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Sophie
07.12.2002, 12:22
hi

ich hab erine dringende frage an euch
seit ca. 4 wochen hab ich eine zweite reitbeteiligung dazu bekommen, es ist eine 10 jährige kleinere stute. sie ist absolut lieb, manchmal zwar sehr zickig, aber das liegt denke ich mal an den stuten.
die Besitzerin kommt leider nur einmal pro woche, und ich etwa 2-3 mal(sie steht in einem offenstall). sie reitet eigentlich imemr nur aus. und ich versuche jetzt ihr auch einbischen die dessur näher zu bringen. sie macht das alles auch super und man merkt richtig wie sie sich mühe gibt. aber das problem ist das sie ununterbrochen den kopf hichschmeißt, sobalt man die zügel auch nur etwas aufnimmt. ich hab das aber jetzt einigermáßen in den griff bekommen, da ich ihr meistens einen köhler zügel reinmach. das ist etwa das selbe wie ein martingal.
dann wollte ich fragen was ihr so von dieser art hilfszügel haltet, oder was ihr empfelt bei so einem pferd zu machen.
sie läuft sehr fleißig manchmal auch etwas hetzig und kann eben noch reichlig wenig...

vielen dank
sophie

AnnaS
08.12.2002, 07:51
Hi Sophie

Ich benutze bei meiner 4jährigen Stute einen Halsverlängerer. Da der aus Gummi ist, kann das Pferd sich mehr oder weniger die Anlehnung selbst aussuchen, eben wie es ihm am angenehmsten ist. So ein Halsverlängerer ist eben flexibel, und daher bindest du ein Pferd damit nicht so starr aus.
Für junge Pferde eignet der sich ganz gut, aber auch für ältere Pferde, die in dieser Form noch "ausgebildet" werden müssen.

Ich würde dir den Tip geben, zu versuchen, dein Pferd mehr aus dem Kreuz zu reiten, und es vorne nicht so festzuhalten. D.h. selbst wenn die Zügel mal ein wenig "durchhängen, ist es zwar nicht so dressur-üblich, aber wenn dein Pferd hinten aus dem Rücken geritten wird, fängt es meist von selbst an zu kauen, und damit auch sich selbst runterzukauen.
Gerade Pferde, die sen Kopf hochreißen, sollten vorne nicht zu sehr festgehalten werden, aber das weißt du wahrscheinlich auch selbst :D .

Ach ja, bei dem Halsverlängerer kannst du ja einstellen, wie weit dein Pferd ausgebunden wird. Binde es nur ganz, ganz wenig aus, so dass dein Pferd noch viel Spielraum hat. Denn die Anlehnung soll vom Reiten kommen und der Hilfszügel nur eine "HILFE" sein. Im Prinzip so, dass dein Pferd merkt "hoppla, da ist etwas, wenn ich meinen Kopf zu sehr hochreiße".

Liebe Grüße
Anna

Sophie
09.12.2002, 13:00
hi

danke für deinen tip, einen Halsverlängerer hab ich auch schon benutzt, hab auch eigentlich nichts dagegen, aber viele leute sagen, der sei total schlecht für das pferd, was ich eigenlich nicht verstehen kann...
weißt du was die damit meinen?

Danke sophie

AnnaS
09.12.2002, 13:12
Hi du

Also, ein Halsverlängerer ist in keinster Weise schlecht für ein Pferd. Er ist halt sehr flexibel, man kann ihn in verschiedene Längen einstellen, und er ist an der Longe zum Beispiel ein Ersatz für die Anlegnung durch die Zügel. Das Pferd kann sich, wie gesagt, die Anlehnung selbst aussuchen, und wenn man das Pferd nicht "zusammenknallt", ist ein Halsverlängerer nicht schädlich, sondern eher gut, weil er ein gewisses Stück weit nachgibt.

Warum es also schlecht für das Pferd sein sollte, kann ich nicht nachvollziehen.
Schlecht für den Reiter ist er wohl, da ein Pferd eben noch Spielraum hat mit der Anlehnung, und leider all zu viele Reiter sich von einem Ausbildezügel erhoffen, dass dieser die Arbeit übernimt, und Reiter nur noch draufsitzen muss.
Tut mir leid, anders kann ich es mir nicht erklären :D .

"Schlecht" wäre jeder Hilfszügel, wenn du ihn überwiegend benutzt. Aber das weißt du ja sicherlich selbst. Nur wenn man richtig mit so einem Hilfszügel umgeht, kann ein Halsverlängerer nicht schaden. Da du ja bereits einen hast, würde ich dir empfehlen, den zu benutzen, anstatt ein Martingal oder ähnliches.

Gruß,
Anna

EVAPINK
17.12.2002, 14:08
Ich habe vor kurzer Zeit eine junge Stute geritten, die ging echt super mit Sclaufzügel. Da kann sie sich strecken, ohne dazu gezwungen zu werden, damit sie es auch freiwilli macht!

AnnaS
18.12.2002, 08:04
Hallo EVAPINK

Also ich persönlich finde Schlaufzügel nicht geeignet. Und bei Schlaufzügeln gibt es generell zwei Dinge, die man beachten sollte:

1. Schlaufzügel gehören nicht an junge Pferde!
2. Schlaufzügel gehören nicht in Anfängerhände!

Ich will dir nicht unterstellen, dass du Anfänger wärst, ich hoffe, das verstehst du jetzt nicht so. Aber bei Schlaufzügeln hast du entweder die Möglichkeit, sie in der Hand zu halten (wie den 3. und 4. Zügel wie bei der Kandarre), und damit hat man eine viel zu starke Einwirkung auf das Maul. Darum sollten weder Anfänger noch Jungpferde mit Schlaufzügeln in der Form zu tun haben.
Wenn du ein Pferd damit ausbindest, ist halt das Problem, dass sie entweder durchhängen, wenn du zu großzügig ausgebunden hast, oder es engt dein Pferd ein, wenn du es zu sehr "zusammenknallst".

Schlaufzügel sind eben starr, und eignen sich daher nicht wirklich als Ausbinder, und erst recht nicht bei Pferden in der Ausbildung.

Normalerweise sind Schlaufzügel wirklich nur von Leuten zu verwenden, die wirklich gut reiten können, und dann auch nur in der Form, sie als 3. und 4 . Zügel zu nutzen.

Gruß,
Anna

Horéemausi
19.12.2002, 21:09
hi!
ich wollte meine stute auch mal mit halsverlängerer longieren, aber wie kurz oder lang muss er verschnallt werden (wie z.b beim ausbinder, der sollte gut vor der senkrechten sein). und : eignet sich ein halsverlängerer auch für etwas schnellere pferde die sich beim ersten galopp an der longe gerne ausbuckeln?
danke schon mal für die antworten,

AnnaS
20.12.2002, 07:29
Hi

Also, wie lang oder kurz der Halsverlängerer sein soll, hängt von vielen Dingen ab.

1. Wie alt ist dein Pferd?
2. Welcher Ausbildungsstand?
3. Wie durchlässig ist sie?
4. Ist sie regelmäßig im Training, oder eher nur ab und zu mal?

Ist dein Pferd noch jung, sehr undurchlässig oder stehst du am Anfang der Ausbildung, dann solltest du großzügig ausbinden. Das heißt, du stellst sie im Prinzip noch gar nicht ein mit dem Halsverlängerer, zeigst ihr lediglich, dass da etwas ist, wenn sie den Kopf zu sehr hochreißt.

Ist deine Stute es allerdings gewohnt, durchs Genick zu gehen, dann gehst du ebenfalls bis kurz vor die Senkrechte.

Es ist ja beim Halsverlängerer so, dass der im Großen und Ganzen die "normale Anlehnung beim Reiten" imitiern soll. Sprich, du hast auch beim Reiten dein Pferd auch nicht stur in einer konstanten Anlehnung, sondern du reitest dein Pferd durchs Genick.
Hm, wie drück ich es aus? Also mal ganz krass gesagt, riegelst du dein Pferd nicht runter, sondern du lässt ihr einen gewissen Spielraum. Durch das Reiten von hinten (also aus dem Kreuz und von den Schenkeln) kommt dein Pferd langsam runter. Und genau das soll der Halsverlängerer eben auch bewirken. Du gibst ihr somit die Chance, von selbst so losgelassen zu werden, dass sie anfängt, durchs Genick zu gehen und die Anlehnung zu finden, die sie als angenehm empfindet.

Generell, und nicht nur bei einem Pferd, das beim ersten Galopp an der Longe buckelt, empfehle ich, die Pferde erst mal alle drei Grundgangarten an der Longe ohne Hilfszügel gehen zu lassen, und zwar auf beiden Händen.

Meine eine Stute muss sich auch erst mal austoben an der Longe. Bei ihr (und nun generell bei allen Pferden) mache ich es so, dass ich sie an der Longe erstmal 10 Minuten Schritt gehen lasse, dann 5 Minuten traben, dann zwei, drei Runden galoppieren, eben so lange, bis man merkt, der erste Dampf ist raus. Dann Handwechsel. Auf der anderen Hand ein paar Minuten Schritt, ein paar Minuten Trab, ein paar Runden (2-3) Galopp. Dann können sie eben, wie gesagt, den ersten Dampf ganz frei ablassen, und sind auch viel bereiter, sich mit dem Training zu befassen.

Aber generell ist ein Halsverlängerer auch bei schnelleren Pferden angebracht, da sie doch mehr Freiheit haben mit einem flexiblen Hilfszügel, denn bei einem Ausbinder zum Beispiel sind sie doch sehr fest ausgebunden. Und wenn Pferde dann etwas mehr Power haben, sich aber eingeengt fühlen, fängt schnell mal ein Unwille an, der sich dann im Kopfschütteln, oder einfach stehenbleiben, oder sonst welchen Widersetzungen äußert.

Gruß,
Anna

Sophie
22.12.2002, 21:23
hi
Was mich aber am Halsverlängerer stört ist, dass das Pferd zwar den Kopf nicht hochreißen kann, aber wenn man den Verlängerer so einstellt, dass das Pferd ordentlich in der Anlehnung läuft, kann es sich kaum vorwärts-abwährts dehnen, und ich finde nur dann (abwärts) kann das Pferd den Rücken richtig hochwölben....

Sophie

AnnaS
23.12.2002, 09:22
Hi Sophie

Also, wenn du meinen Rat hören willst - binde dein Pferd NIE so aus, dass es in einer ordentlichen Anlehnung läuft! Egal mit welchem Hilfszügel.

Es ist leider eine weit verbreitete und häufig angewandte Methode, sein Pferd richtig ausgebunden zu longieren. Dann bringt man dabei sein Pferd in die richtige Anlehnung, das ist klar. Doch eigentlich ist das Schwachsinn.

Das Thema Longieren ist eh ein Thema für sich. Ich würd das gern mal aus meiner Sicht erklären:

Viele Leute longieren, weil sie schlicht und ergreifend keine Lust zum Reiten haben. Dann denken diese Leute, sie müssten ihre Pferde "zusammenbinden". Diese Pferde können dann an der Longe egal mit welchem Hilfsmittel, nie vorwärts-abwärts gehen. Und genau das ist das Probelm.

Das Longieren an sich ist aber a) für die Ausbildung eines Pferdes unersetzlich, und b) für die Gymnastizierung ebenso wichtig. Man soll sogar das Longieren in die normale Arbeit mit einbringen, und so kann man es nach wie vor machen, wenn man nicht reiten will, doch dann sollte man sich eben wenigstens an das halten, was beim Longieren wichtig ist - nämlich an das Gymnastizieren.

Hierbei soll ein Pferd gar nicht durch Menschenhand (also durch Hilfszügel) in die Anlehnung gebracht werden, sondern es soll sich selbst in Anlehnung bringen, wenn es vom Rücken her dazu bereit und fähig ist.

Die natürliche Anlehnung eines Pferdes kommt ganz von allein. Denn wenn ein Pferd im Rücken frei ist, merkt es von sich aus, dass es für ihn viel angenehmer ist, in der Anlehnung zu gehen. Dazu muss ein Pferd vorne Freiheit haben, und von hinten geritten werden. An der Longe ersetzt man das durch das Treiben an der Longe, und durch Abwechslung, wie immer mal den Zirkel verkleinern und vergrößern zum Beispiel.

Versuch mal spaßeshalber (was dann aber vom Spaß zur Routine werden sollte ;) ) dich im Schritt auf dein Pferd zu setzen, es nur mit Schenkel und Kreuz zu reiten, und die Zügel lang zu lassen. Nimm die Zügel dafür zwar auf, aber lasse sie richtig lang. Und nun versuchst du, bewusst mit Schenkel und Kreuz zu reiten. Nicht nur stur ganze Bahn, sondern viele Hufschlagfiguren, viele Handwechsel. Lediglich zum Lenken, wenn es nicht anders geht, benutzt du ansatzweise die Zügel, aber versuche eben bewusst, mit Kreuz und Schenkel zu lenken.
Unter Umständen kann es lange dauern, aber du wirst merken, dass dein Pferd irgendwann ganz von allein anfängt zu kauen und sich so auch "runterzukauen", sprich es bringt sich von allein in Anlehnung, einfach weil es merkt, dass es für ihn so viel angenehmer ist.

Und wenn du es beim Reiten schaffst, dein Pferd ohne jegliche Hilfsmittel und ohne Zügel in die Anlehnung zu reiten, wird dir klar, dass genau das auch an der Longe geht. Natürlich wirst du das nicht beim ersten Mal schaffen, es sei denn dein Pferd ist so gut gymnastiziert. Das sind jedoch leider die wenigsten und es ist auch eine Menge Arbeit.

Wenn du nun mit einem Hilfsmittel (und ich schwöre nach wie vor auf den Halsverlängerer) eine andeutende Anlehnung erzeugst, ist das okay. Dann hat dein Pferd einen gewissen Halt, den es vielleicht anfangs einfach braucht (wie bei der Ausbildung der Pferde). Doch wie gesagt, deute diese Anlehnung nur an, sonst wird dein Pferd auch niemals in der Lage sein, vorwärts-abwärts zu gehen.

Und noch etwa: Das, was du mit einem Hilfsmittel erzeugst ist eine künstliche Anlehnung. Dein Ziel sollte aber eine natürliche Anlehnung sein, die dein Pferd eben von sich aus annimmt, wenn es merkt, dass es angenehmer ist. Und die natürliche Anlehnung wirst du eben nicht erreichen, wenn du dein Pferd wirklich in eine konstante Anlehnung ausbindest.

Meiner Meinung nach sind die ganzen Ausbinder (welcher Art auch immer) nur dann sinnvoll, wenn ein kompletter Anfänger auf einem Pferd sitzt und sich eben noch gar nicht so recht orientieren kann. Dann sollte das Pferd genug aufgewärmt und gelöst werden, damit man es dann ausbinden kann, und der Anfänger sich richtig auf sich selbst konzentrieren kann und nicht auf das Pferd. Doch für jeden, der Erfahrung hat, sollten Hilfszügel beim Reiten ganz weg bleiben, und beim Longieren eben wirklich nur als HILFszügel betrachtet werden, die unterstützen sollen, aber eben nicht komplett die natürliche Anlehnung unterdrücken.

Gruß,
Anna

Sophie
23.12.2002, 21:05
hi

Danke für den Ermahnung, ich weiß das eigentlich, nur in der Praxis ist das immer etwas anders. Ich habe zwei Pferde, das eine läuft total langsam, dass man ihn fast nicht von der Stelle bekommet. und das andere läuft so zügig, dass wenn man nur etwas antreibt, es sofort den Kopf hochschmeißt und losrennt wie blöd. Sie bekommt auch immer total, ich denke es ist schon balt Angst , wenn ich die Zügel aufnehme. Also hab ich sie jetzt immer sehr lang gelassen, und dann stellt sie sich auch immer wieder von selbt zusammen. Aber wenn ich mit ihr irgentwann auch mal etwas springen will, kann ich das nicht mit durchhängenden Zügeln machen. Das andere Pferd ist eben sehr langsam, aber ich probier das jetzt mal aus, was du mir geraten hast. Ich denke das müsste funktionieren.

Danke Sophie

AnnaS
24.12.2002, 08:25
Hi Sophie

Hm, ich hatte nun ein bisschen Probleme, deinen Beitrag richtig zu verstehen. :confused: . Kann aber durchaus an der Uhrzeit liegen:D .

Verstehe ich es richtig, dass die eine von dir (ich nehme mal an der Araber) sehr zügig vorwärst geht, und sobald du die Zügel aufnimmst, reisst sie den Kopf hoch? Ok, ich denke das war auch zu verstehen. Aber wieso meinst du, sie hätte Angst?? Ich glaube, das habe ich nicht so ganz verstanden.
Wär schön, wenn du was dazu schreibst.
Ich würde dir aber raten, auch (oder gerade) bei Angst, dein Pferd nicht wirklich auszubinden. Denn mal angenommen, sie hat wirklich Angst, dann wird sie eine Anlehnung immer mit etwas schlechten (ihrer Angst) verbinden. Denn wenn du sie RICHTIG ausbindest, hat sie absolut keine Chance mehr, sich aus dieser Lage zu befreien, und das macht ihr noch mehr Angst.
Dann würde ich dir wirklich raten, sie mit einem Halsverlängerer so extrem lang auszubinden, dass er keinerlei Anlehnung erzeugt, aber deinem Pferd zeigt, dass nach oben hin irgendwann Schluss ist.
Doch ich würde mich auf jeden Fall erst mal damit beschäftigen, weshalb sie Angst haben könnte. Und dann solltest du dich mit der Lösung der Ursache beschäftigen. Ansonsten bekämpfst du Symptome, aber nicht die Ursache.

Was deinen anderen angeht - sobald du den ausbindest, wird er noch langsamer. Kann das sein? Ein langsames Pferd zu longieren ist schon ein wenig Arbeit, auch für den Menschen. Denn du hast ja nicht so viel treibende Kraft wie beim Reiten. Doch bindest du ihn aus, nimmst du ihm Freiheit nach vorne. Und warum sollte er dann noch nach vorne gehen? Außerdem grenzt das wieder an meine Meinung von gestern an - du zwingst ihn (mal übertrieben gesagt, da ich nicht weiß, WIE du ausbindest) in einer Anlehnung zu gehen, wenn er sich soweit aber noch gar nicht frei gegeben hat. Und auch hier hat es meist eine Ursache, wenn ein Pferd richtig lansam und tranig ist. Was ist es denn für ein Pferd? Klar, dass ein Kaltblut oft nicht so viel Power hat wie ein Araber. Oder dass ein Norweger nicht so geht wie ein Hannoveraner. Damit will ich sagen, es liegt auch mit an der Natur des Pferdes, aber vielleicht ist es auch wirklich ein Grund von fehlender Losgelöstheit??!!

Wenn du magst kannst du gern noch etwas dazu schreiben. Vielleicht fällt mir was dazu ein. Und sollte ich dich mit meinen Ratschlägen nerven, dann sags ruhig. :D

Erst mal liebe Grüße und erst mal schöne Weihnachten
Anna

Sophie
25.12.2002, 22:39
hi
nein du nervst mich ganz und gar nicht, ich find das total interressant...

Also, die eine ist eine Stute, irgentein mix. ewa so groß wie ein Haflinger, nur viel zierlicher. Ich weiß nicht ganau ob es Anst ist, sie fängt nur an wenn ich die Zügel aufnehme total zu trippeln und total hecktisch zu werden, wenn ich die zügel dann wieder lang durchhängen lasse, wird sie wieder etwas ruhiger. Ich enge sie auch auf keinen Fall mit irgentwelchen Ausbindern aus, von denen ich bei der Ausbildung eh nichts halte. Ich benutzte bei ihr einen sogenannten Köhler-zügel. Der ist so ähnlich wie ein Martingal, nur dass er nicht mit ringen an den Zügeln verbunden ist, sondern er geht durch die Gebissringe, dann wieder zu dem Strick der dann unten am Gurt befestigt ist. dann ist noch ein Riemen, wie beim Maringal um den Hals. (verstehst du das :-) ) Das ist bei ihr denke mal ganz gut geeignet, sie kann ihre Anlehnung sebst suchen, aber wenn sie versucht den Kopf hochzuschmeißen bekommt die einen Gewissen Zug am Gebiss. Dadurch hat sie das alles eigenltlich ganz gut gelernt und macht auch freiwillig und ergeißig immer mit. Früher hab ich bei ihr auch den Halsverlängerer benutzt, aber dann hab ich eben von vielen gehöhrt dass der ger nicht so toll sein soll. Bei ihr ist die Versammlung eugentlich nicht so das Problem, mehr eben dass ich die Zügel immer durchhängen lassen muss/sollte.

Das andere Pferd ist ein 16 jähriger Holsteiner. Er war eigentlich schon immer sehr träge und gelangweilt auf dem Platz. ich meinte er langweilt sich eben auf dem Platz , weil er beim Ausreiten immer ganz normal drauf ist. Heute hab ich das mal probiert, was du mir empfolen hast mit langen zügeln und einfach nur treiben, bis er sich von allein versammelt, aber das hat nicht wirklich geklappt, er ist zwar um einiges fleißiger geworden, was denke ich mal ein guter Anfang ist, aber von irgenteiner Versammlung hab ich da nichts gemerk. Er kennt das aber auch erst seit ich ihn reite, das es da so etwas wie eine Versammlung gibt(manchmal wenn er gut drauf ist, bekomme ich ihn auch ohne probleme versammelt, aber das ist leider viel zu wenig oft), er wurde halt früher mal schnell ne Stunde durch die Halle gezogen und dann wieder in die Box gesteckt, jetzt ist er den ganzen Tag in einer Herde auf einer Koppel. Aber dioe Arbeit macht ihm immer noch keinen Spaß. Abwechslung bielte ich ihm denke mal schon, (Longe, Ausritt, Platz, Kavallettie(?), dann mal Nerven Training( Springen darf er nicht, hat Arthrose in den Vorderbeinen)).

Also ich hoffe du weißt jetzt ewas mehr über meine Pferde, und kannst mir weiterhelfen...

Vilen Dank
Sophie
P.s. Frohe Weihnachten wünsch ich dir natürlich auch!

shiela
26.12.2002, 12:26
Hallo Sophie, hallo Anna

hmm, eines macht mich doch ein wenig stutzig an Euren Ausführungen.

Keiner hat sich bisher gefragt, warum die Stute wohl den Kopf hochnimmt, wenn der Zügel angenommen wird. Das können gesundheitliche Probleme sein, mangelndes Gleichgewicht o.ä.

Stattdessen macht Ihr Euch einen Kopf über den besten "Hilfszügel". Meint Ihr nicht, es wäre ratsamer, erstmal nach der URSACHE zu forschen, bevor Ihr schon mit Lösungen aufwartet?

Liebe Grüsse
shiela

Sophie
26.12.2002, 12:34
hi

das ist natürlich richtig, aber ich denke es liegt daran, dass sie früher außschlislich ausgeritten wurde, und das ja meist immer mit durchhängenden Zügeln...
Sie ist auch sonst sehr sensiebel(im positiven sinn) was die Hilfengebung angeht, ich meine sie reagiert sehr schnell, auf leichten schenkeldruck, oder Gewichtsverlagerungen, aber auch sehr deitlich auf dei Stimme. Das ist antürlich alles super, ein so feinfühliges Pferd zu reiten, nur möchte ich auch herausfinden, warum sie eben so extrem auf die Zügelhilfen reagiert...

bis dann
Sophie

shiela
26.12.2002, 15:09
Hi Sophie,

also meiner Meinung nach kann es "an dem ausschließlichen Ausreiten" nicht liegen, als Ursache meine ich. Entweder hat sie ein Gleichgewichtsproblem, worauf ich mal tippe, oder sie hat in der Vergangenheit z.B. schlechte Erfahrungen mit "Zügel annehmen" gemacht - wie auch immer die ausgesehen haben mögen.

Ich sehe nur, daß wenn sie den Kopf hochschmeisst, sie Dir eindeutig signalisiert, daß etwas NICHT in Ordnung ist. Das kann z.B. ein Rückenproblem sein, oder Halswirbelbereich, ein nicht richtig sitzender Sattel, ein nicht richtig sitzender Reiter, eine zu harte Hand, falscher Muskelaufbau, Zähne, Gebiss oder, oder, oder..... sein.
Es gibt 1000 Gründe warum, und ersteinmal ist es unbedingt erforderlich, den Grund für diese Verhaltensweise zu finden. Es ignorieren und einen Hilfszügel draufmachen kann zum einen das Problem verschlimmern, wenn es z.B. gesundheitlicher Art ist, oder Widersetzlichkeiten des Pferdes hervorrufen, die dann durchaus gerechtfertigter Art sind.

Ein Hilfszügel ist in den seltensten Fällen eine gute Lösung. Du sprichst z.B. von "Versammlung", aber dazu brauchst Du vorangig die "Losgelassenheit" des Pferdes. Hast Du die nicht, hast Du gar nichts, und dann ist es auch keine "Versammlung", sondern lediglich ein "zusammenziehen" (vorne gegenhalten, hinten treiben). Das sich ein Pferd dann dagegen wehrt, ist absolut gerechtfertigt.

Wenn Du es rausfinden möchtest, müsstest Du zuerstmal den Gesundheitszustand des Pferdes testen, sprich Rücken, Zähne und den Sattel würde ich auch prüfen lassen.
Es kann z.B. auch der Sitz des Reiters sein, der dann blockiert. Gerade weil sie am längeren Zügel ja durchaus willig ist.

Dann solltest Du schauen, ob sie "spurgetreu" läuft - sprich ob sie "gerade" ist. Ein schiefes Pferd kann man nicht in der Versammlung reiten. Fängt sie z.B. an zu laufen, wenn Du den Zügel annimmst, oder stoppt sie deutlich im Tempo? Wird sie "hart" im Rücken, löst sie sich, wenn Du wieder nachgibst?

Du siehst, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die zu diesem Verhalten führen können.

Liebe Grüsse
shiela

Sophie
26.12.2002, 18:57
hi

ja ich denke ich erkenne jetzt erst den Grund, es könnte höchstwarscheinlich am Sattel liegen. die besitzerin reitet immer ohne Sattel aus. Was denke ich mal auch nicht so besonnders gut auf längerer dauer ist, und sie hat sber noch einen alten Sattel für die Mona gehabt, den ich ihr auch immer auflege, aber der passte kaum, weil der schwerpunkt zu weit hinten war, darauf haben wir ein Keilkissen eingesetzt, was natürlich schon ziemlich schitt ist. Ich hab die Besitzerin auch gefragt, ob es nocht besser wäre den Sattel nochmal anpassen zu lassen. Aber sie meinte sie bringt einfach das Geld dafür nicht auf:-( Also hab ich eben jetzt doch den Sattel benutzt(was natürlich ziemlich dumm ist, aber das Pferd musste ja trotzdem bewegt werden.
Die Besitzerin meinte aber auch, dass sie das schon immer so macht, mit dem Kopfhochschlagen. Also spricht das natürlich wieder gegen den Sattel.
Also das ist alles ziemlich doof....

Sophie

shiela
27.12.2002, 19:50
Hallo Sophie,

dann würde ich an Deiner Stelle lieber ohne Sattel reiten oder mit einer Art Reitkissen. Denn ein Sattel, der nicht passt, übt Druck aus und kann auch zu Sehnenschäden führen, wenn über einen längeren Zeitraum damit geritten wird. Von Rückenproblemen reden wir mal gar nicht, die dürfte sie dann eh haben.

Das kannst Du aber testen, in dem Du mit dem Finger rechts oder/und links an der Wirbelsäule mit etwas Druck entlang streichst. Geht sie dabei in die Knie oder drückt den Rücken weg, dann kannst Du davon ausgehen, daß sie jetzt schon Schmerzen hat.

Liebe Grüsse
Elena

AnnaS
28.12.2002, 09:08
So, nun sind die Feiertage vorbei und ich melde mich auch noch einmal zu Wort.

@ Shiela:
Okay, ich habe den gesundheitlichen Aspekt ziemlich außer Acht gelassen, da dieses Thema um Hilfszügel ging und nicht um "Hilfe, mein Pferd reißt den Kopf hoch". Es ist eben nicht IMMER so, dass ein Pferd den Kopf hoch reißt oder mit dem Kopf schlägt, weil es Schmerzen hat, und so hielt ich mich eher an der Ausbildung fest und nicht an der gesundheitlichen Geschichte. Schön, dass du das mal mit in die Runde geworfen hast hier ;) .

@ Sophie:
Wenn du nun Ansätze hast, woran es in Bezug auf Schmerzen liegen könnte, solltest du das natürlich wirklich mal abklären. Was den Sattel angeht - es gibt keine 100%ig passenden Sättel für ein Pferd, aber dazu schrieb ich in einem anderen Beitrag schon mal. Du kannst natürlich mit diversen Dingen eine kleine (KLEINE) Unstimmigkeit beim Sattel ausgleichen, wie dicke Satteldecke, Keilkissen, Vorgurt, etc.

Eines hat mich etwas verwundert: Du schreibst von Versammlung. Und bevor du ein Pferd versammelst, sollte es durchlässig und losgelassen sein. Und das erreichst du alles im Arbeitstempo, aber nicht in der Versammlung.

Zu der Stute:
Du schreibst, sie wurde früher mit durchhängenden Zügeln geritten. Und nun tippe ich viel mehr darauf, dass sie es gar nicht kennt, dass man die Zügel aufnimmt, was natürlich erst mal eine gewisse Art von Druck erzeugt. Und Pferde weichen dem Druck, d.h. sie reißt den Kopf hoch und wehrt sich. Ich denke, es ist beides sehr plausibel. Erstens, dass sie Schmerzen haben könnte, zweitens, dass sie völlig ungeritten ist. Mache am besten wirklich den Test, wie Shiela es beschrieben hat. Ist sie nicht verspannt im Rücken, reitest du sie mal ohne Sattel. Macht sie es dann trotzdem, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass es eine "Macke" ist, vielleicht weil sie es nicht kennt. Daran kannst du arbeiten. Frisst dein Pferd ganz normal, dann wird sie keine großen Probleme mit den Zähnen haben. Oder passt das Gebiss vielleicht nicht richtig? Was ist es für ein Gebiss. Hmm, toller Übergang von den Zähnen zum Gebiss!!! Ich meine natürlich das Gebiss an der Trense und nicht das im Maul :cool: .
Ich denke, erst wenn du das herausgefunden hast, können wir wirklich weiter über die Ausbildung oder Korrektur sprechen.

Zu dem Holsteiner:
Auch hier schreibst du von Versammlung, was mich ein wenig irritiert. Die Versammlung ist eben kein normales Arbeitstempo, und die Versammlung solltest du sein lassen.
Wenn das funktioniert hat, was ich dir geraten habe, dann freu dich, dass er fleissiger wurde, denn das soll doch dein Ziel sein.
Dass du ihm Abwechslung bietest ist schon mal toll. Das solltest du jedem Pferd bieten. Nur es gibt in der Tat Pferde, denen die Arbeit auf dem Platz gar keinen Spaß macht (habe selbst auch so ein Exemplar zu Hause). Dennoch MUSS diese Arbeit in meinen Augen auch sein. Dein erstes Ziel muss sein, dass er fleissiger mitarbeitet. Das hast du ja auch schon erreicht. Verfestige das einfach weiter. Und wenn du dich auf dem Platz erst mal mit solchen Arbeiten befasst, anstatt eine Stunde streng nach "klassischem Unterricht" zu reiten. Damit machst du ihn durchlässiger und rittiger. Und dann ist es eben auch Ermessenssache, wie du weiterarbeitest. Das kann man sehr schlecht sagen, wenn man nicht sieht, wie dein Pferd ist, wie du reitest, usw. Man muss sowas "vor Ort" sehen, und per Ferndiagnose ist es eigentlich nicht richtig möglich.
Sollte dein Hauptproblem aber sein, dass er so enorm faul ist, hast du nun einen guten Ansatz, wie du langsam aber sicher etwas mehr Fleiß hineinbekommst.

Mich würde es freuen, wenn du dich noch mal meldest, wenn du gesundheitliche Probleme bei deinem Pferdchen herausgefunden oder ausgeschlossen hast. Und ebenso natürlich bei Fragen, Fortschritten oder Problemen mit dem Holsteiner.

Liebe Grüße
Anna