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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rüde geht auf alle los...



kimba450
12.12.2002, 17:15
Hallo,
ich hoffe wirklich das uns jemand bei unserem sehr ernsten Problem helfen kann.Unser 9 jähriger Rüde geht auf alle anderen Hunde los,egal ob Rüde oder Hündin.Er ist vor 4 Wochen zu uns gekommen weil sein Besitzer ihn nicht mehr behalten konnte.Er hat bisher alleine gelebt und wurde uns als verträglich vermittelt.Nun lebt er bei uns mit unserer 1 jähriger Hündin.Bei den beiden klappt es super.Mit Rüden hat er sich hier von Anfang an nicht verstanden.Mit Hündinnen gab es zu Anfang keine Probleme.Doch seit ein paar Tagen geht er auch auf die los.Ohne Vorwarnung geht er auf sie los und das richtig agressiv!Egal wie,ob mit Leine oder ohne Leine,er will alles was vier Beine hat auseinander nehmen.Zuhause ist er der liebste Hund und wir machen uns jetzt doch ernsthaft Sorgen.Wir wurden auch schon übelst beschimpft das der Hund gemein gefährlich wäre.Wir wissen absolut nicht mehr weiter.
Gruß Ela

nadine
12.12.2002, 17:33
hallo ela,

meine hündin geht auch auf alle vierbeiner los. ich habe sie aus dem tierheim, und man hatte uns verschwiegen, daß sie bissig gegenüber anderen hunden ist. ich gehe mit ihr auf den hundeplatz und nehme einzelstunden. mit ihr in eine gruppe zu gehen ist unmöglich. ich weiß, das einzelstunden kostenaufwendig sind, aber es sind nicht alle trainer teuer. ich zahle für 10h 45,00.
mittlerweile versteht sich meine hündin mit dem rüden der trainerin sehr gut. die trainerin will in abständen immer einen neuen hund zu den stunden nehmen.
wenn ich anderen hunden begegne, enthalte ich mich jeder kommunikation mit ihr, ansonsten fühlt sie sich bestärkt.

also, wenn es wirklich extrem ist, nimm professionelle hilfe in anspruch. alles andere kostet nur nerven.

gruß nadine

kimba450
12.12.2002, 17:43
Hallo Nadine,
danke für deinen Tipp.Das war auch unsere erste Idee.Und ich finde 45 Euro ist ein fairer Preis für 10 Einzelstunden.Ich werde mich dann morgen mal ans Telefon setzen und einige Hundeschulen anrufen.Seit wann machst du denn das mit deiner Hündin?
Gruß Ela

nadine
12.12.2002, 17:54
hallo ela,

wir haben die hündin im januar aus dem tierheim geholt. als wir bemerkten, was mit ihr los ist, wollte ich sie nicht mehr zurückbringen. sie ist mein erster hund, und ich hatte/habe überhaupt kein wissen/erfahrung über hunde. deswegen kann und konnte ich nicht besonders suverän mit dieser situation umgehen. zum glück habe ich eine super trainerin und wohne auf´dem land, wo man spaziergehmäßig oft keine vierbeiner trifft. wir hatten auch schon eine große beisserei, die leute super sauer, dem anderen hund zum glück nichts passiert. aber die gehen trotzdem vor gericht.
für mich ist es auch oft schwer in die dämlichen gesichter der anderen -auch oft hundebesitzer- zu schauen. die denken du hast da ne bestie an der leine.

ich wünsch euch ganz viel erfolg und bloß nicht aufgeben. das eine oder andere tief wird kommen, wo man alles hinscheissen will - schau einfach in die lieben augen deines rüden und alles ist verflogen.

liebe grüsse nadine

canelupino
12.12.2002, 18:18
Unser 9 jähriger Rüde geht auf alle anderen Hunde los,egal ob Rüde oder Hündin.Er ist vor 4 Wochen zu uns gekommen weil sein Besitzer ihn nicht mehr behalten konnte.Er hat bisher alleine gelebt und wurde uns als verträglich vermittelt.Nun lebt er bei uns mit unserer 1 jähriger Hündin.Bei den beiden klappt es super.Mit Rüden hat er sich hier von Anfang an nicht verstanden.Mit Hündinnen gab es zu Anfang keine Probleme.Doch seit ein paar Tagen geht er auch auf die los.Ohne Vorwarnung geht er auf sie los und das richtig agressiv!Egal wie,ob mit Leine oder ohne Leine,er will alles was vier Beine hat auseinander nehmen.Zuhause ist er der liebste Hund und wir machen uns jetzt doch ernsthaft Sorgen.

Vergiss mal die Beschimpfungen. Geh mal davon aus das Du überzeugt bist diesen Hund gerettet zu haben, er aber total verunsichert ist. Alles ist neu, nichts kennt er. Sprichs mit einem Trainer durch, aber ich vermute er versucht gerade seinen Platz im neuem Rudel zu definieren. Und dem kannst Du vielleicht am besten mit absoluter Ruhe und Überlegenheit begegnen. Schenke ihm viel weniger Aufmerksamkeit wenn du zuhause bist. Lass ihn beim fressen solange warten bis du (mit dem essen) und deine hündin fertig seid. Wenn’s auf der strasse was gibt, kurzer leinenruck und fuss. Egal was er auch versucht. Seit ihr vorbei, lobe ihn kurz. Aber je mehr du ihn anschreist desto mehr schaukelst du die situation auf.

Canelupino

Ilona
12.12.2002, 19:05
Hallo Ela,

das Problem ist nicht eben selten:( Und, wie Nadine schreibt, ist professionelle Hilfe das Beste, was Du unter diesen Umständen in Anspruch nehmen kannst. Sieh aber bitte zu, dass die Hilfe, die Dir angeboten wird, auch wirklich "professionell" ist, sonst hast Du anschließend ein größeres Problem als vorher:mad:
Ich habe gerade in einem anderen Forum gelesen, welche angeblich wirksamen "Hilfsmittel" angewendet werden in diesem Bereich und mir wurde ganz schlecht:(
Schau, dass keine Gewalt angewendet wird, weil der Hund mit Gewalt nichts lernt. Von den zwei Beispielen, die ich jetzt im Kopf habe, haben die Hunde trotz Gewalt keine Verhaltensänderung gezeigt. Bei dem einen wurde versucht, mit klappernden Discscheiben zu arbeiten, bei dem anderen wurde die Hundeleine unter dem Bauch durchgeführt und hat sich jedesmal in die Weichteile des Hundes gegraben, wenn er zu einem anderen Hund gezogen hat. Was bitte, sollte das Ziel sein bei diesen Methoden???? Ein Hund lernt eben nicht nur: Halt, wenn ich was falsches tu, tut es weh. Was soll denn Hund aber stattdessen tun??? Bieten wir ihm eine alternative Verhaltensweise an, dann wird er glücklicher sein, als mit einem "Nein, das darfst du nicht!", was im Raum stehen bleibt.

Schau auch, dass man Dir sehr genau erklärt, was gemacht wird, um Deinen Hund zu resozialisieren. Es sollte auf jeden Fall zur Sprache kommen, dass man Deinen Hund in kleinen Schritten erst einmal desensibilisiert und dann gegenkonditioniert. Das soll heißen, dem Hund wird zunächst einmal durch viel positive Bestärkung beigebracht, dass er keine Angst haben muss vor anderen Hunden (sofern es Angst ist, was ihn zu seinem Verhalten treibt) und zweitens, dass er allmählich lernt, mit seinen Artgenossen umzugehen, sprich, sie zu ignorieren.
Der Weg ist nicht leicht bis zum Ziel und kann unter Umständen sehr, sehr lange dauern, aber wenn Ihr zwei die Geduld aufbringt, wird es dem Hund, und letztendlich auch Dir, besser gehen.

Liebe Grüße, Illi

Daniela_J
12.12.2002, 19:09
Hallo,

rate dir auch so wie canelupino sagte vorzugehen.
Wenn ein anderer Hund kommt kannst du es auch mit Ablenkung versuchen, nimm seine Lieblingsleckerlis oder das Lieblingsspielzeug mit
wenn das nix bringt greif zu einer richtig harten Metode der "Wasserpistole" viele Hunde raten davon ab, doch es wirkt 99%ig
Gebrauchsanweisung: wenn der Hund sich auf einen anderen stürzen will kurzer Spritzer auf ihn, normalerweise erschrickt der Hund, ruf ihn dann zu dir und lob ihn, ein versuch ist es ja wert, such aber vielleicht trotzdem einen Trainer auf.

Viele liebe Grüße
Daniela

Fränzi
17.12.2002, 11:49
Hallo Leute,

wenn ich die Beiträge lese, denke ich, ich lese über mein Hund! Sie ist eine Schäferhünding, 2 Jahre, seit einem Jahr sterilisiert (sie würde angeblich ruhiger werden). Ich habe sie schon als Welpe bekommen und nach der Pubertät ging es los. Sie fällt grundlos andere Hunde an (je nach Tagesform) auch mit Passanten muß man aufpassen. Alles ist schon etwas besser geworden, sie ist aber eine tierische Zicke. Gassi gehen ist für sie und mich nur noch Streß. Ohne Leine eine Katastrophe. Ich gehe viel joggen und muß sie immer an der Leine führen. Habe eine Hundewiese (diese Hunde fällt sie aber auch phasenweise an) andere Hunde meide ich, weil mich schon so viele Leute anzeigen wollten. Momentan habe ich keine Lust mehr auf meinen Hund (obwohl ich sie wirklich liebe). Ich habe alles probiert: Hundeplatz, Hundetrainer. Es hat nichts genützt. Ich denke fast sie ist krank, Nervenschwach oder so!

cheroks
17.12.2002, 14:18
Hallo Fränzi,
das Verhalten was deine Schäferhündin zeigt, kenne ich auch sehr gut. Ich hatte eine Schäferhündin aus dem Tierheim mit der es ähnlich lief. Ihr Verhalten hat sich dann so weit gesteigert, dass sie auch Menschen angefallen hat! Auf Hundeplätzen und in Hundeschulen hat man mir auch nicht helfen können, bis ich einen Verhaltensspezialisten kennen gelernt habe, der mir ganz simpel erklärt hat, dass ich das Problem bin und nicht mein Hund!
Er hat mir erklärt, dass mein Hund mich bewacht wie ein Schießhund, da er sich für mich verantwortlich fühlt, sich also als Rudelführer ansieht, obwohl mein Hündin sonst einen sehr zuverlässigen Gehorsam gezeigt hat (wenn niemand in der Nähe war).
Um dieses Verhalten zu verändern, muss sich in deinem Verhalten dem Hund gegenüber etwas ändern. Das ist m.E. kein Erziehungsproblem des Hundes sondern ein Verhaltensproblem des Menschen.
Du musst deinem Hund zeigen, dass du der Rudelführer bist, du musst ihm die richtigen Signale geben.

Meistens sind die Fehler im häuslichen Bereich zu finden und nicht auf der Strasse oder im Freien, da zeigen sie sich dann nur.
Typische Fehler sind:
- wide Begrüßungsarien
- dem Hund den Vortritt lassen, beim durch die Tür gehen, beim Fressen, an der Leine usw.
- den Hund immer nur dann streicheln oder mit ihm Spielen, wenn er dazu auffordert
- dem Hund inkonsequent behandeln, z.B. den Hund ins Platz schicken und ihn aufstehen lassen, wenn er es will;
-auf jaulen und winseln sofort reagieren
- sich nach dem Hund richten (wer sagt hier wem, wo es lang geht)
- dem Hund emotional hinterher laufen

Wenn du willst, dass dein Hund dich als Rudelführer ansieht, dann musst du dich auch so verhalten. Auch wenn das Wissen über das Verhalten des Hundes oft desillusionierend ist, da man ganz viel in den Hund hineininterpretiert was gar nicht da ist und das erst mal einsehen muss, so führt genau dieses Wissen zu einer harmonischen Beziehung zwischen Hund und Mensch, da man wirklich mit dem Hund kommunizieren kann. Dann ist ein Nein auch ein Nein und dein Hund wird sich dem nicht wiedersetzten, da du der Rudelführer bist, dem er vertraut und dessen Wort "Gesetz" ist.

Das hat auch nichts mit Drill zu tun, ganz im Gegenteil. Meine Hündin hat trotz ihrer schlimmen Vorgeschichte die Zeichen die ich ihr gegeben verstanden und nach 1,5 Jahren war sie wie ausgewechselt. Sie war sehr viel entspannter, sehr viel verträglicher,brauchte keinen Maulkorb mehr tragen (den wir vom Amt auferlegt bekommen haben)und konnte ohne Leine auf meinen Ausritten dabei sein.

Ich kann dir zu diesem Thema zwei Bücher empfehlen, die dir einen ersten Einblick in die wahre Psyche deines Hundes vermitteln.
"Hundeverhalten" von Barbara Schöning, Kosmosverlag
"Mit Hunden sprechen" von Jan Fennell

Wenn du es ganz genau wissen willst, kann ich dir auch noch wärmstens das Buch/Viedeo "Calming Signals" von Turid Rugaas (animal learn Verlag) empfehlen. Es informiert sehr gut über die Körpersprache des Hundes.

LG Tina

Fränzi
17.12.2002, 14:47
Hallo Tina,

so etwas habe ich mir fast gedacht. Ich denke auch mein Hund und ich wir lieben uns tierisch. Aber warum wird man so bestraft, wenn man mit seinem Tier gut umgeht. Der Hundetrainer sagte mir auch ich würde meinen Hund bestätigen. Je mehr ich schreie um so wilder wird sie. Mittlerweile bleibe ich cooler, aber sie kann nicht irgendwelche Hunde grundlos anfallen. Wie soll ich reagieren. Anderes Beispiel: mein Hund zieht mich mit Stachelhalsband über die Straße, ich mache einen Leinenruck. Hält eine Autofahrerin und beschimpft mich wild. Wie ich es mache ist es verkehrt. Fällt mein Hund wieder einen anderen Hund an oder stellt einen Spaziergänger werde ich beschimpft. Ich würde verdammt gerne mit meinem Hund entspannt Gassi gehen. Ich liebe es draussen zu sein, aber für meinen Hund ist es Quälerei. Zu Hause ist sie ein Lamm, ganz besonders mit meinen Kindern!
Danke für den Tip mit den Büchern, werde sie mir besorgen.
Aber gib mir bitte einen spontanen Tip, was ich mit ihr machen soll, wenn sie wieder so ausrastet?

Christiane

Ilona
17.12.2002, 15:37
Hallo liebe Ela, (hallo Fränzi, lies gleich mal mit!)

Mir fällt da grad noch was ein: Hast Du Deinen Hund mal vom Tierarzt checken lassen? Vielleicht ist er krank? Wenn Du wieder mal zum Tierarzt musst, könntest Du einen Schilddrüsentest machen lassen. Manchmal sind zu niedrige Werte bei Hunden Aggressionsauslöser. Zu niedrigen Schilddrüsenwerten kann es nach Kastrationen zum Beispile kommen.
So sagte mir es ein Hundeausbilder, der mit einer Verhaltensbiologin zusammen eine Hundeschule leitet.

Erst wenn Du Krankheiten (auch welche, die man nicht gleich sieht) ausschließen kannst, kannst Du an dem Aggressionsproblem arbeiten. Und dass ein Hundi mit 9 Jahren nicht unbedingt mehr ganz gesund sein muss, kann man ja nachvollziehen.

Liebe Grüße,

Illi

Cockerfreundin
17.12.2002, 19:16
Hallo, Fränzi!

Zitat
________

Aber gib mir bitte einen spontanen Tip, was ich mit ihr machen soll, wenn sie wieder so ausrastet?
________

Tu Deiner Schäferhündin BITTE solange, bis Ihr die Ursache für ihre Aggression/ bissigkeit herausgefunden und zuverlässig bearbeitet habt, einen Maulkorb um: zu ihrem eigenen schutz, zu Deinem und vor allem auch zum Schutz aller anderen hunde und Menschen.

Grüße von
Annette + Basti

kimba450
17.12.2002, 21:10
Hallo,
danke für die vielen Tipps.Die Bücher die hier empfohlen wurden,werde ich mir auch kaufen.Wir haben bereits mit einer Verhaltenstherapeutin für Hunde gesprochen und sie hat uns erstmal dazu geraten zur Vorsicht einen Maulkorb anzulegen.Wir haben einen gekauft mit dem ihm aber das trinken und hecheln gelingt.Sieht auch nicht ganz so gefährlich aus.Wenn wir anderen Hunden begegnen,dann sollen wir das bei ihm mit was angenehmen verbinden,z.B. Leckerlies.Er sollte dabei lernen das jedesmal wenn ein anderer Hund kommt,es eine Freude sein soll.Und toi toi toi,er läßt sich super ablenken.Wir sind auch immer noch auf der Suche nach einer guten Hundeschule.Schade ist wirklich das es immer diese ausfallenden Menschen gibt,die einen beschimpfen.Denn genau die kennen diese Probleme meist nicht,aber sind der Meinung sie wissen alles besser und meinen das der Hund einfach nur bösartig ist.Es ist aber NICHT so.Im Gegenteil,unser Rüde hat auch jede Menge Fans und drücken uns die Daumen das wir das Verhalten bald in den Griff bekommen.Ich kenne auch genug Leute die ihre Hunde wegen diesen Problemen abgeben.Traurig kann ich nur sagen.Geben diese Leute auch ihre Kinder weg wenn die mal Schwierigkeiten machen??
Liebe Grüße
Ela

Maggie_HH
17.12.2002, 22:40
mein Hund zieht mich mit Stachelhalsband über die Straße, ich mache einen Leinenruck. Hält eine Autofahrerin und beschimpft mich wild. Wie ich es mache ist es verkehrt

Meinst du das ernst???? Also ich halte nicht viel von diesen Halsbändern....
im Übrigen kann ich mich Tina (cheroks) nur anschließen...

Juliane

Dagi
18.12.2002, 10:16
Also mal im Ernst: würdest DU entspannt spazierengehen, wenn Du ein Stachelhalsband umhättest? Ich glaube, daß das eher noch die Agressionen steigert - denn was auch allemöglichen Befürworter erzählen: es verursacht Schmerz. Der Hals des Hundes ist eine sensible Kontaktstelle, und die wird ständig durch diese Haken gereizt. ICH würde alles andere versuchen, aber niemals Schmerz- oder Starkzwangmittel.

Im übrigen kann ich Cheroks auch nur zustimmen. Ich habe erst heute diesen Thread gelesen, und noch bevor ich die Antwort las, ging mir genau DAS durch den Kopf. Überprüft genau eure Situation. Wenn Du Deinen Hund wirklich gut behandeln willst und lieb hast (das hat jetzt nix mit Streicheln, guten Worten etc. zu tun), dann solltest Du lernen, ihn zu verstehen, seine Sprache lernen, und lernen, die ganze Situation mal aus den Augen des Hundes zu betrachten. Dazu sind die genannten Bücher hervorragend geeignet. Glaub mir, Dir wird sich eine neue Welt eröffnen!

Ich hoffe, daß ihr das Problem in den Griff bekommt, und Du wirst sehen, wenn Du wirklich die Rudelführerschafft übernimmst, wird Dein Hund viel entspannter werden.
Ich drück euch ganz dolle die Daumen, und berichte bitte darüber, wie es sich entwickelt.

Dagi

Fränzi
18.12.2002, 11:53
Hallo,

also das mit dem Maulkorb geht mir auch schon länger durch den Kopf. Dachte aber das sie dadurch noch nervöser wird. Zu dem Stachelhalsband! Sie hat immer noch ein Lederhalsband an sobald wir an unser Ziel angekommen sind, mache ich ihr das Stachelhalsband sofort ab. Aber was würdet ihr machen wenn der Hund dich bis zur Wiese zieht wie ein Stier!. Ich habe es schon mit einem Kettenhalsband oder auch Halti probiert, keine Chance! Dies ist aber wieder so eine Situation, ich denke unser Hund hat es wirklich gut bei uns. Egal wie man es macht wird man beschimpft. So oder so! Irgendwann weißt du selber nicht mehr was richtig ist.

Jedenfalls habe ich mir die Bücher bestellt, werde zum Tierarzt gehen wegen den Schilddrüsenwerte und ich werde das Futter umstellen. Hat vielleicht zuviele Proteine. Hat jemand einen Tip.

Gruß Christiane

Maggie_HH
18.12.2002, 12:13
. Aber was würdet ihr machen wenn der Hund dich bis zur Wiese zieht wie ein Stier!. Ich habe es schon mit einem Kettenhalsband oder auch Halti probiert, keine Chance!
Also entweder bist du zu bequem oder du weißt es nicht besser....:confused: aber es gibt genug andere Methoden, dem Hund das Ziehen abzugewöhnen, die alle besser sind als ein Stachelhalsband!!!!!!!!!!! Du glaubst euer Hund hat es gut bei euch??? Bestimmt nicht, wenn sie jeden Tag Schmerzen am Hals hat!!!!!!!!!!!! Also pass auf: Du gehst mit deinem Hund zu der Wiese, sie hat das Stachelhalsband um und euch begegnet ein anderer Hund, sie will natürlich zu dem Hund hin, also zieht sie, folglich hat sie Schmerzen: Was schließt der Hund womöglich daraus? - Wenn ich anderen Hunden begegne tut es weh, also sind andere Hunde schlecht! (na ja, also so ähnlich..... :D ) Ich hoffe du verstehst, was ich sagen will. Dein Hund wird eventuell die Schmerzen des Halsbandes mit den Hunden in Verbindung bringen und mit der Zeit immer aggressiver werden!!!!!!!!!!!! Was noch ein Nachteil dieses Halsbandes ist!
Wieviel Protein hat denn das Futter, das du gerade fütterst???
So zum Ziehen gibt es verschiedene Lösungen:
Ich hab bei meinem Hund den Richtungswechsel angewandt und die Sache war innerhalb von 15min. geklärt. Allerdings gibt es viele Leute die damit ein Problem haben, weil man den Hund einen Ruck gibt wenn man die Richtung wechselt, da er in die Leine läuft! Aber ich denke, es ist auf jeden Fall besser als ein Stachelhalsband. Und wenn man diese Methode richtig anwendet, ist es für den Hund ein paar mal unangenehm und dann kann er den Rest seines Lebens ohne Ziehen und Selbststrangulation leben und es ist alles sooooo entspannt!

Juliane

Fränzi
18.12.2002, 15:47
Hallo Juliane,

mit Sicherheit mache ich auch gravierende Fehler!!!! Deswegen melde ich mich hier ja auch. Also das Halsband ziehe ich ihr immer am Ziel aus (vor einer Brücke). Dort befinden sich noch keine Hunde. Sie springt also erst einmal über die Wiesen. Sonst würde ich das auch verstehen, aber so ist es nicht. Oft genug gehe ich auch nur mit Lederhalsband los. Da ist es aber genau so!!!!! Aber mit dem Richtungswechsel ist eine gute Idee. Werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Aber dann läßt Du dein Hund ja auch in die Leine laufen?! Brauchst Du da keine Kraft???

Ich habe die Tüte vom Fressen schon weggeworfen, ich glaube aber das es sich um 19 - 24 % handelt. Kann ich aber nicht genau sagen. Nur was mir auffällt, ist, das sie immer phasenweise spinnt. Dann kann es nicht mit dem Fressen zusammen hängen. Werde jedenfalls alles probieren. Sie ist dann schon beim weggehen agressiv drauf (ohne Halsband!!!).

Sie läuft auch eine halbe Stunde neber einem Hund her (den sie kennt) und fällt ihn grundlos an (wieder ohne Halsband) und das ist das was ich nicht verstehe. Mit fremden Hunden lasse ich sie so ohne weiteres gar nicht mehr zusammen.

Freue mich auf ein entspanntes Gassi gehen.

Tschüß Christiane:)

canelupino
18.12.2002, 17:04
„mit Sicherheit mache ich auch gravierende Fehler!!!! Deswegen melde ich mich hier ja auch. Also das Halsband ziehe ich ihr immer am Ziel aus (vor einer Brücke). Dort befinden sich noch keine Hunde. Sie springt also erst einmal über die Wiesen. Sonst würde ich das auch verstehen, aber so ist es nicht. Oft genug gehe ich auch nur mit Lederhalsband los. Da ist es aber genau so!!!!! Aber mit dem Richtungswechsel ist eine gute Idee. Werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Aber dann läßt Du dein Hund ja auch in die Leine laufen?! Brauchst Du da keine Kraft???“

Ich halte von Stachler auch nichts, aber der frei von Fehlern bei der Erziehung mit Hunden ist sollte sich bitte sofort melden. Meist, ich wiederhole meist ist eine derartige Aggression basierend auf Unsicherheit. Und Unsicherheiten entstehen meistens bei einer nicht klar strukturierten Rangordnung im Rudel. Und diese ist selten beim Training der UO zu beheben, sondern meist eine Sache des Alltages.

Das Problem mit ständigem Druck beim Üben oder beim Einsatz von Hilfsmittel (Stachelhalsband z. B.): was kommt als nächstes wenn das nichts mehr nützt? Ich würd dir den Tipp geben: mach Deiner Hündin 24 Stunden am Tag klar wer du bist. Nämlich der Boss! Und das hat nichts mit Druck oder mit Unterwerfung zu tun, sondern mit einem Leben als Rudelführer.

Canelupino

Maggie_HH
18.12.2002, 21:43
Ich muss Canelupino recht geben! Solange dein Hund nicht weiß, dass du der Chef bist, kannst du mit ihm auch nichts üben! Auch kein ordentliches an der leine gehen, denn dann wird sie es nur machen, wenn sie will, wenn überhaupt! Wichtig ist jetzt erstmal, dass du an eurer Beziehung arbeitest und an ihrem Sozialverhalten, später kannst du dann mit der Erziehung weitermachen!
Und nochmal: Hunde sind keine Demokraten, entweder bist du Ranghöchster oder dein Hund! So läuft das und nicht anders.... Das ist instinktiv festgelegt beim Hund, denn wenn dein Hund merkt, dass du nicht fähig bist dich durchzusetzen und das Rudel nicht führen kannst, dann muss er ja an deiner Führungsrolle zweifeln und dann ist dein Hund an der Reihe. Er muss dann die Rolle übernehmen, ob er will oder nicht, er muss es.....weil ohne Rudelführer gehts nicht! Einige Hunde äußern das in Ungehorsamkeit, da sie auf untergebene nicht hören müssen, andere werden aggressiv und knurren, wenn Frauchen/Herrchen am Napf vorbeigeht wenn sie fressen oder sie beschützen Frauchen/Herrchen vor fremden Personen mit bellen, knurren usw.
ZU deiner Frage wegen dem Richtungswechsel: Nein, wenn man die Technik raushat benötigt man keine Kraft, es kommt auf den Überraschungsmoment an, nämlich dann wenn der Hund gar nicht auf dich achtet weil er ja da schnuppern muss und dort....und kräftig an der leine zieht. Dann sagst du ihm mit einem Richtungswechsel: Hey aufpassen! Hier gehts lang! Nach ein paar Mal weiß der Hund dann, dass er sich nach Frauchen/Herrchen zu orientieren hat! Und er wird aufmerksamer.
Teste doch mal, ob dein Hund dich als Ranghöheren akzeptiert: Das kannst du z.B. in dem du in ein völlig fremdes Gebiet fährst und dort mit deinem Hund spazieren gehst. Am besten in einem Wald oder so....guckt dein Hund wo du bist, merkt er sofort wenn du einen anderen Weg einschlägst? Oder entdeckt er die neue Welt auf eigenen Pfoten und du bist Luft für ihn????

Juliane

cheroks
19.12.2002, 16:16
Hallo Christiane,
meine Schäferhündin hieß auch Frenzi!!!
Ich kann dir auch raten, erst mal einen leichten Drahtbeisskorb anzuschaffen, an den du sie langsam gewöhnst, erst mal zu Hause anziehen, für kurze Zeit mit Leckerli drinnen, damit sie das Ding nicht stört. ( Meiner Hündin habe ich so auch die Läufigkeitshose verkauft, sie konnte es gar nicht abwarten, bis ich sie ihr angezogen habe und ich habe ihr immer wieder gesagt wie super ihr die steht!!!)

Da du dir ja das Buch/Viedeo Calming Signals bestellt hast, kannst du bald überprüfen, ob dein Hund verlernt hat, mit anderen Hunden richtig zu kommunizieren. Wenn ja, kannst du ihr helfen, ihre Sprache wieder zu erlangen in dem du sie lobst, wenn sie ein Beschwichtigungssignal aussendet. Dazu mehr, wenn du das Buch gelesen hast. Es könnte auch hier wieder um deine Verteidigung gehen, wenn der andere Hund Kontakt zu dir aufnehmen will und sie dich dadurch in Gefahr sieht.

Es geht ja darum, dass du etwas verändern musst. Dein Hund ist nur auf grund deines Verhaltens so, wie er jetzt ist. Das Stachelhalsband solltest du auf jeden Fall weg lassen, damit erreichst du eher das Gegenteil. ( Geschirr?)
Dein Hund muss deutlich merken, dass du die Führung auch übernimmst.

Ich glaube nicht, dass du darum herum kommst, deinem Hund mal körperlich in die Schranken zu weisen, so war es zumindest bei meiner Hündin. Hast du Angst vor deinem Hund, wenn er so abgeht?

Nachdem ich meiner Frenzi im Haus gezeigt habe das ich der Rudelführer bin, habe ich mir auch draussen das Recht genommen und sie zwei mal richtig "platt" gemacht. Sie trug keinen Maulkorb mehr, da ich mir sicher war, gegen mich wird sie sich nicht auflehnen und sie ging wieder mal absolut unverhältnismäßig auf einen anderen Hund los. Ohne Vorwarnung habe ich ich ihr die Schnauze fest zugedrückt, Blick vom anderen Hund abgewendet, NEIN geknurrt ,sie ins Genick gepackt und auf die Erde gedrückt, mit Knie im Rücken, damit sie fixiert ist. Wichtig war dabei, dass sie sich nicht allein aus meinem Griff befreien kannn und ich sie auch nicht los lasse bis sie ruhig ist. Als ich gemerkt habe, sie hat begriffen, da keine Gegenwehr mehr kam, habe ich den Griff gelöst, ruhig gelobt, und die Situation entspannt und weiter.
Nach zwei Wochen das gleiche Spiel noch einmal von vorne und danach hat ein Nein gereicht.

Es reicht aber nicht, nur durch körperlichen Einsatz den Hund zu maßregeln, es muss auf ganzer Linie eine Veränderung statt finden und das Dominieren sollte NICHT die erste Aktion sein, das kann auch wirklich nach hinten los gehen. Viel wichtiger ist das Training zu Hause!

Hätte ich nicht zu Hause begonnen die Rudelführerschaft neu zu etablieren, hätte sie sich vielleicht gegen mich gewehrt, wenn ich sie durch Körpereinsatz dominiert hätte. Denn schliesslich war ich für sie ein niederes Rudelmitglied, daher wäre es auch ein normales Verhalten, wenn sie sich gegen mich gewehrt hätte, immerhin sägt ein unteres Rudelmitglied an ihrem Stuhl.

Mir ging es wirklich genau so wie dir, aber mit ein bisschen mehr Sachverstand wird das schon wieder.

LG Tina

kimba450
27.12.2002, 00:20
Hallo,
unser Problem mit unserem Rüden wurde noch schlimmer,nicht nur das er auf andere Hunde los ist,nein,nun hat ist er auch noch auf unsere Hündin losgegangen.Wir haben jetzt einen Hundetrainer gefunden der mit ihm arbeiten wird und ich bin überglücklich das wir ihn gefunden haben.In sämtlichen Hundeschulen wurde uns gesagt das er halt ein Einzelkind ist und es immer bleiben wir.Am besten sei es wenn wir ihn wieder abgeben würden.Sehr sehr viele Tränen sind bei uns gelaufen,da es uns regelrecht eingeredet wurde.Nun haben wir haben einen Hundetrainer gefunden der uns hilft und es ganz toll findet das wir ihn nicht aufgeben und einfach weggeben!Wir sind auch überglücklich und freuen uns schon darauf wenn das Training mit ihm beginnt.Danke für all die vielen Tipps von euch!!
Gruß Ela
PS:Ich werde natürlich berichten wie es voran geht!

Fränzi
27.12.2002, 12:27
Hallo Leute,

habe mittlerweile ein Buch fast fertig gelesen "Hundeverhalten!. Finde es auch super, kann viele Sachen wieder erkennen, aber Lösungsvorschläge gibt es in dem Buch nicht. Also mein großer Fehler ist es mit Sicherheit, daß ich meinen Hund immer streichle, wenn sie zu mir kommt. Habe ich abgelegt! Hund hat doof geguckt. Aber ihr Fressen bekommt sie nach uns und ich gehe auch vor ihr aus der Tür. Hatte ja auch mal einen Hundetrainer!! Gehe ohne Stachelhalsband aus der Tür. Aber ihr Verhalten ändert sich nicht. Sogar bei meinem Mann!! Gestern gerade wieder waren wir joggen. Sogar ohne Leine, sie tobte rum, ging immer wieder Fuß. Dann kamen uns zwei Hunde entgegen. Jedes mal gingen sie zur Fränzi. Es war nicht möglich sie weiter Fuß gehen zu lassen (wie denn auch, wobei wenn ich einen friedlichen Hund hätte, würde ich diesen auch zu jedem anderen lassen). Sie ging wieder grundlos auf beide los. Ich werde mir jetzt einen Maulkorb anschaffen. Was mich nur traurig macht, leider haben viele Leute Angst vor Schäferhunde. Vielleicht merkt sie dies auch. Denn es gibt viele Leute die schon einige Schritte zurückgehen, wenn sie ein Schäferhund sehen. Wie reagieren sie dann, wenn sie einen Maulkorb an hat. Freue mich jetzt schon mich zu rechtfertigen!. Sie ist aber vorher schon total gestreßt, wenn es Gassi geht.

Ich habe langsam keine Idee mehr. Vielleicht bräuchte sie ein großes Grundstück, wo sie nicht mehr vor die Tür müßte. Jedenfalls laut dem Buch hat sie eine Angstagression. Wie bekomme ich diese weg?????

Christiane:confused:

Maggie_HH
27.12.2002, 13:27
Kennst du das Buch Calming Signals???? Wenn dein Hund aus Angst auf andere losgeht, dann würde ich dir empfehlen, mit Beschwichtigungssignalen zu arbeiten, am besten mit einem Hund, der super sozialisiert ist und deinem Hund helfen kann! Ich finde, dass dieses Buch gute Ratschläge gibt, natürlich ist es kein Wundermittel, aber ein Versuch ist es wert! Vor allem bei ängstlichen Hunden, scheint Turid Rugaas viele Erfolge zu erzielen!

Juliane

Cockerfreundin
27.12.2002, 18:29
Hallo, Christiane!

Zitat
_________

Ich werde mir jetzt einen Maulkorb anschaffen. Was mich nur traurig macht, leider haben viele Leute Angst vor Schäferhunde. Vielleicht merkt sie dies auch. Denn es gibt viele Leute die schon einige Schritte zurückgehen, wenn sie ein Schäferhund sehen. Wie reagieren sie dann, wenn sie einen Maulkorb an hat.
_________

Sei versichert, dass jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer es nicht nur verstehen, sondern Dir sogar dankbar sein wird dafür!! Ganz abgesehen davon, dass es für Dich (und damit auch für Fränzi) einen Stressabbau bedeutet, zu wissen, meine Hündin kann wenigstens nicht mehr beissen.

Ja, es stimmt: auch ich gehöre zu den Hundebesitzern, die ihren Hund (unangeleint) zu sich rufen, wenn uns ein Schäferhund entgegenkommt, den ich nicht kenne (und damit einschätzen kann) und/ bzw. bei etlichen uns bekannten Schäferhunden laufen Basti und ich einen Bogen.

Das hat seine Geschichte und seinen Grund: Basti wurde mit 6 Monaten von einem ihm entgegenstürmenden erwachsenen Schäferhund unvermittelt angegriffen/ gleichsam überfallen und als Basti schrie und sich sofort ergeben und auf die Seite geworfen hat, wurde er von dem SH in die Seite gebissen. Niemals werde ich das Schreien meines kleinen Hundes vergessen!

Dies das eine. Die andere Erfahrung ist die, dass gerade Deutsche Schäferhunde oftmals sehr stürmisch aus großer Entfernung auf einen anderen Hund zurasen, gleichsam über ihn hinwegfegen. Ein Hund von ausgewachsen gerade mal 40 cm Schulterhöhe und 13 kg Gewicht hat da im Ernstfall keine Chance!!

Mit Schäferhunden, die Basti kennt, kann er gerne ungehindert Kontakt aufnehmen und auch spielen, wenn er mag - aber ansonsten gehören wir auch zu der eher vorsichtigen Sorte beim Erstkontakt.

Annette + Basti :)

Fränzi
28.12.2002, 14:28
Hallo Annette und Juliane,

freue mich immer wieder über neue Tipps!!. Ich werde mir noch Calming Signals bestellen und auf alle Fälle einen Maulkorb! Ich dachte nur ich verunsichere sie mit so einem Ding noch mehr. Aber nicht nur andere Hundebesitzer sind mit einem Schäferhund unsicher, ich mittlerweile natürlich auch. Ich finde es nur so doof von anderen Teilnehmern die schreiben, man dürfte ein Hund auch nicht vermenschlichen. Ich denke aber, es hat auch nicht jeder so ein Hund!!! Mir haben schon genug Leute auf der Hundewiese Tipps gegeben und dann ihren Hund auf den Arm heimgetragen. Aber der Tipp mit einem anderen Hund zu arbeiten ist gut. Ich möchte vielleicht noch das Fressen umstellen. Vielleicht hat es zu viele Proteine. Hat jemand eine Idee. Momentan füttere ich Belcando "Dinner"! Bin sehr zufrieden!!!

Danke Christiane :)

Brana
28.12.2002, 19:16
Hallo Christiane,
die Bücher sind zwar alle gut, du wirst evtl. Deinen Hund etwas besser verstehen, aber groß weiterhelfen werden sie Dir nicht.
Wenn dem so ist, wie Du sagst, und der Hund zeigt angstaggressives Verhalten dann liegt das alleine daran, daß Du ihn als sog. Rudelführer total verunsicherst bzw. auch seine weiteren Menschen um ihn herum ihn verunsichern.
Du bräuchtest Hilfe von einem Spezialisten, weil Du lernen mußt Deinem Hund Chef zu sein und zwar bereits zuhause.
Das heißt (nun alles noch einmal) du gehst grundsätzlich zuerst durch die Tür rein oder raus während der Hund sitzt und Dir erst auf Kommando folgt. Liegt der Hund im Weg herum steigst Du nicht obendrüber oder gehst um ihn herum. Er muß aufstehen und aus dem Weg gehen. Du läßt ihn 1 - 2 Tage hungern und fütterst ihn dann nur noch aus der Hand, und Futter gibt es dann nur noch für richtiges Verhalten (aus der Hand). Er darf grundsätzlich nicht auf die Couch oder gar ins Bett. Tut er das schüttele ihn wortlos herunter, d.h. kippe ihn samt der Couch um, werfe ihn samt Oberbett raus usw.
Für unterwegs benützt Du eine etwa 2 m Leine und ein Zugband mit Stop (niemals Stachelband). Hier müßtest Du nun sehen wie Du die Leine in der Hand halten solltest. Führst Du den Hund z.B. links hältst Du die Leine in der rechten Hand und läßt sie durch die linke Hand leicht laufen (so kannst Du den Hund besser steuern). Wie die Mädels oben schon gesagt haben flott laufen und Richtung ändern (aber bitte ohne Ruck) beim Wenden gibst Du ihm einfach mit der linken Hand dann mehr Leine. Der Hund kann sich so gut auf Dein Wendemanöver einrichten. So kannst Du ihn kurz bei Fuß laufen lassen und wie gesagt beim Wenden mehr Leine geben.
Überhaupt lasse ihn die nächste Zeit nur neben Dir laufen oder auch hinter Dir, aber niemals vor Dir. Sonst einfach wenden und wieder in die andere Richtung gehen. Kann sein das Du mal eine Stunde lang nur 50 m weiter kommst, aber was soll's.
Du brauchst ihn auch nicht belabern und belehren und bitteln und betteln usw. benütze nur ein kurzes scharfes 'nein' und wenn er etwas korrekt macht ein liebes freundliches Lob (wie immer Du loben willst) mit 'ja' oder Leckerli. Sei überhaupt etwas wortkarger zu ihm. Nur beim Lob nicht sparen.
Das ist eigentlich für's Erste das Wichtigste. Zuhause mußt Du ihm erst mal sagen wie es zuküntig lang geht und wer hier wann und was tut, dann läuft es bald auch draußen besser.
Probiers mal und viel Glück dabei
gruß Brana