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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rechte? Meinung geändert wegen der Tierhaltung in der Wohung.



Speedy77
18.11.2007, 04:02
Hallo zusammen!

Ich hatte zwar schonmal dieses Thema erstellt aber leider finde ich es nicht mehr.
Wir sind am Anfang des Jahres erst in diese Whg eingezogen. Wir haben eine 12 jährige Hündin und hatten 2 Katzen.
Bevor wir in die Whg eingezogen waren, hatten wir uns auch wegen der Haltung von Haustieren erkundigt. Unsere Vermieterin sagte uns, das dies kein Problem sei.
Ich muß dazu sagen das es eine Eigentumswohnung ist und die Vermieterin eine alte Lehrerin von uns ist.
In dem Mietvertrag steht nur drin, das die Tierhaltung der Zustimmung des Vermieters bedarf.
Dadurch das wir uns so gut mit ihr verstanden und halt auch aus alten Zeiten her kannten, ließ ich mir die Tiere nicht eintragen sondern vertrauten ihr auf die mündliche Zusage.
Ende Juni hatten wir uns noch eine Katze von knapp 4 Wochen geholt. Es war auch weiterhin so kein Problem gewesen.
Dann mitte September bekam ich einen Brief von einer Rechtsanwaltskanzlei (von der Vermieterin) das u.a. die Haltung der Tiere untersagt sei und wir bis zum 10.10. die Tiere "abschaffen" sollten, da sich einige Mitmieter im Haus beschwert hätten.

Ich war total entsetzt, denn die ganze Zeit hatte sich keiner hier im Haus dazu geäusert oder bei uns beschwert, das die Tiere stören oder lärm machen würden. Die Katzen sind alle Wohnungskatzen und unser altes Hundemädchen ist froh wenn sie ihre Ruhe hat. Sie bellt auch nicht.

Dank euren ersten Ratschlags hin mußte ich erstmal feststellen, das ein Vermieter der eine Eigentumswohnung hat, doch nicht alles machen kann, sondern es noch eine Eigentümerversammlung gibt die über dem Vermieter steht.
Wir sind dann zum Mieterschutzverein. Dort sind wir dann eingetreten und haben zum Glück keine Wartezeit bekommen, sondern sie helfen uns direkt.
Der Mieterschutzverein findet es auch ziemlich seltsam das jetzt auf einmal die Tierhaltung nicht mehr gedultet sei.
Nachdem die dann einen Brief an die Rechtsanwälte geschrieben haben, bekamen wir kurzeitig danach antwort, das wir die Tiere bis zum 31.10. "abschaffen" sollten, sonst würden sie im Namen der Vermieterin die Kündigung aussprechen.

Es kam wie es kommen mußte. Wir haben die Frist verstreichen lassen und haben mitte letzter Woche die Fristlose Kündigung bekommen und sollen bis zum 31.11. die Wohnung räumen.

Das kann´s ja wohl nicht sein und sind echt auf 180 deßwegen. Wir also wieder zum Mieterschutzverein und denen das Schreiben vorgelegt.
Die Sachbearbeiterin hat dann auch nicht schlecht geschaut.

Wir haben immer die Miete bezahlt, machen auch so keinen Lärm oder sonst irgendwas, woran sich die anderen Mitmieter gestört fühlen könnten.
Erst wollten wir ja in der Wohnung bleiben, aber da dies nur eine 2 Zimmer ist und wir dann bald Nachwuchs (Baby) bekommen, müssen wir uns nach einer etwas größeren Wohnung umsehen.
Wir werden uns aber nicht einfach so rausschmeissen lassen, sondern haben jetzt erstmal eine Verlängerung beantragt. Denn wenn unsereins (Mieter) einfach so kündigen würde, heißt es ja auch das man eine 3 monatige Kündigungsfrist hat.
Oder wie seht ihr das ganze???

Mir fällt immer mehr auf, das Vermieter immer mehr gegen Tierhaltung sind. Auch als ich mir einige Themen hier aus dem Forum angesehen hatte. Was ist nur mit den Menschen los????
Ich werde in Zukunft meine Tiere wieder in den Mietvertrag eintragen lassen, das ist sicherlich besser.

LG Speedy

Grizabella
19.11.2007, 01:13
Hallo, Speedy,

Die Nichteintragung der Tiere war sicherlich ein Fehler.

Wir hatten auch einmal eine Kündigung unserer Mietwohnung mit vier Wochen Kündigungsfrist, nicht wegen der Tierhaltung - wir hatten aber damals einen Hund, eine Katze, einen Vogel; ausserdem drei Kinder, das jüngste vier Monate alt. Bei uns ist das derart gesetzlich geregelt, dass man innerhalb dieser Frist einen Einspruch beim zuständigen Bezirksgericht machen kann, womit die Frist bis zum Ende des Prozesses läuft, und der Prozess dauerte bei uns drei Jahre; er endete mit einem Vergleich. Die Kosten des Prozesses musste der Vermieter tragen. Der Vergleich besagte, dass wir uns verpflichten, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (zwei Jahre nach Prozessende) auszuziehen, was wir schon nach einem Jahr taten, weil da unser Hausbau beendet war, und wir waren heilfroh, aus diesem ehrenwerten Haus draussen zu sein.

Ich würde annehmen, dass die Möglichkeit eines derartigen Einspruchs auch bei euch besteht. Was sagt denn der Mieterschutzverein dazu? Die Sache mit den von dir genannten Kündigungsfristen läuft auch bei uns so.

Offensichtlich wird der Spielraum für Mieter immer enger, nicht nur bei der Tierhaltung. Wir wollen zwar wieder in die Großstadt zurück, aber die 30 Jahre im eigenen Haus mit den Kindern und Tieren waren eine Wohltat gegenüber dem Leben in der Mietwohnung, obwohl man auch hier griesgrämige Nachbarn hat. Deren Mitsprachemöglichkeiten enden aber so gut wie immer jenseits ihres Zauns.

Wenn du eine Einspruchsmöglichkeit gegen diese Kündigung gefunden hast, wird es, so glaube ich, auch möglich sein, die Frist bis zum Auszug weiter erstrecken zu können - besonders doch bei Schwangerschaft. Dass ein Richter es zulässt, eine Schwangere binnen ein paar Wochen auf die Straße zu setzen, das glaube ich nicht.

Ich wünsche dir Erfolg bei deinen Bemühungen und einen Anwalt, der sich gut im Mietrecht auskennt.

Liebe Grüße!

SuNsHiNe84
19.11.2007, 14:37
Huhu,

zur kleinen Hilfe, habe hier deinen Forumseintrag gefunden

http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?t=56152