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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beziehung aus - wem gehört die Katze?!



Tracyy
25.02.2008, 22:56
So..ich hoffe hier nicht einen Thread zu eröffnen, der schon existiert..aber ich habe die letzten Tage damit verbracht das Internet zu durchforsten, aber zu meinem "speziellen" Fall habe ich leider noch nichts finden können, was mir weiter hilft.
Es handelt sich bei mir nämlich weder um ein Fundtier noch um eine herrenlose Katze, da ich im Endeffekt weiß wem die Katze gehört...bzw. wem das alle Jubeljahre mal einfällt, dass sie ihm gehört :mad:
Also ich fange mal von vorne an...
Mein Freund, mit dem ich bis Mai vergangenen Jahres zusammen war hat eine Katze, die eigentlich schon fast zwei Jahre dauerhaft bei mir lebt. Er hat einen unbeständigen Lebensstil (25 Jahre, arbeitslos und natürlich alles andere im Kopf als ein Tier) und wohnt auch ständig bei irgentwem anders zur "Untermiete"..dadurch hat es sich (positiv für ihn) ergeben, dass die Katze bei mir war/ist. Er hat sich eigentlich überhaupt nicht an der Haltung beteiligt..also sämtliche Futterkosten gingen auf meine Rechnung. Ja ich bin/war dämlich..aber irgentwo hat man ja zumindestens noch ein Herz für so ein Tier. Die Katze ist circa 4 Jahre. Er war mit ihr nie beim Tierarzt, sie hat also keinerlei Impfungen geschweige denn ist sie sterilisiert (nach Berichten vom Bekannten soll das vor allem bei Katzen mehr als gefährlich sein, wenn sie rollig sind und nicht gedeckt werden, da sich dann wohl die Eierstöcke verkleben können und das lebengefährlich werden kann - ich hatte ihm das übrigens während unserer Beziehung auch gesagt, war ihm aber wohl egal...sein Kommentar:"In freier Wilbbahn brauchen Katzen auch keinen Tierarzt")..klar hätte ich es in der Zeit auch schon machen können..aber warum hätte ich meinem Freund das Geld nachschmeißen sollen?! Nun ist Februar, wir sind also schon 9 Monate getrennt und die Katze lebt immernoch bei mir und ich habe zu ihm keinerlei Kontakt mehr, er hat sich also in dieser Zeit ebensowenig für seiner Katze interessiert wie vorher. Leider habe ich am Wochenende eine E-Mail bekommen in der er geschrieben hat, dass er seine Katze demnächst abholen will....nun mach ich mir ziemliche Gedanken inwiefern er eigentlich Ansprüche daran hat bzw. inwiefern ich rechtlich gegen ihn vorgehen kann um durchzusetzen, dass ich die Katze behalten kann. Weil ich einfach weiß, dass sie es bei mir weitaus besser hat (ja das mag eigensinnig klingen, aber er kümmert sich [entschuldigt] einfach einen scheiß um seine Katze und daran wird sich auch nichts geändert haben)...jetzt könntet ihr meinen, dass ich ihm das eventuell nett klar machen könnte und er vielleicht mit sich reden lassen könnte, aber ich weiß, dass er das nicht machen wird und einfach aus Prinzipgründen einfach alles daran setzen wird, dass er diese Katze wiederhat.
Ich habe mir für Samstag einen Termin beim Tierarzt geben lassen, bei welchem ich ihr einen Chip implantieren lassen will, welcher ja dann rechtlich nachweist, dass sie meine Katze ist. Ist das überhaupt rechtlich das ich das mache? (Abgesehen von dem Chip lasse ich sie natürlich nun auch komplett durchuntersuchen + impfen + Termin für die Sterilisation vereinbaren - ich hatte es einfach noch nicht gemacht, weil ich ständig Angst hatte, dass er jeden Moment wieder ankam und sie wiederhaben will und ich das Geld auf gut Deutsch gesagt zum Fenster rausgeschmissen hab...aber er hat sich ja nicht gemeldet und jetzt meldet er sich einfach nur weil er [wie ich mitbekommen hab] ne neue Wohnung [bei wem nun schon wieder] hat wo ihm wohl mal wieder eingefallen ist, dass er ja eigentlich noch ne Katze hat...).
Meine Fragen wären jetzt eigentlich:
Wem gehört die Katze?
Wenn er sie mir (wie er das auch immer anstellen mag...) "wegnimmt", inwiefern habe ich Möglichkeiten sie mir wieder zurückzuholen? (Anzeige bei der Polizei wegen Diebstahl?..ich weiß nicht mal wo er wohnt und er ist ja auch nicht ordentlich gemeldet...)
Naja ich hoffe, dass das hier nicht zu klischeehaft ankommt, ich möchte mich nicht an ihm rächen, ich möchte einfach nur "seine" Katze behalten, weil ich im Endeffekt jetzt ihre Bezugsperson bin und ich nicht möchte, dass sie bei ihm "eingeht", weil ich einfach weiß wie er in der Vergangenheit mit ihr umgegangen ist.
Ich danke euch schon mal :hug:

kaahrl
25.02.2008, 23:04
hat er beweise, dass sie ihm gehoert?
faktisch wohnt sie ja jetzt schon laenger bei dir...

gewohnheitsrecht???

Mammahanserl
25.02.2008, 23:10
Also erst mal denke ich auch, dass es nicht so einfach geht, da Du dich ja um sie gekümmert hast. Allerdings würde ich vorsorglich schon mal sehen, beweise zu sichern, dass auch wirklich Du für sie gesorgt hast und sie in Deiner Obhut war. Nicht das er behauptet, dass Du sie hast "mitgehen" lassen. Wie siehts denn mit Arztterminen aus, hast Du da Quittungen auf Deinen Namen oder ne Akte von der Katze? Diese evtl. auch noch mal von dem Arzt bestätigen lassen. Ansonsten sehe ich es auch so, dass hier ein Gewohnheitsrecht kreift, wenn der Nachweis erbracht wird.

Edit: Bin mir nun nicht ganz so sicher, hat sie mit Dir schon einen Ta gesehen (abgesehen von der Kastra) oder nicht?! Denn dann ist es mit nem Nachweis schwer, wenn er noch irgendwo von ihr nen Kaufvertrag hat. Wenn er dann wirklich drauf besteht, könnte es eine Schlammschlacht geben, wer nun recht hat. Einen ähnlichen Fred hierzu gibts schon, weiß leider den Titel nicht mehr. Da wurde eine Katze in Pension unrechtmäßig weiter vermittelt und die neuen Besitzer wollen sie nicht heraus rücken. Geht schon recht lange so und auf´s Wohl des Tieres achtet man da wohl weniger.

CaveCanem
25.02.2008, 23:15
Hallo,

leider bin ich kein Jurist und kann Dir zu den rechtlichen Dingen nicht allzu viel sagen. Nur so viel scheint mir klar zu sein: Die Tatsache, dass Dein Ex sich mindestens neun Monate nicht um die Katze gekümmert hat, würde für mich bedeuten, dass er seinen "Anspruch" auf die Katze aufgegeben hat. Er hat Dir in dieser Zeit (auch wohl schon vorher) keine Mittel zur Verfügung gestellt, um sie zu füttern, mit Streu zu versorgen, tierärztlich behandeln zu lassen, sondern hat das Tier einfach Deiner Fürsorge überlassen. In dieser Zeit sind für Dich Kosten aufgelaufen, die bestimmt nicht unerheblich sind. Wenn ich Deinen Text richtig verstehe, ist Geld etwas, was Dein Ex nie in die Katze investiert hat und wahrscheinlich auch demnächst kaum investieren wird.
Ich würde es an Deiner Stelle rundherum ablehnen, ihm die Katze zurückzugeben und es auch gar nicht zu einer direkten Konfrontation kommen lassen. Ich würde eine Mail schreiben, dass nach einem halben Jahr die Katze rechtlich gesehen in Deinen Besitz übergegangen ist (so machen es Tierheime, die Fund-Katzen vermitteln).
Falls er darauf bestehen würde, die Katze trotzdem zurück zu bekommen, musst Du von ihm alles Geld, das Du in das Tier investiert hast, zurückfordern. Dazu wäre er verpflichtet, wenn er weiterhin Ansprüche auf das Tier anmeldet. Streu, Futter, TA (am besten noch die Kastration so schnell wie möglich), Chip etc., da kommen schnell über 500 Euro zusammen. Ist er bereit, das überhaupt zu begleichen? Wahrscheinlich doch nicht.
Außerdem - wie will er seinen Anspruch belegen? Konntest Du nicht davon ausgehen, dass er Dir die Katze z.B. geschenkt hat, als er auszog?

Caesar54
25.02.2008, 23:32
Hallo,

ich würde mal sagen, die Katze sollte dort bleiben, wo sie sich
wohlfühlt.Es ist eh ne Qual für das tier,ständig derum gezogen
zuwerden.Mach das dem Herrn mal klar.Behalte sie einfach
Ich hatte das auch schon durchgemacht, und heut lebt mein Cäsar
bei mir , und ist glücklich.
Gruß Klaus

Tracyy
25.02.2008, 23:36
Ich habe erst für folgenden Samstag einen Termin beim Tierarzt, also bisher kann ich diesbezüglich noch keine "Beweise" vorweisen.
Er hat auch keinen Kaufvertrag, weil er die Katze irgentwann von einer Bekannten bekommen hat, also belief sich das eher nur auf eine Schenkung.
Reicht also die reine Implantation eines Chips als Besitzernachweis nicht?
Danke übrigens für den Hinweis mit dem Gewohnheitsrecht! :)

FaltiLara
25.02.2008, 23:41
Haftung bei ausgesetzten / zugelaufenen Tieren - 2

Landgericht Paderborn
Urteil von 1995
Az: 5 S 3/95

Wer eine zugelaufene Katze regelmäßg füttert und zeitweise beherbergt, gilt rechtlich als Halter des Tieres und haftet bei einem Unfall für durch das Tier verursachte Schäden.

In dem Sinne ist die Katze ja bei Dir ausgesetzt wurden.

Du bist dann der Halter jedoch auch mit allen Folgen. Bei einer reinen Wohnungskatze denke ich mal eh kein Problem. Im übertragenen Sinne kann man sich dieses Urteil eben zum nutzen machen um seinen "Status" als Halter und Besitzer geltend zu machen.

kaahrl
25.02.2008, 23:44
keiner hat einen nachweis, dass ihm die katze gehoert...
kannst du denn nachweisen, dass sie schon laenger bei dir ist?

also prinzipiell wuerde ich an deiner stelle, nach dem auszug deines ex und dem verbleib der katze bei dir von schenkung ausgehen - und mich dumm stellen...

kastrieren, grunduntersuchen und chippen wuerde ich aber auch machen - kastrieren einfach schon deswegen, dass da nichts passiert. grundunteruschen, damit du weisst, dass es ihr gut geht und chippen identifiziert sie eben eindeutig und verstaerkt vielleicht ein wenig die tatsache, dass sie dir gehoert...

und wenn er sich auf nix einlaesst, dann mach ihm die rechnung auf... wie jutta schon schrieb...

kaahrl
25.02.2008, 23:47
Haftung bei ausgesetzten / zugelaufenen Tieren - 2

Landgericht Paderborn
Urteil von 1995
Az: 5 S 3/95

Wer eine zugelaufene Katze regelmäßg füttert und zeitweise beherbergt, gilt rechtlich als Halter des Tieres und haftet bei einem Unfall für durch das Tier verursachte Schäden.

In dem Sinne ist die Katze ja bei Dir ausgesetzt wurden.

Du bist dann der Halter jedoch auch mit allen Folgen. Bei einer reinen Wohnungskatze denke ich mal eh kein Problem. Im übertragenen Sinne kann man sich dieses Urteil eben zum nutzen machen um seinen "Status" als Halter und Besitzer geltend zu machen.
guter ansatz... da laesst sich bestimmt was draus machen... :tu:

NFO
25.02.2008, 23:48
hi!

Also empfehlen kann man ja sowas nicht, aber meine Gedanken dazu wären dann folgende:

Du hast sie seit xx Tagen, ein normales Katzenhotel nimmt bei einer Katze ca 8 Euro am Tag. Wären im Monat ca 240euro. - Rechne dir aus wieviel das über einen längeren Zeitraum ist.
Lass sie noch kastrieren, hänge das dran, vielleicht noch extra Spielzeug, und wenn er sie haben will, dann sage ihm das er zuerst im Vorab deine Kosten abdecken muß. Lass ihn nicht in die Wohnung rein.
Chip mit deinem Namen ist natürlich auch perfekt :-)

lg,chris

FaltiLara
25.02.2008, 23:52
Urteile zum Thema Haustiere und Ehescheidung

Haustiere und Ehescheidung - 1

Zwei Jahre nach der Scheidung sah sich ein Ehepaar wegen eines zehnjährigen Pudels vor Gericht, der bei der Frau lebte. Der Mann verlangte, dass das Gericht den Hund in Zukunft ihm zuweisen solle. Zumindest müsse er das Recht bekommen, den Pudel regelmäßig zu sehen, d.h. also ein sogenanntes "Umgangs-recht", wie es für die Kinder aus geschiedenen Ehen gilt. Die Frau weigerte sich: Der Pudel müsste sich dann "zwischen seinen Bezugspersonen hin- und hergerissen vorkommen". Das Gericht befand sich in einer Zwickmühle: Einerseits zählen Haustiere im Scheidungsfall schlicht als "Hausrat", andererseits gibt es neuerdings die rechtliche Vorschrift, Tiere nicht als "Sachen" zu behandeln. Man könne also nicht über sie verfügen wie über "leb- und gefühllose Gegenstände", folgerte der Richter, man müsse auf "ihr Wesen und ihre Gefühle" Rücksicht nehmen. Er beauftragte deshalb einen Tierarzt vom Veterinäramt als Sachverständigen. Dieser diagnostizierte, es gebe keine "tierpsychologischen Schwierigkeiten", wenn Mann und Pudel gelegentlich "zusammen wären"; nur "ständiger Ortswechsel" wäre unzumutbar. Der Amtsrichter in Bad Mergentheim beschloss daher, der Hund bleibe bei der Frau, der Mann dürfe aber jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat von 14 bis 17 Uhr mit dem Pudel spazieren gehen (1 F 143/95). Der Richter stützte seine Entscheidung auch auf die Beobachtungen im Gerichtssaal. Von der Leine gelassen, sei das Tier gleich zum Mann gelaufen, habe sich auf den Schoß nehmen lassen und "zum Zeichen des Wohlgefallens" Herrchen das Gesicht geleckt.
Amtsgericht Bad Mergentheim, 19. Dezember 1996 - 1 F 143/95



Haustiere und Ehescheidung - 2

Trennen sich Eheleute, und ist der Partner mit dem höheren Einkommen nicht bereit, Unterhalt zu zahlen, so kann ihn das Familiengericht (mit einstweiliger Verfügung) dazu verpflichten - zumindest zum sogenannten "Notunterhalt". Eine Ehefrau beantragte eine solche Verfügung, es ging um 800 DM monatlich: Sie lebe mietfrei in der Ehewohnung und benötige 650 DM für sich, den übrigen Betrag unter anderem für ihren Hund. Das Familiengericht sprach ihr nur 650 DM zu. Begründung: Geld für die Hundehaltung habe nichts mit dem Trennungsunterhalt zu tun, das Familiengericht sei hier nicht zuständig. Dem widersprach das Oberlandesgericht Düsseldorf. Der Unterhalt umfasse den gesamten Lebensbedarf. Dazu zählten auch die "Pflege geistiger Interessen und sonstiger Belange". Die Zuwendung zu einem Haustier könne für die Lebensqualität und das Wohlbefinden so wichtig sein, dass sie durchaus in diese Kategorie gehöre. Daher müsse das Familiengericht diese Frage entscheiden.
Oberlandesgericht Düsseldorf, 30. September 1996 - 2 UFH 11/96

RaveSchneckerl
26.02.2008, 00:41
Ist zwar nicht die feine englische Art: Aber ich würde ihm erzählen, dass die Miez weggelaufen ist.

Des hat mein NG damals dem Tierheim erzählt, nachdem er einen Kater seinem rechtmäßigen Besitzer wieder gegeben hat.
Da war des auch so ne Trennungssache und die Ex-Frau wollte ihrem gerade Ex-Mann eins auswischen und hat seinen Kater ins Tierheim gebracht. Nun wars da aber so, dass wenn man ein Tier abgeben hat, man es nicht wieder holen durfte (weiss ned, obs immer noch ist). Mein Freund ist dann für ihn gefahren und hat den Kater geholt und ihn ne Weile bei sich behalten, damits nicht auffällt, weil des TH öfter mal welche zum kontrollieren vorbeigeschickt hat und die auch mind. 2x die Woche angerufen hat. Nach 3 Wochen hat er den Kater dann seinem Kumpel wieder gegeben und den Kater bei Tasso und im TH als vermisst gemeldet.

LG
Cari

Ronjakatze
26.02.2008, 12:15
Hi,

erstens, laß den Deppen BLOß NICHT in Deine Wohnung rein !!!
Wer weiß, was dem dann noch "so" einfällt.........

Und wegen Mieze....
Da würde ich dem "gnä' Herrn" auch erstmal die Rechnung vom ERSTEN Tag, an dem DU die Katze versorgt und finanziert hast, aufmachen.
Katze also nur gegen Kohle und zwar im Voraus, sonst siehst Du das Geld NIE !!

DAS wird er garantiert nicht machen, also ist die Mieze DEINE !!
Was für Mieze auch DEUTLICH besser wäre, so'n Typen als "Herrchen" hat KEIN Tier verdient.

Ich finde es eh toll, daß Du Mieze quasi adoptiert und behalten hast, hätten bestimmt nicht viele gemacht.
Von mir also...CHAPEAU.... HUT AB .... :tu::tu::tu::tu::tu:

Liebe Grüße

Susanne

sunnysu
26.02.2008, 12:19
Hallo,

also ich sehe das auch eher pragmatisch .... der Kater lebt nun schon so lange bei dir, daß es für mich eindeutig wäre, daß es DEIN Kater ist. Dein Ex kann doch keinerlei Besitzanspruch nachweisen, er hat ihn weder tätowieren, noch chippen lassen und hat es bisher ja geduldet, bzw. sogar forciert, daß die Katze bei dir lebt. Das würde ich auch als Schenkung ansehen.

Laß dich von ihm nicht kirre machen !! Laß die Katze chippen, dann gehört sie m. E. auch rechtlich dir. Lass ihn auf keinen Fall in deine Wohnung ! Ich würde mich auf jeden Fall weigern, ihm die Katze zu geben, soll er doch zum Rechtsanwalt gehen (was er nicht tun wird, da er ja sicher nicht bereit ist, Geld dafür auszugeben), selbst da wird er keine Chance haben, den Besitzanspruch geltend zu machen. Der will dich bloß einschüchtern !! Meines Erachtens hat er überhaupt keine Chance auf irgendeine Art und Weise den Besitzanspruch geltend zu machen.

Bewahre einfach ruhig Blut und mache alles so, wie du es vorgehabt hast. :tu:

lammi88
26.02.2008, 13:46
Ehm... er hat sie Dir doch vor 2 Jahren GESCHENKT, oder????? :floet: Soll er doch das Gegenteil beweisen. Sie lebt seit 2 Jahren bei Dir, Du fütterst sie, kümmerst Dich drum... er hatte die gesamte Zeit keinen festen Wohnsitz...wie kann es seine Katze sein *plinkermitdenaugen* Mit dem "geschenkt" verliert er den Anspruch an sie. Zum anderen solltest Du ihn mal so ganz nebenbei sagen, daß mangelnde Pflege eines Tieres eine Straftat ist. Dazu gehört auch das nicht zum TA gehen ;) Ansonsten behauptest Du steif und fest, er wollte sie damals weggeben und Du hast sie von ihm geschenkt bekommen.

abraxasa
26.02.2008, 17:24
Also, ich weiß ja nicht, wie der Typ tickt, klingt übel. Aber wenn keine gemeinsamen Freunde/Bekannte mehr existieren (geh ich mal von aus, sonst wüsstest Du wohl, wo er wohnt), dann teile ihm doch mit, dass die Katze leider verstorben oder halt weggelaufen ist. Da er darauf besteht, dass es seine Katze ist, fordere von ihm "trotzdem" die Futter- und Tierarztkosten ein, evtl sogar mit Nachdruck (wirst Du nicht kriegen, ist klar). Vielleicht meldet er sich dann ja gar nicht mehr bei Dir, weil er dann in der Situation ist, von Dir gestresst zu werden, der Spieß wäre umgedreht. Ist nicht die feine englische, aber der Typ ja wohl auch nich, oder?

FaltiLara
26.02.2008, 17:46
Ich habe nochmal hin und her überlegt. Sobald man ihm Futterkosten in Rechnung stellen würde, würde man ja zugeben das die Katze "ursprünglich" ihm gehört hat und man diese sozusagen nur in Pflege hatte. Rein rechtlich gesehen, könnte man dann die Futterkosten in Rechnung stellen, aber wo nichts ist kann man nichts holen.

Am besten ist wirklich, auf die ganze Sache einfach nicht zu reagieren. Keinerlei Aussagen zu treffen oder gar zu diskutieren.

Eher hat der junge Mann nämlich Sehnsucht nach der verlorenen Beziehung und versucht so wieder Kontakt herzustellen.

Behörden wie Polizei etc. werden in solch einem Fall noch nicht mal eine Anzeige von dem jungen Mann aufnehmen, weil er dann erstmal beweisen muss das es "seine" Katze war. Das dürfte ihm sicherlich schwer fallen.

Also einfach ganz ruhig bleiben uns sich nicht einschüchtern lassen. Sich nicht auf Diskussionen einlassen oder zeigen das man Angst hat die Fellnase zu verlieren. Das Thema für tabu erklären.
So gibt es keine Angriffsfläche und das Interesse wird sich schnell legen.

wailin
26.02.2008, 17:54
Ich stimme FaltiLara zu - laß ihn einfach ins Leere laufen. Falls er irgendwann mal vor Dir stehen sollte und nach dem Tier fragt mit unschuldigem Augenaufschlag und echtem Erstaunen fragen "welche Katze ????" Und damit die Diskussion beenden bevor sie begonnen hat. Ggfs will er auch nur Geld herausschlagen indem er Dir schlußendlich das Tier großzügig zum Kauf anbietet.

Übrigens - wenn er mal bei Dir gewohnt hat: Bist Du sicher, daß er keinen Schlüssel bzw Nachschlüssel mehr hat ? Im Zweifel würde ich das Schloß austauschen oder ein Zusatzschloß anbringen - je nachdem.

Saci
27.02.2008, 11:58
Sag mal, jetzt eine dumme Frage mit der ich mir sicher keine Freunde mache...

Willst du die Katze behalten um ihm eins reinzuwürgen oder weil dir an dem Tier liegt?

Wie kannst du dich in einem Atemzug erst darüber beschweren dass du die Futterkosten allein zu tragen hast, dann aber sagen, wenn er sie mit allen Konsequenzen zurück will spielst du nicht mit??? Also entweder oder... Entweder dir liegt an dem Tier, dann hast du kein Problem damit, die Futterkosten zu bezahlen (musst du dann eh wenn es deins ist...) oder er muss sich an den Kosten beteiligen, dann ist es aber auch seine Katze und er kann sie holen wann immer er möchte... Wenn dir an dem Tier lag und liegt finde ich die Aussage von wegen "es ist zwar gefährlich für die Katze wenn sie nicht kastriert wird, aber wieso sollte ich ihm das Geld hinterher werfen" äußerst seltsam...

LadyHawk59
27.02.2008, 12:08
Ich würde ihn anrufen und ihm sagen, dass ich die Katze mittlerweile als mein Eigentum betrachte und ihm gleich mitteilen, dass wenn er auf die Rückgabe besteht, er vorher die Kosten, die durch die Unterbringung des Tieres entstanden sind, begleichen muss. 2 Jahre, ca. 30 Euro im Monat = 1080 Euro. Wenn er dir die Katze dann zum Kauf anbietet - das Gleiche: Die Kosten der vergangenen 2 Jahre werden aufgerechnet. Selbst bei einer Rassekatze kann dann nicht mehr viel übrig bleiben. Ich weiss nicht, ob du 'ne Rechtsschutzversicherung hast. Wenn ja, könntest du es ja sogar auf einen Prozess ankommen lassen.