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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hund an katzen gewöhnen?



Melhase
04.12.2002, 15:26
hi ihr lieben,
mein rotti (1,5 jahre alt)
ist ein absoluter treibauf. ich würde sogar sagen er ist hyperaktiv. er läuft alem hinterher was sich bewegt oder geräusche macht. und sobald er was gesehen hat, hört er auch nicht mehr auf mich.
mein mutter hat vier katzen. als mein rotti klein war, haben wir es irgendwie verpasst ihn an katzen zu gewöhnen.
es ist jedes mal ein riesen theater wenn wir beide zu meiner mutter gehen. ich muss ihn dann immer an der couch anbinden dass er nicht den katzen nachläift oder zum meerschweinchenkäfig rennt.
eigentlich will er ja nur mit den katzen und den scheinchen spielen, aber er ist eben so wild. und es ist ja auch nicht gerade toll wenn er mit seiner riesen pfoto auf so eine kleine katze draufhaut.
wie kann ich ihm beibringen, dass eine katze was ganz "normales" ist, dass man nicht jagen, fressen oder spielen kann?

Ilona
05.12.2002, 18:51
Hallo Melhase,

wenn Dein Rotti (hab auch einen und nen Kater) keine Katzen fressen sondern nur mit ihnen spielen will, würd ich mal versuchen eine Katze auf den Arm zu nehmen und ihn wenigstens mal schnüffeln lassen. Habt Ihr eine selbstbewußte Katze? Dann versucht es mir ihr. Wenn Dein Hund immer angeleint ist, lernt er nicht, mit den Katzen umzugehen. Und glaub mir, Katzen können sich sehr gut wehren, wenn es ihnen zu bunt wird. Sie laufen weg und verstecken sich.
Anders wäre es bei einem aggressiven Rotti, der Katzen nur töten will. Mit dem würd ich solche Experimente nicht wagen.

Möglich wäre auch, die Annäherung zunächst einmal mit einem Maulkorb zu versuchen. Voraussetzung ist, dass Dein Hund den Maulkorb kennt und diesen akzeptiert, damit keine negativen Assoziationen in ihm in Bezug auf die Katzen auftreten. Wenn Du ganz ruhig mit ihm redest, während er an der Katze oder dem Meerschwein schnüffeln darf, wird Dir das auch ein wenig weiter helfen.
So haben wir es gemacht, als Benji zum ersten Mal in seinem Leben ein Meerschwein beschnüffeln durfte. Zunächst wollte er es wie ein Plüschtier ins Maul nehmen. Ich hab das ganz ruhig unterbunden und dann hat es auch geklappt. Die Schnauze blieb zu, das Meerschwein am Leben:) Er hat es dann nur noch angestaunt.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.

Liebe Grüße, Illi

silke27
10.12.2002, 19:50
Hallo Melhase,

laß es bitte, das ist nicht mehr aufzuholen.

Der Rottweiler ist ein relativ agressiver, revierbezogener Hund. Wenn du ihm nie beigebracht hast, was eine Katze ist (nämlich kein Jagdobjekt) , denke ich, wirst du es sehr schwer haben, das einem 1,5 Jahre altem Tier noch beizubringen.

Ich würde dir deshalb raten, es nicht unbedingt mit deiner Ma zu verderben.... Lein ihn an, ich glaub, das ist das beste für euch. Immerhin noch besser, wie wenn du dann die toten Katzen oder Meerschweinchen aus seinem Maul holen mußt.
Das mit dem Töten geht so fix...... leider. Vorsicht ist eben die Mutter der Porzellankiste, na ja du weißt schon.....

Übrigens: ich bin mir ganz sicher, daß dein Rottweiler nicht wirklich nur spielen will.... Bring die anderen Tiere in Sicherheit, ich glaube, nur dann wird es relativen Frieden geben.

Viel Spaß und viel Geduld wünscht

Silke

AnnaS
10.12.2002, 20:57
Hi Silke

Kann es sein, dass du mal schlechte Erfahrungen mit einem Rottweiler gemacht hast? Sorry, aber es klingt so.

Ich denke, Melhase als Besitzerin kann besser beurteilen als du, ob ihr Rotti nur spielen will oder doch "ernsteres" im Sinne hat. Wenn es ein freundlicher Hund ist, dann wird er auch anderen Tieren gegenüber freundlich sein, wenn man es ihm denn auf eine vernünftige Art und Weise beibringt. Und dazu fand ich den Vorschlag von Ilona wirklich gut.

Du wirfst alle Rottweiler (oder vielleicht alle "Kampfhunde"???) in einen Topf, und das ist nicht fair. Denn so einen üblen Ruf hat gewiss nicht jeder Hund verdient, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört. Und Melhase wird doch wissen, wie ihr Rotti im Verhalten ist, ob er eben freundlich und neugierig oder eher aggressiv ist. Ich denke mal nicht, dass Melhase ihren Hund auf Katzen loslässt, und sich denkt "mal schauen was so passiert".

Ich selbst hatte mal einen Rotti, und sein bester Freund war eine Katze. Katze kam, als Rotti 1 Jahr alt war. Rotti war totunglücklich, als Katze irgendwann weg lief und vom täglichen Spaziergang nicht wiederkam.

So viel dazu
Anna

Mäusezahn
11.12.2002, 09:48
Hallo, Melhase,
mit 1 1/2 ist dein Rotti doch noch gar nicht "fertig", ich denke, dass Du ihn mit Geduld und Vorsicht an Katzen im Haus gewöhnen kannst, eine Garantie, dass er sie draußen nicht jagt, ist das aber nicht. Kennen die Katzen Deiner Mutter denn Hunde? Wenn ja und gute Erfahrungen, dann bleiben sie ruhiger als wenn Nein oder gar schlechte. Ich würde allerdings keine Katze auf dem Arm einem Hund zeigen, die Katze wehrt sich nämlich eventuell aus Angst gegen Deinen Griff, Du wirst total zerkratzt, die Katze springt dem Hund direkt vor die Nase und dann gehts vorwärts! Befolgt Dein Rotti Platz? Dann kannst Du versuchen, ihn angeleint im Platz zu lassen und der Katze die Möglichkeit geben, sich ihm zu nähern, auf keinen Fall würde ich beide Tiere frei im Zimmer lassen, die Einrichtung wird es Dir danken:D . Ich glaube schon, dass man einen Hund und eine Katze, die noch keine schlechten Erfahrungen mit der jeweils anderen Art gemacht haben oder jagdlich geführt sind, aneinander gewöhnen kann - nur gemeinsam allein lassen würde ich sie nicht in einem Raum, wie gesagt, die Einrichtung!!! Mein Kater und mein Hund (Cocker Spaniel) spielen im Übrigen oft "Fangen", allerdings kennen sie sich seit ihrer Babyzeit und der Kater ist eindeutig der Boss, ausser beim Fressen. Frizzi (Hund) hat einen Heidenrespekt vor Dusty und wenn der auf eine bestimmte Art schaut oder nur dasitzt, geht ihm Frizzi weiträumig aus dem Weg!
Viel Glück und eine schöne Adventszeit aus Nürnberg, Karin

Melhase
11.12.2002, 12:44
@ silke
es hört sich echt so an, als würdest du alle rottweiler in einem topf werfen und jetzt behaupten die sind alle bösartig und unberechenbar.
dem ist aber ganz und gar nicht so. man kann nicht sagen dass rottweiler bösartig sind. es gibt auch schäferhunde und pudel die bösartig und unberechenbar sind. soetwas hängt nicht von der rasse ab.

@ alle anderen

vielen dank für eure vorschläge.
ich bin momentan täglich bei meiner mutter um jango beizubringen, dass man mit katzen nicht spielen darf. aber er sieht das nicht so wie ich. ihm gefallen diese kleinen tiere einfach viel zu gut. es ist ja nicht so dass er hinläuft und sie beissen will. im gegenteil. er leckt sie ab. nur bekommt er von den katzen dann gleich eine aufs maul wenn er sie ableckt. die katzen sind nun mal keine hunde gewöhnt und finden das wahrscheinlich doch etwas wiederlich wenn sie von so einer großen zunge abgeleckt werden

AnnaS
11.12.2002, 13:29
Hallo Melhase

Ich denke, sowas braucht auch Zeit. Katzen sind ja doch sehr eigenwillige Tiere und manche sind sich ja auch zu "fein" um sich mit etwas abzugeben, was ihnen anfangs nicht so toll gefällt.

Als wir hier auf unseren Hof gezogen sind, haben wir unsere Peppa ja bekommen. Da war sie Baby. Unsere Nachbarn hatten eine Katze, ebefalls Baby. Und die Katze war wirklich rotzfrech, und hat nie Ruhe gegeben. Und genauso war sie bei Peppa. Sie hat Peppa provoziert, und wenn Peppa spielen wollte, haute die Katze ab. So ging das einige Wochen, jeden Tag. Heute schmeisst die Katze sich vor Peppa auf den Boden, spielt mir ihr, und "haut" nur noch recht lustlos mit eingezogenen Krallen.

Ok, die beiden waren Babys, und dein Rotti ist ja schon etwas älter. Ebenso wohl die Katzen deiner Mutter??
Ich kenne deinen Rotti nicht, aber vielleicht wäre es aus reinen Sicherheitsgründen doch nicht schlecht, deinem Rotti immer mehr Freiraum zu lassen, allerdings mit einem Maulkorb. Denn wenn dein Hund Katzen nicht kennt, weiß er ja auch nicht, dass er mit solch zarten Wesen auch vorsichtig sein muss. Und wenn er mal (selbst wenn nicht bös gemeint) zuschnappen sollte, kann das allein vom Kräfteverhältnis böse für die Katzen ausgehen.

Aber ich denke, wenn du das alles langsam und vernünftig angehst, werden sich Hund und Katzen bestimmt bald verstehen, oder sich zumindest so akzeptieren, dass sie sich wenig beachten werden.

Ich wünsch dir viel Glück und viel Geduld
Anna

silke27
11.12.2002, 21:37
an alle,

also, ich muß schon sagen... das war heftig!!!

Ich schwere alle Rottweiler über einen Kamm? Lächerlich...
Sogar Kampfhundehass wurde mir hier nachgesagt, das ist der absolute Witz: ich habe nämlich selbst 2 solcher sogenannter "Kampfhunde". Die übrigens mit meinen 4 Katzen aus einem gemeinsamen Napf fressen würden, so gut verstehen die sich.

Ich meinte mit meiner Äußerung eigentlich nur, daß ein Rottweiler mit 1 1/2 Jahren fast oder schon ganz ausgewachsen ist, und auch schon seine absolute Prägephase hinter sich hat. Und daß er eine revierbezogene Rasse ist, der auch über eine enorme Angriffskraft und ein relativ großes Gewicht verfügt, ich glaub das dürfte ja wohl unbestritten sein. Schließlich wird er vor allem (und gerade deshalb) im Schutzdienst verwendet. Siehe auch "bösartig und unberechenbar"... Hab ich nie gesagt, und würde das auch nie tun. Wenn er das wäre, würde er nie im Polizeidienst o.ä. auftauchen.
Ein Schmusehund ist er aufgrund seiner Geschichte jedenfalls sicherlich nicht. Und jeder, der sich mit der Rasse schon intensiver beschäftigt hat, müßte das auch wissen.

Desweiteren bin ich davon ausgegangen, daß die Katzen, um die es hier geht, bereits erwachsene Tiere sind, die einen Hund instinktiv als Feind betrachten. (da u.a. unterschiedliche Körpersprache) Und ganz sicher werden die sich nicht durch Lob und gute Worte vom Gegenteil überzeugen lassen.

Vor allem @Melhase:
Ich bin wirklich kein Freund von Verallgemeinerungen. Aber vielleicht sollte das gerade hier nicht nur für die Tiere gelten, sondern auch für andere Meinungen die geäußert werden.
Wenn du nur Meinungen hören willst, die du gern hättest: Dann schreibs das nächste mal dazu, dann spar ich mir die Zeit

Silke

AnnaS
12.12.2002, 08:05
Sorry, aber wieso reagierst du denn so heftig jetzt? Ich kann und will nur für meinen Teil sprechen, aber ich fragte dich lediglich, ob du EVENTUELL mal schlechte Erfahrungen gemacht hast, denn dein Beitrag klang eben danach.

Ich habe dir auch keinen "Kampfhundehass" nachgesagt, sondern ich sagte, dass du alle Rottweiler in einen Topf wirfst, und das ist ja Tatsache, denn sonst hättest du nicht ausgeschlossen, dass der Rotti Melhase nur spielen will. Und in Bezug darauf fragte ich, ob du nicht nur Rottweiler oder vielleicht sogar alle Kampfhunde in einen Topf werfen würdest.

Dass du selbst Kampfhunde hast, konnte ich nicht wissen. Doch wenn ich so einen Beitrag lese, dann entsteht bei mir auf den ersten Blick sicherlich irgendwo der Eindruck, du hättest eventuell mal schlechte Erfahrungen gemacht, weil es sich von dir sehr verurteilend anhörte.

Leider passieren heut zu tage viele Unfälle mit "Kampfhunden", also ist die Frage doch durchaus legitim, ob du vielleicht einer von den "Opfern" bist. Oder?

Und leider gibt es viel zu viele Menschen, die "Kampfhunde" verurteilen, ohne sich mal intensiv mit ihnen befasst zu haben. Einfach nach dem Motto: Einer böse - alle böse. Und das finde ich den Hunden gegenüber nicht fair, und vom Menschen sehr verbohrt.

Aber wenn ich mich in meiner Einschätzung über dich geirrt habe, dann tut es mir leid. Vielleicht war es von dir dann etwas unglücklich ausgedrückt, denn nicht nur bei mir entstand ja dieser Eindruck.
Nur denke ich, dieses letzte Posting von dir hätte nicht gleich so "wütend" rüberkommen müssen.

Anna, die sicherlich deswegen keinen Streit hier will