lessy, vergiss uns nicht,
wir werden Dich immer lieben und nie vergessen.
Unser Herz, es gehört nur Dir.

Liebe Lessy, Du bist es wert, so sehr geliebt zu werden.


Zum Abschied möchte ich allen für die trostreichen netten Worte und mir das entgegengebrachte Verständnis danken. In den schweren Stunden des Abschieds haben mir Eure netten Worte sehr geholfen.
Den Schmerz über den Verlust unserer geliebten Lessy zu verarbeiten, damit muss ich nun alleine klar kommen. Danke!!!

Ich wünsche Euch allen alles erdenklich Gute und verabschiede mich mit ganz lieben Grüßen
Kerstin