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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutbefund-->Cholesterin und hohe Nierenwerte



Petra
06.12.2002, 14:08
Hallo,

es geht nicht um unseren Hund sondern um einen Dackel in der Familie.

Beim Blutbefund kam heraus das er Probleme mit der Niere hat(Anfangsstatium) und zu hohe Fettwerte(Cholesterin). Das Cholesterin schlägt sich auf die Augen. Diese sind daher trüb. Seitdem er Diätfutter bekommt ist es zum Glück schon viel besser geworden.

Habt ihr ein paar Tipps welches Futter kann man noch geben?
Vom Tierarzt hat er ein spezielles Futter von Waltham(für die Nieren) bekommen. Dieses hat aber mehr Fett als z.b Vivaldi Nassfutter. (Vitello). Der Dackel ist schon 12 Jahre alt uns sehr wählerisch beim fressen. Wie ihr Euch sicher vorstellen könnt mag er das Futter von Waltham überhaupt nicht. Laut Tierarzt muss er das Futter fressen. Er bekommt Hälfte Waltham Hälfte Reis/Gemüse. Er frisst nur ganz wenig und etwas dünner ist er auch schon geworden. Aber der TA mein man muss eben "hart" bleiben.

Vielleicht gibt es noch eine andere Futtersorte die man bei solchen Problemen geben kann. Ich muss auch dazu sagen das der TA allgemein keine Ahnung vom Futter hat und immer Waltham "verschreibt"!

Hoffe ihr habt ein paar gute Tipps diese ich dann weiter geben kann!

Luja
06.12.2002, 20:19
Hallo Petra!
Wenn der Hund das Futter von Waltham nicht mag, gibt es auch noch andere Firmen, die Futtermittel für Nierekranke Tiere herstellen. Habt Ihr denn das Trofu? Es gibt ja auch Nassfutter, auch von Waltham. Ansonsten bieten noch Hills, Eukanuba, Royal Canin sowie weitere Firmen solche Futtermittel an. Die gibt es allerdings alle nur beim TA, da sie als verschreibungspflichtiges Medikament gelten.
Aber bitte wirklich nur diese Futtermittel geben, da sie auf die besondere Stoffwechsellage eines nierenkranken Tieres zugeschnitten sind.
Kleine Tricks, um ein Tier zu fressen zu bewegen, sind so Dinge wie z.B. das Anwärmen von Futter (oder sogar leicht anbraten), dabei werden Geschmacksstoffe freigesetzt. Ansonsten kann man noch probieren, ob der Hund vielleicht in Gesellschaft eines anderen Hundes etwas frisst, viele Tiere sind ja doch etwas futterneidisch. Zusammen machts auf jeden Fall mehr Spass.
Auch sollte man das Futter nicht immer anbieten, sondern wegstellen, wenn der Hund es nicht sofort frisst. Auch das kann manchmal zum Erfolg führen, er ist dann nicht so "übersättigt". Was auch noch ganz wichtig ist, das Futter auch als "lecker" anbieten. Wenn Herrchen oder Frauchen in Beisein des Hundes die Dose öffnen und schon mit diesem "so-sieht-also Diätfutter-aus-Blick" den Napf füllen, denkt sich der Hund auch "wenn die das schon eklig finden, warum soll ich das denn fressen?"
Auch ist es möglich, die Futterumstellung langsam anzugehen und immer etwas mehr von dem neuen Futter unter das alte zu mischen, dann gewöhnt sich der Hund an den Geschmack. Wichtig ist auch, erst mit der Umstellung zu beginnen, wenn es dem Tier wieder relativ gut geht. Oft wird der Fehler gemacht, dass das Tier sofort das neue Futter bekommt, weil ja die Werte so schlecht sind. Ist ja im Prinzip gut gedacht, aber das Problem ist, dass es dem Hund zu der Zeit schlecht geht. Viele Tiere bringen dann ihre Übelkeit mit dem neuen Futter in Zusammenhang und rühren das dann logischerweise auch nicht mehr an.
Sollte das alles nichts bringen und der Hund die anderen Futtersorten auch nicht mögen, dann hilft wohl nur noch selber kochen (da gibt es so spezielle Rezepte für Nierenkranke). Die Gefahr ist aber da höher, dass es auf Dauer zu Mangelerscheinungen kommt, weil selbstgekocht eben doch nicht so ausgewogen ist wie ein Fertigfuttermittel (zumindest bei einem kranken Tier, dem man nicht alles füttern darf).
Als allerletzte Möglichkeit gibt es auch Futterzusatzstoffe (auch beim TA), die die Ausscheidung der nierenpflichtigen Stoffwechselprodukte über den Darm fördern sollen. Besser ist es aber, wenn diese Stoffe im Futter erst gar nicht vorhanden sind (also Nierendiätfutter). Daher ist das nur die aller-, allerletzte Möglichkeit.
Gruß, Luja.

Petra
08.12.2002, 02:19
Hallo Luja!
Du hast uns sehr mit Deiner Antwort geholfen.
Mit dem Tipp "das Futter anbraten" wären wir nie gekommen.

Liebe Grüße und vielen Dank!

Dodo H
08.12.2002, 21:17
Hallo
Also wir hatten das Nierenfutter von Hills (Trockenfutter) bekommen. Wir sollten das Futter auch sofort umstellen, damit in der Niere sowenig Schadstoffe anfallen wie möglich. Unser Hund fraß auch nicht (Ihm ging es zu diesem Zeitpunkt schon sehr schlecht, Vergiftung) wir versuchten es mit beimischen von Nassfutter (auch Nierendiät) , Vitaminpaste, anbraten, doch er wollte nicht mehr. Ich wünsche euch alles gute, vielleicht kommen ja noch ein Paar Tipps,die ihm das Futter schmackhaft machen, Toi, Toi, Toi
Dodo