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balulutiti
06.01.2008, 13:28
Zum Glück ist mein Pferdi gesund und munter, aber da sie immerhin stolze 25 Jahre ist, macht man sich doch so manchmal Gedanken, was wäre wenn.... - meine Katzen, Ratten, Sittiche kann ich im Garten begraben, aber was macht man mit einem Pferd? Schlachter ist ja wirklich *brrr*, ich könnte das nicht, was sind die Alternativen?

micky80
09.01.2008, 16:25
bei uns kommt dann der abdecker das pferd holen wenn es gestorben ist. allerdings würde ich dir dann empfehlen die eisen vorher abzumachen, das stellt er nämlich auch in rechnung.
hab aber auch schon mal von einem pferdekrematorium gehört.

lg, micky

lammi88
14.01.2008, 11:13
Ja, einzige Alternative ist der Abdecker... und noch was: tu es Dir nicht an, das mit anzusehen. Ich habe einen Deal mit 2 Freundinnen. Wenns soweit ist, muß keiner von uns beim eigenen Pferd dabei sein, wenn es aufgeladen wird :0( Bei Lamour muß ich - aufgrund ihrer Krankheit - auch stängig damit rechnen, daß ich sie einschläfern lassen muß. Aber ich hoffe doch, daß das noch gaaaanz weit vor mir liegt :tu:

josylein94
14.01.2008, 14:41
hi suni

ich denke auch,dass du es wohl von einem abdecker abholen lassen musst wenn es soweit ist.

aber das darfst du dir auf keinen fall anschauen,es ist zu grausam!
meine eltern haben einen bauernhof und da musste ich schon oft mitansehen,wie ein totes kälbchen abgeholt wurde,das ist wirklich schrecklich!

lg
johanna

lammi88
14.01.2008, 15:16
Ach so: bei uns gibt es einen Tierseuchenfond. In den muß jeder Pferdehalter in Deutschland einzahlen. Ist gar nicht teuer (18 Euro Grundgebühr und für jedes weitere Pferd im Stall kommen noch 3,20 Euro dazu/pro Jahr). Die bezahlen auch die Abtransportkosten durch den Abdecker (die sind nämlich nicht ohne....glaub, eine Bekannte hat 800Euro gezahlt - geht wohl auch nach Anfahrtsweg und Dringlichkeit), wenn es soweit ist. Auch, wenn ein Pferd aufgrund einer Seuche im Bereich getötet werden muß, zahlen die einen Summe X für Dein Pferd. Vielleicht gibt es das ja auch bei Euch in Österreich?

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, ggf Dein Pferd irgendwann dem Schlachter zu überlassen, muß das zumindest hier in Deutschland, im Equidenpass vermerkt sein. Sonst darf er das Tier nicht annehmen. Das geht darum, daß bestimmte Medis, die im Paß vom TA vermerkt werden müssen, nicht kurz vorher dem Pferd gegeben wurden und mit in der Wurst landen.

Sollte Dein Pferd "nicht mehr können", solltest Du auch überlegen, ob Du einen TA hast, der es ggf für Dich erschießt. Hört sich brutal an, ist aber meist schneller als eine Narkosespritze. Es gibt Pferde, wo zig mal nachgespritzt werden muß...hatten so einen Fall vor ca. 15 Jahren im Stall... Beinbruch... der Todeskampf zog sich über 1,5 Stunden hin :0(

balulutiti
14.01.2008, 22:56
Das hört sich alles für mich schrecklich an - und ich hoffe, ich muss mich noch lange nicht damit auseinander setzen!! Ja, es gibt auch bei uns den Equidenpass, wo angegeben werden muss, ob das Pferd ein Sport- oder ein Schlachtpferd ist (was für ein Ausdruck!!).
Der Abdecker bringt das tote Pferd dann zur Tierkörperverwertung, und genau das wollt ich nicht - aber viel mehr Möglichkeiten wird es nicht geben, nehm ich an.

lammi88
15.01.2008, 08:14
Verbuddeln darfst Du es nicht - wegen Grundwasser, etc. Also bleibt Dir nur Schlachter oder Abdecker....Ich möchte meinem Pferd den Transport und die Angst beim Schlachter ersparen. Dann lieber tot zur Tierkörperverwertung....
Ich habe schon viel drüber nachgedacht, weil es mich bei Lamour jeden Tag treffen könnte. Was ich hoffe, daß es nicht so bald ist. Ich wünsche mir noch viele, tolle Jahre für sie :tu: Soviele tolle Zeiten hatte sie bislang ja nicht in ihrem Leben....

KaroAs
20.01.2008, 13:42
Hallo zusammen. Ich habe es leider schon mal durchgemacht und mein Pferd wurde durch eine Spritze von meinem TA eingeschläfert, weil sie einen Unfall im Offenstall hatte und ihr Unterstützungsband am Fuß abgerissen war (leider nicht operabel gewesen). Die Spritze war noch nicht mal ganz leer, da schnaufte meine Stute in mein Gesicht und war tot, bevor sie den Boden berührte. Ich war von Anfang an bei ihr und blieb auch, bis der Körper kalt war. Ich konnte es erst dann richtig glauben, dass sie nie wieder mit mir schmusen wird und wir nicht mehr zusammen spatzieren gehen können. Es war wohl das Schwierigste in meinem Leben, aber ich liebte sie so sehr und hätte niemals einen Schlachter holen lassen können.
Nachdem sie tot war, hat der Bauer wo wir standen die Tierkörperbeseitigung angerufen und alles für mich geregelt. Das mit anzuschauen hätte ich nicht können. Auch wenn es in dem Moment nur noch der reglose Körper ist, so ist er doch mit unsagbar schönen Erinnerungen verknüpft.
Es ist bei uns in Bayern so, dass jeder Pferdebesitzer an die Tierseuchenkasse einen kleinen jährlichen Beitrag bezahlt und wenn das Tier gestorben ist, dann kommt ein Transporter und man hat vielleicht noch € 20,-- zu bezahlen.
Ich hatte nicht das Geld für ein Krematorium, aber das hätte ich wohl auch nicht machen lassen, denn die Öfen sind so klein, dass das Pferd zersägt wird, bevor es verbrannt werden kann. Ist wohl auch nicht schöner, als die Tierkörperverwertung.
Der Zeitpunkt für diese Entscheidung ist für jeden Tierbesitzer wahrscheinlich das Schlimmste und man hofft immer, dass es einen nicht trifft. Aber wir lieben Tiere und machen es immer und immer wieder durch, obwohl wir wissen, was uns am Ende der gemeinsamen Zeit erwartet.
Ich hoffe für euch, dass es bei euch noch ganz lange dauert und wünsche euren lieben Vierbeiner viel Gesundheit.

lammi88
21.01.2008, 08:08
@KaroAs: :hug: Wie lange ist es bei Dir her? Bei uns zahlt wohl der Seuchenfond die kompletten "Entsorgungskosten" beim Abdecker... Eine Bekannte aus dem Nachbarort hat ihren Isi letztes Jahr verloren...okay mit fast 30 ist damit zu rechnen ;)... Sie hat nichts bezahlt...