PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzennetz auf Balkon -- Eigentumswohnung



Biamaria
28.12.2007, 21:37
Hallöchen...

im Juli 2007 habe ich mir meinen Kater angeschafft. Über Zooplus habe mich mir das tolle Katzennetz bestellt und dann im September (nach Urlaub) montiert.

War klasse. Kater konnte raus... obwohl ich manchmal dachte.... ob meine eher "fadenscheinige" Konstruktion, nur an Häkchen wohl halten wird?

Nicht Sinn der Sache, aber nicht anders zu machen, habe ich also meinem 'Entdecker' vor dem Netz, der wackelig (nicht alle Katzen sind elegant....) darauf herumtapste, eine Hand davor gehalten um ihn im Notfall aufzufangen.

NUN.... keine 2 Wochen her, bekam ich Post von der Verwaltung / Beirat (wie gesagt = ich bin Eigentümerin(!)). Zitat: EIN NETZ UM DEN BALKON GEHT GARNICHT!

Habe mich mal versucht im Internet zu erkundigen............. es scheint mir, ich habe keine Chance! Es handelt sich ja wohl um eine bauliche Veränderung?!
DABEI habe ich keine stabile Konstruktion, sondern nur Häkchen rechts und links, worauf das Netz mit Stabilisierungsband gebunden ist.

Wer kann mir und meinem Murphy positivere Sachen sagen, die ich, notfalls per Rechtsanwalt (mit dem wurde mir gedroht....!) , regeln kann?

Liebe Grüße
Bia

shirkan
29.12.2007, 09:54
Hallo Bia,

zu diesem Problem gibt es hier schon genügend Beiträge, vielleicht kannst du dich da mal durchlesen, evtl. auch über die Suchfunktionen.

Leider bist du kein Einzelfall. Man glaubt es nicht aber sogar in Eigentumswohnungen gibt es solche Einschränkungen durch die Eigentümerversammlung. Gerade in Punkto Außenansicht sind manche extrem pingelig. Eigentlich dürfte deine "Konstruktion" wirklich nicht als bauliche Veränderung betrachtet werden. Normalerweise ist dies dann der Fall, wenn irgendetwas dauerhaft miteinander verbunden wird.

Versuch dich hier mal durchzulesen, da gibt es Erfahrungsberichte. Traurig dass heute jeder Streithansel gleich mit Rechtsanwalt droht, ein klärendes Gespräch zwischen den Parteien würde doch oft schon die Lösung bringen.

Viel Glück

Eva1960
29.12.2007, 12:32
Hallo Bia,

gibts vielleicht bei Euch auch Tauben? - denn ich habe festgestellt daß zum abhalten von Tauben die Leute wesentlich toleranter bzw. verständnisvoller mit Netzen umgehen. Es ist zwar nicht die feine Art den armen Tauben quasi die Schuld an einem Netz unterzujubeln.....aber vielleicht wäre das ja ein Argument für Dich.
Außerdem würde ich an Deiner Stelle mal die Balkone und Fenster (Rolläden, Markisen) der anderen Eigentümer genauer in Augenschein nehmen um auch da evt. "Gegenargumente" zu haben.
Lass Dich auf keinen Fall schnell entmutigen, auch nicht mit einem angedrohten Rechtsanwalt........denn den kannst Du selber gegebenenfalls auch einschalten.

Viele Grüße

Eva

Katzenmiez
29.12.2007, 14:56
Hmm, ich habe vor der "Installation" des Katzennetzes auf der Eigentümerversammlung angefragt, ob es okay wäre, ein Katzennetz auf dem Balkon anzubringen. Natürlich kamen auch kritische Meinungen ("Das stört aber mein ästhetisches Empfinden, wenn da so ein Netz hängt" usw.), aber alles in allem wurde es per Abstimmung erlaubt. Es wurde mir nahegelegt, das Netz "so unauffällig wie möglich" anzubringen und dass ich, falls sich jemand beschwert, das Netz unverzüglich zu entfernen habe. Der Balkon ist jetzt seit 7 Monaten vernetzt und bis jetzt ist noch nichts passiert... Vielleicht hättest du die anderen Eigentümer und die Hausverwaltung vorher um Erlaubnis bitten bzw. sie von deinem Vorhaben in Kenntnis setzen sollen...?

Das Argument ist halt meistens, dass der Gesamteindruck des Wohnblocks durch ein Katzennetz gestört wird, weil die Wohnanlage von außen insgesamt überall gleich aussehen soll. Ich persönlich finde das total unsinnig, denn wenn es danach ginge, müssten auch alle Bewohner dieselben Blumen auf dem Balkon pflanzen usw.

RaveSchneckerl
29.12.2007, 18:02
Schau mal hier (http://www.wdr.de/tv/markt/20040517/b_3.phtml) die ersten drei Absätze passen zu deiner Situation... wenn du vorher nicht um Erlaubnis gefragt hast, sieht es schlecht aus

wailin
29.12.2007, 21:08
Sieh doch mal in der Teilungserklärung und Hausordnung nach was da zu der Gestaltung der Balkone geregelt ist. Danach würde ich bei der Hausverwaltung eine eher generelle Anfrage starten. Bei uns ist z.B. die Anbringung eines Sichtschutzes bzw Markise in grau, weiß oder apricot erlaubt und alles andere untersagt. (Mein Schutznetz ist daher grau was von dem ein oder anderen mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen wurde.)

Auf der Basis würde ich fristgerecht einen schriftlichen Antrag für die nächste Eigentümerversammlung einreichen und für die Versammlung ggfs auch ein paar Fotos zum herumreichen mitnehmen, damit sich die Miteigentümer vor der Abstimmung ein Bild machen können wie so etwas aussieht.

viel Erfolg & viele Grüsse Catrin

PS: Eigentum hin oder her - Du fändest es sicher auch nicht werterhaltend wenn auf dem Balkon neben Dir auf einmal z.B. grosse Leuchtreklamen angebracht würden mit dem Hinweis, man würde die sammeln und die seien doch ganz unauffällig.....

Ronjakatze
05.01.2008, 16:45
Hi,

DAS ist genau DER Grund, warum ich mir niemalsnienicht eine Eigentumswohnung anschaffen würde.

Ich glaube nicht, daß Dein Katzennetz noch große Chancen hat.

Wenn Du ZUERST angefragt hättest, vielleicht, aber wenn schon gemeckert wurde.

Da hab ich als MIETER ja noch deutlich mehr Rechte, als so ein Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus......NEEE, Danke....:sn::sn:

Liebe Grüße

Susanne

MickeyIM
06.01.2008, 20:10
Hallo Susi :cu:,


Da hab ich als MIETER ja noch deutlich mehr Rechte, als so ein Eigentümer in einem Mehrfamilienhaus
also da bin ich ehrlich gesagt nicht so überzeugt davon - der Vermieter darf Dir nämlich nur das zusagen, was er eben selber darf. Das bedeutet auch, dass wenn er Dir zusagt, ein Katzennetz am Balkon anzubringen, keine Genehmigung seitens der Eigentümergemeinschaft da ist und diese den Vermieter zwingt, sich an die Vorgaben zu halten, muss der Vermieter das an den Mieter weitergeben.

Mir fällt da ein ziemlich böser Fall vor einigen Jahren ein: eine Familie hier in München hatten ein verhaltensgestörtes Kind und dann mit Zustimmung des Vermieters eine Katze ins Haus geholt. Das Kind hatte Tiere schon immer sehr geliebt und blühte mit dem neuen Lebensgefährten total auf und die Verhaltensstörungen gingen erfreulicherweise signifikant zurück. Die Katze wurde nur in der Wohnung gehalten, ein Balkon war nicht vorhanden. Eines Tages sah ein katzenhassender Nachbar die Katze am Fenster sitzen, schlug einen mords Terz und hat den Vermieter dazu aufgefordert, die Katzenhaltung zu widerrufen - der Nachbar gab an total katzenallergisch zu sein und diese Katze im Haus bedrohe seine Gesundheit :eek:. Sowohl das Amtsgericht als auch die 2. Instanz hier in München gaben dem Katzenhasser recht und verdonnerten den Vermieter (trotz psychologisches Gutachten, wie wichtig die Katze für das Kind sei), den Mieter dazu aufzufordern die Katze abzuschaffen und die Katzenhaltung zu widerrufen - "die menschliche Gesundheit hätte Vorrang", obwohl klar war, dass der Nachbar faktisch nie auf diese Katze treffen konnte. Ich hatte mit der Frau selber Kontakt und einige Mal telefoniert, da ich sie mal übers FN-Forum kennengelernt habe - ist also definitiv kein Fake :0(. Die Familie ist dann, trotz sehr knapper Kasse, umgezogen, um diesem Wahnsinn zu entgehen..

Wenn also eine Eigentümergemeinschaft oder "sonst was wichtiges" :rolleyes::-(0) hustet, bleiben Deine Rechte als Mieter auch in solchen Angelegenheiten ganz schnell auf der Strecke - leider :0(.

Liebe Grüße, Sylvia

Eva1960
07.01.2008, 05:56
Guten Morgen,

das ist ja wirklich eine Horror-Geschichte, irgendwie scheint immer jemand am längeren Hebel zu sitzen. - Und selbst wenn man dann vielleicht vor Gericht recht bekommt, der Unfrieden im Haus ist auf Jahrzehnte gesichert. Es ist übrigens auch in Reihenhaussiedlungen nicht anders - auch da gibt es Vorschriften auf die man in seinen kühnsten Träumen nicht kommt. Deswegen finde ich Deine Einstellung Sylvia, nur in ein Haus mit häßlicher Fassade zu ziehen schon mal einen guten Ansatz um solchen Problemen von vorneherein aus dem Weg zu gehen.

Ich kann mich erinnern, damals wie wir unsere Fenster von der Katzenboutique vernetzen liessen hat mir der zuständige Mitarbeiter gesagt, wenn ein Vermieter Katzenhaltung vertraglich erlaubt, erlaubt er damit gleichzeitig die sichere Unterbringung der Tiere - sprich eine Vernetzung.........aber das war oder ist wahrscheinlich auch nur Gerede wenn ich Deine Geschichte so lese.

Um mich auf die ursprüngliche Thread-Eröffnerin Biamaria zu beziehen, Du schreibst Du hast selber eine ziemlich wackelige Sache montiert - wenn Du es professionell von einem Fachmann machen läßt sieht man wirklich sehr wenig - vielleicht lassen sich Deine Miteigentümer ja von sowas überzeugen. Aus wievielen Eigentümern besteht denn die Gemeinschaft? -

Schönen Tag für alle

Eva

CaveCanem
07.01.2008, 12:31
Vielleicht gibt es ja Lösungen, die genehmigungsfrei sind.

Diese Firma wirbt jedenfalls damit, dass ihre Netze den rechtlichen Status eines Sonnenschirms haben.
http://www.catfence.de/pet-zet/faq2.htm

Django
26.08.2009, 18:09
Hallo Ihr alle.
-bin zwar neu hier , habe aber eine noch tollere Geschichte am laufen.Habe auch eine Eigentumswohnung gekauft (Paterre mit Garten)und mein Kater hat mich mit Sprüngen von 1,50m aus dem Stand überrascht.Neben unserer Terrasse ist eine Mauer in dieser Höhe und dahinter ein Jagthund. Muß ja nicht mehr erzählen, oder ? Nun also, den Nachbar gefragt und ein Katzennetz auf die mauer gesetzt. Stangenabstand ca.2m und ein extra grobes Netz schön locker Richtung Terrasse gespannt.Der Erfolg gab mir recht, so und nun der Clou einen Tag später steht mein Nachbar von über mir auf der Matte und meinte Ford Knocks ginge nun garnicht und selbst wenn Eigentümerversammlung seine Stimme gekäme ich nicht.Also ich habe bei allen restlichen Eigentümern Werbung für die Sicherheit meines Katers gemacht. Am 14. September ist auserordentliche Versammlung.Drückt mir mal den Daumen, jeden Tag steht ein Idiot auf und wenn man viel Pech hat trifft man ihn.LG. Django

Eva1960
27.08.2009, 14:32
Hallo Django,

könntest Du nicht auf Deiner Seite der Mauer einen nach innen gerichteten Zaun machen? vielleicht mit einem Elektrodraht.......ich meine so wie es manchmal im Zoo oder bei anderen Sachen ist wo niemand drüberklettern soll (z.B. bei Schrottplätzen oder Leergutlagern).

Wahrscheinlich war zwischen Dir und Deinem Nachbarn ein Verständigungsproblem.....er hat nicht verstanden was Du machen willst. Im Sinne von künftigem friedvollen Zusammenleben rate ich Dir kooperativ zu sein........grundsätzlich bin ich aber auf Deiner Seite und der Meinung, daß die Nachbarn froh sein sollen wenn Du Dein Grundstück absicherst und Dein Kater niemanden belästigt.....dieses Argument würde ich auf jeden Fall in der Versammlung bringen.

Viele Grüße

Eva

Ariane_75
27.08.2009, 18:05
@Biamaria:
Falls Du hier noch ab und zu mitliest: wie ist es denn damals bei Dir ausgegangen?

fannibunny82
29.08.2009, 08:23
Hast Du Kinder? Ich habe meine Vermieter damals besänftigt indem ich sagte das ich das Netz nicht unbedingt wegen der Katzen sondern als Sicherheit für meine 3 kleinen kinder bräuchte;) Wir wohnen im 3 Stock und die Vermieter haben Ihre terrasse ganz unten.Da meine Kinder auch gerne mal etwas runterschmeißen(und das unter Umständen weh tun könnte) haben sie es wohl oder übel genehmigt.Begeisterung hielt sich allerdings in Grenzen.

Eva1960
29.08.2009, 12:16
Hallo zusammen,

in meiner Wohnung (6.Stock) war vor kurzem eine Freundin mit 2 kleinen Kindern zu Gast. OHNE Vernetzung hätte ich keine ruhige Minute gehabt.....denn die Kinder sind ruckizucki am Balkon rumgeklettert. - Seit dem Besuch habe ich mir schon ein paarmal die Frage gestellt, wie man mit Kindern in oberen Stockwerken lebt.........denn man kann sie doch nicht ständig im Auge haben.

viele Grüße

Eva

Ivy-Maire1
01.09.2009, 12:33
also,

wir haben auch eine eigentumswohnung, und das kann echt mühsam sein. ich habe zwar keine katze aber dafür gleich 2 kleine hunde.

als wir den balkon renoviert haben (die ganze wohnung war in einem erbärmlichen zustand) haben wir mal zoff wegen dem geländer gehabt. unser hausverwalter wohnt in einem haus direkt gegenüber unseres balkones und kam mit dem argument: "aber ICH muss es dann jedes mal sehen wenn ich aus dem fester schau.


ok, eigentlich hätten wir ihm was deuten können denn wir haben die mehrheit mit 51% besitzt.

geenigt haben wir uns auf matte panzerglasplatten. nur leider stehen die ca 20cm über dem boden.

da hat unser kleiner chi durchgepasst und wäre 2 stockwerke runtergefallen.

wieder krieg: wie können wir das zumachen?

wir haben uns dann mit einem nachbar zusammengesprochen, zusammen besitzen wir knapp 75% des gebäudes. der hat gemeint macht was ihr wollt.


also: vielleicht wäre es gut wenn du genug leute auf deine seite ziehen kannst dass ihr die besitzmehrheit bildet? weil DANN können so meckerer einpacken gehen.

aber es ist schon mühsam... am besten wäre es (für das klima zwischen den einwohnern) wenn ihr alle zusammen eine lösung findet. z.b ein extra dünnes netz das man nicht sofort sieht oder eine bestimmte farbe oder so...

HotPot
25.05.2010, 12:02
Ich sollte mein Katzennetz ebenfalls entfernen. Inzwischen hängt eine bessere Konstruktion als ich mir jemals zu träumen wagte.
Schritt 1:
Was steht in der Hausordnung zum Thema Markisen, Wäscheleinen, Schränke, Blumenkästen, Sonnenschirme, Dekoration, Gartenzwerge, Deko im Treppenhaus und und und. Sammle alles und kontrolliere die Balkons deiner Nachbarn. Du wirst bald feststellen, daß nicht nur dein Netz problematisch ist. Komme mit freundlichen Nachbarn ist Gespräch und weise auf die Ungerechtigkeiten hin, ihr sitzt letztendlich alle im selben Boot und müsst auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Jeder ist irgendwie betroffen, den meisten ist es nur nicht klar.
Schritt 2: Schreibe die Hausverwaltung (nachrichtlich an alle Beiräte) an und weise auf die Vielzahl der Verstöße und ungeklärten Fragen hin. Netz, Markise, Blickschutz, Blumenkasten, "Schüssel" - alles sind Veränderungen an der Fassade. Fotografiere alle Veränderunge Verlange eine endgültige Klärung aller offenen Fragen. Die Hausverwaltung soll ein schlüssiges Konzept für eine Hausordnung vorlegen, die den Bedürfnissen aller Eigentümer gerecht wird. Schließe eine gute Wohnungseigentümerrechtschutz versicherung ab.
Schritt 3
Verlange Gleichbehandlung und ein Farbleitkonzept! Mache gleich konstruktive Vorschläge für eine optisch ansprechende Gestaltung.

Bei mir hat das Theater zwei Jahre gedauert und die Hausverwaltung war völlig entnervt. So lange du immer verlangst, daß die Interessen ALLER Eigentümer (auch dein Interesse an einem Katzennet) angemessen berücksichtigt werden, kann dir eigentlich wenig passieren. Du zahlst schließlich dein Hausgeld, musst dich an anfallenden Zusatzkosten beteiligen, zahlst für säumige Zahler erstmal mit, bezahlst die Hausverwaltung und die Aufwandsentschädigung für den Beirat. - Du hast schlicht und ergeifend das Recht auf Berücksichtigung deiner Bedürfnisse.

Katzenpapa
30.05.2010, 01:43
Ein Katzennetz? Aber nöö, wer macht den sowas.
Per Deklaration ist das ein Taubenschutznetz - damit die Drecksviecher nicht auf den Balkon kacken ... ;)

Frau_Wutz
01.06.2010, 14:53
An Deiner Stelle würde ich mit euren Beiratsvorsitzenden unter vier Augen unterhalten und mich darauf einigen bei der nächsten Eigentümerversammlung abzustimmen ob das Netz den anderen Mitbewohnern stört. Ist Dein Netz durchsichtig? Meins ist dies nämlich und das fällt gar nicht auf. :D

Denn die Hausverwaltung wird schließlich von den Eigentümern bezahlt bzw. ausgewählt. Und hat somit im Sinne der Eigentümer zu handeln. :)

Schau das Du den Beirat auf Deine Seite ziehen kannst. Dann kann die Hausverwaltung nix machen. Außer in der Hausordnung ist sowas geregelt.

Celtic-Witch
09.02.2011, 17:07
Wie ist das eigentlich bei eigenen Häusern? Wir wollen dieses Frühjahr ein Katzennetz am Balkon anbringen. Das Haus (2 Familienhaus) gehört komplett uns, unten wohnt nur ne alte Dame zur Miete die auch Katzen hat *g* können die Nachbarn uns das Netz verbieten? Zu bemerken ist, kein Nachbar hat den Balkon in Richtung unseres Balkones

Mini-Mutz
02.03.2011, 17:52
Hallo, ich bin ganz neu hier und hoffentlich im richtigen Thread.
Habe mir auch schon eure Beiträge fleißig durchgelesen, aber leider ist es bei uns nochmal etwas anders. Und zwar haben wir eine Eigentumswohnung gekauft im EG mit 2 Gärten an zwei Seiten. Nun haben wir 2 kleine Katzen aus dem Tierheim geholt und würden sie gerne in den oder die Gärten lassen (ganz raus geht leider nicht, da die Hauptstraße nicht weit weg ist). Im Haus wohnen noch 2 andere Familien, die absolut nichts dagegen haben, wenn ich ein Katzennetz spanne.
Das Problem ist unser Verkäufer, der, obwohl er nicht im Haus wohnt, sondern ein Stück weiter weg, uns das verbieten will. Das zweite Problem ist, das uns nur der Garten, bis da wo die Terrasse aufhört, gehört. D.h. für das Stück Wiese (ganz mini, ca. 1,50x2m) und den angrenzenden Hang, haben wir nur Sondernutzungsrecht. Sonst ist nichts und niemand um unseren Garten herum. Der Verkäufer meint, es würde ihm die Sicht nehmen (auf UNSERE Wohnung und Garten!!!), was schonmal sehr merkwürdig ist. Außerdem gibt es ja auch durchsichtige Netze, die fast nicht auffallen. Er findet immer neue Ausreden, die allesamt aber nicht wirklich Hand und Fuß haben. Er will es einfach nicht. Er sagt auch nie etwas von baulichen Veränderungen oder sonstigen Dingen, die oft von Hausverwaltungen oder Vermietern kommen. Werde mich jetzt mal nach dem "Taubennetz" erkundigen oder geht das nur in Städten wo Taubenplage herrscht?
Ist es mit den mobilen Netzen genauso oder sieht die Rechtslage da anders aus?
Ich möchte das irgendwie hinbekommen, denn ich will ja keine Zäune bauen, sondern nur ein Katzennetz! Was niemandem auffällt oder stört außer dem Verkäufer, der oberhalb dieses Hangs wohnt, allerdings weiter weg. Das kann doch nicht sein, dass er mir das verbieten kann, obwohl es meine Wohnung ist! da muss es doch Gesetzeslücken geben.
Wäre euch für ein paar Tipps sehr dankbar!

Drottning
02.03.2011, 20:10
Die Frage ist: Hat der Verkäufer noch Anteile an dem Haus sprich noch Wohnungen dort? Dann kann er selbstverständlich Einspruch erheben. Ansonsten geht das eigentlich nur die Eigentümergemeinschaft und ggf. noch die Leute, die mit im Haus wohnen, was an.

Ich rate übrigens von durchsichtigen Netzen ab. Darin können sich Vögel böse verheddern. Nimm ein dunkles Netz, das ist auch so gut wie unsichtbar. Auf gar keinen Fall ein helles, das siehst du meilenweit.

Olle Ziege
03.03.2011, 11:00
Ich sollte mein Katzennetz ebenfalls entfernen. Inzwischen hängt eine bessere Konstruktion als ich mir jemals zu träumen wagte.
Schritt 1:
Was steht in der Hausordnung zum Thema Markisen, Wäscheleinen, Schränke, Blumenkästen, Sonnenschirme, Dekoration, Gartenzwerge, Deko im Treppenhaus und und und. Sammle alles und kontrolliere die Balkons deiner Nachbarn. Du wirst bald feststellen, daß nicht nur dein Netz problematisch ist. Komme mit freundlichen Nachbarn ist Gespräch und weise auf die Ungerechtigkeiten hin, ihr sitzt letztendlich alle im selben Boot und müsst auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Jeder ist irgendwie betroffen, den meisten ist es nur nicht klar.
Schritt 2: Schreibe die Hausverwaltung (nachrichtlich an alle Beiräte) an und weise auf die Vielzahl der Verstöße und ungeklärten Fragen hin. Netz, Markise, Blickschutz, Blumenkasten, "Schüssel" - alles sind Veränderungen an der Fassade. Fotografiere alle Veränderunge Verlange eine endgültige Klärung aller offenen Fragen. Die Hausverwaltung soll ein schlüssiges Konzept für eine Hausordnung vorlegen, die den Bedürfnissen aller Eigentümer gerecht wird. Schließe eine gute Wohnungseigentümerrechtschutz versicherung ab.
Schritt 3
Verlange Gleichbehandlung und ein Farbleitkonzept! Mache gleich konstruktive Vorschläge für eine optisch ansprechende Gestaltung.

Bei mir hat das Theater zwei Jahre gedauert und die Hausverwaltung war völlig entnervt. So lange du immer verlangst, daß die Interessen ALLER Eigentümer (auch dein Interesse an einem Katzennet) angemessen berücksichtigt werden, kann dir eigentlich wenig passieren. Du zahlst schließlich dein Hausgeld, musst dich an anfallenden Zusatzkosten beteiligen, zahlst für säumige Zahler erstmal mit, bezahlst die Hausverwaltung und die Aufwandsentschädigung für den Beirat. - Du hast schlicht und ergeifend das Recht auf Berücksichtigung deiner Bedürfnisse.

Das wäre Schritt 1. Und Fristen beachten. :s:


Hallo, ich bin ganz neu hier und hoffentlich im richtigen Thread.
Habe mir auch schon eure Beiträge fleißig durchgelesen, aber leider ist es bei uns nochmal etwas anders. Und zwar haben wir eine Eigentumswohnung gekauft im EG mit 2 Gärten an zwei Seiten. Nun haben wir 2 kleine Katzen aus dem Tierheim geholt und würden sie gerne in den oder die Gärten lassen (ganz raus geht leider nicht, da die Hauptstraße nicht weit weg ist). Im Haus wohnen noch 2 andere Familien, die absolut nichts dagegen haben, wenn ich ein Katzennetz spanne.
Das Problem ist unser Verkäufer, der, obwohl er nicht im Haus wohnt, sondern ein Stück weiter weg, uns das verbieten will. Das zweite Problem ist, das uns nur der Garten, bis da wo die Terrasse aufhört, gehört. D.h. für das Stück Wiese (ganz mini, ca. 1,50x2m) und den angrenzenden Hang, haben wir nur Sondernutzungsrecht. Sonst ist nichts und niemand um unseren Garten herum. Der Verkäufer meint, es würde ihm die Sicht nehmen (auf UNSERE Wohnung und Garten!!!), was schonmal sehr merkwürdig ist. Außerdem gibt es ja auch durchsichtige Netze, die fast nicht auffallen. Er findet immer neue Ausreden, die allesamt aber nicht wirklich Hand und Fuß haben. Er will es einfach nicht. Er sagt auch nie etwas von baulichen Veränderungen oder sonstigen Dingen, die oft von Hausverwaltungen oder Vermietern kommen. Werde mich jetzt mal nach dem "Taubennetz" erkundigen oder geht das nur in Städten wo Taubenplage herrscht?
Ist es mit den mobilen Netzen genauso oder sieht die Rechtslage da anders aus?
Ich möchte das irgendwie hinbekommen, denn ich will ja keine Zäune bauen, sondern nur ein Katzennetz! Was niemandem auffällt oder stört außer dem Verkäufer, der oberhalb dieses Hangs wohnt, allerdings weiter weg. Das kann doch nicht sein, dass er mir das verbieten kann, obwohl es meine Wohnung ist! da muss es doch Gesetzeslücken geben.
Wäre euch für ein paar Tipps sehr dankbar!

Fragen Sie Ihren Anwalt ;)