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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : neue Ablenkung



doggy_trainer
11.12.2002, 13:48
Hallo zusammen,

bei uns im Verein haben wir einen Hütehund-Mix-Junghund (etwa 11-12 Monate alt), der bis jetzt immer ziemlich gut gelernt hat.Die letzten Male hat er beim Bei-Fuß-Gehen jedoch praktisch nur noch die Nase aufm Boden und das sonst immer sehr interessante und leckere Futter in Frauchens Hand interessiert ihn nicht mehr (bei dieser Übung). Bis jetzt hat er nicht nur Zuhause, sondern auch auf dem Platz IMMER ein gutes Bei-Fuß gezeigt, schon von Anfang an, sprich seit etwa drei Monaten. Frauchen macht die Übung genauso wie am ersten Tag, also mit Locken und anschließendem Belohnen.

Nun, logisch wäre ja jetzt zu sagen, Hunde können nicht generalisieren und entweder, zuerst die Übung Zuhause besser festigen oder den Hund aufm Platz die Übung nochmal "von Anfang an" beibringen (oder besser noch, beides). Dass ein Hund Rückschritte macht, kann passieren und zeigt, dass er die Übung noch nicht begriffen hat (bzw. Zuhause schon aber noch nicht verallgemeinert hat).
Die Gerüche auf dem Platz sind für alle Hunde immer interessant und bei einigen Hunden ist es einfacher, bei anderen schwerer, ihre Nase vom Boden wegzukriegen. Aber es klappt letzendlich doch immer irgendwie. Bei diesem Hund wundere ich mich jetzt, da zwar auch er ab und zu am Boden geschnüffelt hat und immer sehr motiviert dabei war, aber jetzt seine Nase bei dieser Übung praktisch nur noch am Boden klebt. Die Übung in kleinere Strecken zu unterteilen klappt auch nicht.

Soll sein Frauchen jetzt Zuhause mehr üben und kleine Ablenkungen (wie z.B. Futter am Boden) einbauen oder gibt es vielleicht doch eine Art, ihm das Bei-Fuß auf dem Platz weiter beizubringen?Würde er wenigstens zwei-drei Schritte bei-Fuß gehen, könnte seine Belohnung hinterher ja darin bestehen, dass er am Boden schnüffeln darf, aber nicht einmal das ist mehr möglich, da seine Nase regelrecht am Boden klebt (bei DISESER Übung). Wozu würdet ihr eher raten?

Vielen Dank schonmal Im Voraus,

Dodo H
11.12.2002, 15:09
Hallo
: Bis jetzt hat er nicht nur Zuhause, sondern auch auf dem Platz IMMER ein gutes Bei-Fuß gezeigt, schon von Anfang an,sprich seit etwa drei Monaten. Frauchen macht die Übung genauso wie am ersten Tag, also mit Locken und anschließendem Belohnen.
-- . Es hört sich so an, als wenn das Leckerchen seinen Reiz verloren hat. Belohnt sie denn nur mit Leckerchen oder auch mal mit einem Spiel? Wie motiviert sie ihren Hund, sind die Anforderung für den Hund zu hoch, wie sieht es bei anderen Übungen aus, schnüffelt der Hund dann auch rum, ist das Futter immer in der Hand?

: Würde er wenigstens zwei-drei Schritte bei-Fuß gehen, könnte seine Belohnung hinterher ja darin bestehen, dass er am Boden schnüffeln darf, aber nicht einmal das ist mehr möglich, da seine Nase regelrecht am Boden klebt (bei DISESER Übung). Wozu würdet ihr eher raten?
-- Wie sieht es mit dem Blickkontakt aus, schaut der Hund hoch, wenn er angesprochen wird, geht er dann auch nicht zwei drei Schritte mit, sodas man belohnen könnte. Was ist, wenn er in einer schnelleren Gangart gehen soll, dabei kann er ja
schlecht schnuppern.
Dodo

Aliantha
11.12.2002, 19:46
Hallo,

kann sein, dass ich vollkommen falsch liege, ich wollte meine Überlegung aber einfach auch mal in den Raum stellen.
Ich hab vor kurzem das Buch "Calming Signals" von Turid Rugaas gelesen und dort kam das Schnüffeln am Boden als Beschwichtigungsgeste vor. Kann es sein, dass das Frauchen des Hund durch die Haltung und/oder die Stimme o.ä. "bedrängt" und der Hund einfach nur versucht sein Frauchen zu beschwichtigen? Gerade wenn eine Übung mal nicht klappt erhebt man ja auch gerne mal die Stimme(auch wenn man das nicht tun sollte, passiert das ja auch schonmal unbewusst) oder "drängelt" ganz einfach In diesem Fall wäre es vielleicht möglich durch eigene Beschwichtigungsgesten wie wegdrehen den Hund wieder zu entspannen.

Ich hoffe meine Gedanken sind nicht zu abwegig :)

Gruß, Aliantha

doggy_trainer
12.12.2002, 14:43
Danke euch beiden für eure Antworten!

zu Aliantha:
leider ist es kein Beschwichtigungsverhalten.Das ist wirklich eindeutig, da er nicht nur mal eben bisschen am Boden schnüffelt, sondern Frauchen so gut wie keine Aufmerksamkeit mehr schenkt und nur noch seiner Nase folgt.

zu Dodo:
Ja, sie belohnt nur mit Leckerlie.Er interessiert sich nicht sehr für Spielzeug und spielt auch nicht besonders gerne (zumindest auf dem Platz nicht - weiss nicht, wie es Zuhause aussieht).
Nun, ich würde nicht sagen, dass die Anforderungen zu hoch sind, da sie diese Übung noch immer genauso macht, wie am ersten Tag (und das ist schon etwa 3 Monate her), d.h. mit locken und belohnen.
Bei den anderen Übungen schnüffelt er nicht am Boden.Ab und zu natürlich mal kurz aber das ist ja auch "normal".

Ja, das Futter hat sie immer in der Hand, wobei auch immer irgendwelche Futterstückchen auf dem Boden liegen. Wenn der Hund damit einige Male Erfolg hat, vom Boden Leckerlies zu "bekommen", dann belohnt er sich in seinem Verhalten ja selbst. Wie kann man es jetzt anstellen, dass das Futter am Boden weniger interessant ist, als das in Frauchens Hand?
Ja, Blickkontakt auf Kommando zeigt er auch.Hmm, hast Recht, wir werden es mal so versuchen, gute Idee :)
Das mit der schnelleren Gangart benutzen wir immer dann, wenn ein Hund beginnt, die Übung etwas schlampig auszuführen -aber das liegt (wie immer) an den Hundeführern, die sowieso fast immer zu langsam gehen.
Aber wir werden es jetzt mal mit dem Blickkontakt und dann einige Schritte gehen, versuchen.Ich sage dann bescheid, wie es klappt.

Danke nochmals!

cheroks
12.12.2002, 15:22
Hallo,
ich hätte da auch mal eine Frage, wieso legt ihr das Futter auf die Erde beim bei Fuß gehen?
Vielleicht hat der Hund mit "bei Fuß" mittlerweile verknüpft, Nase runter und Leckerlis suchen? Du schreibst ja, er macht es nur bei DIESER Übung und anfangs hat er es richtig gemacht! Wenn die Leckerlis in Frauchens Hand interessanter sein sollen, dann würde ich keine auf der Erde verteilen, denn er belohnt sich selbst, ohne etwas dafür zu tun.
Ich würde die Leckerlis(sparsamer)nur so geben, dass der Hund sie auch als eine Belohnung für sein gezeigtes Verhalten versteht und sie von demjenigen kommen, der das Kommando abverlangt.
LG

Dodo H
12.12.2002, 17:01
Hallo
: Er interessiert sich nicht sehr für Spielzeug und spielt auch nicht besonders gerne (zumindest auf dem Platz nicht - weiss nicht, wie es Zuhause aussieht).
-- darf ich noch mal fragen, was für ein Hütemix es ist, wie beschäftigt die Frau ihn denn sonst (interessiert mich, weil die meisten Hütehunde oder Hütemixe die ich kennengelernt haben, gerne gespielt haben)

: Ja, das Futter hat sie immer in der Hand, wobei auch immer irgendwelche Futterstückchen auf dem Boden liegen.
-- also die Anforderung finde ich zu hoch, zumindest müßte er gelernt haben, Fuß unter Ablenkung zu laufen (ohne Lockmittel), es ist klar, das er den Boden absucht, denn die Futterstückchen von Frauchen in der Hand sind ihm ja sicher (bekommt er doch bestimmt bei Sitz, Platz oder sehe ich das falsch)

: Wenn der Hund damit einige Male Erfolg hat, vom Boden Leckerlies zu "bekommen", dann belohnt er sich in seinem Verhalten ja selbst.
-- genau so sehe ich das auch, er muß schnuppern, um ja keins zu überlaufen (Frauchen verteilt ihre Leckerchen bestimmt bei Sitz Platz u.s.w.)

: Wie kann man es jetzt anstellen, dass das Futter am Boden weniger interessant ist, als das in Frauchens Hand?
-- erstmal das Futter am Boden weglassen, und Frauchen beibringen, das sie das Lockmittel ausschleicht, der Hund sollte in eine Erwartungshaltung gebracht werden, nach dem Motto "Streng ich mich an, könnte es etwas Tolles von Frauchen geben". Wenn dann das Leckerchen auf den Boden dabei kommt, sollte die Belohnung von Frauchen zum Anfang hin auf jeden Fall stärker sein, als das Leckerchen auf dem Boden. Clickert ihr, damit ging es bei uns super.

:Ja, Blickkontakt auf Kommando zeigt er auch.Hmm, hast Recht, wir werden es mal so versuchen, gute Idee :)
-- darauf kann man doch toll aufbauen,

: Das mit der schnelleren Gangart benutzen wir immer dann, wenn ein Hund beginnt, die Übung etwas schlampig auszuführen -aber das liegt (wie immer) an den Hundeführern, die sowieso fast immer zu langsam gehen.
-- kenne ich, bei uns schlafen auch manche ein, das der Hund dann anfängt zu schnuppern, kann ich verstehen (aus Hundesicht, die latschen manchmal, als wenn sie Spazieren gehen würden, und am Besten dann noch dabei quatschen und nicht merken, wenn der Hund dann mal ganz toll hochschaut)

: Aber wir werden es jetzt mal mit dem Blickkontakt und dann einige Schritte gehen, versuchen.Ich sage dann bescheid, wie es klappt.
-- ja , sag Bescheid, wenn nicht, versucht etwas Tempo reinzubringen,

Viel Glück wünscht Dodo

doggy_trainer
12.12.2002, 17:40
Hallo Cheroks,

das Futter liegt natürlich nicht absichtlich auf dem Boden. Wir haben nur immer eine ziemlich große Anfänger-Gruppe und praktisch jeder lässt Futter in den ersten Wochen ´runter fallen. Das passiert natürlich auch nicht absichtlich und am Anfang ist es nun mal nicht leicht, gleichzeitig dem Hund etwas beizubringen und noch Leine und Futter richtig zu halten. Für die Fortgeschrittene-Gruppe, die hinterher kommt, ist das auch kein Problem, diese Futterstückchen am Boden, aber für die Anfänger... Ich hebe ja schon die Leckerlies auf, wenn ich welche fallen sehe, aber leider ist das nicht ständig möglich, da ich mich ja vor allem auf den Rest konzentrieren muss.

Grußi

doggy_trainer
12.12.2002, 18:06
Hallo Dodo,

Der Junge ist ein Serra d´Aires-Mix (portugiesische Rasse), sieht wie ein reinrassiger aus, nur ein Stück kleiner.

Wie sein Frauchen ihn noch beschäftigt, das weiss ich leider nicht.Ich kann sie mal fragen.Ich weiss nur, dass sie seit ein paar Wochen in der Anfängergruppe beim Agility sind.Ich bin selbst nicht mehr dabei, aber ich denke, das klappt dort ganz gut.Mit dem Ball ist der beim Agility nicht mehr zu motivieren, also wird nur noch Futter als Belohnung benutzt.

Die meisten Hütehunde, die ich kenne, spielen auch sehr gerne.Wobei wir aber auch einen Border Collie dort haben, der nur manchmal ein bisschen mit der Beißwurst Zerren spielen mag, ansonsten wird nur mit anderen Hunden gespielt (also kein Spielzeug).Die anderen Borders, mit denen er zusammen wohnt, sind verrückt nach allem möglichen Spielzeug.Es gibt also immer mal wieder Ausnahmen.

Ja, hast Recht.Die Futterstückchen in ihrer Hand sind ihm sicher, da er sie bei anderen Übungen bekommt.Nun lässt sich diese Ablenkung, sprich das Futter auf dem Boden, nicht vermeiden(!). Und ALLE Hunde wissen, dass Futter auf dem Boden liegt, alle wollen mal schnüffeln, aber letztendlich gelingt es immer, die Aufmerksamkeit des Hundes auf das Futter in der Hand zu lenken.

Diese Erwartungshaltung, von der du sprichst, in die bringt sie den Hund ja bei den anderen Übungen.Beim Blickkontakt z.B. schaut er schon relativ lange zu ihr hoch, ohne Hilfsmittel, also nur mit Belohnung am Ende.
Die Belohnung in ihrer Hand ist ja auch stärker, eigentlich... die hat eine ganze handvoll irgendeiner Wurst und auf dem Boden liegen die Futterstücke (meiste ganz kleine) nur einzeln herum. Bei einem Beagle beispielsweise könnte ich das Verhalten ja noch irgendwo nachvollziehen aber nicht bei ihm, der doch immer ein so gutes bei-Fuß gezeigt hat.

Sie clickert derzeit noch nicht aber sie möchte demnächst damit anfangen.Ich kann ihr dann etwas dabei helfen, wenn sie mit dieser Übung beginnt.

Am Samstag ist die nächste Stunde; dann schauen wir mal. ;)

Grußi

Cockerfreundin
12.12.2002, 18:45
Hallo, Doggytrainer!

Kann es sein, dass der Hund unterfordert ist und sich so seine *Abwechselung* und *Unterhaltung* selber sucht? Immerhin scheint er das bei Fussgehen ja zu beherrschen.

Wie abwechselungsreich gestalten sich denn die Fußübungen auf dem Hundeplatz? Laufen Hund und mensch auch mal Slalom zwischen Stangen oder um Baumstämme? Oder steht plötzlich mal ein hindernis im weg, dass es gemeinsam zu überqueren gilt?

Warum ich das erwähne: ich kenne Hundeplätze, da *spulen* Mensch und Hund zum Teil Monate lang die Übungen (zum Beispiel für die BH) auf ein und dieselbe Weise ab. Und irgendwann wundern sich dann alle (Trainer und Mensch), dass Fiffi keinen Bock mehr hat.

Grüße von
Annette + Basti :)

Ilona
12.12.2002, 19:27
Hallo Edda, liebe Annette und Basti,

Annette, Du hast mir die Frage buchstäblich aus der Feder genommen:) Ich wollte auch grad fragen, ob Hund nicht eventuell unterfordert ist.
Liebe Edda, ich würde das "Fuß"-Laufen erst einmal eine Weile nicht mehr auf dem Platz üben. Vielmehr würde ich die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Hundehalter in den Vordergrund der Übungen rücken. Dazu gibt es ein ganz tolles Buch von Eckard Lind "Hunde spielend motivieren".
Die Frage ist für die nächste Zeit: Wie lange schafft Hund es, sich auf Frauchen zu konzentrieren, ohne den Blick von ihr abzuwenden? Erlaubt ist Körpersprache von Frauchen, keine Kommandos sondern irgendwelche (selbst erdachten) Laute sowie ein Motivationsobjekt (Spielzeug, ein Leckerchen). Schafft Frauchen es, Hund wenigstens eine Minute an sich zu binden, ohne dass er die Nase auf den Boden tut? Klappt das prima, muss Hund sich nicht wie ein Roboter neben Frauchen her bewegen, sondern wichtig ist im Augenblick nur, die Aufmerksamkeit auf Frauchen zu lenken. Ich betone: auf Frauchen!!!, nicht auf das Spielzeug oder das Leckerchen. Hat Hundi begriffen, dass Frauchen der Mittelpunkt des Platzes ist, kann ich die "Fuß"-Übung langsam wieder aufbauen.
Liebe Edda, kennst Du die Methode nach Dildei? Eine Supermethode, wenn man Hund neu aufbauen möchte.
Musste ich mit meiner Püppi damals auch machen, da die stereotypen Übungen auf dem Hundeplatz sie unterfordert hatten und sie zu schlampen anfing.

Lieben Gruß, Illi

Daniela_J
12.12.2002, 19:38
Hallo Doggytrainer,

tut mir leid hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber meiner Meinung nach, hat der Hund nach 3 Monaten keine Lust mehr, du sagtest sie macht es genau so wie am ersten Tag ich denke das dies das Problem ist, Hunde wollen Abwechslung und Spaß beim Training meinen DSH trainiere ich mit Ball Beiswurst und Leckerlis, das bringt Abwechslung und macht Spaß, dazu muss man den Hund natürlich erst auf den Ball und die Beiswurst trainieren, wenn er die sieht lässt er alles stehen und liegen, man muss ihn immer wieder bestätigen und nach paar erfolgreichen Übungen auch kurz spielen. Und was das mit den Leckerlis betrifft keiner soll weiter gehen und die Leckerlis liegen lassen, wenn eins runter fällt stehen bleiben und den Hund nehmen lassen, sonst konzentriert er sich zulange auf dieses runtergefallene Leckerli, wenn er es nimmt ist er sofort für die nächste Übung bereit, trotzdem sollte man schauen das einem keine runter fallen aber bei Anfängern ist das schon noch ok.

Viele liebe Grüße
Daniela

Cockerfreundin
12.12.2002, 19:42
Hallo, Ilona!

Zitat
_______

kennst Du die Methode nach Dildei? Eine Supermethode, wenn man Hund neu aufbauen möchte.
_______

Was ist das für eine Methode????

Übrigens: das mit der Blickbindung durch Motivation/ Spiel stimmt hundertpro :D :D

Lässt sich auch gut einüben, indem du deinem Fiffi z.B. beibringst, um Deine Beine eine Acht zu laufen oder Slalom durch die Beine :D . Das Ganze dann ein paar Mal fetzig geführt mit einem Stecken oder ähnlichem (Tannenzweig z.B.), den fiffi dann anschließend *behalten* darf, ist ein tolles Spiel.

Ich brauch mich inzwischen nur noch zu bücken und Basti kommt angeflitzt fürs heißgeliebte Stöckchen :)

Grüße von
Annette + Basti :)

Ilona
12.12.2002, 20:11
Hallo liebe Annette,

Dildeis Methode ist genau was für fressgierige Hunde. Wenn Du mal das Wort "Dildei" bei google eingibst (Suchmaschine, kennst sicherlich), findest Du etliche Seiten.
Er formt ein Verhalten durch Futtergabe. Und zwar lehrt er das "Fuß"-Laufen sinngemäß wie folgt.

Du stehst vor Deinem Hund oder Hund vor Dir. Frauchen hält ein obersuper Leckerchen in der geschlossenen Hand. Hund stupst die geschlossene Hand von Frauchen mit der Schnauze an, um an das Leckerchen zu kommen. Frauchen verweigert das Leckerchen jedoch zunächst, bis Hund immer mehr und stärker drängelt. Frauchen bewegt sich auf das Drängeln hin rückwärts vom Hund weg, immer darum bemüht, dass Hund den Kontakt zum Leckerchen nicht abbricht. Dildei nennt das "Treiben" des Hundeführers. Die geschlossenen Faust befindet sich möglichst in Höhe des Bauches von Frauchen, so dass Hund auch nach oben schaun muss. Ziel ist es zunächst, dass Hund lernt, Frauchen sozusagen über den Platz zu treiben, um an sein Leckerchen zu kommen. Diese Übung wird zunächst ganz kurz gehalten, bis Hund sein Leckerchen aus der geschlossenen Faust bekommt. Hat Hund das "Treiben" gelernt, wird die Übung erweitert. Hund treibt Frauchen über den Platz, die Nase immer an der geschlossenen Faust, dann dreht Frauchen sich so um im Laufen, dass der Hund sich an ihrer linken Seite befindet.. Wenn der Hund dann immer noch nach dem Leckerchen in der Faust giert, bekommt er es nach drei, vier Schritten. Dann wird die Länge der Laufstrecke allmählich erhöht. Hund lernt dabei, wenn ich dicht bei Frauchen laufe, aufblicke und verrückt nach dem Leckerchen bleibe, bekomme ich es auch. Hat Hund das Leckerchen erhalten, wir der mit einem Armehochreißen und einem erfrischenden "OK" befreit und es wird gespielt. Nach und nach beginnt man, weite Bögen zu laufen, erst die leichten Bögen mit dem Hund, dann die schwierigeren gegen den Hund, bis man im Laufe der Zeit diese Bögen so einengt, dass beim Laufen ein rechter Winkel entsteht.
Genaueres kann man bei Dildei nachlesen. Die Übungen sind auf einer Webseite ziemlich ausführlich beschrieben, so dass man sie leicht nachvollziehen kann.
Uns hat das Üben damals riesigen Spaß gemacht. Dildei beschreibt sogar das Fährten und den Aufbau der Schutzhundausbildung.

Wenn Du die Seiten nicht findest, frag mich doch nochmal, ich geh dann auf die Suche, ja?

Liebe Grüße, Illi und Benji

Daniela_J
12.12.2002, 20:34
Hallöchen Ilona,

die Dildei Methode find ich auch toll (hab ich mit BC Mix susi) gemacht.

VLG
Dani Ben Susi