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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzen-Omi brauche Rat



Mandykatze
28.02.2008, 15:30
Hallo liebe Katzenfreunde

Die sorge um „Schätzchen“ hat mich in euer Forum geführt.

Vorab möchte ich meine Birma-Omi vorstellen, zu der ich einen Rat möchte.
Sie ist 20 Jahre alt, hatte vor 4 Jahren erhebliche Probleme durch eine Niereninsuffizienz
die sich durch Appetitlosigkeit, häufiges erbrechen und Rückzug von ihren „lieben“ bemerkbar machte. Die Nieren und Leberwerte waren sehr schlecht.
Nach mehreren besuchen beim Tierarzt- sie bekam Antibiotika, Nacl unter die Haut, Ipakitine und zu besseren Durchblutung der Niere tägl. eine viertel Fortecor 5 . Die Herztablette und Ipakitine nimmt sie seitdem Regelmäßig und hatte sich super erholt.
Ich lasse einmal im Jahr die Blutwerte kontrollieren und sie haben sich stetig verbessert.
Ende Jan 08 habe ich erneut eine Kontrolluntersuchung machen lassen. Nach Aussage meiner Tierärztin ist die Katze in einem sehr guten Allgemeinzustand für ihr hohes Alter. Die Leberwerte waren normal und die Nierenwerte nur ganz leicht erhöht.
Vor 14 Tagen bemerkte ich das sie beim fressen immer niesen musste (aber nur beim fressen oder schnurren) ich habe es dann beobachtet und merkte das sie schwach und etwas wackelig beim laufen wurde –sie ist ziemlich dünn und fraß auch nicht sehr gut. Sie zog sich auch wieder in Ecken zurück obwohl es sonst gar nicht ihre Art ist. Ich bin dann vor 12 Tagen mit ihr zum Arzt, da sie kein Freigänger ist und wir auch keinen Kontakt zu anderen Tieren haben, ging die Tierärztin von einer Erkältung aus. Sie bekam eine Woche Antibiotika gespritzt. Nach der zweiten Spritze zog sie das linke Bein nach und konnte ganz schlecht laufen. Nun bekam sie auch zusätzlich Schmerzmittel gespritzt sowie etwas zum anregen des Darmes da sie mehrere Tage kein Kot abgesetzt hat.( Problem mit sehr harten Kot schon immer, sie bekommt als Hilfe Maltepaste und gelegentlich ein bisschen öl da sie andere Pasten nicht nimmt und das eingeben nicht zumutbar für Tier und Mensch ist)
Die Erklärung das es durch die Schmerzen im hinteren Rückenteil kommt war soweit klar und dieses hat sich inzwischen bestens Geregelt. Das laufen war wieder relativ normal. Das niesen hörte nach wenigen Tagen ganz auf der Appetit auf Leckerchen(Rindfleisch war groß) und durch Flüssigfutter fraß sie dann bis vor ca 2 Tagen wieder normales Futter. Beim letzten Arztbesuch vor 5 Tagen war außer leichter Gangunsicherheit alles ok , sie bekommt nun dafür noch tägl. 1cm Lokomotion-Paste. Antibiotika sollte ich ihr noch 3 Tage zu Hause weitergeben. Nun seit 2 Tagen frisst sie kaum noch (trinkt aber gut) wirkt beim laufen sehr schwach und bevorzugt wieder ihre Ecken weit von uns weg.
Ich weiß nicht was ich tun soll, ist es eigennutz wenn ich sie wieder zum Arzt bringe nur weil ich nicht loslassen kann und sie durch ein paar Spritzen aufbauen lasse, sie ist 20 Jahre alt und der abschied wird kommen. Ich kann nicht ertragen zuzusehen wenn sie sich quält und sie kann mir leider nicht sagen ob sie Schmerzen hat, nur das verhalten meiner treuen Freundin spricht für sich. Ich kann nicht verstehen das die Werte und der Befund vor 4 Wochen so toll war und daher meine bedenken oder Frage ob es doch nur die Erkältung und deren Folge ist?
Der Arztbesuch ist der pure Stress wie wohl jeder Tierfreund weiß .soll ich uns das antun oder besser gesagt helfe ich ihr damit? Oder verlängere ich die Qual?
Soll ich alle Medikamente absetzen und ihr nur Schmerzmittel geben oder ist da wirklich noch Hoffnung auf Besserung da ältere Katzendamen einen Infekt langsamer überwinden?
Zu einem „letzten Gang“ zum Tierarzt kann ich mich noch nicht überwinden, man sagt zwar Katzen leiden leise aber so schlecht sieht sie doch noch nicht aus ( oder ich sehe es nicht so da ich schon die Vorstellung nicht ertragen kann wenn ich daran denke wie sie mich dort immer ansieht)

Vieleicht gibt es jemanden der mit Katzensenioren Erfahrung hat und mir einen Rat geben kann.

shirkan
29.02.2008, 09:20
Hallo Mandykatze,

einen richtigen Rat gibt es hier nicht.

Gib ihr auf jeden Fall die Medikamente weiter. Der Abschied wird kommen, aber wann? Du kennst deine Katze am Besten, merkst am ehesten wenn sie sich wirklich quält und keinen Lebenswillen mehr zeigt.

Ältere Tiere überwinden andererseits manche Erkrankungen aber auch langsamer ....

Ich würde trotz allem über einen erneuten TA-Besuch nachdenken. Sprich alle deine Sorgen die du hier geschildert hast auch mal beim TA an. Er kann am ehesten entscheiden wie dramatisch der Gesundheitszustand ist, oder welche Beschwerden wirklich jetzt altersbedingt sind.

Ich kenne dieses Schwanken zwischen Hoffnung, dem Wissen es geht irgendwann zuende und dem schlechten Gewisse, quäle ich vielleicht sogar mein Tier? sehr gut. Auch ich habe monatelang mit meinem Tier um sein Leben gekämpft.

Alles Gute

Paemi
29.02.2008, 15:17
der tierarzt macht in der regel ja auch hausbesuche. das nimmt deiner mietze eventuelle etwas den stress. haben wir bei meiner uralten katze (18) am ende nur noch so gemacht. so sehr teuer ist das gar nicht. viel glück! paemi

Sweet_Birmans
29.02.2008, 16:40
Selbst wenn dein Tierarzt keine Hausbesuche macht, würde ich nochmal hingehen. Sprich all deine Probleme an und triff die Entscheidung zusammen mit deinem Tierarzt. Wenn du jetzt nichts mehr machst, wirst du dir später unter Umständen Vorwürfe machen und deine Trauer nur schlimmer machen.

Irgendwann wird sie gehen, aber ob das jetzt ist, kann dir hier niemand sagen. Alte Katzen brauchen eben länger um Infekte zu verkraften.

Gruß
Sweet_Birmans

Garvin
29.02.2008, 17:54
Ich kann dich sehr gut verstehen. Unser Kater ist auch schon 21, und er bekommt auch sehr viele Medis (für die Niere - wobei die Werte für sein Alter ganz gut sind, Insulin, Almazyme für die Bauchspeicheldrüse, Herztabletten). Inzwischen ist er auch ganz schön tatterig und kann sich nicht mehr so gut bewegen. Wir machen uns auch immer wieder Gedanken, ob wir ihm nicht aus Egoismus zu viel zumuten. Ich hoffe immer - und bin eigentlich auch sicher - dass er uns zeigen wird, wenn er nicht mehr mag.

Er hat oft ganz schlechte Tage, und dann ist er an manchen wieder quietschfidel, geht im Garten spazieren und schmust uns nieder. Fressen mag er meistens schon, und Leckerli fordert er vehement noch ein. Als er vor einiger Zeit mal erkältet war - übrigens das erste Mal in seinem langen Leben - hat es fast drei Wochen gedauert, bis es er ganz drüber hinweg war. Es kann also gut sein, dass auch deine Omi einfach länger braucht.

Die Medikamente würde ich keinesfalls absetzen. Gegen die Verstopfung könntest du mal Enteropro einsetzen, das hilft bei Freddie (der ähnliche Probleme hat) gut. Ansonsten verlass dich auf dein Bauchgefühl und die Signale der Omi. Wenn sie sich zurückzieht und nicht mehr frisst, kann es gut sein, dass sie nicht mehr mag. Genauso gut kann es aber sein, dass sie einfach nur erschöpft von dem Infekt ist.

:cu:

piraten164
29.02.2008, 17:55
Ich kann mich den anderen nur anschließen bin auch für einen erneuten Tierarztbesuch (wobei Hausbesuch natürlich besser wäre) und auch für weitere Medikamentengabe.
Ein alter Körper, egal ob Mensch oder Tier, regeneriert sich langsamer als junge.

Wegen deiner Bedenken kann ich dich gut verstehen. Vor drei Jahren stand bei uns auch diese Entscheidung an. Unsere damalige Hündin war ca. 16 Jahre alt, senil, und hatte schlechte Leber- und Nierenwerte. Sie hat uns damals gezeigt, dass sie gehen möchte. Bis zu dem Tag konnten wir sie immer noch zum fressen motivieren und wenn es aus der Hand war. Aber dann wollte sie partout nicht mehr fressen und lag nur noch in ihrem Korb. In der Nacht zuvor hat sie trotz ihrer Herzmedis schlechter Luft bekommen. Als der Tierarzt kam, hat sie ihn nicht mehr angeknurrt. 3Wochen zuvor hatte sie das noch getan, zwar erst als er schon 10 min da war, aber sie hat dann genau gewusst, wer er war.Wie gesagt sie war sehr senil, hat aber immer noch ihren "Hundefeinden" Paroli bieten können. Sie ist dann friedlich in ihrem Körbchen eingeschlafen. Schon die Narkose hat ausgereicht.

Eine solche Entscheidung ist immer schwer, aber sprich auch mal mit deinem Tierarzt über deien Bedenken. Unserer hat uns damals sehr beiseite gestanden und hat sogar mit uns geweint.

Mandykatze
29.02.2008, 20:40
Hallo an euch alle,

ich möchte mich herzlichst für eure Antworten bedanken!!!!!!!!

Ich war gestern einfach nur fertig, nachdem sich letzte Woche mit meiner Mandy alles zum Guten gewendet hatte, konnte ich den Rückschlag schlecht verkraften.

Ich war heute mit ihr beim Arzt und der sagte mir dasselbe was ihr schreibt. Der Infekt wird auf Grund des alters schlechter verkraftet. Leider ist ja auch nicht mehr viel Muskulatur da, so das ein Tag ohne fressen kaum noch Kraft zum laufen lässt.
Sie bekommt jetzt länger die Antibiotika etwas zum Aufbau und Schmerzmittel.
Leckerchen schmeckt und sie frisst etwas, sieht im ganzen etwas munterer aus und kommt schon wieder schmusen .Die restlichen Medikamente gebe ich auch weiter, war gestern nur so ein Gedanke in meiner Not - den das sie irgendwann stirbt kann ich nicht verhindern ich kann es nur nicht ertragen wenn sie leiden müsste.
Das mit den Hausbesuchen und das Mittel zum besseren Kot absetzten werde ich morgen mit dem TA absprechen – Danke für den Tipp
Ja so ist das mit unseren Tierchen, wir lieben sie und leiden mit ihnen, das kennt ihr ja alle, schön dass es Tierfreunde wie euch gibt, man hat das Gefühl in seiner Not nicht alleine zu sein.

Ich wünsche euch und euren „Schätzchen“ alles Gute – vor allem aber Gesundheit

Viele Grüße aus Bochum von Gabi und Mandy

shirkan
29.02.2008, 20:50
Hallo Gabi und Mandy,

nein, du bist in der Not nicht alleine. Hier gibt es viele, die solche Situationen schon durchstehen mußten. Wenn wir dir wenigstens moralische Hilfe bieten konnten, ist doch schon was :bl:

Melde dich solltest du mal wieder Sorgen haben. Im Alltagsleben ist es so schwierig einen passenden Ansprechspartner zu finden. Laß dich bitte auch nicht von dummen Sprüchen in deiner privaten Umgebung beeinflussen, wie oft mußte ich mir anhören, schläfere ihn doch ein! Wenn du einen guten TA hast, besprich vieles mit ihm. Auch Jahre später bin ich noch dankbar einen TA gefunden zu haben, der nicht nur Shirkan beistand sondern auch mir!

Es wäre schön, wenn du uns auf dem Laufenden hältst.

Ganz liebe Grüße an euch :bl:

Sweet_Birmans
29.02.2008, 20:59
Noch ein Tip zur Verstopfung:

Unser Kater hatte das auch als er schon seine Herzprobleme hatte. Das war dann meist steinharter Kot der nicht rauskommen wollte. Als wirklich gute Lösung im Akutfall haben sich bei uns Klistiere für Babies erwiesen. Das war ein Tip vom damaligen TA und hat immer zuverlässig geklappt.