PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bei Fuß lernen, auch in der Hundeschule...



Nadia
06.05.2002, 07:40
Ein Hallo an alle. Ich fand hier schon mehrmals gute Ratschläge und hoffe, daß mir dieses mal auch weitergeholfen werden kann.
Seit zwei Wochen bin Ich mit meiner 5 Monate alten SH-Hündin in der Hundeschule. Bevor wir in der Hundeschule angemeldet waren konnte Sie schon einige Komandos ausführen. Wie z.B. Sitz, Platz, bei Fuß, Bleib, Pfote, Kehrt und gib Laut.
Nun wurde Ich in die Welpenstunde eingeteilt, was Ich ja auch gar nicht weiter schlimm finde. Aber was mich nervt, die Hunde dürfen an der Leine ziehen und es wird gesagt, daß sei nicht so schlimm, in der Junghundklasse wird Ihnen das abgewöhnt. Ich aber bin der Meinung, der Hund braucht ab dem ersten Tag eine gewisse Erziehung. Das heißt für mich, Ich lasse meinen Welpen doch nicht bis zum sechsten Lebensmonat Narrenfreiheit und ab dann beginne Ich mit der Erziehung. Das ergibt keinen Sinn. Ich korrigiere meinen Hund schon, wenn er an der Leine zieht. Entweder nach hinten oder nach vorne, kommt drauf an, welchen Hund Sie gerade interessanter findet. Ich mache das unter anderem, weil Ich zu Hause meistens mit Kinderwagen und Hund unterwegs bin. Da darf es nicht passieren, das Sie an der Leine zieht. Tut Sie auch nicht.
Nur, sind wir im Unterricht, konzentriert sich meine Hündin nicht auf mich, sondern hat die anderen Hunde im Kopf. Klar, verstehe Ich auch. Aber Ich sehe, daß es bei den anderen auch funktioniert. Bei einigen zumindest.
Wie lerne Ich meiner Hündin, daß sie auch in der Hundeschule, bei spaziergängen an der Leine auch bei Fuß gehen soll? Ich weiß da absolut nicht weiter. Ich kann doch nicht andauernd an der Leine ziehen. Ich möchte ja meinen Hund nicht versauen. Hat jemand Ratschläge für mich?
Liebe Grüße Nadia

Thomas
06.05.2002, 15:23
Hallo Nadia,

1. Ich finde Deine Einstellung, was die frühzeitige Erziehung anbelangt, sehr gut & richtig.
2.) Die Hundeschule (bzw. der/die TrainerIN) scheint nicht gerade zu den wirklich "guten" zu gehören. Begründung:
a. Einem 5-Monate altem Hund das Leineziehen mit dem Hinweis, "das lernt der schon noch in der Junghundegruppe", durchgehen zu lassen zeugt von Inkompetenz.
b. Diese Imkompetenz bestätigst Du selbst, Da Du Deine Frage zur Leinenführigkeit HIER stellst , da Dir Dein Ausbilder offensichtlich keine entsprechenden Hinweise geben kann.
Fazit: Hundeschule schnellstmöglich wechseln...auf die Dauer macht es keinen Sinn dort seine Zeit zu vertrödeln.
3.) Selbst nach dem Wechsel zu einer anderen Hundeschule wirst Du auch dort erst mal das Problem haben, das Dein Hund Deine Kommandos zunächst mal nicht in gleicher Weise korrekt ausführen wird, wie z.b. bei Dir Zuhause bzw. ohne Ablenkung. Da darfst Du einfach in zuviel zuschnell erwarten. Wenn Du jetzt gerade mal 2x bei der HS warst, sind die dortigen Umstände einfach noch zu neu & ungewohnt für Deinen Hund. Versuche einfach, auch in der HS noch einen Tick interessanter für Deinen Hund zu sein alles alles andere um ihn herum. Ich denke aber das wird mit der Zeit von alleine besser, vorausgesetzt, das Üben unter Ablenkung (oder auch im Fremdgebiet) wird konsequent weitertrainiert.

Ich korrigiere meinen Hund schon, wenn er an der Leine zieht.
Wie sieht das korrigieren genau aus? Beschreib´ doch bitte mal etwas genauer.

Benuzt Du eigentlich ein Halsband oder ein Geschirr? (Meine Empfehlung geht gerade bei leinenziehenden Hunden eindeutig in Richtung Geschirr, ich habe das bereits mal im Thread "Befestigungsmöglichen" erklärt <CLICK> (http://62.50.42.15/forum/showthread.php?threadid=294))

read ya´
Thomas

Ivonne
06.05.2002, 18:32
Hi Thomas,

Habe mir den Thread durchgelesen. Möchte auch noch gern was zu sagen.
Grundsätzlich find ich es wurscht, ob Halsband oder Geschirr, sofern der Hund erzogen und gesund ist.
Falls sich bei erzogenen Hunden ein gesundheitliches Problem darstellt, das ein Halsband verschlimmern kann, keine Frage, Geschirr um und gut.
Meine Erfahrungen mit ziehenden Hunden, die ein Geschirr tragen, haben gezeigt, das sich diese Hunde oft noch richtig "reinhängen". Klar, der Druck ist besser verteilt, es tut am Hals nicht weh und Hund kann richtig loslegen.

Will damit sagen, ist auch ne Erfahrungssache, mit einem Geschirr löst sich nicht gleich das "Ziehproblem".
Arbeiten muß man mit dem Hund trotzdem daran, und dann ist es egal (immer die Gesundheit im Hintergrund, d.h. schon vorhandene Halskrankheiten etc) ob ich das mit einem Halsband oder mit einem Geschirr tue.

Lieben Gruß
Ivonne

caro
06.05.2002, 20:38
Hallo Nadia,

mir ist auch völlig unverständlich, warum Deinem Hund in der Junghundgruppe das Ziehen an der Leine abgewöhnt werden soll. Wie Du schon geschrieben hast: "Erst Narrenfreiheit und dann... ".

Wir haben bereits in der Welpengruppe damit angefangen dem Hund beizubringen ohne ziehen und zerren an der Leine zu gehen. Das Kommando "Fuß" oder "bei Fuß" haben wir jedoch erst mit ca. 7-8 Monaten hinzugefügt und dann auch wirklich darauf geachtet, dass der Hund weder vor noch hinter uns läuft sondern parallel zum Hundeführer.

Das Ziehen wurde mit kurzem Leinenruck gehämmt. Also nicht ständig an der Leine ziehen wir an einem Gummiband sondern kurzer Ruck und wieder lose Leine.

Diese Methode jedoch nur wenn, wie Ivonne beschrieben, gesundheitlich alles in Ordnung ist.

Vom Geschirr wird bei uns in der Hundeschule auch abgeraten ebenfalls aus den von Ivonne genannten Gründen.

Kurze Frage: gibt es bei Dir in der Hundeschule nur einen Trainer oder mehrere? Wenn es weitere gibt, frag doch zunächst einmal einen anderen Trainer in der Hundeschule. Könnte ja sein, dass nur der Dir zugeteilte Trainer nicht sonderlich kompetent ist. Ansonsten tatsächlich die Schule wechseln!

Mit der Motivation ist das solch eine Sache, haben zur Zeit auch leichte Schwierigkeiten, hat jedoch auch mit dem Alter meines Hundes zu tun (10 Monate) außerdem ist Frühling und es riecht überall so gut.

Zunächst sind die anderen Hunde natürlich interessant, aber ich denke Ihr macht doch bestimmt zwischen den Übungen auch Spielpausen, oder? Du wirst sehen, wenn Dein Hund häufiger dort war, wird er sich auch wieder auf Dich konzentrieren. Ansonsten versuch mal Käsehäppchen oder Fleischwurst, hat bei uns zumindest zeitweise geklappt.
(Natürlich nur, wenn Du mit Leckerlies arbeiten möchtest)

Viel Erfolg

Nadia
07.05.2002, 07:02
:) Vielen Dank für Eure Antworten!
In der Hundeschule gibt es mehrere Trainer, nur die Welpengruppe wird von dieser einen Person geleitet und Sie trainiert noch die kleinen Hunde unter den ausgewachsenen.
Der Mann, der die gößeren Hunde übernimmt, wird auch mich einmal in seiner Gruppe haben. Von diesem Mann halte Ich schon sehr viel. Ich habe schon des öfteren bei seinem Unterricht zugeschaut und bin sehr beeindruckt.
Natürlich habe Ich auch bei der Dame zugeschaut, die momentan die Welpengruppe leitet. Sie redet mir nur etwas zuviel.:D
Es werden Spielpausen für die Hunde eingelegt und im großen und ganzem ist das die Hundeschule, die Ich gesucht habe. Bei uns im Umkreis gibt es zwei Hundeschulen. Und in der zweiten bin Ich schon angelangt.
Aber naja.
Zu Thomas: Ich korrigiere meinen Hund so wie es bereits von Caro beschrieben wurde. Auch Ich verwende ein Halsband.
Ich habe wohl etwas zuviel von meiner Hündin verlangt:rolleyes: Ist ja erst das zweite Mal gewesen, es ist alles neu und aufregend.
Liebe Grüße Nadia

Thomas
07.05.2002, 10:19
Hallo Nadia und Caro,

ok - benutzt weiterhin euer Halsband und setzt weiter euren Leinenruck ein. Schon komisch, das ich in der Fußgängerzone jedesmal ne Menge Leute sehe, die gerade ihre Halsband-Hund immer wieder an der Leine rumruckeln/rumziehn "müssen". Hundehalter die Ihre Wauzis mit Geschirr führen haben das (aus meiner rein subjektiven Beobachtung) deutlich weniger nötig. Ich stelle jedenfalls mit Freuden fest, das sich das Geschirr immer mehr durchzusetzen scheint.
Falls noch nicht geschehen, dann lest euch doch bitte mal diesen Bericht durch <CLICK> (http://www.hundezeitung.de/ratgeber/brustgeschirr.html).



Hallo Ivonne,

ich stimme Deinem Statement teilweise zu. Du hast natürlich recht, das man mit einem Geschirr nicht automatisch ein Leineziehproblem lösen kann. Dies habe ich allerdings auch nie behauptet. Ich habe lediglich in den Raum gestellt das ein Halsband ein bestehendes Leineziehproblem durchaus noch verstärken kann.
Deine Beobachtungen, das sich Geschirr-Hunde "noch mehr reinhängen" mag zwar im Einzelfall zutreffen (ich kenne selbst einen Yorkie, einen Westie und einen Rotti die ihre Halter am Geschirr hinter sich herziehen, aber bei diesen Einzelfällen fehlt durch die Bank jegliche Grunderziehung), grundsätzlich habe ich aber genau die anderen Beobachtungen gemacht.
Dein Zugeständnis, das "nur" Hunde mit bereits vorhandenen gesundheitlichen Problmen (Halsbereich) ein Geschirr tragen sollten, kann ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen. Warum muß ein gesunder Hund diesen Belastungen ausgesetzt werden? Muß das Kind erst in den Brunnen fallen, bevor man reagiert. Ob kranker oder gesunder Hund, gerade Leute die es einfach nicht gebacken bekommen, das ihre Hund bei lockerer Leine laufen können, sollten meines Erachtens sogar zu einer "Geschirranlegepflicht" verdonnert werden, zum Wohle des Hundes (verdonnert ist eigentlich der falsche Ausdruck, da ich persönlich ja keinen Nachteil, Mehraufwand oder sonstigen Nachteile des Geschirrs erkennen kann).

read ya´
Thomas

Flocke
07.05.2002, 10:43
Hallo zusammen,

ich verwenden sowohl Geschirr und Halsband. Jedoch sind Wuffis so erzogen, dass sie beim Tragen des Geschirrs ruhig ziehen dürfen, beim Halsband nicht.
Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass ein Einwirken auf einen Hund weitaus schwieriger mit Geschirr als mit Halsband ist.
Jedenfalls habe ich vorher ebenfalls mit Leinenruck gearbeitet (was z.B. den sturren Dackel-Terrier-Kopf unseres Rüden kaum interessiert hatte :D ). Mit der Clicker-Arbeit ging es dann ziemlich schnell voran. Bei uns in der HS wird selbst schon in der Welpen-/Junghundgruppe darauf geachtet, dass der Halter immer interessanter als alles anderes ist und dass die Wuffis an der Leine nicht ziehen.
Je früher man das den Hunden beibringt, um so weniger Schwierigkeiten hat man später.
Ein Beispiel: Bei uns im Haus lebt ein Goldi, der mit 4 Monaten zur Familie gekommen ist. Weil Wuffi ja so klein war, musste er noch nicht erzogen werden. Jetzt ist der Hund ausgewachsen und zieht Frauchen durch die Gegend. Leider gehören diese Halter auch zu den Menschen, die nichts annehmen, was man denen erzählt. Diese Leute sind z.B. auch ein gutes Bsp. für die FALSCHE Gabe von Futter, denn der Hund kommt nur, wenn er sicher sein kann, dass Frauchen Leckerchen dabei hat (wobei es bei mir für den Hund uninteressant ist, denn er kommt bei einmal rufen und ich habe bei Spaziergängen in den seltesten Fällen Futter dabei). Fazit ist also, wenn diese Leute sich früh genug um die RICHTIGE Erziehung des Hundes gekümmert hätten, hätte sie heute keine Probleme mit dem Hund.

Blanche
07.05.2002, 12:59
Bei meinem hund war es genau so wie beschrieben: alleine hörte sie super, mit und ohne leine, alles keine frage. Aber in der hundeschule wurde sie ständig von anderen abgelenkt, wurde guckig und schaffte es teilweise keum, sich zu konzentrieren. Ich habe weiterhin mit ihr alleine geübt, und in der hundeschule meine anforderungen etwas heruntergeschraubt. das heißt nicht "narrenfreiheit"! mit der zeit (nach ca. 5-6 besuche dort) hat sich das mit der neugierde gelegt - ganz von alleine.

Viel Glück!

Ivonne
07.05.2002, 17:57
Hi Thomas,

habe auch nicht behauptet, das Du behauptest hast... usw...
:D

Grundsätzlich sollte man immer im Hinterkopf haben, das Hunde absolut friedlich und erzogen an der Leine laufen sollten, ob diese nun am Geschirr oder an der Leine eingehakt ist.

"... gerade Leute die es einfach nicht gebacken bekommen, das ihre Hund bei lockerer Leine laufen können, sollten meines Erachtens sogar zu einer "Geschirranlegepflicht" verdonnert werden, zum Wohle des Hundes..."

... und trotzdem müssen sie mit ihren Hunden arbeiten.

Ich denke, wir wollen beide das gleiche sagen, aber wie Du schon festgestellt hast, sind es subjektive Erfahrungen, aus denen unsere Meinungen resultieren.

Ich habe kein Problem mit Deiner oder allgemein mit anderen Meinungen, sondern habe meine nur in den Raum geschmissen.

Und nochmal:
Ein erzogener Hund, der gut an der Leine läuft, auf Stimme und Sicht reagiert, dem brauch ich nicht am Halsband rumrakeln.

Und ganz nebenbei: Vom Leinendruck halte ich auch wenig, und trotzdem simuliere ich ja einen, wenn ich im Falle eines Ziehen stumpf stehenbleibe oder sogar in entgegengesetzte Richtung laufe, um den Hund Aufmerksamkeit abzuverlangen...

Just my statement :)

Lieben Gruß
Ivonne

caro
07.05.2002, 20:00
Hallo Ihr alle,

ich weiß ja nicht was einige unter "Leinenruck" verstehen. Ich kann hierzu nur sagen, dass man meinen Leinenruck nicht so verstehen kann, dass mein Hund 5 Meter durch die Luft fliegt, bzw. ich es darauf anlege, ihn "endlich wieder rucken zu können"!

1) wiegt er über 30 Kg und 2) ist es auch in meinem Interesse, zum Wohle des Hundes zu handeln.

Mal davon abgesehen, dass wir durchaus durch die Einkaufsstraße laufen können ohne ständig an der Leine zu rucken, das ist reine Übungssache.

Wie alles andere eben auch Übungssache ist. Unterstützung hole ich mir von der Hundeschule. Ich gehe dorthin um zu lernen und es entsprechend mit meinem Hund umzusetzen.

Warum müssen hier immer wieder Spitzen verteilt werden, von wegen (nicht wörtlich von Thomas, aber von mir übersetzt)
"nabitte, dann macht es doch weiterhin falsch"

So habe ich zumindest Deinen Einleitungssatz verstanden Thomas.

Jetzt denk bitte nicht, hurra wieder eine gefunden, die sich sofort auf den Schlips getreten fühlt. So geht es mir nicht. Es ist einfach nur so, dass hier Erfahrungen, Wissen usw. ausgetauscht werden können und zum Teil gibt es bestimmt einige Beiträge die eher zu Verunsicherungen führen können.

Schönen Abend noch :)

Thomas
08.05.2002, 00:22
Hi Caro,

mein Einführungssatz "...dann macht halt so weiter" habe ich natürlich schon nicht ganz unbewußt gewählt. Ist klar. Ein persönlicher Angriff sollte es nicht darstellen - eine kleine Spitze schon ;)

Ich meine, Du hast halt in Deiner Hundeschule den Leinenruck als adäquates Mittel für eine bessere Leinenführigkeit kennengelernt. Ich bin der Überzeugung das es auch ohne Leinenruck geht. Hast Du dir mal meinen Linktip angesehen? Was hälst Du davon?

Nochwas, ich glaube Dir gerne, das Du bei Deinem Leinenruck, den Hund nicht durch die Luft wirbest, aber einen gewissen kurzen, straffen Zug wirst Du ja sicherlich einräumen und auch der wäre aus meiner Sicht überflüssig wenn das Fußgehen konsequent über postitive Bestärkung aufgebaut werden würde. Übrings, Dein Argument mit den 30kg kann ich nicht ganz nachvollziehen

read ya´
Thomas

Nadia
08.05.2002, 08:13
Also Thomas, Ich habe mir Deinen Link angesehen, und fand es auch sehr interessant zu lesen und stimmte dem auch zu, was Ich da las.
Die Frage ist nur, wenn Ich meinem Hund jetzt ein Geschirr kaufe, ist denn das Problem gelöst? Ich glaube das nicht, er wird auch mit Geschirr an der Leine ziehen.
Mal angenommen, Ich würde solch ein Geschirr besorgen und es meiner Hündin anlegen, gehe wieder auf den Hundeplatz, ( denn in der Stadt läuft sie schön an meinem Fuß) und Sie zieht dann trotz des Geschirres? Wie verhalte Ich mich dann? In die Leine laufen lassen? Das kommt ja dann aufs gleiche. Der einzige Unterschied mit Geschirr wirkt sich der Druck nicht am Hals aus, sondern am Körper. Der einzige Vorteil, aber Hundi zieht weiter, oder?:rolleyes:
Nadia

Thomas
08.05.2002, 19:14
Hallo Nadia!


Die Frage ist nur, wenn Ich meinem Hund jetzt ein Geschirr kaufe, ist denn das Problem gelöst?
Natürlich nicht - nur ein exterm naiver Hundehalter könnte soetwas denken. Aber Du hast es ja bereits selbst negiert.


... denn in der Stadt läuft sie schön an meinem Fuß.
Wie machst Du (sie) das? Trifft das genauso zu wenn ihr in der Stadt auf einen anderen Hund (oder irgendwas anderes interssantes) trifft?


Hmm, mann könnte vielleicht eine vereinfache "Formel" aufstellen (keine Formel ohne Ausnahme...)´:

Geschirr + fleißiges (und vorallem korrektes) üben = optimale Voraussetzungen
Halsband + fleißiges (und vorallem korrektes) üben: = natürlich auch möglich, aber mit der "Gefahr" eine gesundheitlichen Beeinträchtigung (bei extremen "Ziehern") und ggf. Probleme in Richtung soziale Verständigung (siehe Bericht bei Hundezeitung.de, Link oben)
Geschirr oder Halsband ohne üben = Leinenzieher.

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, das all diejenigen unter euch, die Ihren Hund problemlos am Halsband führen, jetzt nicht von mir zum zum Geschirr
bekehrt werden sollen (auch wenn ja gerade bei perfekten Bei-Fuß-Gehern der Vorbildcharakter in meinem Sinne wäre ;) )



read ya´
Thomas

caro
08.05.2002, 21:05
Hallo Thomas,

schön, dass Du nochmal nachgefragt hast. Ich denke ich habe mich falsch ausgedrückt.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass wir in der HS sehr wohl lernen zum einen mit Leckerlies zum anderen mit der Stimme bzw. durch Klatschen in die Hände usw. den Hund auf uns aufmerksam zu machen. Nur gibt es halt auch Situationen, wie von Nadia beschrieben, Ablenkung durch andere Hunde usw., die die Aufmerksamkeit des Hundes stören.

Es ist bei mir wirklich nicht so, dass mein Hund 2 Meter vor mir läuft und ich ständig an der Leine rucke. Es ist vielmehr so, dass, wenn die Ablenkung groß ist und ich mit den o.g. Methoden nicht weiterkomme, ich ihm einen kurzen Ruck gebe, die Leine wieder durchhängt und mein Hund dann ein liebes "guuuut" erhält. Wenn er dann seine Aufmerksamkeit wieder auf mich gerichtet hat, ich ihn mit meiner Stimme entsprechend motivieren kann und er ein ganzes Stück neben mir im Fuß gegangen ist wird er wieder gelobt und evtl. mit einem Leckerchen belohnt (wenn kein Leckerchen, dann nette Worte!)

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass die Methoden die man in der Hundeschule seines Vertrauens beigebracht bekommt hier nicht immer gleich bezweifelt werden sollen.

Sicherlich gibt es Hundehalter, die es mit diesem Leinenruck übertreiben. Mir tut es auch in der Seele weh, wenn ich einen Hund sehe, der von seinem Herren dermaßen geruckt wird, dass er sich fast überschlägt.

Nadias Beitrag habe ich jedoch so interpretiert, dass es ihr mit ihrer Schäferhündin hauptsächlich bei Ableckung (hier zweites mal HS) schwerfällt, dass ihr Hund sich auf sie konzentriert. Da es uns zum Teil auch so geht und ich von meiner Trainerin entsprechende Möglichkeiten dieses Abzustellen bekommen habe, habe ich diese im Falle des "bei Fuß gehens"
lediglich weitergegeben.

Deinen Link habe ich mir angesehen, aber Du hast ja bereits selbst erwähnt, mit entsprechender Motivation und richtiger Umsetzung hätte dieser Erfolg sicherlich auch mit Halsband erzielt werden können.

Schönen Abend noch!

caro
08.05.2002, 21:12
Nochmals Hallo Thomas,

in dem Link finde ich den letzten Absatz ganz interessant:
"den Hund aus den Schuhen heben"

Für den beschriebenen Hund aus gesundheitlicher Sicht sicherlich besser mit Geschirr als Halsband. Dem stimme ich zu.

Bei Nadias bzw. meinem Hund kann man, denke ich, nicht behaupten, dass sie auf alles matchomäßig loszugehen.

Also auch wieder hauptsächlich eine Erziehungsfrage und bei jedem Hund anders zu beurteilen.

nadine
08.05.2002, 21:20
@ thomas

ich habe auch schon überlegt, mir ein geschirr zuzulegen. da meine hündin jedoch jedesmal einen tierischen aufstand macht, wenn uns ein anderer hund entgegenkommt, kann ich das wohl vergessen. ich kann sie manchmal kaum an der leine halten, wie soll das dann bei einem geschirr gehen? ich denke nicht, daß ein geschirr das non plus ultra ist und was ist daran so schlimm, seinen hund an der LEINE zu führen?

nadine

Thomas
09.05.2002, 13:34
Hallo Nadine,



...und was ist daran so schlimm, seinen hund an der LEINE zu führen?
Nichts! Ich habe meinen Hund auch an der Leine ;). Spaß beiseite, Du meintest sicherlich ein Halsband, aber auch das alleine wäre nicht schlimm , allerdings nur der Hund nicht übermäßig zieht - und genau das ist bei Deinem Hund ja das Problem, oder?

Du möchtest also meinen Tip nicht annehmen. Ok - ist ja Dein gutes Recht. Auf welche Art und Weise willst Du Dein Problem, resp. das Deines Hundes, also dann angehen? Erzähl doch mal...

Gruß
Thomas

nadine
09.05.2002, 21:22
hey thomas,

ich würde deinen tipp sehr gerne annehmen. ganz ehrlich, aber ich glaube ich kann sie dann echt nicht mehr halten. prinzipiell wollte ich nur darauf hinweisen, daß es manchmal halt nicht geht, den hund an einem geschirr zu führen. dein posting hatte sich in meinen ohren so angehört, als ob den menschen, die ihren hund am HALSBAND :D führen echt nicht mehr zu helfen ist.
also, alles im grünen bereich
gruß nadine

Thomas
09.05.2002, 22:53
Hallo Nadine!

ich würde deinen tipp sehr gerne annehmen. ganz ehrlich,aber ich glaube ich kann sie dann echt nicht mehr halten
Du glaubst also das Du sie dann nicht mehr halten kannst. Hast Du es denn mit dem Geschirr schon mal probiert? Ein einziges Mal wenigstens? Was macht Dich so sicher das sie dann noch mehr zieht?

prinzipiell wollte ich nur darauf hinweisen, daß es manchmal halt nicht geht, den hund an einem geschirr zu führen.
Ich kann mir keinen einzigen Grund vorstellen, der grundsätzlich zu einem "Nicht-Verwenden-Können" eines Geschirr´s führen könnte.

also, alles im grünen bereich
Hmm, das sagst Du...

Ich verspüre jedenfalls keine gesteigertes Interesse, jemandem zu begegnen der einen agressiven (Deine Worte in einem anderen Thread) Hund kaum an der Leine halten kann (ebenfalls Deine Worte).
Leider hast Du auf meine Frage, wie Du hier gegensteuern willst noch nicht geantwortet.

Schönen Gruß
Thomas

Flocke
09.05.2002, 23:57
Original geschrieben von Thomas

Ich kann mir keinen einzigen Grund vorstellen, der grundsätzlich zu einem "Nicht-Verwenden-Können" eines Geschirr´s führen könnte.


Hallo Thomas,

es gibt schon Ausnahmefälle, wo es nicht sinnvoll ist, einen Hund mit Geschirr zu führen. Nämlich dann, wenn der Hund Aggressionen zeigt. Ein Einwirken vom Halter ist einfacher, wenn so ein Hund mit Halsband und Leine geführt wird, weil man auf den Kopfbereich einwirken und so ein evtl. Zuschnappen verhindern kann.

nadine
10.05.2002, 10:37
hallo thomas,

nein, ich habe noch nie ein geschirr benutzt. das liegt daran, daß man mir sagt, daß sich das kräfteverhältniss des hundes ausdehnt, und nicht nur auf den nacken beschränkt. das problem meines hundes ist ja nicht, daß sie an der leine zieht, sondern daß sie aggressiv ist. das an der leine ziehen ensteht ja nur dadurch. warum sollte ich dann also auf die SYMPTOMATIK eingehen? die ursache liegt in ihrem aggressiven verhalten. dem kann, meiner meinung nach, nur mit viel geduld und gutem hundeplatz/trainer gegengesteuert werden.
gruß nadine

Thomas
10.05.2002, 23:41
Hallo Nadine!

das liegt daran, daß man mir sagt, daß sich das kräfteverhältniss des hundes ausdehnt, und nicht nur auf den nacken beschränkt
Das sehe ich nicht so.

die ursache liegt in ihrem aggressiven verhalten. dem kann, meiner meinung nach, nur mit viel geduld und gutem hundeplatz/trainer gegengesteuert werden.
Das sehe ich auch so.

Viel Erfolg!
Thomas

Nadia
11.05.2002, 07:14
Gestern war Ich mit meiner Hündin wieder in der Hundeschule.
Ich habe kein Geschirr gekauft.
Ich habe Käsehäppchen gekauft, bin vor dem Unterricht schon tagelang mit Käse durch die gegend gelaufen und meine Hündin sieht jetzt alles anders.
Sie wartet geduldig bis sie ein Komando von mir bekommt, führt dieses sehr gut aus und bekommt dann ein häppchen Käse. In der Hundeschule ging Sie dann sehr brav an meinem Fuß. Gehorsam war Sie da ja vorher schon.
Zuerst dachte Ich, es würde am Käse liegen. Bis Ich feststellte, das das nicht so ist. Es lag daran, das Ich mich noch intensiver mit meiner Hündin beschäftigte. Sie ist jetzt super aufmerksam und Ich platze vor stolz:D
Danke an alle, die sich den Kopf zerbrochen haben um eine Lösung zu finden!
By Nadia

Mascha
12.05.2002, 13:20
Weiter so! :p

Mascha
12.05.2002, 13:28
Hallo alle miteinander!

:confused: Ist es nicht so, dass (bei entsprechend veranlagten oder erzogenen Hunden) das Führen am Hals(band) überhaupt erst aggressives Verhalten veranlasst? Mir ist so, als hätte ich das mal gehört...

Durch Verwendung von Leinenrucken und Stachelhalsbändern z.B. kann ein Hund im Halsbereich so empfindlich werden, dass jede Berührung dort ihn schon "hochgehen" lässt - dann würde ein Geschirr also tatsächlich ursächlich die Aggression verhindern.


Ich kann mir keinen einzigen Grund vorstellen, der grundsätzlich zu einem "Nicht-Verwenden-Können" eines Geschirr´s führen könnte. Doch, Thomas: Wenn der Hund genau an einer Stelle, an der die Geschirrgurte verlaufen, irgendwas hat, was erst abheilen muss - Furunkel oder Verletzung oder so. ;)



... wenn so ein Hund mit Halsband und Leine geführt wird, weil man auf den Kopfbereich einwirken und so ein evtl. Zuschnappen verhindern kann. Hallo Flocke! Meinst Du wirklich, dass man mittels Halsband auf den Kopfbereich des Hundes einwirken kann? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen... Mit einem Führhalfter (Halti und ähnliches) ja, aber nur mit Halsband?
Wenn ich meinen Hund aus irgendeinem Grund mal zurückziehen müsste, wäre es mir jedenfalls lieber, wenn er ein Geschirr anhätte: Dann könnte ich mich mit meinem ganzen Gewicht in die Leine hängen, ohne dem Hund wehzutun oder ihn zu verletzen. Der Halsbereich, der auch - sozusagen - psychisch empfindlich ist, würde dabei gar nicht berührt.



...sich das kräfteverhältniss des hundes ausdehnt Hallo Nadine, was meinst Du damit? Wie kann ein Verhältnis sich ausdehnen? Kannst Du mir das nochmal erläutern, bitte? :confused:

Flocke
12.05.2002, 14:13
Original geschrieben von Mascha
Hallo Flocke! Meinst Du wirklich, dass man mittels Halsband auf den Kopfbereich des Hundes einwirken kann? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen... Mit einem Führhalfter (Halti und ähnliches) ja, aber nur mit Halsband?
Wenn ich meinen Hund aus irgendeinem Grund mal zurückziehen müsste, wäre es mir jedenfalls lieber, wenn er ein Geschirr anhätte: Dann könnte ich mich mit meinem ganzen Gewicht in die Leine hängen, ohne dem Hund wehzutun oder ihn zu verletzen. Der Halsbereich, der auch - sozusagen - psychisch empfindlich ist, würde dabei gar nicht berührt.


Hallo Mascha,

stell dir einmal vor, du gehst mit deinem Hund durch eine Gruppe anderer Hunde (Ausstellung, Hunderennen etc.). Ein anderer Hund schnappt nach deinem Hund, der aus Reflex ebenfalls zuschnappt. In diesem Moment kannst du durch ein Hochziehen der Leine auf deinen Hund einwirken und so Schlimmeres verhindern. Bei einem Geschirr kannst du dich zwar in die Leine stämmen, was aber nicht viel bringt, wenn der andere Hund in unmittelbare Nähe ist - dein Hund kann trotzdem zur Seite schnappen. Selbst wenn du einen Hund hast, der vielleicht niemals zuschnappen würde - du kannst dich nicht darauf verlassen, dass andere Hund es nicht doch machen.

Flocke
12.05.2002, 14:16
Hallo Mascha,

war ich wieder mal zu schnell mit dem Abschicken *g*

Klar, wenn ich selber einen Hund an der Leine habe, bei dem ich ständig damit rechnen muss, er könnte zuschnappen, würde eine Leine nicht ausreichen. Da hast du schon recht - man sollte dann ein Halti nehmen :)

Thomas
12.05.2002, 18:51
Tach allerseits!


Mascha schrieb: "Ist es nicht so, dass (bei entsprechend veranlagten oder erzogenen Hunden) das Führen am Hals(band) überhaupt erst aggressives Verhalten veranlasst? Mir ist so, als hätte ich das mal gehört...
Durch Verwendung von Leinenrucken und Stachelhalsbändern z.B. kann ein Hund im Halsbereich so empfindlich werden, dass jede Berührung dort ihn schon "hochgehen" lässt - dann würde ein Geschirr also tatsächlich ursächlich die Aggression verhindern."
Absolut richtig. Das ganze kennt man auch unter dem Begriff "Leinenaggression", wobei oftmals der Hund an der Kombination Leine + Halsband geführt wird. Wie Du richtig angemerkt hast, macht es eben durchaus einen (psychologischen) Unterschied (vom gesundheitlichen ganz zu schweigen) ob der Hund einen Gegendruck am Hals verspürt oder sich der Druck am Körper verteilt.

Übrigens, Leute die Ihren Hund am Halsband führen und dann als Argument anführen, das sie ihn am Geschirr nicht halten könnten sind mir durch die Bank suspekt, da sie offensichtlich (so oder so) nicht in der der körperlichen Verfassung sind, ihren Hund in JEDER Situation bei sich zu halten (rein physiologisch gesehen).

Mascha schrieb: " Doch, Thomas: Wenn der Hund genau an einer Stelle, an der die Geschirrgurte verlaufen, irgendwas hat, was erst abheilen muss - Furunkel oder Verletzung oder so."
Das ist natürlich klar. Als ich das schrieb, dachte ich auch an diese Ausnahme-Situation, habe es allerdings dann nicht extra erwähnt weil es sich ja nicht um einen
grundsätzliches Argument gegen das Geschirr handelt...
Meine Hündin bekommt übrigens seit 5 Tagen auch ein Halsband um, da sie am letzten Mittwoch kastriert worden ist.

@ Flocke:
Dein Beispiel mag zwar sicherlich in diesem konkretenBeispiel korrekt sein. Allerdings weiß ich etz nicht ob Du es mit dem Hintergrund anführst um einen
grundsätzliches Argument PRO Halsband und CONTRA Geschirr zu geben oder nur ein kleines Fallbeispiel konstruiert hast. Du wirst mir sicherlich zustimmen, das es sich bei diesem Fallbeispiel nicht um ein grundsätzliches Argument halten kann, da größere Hundansammlungen wie Zuchtschauen (dort verhalten sich übrigens meiner Erfahrung nach 99,5% aller Hunde immer auffallen brav) ja voraussehbar sind und man ggf. ausnahmsweise mal ein Halti oder Halsband mitnehmen könnte. Im Alltag wäre trotzdem ein Geschirr sinnvoll (unter den Voraussetzungen wie von mir weiter oben beschrieben).
Kleines Gegenbeispiel: Wenn ich einen Kombi und eine Limousine in der Garage stehen hätte, würde ich den Kombi auch nur für den Urlaub nehmen und den Rest des Jahres die Limo...

read ya´
Thomas

Flocke
12.05.2002, 21:00
Hallo Thomas,

wie ich ja schon geschrieben habe, verwende ich selber beides. Wuffis dürfen bei mir ziehen, wenn sie ein Geschirr um haben, bei Halsband müssen sie ohne zu ziehen an der Leine laufen. Mein Beispiel sollte nur zeigen, dass es Situationen gibt, wo man wirklich besser mit Halsband und Leine auf den Hund einwirken kann, als mit Geschirr und Leine.
Ich kann nicht sagen, ob ich für oder gegen ein Geschirr bin, denn ich weiß aus Erfahrung, dass man mit Hilfe der positiven Bestärkung einen Hund sehr leicht so erziehen kann, dass er ohne zu Ziehen an der Leine laufen kann.

nadine
13.05.2002, 09:34
@ mascha

ich meine damit, daß der hund mehr kraft im zug hat, da sich das geschirr ja um mehr hundekörper legt, als das halsband.
gruß nadine

Nadia
13.05.2002, 10:24
Hallo allerseits!
Es gibt noch eine Alternative, den Hund bei Fuß, ohne zerren an der Leine beizubringen.
Wir haben noch eine 4- jährige Schäferhündin, die nicht auf Herrchen achtet und an der Leine zerrt. Mit Ihr besuchen wir nun auch die Hundeschule. ( Mein Mann und Ich)
Uns wurde gesagt, wenn Jessy an der Leine zieht sollen wir sofort eine richtungsänderung ohne Komentar vornehmen. Und Ich muß sagen, daß klappt wunderbar. Wir machen das auch auf unseren täglichen spaziergängen. Wenn Jessy (oder auch die 6 Monate alte Iwanka) an der Leine zieht drehen wir sofort, ohne ein komentar um und laufen in die Entgegengesetzte Richtung.So lernen unsere Hunde nun das auf Herrchen und Frauchen schon auch geachtet werden muß. geht der Hund dann schön bei Fuß, wird er überschwenglich gelobt und bekommt schon mal ein Leckerchen oder wird mit einem Spiel belohnt. Diese methode ist in meinen Augen sehr gut und ohne Gewalt und damit erreiche Ich auch das von Hundi was Ich will.:D
Liebe Grüße Nadia

DinaSteinbach
22.05.2002, 11:48
Hallo Thomas und Co!
Würd mich gerne in eure Diskussion einklinken, da ich das selbe Problem mit meinem 8 Monate alten Dackel-Cocker-Whippet-Mischling hab. Hab ihn mit 11 Wochen bekommen und ab da (oder auch eine Woche später) hab ich mit ihm "bei Fuß gehen" geübt mittels Leinenruck. Leider hat das bis heute nichts genützt...hab´s auch schon mit Leckerchen und ständigem freundlichen Ansprechen versucht, aber er will sich einfach nicht auf mich und meine Geschwindigkeit konzentrieren. Ich weiß wirklich nicht weiter, hat irgendjemand noch einen Tip für mich???????Wäre nett, Danke im Vorraus, Dina

P.s.: Ich las gerade noch was von Richtungsänderung während des Spaziergangs, hab ich auch schon versucht, ohne Erfolg. Das wurde uns in der Hundeschule nämlich auch gesagt.

Chris62
22.05.2002, 12:33
also, das ständige leinenrucken lass mal schnellstens. das einzige was du damit in zukunft erreichen wirst ist, das dein hunni sich an das ständige rucken gewöhnt.
ich hab es am anfang so gehalten, dass ich mit halsband, also nicht mit einem geschirr geübt hab. das hat auf jeden fall den vorteil, dass dein hund genau neben dir geht. bei einem geschirr ist er dir eine halbe körperlänge voraus und du bist schon nicht mehr interessant. und das ist auch das zauberwort.
versuch dich interessant zu machen. übe erst ohne jegliche ablenkung ( am besten vielleicht erst in der Wohnung), da kennt er alles und er kann sich voll und ganz auf dich konzentrieren. setzt ihn links neben dich und versuch blickkontakt herzustellen. sprich in an oder halte irgendetwas in der hand, was du vor dein gesicht hältst. wenn du es geschaftt hast, dass er dich ansieht, dann gib den befehl " fuß" und gehe mit dem linken fuß zuerst los. versuche aber ständigen blickkontakt zu haben. du mußt ihn soweit bekommen, dass immer wenn du ihn ansprichst, er zu dir hoch sieht. dann gehst du einige meter und sagst dabei auch öfter " Fuß". wenn du nun anhalten möchtest, ziehst du dein linkes bein etwas höher und gibst dann den befehl " sitz" ( aber auch erst nach kurzem blickkontakt.) ohne blickkontakt ist keine richtige aufmerksamkeit da und da nützen dir die befehle gar nichts, er wird sie nicht befolgen. hat er es geschafft einige meter im " fuß" zu gehen und hat er sich dann auch brav hingesetzt, dann erst wird gelobt und zwar ausgibig.
du könntest auch die zweite variante nehmen.
hund sitzt links, die leine hältst du rechts und in deiner linken hand hast du ein leckerlie ( gaaaanz kleines stück käse o. wurst) das hälst du ihm praktisch vor die nase. machst es wie oben beschrieben, allerdings wird dein hund sich mehr auf das lecki konzentrieren als auf dich. und das würde er natürlich auch erst nach beendigung der übung bekommen. es ist ansichtssache nach welcher methode man das " fuß" einübt und es kommt auch ein bißchen auf den hund an. ich ziehe allerdings die erste erstmal vor. wenn das klappt, dann kannst du auch kurven und wendungen( mit befehl und genauer körpersprache, links und rechts einbauen), aber wie gesagt, der blickkontakt muß vorher hergestellt sein.
plötzlicher richtungswechsel ist erst angebracht, wenn dein hund eigentlich weiß worum es geht und trotzdem unaufmerksam ist. und noch ein tipp. sprich in der zeit des übens ständig mit ihm. wenn andere leute denken, die hat ja einen knall, dann ist es genau richtig aber du hast die 100% aufmerksamkeit deines hundes und die ist wichtig.
viel spaß gaby

Thomas
22.05.2002, 16:17
Hallo Dina,

Du hast also Deinem Junghund die letzten 5 Monate per Leinenruck das Fuß-Gehen beibringen wollen. Nun, das hier der Erfolg ausgeblieben ist wundert mich keineswegs. Meine Einstellung zum Leinenruck kannst Du weiter oben in diesem Thread nachlesen, weitere Infos zum Leinenruck findest Du bei einem meiner derzeitigen Lieblings-Links: <CLICK HIER> (http://www.hundezeitung.de/ratgeber/brustgeschirr.html) (Befasst sich eigentlich mit dem Thema "Halsband oder Geschirr", ist aber auch für Dich lesenswert...).

Ok, auch freundliches Ansprechen und Leckerchengabe hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Hmm, wundert mich ehrlich gesagt genauso wenig. Ein Hund, an dem permantent rumgerucktelt wurde kann sicher nicht von heute auf morgen auf postitive Bestärkung umschalten. Die muß schon konsequent mit viel Geduld aufgebaut werden. Ich würde wetten, Du hast evtl. sogar in kurzer Folge mal "ge-leckert" und mal "ge-ruckelt". Damit wird alles nur schlimmer, da Dein Hund überhaupt nicht mehr versteht warum er für ein und dasselbe Verhalten (Leineziehen) einmal gelobt (ich vermute nämlich falsches Timing bei der Leckerchengabe) und einmal "physisch korregiert" wird.

Entscheide Dich bitte so bald wie möglich für EINE Methode und halte diese konsequent durch.

Wie oft läuft er unangeleint / wie oft frei?
Wie ist es denn ansonsten um den Ausbildungsstand bestellt (z.b. Abrufen aus allen möglichen Situationen)?
Wie (gut bzw. schlecht) würdest Du die Bindung zu Deinem Hund einstufen?
Hast Du den Eindruck, in einer wirklich kompententen Hundeschule zu sein?
Schon mal Clickertraining in Erwägung gezogen?


read ya´
Thomas

@ Alpha und/oder Rosi

Wie sähe eigentlich euer konkreter Tip in diesem Fall aus? (Konkret = kein Verweis auf: "Werde erstmal Alpha, denn sobald Du die Alphaposition hast, erübrigt sich das Problem von selbst" ;) Nein, ich meine wirklich eine konkrete Traingsanleitung fürs korrkete Gassigehen nach dem Druck-Raus-Rein-Prinzip)?

Rosi
22.05.2002, 21:32
Man sollte sich schon bemühen Alpha zu werden, da meine Methode nur ganzheitlich angewendet den Hund nicht verunsichert.
Wenn ich hier eine konkrete Trainingsanleitung gebe so sollen nur die es lesen die es auch wissen wollen. Ich habe keine Lust mich deswegen beschimpfen zu lassen.
Das Ziehen an der Leine stelle ich wie folgt ab:
Wenn der Hund an der Leine zieht greife ich ihm seitlich ins Fell, sage energisch NEIN, und halte solange fest bis er seinen Kopf mir zuwendet und gehe dann drei Schritte entgegengesetzte Richtung. Durch diesen kleinen Strafreiz bringe ich Druck rein. Solange wie der Hund an der Leine geführt wird darf der Druck nicht durch loben rausgenommen werden, erst wenn er ohne Leine laufen darf.
Noch weitwere Fragen, dann mal los.
MfG Rosi

Ivonne
22.05.2002, 21:54
Hi Rosi,

wie kommt der Druck wieder raus, wenn der Hund nicht von der Leine darf, weil er ... beispielsweise überhaupt nicht hört (aus welchen Gründen auch immer, das an denen auch gearbeitet werden muß, sollte klar sein) ?

Lieben Gruß
Ivonne

Rosi
22.05.2002, 22:37
Ganz einfach, zuhause.
MfG Rosi

Flocke
22.05.2002, 22:59
Original geschrieben von Rosi
Ganz einfach, zuhause.
MfG Rosi

Hm... *grübel*... [...]:D Jeder gute Trainer sollte eigentlich wissen, dass man gerade junge Hunde nicht überfordern darf.
M.M. nach ist es eben nicht so einfach...

Thomas
23.05.2002, 00:08
Rosi schrieb:"Noch weitwere Fragen, dann mal los."
-> Keine weiteren Fragen.

Wer seinem Hund das "Bei Fuß" (und auch alles andere) über DRUCK beibringen will soll das tun - mein Ding isses definitiv nicht - ich ziehe es vor, wenn mein Hund FREUDIG lernt.


Gruß
Thomas

Alpha
23.05.2002, 00:09
Hallo Thomas!
Ich hoffe das "und/oder" bezieht sich nicht auf die schwachsinnige Idee,Rosi und ich seien die gleiche Person...Natürlich muß ich auch Anleitung in meinen Kursen etc.für das Bei-Fuß-gehen geben,leider,da dieses oft praktizierte "Kleben" ...na Du ahnst es schon.Ich habe mit Belustigung die oben genannten Tipps gelesen und gehe mal davon aus,Du machst es auch so?Ernste Frage!Ich meine das "Leckerchen-vorhalten" ob vor Gesicht oder Schnauze.Ja?*gg*Meine Methode sollte ganz sonnenklar sein,wenn ich schreibe:meine Hunde sollen beim Bei-Fuß-gehen sich an mir orientieren und klar am Fuß/Bein,nicht an dem Leckerchen(ob vor Gesicht oder der Schnauze).Ich lach mich immer schlapp,wenn "Neue" ihr "Können"zeigen sollen und dann ständig "Fusssss,Fuhuhuhusss,Fiffi-Fuss"rufen/flüstern,dem Hund Verknüpfungen beigebracht haben wie "mit linkem Fuss aufstampfen=Sitz",ihn bei Wendungen vorwarnen durch "Fiffi,Kehrt...kehehert!"usw...Wie anstrengend!Ich sage einmal "Fuss" und dann laufen sie Fuß!Ich habe keine Lust,sie vor jeder Wendung ans "Fuss" zu erinnern.Wenn Fiffi einmal weiß,was Fuß ist,muß ich ihn nicht "wachhalten".Der Beweis für eine schlechte Methode ist für mich der,daß Halter mehr als einmal (zu Beginn)"Fuß"sagen muß bzw.ihn ständig an das Kommando erinnern muß,wenn Ablenkung da ist oder eine Wendung gemacht wird.Ich halte allerdings auch gar nichts von den bekloppten Schrittfolgen,da sie nicht der Alltagssituation entsprechen(6 Schritte geradeaus,kehrt,12 Schritte nach rechts...usw*lach*).Das wird ja in vielen Schulen so geübt.
Und,wie siehts mit Dir aus?Wie hast Du es beigebracht?
Wie gesagt,meine Methode kann/sollte man sich denken können,aus dem Grundsatz:Hund soll sich nicht auf Leckerle oder sonstwas fixieren,sondern am Bein orientieren...
Gruß,Alpha

Thomas
23.05.2002, 01:03
Hi Alpha!

Ich hoffe das "und/oder" bezieht sich nicht auf die schwachsinnige Idee,Rosi und ich seien die gleiche Person
Du hoffst richtig! Deine Befürchtung, Thomas könnte dem Schwachsinn verfallen sein, ist also unbegründet ...

Zum Thema: Du hast zwar viele Worte zum niedergeschrieben (auch einige, denen ich vorbehaltlos zustimme wie z.b. die Sache mit dem x-mal wiederholen eines Kommandos oder bestimmte Schrittfolgen) aber meine Frage hast Du ja "nicht wirklich" beantwortet. Oder leide ich etwa doch an Begriffs-Stutzigkeit, weil ich aus Deinem letzten Satz keine genaue Trainingsbeschreibung entnehmen kann? Aber Du bist sicher so nett und holst das nach - ich will ja nicht dumm sterben ;)
Als "Belohnung" für Dich bekommst Du schon mal Deine Frage vorab beantwortet:
Ich habe das "Bei Fuß Gehen" (welches ich übrigens für bestimmte Situationen im Alltag durchaus als sinnvoll erachte - man lernt es ja letztlich nicht nur für die BH-Prüfung...) folgendermaßen mittels positiver Bestärkung trainiert:

Vorab: Leckerlis sind in der rechten Westentasche (wenn Hund links gehen soll), werden also von mir keineswegs dem Hund vor die Nase gehalten weil er ja mich anschauen soll und nicht das Stückchen Wurst...sollte eigentlich klar sein.
Naja - das Prinzip ist ja eigentlich äußerst simpel: Hund geht ein paar Schritte b.F. (schaut mich dabei an) und bekommt dafür (wärend weitergelaufen wird, damit die Besätigung nicht fälschlicherweise mit Stehenbleiben oder "Sitz" verknüpft wird) ein Leckerchen. Die Zeitabstände der Bestätigungen werden weiter herausgezögert und vorallem variabel gehalten. Ggf. kann hier auch wunderbar der Clicker ergänzend benutzt werden. Sobald das Kommando sicher vom Hund verknüpft wurde werden die Leckerchen stetig abgebaut. That´s all. Natürlich geht man keine halbe Stunde mit dem Hund b. F. Das ist im Alltag ja überhaupt nicht erforderlich. Aber kurze Stecken b.F. sollten schon möglich sein. Dies habe ich erreicht und kann damit recht gut leben....

Schönen Gruß
Thomas

Flocke
23.05.2002, 08:19
:D
Sorry, aber jetzt konnte ich mich nicht mehr zurückhalten *grins*

Also, ich laufe mit Sicherheit nicht die ganze Zeit durch die Gegend und halte meinem Hund eine Leckerchen vor die Schnauze... :p Klar, so habe ich auch mit der Pudeldame angefangen und arbeite noch weiter so mit ihr, aber Ziel ist es, dass der Hund lernt, das Kommando freudig und dauerhaft zu befolgen.
Wenn du nur Leute kennen lernst, wo die Hunde sich so verhalten, kannst du es ja auch nicht besser wissen. Aber trotzdem zeigt deine Äußerung, dass du die ganzen Texte nicht gründlich genug gelesen hast. Klar, wenn jemand seinen Hund durch L besticht, dann mag es so sein - das kannst du aber nicht mit der pB (einschl. L-Gabe) gleichsetzen.
Richtig angewandt, werden sämtlich Kommandos später ohne Futtergabe ausgeführt; diese Kommandos prägen sich beim Hund auch bei der pB mit Futtergabe dauerhaft ein.

Flocke
23.05.2002, 08:23
Habe meinen Beitrag abgebrochen, als ich gesehen habe, dass Thomas "mal wieder" *grins* in der Form geantwortet hat, wie ich es machen wollten.

Möchte nur noch etwas anmerken. Manchmal ist es hilfreich, wenn zu Beginn des Einübens des Kommandos "Fuss" - z.B. bei Welpen - das Leckerchen wirklich vor die Schnauze gehalten wird. Jedoch ist das auf keinen Fall eine Dauerlösung. Damit soll am Anfang nur erreicht werden, dass der junge Hund sich auf den Halter und nicht auf die anderen Hund konzentriert.

Mascha
23.05.2002, 12:21
Original geschrieben von Alpha
Ich lach mich immer schlapp,wenn "Neue" ihr "Können"zeigen sollen und dann ständig "Fusssss,Fuhuhuhusss,Fiffi-Fuss"rufen/flüstern,dem Hund Verknüpfungen beigebracht haben wie "mit linkem Fuss aufstampfen=Sitz",ihn bei Wendungen vorwarnen durch "Fiffi,Kehrt...kehehert!"usw...Wie anstrengend!
:D Das ist immer lustig, nicht wahr!? - Oder auch traurig; je nachdem. Aber mir geht es ähnlich; auch wenn ich mich nicht gerade "schlapp lache" dabei, sondern lieber zu helfen versuche.
Und immer wieder denke ich, wenn ich so etwas beobachte, wie gut und einfach man dem Hund beliebige Befehle doch mittels der Positiven Bestärkung beibringen kann...

Aber nun werd doch bitte mal konkret, Alpha - wie Thomas schon bemerkte: Wir warten gespannt auf Deine Anleitung! Wie bringst Du einem Hund das perfekte "bei Fuß" bei?

Chris62
23.05.2002, 12:21
ich picke nur mal ein paar sätze heraus aus dem schwachsinn den du von dir gegeben hast


).Ich lach mich immer schlapp,wenn "Neue" ihr "Können"zeigen sollen und dann ständig "Fusssss,Fuhuhuhusss,Fiffi-Fuss"rufen/flüstern,dem Hund Verknüpfungen beigebracht haben wie "mit linkem Fuss aufstampfen=Sitz",ihn bei Wendungen vorwarnen durch "Fiffi,Kehrt...kehehert!"usw...Wie anstrengend!

der hund muß anfans schon daran errinnert werden bF zu gehen, vor allem wenn er noch sehr jung ist. und woher soll er wissen, dass du eine wendung vornehmen willst, wenn du keine aufmerksamkeit hast, die natürlich nicht , so wie du geschrieben hast, durch fifi keeeehhhrt angekündigt wird, sondern durch eine für dich wahrscheinlich nicht ersehbare körperliche geste, bestimmt kein aufstampfen des linken fußes.


Ich halte allerdings auch gar nichts von den bekloppten Schrittfolgen,da sie nicht der Alltagssituation entsprechen(6 Schritte geradeaus,kehrt,12 Schritte nach rechts...usw*lach*).Das wird ja in vielen Schulen so geübt.

mal ganz davon ab, dass deine schrittfolge eh nicht stimmt, stimme ich dir aber zu, dass sie wahrhaftig nicht der alltagssituation entsprechen. so läuft kein mensch. aber glaub mir, dass hat ganz andere auch für dich wahrscheinlich unersichtilche gründe.:confused:



Meine Methode sollte ganz sonnenklar sein,wenn ich schreibe:meine Hunde sollen beim Bei-Fuß-gehen sich an mir orientieren und klar am Fuß/Bein,nicht an dem Leckerchen(ob vor Gesicht oder der Schnauze).


nein alpha, deine methode ist mir jedenfalls nicht sonnenklar. vielleicht erklärst du mir sie bei gelegenheit auch mal.
es sei denn du machst es wie rosi es beschrieben hat ( seitlich ins fell greifen, und ganz energisch nein rufen oder s.ä.
und wenn er dann wieder nach vorne läuft, dass gleiche nochmal und nochmal... bestimmt weiß der hund nach dieser methode sofort was er machen soll, denn hier wird ja über dominanz gearbeitet. jetzt würd ich auch lachen wenn's nicht so traurig wäre.
in irgendeinem posting von dir glaube ich auch mal gelesen zu haben, dass deine hunde NICHT am bein kleben, da dies nicht artgerecht sei oder s.ä. nun gut, aber auch ich muß sagen, dass es alltagssituationen gibt, wo es von vorteil ist, dass der hund am bein "klebt" und wie thomas schon erwähnte, tut der hund das ja nicht stundenlang, sondern nur einige minuten.
jedenfalls bin ich schon sehr gespannt darauf wie du deinen hunden das b.F gehen beibringst. außerdem glaube ich auch das du der kleinen ( zerren an der leine) mit deinem beitrag sehr geholfen hast. anstatt einen guten tipp zu geben, erstmal alles andere nieder machen- das ist toll!!!
ich jedenfalls hatte erfolg mit meiner methode und ich sage nicht die ganze zeit fuuuß oder irgendwas. das ist wie gesagt nur am anfang der fall gewesen.
mfg chris62

Mascha
23.05.2002, 12:31
Übrigens gibt es noch eine Methode, einem Hund das "bei Fuß"-Gehen beizubringen, die hier noch nicht erwähnt wurde. (Oder habe ich was übersehen? Ist möglich!)

Man bringt dem Hund dazu zuerst bei, mit der Nase einem "Ziel" (englisch "target") zu folgen. Dazu verwendet man sinnvollerweise einen Stock mit einem für den Hund gut sichtbaren Ende (Blaues Stückchen Schaumstoff z.B.). An dieses Ziel soll sich die Hundenase nun sozusagen ankleben, d.h. ihm folgen.

Wenn der Hund das kann, kann man ihn so lenken. Ob er durch einen Slalom gehen soll oder "bei Fuß", macht dabei prinzipiell keinen Unterschied. Man zeigt ihm einfach den Weg.

Das ist jetzt wieder nicht so zu verstehen, dass man dann sein Hundeleben lang immer den Target-Stock braucht! Wenn der Hund begriffen hat, was er tun soll, und ein Kommando (= Zeichen) eingeführt ist, macht er es auch ohne Hilfsmittel.
Das Target dient nur dazu, dem Hund zu Beginn zu helfen.

Chris62
23.05.2002, 13:04
Hi mascha
ja das wäre bestimmt auch eine möglichkeit, du hättest bloß immer bzw am anfang dieses teil in der hand. das ist auf dauer ganz schön lästig.
ich selber nehme den target stick ( schwarzer teleskopstick aus metall mit roter spitze) zum beibringen diverser kleinigkeiten.
bevor ich mir jetzt aber wieder irgendeinen schwachsinn anhören muß, dass das arbeiten mit einem target stick nun überhaupt keine artgerechte arbeitsweise ist, oder was auch immer wieder kommen mag, will ich kurz darauf hinweisen, dass ich nach meiner ersten wirbelsäulen op auf die idee kam mit dem stick zu arbeiten. da ich in meinen bewegungen sehr eingeschränkt war, hab ich meinem hund in dieser zeit mit dem target beigebracht lichtschalter zu betätigen, türen zu öffnen und heruntergefallene gegenstände wie z.b. schlüsselbund ect. aufzuheben und zwar erfolgreich in wenigen tagen.
liebe grüße chris62