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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was sich so alles "Trainer" nennen darf!



speddy86
15.03.2008, 09:33
Hallo!
Ich wollte mal ein sehr heikles Thema ansprechen.

Nämlich das heiß umstrittene Thema Trainer/Reitlehrer.

ICh reite schon seid sehr vielen Jahren. Da ich oft gewechselt habe und viel erlebt habe, habe ich da schon echt einige Erfahrungen auf diesem GEbiet machen dürfen.Manche davon echt schauerlich.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich jeder einfach hinstellen kann und sagen kann "Ich bin ein Trainer/Reitlehrer"

Wenn man dann fragt: Wie lange reitest du denn und was kannst du? Dann kommen die interessantesten Antworten zu Tage.:eek::man:

Da sind Aussagen wie: " Zieh mal am linken Zügel" " Mach mal den Backenriemen zu(gemeint was der Sperriemen)" oder es kommen nur sätze wie "gut so, weiter so"(dabei läuft alles schief, außer dass der Trainer seine 40 Mücken für den scheiß kassiert")

Eine ganz bes. Trainerin durfte ich in einem Stall in dem ich 6 Jahre war beobachten. Wie man sie beschreiben kann?! Nur an sich und ihren Vorteil interessiert. Sie hat einem kraftlosen zierlichem Mädchen ein Pony verkauft von dem ein S-Springreiter geflogen ist(Ein Kumpel von mir und sog. gewinner des VGH-Cups). Nur weil sie in ihn verschossen war. Klar, ansich war es ein super Pony, nur nichts für einen Anfänger,der sichobendrein nicht durchsetzen kann.:eek::man:


Und das ist nur die Spitze des Eisberges.

Ich habe mir eine Faustregel geschaffen.

10-20€ für Training sind ok. Alles, was da noch drüber liegt grenzt an Geldabzocke. Und meißtens erkennt man daran auch die selbstsüchtigen Trainer. Die Trainer, die man links liegen lassen sollte, sind die die gegen das Pferd arbeiten, anstatt mit ihm. Und dann gibt es noch die Schreihälste. Ich habe es nicht nötig mich für mein Geld zusammen zu schreien zu lassen. Außerdem macht es nervös. Also auch damit, ab in die Tonne!:tu:
Wenn man erfolge erkennt und spürt, dass sich ein Pferd beim Training wohl fühlt, dann ist man an der richtigen Adresse.:tu:

Für Leute die kein eig Pferd haben:
Ist das Pferd gesundheitlich ok? Sitzt und passt das Sattelzeug? Sind irgendwo scheuerstellen? Wie sehen sie Ställe aus? Sind sie Artgerecht? Gibt es Weide für die Pferde?


Was habt ihr denn schon für Erfahrungen gemacht?

Liz10
18.03.2008, 15:37
Hallo speddy,

ich reite zwar schon lange nicht mehr, aber das mit dem Anschreien kenne ich gut. Das scheint also keine Ausnahme zu sein. Drei ganz prägnante Erlebnisse hatte ich, die ich bestimmt nicht vergessen werde.

Das eine war meine erste (und letzte) Westernreitstunde. 45 Minuten mehr oder weniger unbeaufsichtigt auf dem Platz rumgezuckelt. Die Reitlehrerin war gerade mit einem Reitschüler an der Longe beschäftigt. Mir und meiner Freundin (sind vorher nur englisch geritten, ich eben bei dem "Schreilehrer") hat sie kurz die Grundlagen erklärt, allerdings habe ich es überhaupt nicht geschafft, das auch so umzusetzen, ich habe es schlicht und ergreifend nicht kapiert, bzw. mir nicht merken können. Anstatt mich zu korrigieren, ließ sie mich eben machen und nachher wollte sie mir erklären, dass das doch kein Reiten ist, was ich da mache...

Das zweite Erlebnis: Ich bei einer Probereitstunde auf einem neuen Hof (der vierte in der Zwischenzeit), wieder alleine auf dem Platz. Die Reitlehrerin wieder mit einem Longenschüler beschäftigt. Mir schrie sie vom anderen Platz zu, ich solle antraben, das Pferd reagierte nicht, ich benutzte die Gerte (und das meiner Meinung nach ziemlich brutal, aber ich habe es von dem Schreilehrer so eingetrichtert bekommen, die Pferde dort reagierten auch auf fast gar nix mehr). Das Pferd reagierte immer noch nicht, sperrte sich noch mehr, stieg sogar ein wenig. Dann kommt von der Reitlehrerin anstatt einem hilfreichen Kommentar folgender: "Super, endlich mal jemand, der sich durchsetzen kann!" :man:

Das dritte und schlimmste Erlebnis: Der Schreilehrer war im Urlaub, also hat ein älterer Herr seine Vertretung übernommen. Angeblich pensionierter Reitlehrer. Wir waren in der Halle, von außen schlug jemand versehentlich mit einer Stange gegen die Wand. Ein Pferd scheute und rannte panisch durch die Halle. Die kleine Reitschülerin auf dem Pferd fiel, blieb aber mit dem Fuß im Steigbügel hängen. So weit nix passiert, das Pferd beruhigte sich schnell und blieb stehen, das Mädchen hing immer noch, bis dahin noch unverletzt... Der Reitlehrer fing dann voller Panik an zu schreien und auf das Pferd zuzurennen. Klar, was passierte, der Krankenwagen musste kommen... Ich ritt zu dem Zeitpunkt ein sehr nervöses Pferd, was durch den Vorfall und die Schreie natürlich auch durchgegangen ist und was sich nur noch schwer bändigen ließ. Der Reitlehrer machte nach dem Abtransport des Mädchens ganz normal mit dem Unterricht weiter. Ich sollte angaloppieren, daraufhin zeigte ich ihm einen Vogel. Ich hatte so schon meine Mühe, das Pferd überhaupt unter Kontrolle zu halten... Das war dann auch mein letzter Tag in dieser Reitschule.

Bis jetzt bin ich nicht mehr geritten, obwohl ich es schon irgendwie vermisse und regelmäßig darüber nachdenke, wieder anzufangen. Aber die Reitlehrer haben mir das vermiest. So etwas mache ich nie wieder mit und einen guten Reitlehrer zu finden, ist echt schwierig!

speddy86
18.03.2008, 18:14
@ Liz10: Da hast du ja auch ein paar nette Erfahrungen gemacht. :D

Deine Erlebnisse kommen mir nur zu gut bekannt vor.:-(0)
Habe Gott sei dank das Glück in einer sehr Reitbegeisterten Gegend zu wohnen und da ist die Auswahl an Trainern sehr groß(auch an Guten) ;)

absinth
18.03.2008, 18:47
Jesses, mir wurde immer nur eingetrichtert, dass in der Gegenwart der Pferde nicht geschrieen oder gerannt wird.
Und mein Reitunterricht war auch sehr ruhig :)

Liz10
18.03.2008, 18:59
Da hast du ja echt Glück gehabt! Meine beste Freundin hatte auch von Anfang an guten Reitunterricht, aber das war und ist für mich leider zu weit weg, bzw. ich glaube, den Hof gibt es inzwischen auch gar nicht mehr :-(

absinth
18.03.2008, 19:17
Mh, lag vielleicht daran, dass es kein Reitstall war, sondern ein privater Hof. Also auch kein geschlauchtes Reitschulpferd, und ich war die einzige Reitschülerin der Dame. Die aber leider manisch Depressiv war, weshalb dann irgendwann nix mehr war mit Reiten.
Eigentlich schade, denn meine Ausbildung war sehr gründlich, bin nur nicht so weit gekommen *g*

speddy86
19.03.2008, 11:13
Es geht wirklich nichts über eine gründliche Ausbildung. Das musste ich mehr als Leitvoll erfahren. Eingeschliffene Fehler wieder weg zu bekommen erforderd viel Arbeit, Gedult und Disziplin.:sporty::(

Heidi von Netz
01.07.2008, 13:13
Erstmal würde ich unterscheiden zwischen Trainer und Reitlehrer. Reitlehrer müssen eine entsprechende Ausbildung gemacht haben (die aber überhaupt nix zur Qualität besagt).

10 bis 20 Euro pro Reitstunde und ansonsten ist es Abzocke? Was bist du denn für ein Reitschüler? Weisst du überhaupt, was man als Selbständiger davon an Abgaben hat? Arbeitest du etwa für 2 Euro die Stunde? Träum schön weiter. Solche "Schüler" sind der Ruin und Geizhälse obendrein. (Sollen die doch auf Ziegen reiten lernen...)

Ein guter Reitlehrer setzt einen Reitschüler, der das Aussitzen lernen soll, auf ein piaffierendes Pferd. So ein Pferd braucht eine jahrelange Ausbildung und die willst du mit 10 bis 20 Euro bezahlen?

Kann es sein, dass du ein bißchen zu überzeugt von deinen Reitkünsten bist?

LG Angela (NUR Barockreiter)

speddy86
01.07.2008, 13:50
Erstmal würde ich unterscheiden zwischen Trainer und Reitlehrer. Reitlehrer müssen eine entsprechende Ausbildung gemacht haben (die aber überhaupt nix zur Qualität besagt).

10 bis 20 Euro pro Reitstunde und ansonsten ist es Abzocke? Was bist du denn für ein Reitschüler? Weisst du überhaupt, was man als Selbständiger davon an Abgaben hat? Arbeitest du etwa für 2 Euro die Stunde? Träum schön weiter. Solche "Schüler" sind der Ruin und Geizhälse obendrein. (Sollen die doch auf Ziegen reiten lernen...)

Ein guter Reitlehrer setzt einen Reitschüler, der das Aussitzen lernen soll, auf ein piaffierendes Pferd. So ein Pferd braucht eine jahrelange Ausbildung und die willst du mit 10 bis 20 Euro bezahlen?

Kann es sein, dass du ein bißchen zu überzeugt von deinen Reitkünsten bist?

LG Angela (NUR Barockreiter)


Hallo!
Auf deine "Anschuldigungen" möchte ich selbstverständlich Antworten.:tu::man:

Nein, ich bin keinesfalls super überzeugt von meinen Reitkünsten und ich habe auch noch nie davon gehört einem Reiter aussitzen durch ein Piaffierendes Pferd bei zu bringen.:?::confused:

Das ist eher sehr ungewöhnlich.

Da du ja Barockreiterin bist, möchte ich dich auch bitte auf Unterschiede hinweisen und dich bitten nicht auf andere Reitweisen rum zu trampeln. Jedem das seine! Du solltest vielleicht mal ein wenig tolleranz gegenüber anderen Meinungen und anderer Reitweisen lernen.:tu::wd::?:

Meine Trainerin lebt von ihrem Geld ganz Prima und unterhält eine tolle Anlage damit:tu:

www.meeresberg.de

falls es dich interessieren sollte.


Außerdem hatte ich dieses Thema im Rahmen meiner "schlechten Erfahrung" mit miesen, überbezahlten Trainern/Reitlehrern gemacht.;)

Talia
01.07.2008, 18:26
Im übrigen möchte ich noch anfügen dass ein RL keineswegs irgendne Ausbildung haben muss - da dies kein irgendwie geschützter Beruf ist kann sich jeder Depp der da unten was erzählt so nennen - auch wenn er grad mal weiss wo beim Pferd vorn und hinten ist!

figlia
02.07.2008, 13:07
Ich glaub, fast jeder kann ein Lied von diesen "Trainern" singen :man: Wobei ich aber nicht finde, dass man sagen kann, alles über 20 Euro ist schlecht!
Gerade RL die auch die Physiologie des reitenden Menschen (ist ja bei jedem anders) und des Pferdes in den Unterricht mit einbeziehen, sind schwer zu finden und dann nicht selten für 40 Euro die Stunde...

Meine "schönsten" Erfahrungen:
- Gebuchter Einzelunterricht (zum Vergleichen, andere Meinung hören etc):
RL: "Ok, ich geh mal schnell Eine rauchen." Und den Rest der Stunde sah ich ihn nicht wieder, erst 5 Minuten vor Schluß trabte er an: "Und alles geklappt?" *grrr*
- Erste Springstunde in einem anderen Stall:
RL: "Ahhh, sie reiten ja schon etwas länger. Da setzten wir sie mal auf XY, den springen wir grad ein." Waaaaaaas? :sporty: Diese Stunde habe ih dann nicht angetreten!
- Probestunde in kleinerem Stall:
RL: "Laß uns mal trotz Regen aufm Platz reiten, der mag die Halle nicht so..." Bin daraufhin 45 min. in strömendem Regen mit Pony über den Platz gewattet und dabei nicht über Schritt hinausgekommen (war unmöglich wegen der vielen, tiefen Pfützen).
- Probestunde (damals noch auf Schulpferd) im Gruppenunterricht:
Ich bemüe mich verzweifelt, Pony mit Schenkl zum antraben zu bewegen, RL: "Nee, hau ruhig mal feste mit der Gerte drauf, der ist nur faul, weil er jetzt schon 4 Stunden mitlaufen musste."
- Springunterricht bei Vertretungslehrer mit 3 Schülern auf Schulpferden:
Ein Pferd scheut vor dem Sprung 2x nacheinander, RL: "Laß mich mal eben drauf, der muss nur richtig zurechtgewiesen werden." Er schwang sich in den Sattel und fing an das Pfderd regelrecht mit der Gerte zu verprügeln, sodass wir alle abgestiegen sind und die Halle verlassen haben. :mad:

Was mir wichtig ist bei RU:
- Gleiche Ansichten üer Haltung! (Auch Schulponys täglich auf die Weide, alle haben eigenes, gepflegtes Sattel- und Putzzeug)
- Viiiiel Theoriewissen & logische Erläuterungen (Ich will einen Aha-Effekt beim reiten, damit ich weiß, so gehts richtig)
- Kein Gebrülle oder typische Floskeln (Es ist für mich und muss darum auch für den RL wichtiger sein, dass Pferd & Reiter sich aufeinander einfühlen können, danach kommt Sitz etc)
- Am Schluß noch pur Sympathie :rolleyes: I-wie muss ich ihn auch leiden können

BöHsE-MauS
09.07.2008, 01:10
Dann möcht ich hier auch mal was sagen.

Erstmal um Reitlehrer zu werden benötigt man zunächst den Basispass, dann das DRA 4 und das DRA 3 um den Trainerschein C machen zu können. Anschließend kann man noch den Trainer B und den Trainer A machen, wobei A das höchste Tier ist. Nur mal ganz ehrlich, nur weil jemand einen Trainer B hat, muss er noch lange keinen guten Reitunterricht geben.
Als Kind, zwischen 4 - 10 Jahren wurde ich von jemanden "ausgebildet" der sich Reitlehrer schimpfen durfte, der den Trainerschein, etc. hatte. Mit 10 Jahren zogen wir dann um und ich musste zwangsläufig auch den RV wechseln und bin zu jemanden gekommen, der nichts an Reitabzeichen hatte - aber genialen Unterricht gab! Diese wundervolle Frau hat bemerkt, was ein RL mit Trainerschein etc. nicht gemerkt hat, und zwar das ich immer falsch Leichttrabte und meine Knie nicht am Pferd hatte. Daher sagt sowas meist gar nichts aus.
Und nun will ich euch mal eine kleine "Geschichte" dazu erzählen.

Ich habe selber weder Trainerschein, noch Reitabzeichen. War aber als Reitlehrerin angestellt, habe Dressur bis Klasse A unterrichtet, mit teilweisen L-Lektionen.
Nun werden wieder einige sagen: boah, das gibts ja nicht, so eine darf Reitunterricht geben? Jo! Ich habe unterricht für Gäste gemacht, Ende der Saison wurden mir zwei Kindergruppen übertragen, da die Kolleginnen keinen bock mehr auf die Kids hatten. Insgesamt waren es 12 Kinder auf zwei Gruppen verteilt im alter zwischen 7 und 11 Jahren.
Ich fing also ca. Ende November an diese Kinder zu trainieren, die Kinder konnten nicht mehr als die Grundgangarten und ein paar Bahnfiguren, die teilweise sehr schlecht ausgeführt wurden, weil man es ihnen falsch erklärt hat. Nach nur 3 Reitstunden kamen die Eltern zu mir: Maren, seit dem du die Kinder unterrichtest sind die so super geworden, endlich lernen die mal was und haben auch total viel spaß daran was zu lernen! Die Kinder freuen sich richtig auf die Reitstunden, endlich lernen sie was und endlich zeigt jemand wie es richtig geht und "beschäftigt" die nicht einfach nur. Nach der 6. Reitstunde kamen die Eltern mit Geschenken bei mir an und haben sich bedankt dafür das es endlich mal jemanden in diesem Laden gibt, der den Kids was beibringt. Eine Mutter sagte sowas wie: Eine junge Frau, die sowohl mit Kindern als auch mit Pferden super umgehen kann, die nicht schreit oder brüllt, die die Kinder nicht grundlos fertig macht, die zwar auch manchmal etwas streng wird, was aber nicht schlimm ist aber danach immer einen Spruch auf Lager hat. Kurz gesagt, Eltern und Kinder haben mich geliebt dafür. Ich habe die Kinder innerhalb kürzester Zeit spielerisch mit Humor von Null auf knapp A gebracht. Wir standen auch kurz davor mit dem Springen anzufangen, leider wurde ich dann aber gekündigt...

Das andere Beispiel in dem Laden ist ein RL, der bis Klasse S springt und Dressur reitet, auch schon einige S Springen gewonnen hat. Da denkt jeder sofort: der gibt bestimmt guten Reitunterricht, bei dem kann man was lernen! Ich selber musste dann auch bei ihm mitreiten, was die reinste katastophe war. Ich hatte ien noch jüngeres, empfindliches Pferd unterm Sattel.. die andere aus der Gruppe sollte angaloppieren, was sie dann auch getan, allerdings im außenfgalopp. Der RL fing sofort an zu schrein: DIE IST IM AUSSENGALOPP! FANG NOCHMAL AN! In dem Moment wo RL so losgeschrien hat, hat sich mein Pferd megast erschrocken.. war aber komischerweise drauf vorbereitet und hab ihn gleich zurück genommen. Er wollte los, ich hatte ihm fest im Griff, das Ende vom Lied war dann das er gestolpert ist und mit mir hingefallen ist.. hab mir dann zwei Rippen angebrochen, Schulter geprellt, zwei Wirbel rausgesprungen - dem Pferd ist soweit nichts passiert, außer das er megaste angst vor dem RL hatte. Seit dem bin ich bei dem RL nicht mehr geritten. Er ist zwar S-Reiter, aber sein unterricht ist saumäßig blöd! Er schreit und brüllt nur rum, schmeißt mit Gerten gegen die Bande, klatscht laut in die Hände, schreit den Pferden nach, etc.
Was ich bei ihm gelernt habe? Jede Sekunde lang auf dein Pferd zu achten, da jeden Moment der RL losbrüllen kann oder mit Gegenständen nach dir oder der wand wirft! Er hat einer Kollegin mal einen schlüssel hinter her geworfen, wobei deren stute auch sehr schreckhaft ist.

Das krasseste an der ganzen Geschichte ist, nach dem ich gekündigt wurde, sind bis heute nur noch 2 - 3 Kinder dem Laden treu geblieben, alle anderen sind gegangen weil sie nur noch schlechten Unterricht bekommen haben, bzw. sie keiner weiter gefördert hat.

Also ich würde nicht unbedingt sagen, das jemand der weder Trainerschein noch Reitabzeichen hat schlechten Unterricht gibt, ich kann zwar keinen Unterricht in den höheren sparten bieten, aber dafür mach ich das doch echt gut - klingt jetzt eingebildet, aber hab so viele Komplimente bekommen deswegen. Und nur negatives über den S-Reiter zu hören bekommen.
Von den Müttern damals wurde ich sogar weiter empfohlen und gebe ab und zu ein paar Kindern privat mit ihren eigenen Pferden unterricht.

Ich kenne auch Leute die so wie ich sind, also nichts haben und logischerweise dementsprechend unterricht geben.. solche Leute sind einfach dähmlich und von denen sollte man die finger lassen! Ich konnte den Kindern auch nur viel beibringen weil ich mich durchs Netz schlau gemacht habe, ich habe sogesehn sehr viele theoriestunden am PC verbracht um den Kindern auch vernünpftiges beizubringen.

Das war jetzt sehr viel :) Aber musste mal raus.
Habe jetzt auch keine lust nochmal nach Tippfehlern zu suchen, also nicht böse sein wenn sich da son paar Fehler eingeschlichen haben ;)

Ach ja, wegen Geld.. hab nur 7,50 die stunde bekommen...

speddy86
09.07.2008, 08:40
Also ich bin keineswegs der Meinung, dass ein „S-Reiter“ auch Zwangsläufig super Unterricht gibt. Ich war schon bei Spring und Dressurreiter dieser Kategorie. Der eine interessierte sich mehr für „geile Hintern und große Ti…“ anstatt guten Unterricht auf den Schüler zuzuschneiden und die andere hatte uns nichts weiter zu sagen als sätze wie „super weiter so“ und „klasse, gut macht ihr das“(Iki ging mit durchgedrücktem Rücken, reckte die Nase gehen Himmel und hörte kaum mehr auf Schnekelhilfen).

Dazuwischen hatte ich auch gute Trainer. Jetzt muss ich gestehen bin ich wieder bei einer S-Reiterin. Sie reitet S-Dressur, ist Pferdewirtschaftsmeisterin und ritt Busch und Springen bis M bzw. S. . Und ihr Unterricht ist unglaublich gut.

Ich denke auch ein Trainerschein muss nicht unbedingt gutes Training verheißen. ;-)