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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpe zupft an Wolfskralle



ausnahmefall
29.01.2008, 00:46
Hi zusammen,

wir haben seit ein paar Tagen einen etwa 14 Wochen alten Welpen. Sie ist ein Mischling von der Straße, die Eltern sind nicht bekannt. Nur zur Info, falls das wichtig ist.

Sie zupft und knabbert immer wieder mal an den Wolfskrallen der Hinterläufe. Blutig oder eingerissen oder so ist da nichts, das habe ich gecheckt.

Warum macht sie das? Kann man das Verhalten verhindern? Was kann schlimmstenfalls passieren? Die eine Kralle steht schon arg ab und schlabbert so rum. Ob sie das stört?

Frage über Fragen... Vielleicht könnt ihr mir ja den einen oder anderen Rat geben. Denn lustigerweise hatten bisher alle Hunde die wir hatten hinten keine Wolfskrallen. Nur vorne und die waren immer gut fest und haben nie gestört.

Danke für eure Hilfe schonmal.

Liebe Grüße
Anja

Triangel
29.01.2008, 01:30
hallo!
Meine haben das im Welpenalter auch gemacht haben aber irgendwann damit aufgehört!(habe das immer mit einem konsequenten nein gemacht und ihn dann durch spielen kurz abgelenkt!)
Das die Wolfskralle so komisch wackelt ist ganz einfach zu erklären!
Die Wolfskrallen sind zurückgebildete Zehen, bei den Wolfskrallen die nicht wackeln ist das Gelenk noch intakt, bei denen die wackeln ist das Gelenk nicht mehr da wodurch sie die Stabilität verloren geht!
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen!!!


Liebe grüße Triangel

MicoMaushund
29.01.2008, 09:11
Hallo Anja,

im schlimmsten Fall kann sich der Hund die Wolfskralle hinten bös abreißen, was dann nicht so toll ist, und gerne mal Entzündugnen gibt. Deswegen werden Wolfskrallen hinten oft unter Narkose gezogen. Ob das nun aber erforderlich ist, kann dir am besten ein Tierarzt sagen.

Ein wenig liegt es auch am Temperament des Hundes und der Gassi-Geh-Gegend, ob es wiederholt Verletzungen gibt oder nicht.

Viele Grüße
MicoMaushund

race
29.01.2008, 10:25
Ich würde auch lieber zum TA gehen und sie entfernen lassen .

peanutsnorfolks
29.01.2008, 10:34
Bei den Terriern müssen Wolfskrallen vor der Wurfabnahme entfernt werden.
Es gibt eine riesige Verletzungsgefahr.
Ich würde auch mal mit dem TA sprechen.
Wenn Hundi lieb ist, kann man es ev. örtlich betäuben.

Gruß
Jutta

ausnahmefall
29.01.2008, 16:31
Naja, lieb ist sie schon, aber ist es echt nötig sie zu entfernen? :( Ich möchte ungerne, daß sie so kurz nachdem sie eingezogen ist schon Schmerzen verursacht bekommt. Sie zupft ja nicht dauernd dran rum. Ach Mensch :( Mir tut die Kleine so leid. Ich habe Angst, daß sie sich da was dran tut. Aber genauso habe ich Angst, daß ich ihr eine sinnlose OP verpasse. Naja, bald hat sie Termin zur Nachimpfung, da muß ich eh zum TA. Da spreche ich das mal an.

Danke für eure Hilfe!

Liebe Grüße
Anja

peanutsnorfolks
29.01.2008, 16:37
Wenn sie sich die Wolfskralle abreißt, wird sie wesentlich mehr Schmerzen und Schwierigkeiten bekommen.
Und höchstwahrscheinlich wird sie irgendwann irgendwo hängen bleiben.

Und soo schmerzhaft ist das Entfernen nicht.
Ich würde nur nicht zu lange warten, sie wächst ja auch, und mit ihr die Wolfskrallen.

Bei meinen Hunden würde ich es unter Lokalanästhesie machen lassen.

Gruß
Jutta

Triangel
29.01.2008, 16:56
Hallöchen
also sorry aber das mit dem Wolfskrallen entfernen finde ich garnicht gut!
Außerdem darf ein Tierarzt diese Krallen nur dann entfernen wenn sie kein Gelenk mehr haben alles andere gilt als Amputation und ist gesetzlich verboten!
Bei meinen sind sie auch noch dran und sie haben auch mitbekommen das es weh tut wenn sie dran knabbern das lernen sie immer!
Sollte der Hund sich irgendwann doch mal an den Wolfskrallen verletzen ist eine medizinische Indikation vorhanden aber das passiert selten!!!


Liebe Grüße Triangel

peanutsnorfolks
29.01.2008, 17:00
Da befindest Du Dich eindeutig im Irrtum.
Und das Entfernen ist wirklich harmlos.

Wenn man mal so eine Verletzung gesehen hat, würde man sie immer sofort entfernen lassen.

Jutta

P.S. Interessant, dass das hier als verboten angesehen wird, die Kastration gesunder Tiere aber propagiert wird.
Verdrehte Welt

Triangel
29.01.2008, 17:08
Das entfernen ist relativ harmlos bei unserer(mittlerweile verstorbenen )Hündin haben wir das auch machen lassen weil sie häufig hängengeblieben ist aber bei ihr war auch kein Gelenk mehr da!
Bei meinen anderen beiden ist das Gelenk vorhanden und wir hatten nie Probleme!
Bei unserer Nachbarin hat sich die Hündin im Gebüsch die Kralle fast abgerissen und das entfernen daraufhin war noch unkomplizierter als wenn man es vorher gemacht hätte!
Und wo liegt mein Irrtum?


Liebe Grüße

Triangel

bissiger Hund
29.01.2008, 17:10
P.S. Interessant, dass das hier als verboten angesehen wird, die Kastration gesunder Tiere aber propagiert wird.
Verdrehte WeltDas frage ich mich auch immer, allerdings hat Triangel recht.
Aber für Geld tun TA ja manches........

peanutsnorfolks
29.01.2008, 18:16
Triangel hat nur solange recht, wie nicht die Haut am Bein mit aufreißt, was passieren kann und auch passiert.

Aber, jeder wie er mag.
Ich bin gegen jgliche Eingriffe, die vermeidbar sind. Hier gibt es für mich aber keinen Kompromiss, zumal der Eingriff absolut lächerlich ist.

Gruß
Jutta

Hovi
29.01.2008, 18:17
alles andere gilt als Amputation und ist gesetzlich verboten!


.... wenn keine medizinische Indikation vorliegt.

Wenn sich ein Hund die unnötigen Dinger (und die sind ECHT unnötig) immer wieder einreißt, ist eine medizinische Indikation gegeben und die Amputation erlaubt!

firstlady
29.01.2008, 18:54
bei meiner klein mussten auch die wolfkrallen entfernd werden weil sie sich so schwer verletzt hat am bauch und sie sind gleich mit der kast. entferd worden

MicoMaushund
29.01.2008, 19:45
Außerdem darf ein Tierarzt diese Krallen nur dann entfernen wenn sie kein Gelenk mehr haben alles andere gilt als Amputation und ist gesetzlich verboten!

Die können auch gezogen werden, ohne dass etwas amputiert wird ... wenn man den Gedanken "amputieren - verboten" hier weiterspinnen würde, müsste man dem Hund kranke Zähne plombieren und Ziehen wäre gegen das Gesetz. Ständig eingerissene Krallen an den Zehen dürfen ja schließlich auch gezogen werden, damit es nicht zu problematischen Entzündungen und Vereiterungen kommt, die dann echt eine Amputation nötig machen.

Falls der Hund mit der Wolfskralle wirklich bös hängen bleibt, dann, ja genau dann muss der ganze Ansatz weg ...

bissiger Hund
29.01.2008, 19:49
@ Mikimaushund:
Du redest dir halt auch alles passend, so wie es dir eben grad in den Kram paßt.

MicoMaushund
29.01.2008, 19:54
.. ist nun mal Fakt, dass die schlicht und einfach gezogen werden können, auch wenn du es nicht weißt. Man kann natürlich abwarten, bis der Hund zum xten Mal geklammert werden musste, weil er sich nen Teil Bein mit weggerissen hat.

Fakt ist auch, dass dieser einzelne Fall eh nicht im Internet beurteilt werden kann, weil wir die Kralle nicht sehen. Es sollte einfach ein TA vor Ort entscheiden.

ausnahmefall
30.01.2008, 00:23
Nicht streiten ;-) Ich habe für morgen - oder besser heute *auf die Uhr schiel* - einen Termin beim TA ausgemacht! Die schaut sich das mal an. Die eine Seite sieht arg "gefährlich" aus, die andere geht... Mal sehen, was die TA sagt. Melde mich dann morgen Abend und sag Bescheid.

billymoppel
30.01.2008, 11:37
zur entscheidungshilfe: meine freundin hat derzeit eine pflegehündin, die bei ihrem "züchter" mit der wolsfkralle im zaun hängen geblieben ist. dabei hat sich das sprunggelenk verdreht und ist gebrochen...der bruch ist nicht gut verheilt, sie wird lebenslang eingeschränkt sein und welche weiteren folgen (hd, ed, rücken etc. wegen der falschbelastung) noch kommen werden...
ein extremfall zwar, aber auch das ist möglich.

ausnahmefall
30.01.2008, 17:21
So, bin vom TA zurück. Sie betrachtet die Wolfskrallen als überhaupt nicht dramatisch und würde sie nur regelmäßig stutzen wollen. Damit hat sie mir die Entscheidung abgenommen. Die Krallen bleiben zunächst dran.

Und - falls es wen interessiert - sie denkt, daß sie ein Schäferhund-Husky-Mix ist. :) Hier mal Bilder:
http://img100.imageshack.us/img100/9643/jersey2uq9.jpg
http://img406.imageshack.us/img406/1678/jersey3pq4.jpg

Ganz lieben Dank nochmal für eure Hilfe.

mila07
30.01.2008, 17:28
Die ist ja süß :love:

LG
Lena

ausnahmefall
30.01.2008, 17:58
Ja, süß... Aber auch rotzfrech *LOL* Ein Welpe eben... Aber ich bin sooooooooooooo stolz auf sie. Dank unserer Konsequenz hat sie schon seit 2 Tagen nix mehr in der Wohnung erledigt *freu* Und nachts hält sie schon 4 Stunden durch! Ein Traum :)

mila07
31.01.2008, 08:45
Supi ;)
Unsere Hündin ist jetzt 7 Monate alt und immer noch frech :D

Triangel
01.02.2008, 21:32
Mein großer ist jetzt schon 6und immernoch frech!!!:D


Gruß Triangel

El Diabolo
25.04.2008, 15:18
Deswegen werden Wolfskrallen hinten oft unter Narkose gezogen.


Über Mico´s Link hierhergeraten finde ich die Frage hier passender als wie in dem andrem Thread (http://forum.zooplus.de/hunde-gesundheit-medizin/t-bin-geknickt-61240.html). Eine befreundete Züchterin hat mir das Entfernen so erklärt: bei Welpen innerhalb der ersten 48 Stunden können Wolfskrallen mit einem minimalem Aufwand von einem Tierarzt entfernt werden (bei manchen Zuchtverbänden / rasseabhängig generell vor der Wurfabnahme gefordert) da zu diesem Zeitpunkt die Knochen noch "weich" sind.
Ist der Hund bereits älter wirds aufwändiger. Mein Rüde zB hatte über Monate hinweg Probleme mit seinen Wolfskrallen worauf diese dann schlussendlich entfernt wurden. Er war zu diesem Zeitpunkt ein knappes Jahr alt und die Entfernung war eine richtige Operation, nichts mit "einfach ziehen". Er lag in Narkose, hatte an den Innenseiten der Läufe jeweils einen gut 7-8 cm langen Schnitt der mehrere Tage unter einem Verband verweilen musste damit die Naht nicht unter Belastung direkt wieder aufreisst.

Jetzt lese ich hier Krallen ziehen. Unter ziehen verstehe ich einen kleinen Eingriff, relativ unkompliziert. Hab ich da einen Denkfehler? Oder hängt das vom Tierarzt bzw den anatomischen Gegebenheiten zusammen ( Verknöcherung/ vorhandenes Gelenk)?

MicoMaushund
25.04.2008, 16:26
Wie genau der Eingriff "Krallen ziehen" jetzt aus TA-Sicht verläuft, kann ich dir leider weder sagen noch kann ich diesen TA fragen, da er in Ruhestand ist. Nach Details hatte ich mich damals (1995) nicht erkundigt, weil ich dem TA bzw. diesem Team seit Jahrzehnten wirklich vertrauen kann. Fakt ist aber, dass meine vorige Hündin nach dem Entfernen der Wolfskralle keinen Verband tragen musste. Da war keine entsprechende Wunde.

Soweit ich weiß, gibt es auch Wolfskrallen, die ohne knöcherne Verbindung in der Haut hängen, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfskralle. Vielleicht war ja deshalb der "Eingriff" relativ klein.

In Narkose war Lara damals sowieso, da sie aus medizinischer Indikation kastriert werden musste und die Entfernung der Krallen einem "Aufwasch" gemacht wurde, um zu verhindern, dass sie sich immer wieder deswegen verletzt.

El Diabolo
25.04.2008, 21:23
Soweit ich weiß, gibt es auch Wolfskrallen, die ohne knöcherne Verbindung in der Haut hängen, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfskralle. Vielleicht war ja deshalb der "Eingriff" relativ klein.


Stimmt, bei meinem Rüden waren auf beiden Seiten jeweils Gelenke vorhanden, der Tierarzt nannte dies "Verknöcherung". Zu allem Überfluss waren die Wolfskrallen auch noch doppelt angelegt und ansatzweise richtige kleine Ballen ausgebildet... Auch ich vertraue meinem Tierarzt (fast) blind, Zweifel an der Durchführung hatte und habe ich keine, das wollte ich damit nicht sagen. ;) LG Diabolo